im herbst scheint mir danach zu sein über meine kerzen zu schreiben, letztes jahr ende september und mitte november und jetzt wieder. letztes jahr habe ich der beifahrerin 3 kerzen geschenkt, von denen sie nur so mittel-begeistert schien. sie stehen seitdem im wohnzimmer und haben das jahr über kaum gebrannt und hinter davor gestapelten sachen verbracht.
aber vor zwei wochen fragte mich die beifahrerin, ob sie nicht auch kerzen im schlafzimmer haben könnte, das sei ja so gemütlich.
mein worte. ich freue mich fast täglich wenn sie abends (automatisch) bei mir im zimmer angehen. das licht und das subtile flackern ist angenehm und beruhigend. die frage ob das realistisch sei, stelle ich mir gar nicht, genauso wie ich mir diese frage nicht beim adaptiven licht stelle, das wir mittlerweile fast überall in der wohnung haben. wenn das licht abends gelbstichiger wird und tagsüber heller und kälter, entspricht es einfach der unbewussten erwartung, die man ans licht hat. nachts, wenn alte menschen aufstehen müssen um aufs klo zu gehen, ist das licht funzelig, morgens um sechs erinnert es einen bereits daran, langsam mal wach werden zu können.
jedenfalls hatte ich noch kerzen auf halde, eigentlich mit der idee die irgendwann mal jemandem zu schenken, aber dann hab ich sie eben der beifahrerin geschenkt und im schlafzimmer aufgebaut.
der witz dieser kerzen ist ja, dass sie alleine an- und aus gehen, ohne dass man das handy oder eine fernbedienung suchen muss oder dass man überhaupt an sie denken muss. in meinem zimmer und im wohnzimmer stehen infrarot-blaster, die das übernehmen, aber im schlafzimmer gabs das nicht. also hab ich (im prinzip) eine infrarot-LED an eine vorhandene, selbstgebaute esp8266-uhr gelötet. ein widerstand und ein transistor waren auch noch nötig, aber damit schalten sich die kerzen jetzt mit dem nachttisch ein und aus. oder in der home app oder einer fernbedienung.
das sind die freuden der heimautomatisierung, wenn sich die mitbewohnerin auch mal drüber freut.
es sollte den ganzen tag stürmisch und regnerisch werden. wars dann auch am morgen, deshalb sind frida und ich nur eine kleine runde vor dem angekündigten regen gelaufen. am nachmittag kam dann die sonne raus und aus den stürmischen böen war auch die luft raus.
die zeitumstellung ging bei allen uhren glatt. nur die mikrowelle und frida müssen noch manuell umgestellt werden oder sich an die gewonnene stunde gewöhnen.
zigbee2mqtt hat sich vermutlich an der zeitumstellung verschluckt, heute früh wollten die meisten lichter nicht mehr angehen, bis ich den container neu gestartet hatte. notiz an mich selbst: automatisierung bauen, die den zigbee2mqtt-container zwei stunden nach der zeitumstellung neu startet.
gestern fiel mir auf, dass meine regenradar daten fehlten. ich beziehe (mehr oder weniger) alle wetterdaten in home-assistant vom deutschen wetterdienst. und der deutsche wetterdienst macht mit diesen wetterdaten, was man als steuerzahlender bürger von einer öffentlich rechtlichen anstalt erwartet: er stellt sie im internet für jedermann, jederfrau und jedermaschine zur verfügung. beim öffentlich rechtlichen fernsehen ist das ja nicht so, da wird weiterhin depubliziert und funktionierende urls in 404s verwandelt.
dehalb möchte ich hier ein kurzes loblied auf den DWD singen. ich bekomme alle aktuellen wetterdaten von der wetterstation in tegel und vorhersagen die sich stündlich aktualisiert werden. damit sehe ich auf einen blick wie es morgen wird: trocken, am nachmittag etwas sonne, leicht böig und wolkig bei temperturen um die zehn grad.
ausserdem liefert der DWD auch einen regenradar der mir in den letzten 2 oder 3 jahren ziemlich genau sagen konnte ob und wieviel es in den nächsten zwei stunden regnen wird. das schöne ist ja, wenn man die daten einmal hat, kann man damit machen was man will. wetter- oder regenwarnungen auf bildschirmen oder mit subtilen lichteffekten im flur, so dass man am lichteffekt ablesen kann ob und wieviel regen es beim verlassen der wohnung geben wird. nachrichten aufs telefon und neuerdings unterstützt home-assistant auch live-aktivitätsanzeigen, die dann durchgehend die stärke des regens über die nächsten zwei stunden anzeigt.
