„das er­schlaf­fen der lei­den­schaft“

felix schwenzel

die­ter rulff in der f.a.s vom 2.10.2005 (nicht on­line):

doch nun er­fährt der ein­zel­ne, dass der all­ge­mei­ne und der pri­va­te fort­schritt aus­ein­an­der­fal­len. dass zu­kunfts­op­ti­mis­ti­sche re­den lin­ker wie rech­ter par­tei­en wirkt da schaal. denn die rück­ver­la­ge­rung der vor­sor­ge in die kom­pe­tenz des ein­zel­nen ist eine aus dem man­gel ge­bo­re­ne not­wen­dig­keit.

aus die­ser not macht man kei­ne bür­ger­li­che tu­gend. der ein­zel­ne lässt sich nur noch un­gern auf all­ge­mei­ne zie­le ver­pflich­ten, de­ren nut­zen er nicht spü­ren kann. so er­lahmt der deut­sche kor­po­ra­tis­mus nicht nur, weil sich gross­grup­pen kaum mehr auf ge­mein­sa­me ziel­vor­stel­lun­gen ver­stän­di­gen kön­nen, er blu­tet aus, weil sich die be­trof­fe­nen nicht mehr in ih­nen auf­ge­ho­ben se­hen.

für mich die tief­grün­digs­te ana­ly­se ge­gen die dum­me, 30 mil­lio­nen euro „teu­re“ ju­bel­per­ser-kam­pa­gne der in­itia­ti­ve zur he­bung der volks­mo­ral „du bist deutsch­land“. auch wenn die in dem ar­ti­kel gar nicht er­wähnt wur­de.


dö­sen ist geil

felix schwenzel

es gäbe so viel zu schrei­ben. am sams­tag war ich zum bei­spiel auf dem kon­zert des ers­ten ober­kreuz­ber­ger na­sen­flö­ten or­ches­ters. mein be­such aus aa­chen dräng­te mich dazu mir sei­nen fund aus der zit­ty an­zu­gu­cken. und ich be­reue es nicht, al­lein tho­mas ka­piel­ski ei­nen gan­zen abend wild zu­ckend auf ei­nem ses­sel sit­zend zu be­ob­ach­ten war ein gros­ser spass. nur was soll man über acht gut ge­laun­te, be­sof­fe­ne und re­la­tiv er­wach­se­ne män­ner die auf ei­ner (pro­ben)büh­ne be­glei­tet von ei­ner gi­tar­re in na­sen­flö­ten bla­sen, schrei­ben? wo ein bild oder ein „boot­leg“ mehr als hun­dert wor­te sagt?

dann ges­tern, ein spon­ta­nes klei­nes blog­ger­tref­fen, das nicht mehr als ein tref­fen furcht­bar net­ter, teil­wei­se sau­fen­der, teil­wei­se fo­to­gra­fie­ren­der men­schen war? da kann man auch nicht viel schrei­ben was die freu­de so­viel net­tes auf ei­nen hau­fen zu tref­fen an­ge­mes­sen aus­drü­cken wür­de. auch hier gilt, ein paar bil­der sa­gen mehr als ein paar wor­te. und mein feed­rea­der be­kam heu­te auch ein biss­chen neu­es fut­ter.

heu­te abend habe ich dann „wäch­ter der nacht“ ge­se­hen. aus­ser „an­gu­cken!“ (weil herr­lich sinn­los und schön fo­to­gra­fiert) kann ich da auch nicht viel zu schrei­ben. be­vor ich ins kino ging wech­sel­ten mei­ne tä­tig­kei­ten zwi­schen „stadt der träu­men­den bü­cher“ le­sen und in an­ge­neh­men halb­schlaf ver­schwin­den, wie das halt so ist wenn man im bett liest. ex­trem an­ge­neh­mer zu­stand, die­ses weg­dö­sen, auf­wa­chen, wei­ter­le­sen, weg­dö­sen. stun­den­lang.

