das indieweb macht keine vorschriften
aaronparecki.com: Why I'm rebuilding my IndieWeb projects with Claude
I recently came across Brennan's post noticing that Claude Code has been showing up in the commit history of a bunch of my IndieWeb projects lately. That's true! I was wondering when someone would notice. I haven't been hiding it, but I also haven't written anything about why I'm doing it, so this seemed like a good time to finally get my thoughts down.
ich nutze einige der indiewebtools die aaron parecki zur nutzung im web bereitstellt: meine checkins über die swarm ios app landen über ownyourswarm bei mir auf der webseite. wenn es ownyourswarm nicht gäbe, würde ich swarm nicht nutzen. früher, als man instagram noch scrapen konnte, habe ich das mit instagram und ownyourgram gemacht. ownyourgram funktioniert seit einer weile nicht mehr, dehalb nutze ich instagram jetzt andersrum. ich poste bilder zuerst hier und wenn ich sie für geeignet für instagram halte, lasse ich sie automatisch aus kirby per script auf instagram posten.
ich nutze quill von aaron um anderer leute beiträge im web zu liken oder zu bookmarken und um fotos von unterwegs zu posten. in der neuen, komplett neu geschriebenen version ist es nochmal nützlicher geworden. ich kann ein oder mehrere bilder von unterwegs posten, inklusive tags, alt texten, titel, einem text und syndizierungs-targets. konkret: per knopfdruck wird ein bild das ich mit quill auf wirres.net veröffentliche auch gleich auf bluesky, mastodon, grain oder instagram crossgepostet.
jedenfalls: aaron hat seine tools mit hilfe von claude „rebuildet“. die tools sind teilweise bereits 15 jahre alt und einen solchen zoo an öffentlich zugänglichen web-diensten zu verwalten ist sicher kein vergnügen. deshalb freue ich mich sehr, dass aaron diese tools jetzt renoviert hat, statt sie abzuschalten. denn das wäre die alternative zur überarbeitung mit hilfe von coding-assistenz gewesen.
ich bin schon lange ein grosser fan des indiewebs. es bedeutet ja auch in erster linie auch nichts anderes als das, was brennan kenneth brown hier sagte:
the main idea being to empower individuals to own their own identity, data, and web presence rather than relying on centralized social media silos
das ist der zentrale gedanke: die mir wichtigen dinge verwalte ich selbst. das schliesst nicht aus, dass ich zentrale oder dezentrale externe dienste oder silos benutze. der unabhängigkeitsgedanke des indiewebs schreibt nicht vor welche werkzeuge ich zum erreichen dieses ziels benutze, noch nicht mal die protokolle die ich nutze. wenn mir danach wäre, könnte ich eine 1a indiewebseite bauen, die ausschliesslich über das gopher-protokoll zugänglich wäre. ich muss keine webmentions oder microformate nutzen um indieweb zu machen. ich kann auch mit json-ld und mention-scrapern völlig unabhängig das netz weben. oder indem ich einfache txt, md oder html dateien veröffentliche. aber ein paar dieser indiewebtools haben sich als enorm praktisch und effizient erwiesen. deshalb nutze ich sie auch soweit ich sie begreife.
diese tools, standards und protokolle die man allgemein mit dem indieweb verbindet, habe ich in der zeit vor KI-coding assistenten immer nur so halb verstanden und deshalb halbgar umgesetzt. mit coding assistenz und viel experimentierfreude verstehe ich das alles nicht nur besser, sondern kann es auch so betreiben, dass es für mich reibungsfrei und nutzbringend funktioniert.
das indieweb verstehe ich dehalb nicht als sammlung von regeln oder vorschriften, sondern als ständige erinnerung daran, wie wichtig es ist hier und da kontrolle über die eigenen dinge zurückzuholen und zu behalten, aber vor allem als ständige inspirationsquelle und neugierbefriedigungsmaschine.
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