jedenfalls funktionierte das abholen genau dieser regenradar-daten seit gestern nicht mehr. der DWD stellt die daten jetzt in einem moderneren format und an anderer stelle zur verfügung. weil ich mir noch vor den zeiten von künstlicher intelligenz selbst ein script zusammengegooglet habe um diese daten zu holen und in home-assistant weiterzubearbeiten, konnte ich das mit coding-assistenz ziemlich schnell wieder fixen. der maintainer meiner lieblings HA custom-integration (dwd weather) brauchte noch einen tag länger. weil diese custom-integration seit ein paar monaten auch radardaten von DWD ausliest (wenn man das will), brauche ich eigentlich keinen eigenen radar-daten scraper mehr, aber weil ich die radardaten auch haben will, wenn ich nicht zuhause bin, brauche ich das doch noch.
home assistant weiss ja jederzeit wo ich bin und holt dann die radar daten von genau dieser geolocation — um mir dann, falls es bald regnen sollte, bescheid zu sagen.
aber dafür gibts doch apps, höre ich die lesenden sagen. ja, so halb. carrot weather bietet das an, aber das mit dem benachrichtigen funktioniert immer nur so halb (also oft nicht) und ich habe das gefühl, dass die daten nicht so genau sind.
nano, eine ios-app die ihre daten auch vom deutschen wetterdienst zieht und schön darstellt, kann auch regenwarnungen basierend auf radar-daten auf den sperrbildschirm zaubern, aber das muss ich noch weiter testen.
rené hat das thema modelbauen aufgegriffen und mich dazu gebraht jemandem 90 minuten dabei zuzuschauen ein revel-modelbauauto zusammenzubauen und anzumalen. rené findet das entspannend, ich auch, aber das war mir dann doch etwas fummelig und kleinteilig und perfektionitisch um mich zu inspirieren. sowas will ich nie selbst machen! aber dabei zugesehen habe ich fasziniert und gerne. (teil 1, teil 2 und teil 3 auf youtube)
weil ich die daten ohnehin habe, bzw. seit jahren manuell tracke, habe ich mir gedacht mal eine übersichtsseite zu machen, auf der ich alle erwähnungen bei rivva aufliste. weil ich diese erwähnungen seit 2011 sammle, ist die liste ziemlich lang geworden (wirres.net/rivva). und man sieht, dass ich nach ein paar jahren abwesenheit in den letzten anderthalb jahren wieder gelegentlich von anderen ins internet schreibenden verlinkt werde.
gestern einen grossen topf chili con carne gemacht der uns auch heute noch befriedigt hat und morgen mit dem frühstück zu neige gehen wird. das beyond hack hat sich gut darin gemacht und der mais von zwei frischen maiskolben auch. dieses chili zu kochen ist herrlich einfach und unkompliziert und effizient. wenn mich jetzt jemand fragen würde, was ich auf eine einsame insel mitnehmen würde, wären es 200 dosen mutti tomaten und je 100 dosen kidney bohnen, kichererbsen und mais (oder die getrockneten varianten davon).
ich habe früher regelmässig briefe geschrieben. auch wenn es über 30 jahre her ist, erinnere ich ich daran, dass es ein grossses vergnügen war. wenn ich briefe schrieb, bekam ich auch briefe zurück. also nicht die unangenehmen oder langweiligen dinger die die post heutzutage in den briefschlitz drückt (werbung, (ab-) rechnungen, todesanzeigen), sondern texte, die sich jemand für mich persönlich ausgedacht hatte. entweder um mich zu unterhalten, zu informieren, zu erfreuen oder nach meinem wohlergehen zu erkundigen. ohne die intention mir etwas verkaufen zu wollen oder nach geld zu fragen (meistens).
der unterschied zwischen briefen und modernen kommunikationformen ist nicht in erster linie das medium. briefe wurden zwar meistens auf papier geschrieben oder gedruckt und in papierumschlägen verschickt, aber das entscheidende war die sorgfalt, die mühe und die zeit die man in briefform goss.
briefe schrieb man damals nicht um aufmerksamkeit zu bekommen, sondern um aufmerksamkeit zu geben.
moderne textformen die briefen nahekommen gibt es natürlich weiterhin: newsletter, blogbeiträge, essays die mit mühe und sorgfalt erstellt werden.
