bit­cam

felix schwenzel in bilder

1bit schwarzweiss-bild einer bierflache vor eine weissen wand.

schon ein biss­chen al­bern mit der ta­schen­rech­ner­ka­me­ra bil­der mit ei­nem 1 bit und 252 × 189 pi­xel auf­zu­neh­men. aber mit bit­cam geht das und ich fin­de das gut.


„no ai“ is re­al­ly just in­vi­si­ble ai

felix schwenzel in artikel

jo­nas us­sing hat in den letz­ten zwei jah­ren sechs vi­de­os ver­öf­fent­licht, in de­nen er ge­gen den mar­ke­ting-my­thos der mo­der­nen film in­dus­trie ar­gu­men­tiert, dass fil­me ohne com­pu­ter ge­ne­rier­te ef­fek­te (CGI) et­was gu­tes sei­en. sein haupt­ar­gu­ment ist auch der ti­tel sei­ner rei­he:

“NO CGI” is re­al­ly just IN­VI­SI­BLE CGI
(play­list al­ler 6 vi­de­os)

fast im­mer wenn beim mar­ke­ting ei­nes film be­haup­tet wird, al­les sei echt, alle stunts und ef­fek­te sei­nen „prak­tisch“ (prac­ti­cal) ge­filmt und nicht am com­pu­ter ge­ne­riert, stimmt das im­mer nur so halb. stun­den­lang se­ziert jo­nas us­sing in sei­nen vi­de­os sol­che be­haup­tun­gen von prac­ti­cal ef­fects. ich habe die fil­me von jo­nas us­sing imemr wie­der hier emp­foh­len und tue das nach wie vor.

YouTube Video Vorschaubild you­tube-vi­deo la­den, info, di­rekt­link

ich habe mir den ti­tel von jo­nas us­sings vi­deo-rei­he mal ge­borgt, weil ich glau­be, dass bei „CGI“ und „AI“ oder „KI“ die glei­chen ef­fek­te wir­ken.

zum ei­nen wirkt mar­ke­ting nur, wenn es auf frucht­ba­ren bo­den fal­len kann. die be­haup­tung: „kein CGI in die­sem film“ wird ja nur des­halb ge­macht, weil sie ein qua­li­täts­ver­spre­chen ist, das ei­nen wunsch des pu­bli­kums ab­bil­det. dass sich das ver­spre­chen dann bei ge­naue­rer be­trach­tung als klei­ne lüge her­aus­stellt ist nicht schlimm, so­lan­ge das CGI-ge­döns un­sicht­bar, un­merk­lich bleibt.

auch die här­tes­ten kri­ti­ker von KI ha­ben kei­ne oder kaum pro­ble­me mit dem, was un­se­re­re ta­schen­rech­ner­ka­me­ras (smart­pho­ne­ka­me­ras) seit vie­len jah­ren pro­du­zie­ren: bil­der die nicht mehr ein­fach das ab­bil­den was lin­sen und sen­so­ren ein­ge­fan­gen ha­ben, son­dern bil­der die eine al­go­rith­misch re­kon­stru­ier­te in­ter­pre­ta­ti­on der fo­to­gra­fier­ten sze­ne sind. mo­der­ne ta­schen­rech­ner­ka­me­ras re­kon­stru­ie­ren aus mess­da­ten ein bild, das dar­auf op­ti­miert wird un­se­re­re er­war­tung zu ent­spre­chen, wie die welt aus­sieht.

be­reits 2018, mit dem ipho­ne XR, sprach ap­ple da­von, dass die bild­ver­ar­bei­tungs­pipe­line auch die hil­fe ei­ner neu­ral en­gi­ne in an­spruch näh­me.

in un­se­ren ta­schen­rech­nern wer­kelt also seit fast 10 jah­ren KI (ma­chi­ne lear­ning) an un­se­rern bil­dern rum. aber das stört uns nicht, weil das was raus­kommt, ge­nau un­se­ren er­war­tun­gen ent­spricht und da­mit qua­si un­sicht­bar ist.


auf wired.com er­schien die­ser tage ein ar­ti­kel von max­well zeff mit dem ti­tel „Si­li­con Val­ley Does­n't Get Why You Hate AI

The AI back­lash was not cau­sed by sca­ry war­nings about the fu­ture from tech CEOs, or the fact that Ope­nAI and An­thro­pic have not yet cu­red can­cer. It’s about the ways AI is al­re­a­dy start­ing to ch­an­ge so­cie­ty, which many Ame­ri­cans fear is for the worse.

oder mit an­de­ren wor­ten, der ge­gen­wind, den KI nicht nur in den USA, son­dern auch hier er­fährt, liegt nicht nur dar­an dass KI-slop die me­di­en ver­stopft oder KI-fir­men die tol­le zu­kunft, die uns KI brin­gen soll, nicht gut ge­nug kom­mu­ni­zie­ren, son­dern auch dar­an das wir jetzt schon be­ob­ach­ten kön­nen, wie die­se tech­no­lo­gie ver­trau­en ero­diert, ge­sell­schaft­li­che kon­flik­te schürt und un­si­cher­heit säät — so wie jede neue tech­no­lo­gie die ge­sell­schaft, ge­schäfts­mo­del­le, le­bens­wei­sen ver­än­dert.

al­ler­dings er­sch­ei­nen die ver­än­de­run­gen die KI ver­ur­sacht im un­ter­schied zu vor­he­ri­gen dis­rup­tio­nen durch tech­no­lo­gie­wan­del, of­fen­bar selbst hart­ge­sot­te­nen tech­no­lo­giefans und nerds un­heim­lich und un­be­re­chen­bar. mir auch.

wäh­rend das in­ter­net auch auf hef­ti­gen wi­der­stand bei der ge­sell­schaft­li­chen ad­op­ti­on traf, schie­nen im­mer ir­gend­wie die vor­tei­le zu über­wie­gen, auch wenn das in­ter­net die ge­sell­schaft und die wirt­schaft an vie­len stel­len auf den kopf stell­te.

bei KI sum­mie­ren sich die vor- und nach­tei­le of­fen­bar mehr und mehr zu ei­ner ne­ga­ti­ven sum­me. und da­ge­gen schei­nen KI-fir­men we­der mit PR-kam­pa­gnen, noch mit im­mer blu­mi­ge­ren ver­spre­chen an­zu­kom­men.


das un­be­ha­gen, was vie­le men­schen ge­gen­über KI ha­ben, gleicht dem un­be­ha­genm das vie­le men­schen ge­gen­über do­nald trump ha­ben. plötz­lich ist da et­was, das an wich­ti­gen schalt­stel­len der welt sitzt, das enor­me macht und wirk­mäch­tig­keit hat, aber gleich­zei­tug auch schlam­pig, ver­lo­gen, ge­schichts­ver­ges­sen ar­bei­tet — und kei­nen ge­schmack und an­stand hat. trump und KI ma­chen uns auch des­halb angst, weil es so vie­le men­schen gibt, die ih­nen ver­trau­en oder sich vor­tei­le von ih­nen er­hof­fen und sie in macht­vol­le oder po­ten­zi­ell all­mäch­ti­ge po­si­tio­nen he­ben. wir be­ob­ach­ten trump und KI beim di­let­tie­ren und dass sie sich kaum ein­he­gen oder kon­trol­lie­ren las­sen.


kon­stan­tin nutzt KI.

