alles


ix glau­be das muss auch in deutsch­land viel bes­ser raus­ge­ar­bei­tet wer­den: die lob­by­be­mü­hun­gen, be­zie­hungs­pfle­ge und ne­bel­ker­zen die die en­er­gie­kon­zer­ne in die po­li­tik pum­pen und zün­den füh­ren ge­nau zum ge­wünsch­ten ziel: po­li­ti­sche kor­rup­ti­on

(auch wenn die volks­par­tei­en sich jetzt alle — mit pa­nik im na­cken — ein biss­chen green wa­shen.)

She’s right.We all want to, & can, do our part w cli­ma­te ch­an­ge & en­vi­ron­men­tal ju­s­ti­ce.But know that just 3 in­dus­tries are re­spon­si­ble for 71% of car­bon emis­si­ons.& if you’re con­cer­ned abt mo­ney in po­li­tics, the fos­sil fuel in­dus­try is a key source of po­li­ti­cal cor­rup­ti­on. twit­ter.com/mo­ther­jo­nes/st…

Alex­an­dria Oca­sio-Cor­tez (@AOC) 05.09.2019 17:31

 


ix glau­be ja, dass es wich­tig ist, alle die da (frei­wil­lig) mit­ma­chen, kon­se­quent mit ver­ach­tung zu stra­fen, auch die, die dar­an ar­bei­ten dem drecks­blatt ein bes­se­res image zu ver­pas­sen, z.b. mit un­kri­ti­schen, men­scheln­den, em­pa­thi­schen in­ter­views/por­traits der (mit)ma­cherïn­nen.

Ich keh­re dann auch wie­der zu mei­ner be­währ­ten Tra­di­ti­on zu­rück, das Drecks­blatt nicht mal em­pört zu er­wäh­nen.

John­ny Haeus­ler (@spree­blick) 05.09.2019 13:05

 


up­date au­to­ma­ti­sche woh­nung

felix schwenzel in notiert

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statt wei­ter auf die ikea fyr­tur-, bzw. kadrilj-rol­los zu war­ten (fern­steu­er­ba­re, mo­tor­ge­trie­be­ne rol­los für ab ca. 120,00 € von ikea, de­ren aus­lie­fe­rungs­sda­tum im­mer wie­der nach hin­ten ver­schi­ben wur­de und von de­nen ers­te ex­em­pla­re jetzt auch in deut­schen ikea-ffi­lia­len auf­tau­chen), habe ich mir für 30,00 € ein ma­nu­el­les rol­lo von ikea ge­kauft. und für 44,00 € ei­nen mo­tor, in­klu­si­ve 433 mhz funk fern­be­die­nung in chi­na. macht statt 119,00 € ca. 74,00 €. der witz ist al­ler­dings, dass ich in den letz­ten ta­gen ge­merkt habe, dass ein mo­tor ei­gent­lich fast gar nicht nö­tig ist.

was aber nö­tig ist, ist eine ver­län­ge­rung der stoff­bahn — ir­gend­wann. auf dem foto sieht man die 195 cm lan­ge stoff­bahn voll aus­ge­fah­ren — es feh­len noch um die 70 zen­ti­me­ter, die wir ir­gend­wann mit ei­ner neu­en stoff­bahn nach­rüs­ten wer­den.

auch zu se­hen auf dem bild un­ser neu­er bar­code-scan­ner. den nut­ze ich um un­se­re ein­käu­fe und ver­brauch­ten pro­duk­te zu er­fas­sen, mit hil­fe von gro­cy und bar­code­bud­dy. ob sich der auf­wand ei­nes hei­mi­schen „en­ter­pri­se re­sour­ce pla­ning“ werk­zeugs in der pra­xis be­währt, wer­den die nächs­ten mo­na­te zei­gen. der scan­ner funk­tio­niert je­den­falls ta­del­los, schnell, ge­nau und bei­na­he ma­gisch. das bes­te fea­ture ist, dass je­der scan mit ei­nem su­per­markt-pieps quit­tiert wird. 


