„a-list-blogger“, ix? ich muss doch sehr bitten, ich bin a-a-blogger.
[apropos kalauer; gestern fragte ich im büro „wo war ich stehengeblieben?“ - aus der hintersten ecke rief es „in der pubertät“. fragte mich jemand nach meinen leidenschaften, ich würde „verbale inkontinenz“ antworten.]
den unterschied zwischen homepage 1.0 (aka „webpräsenz“) und homepage 2.0 (aka „blog“) habe ich ja schon mal versucht so zu deuten:
früher, als sowas noch „homepage“ oder „webpräsenz“ hiess, konnte man auch einen text — plopp — irgendwo hinstellen. ein paar suchmaschinen schickten einem ab und zu mal ein, zwei leser vorbei, aber meist schimmelten die seiten und texte neben ankündigungen („hier entsteht demnächst die webpräsens von otto mustermann“) nur so vor sich hin.
an diesem beispiel kann man jetzt sehen was das bedeutet. während ziemlich viele blogger bereits seit monaten ihre texte, „motive“ und „aktionsideen“ hochgeladen und in aller breite diskutiert haben, gibt die sozialistische jugend erstmal interviews, druckt flugblätter im copyladen und gründet ne plattform:
Hier entsteht eine Aktionsplattform zur Kampagne "Deutschland raus aus den Köpfen". DIe Idee: Alle Interessierten können Texte, Motive und Aktionsideen hochladen und darauf zugreifen. In Kürze mehr dazu...
Das Logo gibt es bereits hier zum Download.
deutschland-raus-aus-den-koepfen.de - aber ersma planen. nur nix überstürzen, doo.
werben und verkaufen wirbt und verkauft mit folgender pressemeldung für burda, die „ganz gross“ ins blogdings einsteigen wollen;
Um "Qualität und sauberen Content" zu wahren, so Marketing-Vorstand Christoph Schuh, muss jeder, der online mitreden will, sich registrieren lassen. Zudem arbeiten seine Techniker an einer Software, die Stichworte wie "Heil Hitler" selbstständig herausfiltern. Zusätzlich will Schuh vertrauenswürdige Blogger zu Kontrolleuren machen - als "eine Art ehrenamtliche Blogger-Polizei". (w+v)
ich bitte alle meine leser sich bei burda registrieren zu lassen um qualität und sauberen content sicherzustellen. bitte lassen sie sich bei der gelegenheit von den blogprofis bei burda sauber ausfiltern.
achso, die spott-sau wurde ja schon durch diese ominöse dorf getrieben. aber manche sind nicht nur gehässig,manche sind richtig stinkesauer:
manchmal habe ich das gefühl, dass alice schwarzer ihren verstand verloren habe könnte. diesmal allerdings nicht, weil sie während fernsehauftritten beinahe unkontrolliert jeden in grund und boden lächelt der ihr in die quere kommt, sondern weil sie auf dem titelblatt ihres kampfblattes dem bigotten tittenjournalismus eine referenz erweist. alice schwarzer verbeugt sich vor der „bild“-zeitung, indem sie die unsägliche „wir sind papst“ überschrift in einem anfall von geistlosigkeit in ein noch unsäglicheres „wir sind kanzlerin“ umwandelt. wohlgemerkt: auf dem titelblatt.
das ist nicht nur eine kreative bankrotterklärung, das ist so dumm, dass schwarzers kopf eigentlich wegen geistigen unterdrucks implodieren müsste.
andererseits ist es ja gerade mode sich vor der „bild“-zeitung zu verbeugen herzukriechen und in den diekdarm zu steigen. visdp, das magazin für medienmacher mastdarmakrobaten, die sich nicht zu fein sind denen es nicht peinlich ist springer die klarnamen von bildbloggern zu servieren („huch, HAHA, war wohl ein fehler, HAHA“), das bildblog einerseits für eine ehrung zu nominieren aber andererseits bei ernsthaften bedenkenzu dissenpeinliche witzchen über die bedenken zu machen. klarer fall von schizournalismus. journalismus?
ich habe mich ja eigentlich auch immer gefragt wie das gehen soll, sich ins knie ficken. das hier ist ein wunderbares beispiel dafür, wie sich das, was sich journalismus nennt zwischen kommerz, schleim, lügen und filz selbst ins knie fickt und die letzten reste von glaubwürdigkeit vaporisiert.
die schnauze hatte ich schon lange von dem ding voll, komischerweise funktionierte der router nach dem sturz eine spur besser. trotzdem habe ich den router heute auseinandergebaut und die umts-pcmcia-karte rausgenommen und in mein powerbook gesteckt. mit dem o2-connection-manager konnte ix tatsächlich nach eingabe der pin-nummer (3473) ins netz. jetzt frage ich mich nur, warum ich den lahmen router mit seinem doofen und hackeligen web-interface nicht schon lange auf den boden gepfeffert habe. mit der laptopkarte bin ich vom moment des einsteckens innerhalb von 10 sekunden im netz, statt 2-3 minuten mit dem router (router booten, lahme pin-abfrage, oftmals fehlerhafte anmeldung beim umts-netz, unnötig lange verbindungszeit). ausserdem blinkt die umts-pcmcia-karte so lustig in blau. demnächst schaue ich mal nach ob die karte auch ausserhalb der „homezone“ funktioniert.
eben davon geträumt mal bei „nur die liebe zählt“ im publikum zu sitzen und leise, aber hörbar, von eins bis hundert zu zählen und dann vom sicherheitspersonal mit der begründung „nur die liebe zählt“ des saales verwiesen zu werden.
