hat diese staffel denn nie ein ende? die geschichte mit antonio zieht sich schon seit vier oder fünf folgen, die szenen zwischen will und adelaide sind unerträglich und den cliffhanger am ende glaub ich erst, wenn ich die nächste folge gesehen habe (was ja der sinn von cliffhangern ist). weil die geschichte mit faith und grace aber wieder an die alten will-trent-stärken anknüpft, vier sterne.
was für eine gequirlte kacke. pathetische, illustrierte männlichkeitsphantasien, sinnlose gewalt, unlogische, vorhersehbare, weit hergeholte story. die einzige leistung dieses films scheint mir zu sein, dass man es geschafft hat teile der originalbesetzung nochmal vor die kamera zu locken um schöne bewegte bilder zu produzieren. mir hätten dann auch ein paar dieser schönen bilder in einer powerpoint-präsentation gereicht.
das frage ich mich schon langem, warum lässt man den alten, müden ed baldwin nicht einfach sterben? seine beiträge zur entwicklung der story könnte man doch auch frischen charakeren überlassen? in dieser folge wurd emein wunsch und der der maskenbildnerin endlich erhört. ansonsten ist nichts spannendes passiert. wie kann so eine ambitionierte serie so langweilig und ideenlos werden?
ich hatte mir vorgenommen die staffel bis zum ende durchzustehen, aber nach drei folgen hab ich schon keinen bock mehr. eine folge nocht. wenn die mich auch langweilt …
weiterhin wahnsinnig langweilig und mir fällt auf, dass nicht nur die maske wahnsinnig billig wirkt, sondern auch alle kulissen. das hat alles so einen star trek staffel 1 vibe, ohne die nostalgik. die story entwickelt sich schleppend, alles, vor allem das schauspiel ist irre hölzern.
auf eine art ein happy end, aber leider mit einer dicken schicht mystery-mayonnaise. trotzdem mochte ich die tatsache, dass die ersten prototypen eines quantencomputers, die man im laufe dieser folge in einem rückblick sah, tatsächlich so aussahen wie einer der ersten prototypen eines quantencomputers von IBM, den man unter anderem in diesem video sieht oder hier.
auch wenn zum ende hin alles ein bisschen ins hanebüchene und pathetische abdriftete, habe ich das gerne gesehen. trotzdem kann ich mich mit ein bisschen abstand vielleicht sogar auf die hanebüchene idee, die die serie zum ende hin andeutet, einlassen. weil das bedeutet, dass die dritte staffel dann ganz anders als die erste und zweite wird. und das muss ja nicht unbedingt schlecht sein.
na gut, es sterben doch nicht so viele lieblingsfiguren in paradise wie in game of thrones, da hab ich mich dramaturgisch in die irre leiten lassen („she was taken from me“). und die handlung wird vorhersehbarer, je mehr das drehbuch auf die action-tube drückt. ausserdem schleichen sich langsam hier und da mystery elemente in die serie, von denen ich noch nicht sicher bin ob sie mir gefallen werden. ansonsten manövriert die serie aber ganz gut durch spannungsbögen und erwartungshaltungen. trotzdem schade, dass auch hier das alte hollywood- oder james-bond-rezept durchscheint, dass es zum dramaturgischen höhepunkt immer um die rettung der welt gehen muss, statt einfach nur um ein paar komplizierte moralische konflikte. was schade ist, weil die erste staffel einfach geerdet blieb und die zwaite zum staffelende jetzt doch ein bisschen abhebt.
ach ja, the final countdown wird auch nicht besser, wenn er von amelia mclean statt europe gesungen wird.
eigentlich ist es nicht nur lobenswert, dass eine serie sich bemüht, die wirklich interessanten charaktere weiblich zu besetzen. es ist auch gleichzeitig etwas, das die qualität dieser serie und den unterhaltungswert steigert und die interessanz signifikant erhöht. „sinatra“ und „jane“ zeigen, welches potenzial bösewichte haben, wenn man sie nicht mit dem üblichen männlichen bösewichtgehabe zeichnen muss. es eröffnen sich so viele möglichkeiten, die die serie mit „sinatra“ gekonnt nutzt und — leider — mit „jane“ ein bisschen in klischees ersaufen lässt. das hätte man (noch) besser machen können, aber es war gut genug, um mich hinter dem ofen hervorzulocken.
je länger ich darüber nachdenke: alle wichtigen figuren in dieser serie — bis auf xavier — sind weiblich. und das ist nicht nur einfach mal eine abwechslung, sondern zeigt, welches potenzial andere serien und filme links liegen lassen. vielleicht hat das aber auch nur deshalb so gut geklappt, weil hier eine kombination aus einem gelungenen drehbuch und gutem schauspiel zusammenkam.
mir gefällt wirklich gut, dass die serie optimistisch bleibt und zeigt, dass auch nach einer apokalypse das gute im menschen, in gemeinschaften, überleben kann, dass man an das gute im menschen glauben kann, auch nach dem ende der zivilisation, wie wir sie kennen. dabei bleibt immer noch viel platz für abgründe und darum geht’s unter anderem in dieser folge.
leichte game of thrones vibes, lieblingscharaktere sterben wie die fliegen. die serie hat dadurch eine gewisse unberechenbarkeit, auch wenn mir der eine oder andere plot-twist schon 15 minuten vorher klar war. paradise wird leider immer besser und bleibt stets geerdet.
schon erstaunlich wie furchterregend bösewichte gezeichnet werden können, wenn man aufs testosteron verzichtet. „sinatra“ hat das potenzial meine lieblingsbösewichtin jemals zu werden.
die geschichten „draussen“ sind signifikant spannender als die „drinnen“, aber die erzählweise gefällt mir weiterhin sehr gut. langsam webend, aber nie mit längen, wird das handlungsnetz gesponnen. freue mich jetzt schon, dass es eine dritte staffel geben soll.
nicht schlecht, die ganze erste folge mit einer neuen geschichte zu verbringen, die dann erst am ende ein paar fäden mit den ereignissen der ersten staffel verbindet. die ganze geschichte ist gegen die genre-erwartungen gebürstet, was mir sehr gut gefiel. scheint nach ner guten ersten staffel, ne gute zweite staffel zu werden.