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favicon horstschulte.com horstschulte.com: Die Blogosphäre der einen und die Gedanken der anderen

Ein kurzer, freundlicher Blick auf die deutsche Blogszene, in der manche Stimmen seit Jahren sichtbar sind – und viele andere kaum vorkommen. Nicht als Abrechnung, sondern als Erinnerung daran, dass Bloggen größer ist als die bekannte Bühne.

weil du nichts verlinkt hast, weiss ich nicht genau worauf du dich beziehst, aber falls du dich auf das blog­ger­pa­nel auf der republica und die texte die in ein paar blogs dazu er­schie­nen sind beziehst, kann ich gerne was zur ein­ord­nung sagen. zuerst zur sicht­bar­keit und die ver­meint­li­che „Deu­tungs­ho­heit“: das panel war nicht besonders sichtbar; da sassen 4 blogger auf stühlen vor 20 oder dreissig anderen bloggern oder blogafi­nen menschen in einer kleinen stillen sitzecke. soweit ich weiss gabs noch ein blogger-meetup in einer anderen ecke, mit ähnlicher resonanz. damit lag die sicht­bar­keit für blog-themen auf der republica bei ca. 0,1% (bezogen auf die be­su­cher­zahl).

das war alles sehr un­g­la­mou­rös, unelitär und überhaupt nicht prominent. und auch in­halt­lich war der tenor auf dem panel bei dem ich dabei war eher so, wie du das bloggen hier be­schreibst: wir sitzen in nischen, kleinen blasen und schreiben vor uns hin. wir wissen es gibnt tausende andere blasen (blogo­bla­sen) von denen wir gröss­ten­teils nichts wissen und zu denen es ge­le­gent­lich über­schnei­dun­gen gibt. ich bezeichne das immer gerne als schaum­tep­pich, mit tausenden, millionen kleiner blasen. ge­le­gent­lich bilden sich grössere blasen, ge­le­gent­lich platzen sie.

auf dem „podium“ (eher: im sitzkreis) waren wir uns einig, dass die bedeutung des von aussen als „blogos­hä­re“ wahr­ge­nom­me­nen phänomens sehr gering war und dass wir einfach fans des ge­schrie­be­nem wortes waren und sind. damals gab es ge­le­gent­lich über­schnei­dun­gen mit anderen blasen in denen sich auch jour­na­lis­ten auf­hiel­ten, weshalb es in der ver­gan­gen­heit hier und da tat­säch­lich etwas mehr sicht­bar­keit gab. aber das ist schon lange vorbei. schon vor 10, 15 jahren war klar, dass andere formate, wie youtube, in sehr viel grösseren und sicht­ba­re­ren blasen unterwegs waren und sind, als das blogdings.

das was du über das bloggen schreibst, dass es deine „gar­ten­lau­be“, deine kleine eigene parzelle im netz ist, ist exakt wie ich das ins intrenet schreiben für mich empfinde. ich mach, schreib und sprech mein ding und wenn das ge­le­gent­lich resonanz findet freue ich mich und wenn es keine resonanz findet, oder leute es zu selbst­re­fe­ren­zi­ell, zu technisch, zu klein­ge­schrie­ben, zu per­sön­lich, zu ir­rele­vant finden — oder wie du, es als arrogant oder elitär empfinden, dann mach ich einfach weiter. nicht wegen deu­tungs­ho­heit, sze­nen­zu­ge­hö­rig­keit, prominenz, sondern weil ich es kann.




@tomth@wien.rocks sehr un­ter­schied­lich. in den letzten 6 monaten hab ich ho­me­as­sistant mehr oder weniger allein gelassen, ausser mich ge­le­gent­lich um lifecycle gedöns zu kümmern. das grund­rau­schen (bat­te­rie­wech­sel, kleine probleme beheben) ist dann nicht mehr als 1-2 stunden pro woche.

aber grössere updates mit breaking changes, umbauten (wie den zigbee-coor­di­na­tor zu wechseln kürzlich) oder neue schnaps­ideen, können den wo­chen­auf­wand dann auch schnell mal auf 10 bis 20 stunden steigen lassen.


