vom fdp-parteitag: fdp-bürokratie

(ursprünglich im „wahlblog“ veröffentlicht)
die partei des „bürokratie-abbaus“ („wir machen's einfacher!“) und der kurzen wege, also die fdp, ist im umgang mit unvertrautem sehr, sehr kompliziert. die fdp war die einzige partei die ein kurz profil von mir anforderte, wer ich denn sei, der da von ihrem parteitag bloggen wolle.
aus dem büro von hans-joachim otto hiess es zwar gleich „die Akkreditierung eines Wahlblog/Blogg.de - Bloggers stellt aus der Sicht Herrn Ottos kein Problem dar.“, aber selbst ein anruf („nein, ich habe keinen presseausweis“ - „oh. das wird kompliziert“) aus dem büro otto schien das problem akkreditierung ohne presseausweis nicht abschliessend zu klären. ich habe aus dem büro otto nie wieder etwas gehört und befürchtete das schlimmste.
nicht ganz zu unrecht. der presseschalter war nur mit presseausweis zu erreichen, ich musste von einer freundlichen fdp-frau dorthin begleitet werden. auch angemeldet war ich nicht („das hätten sie selbst machen müssen“ - „das hätten sie mir auch sagen können.“). zum glück siegte die kulanz und ich bekam mein blaues band der freundschaft (zwischen fdp und presse) auch so.
kurz: die fdp ist zwar kulant und wohlwollend, aber beim bürokratie-abbau stehen offenbar noch ein paar verkrustete, durchbürokrtatisierte strukturen im weg. macht ja nix, sind ja noch 7 tage zeit um sich „durchzuorganisieren“.
leicht verpeilt sind hier auch mal wieder die kollegen von der ordentlichen presse. hier liegt in der presselounge ganz viel RJ45 gekabel rum, darin herrliche schnelles internet mit dhcp und allen schikanen. anstatt sich zu freuen meckern die pressefuzzis:
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das ist kein isdn!
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was soll das denn sein?
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schon wieder der falsche stecker!
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haste sowas schonmal in deinen computer reingesteckt?
niemanden kann man es recht machen. und jetzt erstmal nen kaffee. mein powerbook werde ich trotz meiner veritablen paranoia mal in der presselounge stehen lassen, denn die kollegen von der presse vertrauen sich auch. unglaublich, ARD und bildzeitungsreporter (nur mal so als beispiel) vertrauen sich und lassen ihre laptops einfach rumstehen! also werde ich denen auch mal trauen. wenn ich mich nicht mehr melde, wissen wir, dass der presse doch nicht zu trauen ist.