scheis­se vor der tür

felix schwenzel in notiert

heu­te rief mich die bei­fah­re­rin wäh­rend des mor­gen­spa­zier­gangs an: „weil du mei­ne nach­rich­ten ja nie liest.“ das stimmt, also wäh­rend des spa­zier­gangs nor­ma­ler­wei­se nicht. aber ich sehe da­für die ra­ben in den reh­ber­gen, jog­ger die von hin­ten kom­men, an­de­re hun­de und manch­mal auch eich­hörn­chen be­vor fri­da sie sieht.

„da liegt ein rie­sen­gros­ser hau­fen men­schen­sch­eis­se vor der tür! fri­da darf da auf kei­ne fall dran schnüf­feln!“

sie er­zähl­te mir in den fol­gen­den 20 mi­nu­ten die ori­gin-sto­ry des kack­hau­fens, dass sie sich kurz mit dem pro­du­zen­ten un­ter­hal­ten hat­te und dass sie auf dem weg zum fit­ness­stu­dio ein paar freund­li­che BSR-kehr­frau­en dar­auf an­ge­spro­chen habe. die mein­ten: „ei­gent­lich sind für für mne­sch­li­che ex­kre­men­te nicht zu­stän­dig, aber aus ku­lanz kön­nen wir ge­ge­ben­falls sand drü­ber­streu­en.“

als fri­da und ich nach­hau­se ka­men lag der hau­fen noch jung­fräu­lich da und gab ei­nen über­ra­schend ste­chen­den ge­ruch ab. als ich 10 mi­nu­ten spä­ter vom bal­kon run­ter­schau­te war die ku­lanz be­reits er­le­digt und die ka­cke un­ter sand be­gra­ben.

die haus­in­ter­ne mie­te­rin­nen-whats­app-grup­pe, an der die bei­fah­re­rin teil­nimmt, in­for­mier­te uns dar­über, dass glei­ches vor ein paar ta­gen be­reits im flur des hin­ter­hau­ses pas­siert war. das foto las­se ich hier weg (kann man in der bei­la­ge se­hen), was ich aber in­ter­es­sant fand: es wur­de nicht ein­fach auf den bo­den ge­kackt, son­dern an die wand. das kann­te ich von den ter­ras­sen am wohn­block an der karl-lieb­knecht-stras­se, wo ich vor 24 jah­ren mein büro hat­te.

heu­te also ge­lernt:

  • die BSR ent­fernt kei­nen mensch­li­chen kot. (es gibt aber eine te­le­fon­nu­memr die man an­ru­fen kön­ne)
  • man kann scheis­se mit sand ab­de­cken
  • wenn man ohne sitz­schüs­sel ka­cken muss, scheint es emp­feh­lens­wert den hin­tern beim ka­cken an ei­ner wand ab­zu­stüt­zen
  • wir brau­chen mehr öf­fent­li­che toi­let­ten

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