nach der pre­pu­bli­ca ist re­pu­bli­ca

felix schwenzel

ges­tern mit fri­da den nach­mit­tags­spa­zier­gang vom platz der luft­brü­cke zur sta­ti­on ge­macht. ich woll­te mich von hin­ten an das ge­län­de schlei­chen, auch um die mir zu­ge­wie­se­ne büh­ne für mei­ne ses­si­on mor­gen zu be­gut­ach­ten.

das „en­er­gie­mo­bil“ ist eine aus­sen­büh­ne, laut spea­k­er­brie­fing gibts ne au­dio­auf­zeich­nung, aber kein „Live Voice“. das heisst das ist kei­ne kopf­hö­rer-büh­ne, aber da­mit auch kein live­stream. es gibt ei­nen 55" mo­ni­tor und die büh­ne ist für 20 zu­schau­er aus­ge­legt. fin­de ich ei­gent­lich ganz gut, heu­te wer­de ich mal schau­en, wie die büh­ne sich bei den ers­ten mon­tags ses­si­ons an­fühlt. theo­re­tisch soll­ten dank feh­len­der wän­de auch mehr als 20 leu­te platz fin­den, mal schau­en wie die pra­xis aus­sieht. mein vor­trag funk­tio­niert trotz ca. 80 fo­li­en die­ses jahr auch gut ohne fo­li­en. auch wenn die fo­li­en auch die­ses jahr ihr ei­gen­le­ben ha­ben.

das wet­ter soll­te laut DWD mit­spie­len und sehr re­pu­bli­ca-freund­lich sein. heu­te son­nen­schein und bis zu 20°C, mor­gen et­was we­ni­ger son­ne und bis zu 18°. am mitt­woch im­mer noch über­wie­gend son­nig, aber et­was wol­ki­ger, reg­nen solls die drei tage nicht.

unter der u2-brücke, neben dem gelände der station

nach dem ab­ho­len mei­ner bänd­chen, ha­ben fri­da und ich uns noch­mal auf die ein­gangs­wie­se ge­setzt und ein bier­chen und ein wäs­ser­chen ge­trun­ken. rein, aufs ge­län­de dür­fen hun­de ja seit ein paar jah­ren nicht mehr. draus­sen sprach mich sa­bi­ne an, die sich als eine der fuss­ball-freun­din­nen von meq vor­stell­te. das fand ich sehr nett und das ist ir­gend­wie auch sehr blog­gig. nicht nur die blog­gen­den selbst ken­nen und le­sen sich ge­gen­sei­tig, auch die mit­le­sen­den ken­nen sich ir­gend­wie. spä­ter kam noch alex matz­keit dazu. wir ha­ben na­tür­lich über blogs und das was man­che vor 15, 20 jah­ren auch blogos­hä­re oder web­log­be­deu­tungs­ma­fia oder di­gi­ta­le bo­he­me oder di­gi­ta­le klo­wän­de ge­nannt ha­ben. wie 99,99% der be­völ­ke­rung hat er da­von da­mals we­nig bis gar nichts mit­be­kom­men, aber an­ders als 99,99% der leu­te, in­ter­es­si­ert ihn das jetzt ir­gend­wie. mei­ne the­se ist ja, dass die­se form der text­ba­sier­ten sub­kul­tur da­mals et­was mehr auf­merk­sam­keit be­kom­men hat als heu­te. oder ge­nau­er, die blog­gen­den ha­ben da­mals ge­schafft sich et­was mehr auf­merk­sam­keit zu er­kämp­fen (un­ter an­de­rem mit ver­an­stal­tun­gen wie der re­pu­bli­ca) und auch wenn es den ein­druck macht, dass blogs kei­ne re­le­vanz mehr ha­ben, ha­ben sie mei­ner mei­nung nach ge­nau­so we­nig oder viel re­le­vanz wie da­mals. oder an­ders ge­sagt, der re­la­tiv ho­mo­ge­ne ein­druck, den die blogo­sphä­re da­mals ge­macht ist weg, aber vie­le kei­ne bla­sen, un­zäh­li­ge mi­kro­ge­mein­schaf­ten, wahr­schein­lich mehr als je­mals zu­vor, sind wei­ter­hin ak­tiv, al­ler­dings un­ter dem ra­dar der brei­ten öf­fent­lich­keit. naja, wird je­den­falls be­stimmt span­nend das ge­spräch heu­te abend.