ab­ge­se­hen da­von dass ix so gut wie je­des ver­hal­ten po­ten­zi­ell selbst­ge­fähr­dend an­se­he (klet­tern, fahr­rad­fah­rern, trin­ken) könnt ix noch ne an­de­re de­fi­ni­ti­on mans­plai­nen. 
ver­hal­ten das ei­nen be­frem­det oder nicht ge­fällt als the­ra­pie­wür­dig oder krank­haft be­zeich­nen: psy­chos­plai­ning


als ich bei un­se­rer nach­ba­rin frau jo­nas se­sam­stras­se guck­te (wir hat­ten kei­nen fern­se­her) und ein kind in der se­sam­stras­se den fern­se­her von frau jo­nas von in­nen mit grü­ner far­be an­pin­sel­te. 


auch ein grund, war­um sich sehr we­ni­ge frau­en für DIY & heim­au­to­ma­ti­sie­rung in­ter­es­sie­ren, ist wahr­schein­lich der alt­her­ren­hu­mor der män­ner die sich da­mit be­schäf­ti­gen und drü­ber schrei­ben. ich muss­te die­sen ar­ti­kel hier auf­hö­ren zu le­sen und dar­über nach­den­ken …

screenshot von www.siio.de
screen­shot von www.siio.de

… ob chris bert­ko statt  …

Vor­her kannst du die Chan­ce nut­zen und even­tu­ell noch wei­te­re Din­ge ver­gra­ben, z. B. Strom­ka­bel für die Gar­ten­be­leuch­tung oder die Ex­freun­din.
Hab mich im Nach­gang wahn­sin­nig ge­är­gert das ich es nicht ge­macht habe. Also das mit den Strom­ka­beln.

… über­legt hat viel­leicht so­was zu schrei­ben:

Vor­her kannst du die Chan­ce nut­zen und even­tu­ell noch wei­te­re Din­ge ver­gra­ben, z. B. Strom­ka­bel für die Gar­ten­be­leuch­tung oder den Hund der Nach­barn.

Vor­her kannst du die Chan­ce nut­zen und even­tu­ell noch wei­te­re Din­ge ver­gra­ben, z. B. Strom­ka­bel für die Gar­ten­be­leuch­tung oder den Hams­ter der Kin­der.

die sa­che ist ja, über die miss­hand­lung von hun­den macht man im in­ter­net kei­ne wit­ze, weil man sich da­mit ga­ran­tiert und dau­er­haft bei un­ge­fähr al­len men­schen so­fort un­be­liebt macht; min­des­tens so un­be­liebt wie bei tat­säch­li­cher miss­hand­lung von hun­den. dar­über, die hams­ter der kin­der zu ver­gra­ben oder eben den nach­bars­hund, wür­de auch des­halb nie­mand wit­ze ma­chen, weil je­der, der ei­ni­ger­mas­sen bei sin­nen ist, beim schrei­ben so­fort mer­ken wür­de wie grau­sam und ge­mein das wäre. so ein witz wäre das ri­si­ko sich zum idio­ten zu ma­chen nicht wert, zu­mal der gag wahr­schein­lich so­gar für luke mock­ridge zu schlecht ge­we­sen wäre.

bei wit­zen über frau­en ist das an­ders. da muss man sich kei­ne gros­sen sor­gen ma­chen sich zum idio­ten zu ma­chen, wenn man schen­kel­klop­fend mit tö­tungs­ab­sich­ten der „ex“ spielt oder im kopf des le­sers po­ten­ziel miss­hand­lungs­phan­ta­sien an­regt. sol­che wit­ze ha­ben doch schon die va­ters­vä­ter ge­macht, macht doch je­der, selbst ma­rio barth wagt es ge­le­gent­lich bei die­sem the­ma die selbst­ge­setz­ten gren­zen zu über­schrei­ten. wird man ja wohl noch …?

es scheint tat­säch­lich noch im­mer so zu sein, dass vie­le män­ner bei wit­zen über miss­hand­lung von frau­en nach wie vor fest mit dem ver­ständ­nis der le­ser rech­nen und da­mit ein ziem­lich tief sit­zen­des struk­tu­rel­les pro­blem sicht­bar ma­chen.

und die­ses pro­blem ist nicht, dass im in­ter­net nie­mand iro­nie er­ken­nen wür­de, son­dern auch, dass frau­en, wenn sie sich von män­nern ab­wen­den (zur „ex“ wer­den) schnell un­ter das re­spekt-le­vel von hun­den und hams­tern zu rut­schen schei­nen. 


