gestern abend, gegen mitternacht, an der friedrichstrasse mit schlechtem gewisssen, aber grossem appetit ein köstliches döner mit diesen scharfen, eingelegten jalapeños gegessen und bemerkt, dass ich dabei die halbe serviette mitgegessen habe. merke: papierservietten mit fleischersatz, „scharf“ und knoblauchsosse könnnen sehr lecker sein!
[nachtrag] bitte die lebensbeichte von herrn lobo in den kommentaren beachten.
ich bin besoffen. war beim kurt weidemann heute morgen. mit nem bierchen hatte ich schon gerechnet. man hat mich vorgewarnt. war dann aber doch ein schnaps. ein jugoschnaps. und das um halb 12 auf nüchternen magen. jetzt ist mir schlecht.
kurt weidemann ist ein faszinierender typ. ich habe ihn mal auf einer party erlebt auf der er alle anwesenden locker unter den tisch soff und bis zuletzt bis 5 uhr morgens blieb. mit seinen damals 77 jahren (jetzt isser 84) stach er auch alle anwesenden gockel aus, er hatte ständig weibliche groupies in den armen und wenn er sprach hörten ihm allle angespannt zu. ich habe vor ein paar jahren mal einen brief an die redaktion der harald schmidt show geschrieben und weidemann als talkgast vorgeschlagen. mich wunderts ehrlichgesagt, warum den noch niemand zu einer talkshow eingeladen hat (oder warum ich das nicht mitbekommen habe). ein unglaublicher typ. es heisst er habe in seinem büro eine bier-zapfanlage die er ausgiebig benutze. alkohol konserviert offenbar.
diesmal nicht in afrika, sondern ganz konkret, hier im foren- und blogdings kann man mal ein paar leuten die meinen sie könnten mit der verbreitung von angst und schrecken (und horrenden pekuniären forderungen) zeigen, was ne „negative feststellungsklage“ ist. hier kann man nachlesen um was es geht und spenden um die welt zu retten. wie ix.
[was ist eigentlich aus dem oberdroher klum geworden? festgestellt oder geklagt wurde da bis heute nicht, oder?]
ich weiss nicht was jens steiner dazu verleitet hat so einen blödsinn zu schreiben, aber im ersten absatz seines artikels „deutschlands einziges zensurblog“ stimmt einfach gar nichts. wie nennt man soetwas? lügen, ahnungslosigkeit, falklükenhafte recherche, dummdreistigkeit?
Schnell wurde sein Blog eines der 30 meistgelesenen Weblogs Deutschlands. Es wurde für den „Best of Blog Award 2005“ und den Grimme-Preis 2006 vorgeschlagen. Bettermann betreibt Deutschlands einziges Blog zum Thema Zensur. Vielerorts findet man im Internet Zitate und Links zu seiner Seite www.zensurblog.de.
dort steht, dass das „zensurblog“ eines der 30 meistgelesenen weblogs deutschlands sei. die blogcounter-statistik vom november 2005 sagt etwas anderes: im schnitt zwei bis drei leser pro tag (die stats von blogcounter sind einsehbar, wenn man ein bisschen trickst, allerdings nur von dem zeitpunkt aus, zu dem der betreiber zuletzt eingeloggt war und die statistik gecheckt hat — der betreiber eines der „meistgelesenen“ deutschen blogs hat die statistik zuletzt im november, beim stand von 2 lesern pro tag, gecheckt). die zwei bis drei leser im november werden innerhalb von 4 monaten nicht durch ein wunder auf 800 oder 900 besucher pro tag explodiert sein, kurz, eins ist das zensurblog ganz sicher nicht: in irgendeiner top100-liste oder meistgelesen.
findet man „vielerorts“ zitate und links zur seite zensurblog.de? laut technorati am 13.03.2006 exakt kein einziges zitat, laut google exakt einen link. was bleibt an grossspurigem zeug übrig? die „vorschläge“ für den renomierten grimme-online-preis und den fragwürdigen deutsche welle blog award. nur, vorschlagen kann man für beide preise auch seiten wie metzgerrei-mueller.de oder wir-spammen-dir-den-arsch-voll.info, also im wahrsten sinne des wortes, jeden scheiss.
ich weiss ja nicht was die macher von politik-digital.de für qualitätsmassstäbe an das geschreibsel anlegen dass dort erscheint, aber für so einen beitrag würde sich sogar der schlitzerbote schämen. ich schäme mich derweil ein bisschen fremd.
das boulevard-zeitungen ganz gut geld damit verdienen ihren lesern prostituierte zu vermitteln ist ja eigentlich nichts neues, auch wenn die boulevard-blättchen das ab und zu vergessen machen möchten. dazu ein blitzsauber recherchierter artikel von oliver gehrs in der aktuellen brandeins:
10 bis 15 Prozent des gesamten Anzeigenumsatzes machen die Sex-Annoncen aus – bei der kieznahen »Hamburger Morgenpost« (»Mopo«) sollen es in manchen Jahren sogar 20 Prozent gewesen sein. Im WM-Jahr versprechen sich die Zeitungsverlage einen wahren Boom der Sex-Annoncen, schließlich sind frustrierte wie euphorisierte Fußballtouristen für Prostituierte eine interessante Klientel. Im Sportteil stehen die Anzeigen ohnehin schon, da dessen Leserschaft überwiegend männlich ist. „Wir müssen die Nutten von den Hausfrauen fern halten“, sagt ein Verlagsmanager.
ohne sex- und nuttenvermittlung gehts wohl auf dem boulevard nicht, als wolfgang clement 1987 als chefredakteur der „hamburger morgenpost“ die sex-anzeigen aus dem blatt warf, brachen die kioskverkäufe massiv ein. das experiement der sex-anzeigenlosen boulevardzeitung wurde kurz darauf eingestellt.
besonders hübsch finde ich aber die vorstelllung, dass die boulevardblättchen sogar mitarbeiter zum anzeigenpreis einkassieren in die clubs und bordelle schicken, die „mopo“ habe zu diesem zweck sogar ein zweitbüro in der hamburger „innenstadt“, wohl damit die nutten und zuhälter nicht im verlag ein und ausgehen müssen.
man könnte das gefühl bekommen die „bild“-zeitung wolle auch mal ajatollah spielen und eine fathwa aussprechen. ein radikales, bösartiges, drecksblatt, das hetzt und aufwiegelt. hauptsache die kasse klingelt. aber dem papst den arsch küssen und scheinheilig den gläubigen christen mimen, das nennt man wohl bigotterie. ekelhaft und menschenverachtend.
39% aller blogger tragen jogginganzüge beim bloggen, 12% der blogger und 7% der bloggerinnen bloggen nackt. wahrscheinlich. sagt die tagesschau. quasi.
[übrigens; mediabolo sind die spacken die anke engelke zugrunde gerichtet haben indem sie das studio-publikum wie scheisse behandelt haben.]