Jep. Ich set­ze KI ein. […] KI als Lek­tor. […] KI zum Aus­lo­ten von Op­tio­nen. Ja, ich liess manch­mal KI Ent­wuer­fe auf Ba­sis mei­ner Ideen schrei­ben, um Rich­tun­gen aus­zu­lo­ten. Na­tuer­lich habe ich da­nach die­se Roh­mas­se re­di­giert, neu­ge­schrie­ben, oder ver­wor­fen. Manch­mal kam ich auch mit ei­nem Pro­blem zum LLM, und wir ha­ben be­spro­chen, wel­che Loe­sun­gen es ge­ben kann.

aus mei­ner sicht ist eine sol­che nut­zung von KI ge­nau­so le­gi­tim, wie eine bild­ver­ar­bei­tungs­pipe­line in ei­nem ta­schen­rech­ner, so wie CGI kein CGI ist, so lan­ge es un­sicht­bar bleibt. oder bes­ser, so­lan­ge das an­thro­po­mor­phe, das mensch­li­che, das hand­ge­dach­te sicht­bar und klar er­kenn­bar bleibt.

an­de­rer­seits ist es ge­nau­so le­gi­tim über so eine ar­beits­wei­se zu den­ken: „Das ist mir zu viel KI.“

ben_ be­ob­ach­tet, dass KI dazu bei­trägt text zu ent­wer­ten.

Text ist und war schon im­mer ein Ge­we­be ei­ge­ner und frem­der Ge­dan­ken und Wor­te, ge­formt durch nicht-sim­pli­zis­ti­sche Pro­zes­se und Werk­zeu­ge. Im Wein­berg des Tex­tes und so …

… aber … [mit KI] sinkt der Wert al­ler Tex­te, au­to­ma­tisch. Egal, wie viel oder we­nig. Text fällt im Wert und Text ge­rät un­ter Ge­ne­ral­ver­dacht und wird es fort­an blei­ben.

im prin­zip gehts wie­der um die wurst. ei­ner­seits in dem sinn, dass wir als ge­sell­schaft wie­der wege fin­den müs­sen die ver­wer­fun­gen der tech­no­lo­gie so zu na­vi­gie­ren, dass wir un­se­re ge­sell­schaf­ten zu­sam­men­hal­ten kön­nen und vor dem aus­ein­an­der­bre­chen be­wah­ren kön­nen. ge­sell­schaft­li­che kri­sen die durch tech­no­lo­gie­wan­del aus­ge­löst wur­den, ha­ben wir in der jün­ge­ren ge­schich­te ja schon öf­ter — mehr oder we­ni­ger er­folg­reich — na­vi­giert.

aber an­de­rer­seits gehts auch um die her­stel­lung der wurst. ich zi­tie­re alle paar mo­na­te die­ses zi­tat von tel­ler:

So­me­ti­mes, ma­gic is just so­meone spen­ding more time on so­me­thing than an­yo­ne else might re­ason­ab­ly ex­pect.

wenn wir wie­der „hand­den­ken“ (wort­schöp­fung: dvg), mehr ar­beit in tex­te ste­cken als sich ir­gend­wer vor­stel­len kann, ha­ben wir viel­leicht die chan­ce den wert von text wie­der zu stei­gern — auch wenn der ge­ne­ral­ver­dacht blei­ben wird.

text und an­de­re krea­ti­ve ge­wer­ke ha­ben noch chan­cen, wenn der her­stel­lungs­pro­zess ge­nau so sicht­bar ge­macht wird, wie es film­stu­di­os ge­le­gent­lich in ih­rem mar­ke­ting ver­su­chen, wenn sie be­haup­ten ein film ent­hal­te (an­geb­lich) „no cgi“.

wer wurst her­stellt und da­für kon­su­men­ten fin­den will, wird künf­tig mög­li­cher­wei­se nicht mehr um­hin kom­men, den her­stel­lungs­pro­zess so trans­pa­rent wie nur mög­lich dar­zu­stel­len. das heisst aber auch, ein ein­fa­ches la­bel „no AI“ / „kei­ne KI“ wird nicht rei­chen, da muss auch ganz viel dif­fe­ren­ziert wer­den. ein­fa­che la­bel wer­den nicht rei­chen. har­te und viel krea­ti­ve hand- und denk-ar­beit al­lein auch nicht.


so wie jo­nas us­sing mit viel mühe über 6 vi­de­os hin­weg die be­haup­tung „no CGI“ als klei­ne oder gros­se lüge ent­larvt hat, wer­den auch la­bel wie „no AI“ oder „kei­ne KI“ nie die gan­ze wahr­heit über die her­stel­lung krea­ti­ver ar­beit ehr­lich ab­bil­den. es ist im­mer kom­pli­zier­ter als man denkt. so wie „made in ger­ma­ny“, „selbst­ge­ba­cke­nes brot“ oder „ohne kon­ser­vie­rungs­stof­fe“ auch im­mer nur ei­nen teil der ge­schich­te er­zäh­len.

viel­leicht soll­ten wir uns statt auf la­be­l­ing, eher dar­auf kon­zen­trie­ren un­se­rer KI-nut­zung in bes­se­re wor­te zu fas­sen? eine spra­che da­für fin­den, um zu be­schrei­ben wie wir ar­bei­ten. viel­leicht lohnt es sich dar­über zu re­flek­tie­ren, was wir von kunst, text und kul­tur ei­gent­lich ge­nau er­war­ten, was uns ei­gent­lich wich­tig ist? was wir ei­gent­lich wol­len? wo die gren­zen ver­lau­fen, wo wir die pflö­cke ein­schla­gen?

schön und le­sens­wert in die­sem zu­sam­men­hang:


quel­len


aus­ser­dem


del­ta-up­date (20,84 kg)

felix schwenzel in semaglutid

ei­gent­lich woll­te ich ja bis april 2027 nicht mehr über mein ge­wicht schrei­ben. aber ich freue mich, dass die durch­schnitts­wer­te die­sen mo­nat ein biss­chen nach un­ten zei­gen. im­mer­hin habe ich im au­gust mei­ne pom­mes-ex­pe­ri­men­te wie­der auf­ge­nom­men und rös­ti in but­ter ge­tränkt. und das freut mich: dass ich auch ohne wirk­li­chen ver­zicht mein ge­wicht hal­ten und im rend so­gar noch ein biss­chen run­ter­be­kom­men kann. kann na­tür­lich auch dar­an lie­gen, dass ich in sa­chen mus­kel­auf­bau in den letz­ten wo­chen et­was faul war.

