ker­zen­zeit

felix schwenzel in notiert

im herbst scheint mir da­nach zu sein über mei­ne ker­zen zu schrei­ben, letz­tes jahr ende sep­tem­ber und mit­te no­vem­ber und jetzt wie­der. letz­tes jahr habe ich der bei­fah­re­rin 3 ker­zen ge­schenkt, von de­nen sie nur so mit­tel-be­geis­tert schien. sie ste­hen seit­dem im wohn­zim­mer und ha­ben das jahr über kaum ge­brannt und hin­ter da­vor ge­sta­pel­ten sa­chen ver­bracht.

aber vor zwei wo­chen frag­te mich die bei­fah­re­rin, ob sie nicht auch ker­zen im schlaf­zim­mer ha­ben könn­te, das sei ja so ge­müt­lich.

mein wor­te. ich freue mich fast täg­lich wenn sie abends (au­to­ma­tisch) bei mir im zim­mer an­ge­hen. das licht und das sub­ti­le fla­ckern ist an­ge­nehm und be­ru­hi­gend. die fra­ge ob das rea­lis­tisch sei, stel­le ich mir gar nicht, ge­nau­so wie ich mir die­se fra­ge nicht beim ad­ap­ti­ven licht stel­le, das wir mitt­ler­wei­le fast über­all in der woh­nung ha­ben. wenn das licht abends gelb­sti­chi­ger wird und tags­über hel­ler und käl­ter, ent­spricht es ein­fach der un­be­wuss­ten er­war­tung, die man ans licht hat. nachts, wenn alte men­schen auf­ste­hen müs­sen um aufs klo zu ge­hen, ist das licht fun­ze­lig, mor­gens um sechs er­in­nert es ei­nen be­reits dar­an, lang­sam mal wach wer­den zu kön­nen.

je­den­falls hat­te ich noch ker­zen auf hal­de, ei­gent­lich mit der idee die ir­gend­wann mal je­man­dem zu schen­ken, aber dann hab ich sie eben der bei­fah­re­rin ge­schenkt und im schlaf­zim­mer auf­ge­baut.

der witz die­ser ker­zen ist ja, dass sie al­lei­ne an- und aus ge­hen, ohne dass man das han­dy oder eine fern­be­die­nung su­chen muss oder dass man über­haupt an sie den­ken muss. in mei­nem zim­mer und im wohn­zim­mer ste­hen in­fra­rot-blas­ter, die das über­neh­men, aber im schlaf­zim­mer gabs das nicht. also hab ich (im prin­zip) eine in­fra­rot-LED an eine vor­han­de­ne, selbst­ge­bau­te esp8266-uhr ge­lö­tet. ein wi­der­stand und ein tran­sis­tor wa­ren auch noch nö­tig, aber da­mit schal­ten sich die ker­zen jetzt mit dem nacht­tisch ein und aus. oder in der home app oder ei­ner fern­be­die­nung.

das sind die freu­den der heim­au­to­ma­ti­sie­rung, wenn sich die mit­be­woh­ne­rin auch mal drü­ber freut. 

kerzen in meinem zimmer

kerzen im wohnzimmer

kerzen im schlafzimmer


25.10.2026

felix schwenzel in notiert

es soll­te den gan­zen tag stür­misch und reg­ne­risch wer­den. wars dann auch am mor­gen, des­halb sind fri­da und ich nur eine klei­ne run­de vor dem an­ge­kün­dig­ten re­gen ge­lau­fen. am nach­mit­tag kam dann die son­ne raus und aus den stür­mi­schen böen war auch die luft raus.

die zeit­um­stel­lung ging bei al­len uh­ren glatt. nur die mi­kro­wel­le und fri­da müs­sen noch ma­nu­ell um­ge­stellt wer­den oder sich an die ge­won­ne­ne stun­de ge­wöh­nen.

zig­bee2mqtt hat sich ver­mut­lich an der zeit­um­stel­lung ver­schluckt, heu­te früh woll­ten die meis­ten lich­ter nicht mehr an­ge­hen, bis ich den con­tai­ner neu ge­star­tet hat­te. no­tiz an mich selbst: au­to­ma­ti­sie­rung bau­en, die den zig­bee2mqtt-con­tai­ner zwei stun­den nach der zeit­um­stel­lung neu star­tet.

ges­tern fiel mir auf, dass mei­ne re­gen­ra­dar da­ten fehl­ten. ich be­zie­he (mehr oder we­ni­ger) alle wet­ter­da­ten in home-as­sistant vom deut­schen wet­ter­dienst. und der deut­sche wet­ter­dienst macht mit die­sen wet­ter­da­ten, was man als steu­er­zah­len­der bür­ger von ei­ner öf­fent­lich recht­li­chen an­stalt er­war­tet: er stellt sie im in­ter­net für je­der­mann, je­der­frau und je­der­ma­schi­ne zur ver­fü­gung. beim öf­fent­lich recht­li­chen fern­se­hen ist das ja nicht so, da wird wei­ter­hin de­pu­bli­ziert und funk­tio­nie­ren­de urls in 404s ver­wan­delt.

bild in großansicht öffnen

de­halb möch­te ich hier ein kur­zes lob­lied auf den DWD sin­gen. ich be­kom­me alle ak­tu­el­len wet­ter­da­ten von der wet­ter­sta­ti­on in te­gel und vor­her­sa­gen die sich stünd­lich ak­tua­li­siert wer­den. da­mit sehe ich auf ei­nen blick wie es mor­gen wird: tro­cken, am nach­mit­tag et­was son­ne, leicht böig und wol­kig bei tem­per­tu­ren um die zehn grad.

