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Ich verfasse aber Texte und Sätze, weil ich mich ausdrücken will, weil ich etwas mitteilen will. Wenn das eine generative KI für mich macht, dann würde ich einfach Content produzieren, meine persönliche Ebene ginge darin verloren, mein Gedankengang, meine Idee, meine Formulierung und eventuell auch meine Fehler. Content muss nicht verwerflich sein, aber das will ich dann nicht als meinen Ausdruck darstellen. Vermutlich ist mein Wunsch, authentisch zu sein, größer als der Wunsch, Content zu produzieren. Und das will ich auch von anderen Leuten. Ich will authentische Leute um mich herum, keine Hüllen, die nur etwas darstellen.
”Once, men turned their thinking over to machines in the hope that this would set them free. But that only permitted other men with machines to enslave them.”
I started listening to the audiobook of Dune the other day. This quote felt very timely.
hier schreibt @alexmatzkeit sehr differenziert und nachvollziehbar über seine KI nutzung und streift dabei auch ein paar aspekte, die bei diskussionen über KI oft übersehen werden. sehr gerne gelesen.
kleines spiel, bei dem man sich erstens eine farbe merken muss und dann die farbe auswählen muss.
erster versuch: 40,1/50 (also 80,2%)
(via)
das sieht sehr, sehr langweilig aus.
lorenz meyer teaserte diesen text von tilman baumgärtel vor ein paar tagen auf 6 vor 9 mit diesen worten an:
Tilman Baumgärtel beklagt in seinem Essay, dass elaborierte Kulturtexte in der heutigen Aufmerksamkeitsökonomie kaum noch Resonanz fänden, da die Reichweite von Printmedien schwinde, und Social-Media-Algorithmen differenzierte Inhalte systematisch benachteiligen würden.
2004: ankegroener.de bekommt permalinks
2026: ankegroener.de bekommt fussnoten
ein etwas atemlos begeisterter jordan golson zeigt das von jony ive’s „love from“ design-studio gestaltete benutzerinterface des neuen elektrischen ferrari. die witzigste stelle ist, als golson nach 8 minuten euphorie über die kleinsten details des tachos und lenkrads am sitz des neuen ferrari vorbeigeht und sagt:
it’s a seat … whatever
… und weitergeht um die einzelteile des tachos und lenkrads zu begrapschen.
ich komme mit den touch-schaltern in unserem auto gut klar. kann man sicherlich besser machen, aber man bekommt eben wofür man bezahlt und solange es funktioniert kann ich mich auch das das unfreundlichste design gewöhnen. es bleibt trotzdem zu hoffen, dass in künftigen auto-generationen die design ideen von jony ive und seinem team hemmungslos geklaut werden. digital ist gut wo digital gut ist, aber haptik ist manchmal auch gut und wie man die beiden so kombiniert, dass sie befriedigen scheint das ive-design eindrucksvoll zu demonstrieren.
in den letzten tagen habe ich mich hier und da mit den themen monetarisierung und reichweite beschäftigt und mir kam der gedanke, was für ein wahnsinn das eigentlich ist, dass es für unabhängige bewegtbild-produzierende eigentlich nur eine einzige stelle im internet gibt, wo sie ihre reichweite und brötchen herbekommen: youtube.
ein gigantischer monolith, der im prinzip bestimmen kann, was hunderte millionen sehen und ein paar hunderttausend verdienen. wahrscheinlich ist es höchste zeit mir mal ein nebula abo zu besorgen, auch wenn die trumpisten noch nicht ihre axt-hände an youtube gelegt haben mögen.
mir kam beim lesen dieser meldung beim netzfeuilleton aber ein ganz anderer gedanke. die BBC wird inhalte speziell für youtube produzieren, „auch wenn die Inhalte auch weiterhin auf iPlayer und Sounds erscheinen können“ (sollen, werden?). das erinnert mich an die indieweb-philosophie Publish (on your) Own Site, Syndicate Elsewhere (POSSE). wenn man die inhalte bei sich „zuhause“ vorhält, sie aber an andere orte syndiziert/kopiert, um einerseits die reichweite oder monetarisierung zu erhöhen, behält man andererseits (theoretisch) ein paar ticken mehr unabhäbgigkeit, als wenn man exklusiv „elsewhere“ publiziert.
theoretisch machen das ja auch die deutschen öffentlich rechtlichen schon mit ein paar kanälen für jüngeres publikum, mit dem unterschied, dass das eine art PUPZ-POSSE ist: publish elsewhere und dann bei sich selbst depublizieren.