und an­de­rer­seits ist es jetzt fast ein jahr her, dass ich zum letz­ten mal se­maglut­id/oz­em­pic ge­nom­men habe und sehe, dass das ge­wicht da bleibt wo ich es gut fin­de.

mein monatliches durchschnittsgewicht vom januar 2025 (ca. 113 kg) bis zum august 2026 (ca. 92,6 kg)

mein mo­nat­li­ches durch­schnitts­ge­wicht vom ja­nu­ar 2025 bis zum au­gust 2026 (stand vom juni 2026)


mir ist auf­ge­fal­len, dass noch ei­ni­ge blogs die ich ger­ne lese in mei­nen blogrol­len feh­len. mei­ne blogrol­len auf­fül­len oder um­sor­tie­ren wer­de ich jetzt re­gl­mäs­sig ma­chen weil ich sie mitt­ler­wei­le selbst mit gros­sem ver­gnü­gen selbst nut­ze, der­zeit vor al­lem in mei­nem rea­der, aber auch mit­tels ei­nes neu­en riv­va-fea­ture, dass ge­ge­be­nen­falls bald öf­fent­lich zu­gäng­lich ist.

was mir im rea­der auf­fiel. ich mag netz­po­li­tik, aber die ver­öf­fent­li­chungs­fre­quenz von ar­ti­keln die ich nicht un­be­dingt so­fort le­sen möch­te ist mir ein biss­chen zu hoch. des­halb wan­dert netz­po­li­tik von mein­ner „start­pack-blogrol­le“ in „auch in mei­nem feed­rea­der“ — und da­mit aus dem rea­der.

ich füh­re künf­tig also drei blogrol­len, eine (das „star­ter­pack“) mit deutsch­spra­chi­gen blogs die ich so ger­ne lese, dass ich sie ger­ne vor al­lem an­de­ren in mei­nem feed­rea­der le­sen wür­de. dann eben jene blogs die ich auch in mei­nem feed rea­der habe und von de­nen ich fast al­les lese, aber eben auch ge­le­gent­lich was über­sprin­ge oder auch spä­ter le­sen kann. und dann die eng­lisch­spra­chi­gen blogs. da wer­de ich in zu­kunft viel­leicht noch eine vier­te blogrol­le draus ex­tra­hie­ren, mit eng­lisch­spra­chi­gen blogs die ich für es­sen­zi­ell hal­te, wie dar­ing fire­ball oder waxy.org oder this is­n't hap­pi­ness.

Blogroll

  • Ole Reissmann

    ole reissmann lese ich auch furchtbar gerne, auch wenn er sich thematisch derzeit fast ausschliesslich auf KI und journalismus konzentriert. ich finde dort gelegentlich echte perlen. → englischsprachige blogs

  • REAL VIRTUALITY

    alexander matzkeit über film und medien und dies und das. er schreibt selten, aber immer mit substanz und leidenschaft. → starterpack

  • horax schreibt hier

    in der unterzeile steht unter anderem: „absichtsloses herumliegen“. das gefällt mir, aber auch das, was horax gelegentlich schreibt. → starterpack

  • Stefan Niggemeier

    das war lange zeit mein lieblingsblog von meinem lieblingsjournalisten. dann kam übermedien und stefan-niggemeier.de schlief ein. jetzt (2026) veröffentlich stefan dort wieder artikel, die er anderswo veröffentlicht hat. ich bin sicher, dasss stefan-niggemeier.de irgendwann wieder mein lieblingsblog wird. → auch in meinem feedreader

beim letz­ten fol­low-mon­tag lan­de­te jo­han­nes kuhn noch in ei­ner ei­ge­nen blogrol­le und OPML-da­tei. die habe ich jetzt ent­fernt und jo­han­nes ins star­ter­pack auf­ge­nom­men.


flop­py

felix schwenzel in notiert

das logo des medientrackers „floppy“

flo­ri­an schreibt über trakt und dass er jetzt flop­py zum me­di­en­track­ing nutzt.

mit trakt habe ich auch ein paar jah­re mei­nen me­di­en­ko­sum ge­trackt, aber vor ei­ner gan­zen wei­le da­mit auf­ge­hört, weil mir das ei­ner­seits zu doof wur­de ei­ner fir­ma so ein da­ten­ge­schenk zu ma­chen auf eine art auch su­spekt wur­de.

vor ein paar mo­na­ten ent­schied ich mich je­den­falls für min­des­tens ein jahr hier im blog fest­zu­hal­ten, was ich an se­ri­en und fil­men sehe. da wo es geht oder sinn er­gibt, zie­he ich es vor, mei­ne da­ten selbst zu ver­wal­ten und zu mei­nen be­din­gun­gen zu ver­öf­fent­li­chen. es zeigt sich so­weit, dass das ganz gut geht und auch se­mi­au­to­ma­tisch. wenn es nicht se­mi­au­to­ma­tisch ge­hen wür­de, ver­lies­se mich schnell die lust so­et­was zu tun. mein work­flow war haupt­säch­lich dass al­les was ich auf plex sehe au­to­ma­tisch ei­nen ein­trag im blog er­zeugt. din­ge die ich auf net­flix, ama­zon prime oder in me­dia­the­ken sehe, muss­te ich noch ge­le­gent­lich ma­nu­ell an­le­gen. ein biss­chen half mir da­bei pop­feed, das eine gute me­ta­da­ten­quel­le ist und das ich im rah­men mei­nes AT­mo­sphe­re-wahns ger­ne aus­pro­bie­ren woll­te (zum pa­ralel­len tra­cken).

je­den­falls habe ich mir dann auf an­re­gung von flo­ri­an eben je­nes flop­py an­ge­se­hen. flop­py ist wie trakt oder pop­feed ein me­di­en­tra­cker, nur dass man ihn selbst be­trei­ben kann. flop­py hat mir auf den ers­ten blick ge­fal­len. ich konn­te alle da­ten, vor al­lem die ge­sam­te dort ge­spei­cher­te his­tio­rie, von trakt und plex im­por­tie­ren und gleich­zei­tig me­ta­da­ten-diens­te nut­zen, die auch von trakt, plex, pop­feed und al­len an­de­ren ge­nutzt wer­den. flop­py weiss aus der plexhis­to­rie, dass ich ge­ra­de silo sehe, weiss was die nächs­te fol­ge kommt und so­bald ich die neu­es­te fol­ge ge­se­hen habe, mar­kiert flop­py die, dank ei­ner ver­bin­dung zu mei­nem plex, au­to­ma­tisch als ge­se­hen. wenn ich eine fol­ge re­a­cher auf ama­zon prime sehe, kann ich die ge­se­he­ne fol­ge mit drei klicks als ge­se­hen mar­kie­ren und der ein­ge­bau­te ka­len­der in flop­py zeigt mir, wann die nächs­ten fol­gen kom­men.