aus­ser­dem lie­fert der DWD auch ei­nen re­gen­ra­dar der mir in den letz­ten 2 oder 3 jah­ren ziem­lich ge­nau sa­gen konn­te ob und wie­viel es in den nächs­ten zwei stun­den reg­nen wird. das schö­ne ist ja, wenn man die da­ten ein­mal hat, kann man da­mit ma­chen was man will. wet­ter- oder re­gen­war­nun­gen auf bild­schir­men oder mit sub­ti­len licht­ef­fek­ten im flur, so dass man am licht­ef­fekt ab­le­sen kann ob und wie­viel re­gen es beim ver­las­sen der woh­nung ge­ben wird. nach­rich­ten aufs te­le­fon und neu­er­dings un­ter­stützt home-as­sistant auch live-ak­ti­vi­täts­an­zei­gen, die dann durch­ge­hend die stär­ke des re­gens über die nächs­ten zwei stun­den an­zeigt.

je­den­falls funk­tio­nier­te das ab­ho­len ge­nau die­ser re­gen­ra­dar-da­ten seit ges­tern nicht mehr. der DWD stellt die da­ten jetzt in ei­nem mo­der­ne­ren for­mat und an an­de­rer stel­le zur ver­fü­gung. weil ich mir noch vor den zei­ten von künst­li­cher in­tel­li­genz selbst ein script zu­sam­men­ge­goo­glet habe um die­se da­ten zu ho­len und in home-as­sistant wei­ter­zu­be­ar­bei­ten, konn­te ich das mit co­ding-as­sis­tenz ziem­lich schnell wie­der fi­xen. der main­tai­ner mei­ner lieb­lings HA cus­tom-in­te­gra­ti­on (dwd wea­ther) brauch­te noch ei­nen tag län­ger. weil die­se cus­tom-in­te­gra­ti­on seit ein paar mo­na­ten auch ra­dar­da­ten von DWD aus­liest (wenn man das will), brau­che ich ei­gent­lich kei­nen ei­ge­nen ra­dar-da­ten scra­per mehr, aber weil ich die ra­dar­da­ten auch ha­ben will, wenn ich nicht zu­hau­se bin, brau­che ich das doch noch.

home as­sistant weiss ja je­der­zeit wo ich bin und holt dann die ra­dar da­ten von ge­nau die­ser geo­lo­ca­ti­on — um mir dann, falls es bald reg­nen soll­te, be­scheid zu sa­gen.

aber da­für gibts doch apps, höre ich die le­sen­den sa­gen. ja, so halb. car­rot wea­ther bie­tet das an, aber das mit dem be­nach­rich­ti­gen funk­tio­niert im­mer nur so halb (also oft nicht) und ich habe das ge­fühl, dass die da­ten nicht so ge­nau sind.

nano, eine ios-app die ihre da­ten auch vom deut­schen wet­ter­dienst zieht und schön dar­stellt, kann auch re­gen­war­nun­gen ba­sie­rend auf ra­dar-da­ten auf den sperr­bild­schirm zau­bern, aber das muss ich noch wei­ter tes­ten.


rené hat das the­ma mo­del­bau­en auf­ge­grif­fen und mich dazu ge­braht je­man­dem 90 mi­nu­ten da­bei zu­zu­schau­en ein re­vel-mo­del­bau­au­to zu­sam­men­zu­bau­en und an­zu­ma­len. rené fin­det das ent­span­nend, ich auch, aber das war mir dann doch et­was fum­me­lig und klein­tei­lig und per­fek­tio­ni­tisch um mich zu in­spi­rie­ren. so­was will ich nie selbst ma­chen! aber da­bei zu­ge­se­hen habe ich fas­zi­niert und ger­ne. (teil 1, teil 2 und teil 3 auf you­tube)


weil ich die da­ten oh­ne­hin habe, bzw. seit jah­ren ma­nu­ell tra­cke, habe ich mir ge­dacht mal eine über­sichts­sei­te zu ma­chen, auf der ich alle er­wäh­nun­gen bei riv­va auf­lis­te. weil ich die­se er­wäh­nun­gen seit 2011 samm­le, ist die lis­te ziem­lich lang ge­wor­den (wir­res.net/riv­va). und man sieht, dass ich nach ein paar jah­ren ab­we­sen­heit in den letz­ten an­dert­halb jah­ren wie­der ge­le­gent­lich von an­de­ren ins in­ter­net schrei­ben­den ver­linkt wer­de.

erwähnungen von rivva von 2011 bis 2026der graph zeigt in den jahren 2011 bis 2017 wechselhafte ausschläge, 2025 dun 2026 gehen die balken merklich höher, von 2018 bis 2024 sind die balken auf null

ges­tern ei­nen gros­sen topf chi­li con car­ne ge­macht der uns auch heu­te noch be­frie­digt hat und mor­gen mit dem früh­stück zu nei­ge ge­hen wird. das bey­ond hack hat sich gut dar­in ge­macht und der mais von zwei fri­schen mais­kol­ben auch. die­ses chi­li zu ko­chen ist herr­lich ein­fach und un­kom­pli­ziert und ef­fi­zi­ent. wenn mich jetzt je­mand fra­gen wür­de, was ich auf eine ein­sa­me in­sel mit­neh­men wür­de, wä­ren es 200 do­sen mut­ti to­ma­ten und je 100 do­sen kid­ney boh­nen, ki­cher­erb­sen und mais (oder die ge­trock­ne­ten va­ri­an­ten da­von). 



brie­fe schrei­ben

felix schwenzel in artikel

ich habe frü­her re­gel­mäs­sig brie­fe ge­schrie­ben. auch wenn es über 30 jah­re her ist, er­in­ne­re ich ich dar­an, dass es ein gross­ses ver­gnü­gen war. wenn ich brie­fe schrieb, be­kam ich auch brie­fe zu­rück. also nicht die un­an­ge­neh­men oder lang­wei­li­gen din­ger die die post heut­zu­ta­ge in den brief­schlitz drückt (wer­bung, (ab-) rech­nun­gen, to­des­an­zei­gen), son­dern tex­te, die sich je­mand für mich per­sön­lich aus­ge­dacht hat­te. ent­we­der um mich zu un­ter­hal­ten, zu in­for­mie­ren, zu er­freu­en oder nach mei­nem wohl­erge­hen zu er­kun­di­gen. ohne die in­ten­ti­on mir et­was ver­kau­fen zu wol­len oder nach geld zu fra­gen (meis­tens).

