th­reads (strän­ge)

felix schwenzel in über wirres

bei ni­klas ge­se­hen, dass er sei­nem blog th­reads bei­gebracht hat. ni­klas hat es bei mar­cel ge­se­hen. weil ich jetzt über drei bei­trä­ge hin­weg über fran­zö­si­schen whis­ky ge­schrie­ben habe, dach­te ich mir: war­um nicht auch th­reads bau­en, mit de­nen ich zu­sam­men­hän­gen­de bei­trä­ge zu ei­nem strang ver­knüp­fen kann?

ich fin­de die lö­sung ele­gant. im ba­ckend kommt ein­fach je­der bei­trag eine ver­knüp­fung auf den ers­ten bei­trag, kir­by baut das dann al­les ent­spre­chend zu­sam­men. auf über­sicht­sei­ten und im rss bleibt al­les wie vor­her, nur die ein­zel­nen bei­trä­ge wer­den et­was um­fang­rei­cher.

im er­geb­nis un­ge­fähr das glei­che wie bei mei­nem zeit­er­fas­sungs-bei­trag, aber dann doch ein biss­chen an­ders. 


fei­er­abend, whis­ky ge­trun­ken

felix schwenzel in notiert

also mal ein glas ca­lib­re no1 ein­ge­schenkt und pro­biert.

eine co­gnac note ist das ers­te was mir in die nase zieht. ich bin kein fan von co­gnac. der ge­ruch weckt er­in­ne­run­gen an ju­gend­li­chen al­ko­hol­miss­brauch. kei­ne schö­nen er­in­ne­run­gen. auch strohrum no­ten zie­hen in mei­ne nase. das sind auch nicht die bes­ten as­so­zia­tio­nen.

wenn ich mei­ne nase ins glas hal­te, zie­hen leich­te, an­ge­nehe­me holz­no­ten in mei­ne nase. das ist gut. es riecht wie der whis­ky aus­sieht: hell.

mein ers­ter schluck: an­ge­nehm mild, kein co­gnac­ge­schmack, aber hel­les holz­fass. was auch im­mer ein hel­les holz­fass ist. hol­zig halt, weiss­wei­nig, nicht rot­wei­nig.

beim zwei­ten schluck schluck über­rascht mich eine hef­ti­ge süs­se beim schlür­fen. der ge­schmack ist fast scho­ko­la­dig und nussig.

das ist ein ziem­lich kom­ple­xes zeug. stark im ab­gang, aber trotz­dem mild. ich glaub ich mag das. 


eine flasche maison lineti calibre no1 single malt, auf einem holzfussboden stehend fotografiert.
mai­son li­ne­ti ca­lib­re no1 sin­gle malt

nach ei­ner ge­schich­te in der wired hab ich mir gleich ne fla­sche die­ses fran­zö­si­schen sin­gle malt whis­ky be­stellt. in eng­land. der end­preis ent­hält eine men­ge an­gels share, ein­mal für den händ­ler, für die lo­gis­tik­dienst­leis­ter und der deut­sche steu­er­zah­ler hat mit ei­ner gros­sen por­ti­on zoll auch noch was da­von. jetzt muss es nur noch schme­cken das zeug. sieht auf je­den fall schon­mal gut aus. 




ich mach je bei fast je­dem neu­en tech­nik-scheiss mit. also auch bei so­cial­spec.org und in der fol­ge auch bei so­dir.org/pro­fi­le.html?d=wir­res.net.

bei der ge­le­gen­heit die /about und /kon­takt sei­ten auf­ge­räumt und so auf­ge­baut, dass sie au­to­ma­tisch /.well-known/about.md und /.well-known/cont­act.vcf füt­tern.


nach­trag 06.11.2026:
jan mon­tag er­klärt sehr schön die hin­ter­grün­de von so­cial­spec und war­um man das in­ter­es­sant fin­den kann. 


schwarm­ver­gleich

felix schwenzel in über wirres

tho­mas hat sich swarm selbst (nach) ge­baut.

Seit März 2011 log­ge ich mich mit Hil­fe von Fours­qua­re/Swarm an Or­ten ein.
Ins­ge­samt 3004 Check-ins zeigt mir die App an.