als ich ein­mal vom dö­sen er­wach­te fiel mir doch noch ein blog­ein­trag ein, als ich auf ei­nen klei­nen teil mei­nes ge­sel­len­stücks schau­te. ich dach­te ich könn­te den ein­trag so be­gin­nen:

frü­her habe ich so­was ge­macht [foto von den fin­ger­zin­ken die ich mal ge­schrei­nert habe]. ich war mal schrei­ner und habe holz zu ge­gen­stän­den zu­sam­men­ge­fügt. ich war nicht son­der­lich per­fek­tio­nis­tisch oder sorg­fäl­tig da­bei, aber die ar­beit mit holz hat­te ein un­glaub­lich gros­sen be­frie­di­gungs­po­ten­zi­al. man nimmt ein gro­bes brett, ho­belt, sägt und schleift es, nu­tet und ver­leimt es und un­ter den ei­ge­nen hän­den ent­steht et­was, was man vor­her im kopf hat­te und steht, nach­dem man an­ge­neh­me ge­ruchs- und hap­tik­erleb­nis­se (und schwie­len an den hän­den) hat­te vor ei­nem. eine un­glaub­lich be­frie­di­gen­de ar­beit. selbstg das la­ckie­ren mit un­ge­sun­den la­cken er­freu­te mei­ne nase, es be­frie­dig­te zu se­hen wie aus ei­ner matt­ten holz­ober­flä­che un­ter dem ein­fluss des feuch­ten la­ckes zu le­ben und mar­mo­rie­rung er­wach­te oder aus ei­ner stump­fen mdf-plat­te ein hoch­glän­zen­des et­was ent­stand. ich fand das al­les so enorm er­freu­lich, dass ich nie den per­fek­tio­nis­mus in mir we­cken woll­te. im ge­gen­teil. die klei­nen feh­ler, die klei­nen un­ge­nau­ig­kei­ten, ar­beits­spu­ren, krat­zer er­freu­ten mich.

blog­gen, bzw. das be­fül­len die­ser sei­te mit tex­ten fühlt sich so ähn­lich an. es ist nicht ganz so be­frie­di­gend, die hap­tik fehlt, aber mir et­was ab­zu­rin­gen, manch­mal zwi­schen tür und an­gel oder auf­wa­chen und ar­beit oder nach ei­ner durch­zech­ten nacht (oder tag) und ein­schla­fen und am ende zu ver­öf­fent­li­chen, auch wenn es vol­ler feh­ler und un­ge­nau­ig­kei­ten ist be­frie­digt mich. al­lein das fest­hal­ten von ge­dan­ken und ver­öf­fent­li­chen. das sen­den. ich weiss, es gibt men­schen die das bes­ser kön­nen, per­fek­ter, run­der, feh­ler­frei­er, aber ich kon­ku­rie­re nicht mit de­nen. et­was glatt und per­fekt, ge­nau und „rich­tig“ hin­zu­be­kom­men, stresst mich. ich weiss, ich könn­te es, den­ke mir aber: wozu? wenn doch auch (und viel­leicht auch ge­ra­de) das im­per­fek­te funk­tio­niert. denn es funk­tio­niert, wie ich im­mer wie­der er­staunt fest­stel­le. es wird ge­le­sen, zum teil so­gar ger­ne.

da­für müss­te ich mich ei­gent­lich mal be­dan­ken, dach­te ich so beim er­wa­chen aus dem dö­sen. und jetzt döse und lese ich noch ein biss­chen wei­ter. und dan­ke für die auf­merk­sam­keit.

