favicon gigold.me gigold.me: They keep me blogrollin' | Thomas Gigold

Das Netzwerk steuert die Sichtbarkeit und nicht der Inhalt.

wie würde denn das gegenteil oder eine bessere lösung aussehen? mir fehlt die vor­stel­lungs­kraft mir etwas anderes als emp­feh­lun­gen­me­cha­nik vor­zu­stel­len, mit welchen signalen auch immer.

auch in der analogen welt war das ja nie anders. bücher werden von verlagen beworben, be­leg­ex­em­pla­re aus­ge­sen­det und dann fängt die empf­e­lungs- und mar­ke­ting­ma­schi­ne an zu laufen. auch hier steuert ein netzwerk aus li­te­ra­tur­kri­ti­kern und lesern die sicht­bar­keit. auch hier sind es oft die bekannten namen die pro­fi­tie­ren, aber newcomer, neu­ent­de­ckun­gen, über­ra­schun­ger­fol­ge sind trotzdem die regel. musik sucht man sich doch in den sel­tens­ten fällen nach dem inhalt aus, sondern nach dem was of­fen­sicht­lich gerade populär ist.

musik ist auch ein beispiel dafür, dass diese be­zie­hungs- oder netz­werk­steue­rung auch her­vor­ra­gend im sub­kul­tu­rel­len (also nicht mas­sen­taug­li­chen) rahmen funk­tio­nie­ren kann.