Swarm wirkt aus der Zeit ge­fal­len. Die App ist ir­gend­wie ste­hen­ge­blie­ben (und ich lie­be das), weil sie sich nicht ge­wan­delt hat. Sie woll­te nie mehr sein, als sie ist – es gab kei­ne Ens­hit­ti­fi­ca­ti­on. Bis jetzt.

Jetzt wur­de das Un­ter­neh­men Fours­qua­re ver­kauft. An eine Ad-Tech-Fir­ma.
Und ich den­ke, das ist der Zeit­punkt ‚Adieu‘ zu sa­gen.

so sieht das bei tho­mas aus, wenn man drei­tau­send­mal ir­gend­wo „ein­checkt“:

screenshot von thomas gigolds swarm-ersatz-karte. es  viel blaue punkte auf der klarte verteilt die für checkins stehen. die meisten blauen  punkte sind in mitteleuropa konzentriert, ein paar in den USA und skandinavien.

ich nut­ze fours­qua­re/swarm seit 13 jah­ren und zäh­le ca. 1000 check­ins. so rich­tig ver­stan­den habe ich das ein­che­cken nie. fours­qua­re selbst ver­stand ich, das war vor 10 jah­ren ein ganz brauch­ba­res tool für re­stau­rant- oder se­hens­wür­dig­keits­su­che an frem­den or­ten. das macht man heu­te mit goog­le maps, auch wenn das mitt­ler­wei­le auch ka­putt ist, weil goog­le maps für un­ter­neh­men so wich­tig ge­wor­den ist, dass sämt­li­che ne­ga­tiv-be­wer­tun­gen weg-be­schwert wer­den.

seit 2025 nut­ze ich swarm wie­der ak­tiv, um bil­der und orte via own­y­ours­warm in wir­res.net zu schau­feln. un­ge­fähr 260 check­ins ha­ben sich so seit ende 2025 an­ge­sam­melt. bil­der und orte kann ich auch an­ders ins blog schau­feln, aber mit swarm und own­y­ours­warm fin­de ich das be­son­ders ein­fach. so che­cke ich je­den tag, wenn ich dran vor­bei­kom­me, an ei­nem be­stimm­ten baum in den reh­ber­gen ein.

an­ders ge­sagt: swarm in­ter­es­siert mich ei­gent­lich nur mi­ni­mal, aber es ist ein ganz gu­tes werk­zeug um mein blog mit geo­ge­tagg­ten bil­dern zu fül­len. so sieht das im er­geb­nis bei mir aus:

screenshot einer karte auf dem man ein paar gelbe punkte in den USA sieht (ca. 150 orte). in schottland sind es auch ca. 150 orte, der rest (2500) konzentriert sich auf mitteleuropa, bzw. deutschland.)
alle bei­trä­ge auf wir­res.net mit ei­nem geo­tag

an der zahl der ein­trä­ge auf der kar­te sieht man, dass die 260 check­ins nur ei­nen klei­nen teil mei­ner bei­trä­ge mit geo­tags aus­ma­chen. auch mei­ne in­sta­gram-im­por­te („so­fort­bil­der“) ha­ben geo­in­for­ma­tio­nen und auch nor­ma­le bei­trä­ge be­kom­men — so­fern sinn­voll — geo­in­for­ma­tio­nen an­ge­hängt.

dass fours­qua­re von ei­nem ad-tech-an­bie­ter auf­ge­kauft wir­de hab ich erst bei tho­mas er­fah­ren. aber so­lan­ge die app funk­tio­niert wer­de ich über­all dort, von wo ich mal eben schnell ein foto pos­ten will, ein­che­cken. und wenns nicht mehr geht, mach ichs dann mit quill. das geht ge­nau so ein­fach, nur mit ein paar klicks mehr — und am ende lan­det eh al­les hier. 