aber wer schreibt heute noch essays für eine einzige person?
ich nicht. damit habe ich tatsächlich vor etwas über 30 jahren aufgehört — vermutlich aus effizienzgründen.
damals hab ich mir überlegt, dass es doch viel effektiver wäre, wenn ich briefe so verfasse, dass ich sie an mehrere leute senden kann. deshalb setzte ich in mit yahoo eine liste auf, fügte alle meine freunde hinzu, die damals schon email hatten, und schickte ihnen updates aus meinem leben. im gegenteil zu briefen die man einer einzelnen person schickt, schrieb nie jemand zurück. aber das gefiel mir trotzdem, bis auf die aufdringlichkeit die so ein newsletter hat. diese effizienteren, aber eben auch unpersönlicheren briefe buhlten um die gleiche aufmerksamkeit und drückten sich in die gleiche inbox, in die eigentlich nur briefe gehörten.
statt mit druck, wollte ich lieber mit sog arbeiten. unter einer festen adresse ins internet schreiben schien mir eine gute lösung und klügere leute als ich hatten dafür auch gerade kostenlose software entwickelt mit der man genau das machen konnte.
seitdem ich mir ezpublish auf einem server installiert habe, schreibe ich briefe an viele ins internet. aber einen brief an eine einzelne person hab ich seitdem nicht mehr geschrieben. oder erinnere mich nicht mehr daran. schade eigentlich.
st rule of RSS Club is “Don’t Talk About RSS Club”.
nd rule of RSS Club is “Don’t Share on Social Media”.
rd rule of RSS Club is “Provide Value”.
Don’t talk about it. Let people find it. Make it worthwhile.
aber weil regeln natürlich dazu da sind sie zu brechen, vor allem selbst auferlegte, mache ich es doch. einerseits weil das exklusive veröffentlichen im RSS tatsächlich spass macht und andererseits weil ich mir in diesem rahmen eine weitere, neue regel auferlegen kann. oder besser, eine neue gewohnheit angewöhnen kann: regelmässig oder (ungefähr) jede woche einen text zu veröffentlichen, der nicht in ein paar stunden hingerotzt ist, sondern über ein paar tage hinweg.
und es hat interessante effekte diese texte halböffentlich zu veröffentlichen, von suchmaschinen und social media seiten auszuschliessen. obwohl ich mir mühe gegeben habe die rss-club texte gut zu verstecken — oder zumindest auf alle internen links und auflistungen zu verzichten, lecken die texte trotzdem ein bisschen in die welt ausserhalb meiner feeds. so bläst der bubbles bot die texte in mastodon, es gibt zwei, drei lecks auf der rückseite und web-reader, wie der von konstantin, zeigen die texte auch. aber suchmaschinen sehen die texte nicht, rivva und bots, die sich an die regeln halten, auch nicht.
die spannende frage (an mich selbst) ist, wie lange ich das durchhalte (ungefähr) alle sieben tage was zu schreiben, das „worthwhile“ ist.
die andere spannende frage ist, hilft das rss-reader wieder attraktiver zu machen? ich finde ja eigentlich, dass exklusivität, genau wie relevanz, firlefanz ist, aber hier passt die exklusivität, die einschränkung auf einen ausgabekanal, weil ich mich damit zu etwas mehr sorgfalt und mühe nudgen kann und mich alle (ungefähr) sieben tage an etwas bsonderem versuchen kann. rss-exklusive texte sind ein bisschen wie ostereier, überraschungseier oder easter eggs.
für den mac kann ich netnewswire empfehlen. netnewswire runteraladen, ein paar opml-feeds runterladen (hier oder hier), in netnewswire importieren, wirres.net/feed abonnieren, lesen.
feedly habe ich früher auch mal länger benutzt (jetzt nutze ich miniflux), bis zu 100 feeds und opml lassen sich auch in feedly mit einem kostenlosen konto nutzen. oder wer rivva unterstützt, kann mit rivva 5 auch den rivva feedreader nutzen.
kürzlich hab ich ja drüber nachgedacht was „bloggen, als ob niemand mitliest“ für einzelne ins internet schreibende bedeuten könnte. goethe wollte da auch was zu sagen:
Wer aber nicht eine Million Leser erwartet, sollte keine Zeile schreiben.