Was Felix und den Tusch angeht frage ich mich, woran sein System erkennt, dass er auf dem Klo sitzt (Kamera? ernsthaft? oder doch Japan-Klo?) und ob der Tusch ein Gra­tu­la­ti­ons­tusch oder ein Warntusch ist.

das ist ein tof (time of flight) sensor an der decke über dem klo. im prinzip ist so ein tof-sensor ein la­ser­strahl der den abstand misst. wenn einer auf dem klo sitzt, wird ein ge­rin­ge­rer abstand gemessen als ohne. mit etwas ka­li­bra­ti­on und präzision könnte der auch messen, ob der deckel zu ist oder offen. aber das war mir bisher zu aufwendig.

nützlich ist der sensor auch zum ableiten anderer werte: wenn das klo länger als eine oder zwei minuten besetzt ist, wird ein acht­zehn­tel vom klo­pa­pier­vor­rat abgezogen. so haben wir quasi einen klo­pa­pier­zäh­ler der klopapier auch auf die ein­kaufs­lis­te schreiben kann, wenn es weniger als drei rollen sind. wenn klopapier von der ein­kaufs­lis­te ge­stri­chen wird, wird der zähler wieder um 10 erhöht.

der tusch ist natürlich ein gra­tu­la­ti­ons­tusch, den man aber, wenn man will, auch als warnung in­ter­pre­tie­ren kann.

die bei­fah­re­rin mag au­to­ma­tie­run­gen auch nicht, hat sich aber an den komfort einiger au­to­mat­gi­sie­run­gen gewöhnt. und natürlich schätzt sie auch die be­die­nungs­er­leich­te­run­gen die mit der au­to­ma­ti­sie­rung ein­her­ge­hen.

genau genommen, ist das schalten von mehreren leuchten in einem raum per schalter auch eine au­to­ma­ti­sie­rung, nur eben manuell ge­trig­gert. aber ich verstehe die aversion gegen au­to­ma­tis­men. nur dass ich per­sön­lich eben keinen kon­troll­ver­lust spüre, weil das ja alles von mir, nach meinen be­dürf­nis­sen und gut dünken au­to­ma­ti­siert ist und jederzeit zu ändern ist.

kameras haben wir natürlich auch im haus. die lassen sich beide schwenken, schauen also in der regel weg (an die wand oder decke) und richten sich auf die wohnungs- und balkontür wenn wir weg sind. natürlich au­to­ma­tisch. beide kameras sind weder aus dem internet er­reich­bar, noch haben sie in­ter­net­zu­gang. über scrypted habe ich sie al­ler­dings zu homekit secure video kameras gemacht, womit sie sich auch aus der ferne steuern lassen und bei bewegung au­to­ma­tisch in die apple cloud speichern. tat­säch­lich habe ich mir gerade gestern eine neue reolink kamera gekauft, weil die alte dafang sich nicht mehr or­dent­lich schwenken liess. und das (weg) schwenken können ist die einzige mir wirkliche wichtige funktion einer kamera, den rest kann man sich selbst zu­sam­men­ha­cken oder sperren.


@blindi@marctodon.marci.one hab ich auch gedacht, dass meine ver­steck­te Kom­men­tar­funk­ti­on niemals von spammern gefunden wird. wird sie aber. der spam kommt schon noch.


favicon eay.cc eay.cc: Little Snitch for Linux

Der von mir schon ewig1 genutzte und geschätzte Mac-Netzwerk­monitor Little Snitch ist für Linux erschienen. Das ist sehr gut, denn ohne Zweifel würde ich an dem Tag, wo ich kein macOS mehr…

Ich wünsche viel mehr Menschen, die Be­frie­di­gung zu erfahren, die daraus entsteht, einen eigenen Blog­ein­trag nach über einem Jahrzehnt, verlinken zu können, weil noch irgendwie relevant.

ganz sicher ein weiterer guter grund sein leben, seine werkzeuge, seine ansichten re­gel­mäs­sig auf­zu­schrei­ben, bzw. zu loggen, für späteres debugging von einem selbst oder vor­sorg­li­che sanity-checks.