Ich habe kurz über­legt, ob ich die­sen piq mit „Ode an Maciej Ce­głow­ski“ über­schrif­ten soll, als mir dann aber ein­fiel, dass ich be­reits eine Ode an Maciej Ce­głow­ski ge­pi­qt habe.

Es ist nicht ganz ein­fach, zu er­fas­sen, was Maciej Ce­głow­ski ei­gent­lich ge­ra­de macht, ei­gent­lich be­treibt er ja ei­nen Le­se­zei­chen-Dienst, ne­ben­bei be­treibt er eine Ven­ture-Ka­pi­tal-Fir­ma (die in aus­ge­such­te Start-ups bis zu $37 Dol­lar in­ves­tiert), bloggt, hält groß­ar­ti­ge Vor­trä­ge, tritt vor Ko­mi­tees des ame­ri­ka­ni­schen Kon­gres­ses auf und twit­tert klug.

Mo­men­tan twit­tert Ce­głow­ski aus Hong­kong und die­ser ge­pi­q­te Twit­ter-Strang zeigt, dass er sich nicht nur aufs Au­gen­zeu­gen­tum be­schränkt, son­dern ne­ben der kla­ren Par­tei­nah­me für die Pro­tes­tie­ren­den auch ste­tig den Rand des Tel­lers sucht. Eine der nach­voll­zieh­ba­ren The­sen, die er hier auf­stellt, lau­tet, dass Chi­na sich ein ganz har­tes Durch­grei­fen in Hong­kong (noch) nicht leis­ten kann, weil Chi­nas Füh­rungs­eli­te Hong­kong zur Geld­wä­sche be­nö­tigt.

A fi­nal weird thing pro­tec­ting Hong Kong is the le­vel of cor­rup­ti­on in the Peo­p­les Re­pu­blic of Chi­na (PRC). I've two­ten be­fo­re that HK is China's Mt. Gox—the point of ex­ch­an­ge bet­ween Chi­ne­se mo­ney and the fi­nan­cial sys­tem. High-le­vel PRC of­fi­ci­als need Hong Kong to laun­der their loo­ted funds th­rough. So in a twis­ted way, the cor­rup­ti­on and sta­te fail­ure in Chi­na pro­tect Hong Kong (so far). China's lea­ders don't want to just crush the pro­tests, be­cau­se they need the fi­nan­cial gate­way. And they'­re too used to ab­so­lu­te power to make smart con­ces­si­ons to sa­bo­ta­ge the pro­tests.

Wem Twit­ter zu frag­men­tiert und wirr ist, hier hat Ce­głow­ski vor et­was über ei­ner Wo­che sei­ne Ein­drü­cke zu den Pro­tes­ten in Hong­kong zu­sam­men­ge­fasst: A Walk in Hong Kong. Un­be­dingt le­sens­wert.


bet­ter, not stran­ger things

felix schwenzel in gesehen

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es gibt vie­le se­ri­en, die die bei­fah­rein liebt und die ich nicht er­tra­ge. und um­ge­kehrt. auch des­halb schau­en wir ge­trennt fern­se­hen. von bet­ter things war die bei­fah­re­rin al­ler­dings so be­geis­tert, dass sie mich qua­si dazu zwang die se­rie auch an­zu­se­hen, nach­dem sie drei staf­feln in we­ni­gen ta­gen ein­ge­at­met hat­te (nach­dem ihr die se­rie von ste­fan nig­ge­mei­er und sa­rah kutt­ner emp­foh­len wur­de).

