meine palästinensischen Kollegen pochen übrigens darauf, dass Rauchen eine Form von Protest und Widerstand ist - immerhin verbrenne man ja amerikanische Produkte.
Michael Glos (Bundesminister für Wirtschaft und Technologie) hat für sein Eingeständnis, vom Internet keine Ahnung zu haben, viel Kritik geerntet. Doch wie sich jetzt herausstellt, war Glos nur der Anfang!
„Zusammenzählen, Malnehmen, ach Gott, da könnense mich jagen mit!“ (Peer Steinbrück, Bundesminister der Finanzen)
ausserdem eine hübsche eloge von stefan niggemeier auf jürgen von der lippe anlässlich seines zweiten grimmepreises (von von der lippe, nicht niggemeier). komischerweise las ix da nix davon, dass stefan in der grimmepreis-jury sass und am ende auch für ihn gestimmt hat. hat wahrscheinlich der typ der in der fas die bildunterschriften macht rausgestrichen. transparenz wird heutzutage ja eh nur noch bei blogs und call-in-fernsehen gefordert. ne olle qualitätsjournalistisch etablierte tante wie die fas braucht sowas nicht. irritiert nur die leser.
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ich tat also wie mir geheissen und gab die url meines lieblingsblogs in meinen handybrowser ein. aber was sah ich da? keine spur vom cio-blog. komisch. nix zu entdecken. was habe ich falsch gemacht?
packend. erschütternd. moni über homeland security und warum bürokratie meiner meinung nach mindestens genauso menschenverachtend wie terrorismus ist.
Gute Bücher werden sowieso eher aus dem Gefühl der Ungewissheit geschrieben als der Gewissheit des Besserwissens.
ich möchte hinzufügen, das gilt auch für kolumnen, blogs, bzw. ins internet geschriebenes. es heisst übrigens „das blog“. mit gewissheit.
auf dem weg nach leipzig habe ix mit sascha lobo im zug hinter günter grass gesessen. sascha hat das höflich paparazziert. jedes wort ist wahr, ich würde noch hinzufügen, dass sein hinterkopf erstaunlich klein ist (der von grass, nicht der von lobo). es wirkt beinahe so, als sei sein massives, breitbackiges gesicht an ein puppenköpchen geflanscht. im taxi von bahnhof zum hotel liefen gleich zwei radios. ein transistorradio vorne beim taxifahrer auf dem amaturenbrett auf dem RTL RADIO lief und das normale autoradio aus dessen fondlautsprechern deutschlandradio plärrte.
das hotelzimmer lag direkt an der strasse und das geschlossene fenster produzierte eine lärmkulisse als ob es offen stünde. wlan kostete fünf euro für zwei stunden, funktionierte aber 4 stunden lang. heute früh um 8 wachte ich auf, weil mich die sonne durch die vorhänge blendete und irgendein bayer bei mir im zimmer anrief und fragte: „mardin?“. ich so: „falsch.“
im badezimmer waren zwei seifenspender mit rosa seife drin, einer neben dem waschbecken, einer in der dusche. die zeiten der kleinen plastikfläschen scheinen vorüber zu sein. was ich mich allerdings frage, bin ich der einzige der diesem starken innerem drang widerstehen muss um nicht in diese seifenspender reinzupinkeln? oder andersrumgefragt, benutzt irgendein vernünftiger mensch die seife aus diesen seifenspendern?
thomas gigold hat schon alles zusammengefasst und verlinkt, turi hat das schon gelobt, guido von der heldenstadt scheint den ehrgeiz zu haben alle die über die lesung berichten zu verlinken (?) — was bleibt mir da noch?
ich könnte meiner verwunderung ausdruck verleihen, dass thomas gigold auf den lesungsfotos bei allen die klopapierrollen weggeschnitten hat, nur bei mir nicht. die rollen standen ja bei jedem als deko auf dem tisch. aber passt schon, meine beiden geschichten (1,2) handelten ja vor allem enddarm-themen.
soweit ich weiss wird es wieder einen salami-podcast geben, also einen häppchenweise veröffentlichten podcast beim handelsblatt.
heute habe ix die erste (und letzte?) ausgabe des betamagazins bekommen. 18 euro hat mich das inklusive porto gekostet.
das prinzip ist einfach: „wir gehen offline“. die meisten beiträge sind online nicht verfügbar, andere waren ursprünglich mal online und sind einfach mal offline gedruckt worden.
der erste eindruck: hochwertiger druck, ja, aber viele seiten sehen verschmutzt aus. der witz ist offenbar das paradoxe daran: online-artikel offline publizieren, den hochwertigen druck durch gephotoshoppte fusel, knicke, ausgewaschene farben und fusel persiflieren.
gelesen habe ich bisher nur mark pohlmanns elege auf stephan uhrenbacher von qype. der artikel hat mir gefallen, saubere, geerdete pr mit den disclaimern im text und nicht in der fussnote.
Ganz grauenhaft ist und bleibt wirres.net. Dafür, dass Herr Schwenzel mittlerweile von der WAZ-Gruppe zum Online-Experten ausgerufen wurde, erschließt sich mir auch bei intensivstem Quälen meiner Augen mit dem durchgängig klein und häufig falsch geschriebenen Zeug, welches er als Artikel bezeichnen würde, keine Begründung und zwar gar keine.
Felix Schwenzel ist 36 Jahre alt, arbeitet als Web-Entwickler, leidet unter milder Adipositas und kotzt täglich unter der Adresse wirres.net ins Internet.
Felix Schwenzel [ist] kein Ausserirdischer, kein Tier und auch nicht arrogant […]: Er verspeist Butterbrote während Futura Bold-Veranstaltungen!
Felix Schwenzel hat es geschafft und wird von Hal Faber bei Heise Online in einem Atemzug mit William Burroughs und Jean Baudrillard genannt.
Die Leute, die kackende Hunde im Logo führen, schaffen nämlich leider auch nur dementsprechende Werke: die Schöpfungshöhe dieser Werke genügt vielleicht gerade mal für eine Abmahnung und/oder Gegendarstellung.
daphne moon, irgendwann in staffel 1 von frasier:
i learned a long time ago, there are three questions you never answer honestly: how old do i look, do you like my hair and was it good for you too?
und falls es jemanden interessiert: ich habe alle staffeln geguckt.
komisches dings, diese readers edition. in den faqs steht unter anderem:
3. Welche Fotos darf ich verwenden?
Sie dürfen grundsätzlich nur Fotos verwenden, für die Sie selbst Urheberrechte besitzen - oder die ausdrücklich für die Nutzung freigegeben sind. Dies ist zum Beispiel bei Pressefotos von Firmen der Fall. Auch Screenshots von Websites dürfen sie einstellen - solange Sie diese selbst angefertigt haben.
Ebenfalls verwenden dürfen Sie Fotos, die in der Netzeitung veröffentlicht wurden. Für diese besitzt die Netzeitung die Rechte.
ok. sechs monate nach dem ersten und einem halben hat man sich seine eigenen faqs diesbezüglich mal zu herzen genommen. weiter heisst es:
4. Werde ich für meine Artikel bezahlt?
Nein. Weil die Readers Edition für Leser und Autoren kostenlos ist und die Netzeitung durch Sponsorenverträge derzeit die Server- und Personalkosten trägt.
das scheint allerdings nur für „bürger“ oder „reader“ zu gelten. für renomierte (hüstel) journalisten gelten offenbar andere regeln. peter2 bekommt kohle von der readers edition für sein interview mit robert basic.
ich versteh das konzept nicht. echt. aber ich schlage einen neuen namen vor: widersprüchliche ausgabe.