in den 90er jah­ren zog bei uns der der ers­te mac­in­tosh ein: LC II. was ich da­mals sen­sa­tio­nell fand: man konn­te zwei mo­ni­to­re an­schlies­sen (weil wir ne gra­fik­kar­te dazu ge­kauft hat­ten). ei­gent­lich soll­te der mac eine art schreib­ma­schi­ne oder druck­ma­schi­ne sein. ein­la­dun­gen und adres­sen auf um­schlä­ge dru­cken. das hat er auch gut ge­macht (mit ei­nem an­ge­schlos­sen dru­cker).

mei­ne al­ler­liebs­te be­schäf­ti­gung mit dem LC II war aber bild­schirm­scho­ner an­zu­se­hen. ich er­in­ne­re mich stun­den­lang (viel­leicht war es auch we­ni­ger) auf die af­ter dark screen­sa­ver ge­schaut zu ha­ben. ins­be­son­de­re die si­mu­la­ti­on der boun­cing balls (wir hat­ten da­mals ja nicht viel und ohne iner­net gabs nicht viel zu scrol­len auf so nem rech­ner).

die si­mu­la­ti­on der schwer­kraft, das ab­pral­len fand ich un­fass­bar span­nend und hyp­no­ti­sie­rend. ich schaue mir so­was im­mer noch ger­ne an.

heut­zu­ta­ge muss man sich so­was nicht mehr auf dis­ket­te be­sor­gen, in­stal­lie­ren und ei­nen screen­sa­ver ak­ti­vie­ren. 250 zei­len ja­va­script rei­chen.

ich habe also of­fen­sicht­lich eine schwä­che für phy­sik-si­mu­la­tio­nen. des­halb war ich völ­lig hin und weg als ich auf kott­ke.org ei­nen hin­weis auf th­ree­bo­dy­or­bits.com fand:

An at­las of pe­ri­odic so­lu­ti­ons to the th­ree-body pro­blem.

dort gibt es tau­sen­de ani­ma­tio­nen wie die­se, die eine pe­ri­odi­sche kon­fi­gu­ra­ti­on ei­nes sys­tems aus drei kör­pern vi­sua­li­sie­ren, die sich ge­gen­sei­tig durch ihre gra­vi­ta­ti­on be­ein­flus­sen.

so eine ani­ma­ti­on braucht dann schon über 500 zei­len ja­va­script und eine bi­när­da­tei in ei­nem for­mat das ich nicht ver­ste­he, in dem th­ree­bo­dy­or­bits.com aber wahr­schein­lich die phy­si­ka­li­schen pa­ra­me­ter und kon­stan­ten si­chert.

aber ist das nicht toll? 

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