tat­säch­lich hat die se­rie vie­le ele­me­te die ich sehr schät­ze: jede fol­ge ist kurz und funk­tio­niert für sich selbst, es gibt aber ei­ni­ge rote fä­den die sich durch die staf­feln zie­hen. die se­rie be­han­delt pro­ble­me und ist teil­wei­se dra­ma­tisch, aber kei­ne fol­ge en­det mit ei­nem schlech­ten ge­fühl. die se­rie er­klärt nichts, kei­ne gags, kei­ne an­deu­tun­gen oder re­fe­ren­zen, sie er­klärt noch nicht mal was ge­ra­de pas­siert. sie zeigt es ein­fach und wenn man das was pas­siert, ei­nen gag, eine an­deu­tung nicht ver­steht, dann ist das ok, weil gleich wie­der was pas­siert. so wie in je­der­manns und je­der­fraus all­tag.

die se­rie hat kei­nen sound­track, aber ab und zu spielt mu­sik. die se­rie hat ei­nen vor­spann, manch­mal wird der tat­säch­lich auch am an­fang ge­zeigt, meis­tens mit­ten­drin.

um ein haar habe ich die se­rie nicht an­ge­fan­gen zu se­hen, weil nicht we­ni­ge die se­rie mit lou­is cks lou­ie ver­glei­chen und die haupt­dar­stel­le­rin und pro­du­zen­tin der se­rie mit lou­is ck be­freun­det ist. die imdb lis­tet lou­is ck auch tat­säch­lich als co-pro­du­zen­ten auf, aber das merkt man zum glück nicht.

statt mit lou­is ck wür­de ich die se­rie am ehes­ten mit frasier ver­glei­chen. der mi­ni­mal­si­mus, die bril­li­an­ten dreh­bü­cher, aber vor al­lem die men­schen­freund­lich­keit der se­rie set­zen in den neun­zi­gern mas­stä­be. auch den au­toren von frasier war es egal, wenn nicht alle ei­nen gag oder eine an­deu­tung ver­stan­den — und auch wenn hin und wie­der gags aus­ge­walzt wur­den, war die se­rie ge­spickt mit an­deu­tun­gen und ver­steck­ten re­fe­ren­zen. aber vor al­lem fand man in frasier im­mer je­man­den, mit dem man sich iden­ti­fi­zie­ren konn­te. die se­rie, die ge­schich­ten, die pro­ble­me und si­tua­tio­nen wa­ren nah­bar, nach­voll­zieh­bar, echt und auf eine art au­then­tisch.

bet­ter things trans­for­miert das gute von frasier aus den 90ern ins jetzt, lässt das pu­bli­kum weg, ver­zich­tet aufs ko­mö­di­an­ti­sche (aber nicht den witz) und kon­zen­triert sich auf das ver­dich­ten von all­tag.

und ge­nau dar­um geht es in bet­ter things: all­tag. der ver­dich­te­te all­tag von sam fox, der mög­li­cher­wei­se au­to­bio­gra­fi­sche ele­men­te aus dem le­ben von pa­me­la ad­lon ent­hält, was aber wie­der­um völ­lig egal ist, weil die­ser all­tag eben nah­bar, nach­voll­zieh­bar, iden­ti­fi­zier­bar ist. die we­nigs­ten men­schen ar­bei­ten in hol­ly­wood als mit­tel­er­folg­rei­che schau­spie­lerïn, nicht alle men­schen ha­ben drei töch­ter und er­zie­hen die al­lei­ne, aber je­der schei­tert hin und wie­der an sei­nen an­sprü­chen und ver­sucht im all­tag das bes­te draus zu ma­chen und da­bei mög­lichst ein biss­chen spass zu ha­ben.

weil die­ser all­tag durch die bril­li­an­te, un­prä­ten­tiö­se und zei­ge­fin­ger­lo­se er­zähl­wei­se ver­dich­tet ist und die­sen ge­scrip­te­ten all­tag nach sub­ti­len gags und ab­sur­di­tä­ten ab­klopft, macht das zu­se­hen wirk­lich spass. weil das al­les zu­tiefst menschklich, men­schen­freund­lich, ohne häme, nur mit ge­le­gent­li­cher self-de­pre­cia­ti­on und gags auf ei­ge­ne kos­ten, nie mit bos­haf­tig­keit oder sar­kas­mus er­zählt wird, macht die se­rie süch­tig.

