berlin mitte, dort steht seit ein paar monaten die neue „hauptstadtrepräsentanz“ von SAP. an der fassade sind zum „bürgersteig“ hin metallplatten mit kleinen löchern angebracht. die aufschrift lautet: „microphone - speak here“.
warum? wozu? versucht man hier, ähnlich wie carsten van rhyssen, die „berliner schnauze“ einzufangen? wer soll da rein sprechen? wer antwortet? ist das innovativ?
tom hat mir eben erzählt, das „zum zum“ in der bolzstrasse in stuttgart mache heute abend zu. der imbiss war hygienisch stark umstritten, aber die bedienung und die currywurst mit jägersosse waren legendär.
angeblich ist auch lediglich ein gast zu tode gekommen, vor ort an einer wurst erstickt. „aber nur einer“ wie die wirtin stets betonte.
eben beim plus; der typ mit den schmutzigen fingernägeln und blut im gesicht bedeutet der kassiererin ihm das geld nicht in die hand zu geben, sondern auf das dafür vorgesehene plastik-teil. den kassenzettel will er danach auch haben, zögert aber leicht, als er überlegt wie er ihn der kassiererin berührungsfrei wegschnappen kann. keine ahnung ob er irgendwie religiös indoktriniert war und sie als „unrein“ ansah oder der „billigwillich“-kassiererin den kontakt mit schmudelligen fingern ersparen wollte.
die eine kassiererin im „spätkauf“ pappelallee/stargarder will auch jeden körperkontakt vermeiden. sie lässt einem das wechselgeld immer aus 10-20 cm entfernung in die hand fallen. dafür wünscht sie einem immer ganz kontextsensitiv nen schönen abend, wochenende oder sonntach.
die formulierungsschwachmaten von macnews haben mal wieder so doll zugeschlagen, dass ich ihnen doch nocheinmal aufmerksamkeit geschenkt habe (wer liest das eigentlich noch? es gibt doch alternativen, mit kompetenz und formulierungsgabe: it&w, fsck, macguardians, etcpp).
die dummy fasst das von vetternwirtschaft und bigotterie geprägte, oft persönlichkeitsverletzende schaffen von bild-„zeitungs“ chefredakteur kai diekmann zusammen. fazit: die bild unter kai diekmann ist wieder ein fall für günther wallraff geworden.dummy:
denn die bild verstösst immer noch notorisch gegen die bestimmungen des persönlichkeitsrechts [...].
im kern sei die bild-„zeitung“ ein entsetzliches, menschenverachtendes blatt zitiert dummy die frankfurter allgemeine sonntagszeitung. axel springer wird auch zitiert, er hätte wie ein hund gelitten, wenn er die bild-„zeitung“ gelesen habe.
der dummy-artikel hat aber immerhin ein happy end: unter chefredakteur dieckamnn ist nicht nur das niveau, auch die auflage der bild auf einen historischen tiefstand gesunken, von 4,25 millionen (als diekmann 2001 chefredakteur wurde) auf mittlerweile 3,81 millionen.
anke engelke sagt in der zeit, dieter bohlen kommt nicht zu ihr in die show. quasi:
Wir haben eine sehr, sehr kluge Definition gefunden fuer Menschen, die wir nicht einladen: Arschloecher.
später im interview relativiert sie:
Harald Schmidt hat gesagt: Irgendwann musst du alle einladen.
ausserem verät sie mit welcher deutschen journalistin englische zeitungen gerhard schröder eine affäre angedichtet haben. irre. schröder hatte seinerzeit dagegen geklagt das deutsche zeitungen diese behauptung drucken dürfen, sie plappert einfach drauflos, sagt „maischberger“ und es steht schwarz auf grau in der zeit.
Für Lispler und Lateinunkundige wird es jetzt noch härter werden. Wenn sie ab heute am Kiosk ihres Vertrauens nach "Cicero" fragen, dem neuen Monatsmagazin "für politische Kultur" des Schweizer Ringier-Verlags, dann fällt die korrekte Aussprache doppelt schwer.
heute früh kam ein besucher über gw22.nrw.de auf wirres.net - irgendeine behörde, whatever. geil war die agent information, also der string mit den jeder brauser seine softwareversion und hersteller an den webserver übermittelt. behördenrechner in nrw wird das ausgetrieben und stattdessen identifizieren sie sich in bestem dönerbudendeutsch:
Heute früh schlug eine Rakete im sechsten Stockwerk des Sheraton Bagdad ein. Verletzt wurde gottlob niemand. Das Hotel gilt als bevorzugte Bleibe ausländischer Geschäftsleute und Journalisten.
So was Ähnliches ist mir vorigen Mai auch im Berliner Four Seasons passiert. Allerdings stellte sich später heraus, dass es das Berliner Bier vom Vorabend war.
der amerikanische „american idol“ juror simon cowell hat während der sendung seinen kopf mit dem mittelfinger abgestützt. das führte zu erhitzten debatten ob man sowas senden könne.
es wurde gesendet, im nachhinein bereut man es aber offenbar, berichtet der drugde report.
The top FOX source says flipping the middle finger would not conform to the network's decency standards.
raab in gefahr. nachdem saban sat1 kaufte ging harald schmidt. wenn er jetzt viva kauft, geht dann stefan raab? (brainpool/tvtotal sind tochterunternehmen von viva)
ich bin in den letzten tagen ein paar mal an der neuen niederländischen botschaft (von rem koolhaas) vorbeigefahren. faszinierend: die niederländischen polizisten (und -innen) sehen überaus freundlich aus. keine maschinengewehrtragenden, lustlosen beigehosen. die botschaft ist zwar zur strasse hin abgesperrt, aber die wächter bringen einen fast dazu im vorbeifahren die hand zu heben und „moin“ zu rufen. vielleicht liegts daran, dass sie keine mützen tragen?
schlimm dagegen der vorgarten der botschaft zur spree hin. der besteht aus rollrasen auf den tulpen (!) und diese dingsblumen gesteckt wurden. sieht aus wie bei den teletubies. unwirklich irgendwie, naturidentisch, spooky.