Was halten Sie eigentlich von "Bild-Blog", dem Forum für Kritiker von "Bild"? Röbel: Hochprofessionell gemacht, journalistisch präzise. Als Chefredakteur würde ich mir täglich in den Arsch beißen! Nicht wegen der ideologischen Kritik - schlimm sind doch Fehler durch Schlamperei und peinliches Nichtwissen. Wenn einer Mercedes und BMW verwechselt und keiner in der Redaktion merkt's.
Bildist nicht Pop, sondern Gosse.Bild ist das Sexualorgan, das Millionen impotente kleine Männer von der Straße als ihr eigenes empfinden, und sei es nur zur Befriedigung des Durstes nach Rache an den Reichen und Schönen, die sich durch Reichtum und Schönheit an den sittlichen Idealen eines immer noch kaufkräftigen Mobs versündigt haben. […] Daß zwölf Millionen Schwachköpfe wissen möchten, wer nun wem »am drallen Allerwertesten« gefummelt habe, und daß es ein ehrloses Klatschblatt gibt, das solchen Wissensdurst stillt und die Ehekräche primitiver Schlagerfuzzis bekochlöffelt damit könnte man leben. Aber daß eine Kulturnation bis hinauf in die höchsten Spitzen der Regierung, der Wirtschaft und der Erbverwalter Goethes mit diesem Zentralorgan der Unterhosenspionage paktiert, ist ein Skandal. InBildgurgelt der Gully obszön vor sich hin. Wer in dieses Abflußrohr hinabsteigt, der hat seinen Geist aufgegeben. WerBildals Kolumnist oder als Interviewpartner dient, der ist ethisch gerichtet und hat seinen intellektuellen und moralischen Bankrott erklärt.
und wer „prostituierte“ sich exklusiv der „sexualnachrichtenkaschemme“ als interviewpartner just nach der amtsübernahme? angela merkel. alles bleibt so „schmutzig“ wie es war, die deutsche show- und politprominenz klettert weiter fleissig in den bigotten diekdarm und wundert sich wenn sie beschissen von dannen zieht (oder auch nicht).
heute um 3:16 aufgewacht, weil das „internet“ von der wand gefallen ist. das „internet“ lag aufgeplatzt in der küche auf dem boden, ich hob es auf und nahm es zur inspektion mit aufs klo, denn wenn ich gegen 3 uhr morgens aufwache lautet mein zweiter gedanke nach „internet“: „klo“. auf dem klo sah ich mir das „internet“ an — eine grosse weisse box von o2 mit der man „surf@home“ machen können soll. innendrin im „internet“ konnte ich ein winkeliges stück blech von 3 cm länge sehen, was wohl die wlan antenne war. ausserdem sah ich eine komplette umts-pcmcia laptop karte, luft und ein paar platinen. mir dämmerte warum die scheisse so schlecht funktioniert: o2 hat das ding offenbar komplett selbst entwickelt.
im ernst, seitdem ich mir dieses o2-surf@home packet gekauft habe, macht die hardware ständig probleme. länger als 4 stunden am stück funktioniert das biest nicht und will dass man ihm den stecker rauszieht und wieder reinsteckt. oft hängt sich die software schon nach dem neustart komlett auf, in 30% aller fälle scheitert schon die anmeldung beim o2-umts-netz. wenn das ding mal funktioniert, kann ich nicht klagen. ich klage und fluche aber oft. demnächst werde ich wohl wirklich klagen, im o2-laden wo ich mir das ding geholt habe. andererseits fühle ich mich ein bisschen in die zeiten von 14400er modems zurückversetzt, da hat die einwahl auch manchmal 5-8 minuten gedauert. retro-internet, aber ohne die lustigen piepsgeräusche, doo!
kurz: ich kann nur von o2 surf@home abraten, ein überteuertes, schelcht funktionierendes produkt, mangelhaft von o2 zusammengekloppt, was einen unter umständen auch noch nachts um 3:16h weckt und aufgeplatzt, mitleidheischend in der küche liegt.
[hat jemand erfahrung mit der o2 surf@home box der zweiten generation gemacht? ist die auch so scheisse?]
ich bin schwer beeindruckt. wirklich. wenn ich gross bin möchte ich auch so schön schreiben können.
[hier steht das ganze nochmal in kompliziert englisch.]
[nachtrag] so! habe jetzt (zuhause) etwas geübt — so zwei drei testsätze — und glaube jetzt ausreichend fit zu sein. voilà, mein erster erik-hauth-satz:
der grund für die durchformulierung der komplizierten satzkonstruktion könnte der umstand sein, dass vorhergehende sätze in letzter zeit wenig lang waren.
und jetzt gehe ich meine bvg-fahrkarten mal neu sortieren wegen dem umstand, dass alle meine wochenkarten aktuell wenig gültig sind.
diese toilettenkritzelei ist kein domainname, sondern ein fluch, ein omen, eine weissagung — denn 7 tage nachdem ich dort gepinkelt hatte, bekam ich ihn, den schleimigen auswurf.
schleimigerauswurf.de
bitte in sieben tagen nochmal hier vorbeischauen und bescheid sagen ob das auch gebloggt wirkt.