in deutsch­land fin­det die se­rie auf ma­gen­ta tv statt, fin­det also qua­si nicht statt. bei ama­zon kann man die staf­fel 1 für 10,00 €, staf­fel 2 für 20,00 € und staf­fel 3 nicht kau­fen. das ist furcht­bar scha­de, ab­ner ich kann je­dem se­ri­en­jun­kie emp­feh­len die se­rie für sich per­sön­lich statt­fin­den zu las­sen und sich zu­gang zur se­rie zu ver­schaf­fen. weil es spass macht, weil es er­hellt und froh macht.

die­ser aus­schnitt ist nicht ex­em­pla­risch, wie üb­ri­gens nichts an bet­ter things ex­em­pla­risch oder ste­reo­typ ist, aber er zeigt wie die se­rie funk­tio­niert: sie spielt mit kli­schees und ste­reo­ty­pen und bricht sie auf über­ra­schend fri­sche und nah­ba­re wei­se (und manch­mal walzt sie be­stimm­te gags auch aus).

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letz­ter punkt der mich be­geis­tert: das en­sem­ble. nicht nur die be­setzng der fi­gu­ren ist bri­li­ant, die fi­gu­ren sind auch wun­der­bar in sich. selbst die lang­wei­li­gen rol­len ha­ben tie­fe und au­then­ti­zi­tät.

der ent­schei­den­de an­stoss, die se­rie dann tat­säch­lich an­zu­fan­gen zu gu­cken, war üb­ri­gens ein auf­ritt von pa­me­la ad­lon bei jim­my kim­mel in die­sem jahr. die­ser aus­schnitt ist vom letz­ten jahr, aber ich hof­fe er über­zeugt ganz vie­le die se­ri­en zu gu­cken, egal wie und kos­te es was es wol­le.

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neu­er, lei­ser wlan-ven­ti­la­tor aus chi­na

felix schwenzel in artikel

wir brauch­ten ei­nen neu­en ven­ti­la­tor, weil die som­mer zu heiss ge­wor­den sind und mir der alte ven­ti­la­tor zu laut und der bei­fah­re­rin zu en­er­gie-fres­send wur­de. das an­ge­bot im som­mer in deutsch­land ist ent­täu­schend. bil­li­ger mist, für den man viel geld zah­len soll. kei­ne ver­net­zungs­fä­hig­kei­ten oder fern­steue­run­gen der ven­ti­la­to­ren im preis­seg­ment un­ter 1000 euro.

also, nach lan­gem hin und her, habe ich mir ei­nen ven­ti­la­tor in chi­na be­stellt, für 77,00 € ohne zu­sätz­li­che ver­sand­kos­ten. heu­te kam der ven­ti­la­tor an, er wur­de aus eng­land ge­lie­fert.

der zu­sam­men­bau war wie bei ikea: nicht ganz tri­vi­al, aber gut er­klärt und sau­ber und ver­ständ­lich ab­ge­pack­te ein­zel­tei­le. der ven­ti­la­tor lässt sich mit ein paar knöp­fen be­die­nen und über­zeug­te auch die bei­fah­re­rin, die fürche­te, dass er nicht gut ge­nug wind ma­chen kön­ne. der di­rek­te ver­gleich über­zeug­te sie: der alte bläst ge­nau wie der neue in ei­nem ziem­lich en­gen strahl, aber bei­de bla­sen gleich stark, ob­wohl der alte grös­ser und lau­ter ist.

mit der mi-app las­sen sich nach dem ver­bin­den des ven­ti­la­tors mit dem wlan ein paar mehr fea­tures am ven­ti­la­tor be­die­nen: man kann den win­kel, in dem er ozil­liert ein­stel­len (in schrit­ten von 140° bis 30°), man kann ei­nen „na­tür­li­chen wind“-mo­dus ein­schal­ten, in dem der ven­ti­la­tor auch auf höchs­ter stu­fe nur lei­se und we­nig bläst, bis auf manch­mal, wenn er eine oder zwei leich­te böen si­mu­liert. sehr an­ge­nehm, sehr ver­spielt. eine ti­mer-funk­ti­on ist über die app, aber auch die tas­ten am ven­ti­la­tor be­dien­bar.