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ubahn mu­sik

felix schwenzel

heu­te früh in der ubahn wie­der trä­nen in den au­gen ge­habt als die­ses rus­si­sche päär­chen, er mit gi­tar­re, sie mit dei­sem uku­le­le-ar­ti­gen ding, ge­spielt ha­ben. der vor­teil heu­te früh war, das der spass nur 60 cent ge­kos­tet hat und ich mir kein abo auf­ge­halst habe, ja noch nicht­mal mein han­dy be­nut­zen muss­te.


das toi­let­ten­team be­dankt sich

felix schwenzel


kürz­lich im boss flag­ship store

felix schwenzel

ein ja­gu­ar.


mu­scheln wie frau­en an­prei­sen

felix schwenzel

mu­scheln gu­ter her­kunft

[ist das nicht ein pa­ra­do­xon? hol­land / gute her­kunft?]


deutsch­land sein

felix schwenzel

seit­dem ix deutsch­land bin ist mein le­ben sehr auf­re­gend ge­wor­den und ich kom­me kaum noch zu ir­gend­et­was, vor al­lem nicht dazu fä­ka­li­en ins in­ter­net zu stel­len oder auf spie­gel on­line zu lin­ken. mach ich ja eh nicht ger­ne, aber für herrn ka­mi­ner (vor al­lem wenn er im spin geinter­viewt wird) mach ich im­mer wie­der ne aus­nah­me.

Als Schrift­stel­ler lebt man im­mer in zwei Wel­ten: im Fu­run­kel des Ge­schrie­be­nen und in der wirk­li­chen Welt. Man­che schei­tern dar­an, ver­lie­ren die Ver­bin­dung zur Wirk­lich­keit, ver­ein­sa­men, ver­wil­dern und wer­den wahn­sin­nig. Ich ver­su­che, al­les nicht zu ernst zu neh­men. (spon)

die­ses zi­tat be­weist ein wei­te­res mal, dass ka­mi­ner im tiefs­ten her­zen blog­ger ist. nur bloggt er halt in bü­cher rein und ziert sich noch vor dem in­ter­net.

aus­ser­dem ha­ben sich in mei­nen no­ti­zen drei fra­gen und ant­wor­ten an­ge­sam­melt, die ich noch los­wer­den woll­te:

was ist die häu­figs­te to­des­art von bi­bern?
um­fal­len­de bäu­me.
[quel­le ver­ges­sen]

wo wohnst du ei­gent­lich?
im wohn­zim­mer.
[supa witz, selbnst­ge­macht]

what do you do when you can't sleep?
i stay awa­ke.
[the in­ter­pre­ter, kid­man & penn]


du bist de­struk­tiv

felix schwenzel

mi­cha­el traut­mann ist ei­ner der mit­in­itia­to­ren der kam­pa­gne „du bist deutsch­land“ für die die wer­be­wirt­schaft an­geb­lich 30 mil­lio­nen euro sprin­gen lässt, auf ho­no­ra­re ver­zich­tet und 30 mil­lio­nä­re pro­mi­nen­te ein ma­ni­fest vor­spre­chen lässt, das wie die gan­ze ak­ti­on „gute lau­ne ma­chen“ und „das land vor­an­brin­gen“ soll.

mi­cha­el traut­mann fin­det web­logs sei­en „im­mer de­struk­tiv“. das sagt er weil ein paar men­schen (die auch auch web­logs füh­ren) die ak­ti­on „du bist deutsch­land“ kri­ti­sie­ren, par­odie­ren, sich dar­über lus­tig ma­chen oder ein­fach fra­gen stel­len und dis­ku­tie­ren. mi­cha­el traut­mann hat da­mit ge­rech­net, mit der detruk­ti­vi­tät der web­logs. weil die ja im­mer de­struk­tiv sind.

aber was wäre denn eine „kon­struk­ti­ve“, an­ge­mes­se­ne re­ak­ti­on? das ma­ni­fest nach­zu­plap­pern („du bist die hand!“, „du stehst mit dem rü­cken zur wand“)? auf die flas­his­ti­ge, text­gi­fi­ge und bar­rie­re­vol­le web­sei­te lin­ken? kom­men­tar­los fres­sen und schwei­gen? dan­kes­brie­fe ver­fas­sen? mei­ne adress­da­ten, mein foto und ei­nen spruch auf der web­sei­te hin­ter­las­sen? wäre das „kon­struk­tiv“?