@monoxyd@mastodon.social 20€ statt 100€ ist günstig. aber ich würde zum beispiel keine rosa fahr­rad­ket­te für 10 statt 70 € euro kaufen. an einem con­trol­ler dessen soft-/firmware 100% pro­prie­tär ist ist nichts offen. dann lieber einen https://www.home-assistant.io/green/ — das ist ein guter deal, auch wenn der green mehr kostet und für zigbee noch ein zu­sätz­li­cher adapter gekauft werden muss.


müsste doch mit einem flat file cms mehr oder weniger fertige lösungen dafür geben. und der webserver auf dem das läuft kann ja auch localhost sein.


ja, schon schade, dass man heut­zu­ta­ge keine altbauten mehr baut.

aber im ernst, ich habe das alles mal über­flo­gen und das interview mit dem ar­chi­tek­ten angesehen. auch wenn mir die ar­chi­tek­tur auf den ersten blick nicht wirklich zusagt und of­fen­sicht­lich alles mit der vorgabe geplant wurde, bloss nicht anzuecken und keine grossen ex­pe­rie­men­te zu amchen, ist es vor allem eins nicht: protzig oder aggressiv. das sieht genauso lang­wei­lig und ver­dich­tet wie der rest der stadt aus. ich kann mich da beim besten willen nicht drüber aufregen.

was mich al­ler­dings be­ein­druckt hat ist die qualität der vi­sua­li­sie­run­gen. man erkennt gerade noch, dass es vi­sua­li­sie­run­gen sind, aber das licht und die texturen sind schon extrem rea­lis­tisch. so rea­lis­tisch, dass ich dachte: wow ist das lang­wei­lig, ge­wöhn­lich und eng. und nach spä­tes­tens 5 jahren nutzung, wenn der schmutz der stadt sich auf der fassade abgesetzt hat, sieht das wahr­schein­lich bereits aus wie ein leicht her­un­ter­ge­kom­me­ner altbau.

und über ei­gen­tums­woh­nun­gen denke ich spä­tes­tens seit mpfs artikel darüber, wie scheisse er miete bezahlen findet, ganz anders als noch vor ein paar jahren: https://mequito.org/stories/15146


favicon crowdersoup.com crowdersoup.com: Note: 1771990197

If you’re using something I built and its not working PLEASE tell me. I love making tools people find useful. And I'm always open to polite suggestions on how it might be better.

i use your website :) and i noticed that the display of reply-to on your site looks a littler broken. also the pins on your maps do not display.


favicon crowdersoup.com crowdersoup.com: Hike 4/40: Valenine's Day Hike ❤️🌄

Today's hike was meant to be a big one. Then Azure got really sick which was a huge bummer. And then we realized that if I didn't go for a hike today (even a small one) I'd fall behind on my goal o...

this is seriously awesome. i always looked for an easy way of showing my walks and hikes on my site and just dropping in a .gpx file is such a great idea! in fact this works really well with a .gpx export from my apple watch activity tracking (via ios auto export). i’ll steal your im­ple­men­ta­ti­on to use it on my site right away. thanks for the in­spi­ra­ti­on. (the photos of your valentine’s hike are awesome, too.)



favicon eay.cc eay.cc: Spaß mit Kommentaren

Bleiben wir im Maschinenraum1: Eigentlich wollte ich, nachdem ich von Felix ein Bookmark per Webmention erhielt, nur sicherstellen, dass diese hier nun auch korrekt dargestellt werden. Bisher gab es diese nämlich fast nie, weshalb ich ihnen keine Beachtung schenkte und stattdessen nur Like-Herzchen anzeigte. Was jedoch recht irre­führend ist, wenn es z.B. Like und Bookmark […]