der un­ter­schied zwi­schen brie­fen und mo­der­nen kom­mu­ni­ka­ti­on­for­men ist nicht in ers­ter li­nie das me­di­um. brie­fe wur­den zwar meis­tens auf pa­pier ge­schrie­ben oder ge­druckt und in pa­pier­um­schlä­gen ver­schickt, aber das ent­schei­den­de war die sorg­falt, die mühe und die zeit die man in brief­form goss.

brie­fe schrieb man da­mals nicht um auf­merk­sam­keit zu be­kom­men, son­dern um auf­merk­sam­keit zu ge­ben.

mo­der­ne text­for­men die brie­fen na­he­kom­men gibt es na­tür­lich wei­ter­hin: news­let­ter, blog­bei­trä­ge, es­says die mit mühe und sorg­falt er­stellt wer­den.

aber wer schreibt heu­te noch es­says für eine ein­zi­ge per­son?

ich nicht. da­mit habe ich tat­säch­lich vor et­was über 30 jah­ren auf­ge­hört — ver­mut­lich aus ef­fi­zi­enz­grün­den.

da­mals hab ich mir über­legt, dass es doch viel ef­fek­ti­ver wäre, wenn ich brie­fe so ver­fas­se, dass ich sie an meh­re­re leu­te sen­den kann. des­halb setz­te ich in mit ya­hoo eine lis­te auf, füg­te alle mei­ne freun­de hin­zu, die da­mals schon email hat­ten, und schick­te ih­nen up­dates aus mei­nem le­ben. im ge­gen­teil zu brie­fen die man ei­ner ein­zel­nen per­son schickt, schrieb nie je­mand zu­rück. aber das ge­fiel mir trotz­dem, bis auf die auf­dring­lich­keit die so ein news­let­ter hat. die­se ef­fi­zi­en­te­ren, aber eben auch un­per­sön­li­che­ren brie­fe buhl­ten um die glei­che auf­merk­sam­keit und drück­ten sich in die glei­che in­box, in die ei­gent­lich nur brie­fe ge­hör­ten.

statt mit druck, woll­te ich lie­ber mit sog ar­bei­ten. un­ter ei­ner fes­ten adres­se ins in­ter­net schrei­ben schien mir eine gute lö­sung und klü­ge­re leu­te als ich hat­ten da­für auch ge­ra­de kos­ten­lo­se soft­ware ent­wi­ckelt mit der man ge­nau das ma­chen konn­te.

seit­dem ich mir ez­pu­blish auf ei­nem ser­ver in­stal­liert habe, schrei­be ich brie­fe an vie­le ins in­ter­net. aber ei­nen brief an eine ein­zel­ne per­son hab ich seit­dem nicht mehr ge­schrie­ben. oder er­in­ne­re mich nicht mehr dar­an. scha­de ei­gent­lich. 


nach­trag/sie­he auch, frank via mail:



rss club

felix schwenzel in notiert

über den rss-club soll man nicht re­den.

  1. st rule of RSS Club is “Don’t Talk About RSS Club”.
  2. nd rule of RSS Club is “Don’t Share on So­cial Me­dia”.
  3. rd rule of RSS Club is “Pro­vi­de Va­lue”.

Don’t talk about it. Let peo­p­le find it. Make it wort­hwhile.

aber weil re­geln na­tür­lich dazu da sind sie zu bre­chen, vor al­lem selbst auf­er­leg­te, ma­che ich es doch. ei­ner­seits weil das ex­klu­si­ve ver­öf­fent­li­chen im RSS tat­säch­lich spass macht und an­de­rer­seits weil ich mir in die­sem rah­men eine wei­te­re, neue re­gel auf­er­le­gen kann. oder bes­ser, eine neue ge­wohn­heit an­ge­wöh­nen kann: re­gel­mäs­sig oder (un­ge­fähr) jede wo­che ei­nen text zu ver­öf­fent­li­chen, der nicht in ein paar stun­den hin­ge­rotzt ist, son­dern über ein paar tage hin­weg.

und es hat in­ter­es­san­te ef­fek­te die­se tex­te halb­öf­fent­lich zu ver­öf­fent­li­chen, von such­ma­schi­nen und so­cial me­dia sei­ten aus­zu­schlies­sen. ob­wohl ich mir mühe ge­ge­ben habe die rss-club tex­te gut zu ver­ste­cken — oder zu­min­dest auf alle in­ter­nen links und auf­lis­tun­gen zu ver­zich­ten, le­cken die tex­te trotz­dem ein biss­chen in die welt aus­ser­halb mei­ner feeds. so bläst der bubbles bot die tex­te in mast­o­don, es gibt zwei, drei lecks auf der rück­sei­te und web-rea­der, wie der von kon­stan­tin, zei­gen die tex­te auch. aber such­ma­schi­nen se­hen die tex­te nicht, riv­va und bots, die sich an die re­geln hal­ten, auch nicht.

die span­nen­de fra­ge (an mich selbst) ist, wie lan­ge ich das durch­hal­te (un­ge­fähr) alle sie­ben tage was zu schrei­ben, das „wort­hwhile“ ist.

die an­de­re span­nen­de fra­ge ist, hilft das rss-rea­der wie­der at­trak­ti­ver zu ma­chen? ich fin­de ja ei­gent­lich, dass ex­klu­si­vi­tät, ge­nau wie re­le­vanz, fir­le­fanz ist, aber hier passt die ex­klu­si­vi­tät, die ein­schrän­kung auf ei­nen aus­ga­be­ka­nal, weil ich mich da­mit zu et­was mehr sorg­falt und mühe nud­gen kann und mich alle (un­ge­fähr) sie­ben tage an et­was bson­de­rem ver­su­chen kann. rss-ex­klu­si­ve tex­te sind ein biss­chen wie os­ter­ei­er, über­ra­schungs­ei­er oder eas­ter eggs.


für den mac kann ich net­news­wire emp­feh­len. net­news­wire run­ter­aladen, ein paar opml-feeds run­ter­la­den (hier oder hier), in net­news­wire im­por­tie­ren, wir­res.net/feed abon­nie­ren, le­sen.