der wer­ber mi­cha­el traut­mann traut sich auf sei­ner web­sei­te noch nicht et­was zu sa­gen. des­halb könn­te man mal eben bei den kol­le­gen von jung und matt nach­gu­cken, was denn so die leit­sät­ze der mit­in­itia­to­ren der ak­ti­on sind:

* wir glau­ben an die kraft von kom­mu­ni­ka­ti­on (kom­mu­ni­ka­ti­on ist ein star­ker arm und sei­ne krea­ti­vi­tät sein mus­kel)
* wir kom­mu­ni­zie­ren auf au­gen­hö­he (wir be­trach­ten auf­trag­ge­ber nicht als vor­ge­set­ze, lie­fe­ran­ten nicht als un­ter­ge­be­ne und kon­su­men­ten nicht als ma­ni­pu­lier­ba­re mas­se, son­dern alle als part­ner)

so so. auf au­gen­hö­he kom­mu­ni­zie­ren (sprich do­zie­ren, denn an dia­log, dis­kus­si­on be­steht ja of­fen­bar kein be­darf) und wenn das ge­gen­über nicht nickt, mit dem knüp­pel drauf­schla­gen. des­halb ist au­gen­hö­he wich­tig, da trifft man mit dem knüp­pel bes­ser.

na gut. es ist nicht über­ra­schend, dass die wer­be­bran­che ver­lo­gen und bi­gott ist. aus­ser­dem wich­sen wer­ber, ge­nau wie die meis­ten blog­ger, vor dem spie­gel aufs ei­ge­ne spie­gel­bild, weil sie sich selbst so geil fin­den.

trotz­dem.

was will die ak­ti­on denn kon­struk­ti­ves er­ri­chen? mehr mö­gig­keit für deutsch­land? na­tio­nal­stolz? po­si­ti­ves den­ken? deutsch­land gei­ler fin­den? mir er­schliesst sich die ziel­set­zung nicht ganz. ich sehe nicht all­zu­viel sinn dar­in sich für über­be­grif­fe oder abs­trak­te ideen zu eu­pho­ri­sie­ren. soll ich mich hin­stel­len und sa­gen: „ich fin­de die lie­be eine ganz tol­le sa­che. ich bin stolz auf die lie­be.“ meis­ten ist die eu­pho­rie, die freu­de überf die lie­be an ganz kon­kre­te er­eig­nis­se ge­knüpft. so sehe ich das auch mit der abs­trak­ten idee der na­ti­on. es gibt vie­les was mir an die­sem land ge­fällt. aber ei­nen blan­ko­scheck stel­le ich grund­sätz­lich nicht aus. nennt man das „de­struk­tiv“? wann wird das wohl „staats­feind­lich“ nicht mit­zu­ju­beln und mö­gig zu sein?

apro­pos kon­kre­te er­eig­nis­se und stim­mungs­auf­hel­lung. ei­ner der in­itia­to­ren der „du bist deutsch­land“ ak­ti­on zur be­en­di­gung des pro­le­ta­ri­schen jam­merns und ver­meh­rung der schrö­d­eu­pho­rie, die sie­mens ag (bzw. ihr auf­sichts­rat­vor­sit­zen­der), kün­dig­te zur stim­mungs­auf­hel­lung ei­nen tag nach der bun­des­tags­wahl den ab­bau von 10000 ar­beits­plät­zen an. eine an­de­re­re an­ti­jam­mer­ak­ti­on kam eine wo­che nach der wahl, als vw den „kos­ten­po­ker“ um neue mo­del­le zu­spitz­te und 1000 ar­beits­plät­ze zur dis­po­si­ti­on stelll­te. mer­ce­des woll­te dem nicht nach­ste­hen und teil­te eine wo­che nach der wahl mit, 8000 ar­beits­plät­ze ab­bau­en zu wol­len.

ohne die kon­struk­ti­ve ak­ti­on der „in­itia­ti­ve in­no­va­tio­nen für deutsch­land“ hät­ten wir das alle rich­tig scheis­se ge­fun­den. jetzt rei­chen wir uns die hän­de und fin­den deutsch­land wie­der toll.


in­ter­views mit ver­stor­be­nen

felix schwenzel

hei­li­ger ci­ce­ro: „we can talk to dead peo­p­le.

