live vom links­par­tei­tag, teil 1

felix schwenzel in artikel

(ur­sprüng­lich im „wahl­blog“ ver­öf­fent­licht)

un­bü­ro­kra­tisch sind sie ja, die lin­ken. blog­ger­ty­pisch, ohne an­mel­dung, ohne ah­nung, be­trat ich um 10 uhr das est­rell in ber­lin-neu­kölln um mir dort den links­par­tei.tag an­zu­schau­en. die akre­di­tie­rung be­stand aus der an­ga­be mei­ner „re­dak­ti­on“, mei­nes na­mens und mei­ner un­ter­schrift. drin. kei­ne si­cher­heits­schleu­se, kei­ne wei­te­ren kon­trol­len, da­für war das früh­stücks­buf­fet kos­ten­pf­lich­tig.

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die tisch­chen für die pres­se sind ent­we­der schon be­setzt oder mit jäck­chen, täsch­chen oder hand­tü­chern als be­setzt mar­kiert. also setz­te ich mich (hin­ten), rechts aus­sen auf ein be­su­cher­stühl­chen.

auf der büh­ne ein bi­zar­rer set­up, links das red­ner­pult rechts drei rei­hen hin­ter de­nen die wich­ti­ge­ren de­le­gier­ten wie ra­te­kan­di­da­ten in ei­ner fer­seh­show prä­sen­tiert wer­den. sehr fern­seh­ge­reccht.

im mo­ment re­det hans mod­row. an­fangs mach­te er so­gar zwei klei­ne, fre­ne­tisch auf­ge­nom­me­ne witz­chen; ir­gend­was mit ei­nem baye­ri­schen er­ho­lungs­klos­ter, in dem stoi­ber ir­gend­et­was beich­ten sol­le. jetzt zer­re­det er sich die letz­ten ver­blie­be­nen stimm­bän­der. was ihm an fes­tig­keit der stim­me fehlt, macht er mit dem blick gut. jetzt hat er den par­tei­tag er­öff­net.

uhh, so­eben er­fah­re ich, dass der par­tei­tag bis 18 uhr ge­hen soll und jetzt we­gen ei­nes an­trags noch­mal um eine hal­be stun­de ver­län­gert wird.

und jetzt be­sor­ge ich mir erst­mal ein wlan-pass­wort.

[sehr so­zia­ler preis, zwei stun­den 7,50 €]

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