aber das bes­te ist: so­bald flop­py eine fol­ge oder ei­nen film als ge­se­hen mar­kiert, legt es, mit ei­nem klei­nen selbst­ge­schrie­be­nen script, auch ei­nen ein­track im me­di­en­tra­cker auf wir­res.net an.

se­ri­en wie die sen­dung mit der maus oder die for­mel 1 zu tra­cken, war mit trakt und pop­feed ent­weer müh­sam, un­mög­lich oder bug­gy. das tra­cken der sen­dung mit der maus mit flop­py war auch bug­gy, aber weil flop­py auf mei­nem heim­ser­ver läuft, konn­te ich es patchen, so dass ich jetzt so­wohl die for­mel 1, als auch die sen­dung mit der maus feh­ler­frei und mü­he­los tra­cken kann.

was ich sa­gen will: flop­py ist toll, sei­ne ei­ge­nen me­ta­da­ten zu ver­wal­ten ist noch tol­ler und mein trakt-kon­to zu lö­schen fühl­te sich gut an.


let­ter­boxd fin­de ich nach wie vor sym­pa­thisch und wer­de mei­ne ge­se­he­nen fil­me und kurz­kri­ti­ken dort wei­ter­hin ver­öf­fent­li­chen.


pop­feed fin­de ich toll, aber es scheint ei­ner­seits nicht wei­ter­ent­wi­ckelt zu wer­den und ist an­de­rer­seits irre lang­sam. die nut­zung von pop­feed pau­sie­re ich erst­mal.


hei­ko hat sich, wie flo­ri­an, auch ei­nen me­di­en­tra­cker ge­bas­telt.


wäh­rend fri­da und ich zwei wo­chen al­lei­ne zu­hau­se wa­ren, war die bei­fah­re­rin in ham­burg und hat bei der pen­ti­ment som­mer­aka­de­mie ei­nen ma­le­rei-kurs ge­lei­tet. die do­zen­ten der som­mer­aka­de­mie hal­ten auch im­mer ei­nen vor­trag. das ist ihr vor­trag, den sie noch­mal ein­ge­spro­chen hat.

er han­delt von mei­nen vier letz­ten ar­beits­grup­pen und wie sie ent­stan­den sind.

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nied­rig­schwel­li­ge kom­men­ta­re

felix schwenzel in über wirres

via benedikt.io

clau­dia hat auf­ge­schrie­ben, was sie beim kom­men­tie­ren (in blogs) nervt. von mei­nen vor­he­ri­gen kom­men­tar­sys­tem war sie (zu recht) ge­nervt. mit der ein­bin­dung von isso ist sie zu­frie­den, aber ich selbst auch.

ob­wohl ich isso jetzt seit fast zwei mo­na­ten in be­trieb habe, ist hier noch kein spam-kom­men­tar ge­lan­det. das mag dar­an lie­gen, dass es (der­zeit noch) aus­schliess­lich über ja­va­script funk­tio­niert. das nervt clau­dia nicht, aber an­de­re — und ich möch­te das lang­fris­tig noch än­dern. an­sons­ten habe ich isso wirk­lich nied­rig­schwel­lig kon­fi­gu­riert: wer min­des­tens drei zei­chen kom­men­tar ein­gibt, kann das for­mu­lar und da­mit ei­nen kom­men­tar ab­schi­cken. die an­ga­be des na­mens, der email­adres­se oder der ei­ge­nen web­site ist op­tio­nal. so oder so gibts eine vor­schau und die op­ti­on den kom­men­tar 30 mi­nu­ten lang (nach der ver­öf­fent­li­chung) zu edi­tie­ren (über ei­nen coo­kie). mark­down ist un­ter­stützt, links wer­den klick­bar, le­dig­lich der hin­weis dar­auf, dass mark­down un­ter­stützt wird, fehlt noch. wo­bei ich glau­be, dass, aus­ser ein paar spe­zia­lis­ten, oh­ne­hin nie­mand weiss was mark­down ist.

je­den­falls den­ke ich, clau­dia hat recht. ich fin­de es auch ex­trem ner­vig, wenn man ei­nen kom­men­tar schreibt und nach dem sen­den ent­we­der nix pas­siert oder ein hin­weis auf mo­de­ra­ti­on er­scheint. wenn schon mo­de­ra­ti­on, dass könn­te der kom­men­tar mir selbst doch we­nis­tens wei­ter an­ge­zeigt wer­den?

ich kom­men­tie­re schon län­ger so, dass ich kom­men­ta­re, die ich an­ders­wo hin­ter­las­se, auch hier ver­öf­fent­li­che. wie al­les was ich hier ma­che, ma­che ich das na­tür­lich in ers­ter li­nie für mich selbst. so kann ich spä­ter schau­en ob es ant­wor­ten gab, ob die mo­de­ra­ti­on er­folg­reich war oder ge­lösch­tes zu­min­dest bei mir selbst be­hal­ten. und für die eine oder an­de­re per­son mag es so­gar in­ter­es­sant sein zu se­hen, was ich an­ders­wo ins in­ter­net schrei­be.

aber am liebs­ten ist mir das kom­men­tie­ren per web­men­ti­on. das geht nicht über­all, aber zum bei­spiel bei eay.de oder dem kopf­zei­ler. ich schrei­be aber beim web­men­ti­on-kom­men­tie­ren nicht nur eine ant­wort un­ter ei­nen frem­den bei­trag, son­dern ich be­hal­te auch die fä­hig­keit den zu edi­tie­ren oder zu lö­schen. das fin­de ich ziem­lich sen­sa­tio­nell. mit word­press kann man das kom­men­tie­ren per web­men­ti­on mit (na­tür­lich) mat­thi­as pfef­fer­les in­die­web-plug­in kon­fi­gu­rie­ren, mit kir­by und ein biss­chen hand­ar­beit hilft ei­nem mau­rice renks in­die­con­nec­tor.


was mich im ge­gen­teil zu clau­dia nicht nervt: wenn man gar nicht kom­men­tie­ren kann.