Zer­reißt es die So­zi­al­de­mo­kra­tie zwi­schen Neu­er Mit­te und neu­er Links­par­tei? Braucht es ein neu­es Go­des­ber­ger Pro­gramm zur Ab­gren­zung? Ci­ce­ro bat den erst kürz­lich ver­stor­be­nen SPD-Vor­den­ker Pe­ter Glotz um eine Ein­schät­zung.

[via knü­wer]


me­ta-me­ta-nör­ge­lei

felix schwenzel

was mich im­mer wie­der un­end­lich nervt, ist die­se pas­to­ra­le at­ti­tü­de mit der hin und wie­der bei kon­tro­ver­se­ren the­men (hier wür­de ix ger­ne ein kom­ma set­zen, darf ich das?) dis­kus­sio­nen in blogs oder kom­men­ta­ren pau­schal als „kin­der­kram“, „lä­cher­lich“, „sinn­frei“ oder bar je­der „dis­kus­si­ons­kul­tur“ (ger­ne gar­niert mit dem voll­pfos­ten­spruch „gute nacht deutsch­land“) ab­ge­bürs­tet wer­den. meist kommt dann ir­gend­ein klug­scheis­ser aus ir­gend­ei­ner ecke an­ge­rannt und ruft: „ty­pisch deutsch!“, „be­find­lich­keits-toll­haus“ oder „hier wird al­les schlecht­ge­re­det“.

dass die­se ein­wür­fe sich meist an for­ma­li­en und nicht an der sa­che auf­hän­gen (recht­schreib­feh­ler, per­sön­li­ches wie „ha­ben sie ge­dient?“, „mach das doch erst mal bes­ser was du da kri­ti­sierst“) ist we­nig über­ra­schend.

ak­tu­ell kann man das an den dis­kus­sio­nen um die mu­sik­wer­bung „dub ist deutsch­land“ (ich füh­le mich so jung und matt) bei john­ny ver­fol­gen.

am dumm­brat­zigs­ten kommt mir da wieb­ke pe­ters in ih­rem welt­be­kann­ten fri­git­te-blog ra­scheln und rau­schen (coo­ler name für ein blog!) vor: sie nör­gelt ein­fach dar­an rum, dass stän­dig („no­to­risch“) rum­ge­nör­gelt wird:

Eine ak­tu­el­le Kam­pa­gne will end­lich (sic!) wie­der das Po­si­ti­ve Den­ken in deut­schen Köp­fen an­knip­sen - eine Steil­vor­la­ge für's no­to­risch nörg­le­ri­sche deut­sche Feuil­le­ton. (ra­scheln und rau­schen)

ge­schickt ver­mei­det sie - ty­pisch für re­flex­ar­ti­ges pau­schal­ab­bürs­ten — stel­lung zu be­zie­hen. ihre mei­nung ver­steckt sie (viel­leicht?) ir­gend­wo zwi­schen den zei­len ih­rer meta-nör­ge­lei. fin­det sie die ori­gi­nal-kam­pa­gne gut? fin­det sie es gut, dass „end­lich“ po­si­ti­ves den­ken in „deut­schen köp­fen“ an­ge­knipst wird? wie geht das ei­gent­lich, „den­ken an­knip­sen“?

ich kann mich nur ver­nei­gen vor so­viel krea­ti­vi­tät, spon­ta­ni­tät und ta­ten­drang wie er in dem von john­ny „an­ge­knips­ten“ flick­r­pool „du frisst deutsch­land“ zu fin­den ist. ab­so­lu­tes high­light ist mei­ner be­schei­de­nen mei­nung nach dub ist deutsch­land, sehr hin­ter­fot­zig auch mar­tin re­ckes du bist hans-pe­ter may­er, herr­ners du bist heck­ler und koch und john­nys du bist jo­sef acker­mann. klas­se auch du bist?, du bist jung von matt und ein sub­til ge­än­der­tes ori­gi­nal.

jetzt pas­siert mit die­ser bla­sier­ten und pein­li­chen kam­pa­gne ge­nau das was sie ver­dient: sie wird aus­ge­lacht, mit pla­gi­ats­vor­wür­fen über­schüt­tet und mit spott zu­ge­schis­sen.

