neuer, leiser wlan-ventilator aus china

felix schwenzel, in artikel    

wir brauchten einen neuen ventilator, weil die sommer zu heiss geworden sind und mir der alte ventilator zu laut und der beifahrerin zu energie-fressend wurde. das angebot im sommer in deutschland ist enttäuschend. billiger mist, für den man viel geld zahlen soll. keine vernetzungsfähigkeiten oder fernsteuerungen der ventilatoren im preissegment unter 1000 euro.

also, nach langem hin und her, habe ich mir einen ventilator in china bestellt, für 77,00 € ohne zusätzliche versandkosten. heute kam der ventilator an, er wurde aus england geliefert.

der zusammenbau war wie bei ikea: nicht ganz trivial, aber gut erklärt und sauber und verständlich abgepackte einzelteile. der ventilator lässt sich mit ein paar knöpfen bedienen und überzeugte auch die beifahrerin, die fürchete, dass er nicht gut genug wind machen könne. der direkte vergleich überzeugte sie: der alte bläst genau wie der neue in einem ziemlich engen strahl, aber beide blasen gleich stark, obwohl der alte grösser und lauter ist.

mit der mi-app lassen sich nach dem verbinden des ventilators mit dem wlan ein paar mehr features am ventilator bedienen: man kann den winkel, in dem er ozilliert einstellen (in schritten von 140° bis 30°), man kann einen „natürlichen wind“-modus einschalten, in dem der ventilator auch auf höchster stufe nur leise und wenig bläst, bis auf manchmal, wenn er eine oder zwei leichte böen simuliert. sehr angenehm, sehr verspielt. eine timer-funktion ist über die app, aber auch die tasten am ventilator bedienbar.

in der fritzbox meldete sich der ventilator als „ESP-5AB785“ an, xiaomi/mi hat hier also einen esp8266 verbaut. später, sobald ich das zugangstoken aus einem iphone-backup extrahiert habe, überlasse ich die steuerung und fernbedienung home-assistant, mit dieser komponente.

in der fritzbox habe ich dem wlan-ventilator allerdings gleich den internetzugang gesperrt. die chinesische firmware muss ja nicht unbedingt nach hause telefonieren.

ich bin jetzt schon sehr glücklich mit dem teil. die feine justierbarkeit der windstärke, der wind-simulationsmodus, die beinahe unbemerkbare geräuschentwicklung, die wlan-fähigkeit und (hoffentlich) problemlose lokale steuerbarkeit ohne app, per wlan. der ventilator ist zwar zum grossen teil aus plastik gefertigt, mit ein bisschen metal im fussbereich, der stange und im motorbereich, wirkt aber trotzdem, wie alle anderen xiaomi-produkte die ich bisher gekauft habe, ziemlich solide und fein und genau gearbeitet.

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die integration in home-assistant war ein (kleines) bisschen fummelig, weil das model (dmaker.fan.p5) noch nicht von der komponente unterstützt wird. aber weil der github-nutzer bieniu die komponente angepasst hat, geht’s.

damit konnte ich den ventilator in die haus-automatisierung integrieren, snips sagen, dass sie den ventilator für x minuten oder stunden anstellen soll, den ventilator ausschalten wenn das zimmer leer ist oder den ventilator, wenns sein muss, über homekit oder das steuerungs-dashboard-tablet im zimmer steuern.

die beifahrerin legt wert darauf zu vermerken, dass sie einen punktabzug vergibt, weil der ventilator so niedrig ist und sich nicht mit der stange weiter hoch stellen kann. ich hingegen möchte gerne mehr als die volle punktzahl vergeben: ich bin sehr zufrieden. die letzte chance, dass der ventilator jetzt noch einige meiner sympathie-punkte verliert wäre der stromverbrauch. den messen wir demnächst.

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eben den stromverbrauch gemessen, der ventilator braucht, wie vom hersteller angegeben, auf der nidrigsten stufe unter 2 watt und auf der höchsten ca. 5 watt. wenn der „natprliche windmodus“ aktiviert ist, also die stärke variert, schwankt der verbrauch auf höchster stufe zwischen 2 und 5 watt. das ist ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass das alte metallmonster wohl gut das zehnfache verbraucht hat.

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paket
paket
paket
paket inhalt
paketinhalt: rotor
motor
rotor halter
rotor
beide ventilatoren

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‪erinnert mich daran, dass springer als pin-eigentümer, noch vor kurzem gegen den mindestlohn lobbyiert hat, um seine „pinfluencer“ weiter schlecht bezahlen zu können — und jetzt muss man sich auch noch spiessig stechen und armtätowieren, um in dem laden arbeiten zu können.