Kom­men­tie­ren un­mög­lich: Blogg doch selbst, steht dann z.B. da. Ok, al­les klar, ich lese dann aber auch nicht mehr mit. Für mich sind Blogs die ein­zig ver­blie­be­nen Me­di­en, wo noch gute Ge­sprä­che mög­lich sind – kei­ne Wand­zei­tun­gen.

die ge­sprä­che sind ja im­mer noch mög­lich. die­sen ser­mon hier möch­te ich nicht un­ter clau­di­as ein­trag pos­ten, aber trotz­dem ist die­ser bei­trag auch ein kom­men­tar. clau­dia wird die­sen ar­ti­kel se­hen, ent­we­der in ih­ren re­fe­rern oder bei riv­va. oder weil sie hier zu­fäl­lig mal rein­ge­schaut hat. das ist ja das tol­le am in­ter­net, an links, an ei­enr wand­zei­tung. be­steht al­les ir­gend­wie aus ge­sprä­chen und kom­men­ta­ren.


abend­spa­zier­gang 22.08.2026 und 23.08.2026

felix schwenzel in bilder

wähh­rend die bei­fah­re­rin auf dienst­rei­se war, durf­te ich mit fri­da 2-4 mal täg­lich raus ge­hen. sonst bin ich nach­mit­tags nicht so oft in den reh­ber­gen, in den letz­ten bei­den ta­gen war nach­mit­tags im­mer ir­gend­wo live mu­sik. nicht mein ding, aber mu­sik, men­schen die fei­ern und in die bü­sche ka­cken find ich auf ne art ganz schön. und der him­mel hat sich auch je­des­mal für un­se­re spa­zier­gön­ge raus­ge­putzt.


rös­ti

felix schwenzel in gekocht

ich bin sehr leicht zu be­ein­flus­sen. kaum sehe ich ein vi­deo über rös­ti, muss ich rös­ti selbst ma­chen.

ich war im­mer schon be­geis­tert von tor­til­las die mit so we­ni­gen zu­ta­ten (kar­tof­fel, zwie­bel, ei, öl, salz) so enorm schmack­haft sind. aber rös­ti be­stehen nur aus ge­rie­be­nen kar­tof­feln, ge­duld und salz und ein we­nig but­ter. und sind min­des­tens ge­nau­so toll und dazu noch knusp­rig.

fertiger rösti aufgeschnitten auf einem weissen teller.

fer­ti­ger rös­ti auf­ge­schnit­ten


„art di­rec­ted“ bil­der für ar­me

felix schwenzel in notiert

mitt­ler­wei­le hat sich der dark mode als op­ti­on (j sei dank) fast über­all durch­ge­setzt. wenn ich nachts auf­wa­che und mich mal kurz an den rech­ner set­ze, has­se ich es, wenn web­sei­ten mich dann vi­du­ell an­schrei­en. aber auch tags­über fin­de ich hell leuch­ten­de web­sei­ten un­an­ge­nehm.

des­halb hat wir­res.net seit et­was mehr als ei­nem jahr auch ei­nen dark mode.

was mich da­bei oft ge­nervt hat: man­che bil­der se­hen im dark mode ele­gant aus, aber im light mode nicht. oder um­ge­kehrt. häu­figs­ter work­around da­für bis­her: mit trans­pa­ren­zen ar­bei­ten, also mög­lichst auf hin­ter­grün­de ver­zich­ten. bei strich­zeich­nun­gen mit schwar­zem oder weis­sen stri­chen klappt das dann aber nur in 50% der fäl­le. man kann dann ei­nen grau­ton für die stri­che wäh­len, der so­wohl im dark- als auch light­mo­de sicht­bar bleibt.

die sau­be­re lö­sung ist eine me­dia-query und da­mit was man (glau­be ich) art di­rec­ted images nennt:

<picture>
  <source srcset="…-dark.png" media="(prefers-color-scheme: dark)">
  <img src="…-light.png" alt="">
</picture>

da­für muss man dem CMS bei­brin­gen, pro bild auf wunsch auch zwei quel­len (oder mehr, je nach dem wie art-di­rec­ty man wer­den will) zu ver­wal­ten. in mei­nem fall wür­de das aber im html-code, der für bil­der oh­ne­hin schon irre kom­plex ist, noch mehr kom­ple­xi­tät be­deu­ten.

des­halb habe ich mich sehr über die­sen work­around ge­freut, den mir cur­sor heu­te vor­ge­schla­gen hat, auch eine me­dia query:

@media (prefers-color-scheme: dark) {
  .cover--invert-on-dark { filter: invert(1); }
}

um­ge­setzt habe ich das jetzt so, dass bil­der die auf *-in­ver­ta­ble* en­den pas­send kon­ver­tiert wer­den. bei­spiel aus die­sem ar­ti­kel:

die wichtigsten achsen des case study house #22 fotos von julius shulman mit weissen linien auf schwarzem grund nachgezeichnet.

das bild hat weis­sen hin­ter­grund mit schwar­zen li­ni­en, wird aber bei ak­ti­vier­tem dark mode in­ver­tiert dar­ge­stellt, also mit schwar­zem hin­ter­grund und weis­sen li­ni­en. das soll­te auch mit schwar­zen li­ni­en auf weis­sem hin­ter­grund klap­pen. (al­ler­dings klappt das nicht im RSS, weil kein CSS.)

und es soll­te auch mit trans­pa­ren­tem hin­ter­grund klap­pen. das ist ein ku­bus aus schwar­zen li­ni­en auf trans­pa­ren­tem hin­ter­grund:

das ist der code den mir cur­sor ge­schrie­ben hat:

/*
 * S/W-PNGs mit Dateiname *-in­ver­ta­ble.png: Ablage = Light-Variante.
 * Dark Mode: per CSS in­ver­tie­ren (Trans­pa­renz bleibt erhalten).
 * Selektor bewusst "-in­ver­ta­ble" (nicht nur ".png"): Kirby-Thumbs heißen
 * z.B. name-in­ver­ta­ble-320x.png / name-in­ver­ta­ble-320x-q75.webp.
 */
@media (prefers-color-scheme: dark) {
  img[src*="-in­ver­ta­ble"],
  img[data-src*="-in­ver­ta­ble"],
  img[srcset*="-in­ver­ta­ble"],
  img[data-srcset*="-in­ver­ta­ble"],
  picture:has([srcset*="-in­ver­ta­ble"]) img,
  picture:has([data-srcset*="-in­ver­ta­ble"]) img {
    filter: invert(1);
  }
}

/* Lightbox hat dunklen Hin­ter­grund → immer die Dark-Dar­stel­lung */
.pswp img[src*="-in­ver­ta­ble"],
.pswp__img[src*="-in­ver­ta­ble"] {
  filter: invert(1);
}

in­ter­es­sant (zu­min­dest für mich) ist was mit der light­box im light-mode pas­siert (also wenn man auf das bild klickt, um es zu ver­grös­sern): weil der hin­ter­grund der light box im­mer schwarz ist, wird dann auch die dark-mode-va­ri­an­te in der light­box an­ge­zeigt. al­les mit ein biss­chen CSS. fas­zi­nie­rend.


ca­se stu­dy house #22

felix schwenzel in artikel

die wichtigsten achsen des case study house #22 fotos von julius shulman mit weissen linien auf schwarzem grund nachgezeichnet.