feed­ly habe ich frü­her auch mal län­ger be­nutzt (jetzt nut­ze ich mi­ni­flux), bis zu 100 feeds und opml las­sen sich auch in feed­ly mit ei­nem kos­ten­lo­sen kon­to nut­zen. oder wer riv­va un­ter­stützt, kann mit riv­va 5 auch den riv­va feed­rea­der nut­zen. 


goe­the’s ta­ke zu „blog li­ke no­bo­dy’s re­a­ding“

felix schwenzel in notiert

kürz­lich hab ich ja drü­ber nach­ge­dacht was „blog­gen, als ob nie­mand mit­liest“ für ein­zel­ne ins in­ter­net schrei­ben­de be­deu­ten könn­te. goe­the woll­te da auch was zu sa­gen:

Wer aber nicht eine Mil­li­on Le­ser er­war­tet, soll­te kei­ne Zei­le schrei­ben.

quel­le: Ge­sprä­che mit Goe­the in den letz­ten Jah­ren sei­nes Le­bens (pdf)

der kon­text ist, dass goe­the für sei­nen wert­her viel kri­tik von zeit­ge­nos­sen ein­ste­cken muss­te, er die­se kri­tik aber weg­steck­te, weil er ahn­te dass vie­le an­de­re sei­nen text schät­zen wür­den. auch wenn sich der satz gross­ko­tig und nach SEO-op­ti­mie­rung an­hört, könn­te er da­mit durch­aus so­was ähn­li­ches ge­meint ha­ben wie „blog­gen, als ob nie­mand mit­liest“: man soll­te durch­aus mit dem an­spruch schrei­ben vie­le men­schen er­rei­chen zu kön­nen, aber auf den drang ver­zich­ten kön­nen, je­dem ein­zel­nen ge­fal­len zu wol­len. 


bu­cket­list fül­len

felix schwenzel in favoriten

con­nor von den „Pre In­ter­net Labs“ beim bau­en des mi­nia­tur-block­bus­ters zu­zu­schau­en fand ich sehr in­spi­rie­rend. plötz­lich habe ich ei­nen neu­en ein­trag auf mei­ner bu­cket lis­te: auch mal ne fo­to­rea­lis­ti­sche mi­nia­tur bau­en. fas­zi­nie­rend was man heut­zu­ta­ge al­lei­ne mit mo­der­nem LED-licht ma­chen kann.

ich hab ja als kind auch ne mo­de­lei­sa­bahn ge­habt und mei­ne der ge­dan­ke an di­ora­men oder nach­bil­dun­gen der rea­li­tät in klei­nem mass­stab hat mich im­mer zum träu­men ge­bracht. sol­che din­ge zu tun hat zwar ei­nen sehr bier­se­li­gen und ul­tra­kon­ser­va­ti­ven ruf, aber mein traum war we­ni­ger die ver­gan­gen­heit ab­zu­bil­den, als die tris­te ge­gen­wart. das macht die block­bus­ter-mi­nia­tur ei­gent­lich ziem­lich gut, auch wenn es die tris­te real­tität von vor ein paar jahr­zehn­ten ist. aber das kann man ja wohl noch als „jetzt“ gel­ten las­sen.

beim mor­gen­spa­zier­gang am sonn­tag kam mir die idee ein­fach mal von ei­ner mo­dell­ei­sen­bahn zu träu­men die ein­fach nur — mass­stabs­ge­treu und nicht mi­nia­tur­wun­der­land­ti­si­ert — das gleis­ge­fü­ge am und um den bahn­hof ge­sund­brun­nen ab­bil­det oder si­mu­liert. ich mein’ da ist ei­ni­ges los und das auf eine ge­wis­se art auch mehr­di­men­sio­nal. wahr­schein­lich wür­de mich schon die pla­nung ei­ner sol­chen an­la­ge aus­rei­chend be­frie­di­gen und ich müss­te sie gar nicht bau­en. aber das ver­meint­lich verz­wir­bel­te gleis­ch­aos, vol­ler ab­zwei­gun­gen, über­brü­ckun­gen und über­la­ge­run­gen ge­dank­lich zu ent­wir­ren und nach­zu­zeich­nen und zu ver­ste­hen, das wäre auch ein gu­ter bu­cket­list ein­trag. 


mein kom­men­tar zu ti­ny­litt­ler­of­fice.com dort statt hier:

https://ti­ny­litt­le­of­fice.com/#/v1/wri­te/ydZY9btwwEIX7PQWDNDFgC3aMND5Hqi­AN­ta­JW9EqUIFL­ZeNP4IEG­q­PUM­qd7qJT5LvUf­J­fA­Be2aY­qceTPz3gz189b21eXF1fXXz5c311~~5c8fTY­mibl0n8VUeBU­GiA3RK5hn5pp­JSPVn9RK~_a31ie4SZVL~At2eIMhm­HAh­BO­or23tFUXMRd2he­TOWg1AzXYxw1H6_L7qD~FMk2N0vnTnqM01qHri­nO­TES­dAUz7AYChp9yFKA­qn6fx8s5U86U9GFky1rjj0bf0VL1tdhsYt8Cx3Q~eGO­HIZ5ngx6n2El0qpf+7mlHrOlR8ef­LIk­q­wy­Y­gan0Ea~~JKQo2Gyt­SCHY1x~SpP­SEfpt09lWaeF28jShoP­tHL­pA9Q88GU­so­GaE6O5qKt2I~72rYJ16WdBF8a_lWM­jF­Y­qYdsljXL1g8anpA9WI0kj0xynLte­ApXxH2xCs3TaokFs3FDZQ­pI­gX1UP­GxhgvY­I­iC282n0n34DrM­ry7H9_DeE5WIO­A­pAYxiu2Ga­quG~q~oRF­qX­jLk­wJVTnys1oCkwK­CBtPd7_IfGP97_NYX4YK~UdB_oSnHSZJ7tP43zaM­QXo4bmEYb­Vrw9F5oi­uWaPWg4R0+zvoYe~~OknhoIV_knSBBT1r7fi2iZF9rKj­DIt2X4JUCjtPk2qy_84OGbDzlE­MAn0LKBV­KlSA­tIN5xzb­zEy­Q­j­JW1ubZj61MFaa80140p14sN5ae­Wi­nOouQ~rfO5~qsh­Mul­gIG­qRXLb­J­ni9vNQsMlFvMs­Vx­SpKVRD23akV­BrW95BMbt6IeUY371L8Os­NoFKZxw1jMnh16Pr­lIKDKyN5YbUIJmsh8TJyp­um­hABK1NZUF_nxC­veyvS­KnX2P~8W3IDKP5AUc8ADt­WhV5hr4HpY­cmRF280PU­QF­mAk16xAiGCLMAy­Px+Zzso38c6nLGe2lzA610CLbJT2E2lD­WaES­fuV4jzC­qV26jGY­YLL­MyS­webOqSN­JkX­qj8LvY_AM