kl*ck

felix schwenzel in notiert

als ich vor drei­zehn jah­ren an­fing die woh­nung zu au­to­ma­ti­sie­ren gabs fern­steu­er­ba­re steck­do­sen ei­gent­lich mehr oder we­ni­ger nur auf ba­sis von 433mhz funk. steck­do­sen die man mit ei­ner fern­be­die­nung schal­ten konn­te. mitt­ler­wei­le gibts fern­steu­er­ba­re steck­do­sen in je­der ge­schmacks­rich­tung und mit je­dem er­denk­li­chen funk­pro­to­koll. zig­bee, wlan, mat­ter, blue­tooth.

nur kla­cken tun sie aus­nahms­los alle. zu 433-mhz-zei­ten hat sich in den nie­der­lan­den ein sys­tem mit dem na­men Kli­kA­an­K­li­kUit (KAKU) ver­brei­tet. das kla­cken der steck­do­sen wur­de da­mit so­gar zum mar­ken­zei­chen. ich fra­ge mich: war­um? tech­nisch sind auch re­lais mög­lich die nicht kla­cken. so­lid-sta­te-re­lais er­mög­li­chen ge­räusch­lo­ses schal­ten. so­weit ich ver­ste­he sind sie al­ler­dings teu­rer und tech­nisch et­was kom­pli­zier­ter.

das haupt­pro­blem fin­de ich aber, dass sich das kla­cken bei vie­len steck­do­sen schreck­lich an­hört. wenn man be­denkt, dass in mo­der­nen au­tos je­des ge­räusch ge­stal­tet ist, vom zu­fal­len der au­to­tür bis zum blin­ker — wo­bei das blink-ge­räusch schon seit jahr­zehn­ten syn­the­ti­siert wird, weil blin­ken ohne re­lais oder bi­me­tall zu­ver­läs­si­ger ist.

an fern­steu­er­ba­ren steck­do­sen hat sich of­fen­bar noch nie ein sound-in­ge­nieur ver­sucht.


als ich vor acht jah­ren dem kind ein neon-licht ge­baut habe, hab ich mir da­nach auch eins ge­baut.

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zum schal­ten hab ich da­mals kei­ne schalt­ba­re steck­do­se be­nutzt, son­dern ein re­lais aus chi­na das ich mit 433mhz-funk steu­ern konn­te. weil ich da­mals ein biss­chen angst vor bil­li­ger chi­na-ware hat­te, hab ich das re­lais in eine mehr oder we­ni­ger luft­dich­te und feu­er­fes­te auf­putz-dose ge­steckt. die un­be­ab­sich­tig­te fol­ge da­von war ein ein wohl­klin­gen­des, sat­tes und an­ge­neh­mes kla­cken beim schal­ten.

jetzt hat das re­lais sei­nen geist auf­ge­ge­ben, ent­we­der aus al­ters­grün­den, weil bil­li­ge kon­den­sa­to­ren ver­baut wa­ren oder es über­hitz­te. als er­satz habe ich es mit ei­ner ikea in­spel­ning-steck­do­se er­setzt. de­ren fie­ses kla­cken hab ich kei­ne drei tage aus­ge­hal­ten und mir ei­nen shel­ly be­stellt, den ich wie­der in die auf­putz-dose ste­cken kann. erst­mal war ich be­ein­druckt von der pa­ckungs- und der ge­rä­te­grös­se.

und jetzt bin ich so be­geis­tert vom ge­dämpf­ten, ge­sät­tig­ten kla­cken, dass ich die neon-leuch­te die gan­ze zeit ein und aus­schal­te.

den shel­ly fin­de ich auch be­ein­dru­ckend. so klein und doch al­les an bord: mat­ter, wifi, blue­tooth, mqtt, ver­brauchs­mes­sung — al­les für 12 € (bei ama­zon). da muss man nicht mal mehr in chi­na ein­kau­fen. 


ka­bel­sa­lat schön­ge­macht

felix schwenzel in notiert

weil die bei­fah­re­rin ker­zen im schlaf­zim­mer ha­ben woll­te, brauch­te ich ei­nen in­fra­rot­sen­der im schlaf­zim­mer. die kon­struk­ti­on mit ei­ner in­fra­rot-LED, wi­der­stän­den und ei­nem tran­sis­tor hat funk­tio­niert, aber miss­fiel der bei­fah­re­rin (und mir) vi­su­ell. zu recht.