die­ses foto von ju­li­us shul­man kennt je­der ar­chi­tek­tur­stu­dent. mich hat es wäh­rend mei­nes ar­chi­tek­tur­stu­di­ums zu feuch­ten träu­men über sicht­ach­sen und mi­ni­ma­lis­ti­sches de­sign in­spi­riert. an die­sem foto stimmt kon­zep­tio­nell al­les und es fängt eine stim­mung ein, die schwer zu be­schrei­ben ist, die aber je­der ver­steht, so­bald man das foto sieht. ganz ähn­lich dem bild von ed­ward hop­per.

ich wuss­te, dass das haus am hang der hol­ly­wood-hills vom ar­chi­tek­ten pierre koe­nig ge­baut wur­de und dass es min­des­tens 21 wei­te­re case stu­dy hou­ses gibt.

was ich nicht wuss­te, war, dass die bau­her­ren, die fa­mi­lie stahl, schon vor pierre koe­nig eine ziem­lich ge­naue vor­stel­lung vom haus hat­ten. das steht zwar auch so in der wi­ki­pe­dia …

Stahl pro­vi­ded the in­spi­ra­ti­on for the over­all struc­tu­re, set­ting out his ide­as by mid-1956 in a mo­del of the house he wan­ted for the site. Un­li­ke the house as built, the mo­del has a cur­ved rear wall and but­ter­fly roof.
[…]

Koe­nig ad­he­red to the ba­sic at­tri­bu­tes of Stahl's con­cept but re­fi­ned the de­sign into so­me­thing much more ri­go­rous, geo­me­tric and 'pu­re' in its form and ma­te­ri­als—in es­sence ad­ap­ting it to his own vo­ca­bu­la­ry.

… aber die­ses vi­deo er­klärt die ge­schich­te des hau­ses sehr bild­lich. die kin­der der stahls er­zäh­len da­von wie ihre el­tern das haus plan­ten, bau­ten und wie die fa­mi­lie dar­in leb­te und wie das haus jetzt der öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich ist. eine gross­ar­ti­ge klei­ne do­ku­men­ta­ti­on, die nicht nur für ar­chi­tek­tur­in­ter­es­sier­te in­ter­es­sant ist.


ix und chen’s beef nood­le house

felix schwenzel in notiert

vor ein paar ta­gen sah ich in der mül­ler­stras­se ei­nen neu­en la­den in dem je­mand nu­deln mit der hand zog: chen’s beef nood­le house. der la­den ist so neu, dass noch nicht mal die home­page von chen’s beef nood­le house die adres­se ge­lis­tet hat (goog­le hat den ein­trag schon).

als fri­da und ich ges­tern wie­der dran vor­bei­lie­fen und ich wie­der den koch nu­deln zie­hen sah schau­te ich mir die spei­se­kar­te von der stras­se aus an. ich ent­schied mich spon­tan eine der bowls zum mit­neh­men zu kau­fen:

  1. 招牌蘭州清湯牛肉麵   14,90 €
    Haus­ge­mach­te Lanz­hou-Rind­fleisch­nu­deln in kla­rer Brü­he
    Si­gna­tu­re Lanz­hou Clear Broth Beef Nood­les

auf goog­le maps be­klagt sich je­mand:

13,90€ pro Sup­pe fin­de ich teu­er, da kaum Fleisch ent­hal­ten ist.

ich fand 14,00 € OK, aber mir fiel auf, dass enorm vie­le nu­deln ent­hal­ten wa­ren. so kam das bei mir an.

nach der hälf­te der nu­deln war ich be­frie­digt und satt. das fleisch war we­nig aber zart und dünn ge­schnit­ten, der fri­sche ko­ri­an­der war toll, die brü­he klar und die nu­del fluf­fig.

heu­te zum früh­stück dann res­tees­sen mit mehr ge­mü­se und mehr brü­he. so mit ein paar kühl­schrank­res­ten für 14 euro zwei sehr be­frie­di­gen­de mahl­zei­ten mit sehr gu­ten, hand­ge­to­ge­nen nu­deln ge­habt.

der la­den selbst ist an­ge­nehm ein­ge­rich­tet, die be­die­nung spre­chen kaum deutsch, sind aber sehr, sehr freund­lich, es wer­den un­un­ter­bro­chen nu­deln ge­zo­gen und man kann nur bar be­zah­len.


opml2feed

felix schwenzel in notiert

jetzt hab ich eine ma­schi­nen­les­ba­re /blogrolle die au­to­ma­tisch auch /opml aus­gibt und wür­de das ei­gent­lich auch ger­ne selbst nut­zen. oder we­nigs­tens aus­pro­bie­ren wie man so­was nut­zen kann, also mein ei­ge­nes dog food es­sen, wie man so schon sagt. mitt­ler­wei­le weiss ich, dass man die ein­zel­nen opml feeds in freshRSS so abon­nie­ren kann, dass sie sich dy­na­misch ak­tua­li­sie­ren, wenn ich sie hier, hier, hier oder hier än­de­re oder er­wei­te­re. aber ich nut­ze mi­ni­flux und das kann kei­ne dy­na­mi­schen opml-feeds abon­nie­ren.

freshRSS hat eine de­mo­in­stanz auf der man sich an­mel­den kann und die fea­tures von freshRSS tes­ten kann. klappt gut, also man kann ein­zel­nen opml-urls hin­zu­fü­gen oder in ord­ner ver­tei­len und hat dann alle ent­hal­te­nen feeds abon­niert und kann auch ein­zel­ne feeds mu­ten oder selbst wei­te­re hin­zu­fü­gen. aber ich woll­te jetzt nicht mei­nen gan­zen set­up auf den kopf stel­len oder mir freshRSS in­stal­lie­ren.

also hab ich mir ein klei­nes script schrei­ben las­sen das ein we­nig vom riv­va #rp26 feed in­spi­riert ist. wenn man den abon­nier­te füt­ter­te der alle bei­trä­ge die im mai die re­pu­bli­ca er­wähn­ten oder den tag #rp26 nutz­ten in ei­nen ein­zi­gen feed. das war sehr prak­tisch, weil ich dann in mei­nem feed-rea­der die bei­trä­ge gleich le­sen konn­te. aber es war mög­li­cher­wei­se auch ein biss­chen hei­kel, weil der riv­va-rp26-feed frem­de in­hal­te agg­re­gier­te.

das script das ich mir ge­baut habe macht das glei­che wie der riv­va-rp26-feed: aus be­stimm­ten feeds ei­nen neu­en feed bau­en. al­ler­dings ohne den in­halt (nur die über­schrif­ten) und nicht mit #rp26-in­hal­ten, son­dern eben mit den quel­len aus mei­nem OPML. wenn man /opml2feed auf­ruft sieht man (im zwei­ten schritt) das:

man sieht alle OPML-feeds die ich an­bie­te vor­aus­ge­wählt, kann die aus­wahl aber auch re­du­zie­ren. wenn man wei­ter scrollt sieht man alle in den OPMLs ent­hal­te­nen ein­zel­nen feeds.

