vom fdp-par­tei­tag: fdp-bü­ro­kra­tie

felix schwenzel in artikel

(ur­sprüng­lich im „wahl­blog“ ver­öf­fent­licht)

die par­tei des „bü­ro­kra­tie-ab­baus“ („wir ma­chen's ein­fa­cher!“) und der kur­zen wege, also die fdp, ist im um­gang mit un­ver­trau­tem sehr, sehr kom­pli­ziert. die fdp war die ein­zi­ge par­tei die ein kurz pro­fil von mir an­for­der­te, wer ich denn sei, der da von ih­rem par­tei­tag blog­gen wol­le.

aus dem büro von hans-joa­chim otto hiess es zwar gleich „die Ak­kre­di­tie­rung ei­nes Wahl­blog/Blogg.de - Blog­gers stellt aus der Sicht Herrn Ot­tos kein Pro­blem dar.“, aber selbst ein an­ruf („nein, ich habe kei­nen pres­se­aus­weis“ - „oh. das wird kom­pli­ziert“) aus dem büro otto schien das pro­blem ak­kre­di­tie­rung ohne pres­se­aus­weis nicht ab­schlies­send zu klä­ren. ich habe aus dem büro otto nie wie­der et­was ge­hört und be­fürch­te­te das schlimms­te.

nicht ganz zu un­recht. der pres­se­schal­ter war nur mit pres­se­aus­weis zu er­rei­chen, ich muss­te von ei­ner freund­li­chen fdp-frau dort­hin be­glei­tet wer­den. auch an­ge­mel­det war ich nicht („das hät­ten sie selbst ma­chen müs­sen“ - „das hät­ten sie mir auch sa­gen kön­nen.“). zum glück sieg­te die ku­lanz und ich be­kam mein blau­es band der freund­schaft (zwi­schen fdp und pres­se) auch so.

kurz: die fdp ist zwar ku­lant und wohl­wol­lend, aber beim bü­ro­kra­tie-ab­bau ste­hen of­fen­bar noch ein paar ver­krus­te­te, durch­bü­ro­krta­ti­sier­te struk­tu­ren im weg. macht ja nix, sind ja noch 7 tage zeit um sich „durch­zu­or­ga­ni­sie­ren“.

leicht ver­peilt sind hier auch mal wie­der die kol­le­gen von der or­dent­li­chen pres­se. hier liegt in der pres­se­lounge ganz viel RJ45 ge­ka­bel rum, dar­in herr­li­che schnel­les in­ter­net mit dhcp und al­len schi­ka­nen. an­statt sich zu freu­en me­ckern die pres­se­fuz­zis:

  • das ist kein isdn!

  • was soll das denn sein?

  • schon wie­der der fal­sche ste­cker!

  • has­te so­was schon­mal in dei­nen com­pu­ter rein­ge­steckt?

nie­man­den kann man es recht ma­chen. und jetzt erst­mal nen kaf­fee. mein power­book wer­de ich trotz mei­ner ve­ri­ta­blen pa­ra­noia mal in der pres­se­lounge ste­hen las­sen, denn die kol­le­gen von der pres­se ver­trau­en sich auch. un­glaub­lich, ARD und bild­zei­tungs­re­por­ter (nur mal so als bei­spiel) ver­trau­en sich und las­sen ihre lap­tops ein­fach rum­ste­hen! also wer­de ich de­nen auch mal trau­en. wenn ich mich nicht mehr mel­de, wis­sen wir, dass der pres­se doch nicht zu trau­en ist.

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