draufsicht auf ein matrix-led-display mit einem esp8266 und esphome zu einer uhr gezaubert. ausserdem an bord  sichtbar ein radar-anwesenheitssensor und eine infrarot-LED.

am esp8266 hängt ne­ben der 4 × 8 × 8 pi­xel-ma­trix ein an­we­sen­heits-ra­dar-sen­sor (HLK-LD2410B) und eben eine in­fra­rot-LED. mit ei­ner loch-pla­ti­ne und et­was ar­beit und ei­nem löt­kol­ben liess sich das ver­bes­sern.

draufsicht auf ein matrix-led-display mit einem esp8266 und esphome zu einer uhr gezaubert. ausserdem an bord  sichtbar ein radar-anwesenheitssensor und eine infrarot-LED.
draufsicht auf ein matrix-led-display mit einem esp8266 und esphome zu einer uhr gezaubert. ausserdem an bord  sichtbar ein radar-anwesenheitssensor und eine infrarot-LED.
draufsicht auf ein matrix-led-display mit einem esp8266 und esphome zu einer uhr gezaubert. ausserdem an bord  sichtbar ein radar-anwesenheitssensor und eine infrarot-LED.

es­phome ist für sol­che spie­le­rei­en ein se­gen. und mit den letz­ten re­leases von es­phome hat sich die qua­li­tät, sta­bi­li­tät, ge­schwin­dig­keit und be­die­nungs­freund­lich­keit noch­mals stark ver­bes­sert. gross­ar­ti­ges pro­jekt. 



in den 90er jah­ren zog bei uns der der ers­te mac­in­tosh ein: LC II. was ich da­mals sen­sa­tio­nell fand: man konn­te zwei mo­ni­to­re an­schlies­sen (weil wir ne gra­fik­kar­te dazu ge­kauft hat­ten). ei­gent­lich soll­te der mac eine art schreib­ma­schi­ne oder druck­ma­schi­ne sein. ein­la­dun­gen und adres­sen auf um­schlä­ge dru­cken. das hat er auch gut ge­macht (mit ei­nem an­ge­schlos­sen dru­cker).

mei­ne al­ler­liebs­te be­schäf­ti­gung mit dem LC II war aber bild­schirm­scho­ner an­zu­se­hen. ich er­in­ne­re mich stun­den­lang (viel­leicht war es auch we­ni­ger) auf die af­ter dark screen­sa­ver ge­schaut zu ha­ben. ins­be­son­de­re die si­mu­la­ti­on der boun­cing balls (wir hat­ten da­mals ja nicht viel und ohne iner­net gabs nicht viel zu scrol­len auf so nem rech­ner). 

→ es folgen ein paar animation, hier weiter klicken …


spin­nen­cat­cher und ne­bel

felix schwenzel in bilder

die catcherstatue an der catcherwiese in einer nahaufnahme. man sieht an der seite einer der bronzenen catcherstatuen ein spinnennetz das mit morgenreif benetzt ist.

heu­te wars wie­der neb­lig, sehr neb­lig und (lei­der) we­nig licht. weil die fo­tos ges­tern so schön ge­wor­den sind, ist heu­te früh so­gar die bei­fah­re­rin mit auf den mor­gen­spa­zier­gang ge­kom­men. un­ter­wegs sind uns ei­ni­ge leu­te mit hun­den und spie­gel­re­flex­ka­me­ras be­geg­net. 




letz­tes wo­chen­en­de und kla­gen

felix schwenzel in notiert

was ich über die blog­le­sung in mün­chen am wo­chen­en­de lese, hört sich al­les nach ei­ner sehr schö­nen ver­an­stal­tung an (teil 1, teil 2 und teil 3 bei frau klug­scheis­ser, die al­les wich­ti­ge ver­linkt). ich wäre auch ger­ne da­bei ge­we­sen. aber ich muss sa­gen, ich war auch ger­ne zu­hau­se. am sams­tag habe ich nach dem mor­gen­spa­zier­gang erst­mal drei stun­den mit­tags­schlaf ge­macht. manch­mal zie­he ich an wo­chen­en­den das nichts­tun dem er­le­ben vor, ins­be­son­de­re wenn ich vorm ende der wo­che zu­viel oder ge­nug er­lebt und ge­tan habe.