auch die kann man ein­zeln ab­wäh­len. der re­sul­tie­ren­de feed hat dann eine ein­ma­li­ge, schwer zu er­ra­ten­de, also ge­hei­me ID wie /opml2feed/0a460f0400115382859d.xml.

mit der ID kann man auch im­mer zu­rück auf die kon­fi­gu­ra­ti­ons­sei­te und die ein­stel­lun­gen des er­geb­nis­feeds an­pas­sen. den feed mit der ID 0a460f0400115382859d wür­de ich nie­man­dem emp­feh­len zu nut­zen, weil der jetzt ver­öf­fent­licht ist, nicht mehr ge­heim ist und den jetzt jede mo­di­fi­zie­ren kann.

der witz ist: wenn ich eine neue blogrol­le hin­zu­fü­ge oder zu ei­ner be­ste­hen­den blogrol­le ei­nen feed hin­zu­fü­ge, ak­tua­li­si­ert sich auch der „ge­hei­me“ feed.

wir­res.net/opml2feed/ steht der­zeit al­len in­ter­es­sier­ten of­fen, ist aber ex­pli­zit erst­mal ein test und bie­tet nur mei­ne OPMLs zur aus­wahl an. wer das tes­ten möch­te: ger­ne. aber das kann sich al­les noch än­dern, das gan­ze ist das frü­he sta­di­um ei­nes prak­ti­schen ge­dan­ken­ex­pe­ri­ments.


na­tür­lich habe ich mir für mei­ne pri­va­te nut­zung eine ver­steck­te op­ti­on ein­ge­rich­tet, um die feeds auch im voll­text oder ori­gi­nal­zu­satnd wei­ter zu ge­ben, also nicht nur die über­schrift. aber grund­säz­lich kön­nen die meis­ten feed-rea­der die ich ken­ne auf knopf­druck den voll­text von ge­kürz­ten oder lee­ren RSS items von der je­wei­li­gen web­site zie­hen. oder man klickt halt wie frü­her zur ori­gi­nal­sei­te durch. ein feed der nur über­schrif­ten ent­hält, ist also grund­sätz­lich gut nutz­bar.

so oder so wür­de ich mich über tes­ter und feed­back freu­en. bei in­ter­es­se ver­öf­fentlche ich auch ger­ne den vibe-ge­code­ten quell­code.


ele­na

felix schwenzel in bilder

vie­le din­ge auf der welt sind uns ver­bor­gen und ent­zie­hen sich un­se­rer wahr­neh­mung. das hat den vor­teil, dass wir uns über vie­les kei­ne sor­gen ma­chen müs­sen, weil wir es gar nicht mit­be­kom­men. um­ge­kehrt funk­tio­niert es aber auch, wir kön­nen din­ge se­hen, die gar nicht da sind. auf die­sen fo­tos aus den acht­zi­ger jah­ren, die ir­gend­wann viel zu nied­ri­g­auf­lö­send ge­scannt wur­den, sehe und rie­che ich un­se­re frank­reich­ur­lau­be wie­der vor mei­nem in­ne­ren auge und mei­ner in­ne­re­en nase. ich er­in­ne­re mich an un­ser al­tes haus in aa­chen/kor­neli­müns­ter und un­ser le­ben da­drin. ich er­in­ne­re mich an ele­na, wie sie war, ganz an­ders als ich. ele­na kam rein­lich und or­dent­lich aus dem mut­ter­leib, sie leg­te wert auf din­ge die mir egal wa­ren — und um­ge­kehrt. wir wa­ren von ge­burt an so grund­ver­schie­den, dass ich seit­dem der mei­nung bin, dass un­se­rer per­sön­lich­kei­ten sich von er­zie­hung, kind­heits- und ju­gend­er­fa­run­gen kaum ir­ri­tie­ren las­sen.

wie wir sind, wie wir wer­den, scheint zu ei­nem gros­sen teil vor­be­stimmt.

das ein­zig wich­ti­ge ist wohl lie­be. viel lie­be. die hat ele­na be­kom­men und frei­gie­big auf alle die mit ihr leb­ten ver­teilt. wir hat­ten eine ei­gen­tüm­lich star­ke bin­dung, die auf eine art be­din­gungs­los war und kei­ner wor­te be­durf­te. ich konn­te mich über sie lus­tig ma­chen und sie mich be­schimp­fen, ohne das die lei­ses­ten zwei­fel an un­se­rer ge­gen­sei­ti­gen lie­be auf­ka­men.

ich habe früh und viel ver­ant­wor­tung für ele­na über­tra­gen be­kom­men. ich er­in­ne­re mich, dass ich sie täg­lich vom kin­der­gar­ten ab­hol­te der et­was ent­fernt von un­se­rem zu­hau­se lag. ich be­treu­te sie nach­mit­tags, wäh­rend un­se­re el­tern ar­bei­ten oder stu­die­ren wa­ren. ob es eine gute idee ist ei­nen 12-jäh­ri­gen auf eine 5-jäh­ri­ge auf­pas­sen zu las­sen kann man wahr­schein­lich län­ger dis­ku­tie­ren. aber es hat un­se­re bin­dung ge­stärkt und uns mög­li­cher­wei­se bei­de rei­fen las­sen.



grünen-wahlplakat, das mit sehr vielen kabelbindern versehen ist, einige um das plakat an eiunem laternenpfahl festzubinden, ein ige um zwei plakate zusammen zu halten.

auch wit­zig, dass in der EU ein­weg-plas­tik-stroh­hal­me ver­bo­ten sind, ein­weg-plas­tik-ka­bel­bin­der für wer­bung aber nicht. da­bei saugt bei­des.


pom­mes aus dem air­fry­er

felix schwenzel in rezepte

nach ein paar ver­su­chen1 sind mir die pom­mes aus dem air­fry­er heu­te so ge­lun­gen, wie ich es mir vor­ge­stellt habe.

das rezept ist eine mischung aus dem „ul­ti­ma­ti­ven pom­mes-re­zept“ von hes­ton blu­men­thal und chris youngs TK pommes aus dem airfryer. die pommes werden herrlich knusprig, sind innen aber eher weich. die kleinen knsup­ri­gen stückchen aus den rand­stück­chen und der bruch beim aufrauhen sind fast das beste.

braune knsuprige pommes auf einem wiesen teller. danaben etwas krautsalat und ketchup.
zu pom­mes passt be­kannt­lich al­les, aber die­ser kraut­sa­lat hat be­son­dern gut ge­passt und macht aus die­ser mahl­zeit ei­nen ge­mü­setel­ler.

zutaten

  • 2 grosse kartoffeln
  • öl, salz

ergibt: 1 portion

zubereitung

  1. zuschneiden:

    kar­tof­feln schälen und in pommes schneiden. ich hab mich für ca. 11 × 11 mm ent­schie­den, aber freihand ge­schnit­ten. danach in klarem, kalten wasser die stärke abspülen.