sie­he auch:


auch snel­le.tools funk­tio­nie­ren wie ti­ny­lit­tel­of­fice gröss­ten­teils im brow­ser (beim text diff zum bei­spiel: „al­les bleibt in dei­nem Brow­ser, nichts wird ver­schickt“). der leck­test (den ich ich hier schon kurz er­wähn­te) hat na­tür­lich eine ser­ver­kom­po­nen­te, aber vie­les funk­tio­niert ein­fach und da­ten­spar­sam im brow­ser, mit ja­va­script zau­be­rei. fas­zi­nie­rend! 


mor­gen­spa­zier­gang 18.10.2026

felix schwenzel in bilder

mir kommt es vor als läge ber­lin am po­lar­kreis. mor­gens wird es nicht mehr rich­tig hell. heu­te zu­min­dest. ob­wohl wir ex­tra spät los­gin­gen, wars wirk­lich düs­ter.

café an der brüsseler strasse im wedding. das café ist geschlossen, aber die pinke aussenbeluchtung leuchtet gegen das trübe morgenlicht an.

wir sind vom wed­ding zum prenz­lau­er berg ge­lau­fen. rich­tung prenz­lau­er berg wur­de es zwar nicht hel­ler, aber je nä­her wir dem prenz­lau­er berg ka­men, des­to hö­her wur­de die an­zahl ein­la­den­der ca­fés. oder wie ich mo­men­tan sa­gen wür­de: die dich­te der ein­la­den­den koh­len­hy­dra­te-, zu­cker- und kof­fe­in-dea­ler ver­hält sich of­fen­bar um­ge­kehrt pro­por­tio­nal zur ent­fer­nung vom prenz­lau­er berg.

es ist wirk­lich er­staun­lich wie emo­tio­nal ich auf kaf­fee­haus-ge­schirr­ge­klim­per und stim­men-wirr­war re­agie­re. oder kaf­fee­duft und ge­dimm­tes, gelb­sti­chi­ges licht die aus sol­chen lä­den strö­men. nur die aus­la­gen in den the­ken und den re­ga­len rei­zen mich nicht mehr. das ist er­staun­lich, denn frü­her wäre ich für eine gute cin­na­mon roll oder ein nata oder crois­sant mei­len­weit ge­gan­gen. jetzt hab ich mor­gens bock auf def­tig. wäh­rend des spa­zier­gangs me­di­tier­te ich dar­über wie ich mir den rest­li­chen kraut­sa­lat von ges­tern abend heu­te früh ver­län­gern wür­de. mit frisch blan­chi­er­ten boh­nen und zwei stan­gen su­ri­mi, et­was sah­ne und so­ja­sauce hat mir das dann spä­er zu­hau­se mehr freu­de be­rei­tet als eine süss­spei­se.

an­sons­ten war der spa­zier­gang ein deut­li­cher hin­weis der welt dar­auf, dass jetzt die trü­be jah­res­zeit be­gon­nen hat und die stadt noch et­was trüb­se­li­ger wirkt als sonst.

eingang vom schwimmbad am humboldhain. man sieht durch das geschlossene tor die wasserrutsche, die stimmung ist sehr herbstlich und trübe.

wenn man die au­gen zu­sam­men­kneift, kann man am ge­sund­brun­nen kurz das ge­fühl ge­ne­rie­ren in man­hat­tan zu sein. aber das ge­fühl hält nicht lan­ge.

blick auf die graue swinemünder brücke, im hintergrund graue plattenbauten und grauer himmel.

an­de­rer­seits ist auch man­hat­tan trüb­se­lig und wan­delt sich mit bru­ta­ler här­te. am s-bahn­hof schön­hau­ser al­lee sind über­all alte fo­tos in die ka­cheln und wän­de ein­ge­ar­bei­tet. bil­der aus der zeit vor dem mau­er­fall oder den welt­krie­gen. nichts ist mehr so wie frü­her, fast kein la­den den es noch vor 5 oder 10 jah­ren gab gibt es noch. das es­pres­so house das vor ein paar jah­ren noch am ein­gang der ar­ca­den war, ist jetzt über die stras­se ge­wan­dert und hat die räu­me des ehe­ma­li­gen bal­zac cof­fee über­nom­men. da wo frü­her das es­pres­so house war ist jetzt ein star­bucks. die ei­nen kom­men, die an­de­ren ge­hen und dann kom­men wie­der an­de­re. auch mit au­to­tei­len scheint man off­line heut­zu­ta­ge kein ge­schäft mehr ma­chen zu kön­nen.

blick durch die fenster eines aufgegebenen autoersatzteilhändlers an der pankstrasse

auch auf­fäl­lig wie schnell das neue ber­lin al­tert. die­se neu­bau­ten am ge­sund­brun­nen, bzw. bär­bel-boh­ley-ring sind ge­ra­de mal zehn jah­re alt und schei­nen nicht in wür­de al­tern zu wol­len. kann na­tür­lich sein, dass die­se neu­bau­ten in son­nen­licht we­ni­ger trüb­sal bla­sen.

wohnblock am bärbel-bohley-ring am gesundbrunnen. die fassade sieht für einen zehnjährigen bau schon ziemlich versifft aus, auf einem balkon siehtz man einen besen an die gläserne brüstung gelehnt.

das ehe­ma­li­ge um­spann­werk an der ko­pen­ha­ge­ren stras­se al­tert da­ge­gen ziem­lich wür­de­voll, auch nach gut hun­dert jah­ren.

ein fenster des alten umspannwerks in der kopenhagener strasse im prenzlauer berg. die fenster haben grün gestrichene metallrahmen und die brüstungen der fenster sind gemauert.

ins­ge­samt 6 ki­lo­me­ter ge­lau­fen und um die zwei stun­den un­ter­wegs ge­we­sen. 

