von mir völ­lig aus dem zu­sam­men­hang ge­ris­sen:

Ich bin lei­der für ewi­ge Un­klar­heit.

[N]icht rich­tig schei­ße sein zu wol­len, bleibt eine wich­ti­ge Auf­ga­be.

weil ich’s aus dem zu­sam­men­hang ge­ris­sen habe, emp­feh­le ich na­tür­lich auch das selbst zu le­sen: In­ven­tur.

oder bes­ser, gleich das gan­ze „Lasst uns ge­mein­sam ei­nen bes­se­ren Welt­un­ter­gang bau­en!“ zu le­sen oder zu abon­nie­ren. 

followdonnerstag


leck­test

felix schwenzel in notiert

dank an blog­se­quenz.de für den hin­weis auf den leck­test (heisst wirk­lich so). der leck­test tes­tet web­sei­ten auf da­ten­lecks. also coo­kies, auf­ruf von goog­le ana­ly­tics, you­tube-ein­bet­tun­gen. wir­res.net schnei­det gut ab, weil ich mich sehr be­mü­he hier kein dritt­an­bie­ter-ge­döns ein­zu­bau­en und al­les lo­kal und coo­kiel­os aus­zu­lie­fern.

wertung vom „lecktest“: A 100/100

aber als ich ein paar blogs in mei­ner blogrol­le mal dem leck­test un­ter­zo­gen habe, hab ich al­les ge­se­hen, von A, B, C bis E. also teil­wei­se fet­te lecks. da ich auch die tech­ni­sche ver­ant­wor­tung für die web­sei­ten der bei­fah­re­rin habe und leck­test da auch lecks fest­ge­stellt hat, hab ich da eben ein biss­chen rum­ge­fum­melt bis ka­tia­kelm.de und ka­tia­kelm.de/blog ihre A-wer­tung be­kom­men ha­ben. ich kann das al­len ins in­ter­net schrei­ben­den emp­feh­len da mal ihre web­sei­ten zu tes­ten und das dann ge­ra­de zu bie­gen (las­sen) bis ein A raus­kommt. 



beim mor­gen­spa­zier­gang roch die gan­ze stre­cke nach kaf­fee-rös­tung und an­ge­nehm fer­men­tie­rem laub. der him­mel sah dra­ma­tisch aus und auf der ka­nal dampf­te an den stel­len auf den die son­ne be­reits schien.

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auf dem west­ha­fen ge­län­de ent­lu­den zwei bag­ger kies von ei­sen­bahn­wag­gons auf LKW. ge­le­gent­lich schob ein klei­ner, fern­ge­steu­er­ter an­droid die wag­gons ein paar me­ter nach vor­ne.

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ich fra­ge mich ja im­mer, war­um die men­schen und gas­tro­no­men zu hal­lo­ween spin­nen­we­ben an und in häu­sern an­brin­gen, wenn es doch viel ein­fa­cher wäre in vor­be­rei­tung auf hal­lo­ween ein­fach nie zu put­zen und nichts zu re­pa­rie­ren. dann wäre man zu hal­lo­ween im­mer per­fekt vor­be­rei­tet. 




rss2email — wir­res.net per mail, wenns sein muss

felix schwenzel in über wirres

ro­man ja­siek hat es mehr­fach auf sei­ner sei­te er­wähnt und schreibt es auch ger­ne in kom­men­tar­spal­ten:

[Ich den­ke], dass eine gro­ße Chan­ce für Blog­ger dar­in be­steht, die In­hal­te per News­let­ter an die ei­ge­ne Le­ser­schaft aus­zu­spie­len.

als ich vor acht mo­na­ten mal test­wei­se ei­nen news­let­ter mit mailchimp ge­baut habe, mel­de­te sich ex­akt eine per­son an: mei­ne mut­ter. kurz da­nach schoss mailchimp den news­let­ter dann ab, an­geb­lich we­gen ver­stös­sen ge­gen mailchimps „Richt­li­nie zur zu­läs­si­gen Nut­zung“.

ich habe mei­ner mut­ter dann auf mei­nem hei­mi­schen li­nux ser­ver ein script in­stal­liert (rss2mail), dass den /feed ein­liest und für je­den neu­en bei­trag eine mail an mei­ne mut­ter (und mich) schickt. das funk­tio­niert jetzt seit 8 mo­na­ten sehr zu­ver­läs­sig und feh­ler­frei. mei­ne mut­ter freut sich, meint sie wür­de al­les le­sen, auch das was sie nicht ver­steht oder was sie nicht in­ter­es­siert.

