vom links­par­tei­tag: al­les sehr wort­reich hier (teil 2)

felix schwenzel in artikel, teil der sammlung: #wahl05

(ur­sprüng­lich im „wahl­blog“ ver­öf­fent­licht)

ich weiss ja nicht viel über par­tei­ta­ge. im fern­se­hen gibt es im­mer son­der­sen­dun­gen von par­tei­ta­gen, meist ganz spät abends. der par­tei­tag selbst dient im fern­se­hen ei­gent­lich vor al­lem als hin­ter­grund um ei­nen a-blog­ger par­tei-leit­ham­mel zu in­ter­view­en und ein biss­chen rum­zu­mo­de­rie­ren.

der ei­gent­li­che sinn von par­tei­ta­gen — so­weit ich das nach 2 stun­den be­ur­tei­len kann — scheint aber die pro­duk­ti­on von wor­ten zu sein. es wer­den sehr, sehr vie­le wor­te in re­den ge­spro­chen, die­se wor­te wer­den bei man­chen red­nern auch auf pa­pier ge­druckt ver­teilt, zum nach­le­sen, wenn man zum bei­spiel aus den re­den ei­nen neu­en text ma­chen möch­te, für eine zei­tung oder ein web­log.

der wahl­kampf­ma­na­ger der links­par­tei, ein hei­se­rer herr ra­me­low hat mei­ne ver­mu­tung üb­ri­gens eben in sei­ner an­spra­che be­stä­tigt; er bat (wort­reich) dar­um nicht zu viel zu re­den (oder zu dis­ku­tie­ren), da­mit man „zü­gig“ zu er­geb­nis­sen kom­me. denn die­se er­geb­nis­se sol­len „so­fort“ nach dem par­tei­tag in 100 000den ex­em­pla­ren ge­druckt wer­den. der par­tei­tag ist also dazu da am ende eine art wort­samm­lung (wahl­pro­gramm) zu dru­cken.

ein wei­te­rer sinn von par­tei­ta­gen ist mög­lichst viel auf­merk­sam­keit zu er­re­gen. denn auf­merk­sam­keit hat wei­te­re wor­te zur fol­ge. ei­ner red­ne­rin ist be­reits auf­ge­fal­len, dass das be­reits im vor­feld ge­klappt hat. so­viel pres­se, so­vie­le ka­me­ras, das hät­te man noch nie ge­habt.

wer nun nicht auch noch mei­ne wor­te ha­ben will, kann sich ja mei­ne bil­der bei flickr vom links­par­tei­tag an­gu­cken

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