nichts zu tun hat in­ter­es­san­te ef­fek­te: ich spü­re dann, wie mir die zeit durch die fin­ger rinnt. wenn ich an ver­an­stal­tun­gen oder un­ter­neh­mun­gen teil­neh­me, spü­re ich das nicht und wun­de­re mich dann hin­ter­her, wo die zeit ge­blie­ben ist.


wenn mich leu­te fra­gen, wie es mir geht, ant­wor­te ich meis­tens: „ich kann nicht kla­gen“, schie­be dann noch ein „li­te­ral­ly“ hin­ter­her und be­haup­te ich kön­ne es ein­fach nicht. was ei­ner­seits auf zwei bis drei me­ta­ebe­nen wit­zig sein soll und an­de­rer­seits nicht stimmt. ich könn­te kla­gen, wenn ich woll­te — aber in der re­gel will ich es nicht.

vie­le men­schen lie­ben es zu kla­gen. über al­les mög­li­che, über die ju­gend, über die rent­ner, nach­barn, frem­de, be­kann­te, über po­li­ti­ker, KI oder ihr ver­meint­lich ver­korks­tes le­ben.

kla­gen­de men­schen kön­nen sehr wit­zig sein, zu­min­dest wenn sie auf par­s­chip ver­su­chen va­nes­sa ken­nen­zu­ler­nen und sie dann ei­nen sehr wit­zi­gen text dar­aus macht (den sie auf der blog­le­sung vor­ge­le­sen hat).

aber sonst? wozu ist kla­gen sonst gut? 



ker­zen­zeit

felix schwenzel in notiert

im herbst scheint mir da­nach zu sein über mei­ne ker­zen zu schrei­ben, letz­tes jahr ende sep­tem­ber und mit­te no­vem­ber und jetzt wie­der. letz­tes jahr habe ich der bei­fah­re­rin 3 ker­zen ge­schenkt, von de­nen sie nur so mit­tel-be­geis­tert schien. sie ste­hen seit­dem im wohn­zim­mer und ha­ben das jahr über kaum ge­brannt und hin­ter da­vor ge­sta­pel­ten sa­chen ver­bracht.

aber vor zwei wo­chen frag­te mich die bei­fah­re­rin, ob sie nicht auch ker­zen im schlaf­zim­mer ha­ben könn­te, das sei ja so ge­müt­lich.

mein wor­te. ich freue mich fast täg­lich wenn sie abends (au­to­ma­tisch) bei mir im zim­mer an­ge­hen. das licht und das sub­ti­le fla­ckern ist an­ge­nehm und be­ru­hi­gend. die fra­ge ob das rea­lis­tisch sei, stel­le ich mir gar nicht, ge­nau­so wie ich mir die­se fra­ge nicht beim ad­ap­ti­ven licht stel­le, das wir mitt­ler­wei­le fast über­all in der woh­nung ha­ben. wenn das licht abends gelb­sti­chi­ger wird und tags­über hel­ler und käl­ter, ent­spricht es ein­fach der un­be­wuss­ten er­war­tung, die man ans licht hat. nachts, wenn alte men­schen auf­ste­hen müs­sen um aufs klo zu ge­hen, ist das licht fun­ze­lig, mor­gens um sechs er­in­nert es ei­nen be­reits dar­an, lang­sam mal wach wer­den zu kön­nen.

je­den­falls hat­te ich noch ker­zen auf hal­de, ei­gent­lich mit der idee die ir­gend­wann mal je­man­dem zu schen­ken, aber dann hab ich sie eben der bei­fah­re­rin ge­schenkt und im schlaf­zim­mer auf­ge­baut.

der witz die­ser ker­zen ist ja, dass sie al­lei­ne an- und aus ge­hen, ohne dass man das han­dy oder eine fern­be­die­nung su­chen muss oder dass man über­haupt an sie den­ken muss. in mei­nem zim­mer und im wohn­zim­mer ste­hen in­fra­rot-blas­ter, die das über­neh­men, aber im schlaf­zim­mer gabs das nicht. also hab ich (im prin­zip) eine in­fra­rot-LED an eine vor­han­de­ne, selbst­ge­bau­te esp8266-uhr ge­lö­tet. ein wi­der­stand und ein tran­sis­tor wa­ren auch noch nö­tig, aber da­mit schal­ten sich die ker­zen jetzt mit dem nacht­tisch ein und aus. oder in der home app oder ei­ner fern­be­die­nung.