  2. blachieren:

    ungefähr 15 minuten in kochendem wasser blan­chie­ren. dem wasser kein salz oder essig zugeben. je nach dicke der pommes kann es auch schneller gehen. wenn man mit einem spitzen messer ohne allzuviel wi­der­stand in eine pommes stechen kann, sind sie gut. sie sollten beinahe aus­ein­an­der­fal­len.

  3. aufrauhen:

    aus dem wasser in ein sieb geben. die kar­tof­feln sollen jetzt ein wenig auf­ge­rauht werden. ich habe dafür einen deckel aufs sieb gelegt und die pommes ein paar mal durch­ge­schüt­telt. ich habe auch vorher eine handvoll grob­kör­ni­ges salz da­zu­ge­ge­ben und danach abgespült. das hat gut geklappt, aber ich weiss nicht ob es eine wirklich gute idee ist, die pommes ober­flä­che sollen ei­gent­lich so trocken wie möglich werden.

    beim aufrauhen gab es ein bisschen bruch, aber auch kleine stückchen ergeben, nachdem sie ge­trock­net sind, herr­li­chen crunch im airfryer.

  4. trocknen:

    danach müssen die vorb­lachier­ten pommes trocknen. am ein­fachs­ten geht das wenn man sie 20-30 minuten offen in den kühl­schrank legt. mit etwas geduld können sie auch bei zim­mer­tem­pe­ra­tur auskühlen und trocknen.

    blanchierte und aufgerauhte pommes auf einem weissen teller.

    blan­chier­te und auf­ge­rauh­te pommes vor dem gang in den kühl­schrank (zum trocknen).

  5. airfryen:

    die pommes sollen jetzt ohne fett in den airfryer, ca. 15 minuten bei 200°C. darauf achten dass nicht zu viele pommes im korb landen. die zwei dicken lar­tof­feln haben meinen korb ganz gut gefüllt.

    auch kleine bruch­stü­cke vom aufrauhen kommen mit in den korb.

    alle 5 minuten die pommes wenden/schütteln.

  6. servieren:

    die pommes aus dem airfryer in eine schale geben und mit einem schuss öl begiessen, gut salzen und im öl und salz wenden.


  1. letz­tes mal sind sie zu glatt, ein­mal sind sie gut ge­wor­den, aber ich hab kei­ne fo­tos ge­macht ↩︎


ta­ge­buch aus dem ma­schi­nen­raum, 17.08.2026

felix schwenzel in notiert

die­ses for­mat, das jo­han­nes hier nutzt, ge­fällt mir. ein news­ti­cker über den tag ei­nes web­rei­sen­den. das wäre eine mög­lich­keit ein­zel­ne bei­trä­ge, zum bei­spiel aus mei­nem fluss von book­marks und li­kes zu bün­deln und wei­ter zu kom­men­tie­ren. aus mi­kro­blog­gen wird ma­kro­blog­gen.

dann fiel mir auf, dass ich jo­han­nes kopf­zei­ler.org zwar schon seit ewig­kei­ten in mei­nem feed­rea­der habe, aber nicht auf mei­ner blogrol­le. jetzt habe ich ja meh­re­re blogrol­len, auf meh­re­re bei­trä­ge ver­teilt und als OPML oder in /blogrol­le als über­sicht ge­bün­delt, was die sa­che ma­schi­nen­les­bar, aber nicht un­be­dingt über­sicht­li­cher und ver­ständ­li­cher macht.

aber so könn­te ich jetzt fol­low-tage ma­chen, nach dem mot­te des al­ten twit­ter-fol­low-fri­day, zu dem man kon­ten emp­fahl, die man zum fol­gen emp­fahl. alle paar wo­chen eine block­roll-blogrol­le hin­zu­fü­gen.

weiterlesen


plakat der SPD-kandidatin linda vierecke für die abgeordnetenhauswahl in berlin

lin­da vier­ecke, ge­bo­re­ne qua­dra­te1.


  1. ich weiss kei­ne wit­ze über na­men, aber hier spricht na­tür­lich auch der neid auf ei­nen so tol­len, qua­dra­ti­schen, prak­ti­schen und gu­ten na­men. ↩︎


nach­dem ich hier um die 20 deutsch­spra­chi­ge blogs ma­schi­nen- (und men­schen-) les­bar ver­öf­fent­lich habe, fol­gen hier um die 20 eng­lisch­spra­chi­ge blogs. in der block­rol­le kann man auch be­zie­hun­ge nach XFN de­fi­nie­ren kann, konn­te ich hier auch mehr­fach be­zie­hun­gen als muse („So­meone who brings you in­spi­ra­ti­on“) de­fi­nie­ren. das ist zwar grund­sätz­lich bei al­len blogs die ich lese so, aber hier ist das noch ein biss­chen stär­ker. ich glau­be mei­ne gros­sen vor­bil­der wa­ren zwi­schen­zeit­lich im­mer wie­der john gru­ber, ja­son kott­ke und aa­ron pare­cki.

an­sons­ten ist die blogrol­le ge­spickt mit ei­ni­gen ap­ple spe­zi­fi­schen blogs, aber so bin ich nun mal.

blogrolle ansehen …


mor­gen­spa­zier­gang 16.08.2026

felix schwenzel in notiert

sehr früh wach­ge­wor­den we­gen sehr lau­tem re­gen und ge­wit­ter. fri­da und ich ha­ben uns dann mit dem re­gen­ra­dar ab­ge­stimmt und sind erst nach acht los­ge­gan­gen um wei­te­ren (stark) re­gen zu ver­mei­den (was gut ge­klappt hat).

auf­fäl­lig war wie en­er­gie­ge­la­den wir bei­de wa­ren. wäh­rend es ges­tern zum mor­gen­spa­zier­gang schon fast 25°C wa­ren, war es heu­te an­ge­neh­me 17°C. da­mit konn­ten wir bei­de be­herzt auf die tube drü­cken, mein pace beim ge­hen war zum ers­ten mal seit lan­gem wie­der über 10'18"/km (5,8 km/h im ø).

so en­er­gie­ge­la­den fri­da auch war, ei­nen an­flie­gen­den cri­cket-ball über­liess fri­da mir in den reh­ber­gen ohne sich auf­zu­re­gen und die drei am­seln die wir un­ter­wegs sa­hen zeig­te sie mir an, statt ih­nen hin­ter­her zu ja­gen. das grün war durch­ge­hend saf­tig.

zum früh­stück res­tees­sen.

fussweg kurz vor der seestrasse, frida staeht 10 meter entfernt und wartet auf mich, alles ist feucht und saftig
mit gpx route …