in der fritz­box mel­de­te sich der ven­ti­la­tor als „ESP-5AB785“ an, xiao­mi/mi hat hier also ei­nen esp8266 ver­baut. spä­ter, so­bald ich das zu­gangs­to­ken aus ei­nem ipho­ne-back­up ex­tra­hiert habe, über­las­se ich die steue­rung und fern­be­die­nung home-as­sistant, mit die­ser kom­po­nen­te.

in der fritz­box habe ich dem wlan-ven­ti­la­tor al­ler­dings gleich den in­ter­net­zu­gang ge­sperrt. die chi­ne­si­sche firm­ware muss ja nicht un­be­dingt nach hau­se te­le­fo­nie­ren.

ich bin jetzt schon sehr glück­lich mit dem teil. die fei­ne jus­tier­bar­keit der wind­stär­ke, der wind-si­mu­la­ti­ons­mo­dus, die bei­na­he un­be­merk­ba­re ge­räusch­ent­wick­lung, die wlan-fä­hig­keit und (hof­fent­lich) pro­blem­lo­se lo­ka­le steu­er­bar­keit ohne app, per wlan. der ven­ti­la­tor ist zwar zum gros­sen teil aus plas­tik ge­fer­tigt, mit ein biss­chen me­tal im fuss­be­reich, der stan­ge und im mo­tor­be­reich, wirkt aber trotz­dem, wie alle an­de­ren xiao­mi-pro­duk­te die ich bis­her ge­kauft habe, ziem­lich so­li­de und fein und ge­nau ge­ar­bei­tet.


die in­te­gra­ti­on in home-as­sistant war ein (klei­nes) biss­chen fum­me­lig, weil das mo­del (dma­ker.fan.p5) noch nicht von der kom­po­nen­te un­ter­stützt wird. aber weil der git­hub-nut­zer bie­niu die kom­po­nen­te an­ge­passt hat, geht’s.

da­mit konn­te ich den ven­ti­la­tor in die haus-au­to­ma­ti­sie­rung in­te­grie­ren, snips sa­gen, dass sie den ven­ti­la­tor für x mi­nu­ten oder stun­den an­stel­len soll, den ven­ti­la­tor aus­schal­ten wenn das zim­mer leer ist oder den ven­ti­la­tor, wenns sein muss, über ho­me­kit oder das steue­rungs-da­sh­board-ta­blet im zim­mer steu­ern.

die bei­fah­re­rin legt wert dar­auf zu ver­mer­ken, dass sie ei­nen punkt­ab­zug ver­gibt, weil der ven­ti­la­tor so nied­rig ist und sich nicht mit der stan­ge wei­ter hoch stel­len kann. ich hin­ge­gen möch­te ger­ne mehr als die vol­le punkt­zahl ver­ge­ben: ich bin sehr zu­frie­den. die letz­te chan­ce, dass der ven­ti­la­tor jetzt noch ei­ni­ge mei­ner sym­pa­thie-punk­te ver­liert wäre der strom­ver­brauch. den mes­sen wir dem­nächst.


eben den strom­ver­brauch ge­mes­sen, der ven­ti­la­tor braucht, wie vom her­stel­ler an­ge­ge­ben, auf der ni­drigs­ten stu­fe un­ter 2 watt und auf der höchs­ten ca. 5 watt. wenn der „nat­pr­li­che wind­mo­dus“ ak­ti­viert ist, also die stär­ke va­riert, schwankt der ver­brauch auf höchs­ter stu­fe zwi­schen 2 und 5 watt. das ist ziem­lich be­ein­dru­ckend, wenn man be­denkt, dass das alte me­tall­mons­ter wohl gut das zehn­fa­che ver­braucht hat.


