bubbles und ri­vers, blog­dings und auf­find­bar­keit

felix schwenzel in notiert

ich habe mich jetzt ta­ge­lang über neue „dis­co­very“ mög­lich­kei­ten in der AT­mo­sphe­re für blogs ge­freut. die bei­trä­ge al­ler blogs der welt, die ihre bei­trä­ge im stan­dard.site-do­ku­men­ten-for­mat ver­öf­fent­li­chen, sehe ich zum bei­spiel hier auf­ge­lis­tet: stan­dard-rea­der.app/dis­co­ver oder pckt.blog/read oder leaf­let.pub/rea­der.

stan­dard.rea­der.app lis­tet ge­ra­de 5.600 blogs auf die es kennt. als ich heu­te früh ge­guckt und ei­nen screen­shot ge­macht habe, wa­ren es noch 5.500. in 15 stun­den kom­men of­fen­bar um die 100 blogs dazu. zum gros­sen teil liegt das wohl an mat­thi­as pfef­fer­le und sei­nem AT­mo­sphe­re word­press plug­in.

das mit der auf­find­bar­keit funk­tio­niert auch, eben wur­de mir auf stan­dard-rea­der.app das blog mit der zi­tro­ne vor­ge­schla­gen (riv­va auch). seit kur­zem gibts auf der dis­co­very-sei­te von stan­dard-rea­der.app auch fil­ter und such­op­tio­nen. ich fin­de stän­dig neu­en le­se­stoff, mo­men­tan, na­tur­ge­mäss, oft tech­ni­klas­tig, hier und hier ger­ne ge­le­sen.

was dem gan­zen noch fehlt ist — na­tür­lich — RSS, aber das kann man sich viel­leicht ganz schnell bau­en mit der (auch neu­en) stan­dard-rea­der-api.


in mei­nem RSS-rea­der, der im­mer noch mei­ne pri­mä­re le­se­stel­le ist, habe ich heu­te bei waxy.org bubbles.town ent­deckt. ei­gen­be­schrei­bung für die deutsch­spra­chi­ge va­ri­an­te:

300 un­ab­hän­gi­ge Blogs. Eine Start­sei­te. Sor­tiert nach Ak­tua­li­tät und durch dei­ne Vo­tes.

und für die eng­lisch­spra­chi­ge va­ri­an­te:

5034 in­de­pen­dent, per­so­nal blogs. One front page. Ran­ked by vo­tes and fresh­ness, shaped by you.

ich fin­de an bubbles al­les gut. mi­ni­ma­les de­sign, dark­mo­de (au­to­ma­tisch, op­tio­nal), knap­pe, aber in­for­ma­ti­ve blog­pro­fi­le mit „fol­gen“ op­ti­on, zum fol­gen und vo­ten an­mel­dung über ein vor­han­de­ne­nes mast­o­don, bzw. fe­di­ver­se kon­to und klu­ge RSS-feed-op­tio­nen.

wirk­lich toll, be­son­ders hat mich ge­freut, dass ich mich mit mei­nem goto-so­cial-kon­to an­mel­den kon­to, das funk­tio­niert sonst an­ders­wo oft nicht, we­gen der kon­zen­tra­ti­on auf mast­o­don. kein wun­der, weil der ma­cher, „Ben aus Mül­heim an der Ruhr“, auch goto-so­cial für bubbles nutzt. so er­klärt er es:

Bubbles ver­öf­fent­licht je­den neu­en deutsch­spra­chi­gen Ar­ti­kel auch im Fe­di­ver­se über @bubbles_de@so­cial.bubbles.town. Ant­wor­ten auf die­se Posts er­sch­ei­nen als Kom­men­ta­re auf Bubbles.

auf der deut­schen front­pa­ge ist die be­tei­li­gung am vo­ten oder kom­men­tie­ren noch et­was maum aber auf der eng­li­schen ist ei­ni­ges los. und das führt auch zu tol­len auf­fin­dun­gen: „I wan­ted Bear Blog, but for my pho­tos


ich stel­le fest, die blog­re­nais­sance die ich vor ein paar wo­chen lei­se und noch ein biss­chen zwei­felnd zu be­ob­ach­ten glaub­te ist ziem­lich real. riv­va lebt und wächst, die öko­sy­te­me um ac­ti­vi­ty­Pub und AT­pro­to sind irre frucht­bar und las­sen lau­ter span­nen­de sa­chen wach­sen, blog­platt­for­men spries­sen und die leu­te schrei­ben und schrei­ben ins in­ter­net.

je­re­my her­ve schreibt …

stan­dard.site is built to be ex­ten­ded; its own docs say the exis­ting pro­per­ties “should not be seen as cons­traints, but ra­ther as start­ing points.” So go­ing off and buil­ding your own thing is the in­ten­ded move, not a hack. That’s the same en­er­gy that makes the who­le at­mo­sphe­re feel vi­brant and fast right now. Ever­yo­ne is ship­ping new things every day, is fin­ding new crea­ti­ve things to store on PDS. The down­si­de is so­lu­ti­ons that don’t talk to each other.

… und das ist ge­nau wie ich es ge­ra­de emp­fin­de, die AT­mo­sphe­re, das fe­di­ver­se, füh­len sich ge­ra­de un­ge­heu­er le­ben­dig und dy­na­misch an, über­all pop­pen in­ter­es­san­te din­ge auf, mög­li­cher­wei­se auch durchs vibe-coden be­schleu­nigt.

find ich gut, wei­ter so, dem­nächst mehr.


ich habe ge­mi­ni um eine ein­schät­zung mei­nes tex­tes ge­be­ten. es hat eine gute be­ob­ach­tung ge­macht, die ich ger­ne zi­tie­ren möch­te, weil ich den ge­dan­ken auch hat­te, aber nicht „web 4.0“ schrei­ben woll­te:

Dein Text be­schreibt ei­nen „Som­mer der Pro­to­ty­pen“. Es fühlt sich an wie das Web von 2004, aber mit den tech­ni­schen Mus­keln von 2026.


nach­trag 18.06.2026:
hier ist bens bubbles blog, mit neu­ig­kei­ten und war­um er bubbles ge­baut hat. aus­ser­dem sehe ich dort, dass es eine bubbles API gibt, mit der man die vote-an­zahl und bubbles id ho­len kann. sie­he auch „Nai­ve Ben Meets Nai­ve Bayes“.