Während Washington seine Munition verschießt und seine Allianzen beschädigt, muss Peking nur warten. Der »Economist« hat auf sein Cover einen lächelnden Xi Jinping gesetzt, der auf Trump blickt, dazu eine Zeile, die Napoleon zugeschrieben wird: Unterbrich deinen Feind niemals, wenn er einen Fehler macht. Xi hat strategische Ölreserven für mehrere Monate angelegt, Lieferketten abgesichert, setzt massiv auf erneuerbare Energien. Chinas drei größte Batteriehersteller sind seit Kriegsbeginn zusammen 70 Milliarden Dollar mehr wert. Trumps Amerika, die fossilste Regierung der westlichen Welt, beschleunigt mit dem Irankrieg die Energiewende – zugunsten Chinas.
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Ich bekomme immer mal wieder Rückmeldungen, von wegen: dein Newsletter ist ja ganz interessant, aber viiieel zu lang. Wer soll das alles denn lesen?
Ali Hackalife macht sich deswegen die Mühe, jeden Newsletter einzulesen, als Service. Für 5 Euro pro Monat kann man sich den Krasse Links Newsletter jetzt als Podcast abonnieren (Ali und ich teilen uns die Einnahmen). Krasse Links No 79 ist bereits im Kasten.
zuerst dachte ich: toll, wenn jemand sich bereitfindet etwas als service für mich zu lesen. dann, als ich verstand, dass der service nicht bedeutet, dass ali hackalife texte für mich liest, sondern krasse links vorliest, damit ich sie mir anhören kann, da dachte ich: wäre doch praktisch wenn sich das jemand für mich anhören könnte und dann eine zusammenfassung davon schreiben könnte, damit ich mir das nicht alles selbst anhören muss.
ich denke jetzt aber, dass es das einfachste ist, wenn ich die krassen links von mspro selbst lese. zumal ich das gerne mache.
Das Thema ist vor allem deshalb wichtig, weil Speicher gerade extrem teuer und knapp geworden ist und man mit derlei Techniken größere Modelle in wesentlich weniger RAM pressen kann.
erinnert mich an die alten zeiten, als es noch den „RAM Doubler“ auf dem mac gab:
RAM Doubler compressed less-used memory contents of background applications, and recovered free memory for use by the foreground application. Only when all free physical memory was occupied, would it start writing swap files to disk, like virtual memory.
bleibt irgendwie alles immer gleich.
die stelle an der thomas knüwer in seinem bericht aus austin über nicht so autonome roboter schreibt und ein video von einem ferngesteuereten rizzbot einbettet, hatte ich schon in seinem newsletter gelesen. hier schrieb er nun:
Oberflächlich betrachtet, ist die Zukunft in Austin schon da. Selbstfahrende Waymo-Taxis gibt es en masse, eine Hand voll von Tesla sind auch in der Stadt, der Konzern präsentierte (stehend, nicht fahrend) sein erstes Robotaxi. Auch begegnen einem ständig die Lieferroboter des heimischen Unternehmens AVRide, dass bald ebenfalls autonom fahrende Taxis auf Basis des Hyundai Ioniq 5 anbieten will.
Und dann begegnet einem der Rizzbot, der Passanten duschbeleidigt und einem vorbeirollenden Bierbike (hier sind die Dinger also gelandet) den Mittelfinger zeigt:
Allein, man darf nicht zu genau hinschauen. Dann blättert die glänzende Zukunftsfassade ab: [youtube direktlink]
- Natürlich wurde der Rizzbot ferngesteuert, sein Lenker war nur wenige Meter entfernt.
- Das Tesla-Robotaxi ist niemals in dieser Gestalt brauchbar für den Taxi-Betrieb.
- Die Zahl der Unfallmeldungen für Robotaxis lässt in Austin Stimmen laut werden, ob man ihren Einsatz nicht wieder verbieten sollte.
- Wer ein Waymo nutzt, kommt oft nicht dort an, wo er gerne würde. Meines setzte mich 3 Gehminuten vom Ziel ab, mein WG-Mitbewohner Richard kam auf 6 Minuten.
das video hatte ich mir noch nicht angesehen. mir fiel dazu spontan ein: nicht nur der rizzbot wurde ferngesteuert, sondern auch einen bewaffneter sicherheitsmann, der dem rizzbot auf schritt und tritt folgte. ausserdem: erstaunlich wie elegant und federnd das teil läuft. und, wenn die fernsteuerung gut gemacht wird, können ferngesteuerte roboter grandios, unterhaltsam und tatsächlich schlagfertig sein: siehe geoff peterson.
und ich dachte (wieder), dass wir ganz offensichtlich noch weit weg von autonomen robotern sind, aber potenziell voll im goldenen zeitaltzer der zentauren.
den artikel habe ich nur überflogen und zwischenüberschriften gelesen, einerseits weil ich web-pessimistisches nicht besonders gerne lese (auch wenn die beschriebenen gefahren alle real sind) und andererseits weil mir das was ich las zu raunend war.
aber wirklich bemerkenswert fand ich, dass das aufmacherbild in anil dashs artikel wie die tunnel von colin furze aussehen.
Ich finde, wir sollten nicht mehr von sozialen Medien reden, denn es geht ja gar nicht mehr um unser soziales Umfeld, also darum, wem wir folgen. Wir sehen das, was uns dem Algorithmus zufolge interessiert und unsere Aufmerksamkeit möglichst lange bindet. Deshalb finde ich den Begriff algorithmische Medien treffender. Und die bevorzugen eben polarisierende, zugespitzte Inhalte.