un­fa­mi­li­ar

felix schwenzel in gesehen

promo-plakat für die deutsche netflix-serie unfamiliar

das ich das noch er­le­ben darf: eine deut­sche se­rie die ich er­tra­ge. ich glau­be das letz­te mal war das bei how to sell drugs on­line (fast). jetzt hat das un­fa­mi­li­ar (wie­der) auf net­flix ge­schafft. nach der ers­ten fol­ge war ich noch ein biss­chen skep­tisch, auch wenn die ge­schich­te und schau­spie­le­rei sich un­prä­ten­ti­ös ent­wi­ckel­ten und zum bei­spiel in den ers­ten 10 mi­nu­ten gar nicht ge­re­det wur­de. nach­dem ich das auf­ge­hübschte und ge­stelz­te ber­lin nach ei­ner fol­ge hi­jack schon nicht mehr er­tra­gen habe, ge­fällt mir wie un­fa­mi­li­ar ber­lin dar­stellt sehr gut. die se­rie taucht ber­lin zwar aus äs­the­ti­schen grün­den gröss­ten­teils in dun­kel­heit, aber trotz­dem las­sen sich die spiel­or­te gut er­ken­nen. teil­wei­se er­ken­ne ich die orte am sound. das wirkt al­les sehr gut in der rea­li­tät ver­wach­sen, auch wenn BND- und kran­ken­ak­ten ge­le­gent­lich auf eng­lisch ver­fasst sind. auch der rea­lis­mus der (dan­kens­wer­ter­wei­se eher sel­te­nen) prü­gel­sze­nen ist gut, also un­an­ge­nehm. wäh­rend ich bei prü­gel­sze­nen in ame­ri­ka­ni­schen block­bus­tern nur noch mit den schul­tern zu­cke oder vor­spu­le, em­pa­thi­sier­te ich in der gros­sen prü­gel­sze­ne in fol­ge eins sehr stark mit.

end­gül­tig hat mich die se­rie in fol­ge zwei ein­ge­fan­gen, in ei­ner sze­ne aus dem zug, mit ei­nem ori­gi­nal: „sänk you for trä­ve­ling wiz deut­sche baahn“

hier schaue ich ger­ne wei­ter.