vom spd-par­tei­tag

felix schwenzel in artikel, teil der sammlung: #wahl05

(ur­sprüng­lich im „wahl­blog“ ver­öf­fent­licht)

seit­dem ich das let­ze mal hier war, hat sich die grös­se der hal­le ver­dop­pelt. auch die ro­ten fo­li­en von den de­cken­schein­wer­fern sind ver­schwun­den, aus­schliess­lich weis­ses licht mit blau­en ak­zen­ten. was sich nicht ver­än­dert hat; über­all sit­zen „ge­nos­sen und ge­nos­sin­nen“. ziem­lich vie­le.

aus­ser­dem schwit­ze ich wie ein tier. vie­le leu­te, vie­le olf, viel ab­wär­me. ir­gend­wie ist das auch ein biss­chen un­ent­spann­ter als bei den ge­müt­li­chen on­kels von der links­par­tei. viel­leicht liegts auch an den an­de­ren blog­gern die ei­nen (wie ich) un­ge­fragt fo­to­gra­fie­ren, die schnel­ler und mehr (oder bes­ser) schrei­ben (wett­be­werb) und ei­nen un­ter druck set­zen: „schreib mal was, doo!“ ich kann so nicht ar­bei­ten. nur rum­schwit­zen. mich selbst­be­trach­ten. ver­su­chen den et­was zu lau­ten stuss vom red­ner­pult aus­zu­blen­den.

der herr rei­chel, der den on­line­wahl­kampf or­ga­ni­si­ert, hat sich eben et­was ge­wun­dert als ich ihn ge­fragt habe wo denn im pres­se­zen­trum das bier sei: „am vor­mit­tag?“ was ist bloss aus den ge­nos­sen ge­wor­den. frü­her ha­ben die doch alle ge­sof­fen wie stiegler tie­re.

ge­ra­de re­det wal­ter ull­bricht. oder je­mand der meint die stim­me am ende ei­nes ver­meint­lich wich­ti­gen sat­zes laut quiet­schend und kei­fend nach oben zie­hen zu müs­sen. funk­tio­niert das? mo­ti­viert so ein fick­ri­ges ge­kei­fe die de­le­gier­ten? der schluss­ap­plaus lässt die­se ver­mu­tung zu.

kommentare