das sind die freu­den der heim­au­to­ma­ti­sie­rung, wenn sich die mit­be­woh­ne­rin auch mal drü­ber freut. 

kerzen in meinem zimmer

kerzen im wohnzimmer

kerzen im schlafzimmer


25.10.2026

felix schwenzel in notiert

es soll­te den gan­zen tag stür­misch und reg­ne­risch wer­den. wars dann auch am mor­gen, des­halb sind fri­da und ich nur eine klei­ne run­de vor dem an­ge­kün­dig­ten re­gen ge­lau­fen. am nach­mit­tag kam dann die son­ne raus und aus den stür­mi­schen böen war auch die luft raus.

die zeit­um­stel­lung ging bei al­len uh­ren glatt. nur die mi­kro­wel­le und fri­da müs­sen noch ma­nu­ell um­ge­stellt wer­den oder sich an die ge­won­ne­ne stun­de ge­wöh­nen.

zig­bee2mqtt hat sich ver­mut­lich an der zeit­um­stel­lung ver­schluckt, heu­te früh woll­ten die meis­ten lich­ter nicht mehr an­ge­hen, bis ich den con­tai­ner neu ge­star­tet hat­te. no­tiz an mich selbst: au­to­ma­ti­sie­rung bau­en, die den zig­bee2mqtt-con­tai­ner zwei stun­den nach der zeit­um­stel­lung neu star­tet.

ges­tern fiel mir auf, dass mei­ne re­gen­ra­dar da­ten fehl­ten. ich be­zie­he (mehr oder we­ni­ger) alle wet­ter­da­ten in home-as­sistant vom deut­schen wet­ter­dienst. und der deut­sche wet­ter­dienst macht mit die­sen wet­ter­da­ten, was man als steu­er­zah­len­der bür­ger von ei­ner öf­fent­lich recht­li­chen an­stalt er­war­tet: er stellt sie im in­ter­net für je­der­mann, je­der­frau und je­der­ma­schi­ne zur ver­fü­gung. beim öf­fent­lich recht­li­chen fern­se­hen ist das ja nicht so, da wird wei­ter­hin de­pu­bli­ziert und funk­tio­nie­ren­de urls in 404s ver­wan­delt.

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de­halb möch­te ich hier ein kur­zes lob­lied auf den DWD sin­gen. ich be­kom­me alle ak­tu­el­len wet­ter­da­ten von der wet­ter­sta­ti­on in te­gel und vor­her­sa­gen die sich stünd­lich ak­tua­li­siert wer­den. da­mit sehe ich auf ei­nen blick wie es mor­gen wird: tro­cken, am nach­mit­tag et­was son­ne, leicht böig und wol­kig bei tem­per­tu­ren um die zehn grad.

aus­ser­dem lie­fert der DWD auch ei­nen re­gen­ra­dar der mir in den letz­ten 2 oder 3 jah­ren ziem­lich ge­nau sa­gen konn­te ob und wie­viel es in den nächs­ten zwei stun­den reg­nen wird. das schö­ne ist ja, wenn man die da­ten ein­mal hat, kann man da­mit ma­chen was man will. wet­ter- oder re­gen­war­nun­gen auf bild­schir­men oder mit sub­ti­len licht­ef­fek­ten im flur, so dass man am licht­ef­fekt ab­le­sen kann ob und wie­viel re­gen es beim ver­las­sen der woh­nung ge­ben wird. nach­rich­ten aufs te­le­fon und neu­er­dings un­ter­stützt home-as­sistant auch live-ak­ti­vi­täts­an­zei­gen, die dann durch­ge­hend die stär­ke des re­gens über die nächs­ten zwei stun­den an­zeigt.