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ifttt ge­kün­digt

felix schwenzel in über wirres

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ifttt.com habe be­nutzt seit es ifttt gibt. drü­ber ge­schrie­ben hab ich mal 2013 und 2014. ifttt.com war ein wahr­ge­wor­de­ner traum für mich. un­kom­pli­zier­ter zu­griff auf alle mög­li­chen APIs und da­mit mal eben schnell was bau­en oder aus­pro­bie­ren. aber al­les schö­ne hat ein ende und das ers­te ende hat ifttt um das jahr 2020 selbst ei­n­eg­führt als fast alle diens­te und app­lets kos­ten­pf­lich­tig wur­den oder ein kos­ten­pf­lich­ti­ges kon­to be­nö­tig­ten. ich habe das noch bis jetzt mit­ge­spielt weil ich kei­nen an­de­ren weg fand die da­ten von mei­ner selbst­ge­bau­ten waa­ge in die ios he­alth app zu schau­feln.

die­sen weg habe ich jetzt ge­fun­den und mein ifttt-kon­to ge­kün­digt, für das ich die letz­ten 6 jah­re so um die 5 euro mo­nat­lich be­zahlt habe.

screenshot der ifttt-kündigungsseite, auf der nochmal nachgefragt ob man sicher sei und warum man gehen wolle

in the end i used ifttt more or less only to get my weight from home as­sistant in ios he­alth. that did not work re­lia­bly any more for a cou­ple of month. i found a much bet­ter and relable DIY so­lu­ti­on (home as­sistant no­ti­fi­ca­ti­on that trig­gers a short­cut on my pho­ne).


be­vor ich den short­cut be­schrei­be, mit dem ich jetzt tat­säch­lich zu­ver­läs­sig mein ge­wicht in ios he­alth be­kom­me, noch­mal ein paar wor­te dazu, was auch nicht zu­ver­läs­sig funk­tio­niert hat.

es gibt meh­re­re apps die ex­akt mei­nen us­eca­se ab­bil­den: da­ten aus home as­sistant aufs te­le­fon oder um­ge­kehrt schi­cken:

weil die­se apps alle dazu ge­zwun­gen sind im hint­ter­grund des te­le­fons zu ar­bei­ten, ha­kel­te es im­mer wie­der beim ein­tra­gen mei­nes ge­wichts in die ios he­alth app. aus­ser­dem: war­um mit ner ka­no­ne auf spat­zen schies­sen, bzw. auf ein da­tum mit ner app schies­sen?

mei­ne lö­sung: home as­sistant sen­det, so­bald ich mich ge­wo­gen habe, ein be­nach­rich­ti­gung an mein te­le­fon:

automation:
  - id: gewicht_ix_apple_health_shortcut
    alias: Gewicht ix → Apple Health
    descrip­ti­on: Notify mit Prefix HAWEIGHT → iOS prüft Message im Wenn-Block
    mode: single
    triggers:
      - trigger: state
        entity_id: sensor.gewicht_ix
        not_to:
          - unknown
          - una­vailable
    conditions:
      - condition: template
        value_template: "{{ trigger.from_state.state != trigger.to_state.state }}"
    actions:
      - action: notify.mobile_app_ixr
        data:
          title: Gewicht
          # Prefix für Shortcut-Wenn. Komma bei­be­hal­ten (Punkt → 926 kg).
          message: >-
            HAWEIGHT:{{ states('sensor.gewicht_ix') | float(0) | round(1)
            | string | replace('.', ',') }}
          data:
            tag: gewicht_ix_health
      # Shortcut braucht etwas Zeit; clear via Companion-Tag (kein HA aus Shortcuts)
      - delay:
          seconds: 60
      - action: notify.mobile_app_ixr
        data:
          message: clear_no­ti­fi­ca­ti­on
          data:
            tag: gewicht_ix_health

auf ios sei­te trig­gert das ei­nen short­cut. short­cuts kön­nen seit ios 27 (end­lich) auch ohne mein zu­tun von be­nach­rich­ti­gun­gen ge­trig­gert wer­den. das ging vor­her nur mit ei­nem klick auf die be­nach­rich­ti­gung. so ist der short­cut auf­ge­baut:

TRIGGER:
  Mit­tei­lung von "Home Assistant"
  Titel enthält "Gewicht"

# weil der Filter nach Titel nicht zu­ver­läs­sig funk­tio­niert 
# werden die Home Assistant-Mit­tei­lun­gen hier nochmal gefiltert.

WENN Mit­tei­lung.Text "HAWEIGHT" enthält:
    Ersetze "HAWEIGHT:" in Mit­tei­lung.Text durch ""

SONST:
    Kurz­be­fehl stoppen

ENDE WENN

Wenn-Ergenis in eine Zahl umwandeln

Pro­to­kol­lie­re Health-Messung:
    Typ:   Gewicht
    Wert:  Zahl (kg)
    Datum: Stan­dard­wert

ich hat­te noch eine zwei­te au­to­ma­ti­sie­rung bei ifttt: so­bald ich ein you­tube vi­deo ge­favt habe, führ­te ifttt ei­nen web­hook aus, der dann in kir­by das an­le­gen ei­nes fa­vo­ri­ten für das you­tube-vi­deo aus­lös­te. statt die you­tube-api ab­zu­fra­gen, prüft kir­by jetzt den RSS-feed ei­ner play­list und holt alle paar mi­nu­ten neu hin­zu­ge­füg­te vi­de­os in kir­by. 