[scha­de üb­ri­gens, dass ernst co­rinth es nicht schafft or­dent­lich zu re­cher­chie­ren und in der te­le­po­lis die ti­ta­nic als „fin­der“ be­zeich­net, statt john­ny haes­ler als in­itia­tor zu ben­ne­nen. wahr­schein­lich hat­te er angst den na­men falsch zu schrei­ben. ach­so. lin­ken kann er auch nicht, der link un­ter „du bist am scheis­sen“ wur­de wahr­schein­lich aus äs­the­ti­schen grün­den ge404t.]

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fight the flas­hism

felix schwenzel

das hat­te ix schon­mal 2002, die pop­nut­ten ha­ben mich dran er­in­nert, das man das alle jahr mal sa­gen muss:

$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$
$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$
$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$
$$$$$$$$~ \~ \~`$$$$$$$$$
$$$$$% ~\ _i _i _i$$$$$$$
$$$$$$   `--`–-`-$$$$$$$$
$$$$$$$`–   `-;   $$$$$$$
$$$$$$$.   .'' ` .$$$$$$$
$$$$$$$$.  ;   .$$$$$$$$$
$$$$$$$$    `..$$$$$$$$$$
$$$$$$$$    .$$$$$$$$$$$$
$$$$$$$     .$$$$$$$$$$$$ fight the flashism 200ok.de

[ob­wohl — die­ser flas­hism ge­fällt mir.]


du bist am scheis­sen

felix schwenzel

mein klei­ner, we­nig über­ra­schen­der bei­trag zu john­nys ak­ti­on.


pa­ra­si­te hil­ton

felix schwenzel

heu­te zum ers­ten mal das wort „pa­ra­si­te hil­ton“ ge­le­sen. ei­gent­lich auch ein schö­ner film­na­me.

die sym­bol­bild-hun­de­de­cke ist käuf­lich, aus­ser­dem wäre das auch ein gu­tes sym­bold­bild ge­we­sen.

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clean up af­ter you fuck

felix schwenzel

lan­ge nicht mehr so ge­lacht.
die bil­der auf die­ser web­sei­te für die­ses buch errin­nern mich ir­gend­wie an die­se ak­ti­on.

[via die­sem web­log]

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blogs es­sen see­le auf

felix schwenzel

gu­ter ar­ti­kel. nein, her­vor­ra­gen­der ar­ti­kel.

[via mar­cus, fran­ziskript]


ein­fa­ches­den­ken

felix schwenzel

manch­mal trifft er mit sei­ner idio­ten­si­che­ren, anti-sub­ti­len schrei­be auch den na­gel, der herr ein­fach­den­kend:

Man sieht John­ny von Spree­blick (na­tür­lich die Jam­basto­ry), Fe­lix von Wir­res (über Hun­de­kot, Scheis­se und Arsch­lö­cher) und Björn vom Shop­b­log­ger (über Gur­ken, ge­stoh­le­nen Kaf­fee und ge­stoh­le­ne Eier)

[das ist jetzt der letz­te bei­trag zum the­ma tracks]


ei für ei

felix schwenzel

klaus krei­mei­er schreibt in der frank­fur­ter rund­schau über wir­res.net, bzw. die­se geschch­te:

zu­erst habe ich nicht ganz ver­stan­den was in dem ar­ti­kel stand, herr pahl hat es mir freund­li­cher­wei­se er­klärt: es sei eine freund­li­che be­ob­ach­tung ei­ner freund­li­chen be­ob­ach­tung. ray­mond que­neau kann­te ich auch noch nicht.


tracks, blogs, quick­time, tor­rent

felix schwenzel

die sen­dung mit dem blog­dings, kürz­lich auf arte, gibts auch als zwei­spra­chi­gen quick­time film in 80mb grös­se. als tor­rent (oder dort). kei­ne ah­nung ob das klappt. try it. tell me.

dank an paul.