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i’m al­ways glad to give some un­so­li­ci­ted ad­vice: so here you go.

as you pro­ba­b­ly know, the more sen­sors you can use to gather data, the bet­ter. be­ing able to compa­re sen­sor data, cal­cu­la­ting del­ta va­lues and com­pa­ring them is re­al­ly hel­pful in de­ter­mi­ning con­di­ti­ons like clou­di­ness, or light in­ten­si­ty. i’m using an out­side sen­sor board that me­a­su­ress tem­pe­ra­tu­re, lu­mi­no­si­ty and air pres­su­re on the bal­c­o­ny, that is part­ly ex­po­sed to di­rect sun­light. this of cour­se mes­ses up the tem­pe­ra­tu­re re­a­dings, sin­ce the tem­pe­ra­tu­re can go up to over 40° or 60° C. but sin­ce i also have a ther­mo­me­ter in the ba­ck­yard, that is never ex­po­sed to di­rect sun­light or even wind, the bal­c­o­ny tem­pe­ra­tu­re sen­sor acts as a pret­ty good in­di­ca­tor of sun­light in­ten­si­ty, which i can ve­ri­fy or ca­li­bra­te with the lu­mi­no­si­ty sen­sor re­a­dings. ac­tual­ly i’m using this data to de­ter­mi­ne how much wa­ter gets drip­ped to the bal­c­o­ny plants by my con­nec­ted wa­te­ring sys­tem.

the out­side lu­mi­no­si­ty sen­sor is of cour­se com­bi­ned with an in­si­de lu­mi­no­si­ty sen­sor, which also helps ca­li­bra­ting the out­side sen­sors.

it’s also ama­zing how much the wea­ther data from dark sky, that ho­me­as­sistant queries every 30 mi­nu­tes, is off the ac­tu­al me­a­su­re­ments. it’s pro­ba­b­ly due to the fact, that my out­side wea­ther sen­sors are clo­se to buil­dings, which re­du­ces the am­pli­tu­de.

temperatur = dark sky, innentemperatur = ø inside temperature
tem­pe­ra­tur = dark sky, in­nen­tem­pe­ra­tur = ø in­si­de tem­pe­ra­tu­re

btw: have you had a look at my­sen­sors? i’m strug­ge­ling al­ways with over­c­row­ded wifi fre­quen­ci­es and try to re­du­ce esp8266 or ra­spi wifi usa­ge as much as i can. my­sen­sors also uses 2,4 ghz band­widths, but has a much smal­ler rx/tx foot­print and works re­al­ly re­lia­bly. the only down­si­de is that you al­ways have to wire a ra­dio to an ar­dui­no (or esp8266). this ef­fort can be re­du­ced by a gre­at deal, by using the­se RF-na­nos that re­al­ly work gre­at. 



Ich be­kom­me im­mer Kopf­schmer­zen, wenn ich pseu­do­in­tel­lek­tu­el­le, fort­schritts­pes­si­mis­ti­sche, Ent­halt­sam­keit pre­di­gen­de, ge­schichts­ver­ges­se­ne, pau­scha­li­sie­ren­de und Pa­thos trop­fen­de Ge­sin­nungs­auf­sät­ze lese, wie jüngst die­se For­de­rung nach ei­nem „Le­ben nach dem In­ter­net“ von Anna Mil­ler:

Das di­gi­ta­le Le­ben macht uns krank und wir wis­sen das. Wir müs­sen es be­en­den!

Über dem Ar­ti­kel steht „Di­gi­tal De­tox“, da­bei for­dert der An­rei­ßer­text Di­gi­tal Sui­ci­de.

Na­tür­lich ha­ben wir beim Kul­tur­wan­del im­mer Ad­ap­ti­ons­schmer­zen, teils mas­si­ve, in­di­vi­du­ell und ge­sell­schaft­lich. Wan­del ge­hört zum Le­ben, so wie lass-das-bes­ser-sein-Tex­te, wie der von Anna Mil­ler, zur Mensch­heits­ge­schich­te ge­hö­ren. Die­se Tex­te trop­fen bei je­dem Kul­tur­wan­del aus ich-fands-vor­her-bes­ser-Men­schen, bei der Ein­füh­rung des Buch­drucks, bei der Po­pu­la­ri­sie­rung von Ro­ma­nen, bei der Ein­füh­rung der Ei­sen­bah­nen, dem Film, dem Ton­film, beim Auf­kom­men von Te­le­spie­len, Heim­com­pu­tern, Vi­deo­re­cor­dern oder der Ver­net­zung. Je­der Wan­del wird im­mer wie­der von Ober­che­cker-Chö­ren be­glei­tet, die ihn für Krank­heit, Ver­ein­sa­mung, Ver­dum­mung oder Ver­ro­hung ver­ant­wort­lich ma­chen.