das in­die­web macht kei­ne vor­schrif­ten

felix schwenzel in artikel

ich nut­ze ei­ni­ge der in­die­webtools die aa­ron pare­cki zur nut­zung im web be­reit­stellt: mei­ne check­ins über die swarm ios app lan­den über own­y­ours­warm bei mir auf der web­sei­te. wenn es own­y­ours­warm nicht gäbe, wür­de ich swarm nicht nut­zen. frü­her, als man in­sta­gram noch scra­pen konn­te, habe ich das mit in­sta­gram und own­y­our­gram ge­macht. own­y­our­gram funk­tio­niert seit ei­ner wei­le nicht mehr, de­halb nut­ze ich in­sta­gram jetzt an­ders­rum. ich pos­te bil­der zu­erst hier und wenn ich sie für ge­eig­net für in­sta­gram hal­te, las­se ich sie au­to­ma­tisch aus kir­by per script auf in­sta­gram pos­ten.

ich nut­ze quill von aa­ron um an­de­rer leu­te bei­trä­ge im web zu li­ken oder zu book­mar­ken und um fo­tos von un­ter­wegs zu pos­ten. in der neu­en, kom­plett neu ge­schrie­be­nen ver­si­on ist es noch­mal nütz­li­cher ge­wor­den. ich kann ein oder meh­re­re bil­der von un­ter­wegs pos­ten, in­klu­si­ve tags, alt tex­ten, ti­tel, ei­nem text und syn­di­zie­rungs-tar­gets. kon­kret: per knopf­druck wird ein bild das ich mit quill auf wir­res.net ver­öf­fent­li­che auch gleich auf blues­ky, mast­o­don, grain oder in­sta­gram cross­ge­pos­tet.

je­den­falls: aa­ron hat sei­ne tools mit hil­fe von clau­de „re­buil­det“. die tools sind teil­wei­se be­reits 15 jah­re alt und ei­nen sol­chen zoo an öf­fent­lich zu­gäng­li­chen web-diens­ten zu ver­wal­ten ist si­cher kein ver­gnü­gen. des­halb freue ich mich sehr, dass aa­ron die­se tools jetzt re­no­viert hat, statt sie ab­zu­schal­ten. denn das wäre die al­ter­na­ti­ve zur über­ar­bei­tung mit hil­fe von co­ding-as­sis­tenz ge­we­sen.


ich bin schon lan­ge ein gros­ser fan des in­die­webs. es be­deu­tet ja auch in ers­ter li­nie auch nichts an­de­res als das, was brennan ken­neth brown hier sag­te:

the main idea be­ing to em­power in­di­vi­du­als to own their own iden­ti­ty, data, and web pre­sence ra­ther than re­ly­ing on cen­tra­li­zed so­cial me­dia si­los

das ist der zen­tra­le ge­dan­ke: die mir wich­ti­gen din­ge ver­wal­te ich selbst. das schliesst nicht aus, dass ich zen­tra­le oder de­zen­tra­le ex­ter­ne diens­te oder si­los be­nut­ze. der un­ab­hän­gig­keits­ge­dan­ke des in­die­webs schreibt nicht vor wel­che werk­zeu­ge ich zum er­rei­chen die­ses ziels be­nut­ze, noch nicht mal die pro­to­kol­le die ich nut­ze. wenn mir da­nach wäre, könn­te ich eine 1a in­die­webs­ei­te bau­en, die aus­schliess­lich über das go­pher-pro­to­koll zu­gäng­lich wäre. ich muss kei­ne web­men­ti­ons oder mi­cro­for­ma­te nut­zen um in­die­web zu ma­chen. ich kann auch mit json-ld und men­ti­on-scra­pern völ­lig un­ab­hän­gig das netz we­ben. oder in­dem ich ein­fa­che txt, md oder html da­tei­en ver­öf­fent­li­che. aber ein paar die­ser in­die­web­tools ha­ben sich als enorm prak­tisch und ef­fi­zi­ent er­wie­sen. des­halb nut­ze ich sie auch so­weit ich sie be­grei­fe.

die­se tools, stan­dards und pro­to­kol­le die man all­ge­mein mit dem in­die­web ver­bin­det, habe ich in der zeit vor KI-co­ding as­sis­ten­ten im­mer nur so halb ver­stan­den und des­halb halb­gar um­ge­setzt. mit co­ding as­sis­tenz und viel ex­pe­ri­men­tier­freu­de ver­ste­he ich das al­les nicht nur bes­ser, son­dern kann es auch so be­trei­ben, dass es für mich rei­bungs­frei und nutz­brin­gend funk­tio­niert.

das in­die­web ver­ste­he ich de­halb nicht als samm­lung von re­geln oder vor­schrif­ten, son­dern als stän­di­ge er­in­ne­rung dar­an, wie wich­tig es ist hier und da kon­trol­le über die ei­ge­nen din­ge zu­rück­zu­ho­len und zu be­hal­ten, aber vor al­lem als stän­di­ge in­spi­ra­ti­ons­quel­le und neu­gier­be­frie­di­gungs­ma­schi­ne. 


ein ♥ für …

felix schwenzel in notiert

mei­ne mut­ter hat es sich stets ver­be­ten ihr zum „mut­ter­tag“ zu gra­tu­lie­ren. war­um soll­te man nur an ei­nem be­stimm­ten tag sei­ne mut­ter wert­schät­zen? wir ha­ben uns des­halb be­müht im­mer nett und an­er­ken­nend zu sein, nicht nur am mut­ter­tag.

zu weih­nach­ten schen­ken die bei­fah­re­rin und ich uns schon lan­ge nichts mehr. ers­tens ha­ben wir al­les und zwei­tens, wenn uns et­was fehlt, kau­fen wir es uns un­ter dem jahr oder über­ra­schen uns ein­fach mal so mit et­was schö­nem. wenn die bei­fah­re­rin ein­kau­fen geht frag ich im­mer halb im scherz: brings­te mir ne über­ra­schung mit? wozu braucht man da noch weih­nach­ten?