Gibt es ir­gend­ei­ne men­schen­les­ba­re Be­schrei­bung von Web­men­ti­ons

ich fürchte nicht wirklich. das ist zwar alles wohl­de­fi­niert/stan­dard­ti­siert, aber kognitiv völlig un­zu­gäng­lich. auch LLMs kämpfen damit. ich musste grosse teile meiner im­ple­men­tie­rung selbst machen, weil meine coding assistenz bei der umsetzung immer fehler einbaute. für mich ist das ein ständiges her­an­tas­ten und ich nutze zum vergleich quasi die „re­fe­renz­in­ple­men­tie­rung“ von https://aa­ron­pare­cki.com/. danch va­li­die­rung mit ver­schie­de­nen indieweb-tools wie granary, monocle und mf2 parsern.

so schön die idee von web­men­ti­ons ist, die ma­sci­nen­les­a­bar­keit ins html ein­zu­bau­en, so sehr erschwert das die ge­ne­ri­sche ad­ap­tier­bar­keit. web­men­ti­ons lassen sich nicht einfach per plugin einbauen, sondern sind auch immer auf die zuarbeit des theme an­ge­wie­sen. ich finde das sehr be­dau­er­lich, weil das alles so nützlich, praktisch und mächtig ist.

(allein dass ich hier nach­träg­lich meine tipp­feh­ler kor­ri­gie­ren kann ist sooo gross­ar­tig.)


favicon eay.cc eay.cc: Das eigene Blogarchiv lesen – oder: KI-Zusammenfassungen im Blogarchiv

Da das Bloggen über’s Bloggen für den Bloggenden bekanntlich nicht langweilig wird, soll es heute kurz um das Lesen des eigenen Blogs gehen. Darüber haben sich zuletzt auch Marco und dann Thomas Gedanken gemacht, die beide berichten, dass sie gerne in ihren eigenen Blogarchiven lesen, Veränderungen und Entwicklungen beobachten. Marco erkennt dabei für sich: Vielleicht […]

gute idee, aber das ergebnis erscheint mir völlig un­der­whel­ming. erinnert mich an den kirby-plugin, der bei claude einen artikel-entwurf einwirft um eine 160 zeichen meta-de­scrip­ti­on zu ge­ne­rie­ren: un­be­nutz­bar, bzw. wenn überhaupt als stich­wort­ge­ber fürs eigene texten nutzbar.


favicon mequito.org mequito.org: [So, 8.2.2026 - Nextcloud, Rivva, Textarbeit] - es regnet

Übrigens: rivva.de. Ein richtig tolles Projekt, in dem man sehen kann, was in anderen Blogs so los ist. Normalerweise schaue ich immer bei der Kaltmamsell, Maximilian, iberty oder im Kieselblog, was es im Netz Neues gibt. Rivva gibt aber einen umfangreichen Überblick, über alles, was die germanophonen Blogs beschäftigt. Da werde ich immer fündig.

ja, rivva ist toll und ein baustein un­ab­hän­gi­ge pu­bli­ka­tio­nen ohne grosse platt­for­men sichtbar zu machen, bzw. die sicht­bar­keit zu erhöhen. aber das projekt braucht dringend un­ter­stüt­zung. würde ich auch fast als teil des digitalen un­ab­hän­gig­keits-gedöns sehen.



favicon martin.cafe martin.cafe: Alkfreier Fusel - Martin

Nach­dem ich mei­nen Dry Janu­ary doch erns­ter nahm, als ich dach­te, muss­te ich mei­nem Gehirn Ersatz geben, damit es nicht merkt, dass da gar kein Alko­hol

ich habe vor ner weile die al­ko­hol­frei­en sen­ti­aspi­rits.com „black“ und „gold“ aus­pro­biert und fand die nicht nur lecker, sondern tat­säch­lich auch leicht be­rau­schend. nicht ganz billig, aber fand auch bei der bei­fah­re­rin grossen anklang.



nur mal zur il­lus­tra­ti­on wie gut das olle original snips wakeword binary reagiert (mikro ist das play­s­taion eye rechts neben dem globus).