der kontext ist, dass goethe für seinen werther viel kritik von zeitgenossen einstecken musste, er diese kritik aber wegsteckte, weil er ahnte dass viele andere seinen text schätzen würden. auch wenn sich der satz grosskotig und nach SEO-optimierung anhört, könnte er damit durchaus sowas ähnliches gemeint haben wie „bloggen, als ob niemand mitliest“: man sollte durchaus mit dem anspruch schreiben viele menschen erreichen zu können, aber auf den drang verzichten können, jedem einzelnen gefallen zu wollen.
connor von den „Pre Internet Labs“ beim bauen des miniatur-blockbusters zuzuschauen fand ich sehr inspirierend. plötzlich habe ich einen neuen eintrag auf meiner bucket liste: auch mal ne fotorealistische miniatur bauen. faszinierend was man heutzutage alleine mit modernem LED-licht machen kann.
ich hab ja als kind auch ne modeleisabahn gehabt und meine der gedanke an dioramen oder nachbildungen der realität in kleinem massstab hat mich immer zum träumen gebracht. solche dinge zu tun hat zwar einen sehr bierseligen und ultrakonservativen ruf, aber mein traum war weniger die vergangenheit abzubilden, als die triste gegenwart. das macht die blockbuster-miniatur eigentlich ziemlich gut, auch wenn es die triste realtität von vor ein paar jahrzehnten ist. aber das kann man ja wohl noch als „jetzt“ gelten lassen.
beim morgenspaziergang am sonntag kam mir die idee einfach mal von einer modelleisenbahn zu träumen die einfach nur — massstabsgetreu und nicht miniaturwunderlandtisiert — das gleisgefüge am und um den bahnhof gesundbrunnen abbildet oder simuliert. ich mein’ da ist einiges los und das auf eine gewisse art auch mehrdimensional. wahrscheinlich würde mich schon die planung einer solchen anlage ausreichend befriedigen und ich müsste sie gar nicht bauen. aber das vermeintlich verzwirbelte gleischaos, voller abzweigungen, überbrückungen und überlagerungen gedanklich zu entwirren und nachzuzeichnen und zu verstehen, das wäre auch ein guter bucketlist eintrag.
I built a thing. I LOVED making it. It's called TinyLittleOffice. It's a web office suite (word processor, outliner, decks, spreadsheet, calculator, drawing tool, diagram maker, animator, calendar, trip planner) that stores the docs in your URL. tinylittleoffice.com?c=hgmcggn#/v...
auch snelle.tools funktionieren wie tinylitteloffice grösstenteils im browser (beim text diff zum beispiel: „alles bleibt in deinem Browser, nichts wird verschickt“). der lecktest (den ich ich hier schon kurz erwähnte) hat natürlich eine serverkomponente, aber vieles funktioniert einfach und datensparsam im browser, mit javascript zauberei. faszinierend!
mir kommt es vor als läge berlin am polarkreis. morgens wird es nicht mehr richtig hell. heute zumindest. obwohl wir extra spät losgingen, wars wirklich düster.
wir sind vom wedding zum prenzlauer berg gelaufen. richtung prenzlauer berg wurde es zwar nicht heller, aber je näher wir dem prenzlauer berg kamen, desto höher wurde die anzahl einladender cafés. oder wie ich momentan sagen würde: die dichte der einladenden kohlenhydrate-, zucker- und koffein-dealer verhält sich offenbar umgekehrt proportional zur entfernung vom prenzlauer berg.
es ist wirklich erstaunlich wie emotional ich auf kaffeehaus-geschirrgeklimper und stimmen-wirrwar reagiere. oder kaffeeduft und gedimmtes, gelbstichiges licht die aus solchen läden strömen. nur die auslagen in den theken und den regalen reizen mich nicht mehr. das ist erstaunlich, denn früher wäre ich für eine gute cinnamon roll oder ein nata oder croissant meilenweit gegangen. jetzt hab ich morgens bock auf deftig. während des spaziergangs meditierte ich darüber wie ich mir den restlichen krautsalat von gestern abend heute früh verlängern würde. mit frisch blanchierten bohnen und zwei stangen surimi, etwas sahne und sojasauce hat mir das dann späer zuhause mehr freude bereitet als eine süssspeise.
ansonsten war der spaziergang ein deutlicher hinweis der welt darauf, dass jetzt die trübe jahreszeit begonnen hat und die stadt noch etwas trübseliger wirkt als sonst.