Statt zu for­dern das „di­gi­ta­le Le­ben“, die Pu­ber­tät oder ir­gend­ei­nen an­de­ren Wan­del zu be­en­den, weil er Frik­ti­on, Schmer­zen, Streit oder Stress ver­ur­sacht, bin ich eher ein Freund des Ver­ar­bei­tens. Wan­del muss aber nicht nur müh­sam ver­ar­bei­tet wer­den (ge­sell­schaft­lich wie in­di­vi­du­ell), son­dern auch stän­dig eva­lu­iert und im bes­ten Fal­le auch mit­ge­stal­tet wer­den. Beim Eva­lu­ie­ren, beim Be­wer­ten des Wan­dels, kon­zen­trie­ren wir uns ger­ne auf die Nach­tei­le, die we­ni­ger vor­teil­haf­ten Ent­wick­lun­gen, die der Wan­del na­tür­lich auch mit sich bringt. Wir nei­gen dazu die Ver­gan­gen­heit zu idea­li­sie­ren, ir­gend­wie das alte Neue dem neu­en Neu­en über­le­gen an­zu­se­hen.

Wie tief­grei­fend Fort­schritt und Wan­del un­ser Le­ben in­ner­halb von we­ni­gen hun­dert Jah­ren zum Po­si­ti­ven ver­än­dern kann, ver­ges­sen wir vor lau­ter All­tags- und Welt­schmerz im­mer wie­der. Bei der Er­in­ne­rung half mir die­ses Vi­deo von Jon Town­send, der zeigt, wie irre um­ständ­lich Ko­chen in der ver­meint­lich „gu­ten al­ten Zeit“ war. Wie um­ständ­lich, an­stren­gend, ge­sund­heits­ge­fähr­dend ko­chen noch vor ei­ner Wei­le war, wie lu­xu­ri­ös selbst die ein­fachs­te Kü­che heut­zu­ta­ge im Ver­gleich zu ei­ner Schloss-Kü­che vor ein paar hun­dert Jah­ren ist, dar­an den­ken wir gar nicht, wenn wir un­se­re Was­ser­häh­ne auf­dre­hen (statt Was­ser zu schlep­pen) oder Hit­ze per Knopf­druck er­zeu­gen (statt zu ko­keln). Umso wich­ti­ger und hilf­rei­cher, wenn sol­che Vi­de­os wie die auf Town­sends You­tube-Ka­nal uns das un­ter­halt­sam vor­füh­ren.

Wir soll­ten we­der den Fort­schritt idea­li­sie­ren noch die Ver­gan­gen­heit. Bei­de ver­die­nen un­se­ren kri­ti­schen Blick, aber eben auch un­se­ren wohl­wol­len­den Blick.

Die­sen wohl­wol­len­den Blick auf die Ge­gen­wart zu ler­nen, sich zu er­in­nern wel­che re­vo­lu­tio­nä­ren Ver­än­de­run­gen Tech­no­lo­gie und Fort­schritt im Haus­halt und All­tag — und folg­lich auch ge­sell­schaft­lich ver­ur­sa­chen — da­bei hilft die­ses Vi­deo über das Ko­chen vor 300 Jah­ren, aber auch, zum Bei­spiel, Hans Ro­se­lings groß­ar­ti­ge Wür­di­gung der Wasch­ma­schi­ne. Für die Di­gi­ta­li­sie­rung, Ver­net­zung und all die an­de­ren Fort­schritts­di­lem­ma­ta, mit de­nen wir uns der­zeit be­schäf­ti­gen, müs­sen wir die wirk­lich po­si­ti­ven, fort­schritt­li­chen Aspek­te selbst aus dem Rau­schen der Fort­schritts­skep­ti­ker, Heul­su­sen und dem eu­pho­ri­schen Ge­schrei der Mar­ke­ting und PR-Men­schen aus­fil­tern.

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in den letz­ten ta­gen mal flei­scher­sät­ze von lidl pro­biert, un­ter an­de­rem „next ge­ne­ra­ti­on“ bur­ger. es gab kei­nen grund zur kla­ge.