je­den­falls funk­tio­nier­te das ab­ho­len ge­nau die­ser re­gen­ra­dar-da­ten seit ges­tern nicht mehr. der DWD stellt die da­ten jetzt in ei­nem mo­der­ne­ren for­mat und an an­de­rer stel­le zur ver­fü­gung. weil ich mir noch vor den zei­ten von künst­li­cher in­tel­li­genz selbst ein script zu­sam­men­ge­goo­glet habe um die­se da­ten zu ho­len und in home-as­sistant wei­ter­zu­be­ar­bei­ten, konn­te ich das mit co­ding-as­sis­tenz ziem­lich schnell wie­der fi­xen. der main­tai­ner mei­ner lieb­lings HA cus­tom-in­te­gra­ti­on (dwd wea­ther) brauch­te noch ei­nen tag län­ger. weil die­se cus­tom-in­te­gra­ti­on seit ein paar mo­na­ten auch ra­dar­da­ten von DWD aus­liest (wenn man das will), brau­che ich ei­gent­lich kei­nen ei­ge­nen ra­dar-da­ten scra­per mehr, aber weil ich die ra­dar­da­ten auch ha­ben will, wenn ich nicht zu­hau­se bin, brau­che ich das doch noch.

home as­sistant weiss ja je­der­zeit wo ich bin und holt dann die ra­dar da­ten von ge­nau die­ser geo­lo­ca­ti­on — um mir dann, falls es bald reg­nen soll­te, be­scheid zu sa­gen.

aber da­für gibts doch apps, höre ich die le­sen­den sa­gen. ja, so halb. car­rot wea­ther bie­tet das an, aber das mit dem be­nach­rich­ti­gen funk­tio­niert im­mer nur so halb (also oft nicht) und ich habe das ge­fühl, dass die da­ten nicht so ge­nau sind.

nano, eine ios-app die ihre da­ten auch vom deut­schen wet­ter­dienst zieht und schön dar­stellt, kann auch re­gen­war­nun­gen ba­sie­rend auf ra­dar-da­ten auf den sperr­bild­schirm zau­bern, aber das muss ich noch wei­ter tes­ten.


rené hat das the­ma mo­del­bau­en auf­ge­grif­fen und mich dazu ge­braht je­man­dem 90 mi­nu­ten da­bei zu­zu­schau­en ein re­vel-mo­del­bau­au­to zu­sam­men­zu­bau­en und an­zu­ma­len. rené fin­det das ent­span­nend, ich auch, aber das war mir dann doch et­was fum­me­lig und klein­tei­lig und per­fek­tio­ni­tisch um mich zu in­spi­rie­ren. so­was will ich nie selbst ma­chen! aber da­bei zu­ge­se­hen habe ich fas­zi­niert und ger­ne. (teil 1, teil 2 und teil 3 auf you­tube)


weil ich die da­ten oh­ne­hin habe, bzw. seit jah­ren ma­nu­ell tra­cke, habe ich mir ge­dacht mal eine über­sichts­sei­te zu ma­chen, auf der ich alle er­wäh­nun­gen bei riv­va auf­lis­te. weil ich die­se er­wäh­nun­gen seit 2011 samm­le, ist die lis­te ziem­lich lang ge­wor­den (wir­res.net/riv­va). und man sieht, dass ich nach ein paar jah­ren ab­we­sen­heit in den letz­ten an­dert­halb jah­ren wie­der ge­le­gent­lich von an­de­ren ins in­ter­net schrei­ben­den ver­linkt wer­de.

erwähnungen von rivva von 2011 bis 2026der graph zeigt in den jahren 2011 bis 2017 wechselhafte ausschläge, 2025 dun 2026 gehen die balken merklich höher, von 2018 bis 2024 sind die balken auf null

ges­tern ei­nen gros­sen topf chi­li con car­ne ge­macht der uns auch heu­te noch be­frie­digt hat und mor­gen mit dem früh­stück zu nei­ge ge­hen wird. das bey­ond hack hat sich gut dar­in ge­macht und der mais von zwei fri­schen mais­kol­ben auch. die­ses chi­li zu ko­chen ist herr­lich ein­fach und un­kom­pli­ziert und ef­fi­zi­ent. wenn mich jetzt je­mand fra­gen wür­de, was ich auf eine ein­sa­me in­sel mit­neh­men wür­de, wä­ren es 200 do­sen mut­ti to­ma­ten und je 100 do­sen kid­ney boh­nen, ki­cher­erb­sen und mais (oder die ge­trock­ne­ten va­ri­an­ten da­von). 



