aus dem ma­schei­nen­raum von waxy.org; andy baio hat sein supercut.org renoviert, bzw. wie­der­be­lebt.

auf su­per­cut.org ver­liert man sich schnell. ich hate schon fast vet­ges­sen, wie ger­ne ich so­was mag.

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Wie erfüllend so Nichts sein kann
Wie eine grosse, leere Kirche ist es hier – einfach ohne Gott (oder mit Gott, das ist wohl eine in­di­vi­du­el­le An­ge­le­gen­heit)
Das blosse Hiersein ist erholsam wie ein Sau­na­be­such – einfach ohne die Hitze

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[Lindsay Ems] schreibt: „Mir wurde klar, dass die Amish der Tech­no­lo­gie gegenüber ei­gent­lich neutral ein­ge­stellt sind. Es ist für sie zweit­ran­gig, worum es sich bei einer neuen Tech­no­lo­gie handelt oder wie sie funk­tio­niert; ent­schei­dend ist für sie, welche Aus­wir­kun­gen ihre Ein­füh­rung auf die Ge­mein­schaft hätte.“

kaf­fee­rin­ge denkt darüber nach was wir über tech­no­lo­gie-nutzung von den amish lernen könnten. le­sens­wert auch der artikel von lindsay ems mit dem titel How the Amish Let Tech­no­lo­gy in Without Letting It Take Over:

I became less intrigued by Amish rest­ric­tions on tech­no­lo­gy than by the social world they sought to preserve and protect with those rest­ric­tions. In the end, I came to realize that the Amish are, in fact, tech­no­lo­gy-agnostic. They do not care much about what a new tech­no­lo­gy is or how it works; they care about what its adoption would mean for the sur­roun­ding community.

lind­say ems buch über die amisch ist schon et­was äl­ter (2022), auch wenn der ar­ti­kel auf mit­press.mit neu ist. lei­der schei­nen die in­hal­te des buchs be­reits ein biss­chen ver­al­tet zu sein. so schreibt ems über den ser­vice pc­f­ree­mail, mit dem ei­ni­ge amish per fax emails schrei­ben und emp­fan­gen wür­den. den ser­vice gibts al­ler­dings nicht mehr — nur noch auf ar­chi­ve.org.

aber dar­um gehts ja nicht, son­dern eben dar­um, dass man sich fra­gen soll­te/könn­te, wel­che aus­wir­kun­gen tech­no­lo­gie auf die ge­mein­schaft hat. auch wir nicht amish tun das ja, man den­ke nur an die dis­kus­sio­nen um das so­cial me­dia ver­bit für ju­gend­li­che oder neil post­mans buch von anno da­zu­mal über die aus­wir­kun­gen von fern­se­hen auf die ge­sell­schaft. wo­bei wir als nicht amisch uns schon län­ger dazu ent­schie­den ha­ben, dass es ok ist, wenn tech­no­lo­gie un­se­re ge­sell­schaft ver­än­dert.

ab­ge­se­hen da­von, das ist ein schö­nes bei­spiel, dass re­li­gö­se ge­bo­te durch­aus auch et­was für un­re­li­gö­se men­schen be­reit­hal­ten kön­nen. die drei C’s fin­de ich gut: da­nach stre­ben ein vor­bild zu sein, kri­tik an­neh­men und für ei­ge­ne feh­ler ein­ste­hen.

One of my clo­sest Amish cont­acts was Noah, a 57-year-old en­tre­pre­neur and self-de­scri­bed “tech­no­lo­gy buff.” Noah hims­elf was a mi­nis­ter yet used a smart­pho­ne, email, and text mes­sa­ges, and even had a Face­book ac­count. His usa­ge was ani­ma­ted by the th­ree C’s: con­vic­tion (mo­de­ling the right be­ha­vi­or), con­fes­si­on (as­king others to hold you ac­coun­ta­ble), and con­tri­ti­on (be­ing wil­ling to own up to your mista­kes). “Whe­ther or not you use a tech­no­lo­gy is less im­portant than how you use it,” he told me.

jetzt habe ich endlich mal ein pro-argument für pixelfed gehört, dass ich verstehe:

Mastodon kann ja immer nur die ersten vier davon anzeigen, aber Pixelfed kann mit mehr Bildern umgehen.

trotzdem: nur um mehr als vier bilder ins fediverse posten zu können werde ich mir kein pixelfed-konto zulegen. zumal die probleme die steffen hier be­schreibt und die ihn zum umzug bewogen haben, genau die gleichen sind, denen ich auch aus dem weg gehen möchte.

„wir“ wundern uns ja immer über im­mi­gran­ten die trump wählen oder der afd nahe stehen. so nach dem motto: „verstehen die nicht, dass sie sich damit selbst schaden?“

wenn politiker hingegen ver­schär­fun­gen des straf- oder zi­vil­rechts fordern sind wir auch oft zu schnell an bord. po­pu­lis­mus funk­tio­niert, weil wir immer irgendwie denken, dass wir nicht mit­ge­meint sind, dass ver­schär­fun­gen und frei­heits­ein­schrä­kun­gen uns bestimmt nie betreffen werden. ich finde die wie­der­keh­ren­den for­de­run­gen scharf zu dif­fe­ren­zie­ren von thomas fischer teilweise auch sehr an­stren­gend und ge­le­gent­lich bräsig, aber genauso finde ich sie wichtig und richtig. macht ja sonst kaum noch jemand.

Zwei alte Bücher mit Bukowski-Kurz­ge­schich­ten gefunden. Habe mal durch­ge­blät­tert; ich glaube nicht, dass ich das Zeug heute noch lesen möchte. In Zeiten des Her­an­wach­sens war Charles Bukowski für viele eine große Sache. Anti-bür­ger­lich, verkommen und sowohl gegen rechte als auch gegen linke Lehrer zu ge­brau­chen.

da stimme ich zu und das erinnert mich an das was ma­xi­mil­li­an bud­den­bohm gerade neulich schrob:

Kurz kam mir auch wieder die Er­in­ne­rung daran, wie ich mit den Söhnen, als sie noch klein waren, einen ver­meint­lich lustigen Film aus meiner Kindheit sehen wollte, mit Bud Spencer und Terence Hill. Denn was hatten wir gelacht damals! In den ersten Minuten des Films wurden dann Frauen und Kinder ge­schla­gen, wurde ohne Gurt Auto gefahren, wurde beim Fa­mi­li­en­es­sen geraucht und gesoffen. Ich hatte so viel spontanen Er­klä­rungs­be­darf, wir haben den Film dann nicht wei­ter­ge­se­hen. Zumal auch keine einzige der Pointen bei den Söhnen funk­tio­nier­te.

Tempi passati, das gilt oft auch für den Humor der Zeit.

ver­gan­ge­ne zeiten indeed.

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