wenn man die augen zusammenkneift, kann man am gesundbrunnen kurz das gefühl generieren in manhattan zu sein. aber das gefühl hält nicht lange.
andererseits ist auch manhattan trübselig und wandelt sich mit brutaler härte. am s-bahnhof schönhauser allee sind überall alte fotos in die kacheln und wände eingearbeitet. bilder aus der zeit vor dem mauerfall oder den weltkriegen. nichts ist mehr so wie früher, fast kein laden den es noch vor 5 oder 10 jahren gab gibt es noch. das espresso house das vor ein paar jahren noch am eingang der arcaden war, ist jetzt über die strasse gewandert und hat die räume des ehemaligen balzac coffee übernommen. da wo früher das espresso house war ist jetzt ein starbucks. die einen kommen, die anderen gehen und dann kommen wieder andere. auch mit autoteilen scheint man offline heutzutage kein geschäft mehr machen zu können.
auch auffällig wie schnell das neue berlin altert. diese neubauten am gesundbrunnen, bzw. bärbel-bohley-ring sind gerade mal zehn jahre alt und scheinen nicht in würde altern zu wollen. kann natürlich sein, dass diese neubauten in sonnenlicht weniger trübsal blasen.
das ehemalige umspannwerk an der kopenhageren strasse altert dagegen ziemlich würdevoll, auch nach gut hundert jahren.
insgesamt 6 kilometer gelaufen und um die zwei stunden unterwegs gewesen.
ifttt.com habe benutzt seit es ifttt gibt. drüber geschrieben hab ich mal 2013 und 2014. ifttt.com war ein wahrgewordener traum für mich. unkomplizierter zugriff auf alle möglichen APIs und damit mal eben schnell was bauen oder ausprobieren. aber alles schöne hat ein ende und das erste ende hat ifttt um das jahr 2020 selbst einegführt als fast alle dienste und applets kostenpflichtig wurden oder ein kostenpflichtiges konto benötigten. ich habe das noch bis jetzt mitgespielt weil ich keinen anderen weg fand die daten von meiner selbstgebauten waage in die ios health app zu schaufeln.
diesen weg habe ich jetzt gefunden und mein ifttt-konto gekündigt, für das ich die letzten 6 jahre so um die 5 euro monatlich bezahlt habe.
in the end i used ifttt more or less only to get my weight from home assistant in ios health. that did not work reliably any more for a couple of month. i found a much better and relable DIY solution (home assistant notification that triggers a shortcut on my phone).
bevor ich den shortcut beschreibe, mit dem ich jetzt tatsächlich zuverlässig mein gewicht in ios health bekomme, nochmal ein paar worte dazu, was auch nicht zuverlässig funktioniert hat.
es gibt mehrere apps die exakt meinen usecase abbilden: daten aus home assistant aufs telefon oder umgekehrt schicken:
weil diese apps alle dazu gezwungen sind im hinttergrund des telefons zu arbeiten, hakelte es immer wieder beim eintragen meines gewichts in die ios health app. ausserdem: warum mit ner kanone auf spatzen schiessen, bzw. auf ein datum mit ner app schiessen?
meine lösung: home assistant sendet, sobald ich mich gewogen habe, ein benachrichtigung an mein telefon:
automation:-id:gewicht_ix_apple_health_shortcutalias:Gewicht ix → Apple Healthdescription:Notify mit Prefix HAWEIGHT → iOS prüft Message im Wenn-Blockmode:singletriggers:-trigger:stateentity_id:sensor.gewicht_ixnot_to:-unknown-unavailableconditions:-condition:templatevalue_template:"{{ trigger.from_state.state != trigger.to_state.state }}"actions:-action:notify.mobile_app_ixrdata:title:Gewicht# Prefix für Shortcut-Wenn. Komma beibehalten (Punkt → 926 kg).message:>-HAWEIGHT:{{ states('sensor.gewicht_ix') | float(0) | round(1)| string | replace('.', ',') }}data:tag:gewicht_ix_health# Shortcut braucht etwas Zeit; clear via Companion-Tag (kein HA aus Shortcuts)-delay:seconds:60-action:notify.mobile_app_ixrdata:message:clear_notificationdata:tag:gewicht_ix_health
auf ios seite triggert das einen shortcut. shortcuts können seit ios 27 (endlich) auch ohne mein zutun von benachrichtigungen getriggert werden. das ging vorher nur mit einem klick auf die benachrichtigung. so ist der shortcut aufgebaut:
TRIGGER:
Mitteilung von "Home Assistant"
Titel enthält "Gewicht"