brie­fe schrei­ben

felix schwenzel in artikel

ich habe frü­her re­gel­mäs­sig brie­fe ge­schrie­ben. auch wenn es über 30 jah­re her ist, er­in­ne­re ich ich dar­an, dass es ein gross­ses ver­gnü­gen war. wenn ich brie­fe schrieb, be­kam ich auch brie­fe zu­rück. also nicht die un­an­ge­neh­men oder lang­wei­li­gen din­ger die die post heut­zu­ta­ge in den brief­schlitz drückt (wer­bung, (ab-) rech­nun­gen, to­des­an­zei­gen), son­dern tex­te, die sich je­mand für mich per­sön­lich aus­ge­dacht hat­te. ent­we­der um mich zu un­ter­hal­ten, zu in­for­mie­ren, zu er­freu­en oder nach mei­nem wohl­erge­hen zu er­kun­di­gen. ohne die in­ten­ti­on mir et­was ver­kau­fen zu wol­len oder nach geld zu fra­gen (meis­tens).

der un­ter­schied zwi­schen brie­fen und mo­der­nen kom­mu­ni­ka­ti­on­for­men ist nicht in ers­ter li­nie das me­di­um. brie­fe wur­den zwar meis­tens auf pa­pier ge­schrie­ben oder ge­druckt und in pa­pier­um­schlä­gen ver­schickt, aber das ent­schei­den­de war die sorg­falt, die mühe und die zeit die man in brief­form goss.

brie­fe schrieb man da­mals nicht um auf­merk­sam­keit zu be­kom­men, son­dern um auf­merk­sam­keit zu ge­ben.

mo­der­ne text­for­men die brie­fen na­he­kom­men gibt es na­tür­lich wei­ter­hin: news­let­ter, blog­bei­trä­ge, es­says die mit mühe und sorg­falt er­stellt wer­den.

aber wer schreibt heu­te noch es­says für eine ein­zi­ge per­son?

ich nicht. da­mit habe ich tat­säch­lich vor et­was über 30 jah­ren auf­ge­hört — ver­mut­lich aus ef­fi­zi­enz­grün­den.

da­mals hab ich mir über­legt, dass es doch viel ef­fek­ti­ver wäre, wenn ich brie­fe so ver­fas­se, dass ich sie an meh­re­re leu­te sen­den kann. des­halb setz­te ich in mit ya­hoo eine lis­te auf, füg­te alle mei­ne freun­de hin­zu, die da­mals schon email hat­ten, und schick­te ih­nen up­dates aus mei­nem le­ben. im ge­gen­teil zu brie­fen die man ei­ner ein­zel­nen per­son schickt, schrieb nie je­mand zu­rück. aber das ge­fiel mir trotz­dem, bis auf die auf­dring­lich­keit die so ein news­let­ter hat. die­se ef­fi­zi­en­te­ren, aber eben auch un­per­sön­li­che­ren brie­fe buhl­ten um die glei­che auf­merk­sam­keit und drück­ten sich in die glei­che in­box, in die ei­gent­lich nur brie­fe ge­hör­ten.

statt mit druck, woll­te ich lie­ber mit sog ar­bei­ten. un­ter ei­ner fes­ten adres­se ins in­ter­net schrei­ben schien mir eine gute lö­sung und klü­ge­re leu­te als ich hat­ten da­für auch ge­ra­de kos­ten­lo­se soft­ware ent­wi­ckelt mit der man ge­nau das ma­chen konn­te.

seit­dem ich mir ez­pu­blish auf ei­nem ser­ver in­stal­liert habe, schrei­be ich brie­fe an vie­le ins in­ter­net. aber ei­nen brief an eine ein­zel­ne per­son hab ich seit­dem nicht mehr ge­schrie­ben. oder er­in­ne­re mich nicht mehr dar­an. scha­de ei­gent­lich. 


nach­trag/sie­he auch, frank via mail: