bitcam

schon ein bisschen albern mit der taschenrechnerkamera bilder mit einem 1 bit und 252 × 189 pixel aufzunehmen. aber mit bitcam geht das und ich finde das gut.
schon ein bisschen albern mit der taschenrechnerkamera bilder mit einem 1 bit und 252 × 189 pixel aufzunehmen. aber mit bitcam geht das und ich finde das gut.
jonas ussing hat in den letzten zwei jahren sechs videos veröffentlicht, in denen er gegen den marketing-mythos der modernen film industrie argumentiert, dass filme ohne computer generierte effekte (CGI) etwas gutes seien. sein hauptargument ist auch der titel seiner reihe:
“NO CGI” is really just INVISIBLE CGI
(playlist aller 6 videos)
fast immer wenn beim marketing eines film behauptet wird, alles sei echt, alle stunts und effekte seinen „praktisch“ (practical) gefilmt und nicht am computer generiert, stimmt das immer nur so halb. stundenlang seziert jonas ussing in seinen videos solche behauptungen von practical effects. ich habe die filme von jonas ussing imemr wieder hier empfohlen und tue das nach wie vor.
ich habe mir den titel von jonas ussings video-reihe mal geborgt, weil ich glaube, dass bei „CGI“ und „AI“ oder „KI“ die gleichen effekte wirken.
zum einen wirkt marketing nur, wenn es auf fruchtbaren boden fallen kann. die behauptung: „kein CGI in diesem film“ wird ja nur deshalb gemacht, weil sie ein qualitätsversprechen ist, das einen wunsch des publikums abbildet. dass sich das versprechen dann bei genauerer betrachtung als kleine lüge herausstellt ist nicht schlimm, solange das CGI-gedöns unsichtbar, unmerklich bleibt.
auch die härtesten kritiker von KI haben keine oder kaum probleme mit dem, was unserere taschenrechnerkameras (smartphonekameras) seit vielen jahren produzieren: bilder die nicht mehr einfach das abbilden was linsen und sensoren eingefangen haben, sondern bilder die eine algorithmisch rekonstruierte interpretation der fotografierten szene sind. moderne taschenrechnerkameras rekonstruieren aus messdaten ein bild, das darauf optimiert wird unserere erwartung zu entsprechen, wie die welt aussieht.
bereits 2018, mit dem iphone XR, sprach apple davon, dass die bildverarbeitungspipeline auch die hilfe einer neural engine in anspruch nähme.
in unseren taschenrechnern werkelt also seit fast 10 jahren KI (machine learning) an unserern bildern rum. aber das stört uns nicht, weil das was rauskommt, genau unseren erwartungen entspricht und damit quasi unsichtbar ist.
auf wired.com erschien dieser tage ein artikel von maxwell zeff mit dem titel „Silicon Valley Doesn't Get Why You Hate AI“
The AI backlash was not caused by scary warnings about the future from tech CEOs, or the fact that OpenAI and Anthropic have not yet cured cancer. It’s about the ways AI is already starting to change society, which many Americans fear is for the worse.
oder mit anderen worten, der gegenwind, den KI nicht nur in den USA, sondern auch hier erfährt, liegt nicht nur daran dass KI-slop die medien verstopft oder KI-firmen die tolle zukunft, die uns KI bringen soll, nicht gut genug kommunizieren, sondern auch daran das wir jetzt schon beobachten können, wie diese technologie vertrauen erodiert, gesellschaftliche konflikte schürt und unsicherheit säät — so wie jede neue technologie die gesellschaft, geschäftsmodelle, lebensweisen verändert.
allerdings erscheinen die veränderungen die KI verursacht im unterschied zu vorherigen disruptionen durch technologiewandel, offenbar selbst hartgesottenen technologiefans und nerds unheimlich und unberechenbar. mir auch.
während das internet auch auf heftigen widerstand bei der gesellschaftlichen adoption traf, schienen immer irgendwie die vorteile zu überwiegen, auch wenn das internet die gesellschaft und die wirtschaft an vielen stellen auf den kopf stellte.
bei KI summieren sich die vor- und nachteile offenbar mehr und mehr zu einer negativen summe. und dagegen scheinen KI-firmen weder mit PR-kampagnen, noch mit immer blumigeren versprechen anzukommen.
das unbehagen, was viele menschen gegenüber KI haben, gleicht dem unbehagenm das viele menschen gegenüber donald trump haben. plötzlich ist da etwas, das an wichtigen schaltstellen der welt sitzt, das enorme macht und wirkmächtigkeit hat, aber gleichzeitug auch schlampig, verlogen, geschichtsvergessen arbeitet — und keinen geschmack und anstand hat. trump und KI machen uns auch deshalb angst, weil es so viele menschen gibt, die ihnen vertrauen oder sich vorteile von ihnen erhoffen und sie in machtvolle oder potenziell allmächtige positionen heben. wir beobachten trump und KI beim dilettieren und dass sie sich kaum einhegen oder kontrollieren lassen.
Jep. Ich setze KI ein. […] KI als Lektor. […] KI zum Ausloten von Optionen. Ja, ich liess manchmal KI Entwuerfe auf Basis meiner Ideen schreiben, um Richtungen auszuloten. Natuerlich habe ich danach diese Rohmasse redigiert, neugeschrieben, oder verworfen. Manchmal kam ich auch mit einem Problem zum LLM, und wir haben besprochen, welche Loesungen es geben kann.
aus meiner sicht ist eine solche nutzung von KI genauso legitim, wie eine bildverarbeitungspipeline in einem taschenrechner, so wie CGI kein CGI ist, so lange es unsichtbar bleibt. oder besser, solange das anthropomorphe, das menschliche, das handgedachte sichtbar und klar erkennbar bleibt.
andererseits ist es genauso legitim über so eine arbeitsweise zu denken: „Das ist mir zu viel KI.“
ben_ beobachtet, dass KI dazu beiträgt text zu entwerten.
Text ist und war schon immer ein Gewebe eigener und fremder Gedanken und Worte, geformt durch nicht-simplizistische Prozesse und Werkzeuge. Im Weinberg des Textes und so …
… aber … [mit KI] sinkt der Wert aller Texte, automatisch. Egal, wie viel oder wenig. Text fällt im Wert und Text gerät unter Generalverdacht und wird es fortan bleiben.
im prinzip gehts wieder um die wurst. einerseits in dem sinn, dass wir als gesellschaft wieder wege finden müssen die verwerfungen der technologie so zu navigieren, dass wir unsere gesellschaften zusammenhalten können und vor dem auseinanderbrechen bewahren können. gesellschaftliche krisen die durch technologiewandel ausgelöst wurden, haben wir in der jüngeren geschichte ja schon öfter — mehr oder weniger erfolgreich — navigiert.
aber andererseits gehts auch um die herstellung der wurst. ich zitiere alle paar monate dieses zitat von teller:
Sometimes, magic is just someone spending more time on something than anyone else might reasonably expect.
wenn wir wieder „handdenken“ (wortschöpfung: dvg), mehr arbeit in texte stecken als sich irgendwer vorstellen kann, haben wir vielleicht die chance den wert von text wieder zu steigern — auch wenn der generalverdacht bleiben wird.
text und andere kreative gewerke haben noch chancen, wenn der herstellungsprozess genau so sichtbar gemacht wird, wie es filmstudios gelegentlich in ihrem marketing versuchen, wenn sie behaupten ein film enthalte (angeblich) „no cgi“.
wer wurst herstellt und dafür konsumenten finden will, wird künftig möglicherweise nicht mehr umhin kommen, den herstellungsprozess so transparent wie nur möglich darzustellen. das heisst aber auch, ein einfaches label „no AI“ / „keine KI“ wird nicht reichen, da muss auch ganz viel differenziert werden. einfache label werden nicht reichen. harte und viel kreative hand- und denk-arbeit allein auch nicht.
so wie jonas ussing mit viel mühe über 6 videos hinweg die behauptung „no CGI“ als kleine oder grosse lüge entlarvt hat, werden auch label wie „no AI“ oder „keine KI“ nie die ganze wahrheit über die herstellung kreativer arbeit ehrlich abbilden. es ist immer komplizierter als man denkt. so wie „made in germany“, „selbstgebackenes brot“ oder „ohne konservierungsstoffe“ auch immer nur einen teil der geschichte erzählen.
vielleicht sollten wir uns statt auf labeling, eher darauf konzentrieren unserer KI-nutzung in bessere worte zu fassen? eine sprache dafür finden, um zu beschreiben wie wir arbeiten. vielleicht lohnt es sich darüber zu reflektieren, was wir von kunst, text und kultur eigentlich genau erwarten, was uns eigentlich wichtig ist? was wir eigentlich wollen? wo die grenzen verlaufen, wo wir die pflöcke einschlagen?
schön und lesenswert in diesem zusammenhang:
eigentlich wollte ich ja bis april 2027 nicht mehr über mein gewicht schreiben. aber ich freue mich, dass die durchschnittswerte diesen monat ein bisschen nach unten zeigen. immerhin habe ich im august meine pommes-experimente wieder aufgenommen und rösti in butter getränkt. und das freut mich: dass ich auch ohne wirklichen verzicht mein gewicht halten und im rend sogar noch ein bisschen runterbekommen kann. kann natürlich auch daran liegen, dass ich in sachen muskelaufbau in den letzten wochen etwas faul war.
und andererseits ist es jetzt fast ein jahr her, dass ich zum letzten mal semaglutid/ozempic genommen habe und sehe, dass das gewicht da bleibt wo ich es gut finde.
mein monatliches durchschnittsgewicht vom januar 2025 bis zum august 2026 (stand vom juni 2026)
mir ist aufgefallen, dass noch einige blogs die ich gerne lese in meinen blogrollen fehlen. meine blogrollen auffüllen oder umsortieren werde ich jetzt reglmässig machen weil ich sie mittlerweile selbst mit grossem vergnügen selbst nutze, derzeit vor allem in meinem reader, aber auch mittels eines neuen rivva-feature, dass gegebenenfalls bald öffentlich zugänglich ist.
was mir im reader auffiel. ich mag netzpolitik, aber die veröffentlichungsfrequenz von artikeln die ich nicht unbedingt sofort lesen möchte ist mir ein bisschen zu hoch. deshalb wandert netzpolitik von meinner „startpack-blogrolle“ in „auch in meinem feedreader“ — und damit aus dem reader.
ich führe künftig also drei blogrollen, eine (das „starterpack“) mit deutschsprachigen blogs die ich so gerne lese, dass ich sie gerne vor allem anderen in meinem feedreader lesen würde. dann eben jene blogs die ich auch in meinem feed reader habe und von denen ich fast alles lese, aber eben auch gelegentlich was überspringe oder auch später lesen kann. und dann die englischsprachigen blogs. da werde ich in zukunft vielleicht noch eine vierte blogrolle draus extrahieren, mit englischsprachigen blogs die ich für essenziell halte, wie daring fireball oder waxy.org oder this isn't happiness.
Ole Reissmann
ole reissmann lese ich auch furchtbar gerne, auch wenn er sich thematisch derzeit fast ausschliesslich auf KI und journalismus konzentriert. ich finde dort gelegentlich echte perlen. → englischsprachige blogs
alexander matzkeit über film und medien und dies und das. er schreibt selten, aber immer mit substanz und leidenschaft. → starterpack
horax schreibt hier
in der unterzeile steht unter anderem: „absichtsloses herumliegen“. das gefällt mir, aber auch das, was horax gelegentlich schreibt. → starterpack
Stefan Niggemeier
das war lange zeit mein lieblingsblog von meinem lieblingsjournalisten. dann kam übermedien und stefan-niggemeier.de schlief ein. jetzt (2026) veröffentlich stefan dort wieder artikel, die er anderswo veröffentlicht hat. ich bin sicher, dasss stefan-niggemeier.de irgendwann wieder mein lieblingsblog wird. → auch in meinem feedreader
beim letzten follow-montag landete johannes kuhn noch in einer eigenen blogrolle und OPML-datei. die habe ich jetzt entfernt und johannes ins starterpack aufgenommen.
florian schreibt über trakt und dass er jetzt floppy zum medientracking nutzt.
mit trakt habe ich auch ein paar jahre meinen medienkosum getrackt, aber vor einer ganzen weile damit aufgehört, weil mir das einerseits zu doof wurde einer firma so ein datengeschenk zu machen auf eine art auch suspekt wurde.
vor ein paar monaten entschied ich mich jedenfalls für mindestens ein jahr hier im blog festzuhalten, was ich an serien und filmen sehe. da wo es geht oder sinn ergibt, ziehe ich es vor, meine daten selbst zu verwalten und zu meinen bedingungen zu veröffentlichen. es zeigt sich soweit, dass das ganz gut geht und auch semiautomatisch. wenn es nicht semiautomatisch gehen würde, verliesse mich schnell die lust soetwas zu tun. mein workflow war hauptsächlich dass alles was ich auf plex sehe automatisch einen eintrag im blog erzeugt. dinge die ich auf netflix, amazon prime oder in mediatheken sehe, musste ich noch gelegentlich manuell anlegen. ein bisschen half mir dabei popfeed, das eine gute metadatenquelle ist und das ich im rahmen meines ATmosphere-wahns gerne ausprobieren wollte (zum paralellen tracken).
jedenfalls habe ich mir dann auf anregung von florian eben jenes floppy angesehen. floppy ist wie trakt oder popfeed ein medientracker, nur dass man ihn selbst betreiben kann. floppy hat mir auf den ersten blick gefallen. ich konnte alle daten, vor allem die gesamte dort gespeicherte histiorie, von trakt und plex importieren und gleichzeitig metadaten-dienste nutzen, die auch von trakt, plex, popfeed und allen anderen genutzt werden. floppy weiss aus der plexhistorie, dass ich gerade silo sehe, weiss was die nächste folge kommt und sobald ich die neueste folge gesehen habe, markiert floppy die, dank einer verbindung zu meinem plex, automatisch als gesehen. wenn ich eine folge reacher auf amazon prime sehe, kann ich die gesehene folge mit drei klicks als gesehen markieren und der eingebaute kalender in floppy zeigt mir, wann die nächsten folgen kommen.
aber das beste ist: sobald floppy eine folge oder einen film als gesehen markiert, legt es, mit einem kleinen selbstgeschriebenen script, auch einen eintrack im medientracker auf wirres.net an.
serien wie die sendung mit der maus oder die formel 1 zu tracken, war mit trakt und popfeed entweer mühsam, unmöglich oder buggy. das tracken der sendung mit der maus mit floppy war auch buggy, aber weil floppy auf meinem heimserver läuft, konnte ich es patchen, so dass ich jetzt sowohl die formel 1, als auch die sendung mit der maus fehlerfrei und mühelos tracken kann.
was ich sagen will: floppy ist toll, seine eigenen metadaten zu verwalten ist noch toller und mein trakt-konto zu löschen fühlte sich gut an.
letterboxd finde ich nach wie vor sympathisch und werde meine gesehenen filme und kurzkritiken dort weiterhin veröffentlichen.
popfeed finde ich toll, aber es scheint einerseits nicht weiterentwickelt zu werden und ist andererseits irre langsam. die nutzung von popfeed pausiere ich erstmal.
heiko hat sich, wie florian, auch einen medientracker gebastelt.
während frida und ich zwei wochen alleine zuhause waren, war die beifahrerin in hamburg und hat bei der pentiment sommerakademie einen malerei-kurs geleitet. die dozenten der sommerakademie halten auch immer einen vortrag. das ist ihr vortrag, den sie nochmal eingesprochen hat.
er handelt von meinen vier letzten arbeitsgruppen und wie sie entstanden sind.
claudia hat aufgeschrieben, was sie beim kommentieren (in blogs) nervt. von meinen vorherigen kommentarsystem war sie (zu recht) genervt. mit der einbindung von isso ist sie zufrieden, aber ich selbst auch.
obwohl ich isso jetzt seit fast zwei monaten in betrieb habe, ist hier noch kein spam-kommentar gelandet. das mag daran liegen, dass es (derzeit noch) ausschliesslich über javascript funktioniert. das nervt claudia nicht, aber andere — und ich möchte das langfristig noch ändern. ansonsten habe ich isso wirklich niedrigschwellig konfiguriert: wer mindestens drei zeichen kommentar eingibt, kann das formular und damit einen kommentar abschicken. die angabe des namens, der emailadresse oder der eigenen website ist optional. so oder so gibts eine vorschau und die option den kommentar 30 minuten lang (nach der veröffentlichung) zu editieren (über einen cookie). markdown ist unterstützt, links werden klickbar, lediglich der hinweis darauf, dass markdown unterstützt wird, fehlt noch. wobei ich glaube, dass, ausser ein paar spezialisten, ohnehin niemand weiss was markdown ist.
jedenfalls denke ich, claudia hat recht. ich finde es auch extrem nervig, wenn man einen kommentar schreibt und nach dem senden entweder nix passiert oder ein hinweis auf moderation erscheint. wenn schon moderation, dass könnte der kommentar mir selbst doch wenistens weiter angezeigt werden?
ich kommentiere schon länger so, dass ich kommentare, die ich anderswo hinterlasse, auch hier veröffentliche. wie alles was ich hier mache, mache ich das natürlich in erster linie für mich selbst. so kann ich später schauen ob es antworten gab, ob die moderation erfolgreich war oder gelöschtes zumindest bei mir selbst behalten. und für die eine oder andere person mag es sogar interessant sein zu sehen, was ich anderswo ins internet schreibe.
aber am liebsten ist mir das kommentieren per webmention. das geht nicht überall, aber zum beispiel bei eay.de oder dem kopfzeiler. ich schreibe aber beim webmention-kommentieren nicht nur eine antwort unter einen fremden beitrag, sondern ich behalte auch die fähigkeit den zu editieren oder zu löschen. das finde ich ziemlich sensationell. mit wordpress kann man das kommentieren per webmention mit (natürlich) matthias pfefferles indieweb-plugin konfigurieren, mit kirby und ein bisschen handarbeit hilft einem maurice renks indieconnector.
was mich im gegenteil zu claudia nicht nervt: wenn man gar nicht kommentieren kann.
Kommentieren unmöglich: Blogg doch selbst, steht dann z.B. da. Ok, alles klar, ich lese dann aber auch nicht mehr mit. Für mich sind Blogs die einzig verbliebenen Medien, wo noch gute Gespräche möglich sind – keine Wandzeitungen.
die gespräche sind ja immer noch möglich. diesen sermon hier möchte ich nicht unter claudias eintrag posten, aber trotzdem ist dieser beitrag auch ein kommentar. claudia wird diesen artikel sehen, entweder in ihren referern oder bei rivva. oder weil sie hier zufällig mal reingeschaut hat. das ist ja das tolle am internet, an links, an eienr wandzeitung. besteht alles irgendwie aus gesprächen und kommentaren.
wähhrend die beifahrerin auf dienstreise war, durfte ich mit frida 2-4 mal täglich raus gehen. sonst bin ich nachmittags nicht so oft in den rehbergen, in den letzten beiden tagen war nachmittags immer irgendwo live musik. nicht mein ding, aber musik, menschen die feiern und in die büsche kacken find ich auf ne art ganz schön. und der himmel hat sich auch jedesmal für unsere spaziergönge rausgeputzt.
ich bin sehr leicht zu beeinflussen. kaum sehe ich ein video über rösti, muss ich rösti selbst machen.
ich war immer schon begeistert von tortillas die mit so wenigen zutaten (kartoffel, zwiebel, ei, öl, salz) so enorm schmackhaft sind. aber rösti bestehen nur aus geriebenen kartoffeln, geduld und salz und ein wenig butter. und sind mindestens genauso toll und dazu noch knusprig.
fertiger rösti aufgeschnitten
mittlerweile hat sich der dark mode als option (j sei dank) fast überall durchgesetzt. wenn ich nachts aufwache und mich mal kurz an den rechner setze, hasse ich es, wenn webseiten mich dann viduell anschreien. aber auch tagsüber finde ich hell leuchtende webseiten unangenehm.
deshalb hat wirres.net seit etwas mehr als einem jahr auch einen dark mode.
was mich dabei oft genervt hat: manche bilder sehen im dark mode elegant aus, aber im light mode nicht. oder umgekehrt. häufigster workaround dafür bisher: mit transparenzen arbeiten, also möglichst auf hintergründe verzichten. bei strichzeichnungen mit schwarzem oder weissen strichen klappt das dann aber nur in 50% der fälle. man kann dann einen grauton für die striche wählen, der sowohl im dark- als auch lightmode sichtbar bleibt.
die saubere lösung ist eine media-query und damit was man (glaube ich) art directed images nennt:
<picture>
<source srcset="…-dark.png" media="(prefers-color-scheme: dark)">
<img src="…-light.png" alt="…">
</picture>
dafür muss man dem CMS beibringen, pro bild auf wunsch auch zwei quellen (oder mehr, je nach dem wie art-directy man werden will) zu verwalten. in meinem fall würde das aber im html-code, der für bilder ohnehin schon irre komplex ist, noch mehr komplexität bedeuten.
deshalb habe ich mich sehr über diesen workaround gefreut, den mir cursor heute vorgeschlagen hat, auch eine media query:
@media (prefers-color-scheme: dark) {
.cover--invert-on-dark { filter: invert(1); }
}
umgesetzt habe ich das jetzt so, dass bilder die auf *-invertable* enden passend konvertiert werden. beispiel aus diesem artikel:
das bild hat weissen hintergrund mit schwarzen linien, wird aber bei aktiviertem dark mode invertiert dargestellt, also mit schwarzem hintergrund und weissen linien. das sollte auch mit schwarzen linien auf weissem hintergrund klappen. (allerdings klappt das nicht im RSS, weil kein CSS.)
und es sollte auch mit transparentem hintergrund klappen. das ist ein kubus aus schwarzen linien auf transparentem hintergrund:
das ist der code den mir cursor geschrieben hat:
/*
* S/W-PNGs mit Dateiname *-invertable.png: Ablage = Light-Variante.
* Dark Mode: per CSS invertieren (Transparenz bleibt erhalten).
* Selektor bewusst "-invertable" (nicht nur ".png"): Kirby-Thumbs heißen
* z.B. name-invertable-320x.png / name-invertable-320x-q75.webp.
*/
@media (prefers-color-scheme: dark) {
img[src*="-invertable"],
img[data-src*="-invertable"],
img[srcset*="-invertable"],
img[data-srcset*="-invertable"],
picture:has([srcset*="-invertable"]) img,
picture:has([data-srcset*="-invertable"]) img {
filter: invert(1);
}
}
/* Lightbox hat dunklen Hintergrund → immer die Dark-Darstellung */
.pswp img[src*="-invertable"],
.pswp__img[src*="-invertable"] {
filter: invert(1);
}
interessant (zumindest für mich) ist was mit der lightbox im light-mode passiert (also wenn man auf das bild klickt, um es zu vergrössern): weil der hintergrund der light box immer schwarz ist, wird dann auch die dark-mode-variante in der lightbox angezeigt. alles mit ein bisschen CSS. faszinierend.
dieses foto von julius shulman kennt jeder architekturstudent. mich hat es während meines architekturstudiums zu feuchten träumen über sichtachsen und minimalistisches design inspiriert. an diesem foto stimmt konzeptionell alles und es fängt eine stimmung ein, die schwer zu beschreiben ist, die aber jeder versteht, sobald man das foto sieht. ganz ähnlich dem bild von edward hopper.
ich wusste, dass das haus am hang der hollywood-hills vom architekten pierre koenig gebaut wurde und dass es mindestens 21 weitere case study houses gibt.
was ich nicht wusste, war, dass die bauherren, die familie stahl, schon vor pierre koenig eine ziemlich genaue vorstellung vom haus hatten. das steht zwar auch so in der wikipedia …
Stahl provided the inspiration for the overall structure, setting out his ideas by mid-1956 in a model of the house he wanted for the site. Unlike the house as built, the model has a curved rear wall and butterfly roof.
[…]Koenig adhered to the basic attributes of Stahl's concept but refined the design into something much more rigorous, geometric and 'pure' in its form and materials—in essence adapting it to his own vocabulary.
… aber dieses video erklärt die geschichte des hauses sehr bildlich. die kinder der stahls erzählen davon wie ihre eltern das haus planten, bauten und wie die familie darin lebte und wie das haus jetzt der öffentlichkeit zugänglich ist. eine grossartige kleine dokumentation, die nicht nur für architekturinteressierte interessant ist.
vor ein paar tagen sah ich in der müllerstrasse einen neuen laden in dem jemand nudeln mit der hand zog: chen’s beef noodle house. der laden ist so neu, dass noch nicht mal die homepage von chen’s beef noodle house die adresse gelistet hat (google hat den eintrag schon).
als frida und ich gestern wieder dran vorbeiliefen und ich wieder den koch nudeln ziehen sah schaute ich mir die speisekarte von der strasse aus an. ich entschied mich spontan eine der bowls zum mitnehmen zu kaufen:
- 招牌蘭州清湯牛肉麵 14,90 €
Hausgemachte Lanzhou-Rindfleischnudeln in klarer Brühe
Signature Lanzhou Clear Broth Beef Noodles
auf google maps beklagt sich jemand:
13,90€ pro Suppe finde ich teuer, da kaum Fleisch enthalten ist.
ich fand 14,00 € OK, aber mir fiel auf, dass enorm viele nudeln enthalten waren. so kam das bei mir an.
nach der hälfte der nudeln war ich befriedigt und satt. das fleisch war wenig aber zart und dünn geschnitten, der frische koriander war toll, die brühe klar und die nudel fluffig.
heute zum frühstück dann resteessen mit mehr gemüse und mehr brühe. so mit ein paar kühlschrankresten für 14 euro zwei sehr befriedigende mahlzeiten mit sehr guten, handgetogenen nudeln gehabt.
der laden selbst ist angenehm eingerichtet, die bedienung sprechen kaum deutsch, sind aber sehr, sehr freundlich, es werden ununterbrochen nudeln gezogen und man kann nur bar bezahlen.
jetzt hab ich eine maschinenlesbare /blogrolle die automatisch auch /opml ausgibt und würde das eigentlich auch gerne selbst nutzen. oder wenigstens ausprobieren wie man sowas nutzen kann, also mein eigenes dog food essen, wie man so schon sagt. mittlerweile weiss ich, dass man die einzelnen opml feeds in freshRSS so abonnieren kann, dass sie sich dynamisch aktualisieren, wenn ich sie hier, hier, hier oder hier ändere oder erweitere. aber ich nutze miniflux und das kann keine dynamischen opml-feeds abonnieren.
freshRSS hat eine demoinstanz auf der man sich anmelden kann und die features von freshRSS testen kann. klappt gut, also man kann einzelnen opml-urls hinzufügen oder in ordner verteilen und hat dann alle enthaltenen feeds abonniert und kann auch einzelne feeds muten oder selbst weitere hinzufügen. aber ich wollte jetzt nicht meinen ganzen setup auf den kopf stellen oder mir freshRSS installieren.
also hab ich mir ein kleines script schreiben lassen das ein wenig vom rivva #rp26 feed inspiriert ist. wenn man den abonnierte fütterte der alle beiträge die im mai die republica erwähnten oder den tag #rp26 nutzten in einen einzigen feed. das war sehr praktisch, weil ich dann in meinem feed-reader die beiträge gleich lesen konnte. aber es war möglicherweise auch ein bisschen heikel, weil der rivva-rp26-feed fremde inhalte aggregierte.
das script das ich mir gebaut habe macht das gleiche wie der rivva-rp26-feed: aus bestimmten feeds einen neuen feed bauen. allerdings ohne den inhalt (nur die überschriften) und nicht mit #rp26-inhalten, sondern eben mit den quellen aus meinem OPML. wenn man /opml2feed aufruft sieht man (im zweiten schritt) das:
man sieht alle OPML-feeds die ich anbiete vorausgewählt, kann die auswahl aber auch reduzieren. wenn man weiter scrollt sieht man alle in den OPMLs enthaltenen einzelnen feeds.
auch die kann man einzeln abwählen. der resultierende feed hat dann eine einmalige, schwer zu erratende, also geheime ID wie /opml2feed/0a460f0400115382859d.xml.
mit der ID kann man auch immer zurück auf die konfigurationsseite und die einstellungen des ergebnisfeeds anpassen. den feed mit der ID 0a460f0400115382859d würde ich niemandem empfehlen zu nutzen, weil der jetzt veröffentlicht ist, nicht mehr geheim ist und den jetzt jede modifizieren kann.
der witz ist: wenn ich eine neue blogrolle hinzufüge oder zu einer bestehenden blogrolle einen feed hinzufüge, aktualisiert sich auch der „geheime“ feed.
wirres.net/opml2feed/ steht derzeit allen interessierten offen, ist aber explizit erstmal ein test und bietet nur meine OPMLs zur auswahl an. wer das testen möchte: gerne. aber das kann sich alles noch ändern, das ganze ist das frühe stadium eines praktischen gedankenexperiments.
natürlich habe ich mir für meine private nutzung eine versteckte option eingerichtet, um die feeds auch im volltext oder originalzusatnd weiter zu geben, also nicht nur die überschrift. aber grundsäzlich können die meisten feed-reader die ich kenne auf knopfdruck den volltext von gekürzten oder leeren RSS items von der jeweiligen website ziehen. oder man klickt halt wie früher zur originalseite durch. ein feed der nur überschriften enthält, ist also grundsätzlich gut nutzbar.
so oder so würde ich mich über tester und feedback freuen. bei interesse veröffentlche ich auch gerne den vibe-gecodeten quellcode.
viele dinge auf der welt sind uns verborgen und entziehen sich unserer wahrnehmung. das hat den vorteil, dass wir uns über vieles keine sorgen machen müssen, weil wir es gar nicht mitbekommen. umgekehrt funktioniert es aber auch, wir können dinge sehen, die gar nicht da sind. auf diesen fotos aus den achtziger jahren, die irgendwann viel zu niedrigauflösend gescannt wurden, sehe und rieche ich unsere frankreichurlaube wieder vor meinem inneren auge und meiner innereen nase. ich erinnere mich an unser altes haus in aachen/kornelimünster und unser leben dadrin. ich erinnere mich an elena, wie sie war, ganz anders als ich. elena kam reinlich und ordentlich aus dem mutterleib, sie legte wert auf dinge die mir egal waren — und umgekehrt. wir waren von geburt an so grundverschieden, dass ich seitdem der meinung bin, dass unserer persönlichkeiten sich von erziehung, kindheits- und jugenderfarungen kaum irritieren lassen.
wie wir sind, wie wir werden, scheint zu einem grossen teil vorbestimmt.
das einzig wichtige ist wohl liebe. viel liebe. die hat elena bekommen und freigiebig auf alle die mit ihr lebten verteilt. wir hatten eine eigentümlich starke bindung, die auf eine art bedingungslos war und keiner worte bedurfte. ich konnte mich über sie lustig machen und sie mich beschimpfen, ohne das die leisesten zweifel an unserer gegenseitigen liebe aufkamen.
ich habe früh und viel verantwortung für elena übertragen bekommen. ich erinnere mich, dass ich sie täglich vom kindergarten abholte der etwas entfernt von unserem zuhause lag. ich betreute sie nachmittags, während unsere eltern arbeiten oder studieren waren. ob es eine gute idee ist einen 12-jährigen auf eine 5-jährige aufpassen zu lassen kann man wahrscheinlich länger diskutieren. aber es hat unsere bindung gestärkt und uns möglicherweise beide reifen lassen.
nach ein paar versuchen1 sind mir die pommes aus dem airfryer heute so gelungen, wie ich es mir vorgestellt habe.
das rezept ist eine mischung aus dem „ultimativen pommes-rezept“ von heston blumenthal und chris youngs TK pommes aus dem airfryer. die pommes werden herrlich knusprig, sind innen aber eher weich. die kleinen knsuprigen stückchen aus den randstückchen und der bruch beim aufrauhen sind fast das beste.
ergibt: 1 portion
kartoffeln schälen und in pommes schneiden. ich hab mich für ca. 11 × 11 mm entschieden, aber freihand geschnitten. danach in klarem, kalten wasser die stärke abspülen.
ungefähr 15 minuten in kochendem wasser blanchieren. dem wasser kein salz oder essig zugeben. je nach dicke der pommes kann es auch schneller gehen. wenn man mit einem spitzen messer ohne allzuviel widerstand in eine pommes stechen kann, sind sie gut. sie sollten beinahe auseinanderfallen.
aus dem wasser in ein sieb geben. die kartoffeln sollen jetzt ein wenig aufgerauht werden. ich habe dafür einen deckel aufs sieb gelegt und die pommes ein paar mal durchgeschüttelt. ich habe auch vorher eine handvoll grobkörniges salz dazugegeben und danach abgespült. das hat gut geklappt, aber ich weiss nicht ob es eine wirklich gute idee ist, die pommes oberfläche sollen eigentlich so trocken wie möglich werden.
beim aufrauhen gab es ein bisschen bruch, aber auch kleine stückchen ergeben, nachdem sie getrocknet sind, herrlichen crunch im airfryer.
danach müssen die vorblachierten pommes trocknen. am einfachsten geht das wenn man sie 20-30 minuten offen in den kühlschrank legt. mit etwas geduld können sie auch bei zimmertemperatur auskühlen und trocknen.
blanchierte und aufgerauhte pommes vor dem gang in den kühlschrank (zum trocknen).
die pommes sollen jetzt ohne fett in den airfryer, ca. 15 minuten bei 200°C. darauf achten dass nicht zu viele pommes im korb landen. die zwei dicken lartoffeln haben meinen korb ganz gut gefüllt.
auch kleine bruchstücke vom aufrauhen kommen mit in den korb.
alle 5 minuten die pommes wenden/schütteln.
die pommes aus dem airfryer in eine schale geben und mit einem schuss öl begiessen, gut salzen und im öl und salz wenden.
letztes mal sind sie zu glatt, einmal sind sie gut geworden, aber ich hab keine fotos gemacht ↩︎
dieses format, das johannes hier nutzt, gefällt mir. ein newsticker über den tag eines webreisenden. das wäre eine möglichkeit einzelne beiträge, zum beispiel aus meinem fluss von bookmarks und likes zu bündeln und weiter zu kommentieren. aus mikrobloggen wird makrobloggen.
dann fiel mir auf, dass ich johannes kopfzeiler.org zwar schon seit ewigkeiten in meinem feedreader habe, aber nicht auf meiner blogrolle. jetzt habe ich ja mehrere blogrollen, auf mehrere beiträge verteilt und als OPML oder in /blogrolle als übersicht gebündelt, was die sache maschinenlesbar, aber nicht unbedingt übersichtlicher und verständlicher macht.
aber so könnte ich jetzt follow-tage machen, nach dem motte des alten twitter-follow-friday, zu dem man konten empfahl, die man zum folgen empfahl. alle paar wochen eine blockroll-blogrolle hinzufügen.
→ weiterlesen
nachdem ich hier um die 20 deutschsprachige blogs maschinen- (und menschen-) lesbar veröffentlich habe, folgen hier um die 20 englischsprachige blogs. in der blockrolle kann man auch beziehunge nach XFN definieren kann, konnte ich hier auch mehrfach beziehungen als muse („Someone who brings you inspiration“) definieren. das ist zwar grundsätzlich bei allen blogs die ich lese so, aber hier ist das noch ein bisschen stärker. ich glaube meine grossen vorbilder waren zwischenzeitlich immer wieder john gruber, jason kottke und aaron parecki.
ansonsten ist die blogrolle gespickt mit einigen apple spezifischen blogs, aber so bin ich nun mal.
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sehr früh wachgeworden wegen sehr lautem regen und gewitter. frida und ich haben uns dann mit dem regenradar abgestimmt und sind erst nach acht losgegangen um weiteren (stark) regen zu vermeiden (was gut geklappt hat).
auffällig war wie energiegeladen wir beide waren. während es gestern zum morgenspaziergang schon fast 25°C waren, war es heute angenehme 17°C. damit konnten wir beide beherzt auf die tube drücken, mein pace beim gehen war zum ersten mal seit langem wieder über 10'18"/km (5,8 km/h im ø).
so energiegeladen frida auch war, einen anfliegenden cricket-ball überliess frida mir in den rehbergen ohne sich aufzuregen und die drei amseln die wir unterwegs sahen zeigte sie mir an, statt ihnen hinterher zu jagen. das grün war durchgehend saftig.
zum frühstück resteessen.












