letztes wochenende und klagen
was ich über die bloglesung in münchen am wochenende lese, hört sich alles nach einer sehr schönen veranstaltung an (teil 1, teil 2 und teil 3 bei frau klugscheisser, die alles wichtige verlinkt). ich wäre auch gerne dabei gewesen. aber ich muss sagen, ich war auch gerne zuhause. am samstag habe ich nach dem morgenspaziergang erstmal drei stunden mittagsschlaf gemacht. manchmal ziehe ich an wochenenden das nichtstun dem erleben vor, insbesondere wenn ich vorm ende der woche zuviel oder genug erlebt und getan habe.
nichts zu tun hat interessante effekte: ich spüre dann, wie mir die zeit durch die finger rinnt. wenn ich an veranstaltungen oder unternehmungen teilnehme, spüre ich das nicht und wundere mich dann hinterher, wo die zeit geblieben ist.
wenn mich leute fragen, wie es mir geht, antworte ich meistens: „ich kann nicht klagen“, schiebe dann noch ein „literally“ hinterher und behaupte ich könne es einfach nicht. was einerseits auf zwei bis drei metaebenen witzig sein soll und andererseits nicht stimmt. ich könnte klagen, wenn ich wollte — aber in der regel will ich es nicht.
viele menschen lieben es zu klagen. über alles mögliche, über die jugend, über die rentner, nachbarn, fremde, bekannte, über politiker, KI oder ihr vermeintlich verkorkstes leben.
klagende menschen können sehr witzig sein, zumindest wenn sie auf parschip versuchen vanessa kennenzulernen und sie dann einen sehr witzigen text daraus macht (den sie auf der bloglesung vorgelesen hat).
aber sonst? wozu ist klagen sonst gut?
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(alle reaktionen in der beilage)
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