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anke gröner über einen text von englisch-professor walt hunter im atlantic: „Stop Meeting Students Where They Are“ (geschenk-link von anke).

Keine pseu­do­klu­ge, weil an­ge­le­se­ne Wie­der­ga­be von fremden Po­si­tio­nen, sondern das Ab­ar­bei­ten am eigenen Un­ver­ständ­nis. Die Kon­fron­ta­ti­on mit Fragen anstatt die Suche nach der einen Antwort, die es eh nicht gibt. […]
Lesen [ist] eben immer mehr ist als Lesen: Fragen stellen, nach­den­ken, Po­si­tio­nen über­den­ken. […]


When phone cameras got good enough, portrait pho­to­graph­ers scolded people who took their own headshots.

And when the Mac got pretty good at ty­pe­set­ting, pro­fes­sio­nal designers pointed out that people who can’t tell a font from a typeface and don’t care about kerning should avoid it.

Pro­fes­sio­nal trans­la­tors bring humanity and insight to trans­forming writing from one language to another, but many people continue to use Google Translate…

Here’s the thing: the trans­la­tors take their own headshots. Web designers often use trans­la­ti­on software. And life coaches build their own websites with Squa­re­space and put their own selfies on Linkedin. We all make our own decisions, and most of the time, we use tech to do it ourselves.

das sind natürlich auch alles „Stan­dard­si­tua­tio­nen der Tech­no­lo­gie­kri­tik“.





Ich verfasse aber Texte und Sätze, weil ich mich aus­drü­cken will, weil ich etwas mitteilen will. Wenn das eine ge­ne­ra­ti­ve KI für mich macht, dann würde ich einfach Content pro­du­zie­ren, meine per­sön­li­che Ebene ginge darin verloren, mein Ge­dan­ken­gang, meine Idee, meine For­mu­lie­rung und eventuell auch meine Fehler. Content muss nicht ver­werf­lich sein, aber das will ich dann nicht als meinen Ausdruck dar­stel­len. Ver­mut­lich ist mein Wunsch, au­then­tisch zu sein, größer als der Wunsch, Content zu pro­du­zie­ren. Und das will ich auch von anderen Leuten. Ich will au­then­ti­sche Leute um mich herum, keine Hüllen, die nur etwas dar­stel­len.













lorenz meyer teaserte diesen text von tilman baum­gär­tel vor ein paar tagen auf 6 vor 9 mit diesen worten an:

Tilman Baum­gär­tel beklagt in seinem Essay, dass ela­bo­rier­te Kul­tur­tex­te in der heutigen Auf­merk­sam­keits­öko­no­mie kaum noch Resonanz fänden, da die Reich­wei­te von Print­me­di­en schwinde, und Social-Media-Al­go­rith­men dif­fe­ren­zier­te Inhalte sys­te­ma­tisch be­nach­tei­li­gen würden.