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kris­tall­glas, re­gen­schirm und stroh­feu­er

felix schwenzel

sa­scha lobo, der rie­sen­typ von der rie­sen­ma­schi­ne treibt mich in den wahn­sinn. ein­fach sei­ne von ihm selbst ins­be­son­de­re an recht­lich un­an­ge­mes­se­nen stel­len als frei er­fun­den be­zeich­ne­te ge­schich­te „stroh­feu­er.de“ in meh­re­re tei­le zer­teilt auf in­dus­tri­al tech­no­lo­gy and witch­craft zu ver­öf­fent­li­chen — und dann noch nicht mal ver­ra­ten wann die nächs­ten tei­le er­schei­nen! un­glaub­lich. zur stra­fe droht herr sir­stick die ver­öf­fent­li­chung von bild­ma­te­ri­al mit sa­scha lobo in ei­nem milch­schnit­ten trai­nings­an­zug an. ich drü­cke mei­nen miss­mut ein­fach mit ei­ner ir­re­füh­ren­den bild­un­ter­schrift an.

nicht im milch­schnit­ten an­zug, son­dern im kleid­chen schreibt lys­sa von der iaa und was sie dort im „phan­tom“ ge­macht hat. ix fand das wit­zig.

ob­jek­tiv und un­vor­ein­ge­nom­men kann ich auf die­se bei­den ar­ti­kel na­tür­lich nicht hin­wei­sen, da ich über gast­au­toren­schaf­ten und al­ko­hol­ex­zes­se so­wohl mit herrn lobo, der rie­sen­ma­schi­ne, it+w, als auch frau lys­sa qua­si ma­nig­fal­tig ver­bän­delt bin. von der qua­li­tät der tex­te muss sich also je­der selbst über­zeu­gen.

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was macht ei­gent­lich ein mei­nungs­re­dak­teur?

felix schwenzel

mein lieb­lings­spacko vom ta­ges­spie­gel er­klärt sei­nen le­sern aus ers­ter hand wie man sich als jour­na­list ganz ein­fach „be­le­ge“ fürs rum­spe­ku­lie­ren und rum­mut­mas­sen be­sor­gen kann:

Es gibt aber in­zwi­schen Be­le­ge für das Ge­gen­teil. Aus meh­re­ren Le­ser­brie­fen an den Ta­ges­spie­gel und auch nach Ge­sprä­chen, die ich mit Freun­den und Be­kann­ten ge­führt habe, er­gibt sich sich fol­gen­des Bild […]

ein­fach le­ser­brie­fe aus dem müll­ei­mer fi­schen, mit ein paar kum­pels quat­schen und schon hat man „be­le­ge“. so ar­bei­tet man also als „mei­nungs­re­dak­teur“. ich dach­te bis vor kur­zem noch jour­na­lis­mus ist har­te ar­beit.

ach­so, der tut nix? der bloggt nur? na dann soll er sich halt we­nigs­tens beim blog­gen sei­nen un­er­träg­li­chen pas­to­ra­len ton ver­knei­fen und sei­ne zu­sam­men­reim­te mei­nung als spe­ku­la­ti­ves rum­ge­sül­ze kenn­zeich­nen. und — war­um lese ich bei dem voll­pfos­ten über­haupt mit?


im was­ser trin­ken

felix schwenzel

ich wuss­te gar nicht, dass ma­riah carey mir im was­ser so ähn­lich sieht. ab­ge­se­hen na­tür­lich von ih­ren mons­ter­tit­ten.

[die­ser ar­ti­kel ist ein up­date zu te­le­fon ka­putt?]

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