vom spd-parteitag

(ursprünglich im „wahlblog“ veröffentlicht)
seitdem ich das letze mal hier war, hat sich die grösse der halle verdoppelt. auch die roten folien von den deckenscheinwerfern sind verschwunden, ausschliesslich weisses licht mit blauen akzenten. was sich nicht verändert hat; überall sitzen „genossen und genossinnen“. ziemlich viele.
ausserdem schwitze ich wie ein tier. viele leute, viele olf, viel abwärme. irgendwie ist das auch ein bisschen unentspannter als bei den gemütlichen onkels von der linkspartei. vielleicht liegts auch an den anderen bloggern die einen (wie ich) ungefragt fotografieren, die schneller und mehr (oder besser) schreiben (wettbewerb) und einen unter druck setzen: „schreib mal was, doo!“ ich kann so nicht arbeiten. nur rumschwitzen. mich selbstbetrachten. versuchen den etwas zu lauten stuss vom rednerpult auszublenden.
der herr reichel, der den onlinewahlkampf organisiert, hat sich eben etwas gewundert als ich ihn gefragt habe wo denn im pressezentrum das bier sei: „am vormittag?“ was ist bloss aus den genossen geworden. früher haben die doch alle gesoffen wie stiegler tiere.
gerade redet walter ullbricht. oder jemand der meint die stimme am ende eines vermeintlich wichtigen satzes laut quietschend und keifend nach oben ziehen zu müssen. funktioniert das? motiviert so ein fickriges gekeife die delegierten? der schlussapplaus lässt diese vermutung zu.