in den letzten tagen habe ich mich hier und da mit den themen mo­ne­ta­ri­sie­rung und reich­wei­te be­schäf­tigt und mir kam der gedanke, was für ein wahnsinn das ei­gent­lich ist, dass es für un­ab­hän­gi­ge be­wegt­bild-pro­du­zie­ren­de ei­gent­lich nur eine einzige stelle im internet gibt, wo sie ihre reich­wei­te und brötchen her­be­kom­men: youtube.

ein gi­gan­ti­scher monolith, der im prinzip bestimmen kann, was hunderte millionen sehen und ein paar hun­dert­tau­send verdienen. wahr­schein­lich ist es höchste zeit mir mal ein nebula abo zu besorgen, auch wenn die trum­pis­ten noch nicht ihre axt-hände an youtube gelegt haben mögen.

mir kam beim lesen dieser meldung beim netz­feuil­le­ton aber ein ganz anderer gedanke. die BBC wird inhalte speziell für youtube pro­du­zie­ren, „auch wenn die Inhalte auch weiterhin auf iPlayer und Sounds er­schei­nen können“ (sollen, werden?). das erinnert mich an die indieweb-phi­lo­so­phie Publish (on your) Own Site, Syndicate Elsewhere (POSSE). wenn man die inhalte bei sich „zuhause“ vorhält, sie aber an andere orte syn­di­ziert/kopiert, um ei­ner­seits die reich­wei­te oder mo­ne­ta­ri­sie­rung zu erhöhen, behält man an­de­rer­seits (theo­re­tisch) ein paar ticken mehr un­ab­häb­gig­keit, als wenn man exklusiv „elsewhere“ pu­bli­ziert.

theo­re­tisch machen das ja auch die deutschen öf­fent­lich recht­li­chen schon mit ein paar kanälen für jüngeres publikum, mit dem un­ter­schied, dass das eine art PUPZ-POSSE ist: publish elsewhere und dann bei sich selbst de­pu­bli­zie­ren.