# weil der Filter nach Titel nicht zuverlässig funktioniert
# werden die Home Assistant-Mitteilungen hier nochmal gefiltert.
WENN Mitteilung.Text "HAWEIGHT" enthält:
Ersetze "HAWEIGHT:" in Mitteilung.Text durch ""
SONST:
Kurzbefehl stoppen
ENDE WENN
Wenn-Ergenis in eine Zahl umwandeln
Protokolliere Health-Messung:
Typ: Gewicht
Wert: Zahl (kg)
Datum: Standardwert
ich hatte noch eine zweite automatisierung bei ifttt: sobald ich ein youtube video gefavt habe, führte ifttt einen webhook aus, der dann in kirby das anlegen eines favoriten für das youtube-video auslöste. statt die youtube-api abzufragen, prüft kirby jetzt den RSS-feed einer playlist und holt alle paar minuten neu hinzugefügte videos in kirby.
I recently came across Brennan's post noticing that Claude Code has been showing up in the commit history of a bunch of my IndieWeb projects lately. That's true! I was wondering when someone would notice. I haven't been hiding it, but I also haven't written anything about why I'm doing it, so this seemed like a good time to finally get my thoughts down.
ich nutze einige der indiewebtools die aaron parecki zur nutzung im web bereitstellt: meine checkins über die swarm ios app landen über ownyourswarm bei mir auf der webseite. wenn es ownyourswarm nicht gäbe, würde ich swarm nicht nutzen. früher, als man instagram noch scrapen konnte, habe ich das mit instagram und ownyourgram gemacht. ownyourgram funktioniert seit einer weile nicht mehr, dehalb nutze ich instagram jetzt andersrum. ich poste bilder zuerst hier und wenn ich sie für geeignet für instagram halte, lasse ich sie automatisch aus kirby per script auf instagram posten.
ich nutze quill von aaron um anderer leute beiträge im web zu liken oder zu bookmarken und um fotos von unterwegs zu posten. in der neuen, komplett neu geschriebenen version ist es nochmal nützlicher geworden. ich kann ein oder mehrere bilder von unterwegs posten, inklusive tags, alt texten, titel, einem text und syndizierungs-targets. konkret: per knopfdruck wird ein bild das ich mit quill auf wirres.net veröffentliche auch gleich auf bluesky, mastodon, grain oder instagram crossgepostet.
jedenfalls: aaron hat seine tools mit hilfe von claude „rebuildet“. die tools sind teilweise bereits 15 jahre alt und einen solchen zoo an öffentlich zugänglichen web-diensten zu verwalten ist sicher kein vergnügen. deshalb freue ich mich sehr, dass aaron diese tools jetzt renoviert hat, statt sie abzuschalten. denn das wäre die alternative zur überarbeitung mit hilfe von coding-assistenz gewesen.
ich bin schon lange ein grosser fan des indiewebs. es bedeutet ja auch in erster linie auch nichts anderes als das, was brennan kenneth brown hier sagte:
the main idea being to empower individuals to own their own identity, data, and web presence rather than relying on centralized social media silos
das ist der zentrale gedanke: die mir wichtigen dinge verwalte ich selbst. das schliesst nicht aus, dass ich zentrale oder dezentrale externe dienste oder silos benutze. der unabhängigkeitsgedanke des indiewebs schreibt nicht vor welche werkzeuge ich zum erreichen dieses ziels benutze, noch nicht mal die protokolle die ich nutze. wenn mir danach wäre, könnte ich eine 1a indiewebseite bauen, die ausschliesslich über das gopher-protokoll zugänglich wäre. ich muss keine webmentions oder microformate nutzen um indieweb zu machen. ich kann auch mit json-ld und mention-scrapern völlig unabhängig das netz weben. oder indem ich einfache txt, md oder html dateien veröffentliche. aber ein paar dieser indiewebtools haben sich als enorm praktisch und effizient erwiesen. deshalb nutze ich sie auch soweit ich sie begreife.
diese tools, standards und protokolle die man allgemein mit dem indieweb verbindet, habe ich in der zeit vor KI-coding assistenten immer nur so halb verstanden und deshalb halbgar umgesetzt. mit coding assistenz und viel experimentierfreude verstehe ich das alles nicht nur besser, sondern kann es auch so betreiben, dass es für mich reibungsfrei und nutzbringend funktioniert.