als frank kürz­lich zu „Ein ♥ für Blogs“ auf­rief, hat­te ich ei­nen ähn­li­chen ge­dan­ken: war­um am 6.12. ei­nen bei­trag ver­öf­fent­li­chen, in dem ich „le­sens­wer­te, deutsch­spra­chi­ge Blogs“ vor­stel­le? das ma­che ich doch oh­ne­hin schon so gut wie je­den tag?

ich wür­de schon be­haup­ten wol­len, dass ich ger­ne auch mal aus mei­nen bla­sen in an­de­re bla­sen krie­che und lin­ke — oder das zu­min­dest ver­su­che. und in den letz­ten mo­na­ten hat nach mei­nem emp­fin­den die qua­li­tät und quan­ti­tät in mei­nem feed­rea­der si­gni­fi­kant zu­ge­nom­men, auch weil es so vie­le neue werk­zeu­ge oder neu­er­dings top-ge­pfleg­te blogrol­len gibt. ich hab vie­le neue blogs ent­deckt und tei­le das auch re­gel­mäs­sig hier mit.

für mich ist je­der tag ist ein ♥ für blogs. des­halb mach ich am 6.12 bei franks lo­bens­wer­ter ak­ti­on nicht mit.

aus­ser … ihr macht mir hier in den kom­men­ta­ren oder per mail vor­schlä­ge1 die mich in­ter­es­sie­ren und die ich noch nicht kann­te oder un­ter­re­prä­sen­tiert habe. dann ver­öf­fent­li­che ich die kom­men­tiert in ei­mem bei­trag am 6.12. 


  1. selbst­no­mi­nie­run­gen sind nicht aus­ge­schlos­sen. ↑︎


sig­gi

felix schwenzel in notiert

Ex­ege­se­tip falls das zu kom­pri­miert aus­ge­fal­len ist: in den Blech­kol­le­gen der Wahl wer­fen und Er­klä­rung bit­ten.

sig­gi be­cker war frü­her ein in­te­gra­ler be­stand­teil des ele­tri­schen re­por­ters. so­weit ich weiss, ar­bei­te­te er dort re­dak­tio­nell mit und trat am ende auch öf­ter auf („sig­gis letz­te wor­te“). ge­le­sen hab ich ihn auch schon im­mer1.

nur ver­stan­den habe ich ihn nie.

dank sig­gis klu­gem tipp am ende des oben ver­link­ten ar­ti­kels habe ich jetzt erst­mals et­was von dem ver­stan­den was er schreibt oder sagt. das ist fort­schritt. 


  1. auch wenn sig­gis NOW!-ar­chiv nur bis 2010 zu­rück­reicht, hab ich ihn schon zu mehr­zweck­beu­tel-zei­ten ge­le­sen. da­von sind noch frag­men­te auf sig­gi­be­cker.de zu fin­den. dort reicht das ar­chiv zu­rück bis 2003. das ar­chiv des elek­tri­schen re­por­ters selbst reicht lei­der nur bis 2012 (auf you­tube). ↑︎




von mir völ­lig aus dem zu­sam­men­hang ge­ris­sen:

Ich bin lei­der für ewi­ge Un­klar­heit.

[N]icht rich­tig schei­ße sein zu wol­len, bleibt eine wich­ti­ge Auf­ga­be.

weil ich’s aus dem zu­sam­men­hang ge­ris­sen habe, emp­feh­le ich na­tür­lich auch das selbst zu le­sen: In­ven­tur.

oder bes­ser, gleich das gan­ze „Lasst uns ge­mein­sam ei­nen bes­se­ren Welt­un­ter­gang bau­en!“ zu le­sen oder zu abon­nie­ren. 

followdonnerstag


leck­test

felix schwenzel in notiert

dank an blog­se­quenz.de für den hin­weis auf den leck­test (heisst wirk­lich so). der leck­test tes­tet web­sei­ten auf da­ten­lecks. also coo­kies, auf­ruf von goog­le ana­ly­tics, you­tube-ein­bet­tun­gen. wir­res.net schnei­det gut ab, weil ich mich sehr be­mü­he hier kein dritt­an­bie­ter-ge­döns ein­zu­bau­en und al­les lo­kal und coo­kiel­os aus­zu­lie­fern.

wertung vom „lecktest“: A 100/100

aber als ich ein paar blogs in mei­ner blogrol­le mal dem leck­test un­ter­zo­gen habe, hab ich al­les ge­se­hen, von A, B, C bis E. also teil­wei­se fet­te lecks. da ich auch die tech­ni­sche ver­ant­wor­tung für die web­sei­ten der bei­fah­re­rin habe und leck­test da auch lecks fest­ge­stellt hat, hab ich da eben ein biss­chen rum­ge­fum­melt bis ka­tia­kelm.de und ka­tia­kelm.de/blog ihre A-wer­tung be­kom­men ha­ben. ich kann das al­len ins in­ter­net schrei­ben­den emp­feh­len da mal ihre web­sei­ten zu tes­ten und das dann ge­ra­de zu bie­gen (las­sen) bis ein A raus­kommt. 



beim mor­gen­spa­zier­gang roch die gan­ze stre­cke nach kaf­fee-rös­tung und an­ge­nehm fer­men­tie­rem laub. der him­mel sah dra­ma­tisch aus und auf der ka­nal dampf­te an den stel­len auf den die son­ne be­reits schien.

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auf dem west­ha­fen ge­län­de ent­lu­den zwei bag­ger kies von ei­sen­bahn­wag­gons auf LKW. ge­le­gent­lich schob ein klei­ner, fern­ge­steu­er­ter an­droid die wag­gons ein paar me­ter nach vor­ne.

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ich fra­ge mich ja im­mer, war­um die men­schen und gas­tro­no­men zu hal­lo­ween spin­nen­we­ben an und in häu­sern an­brin­gen, wenn es doch viel ein­fa­cher wäre in vor­be­rei­tung auf hal­lo­ween ein­fach nie zu put­zen und nichts zu re­pa­rie­ren. dann wäre man zu hal­lo­ween im­mer per­fekt vor­be­rei­tet.