das indieweb verstehe ich dehalb nicht als sammlung von regeln oder vorschriften, sondern als ständige erinnerung daran, wie wichtig es ist hier und da kontrolle über die eigenen dinge zurückzuholen und zu behalten, aber vor allem als ständige inspirationsquelle und neugierbefriedigungsmaschine.
meine mutter hat es sich stets verbeten ihr zum „muttertag“ zu gratulieren. warum sollte man nur an einem bestimmten tag seine mutter wertschätzen? wir haben uns deshalb bemüht immer nett und anerkennend zu sein, nicht nur am muttertag.
zu weihnachten schenken die beifahrerin und ich uns schon lange nichts mehr. erstens haben wir alles und zweitens, wenn uns etwas fehlt, kaufen wir es uns unter dem jahr oder überraschen uns einfach mal so mit etwas schönem. wenn die beifahrerin einkaufen geht frag ich immer halb im scherz: bringste mir ne überraschung mit? wozu braucht man da noch weihnachten?
als frank kürzlich zu „Ein ♥ für Blogs“ aufrief, hatte ich einen ähnlichen gedanken: warum am 6.12. einen beitrag veröffentlichen, in dem ich „lesenswerte, deutschsprachige Blogs“ vorstelle? das mache ich doch ohnehin schon so gut wie jeden tag?
ich würde schon behaupten wollen, dass ich gerne auch mal aus meinen blasen in andere blasen krieche und linke — oder das zumindest versuche. und in den letzten monaten hat nach meinem empfinden die qualität und quantität in meinem feedreader signifikant zugenommen, auch weil es so viele neue werkzeuge oder neuerdings top-gepflegte blogrollen gibt. ich hab viele neue blogs entdeckt und teile das auch regelmässig hier mit.
ausser … ihr macht mir hier in den kommentaren oder per mail vorschläge1 die mich interessieren und die ich noch nicht kannte oder unterrepräsentiert habe. dann veröffentliche ich die kommentiert in eimem beitrag am 6.12.
selbstnominierungen sind nicht ausgeschlossen. ↑︎
Exegesetip falls das zu komprimiert ausgefallen ist: in den Blechkollegen der Wahl werfen und Erklärung bitten.
siggi becker war früher ein integraler bestandteil des eletrischen reporters. soweit ich weiss, arbeitete er dort redaktionell mit und trat am ende auch öfter auf („siggis letzte worte“). gelesen hab ich ihn auch schon immer1.
nur verstanden habe ich ihn nie.
dank siggis klugem tipp am ende des oben verlinkten artikels habe ich jetzt erstmals etwas von dem verstanden was er schreibt oder sagt. das ist fortschritt.
dank an blogsequenz.de für den hinweis auf den lecktest (heisst wirklich so). der lecktest testet webseiten auf datenlecks. also cookies, aufruf von google analytics, youtube-einbettungen. wirres.net schneidet gut ab, weil ich mich sehr bemühe hier kein drittanbieter-gedöns einzubauen und alles lokal und cookielos auszuliefern.
aber als ich ein paar blogs in meiner blogrolle mal dem lecktest unterzogen habe, hab ich alles gesehen, von A, B, C bis E. also teilweise fette lecks. da ich auch die technische verantwortung für die webseiten der beifahrerin habe und lecktest da auch lecks festgestellt hat, hab ich da eben ein bisschen rumgefummelt bis katiakelm.de und katiakelm.de/blog ihre A-wertung bekommen haben. ich kann das allen ins internet schreibenden empfehlen da mal ihre webseiten zu testen und das dann gerade zu biegen (lassen) bis ein A rauskommt.
portal.
beim morgenspaziergang roch die ganze strecke nach kaffee-röstung und angenehm fermentierem laub. der himmel sah dramatisch aus und auf der kanal dampfte an den stellen auf den die sonne bereits schien.
auf dem westhafen gelände entluden zwei bagger kies von eisenbahnwaggons auf LKW. gelegentlich schob ein kleiner, ferngesteuerter android die waggons ein paar meter nach vorne.
ich frage mich ja immer, warum die menschen und gastronomen zu halloween spinnenweben an und in häusern anbringen, wenn es doch viel einfacher wäre in vorbereitung auf halloween einfach nie zu putzen und nichts zu reparieren. dann wäre man zu halloween immer perfekt vorbereitet.