RSS ist für mei­ne mut­ter kei­ne op­ti­on: da­für brauchts eine ei­ge­ne app, die kon­fi­gu­riert wer­den müss­te und dann auch noch auf te­le­fon, ipad1 und ipad2 in­stal­liert wer­den müss­te. dann müss­te sie die auch noch öff­nen, was sie mit ih­rer email-app oh­ne­hin je­den tag (oder mehr­fach am tag) macht.

für mich ist die ko­pie prak­tisch, weil ich so ge­le­gent­lich feh­ler sehe, die ich sonst nicht sehe und eine art back­up is­ses auch.

je­den­falls dach­te ich: auch wenn sich nie­mand für ei­nen wir­res.net news­let­ter in­ter­es­siert, könn­te ich den mail­ver­sand ja trotz­dem an­bie­ten auf mei­ner /fol­gen sei­te.

wer also wir­res.net per email be­kom­men möch­te kann ich auf mei­ner zu­hau­se be­trie­be­ne rss2mail-in­stanz hin­zu­fü­gen. die­se ver­sen­det für je­den auf der start­sei­te ver­öf­fent­lich­ten ar­ti­kel eine email mit dem vol­len in­halt. die email wird über mein pri­va­tes goog­le-mail-kon­to (im bcc) als html-mails ver­sen­det. email an ix ät wir­res punkt net reicht, dann tra­ge ich die adres­se ma­nu­ell ein.

die emails se­hen so aus:

hier die mails als .eml zur vor­an­sicht:

 


re­pa­rie­ren, re­stau­rie­ren und ma­chen

felix schwenzel in notiert

in den letz­ten mo­na­ten er­wi­sche ich mich im­mer wie­der da­bei wie ich mir stun­den­lang re­pa­ra­tur- und re­stau­rie­rungs­vi­de­os an­se­he. vor al­lem be­ob­ach­te ich, wie sehr mich das be­frie­digt. das ist nicht neu, vor zehn mo­na­ten hab ich das schon­mal an­ge­merkt.

aber heu­te fra­ge ich mich, ob die­se be­frie­di­gung nicht auch ei­nen po­li­ti­schen aspekt hat. in ei­ner welt der en­tro­pie, in der nicht im­mer al­les zu­sam­men­passt oder so funk­tio­niert, wie man sich es vor­stellt oder wünscht, kann re­pa­ra­tur, hei­lung, auf hoch­glanz brin­gen eine ka­thar­ti­sche wir­kung ha­ben.

zu se­hen, dass man ka­put­tes, zer­stör­tes, hoff­nungs­los ver­schmutz­tes auch wie­der schön und funk­ti­ons­fä­hig ma­chen kann zeigt, dass ver­fall nicht zwangs­läu­fig ist, dass es bes­ser wer­den kann, dass wir et­was aus­rich­ten kön­nen, dass ver­än­de­rung mög­lich ist.

viel­leicht ist schrei­ben, ins in­ter­net schrei­ben, krea­ti­ve wer­ke schaf­fen und re­pa­rie­ren auch ge­nau des­halb so ein tie­fes be­dürf­nis von uns al­len. ich kann mich noch sehr gut dar­an er­in­nern, dass ma­len in mei­enr kin­der­gar­ten­zeit eine bei­na­he ma­gi­sche und tief be­frie­di­gen­de wir­kung hat­te. et­was ein­fan­gen und fest­hal­ten und gleich­zei­tig ge­stal­ten. an die­sem blog rum­schrau­ben und da rein zu schrei­ben und zu pos­ten ist auch ein auf­stand ge­gen die en­tro­pie, den ver­fall, das ver­ges­sen.

und auch hier fällt mir wie­der si­sy­phos ein. re­pa­rie­ren, fest­hal­ten, kre­ieren ist der fels­bro­ken von si­sy­phos. jede re­pa­ra­tur geht ir­gend­wann wie­der ka­putt, nach der spül­ma­schi­nen-re­pa­ra­tur ist vor der spül­ma­schi­nen-re­pa­ra­tur. aber, man muss sich den re­pa­rie­ren­den als glück­li­chen men­schen vor­stel­len. das wah­re schla­raf­fen­land ist nicht der ort wo ei­nem die ge­bra­te­nen tau­ben in den mund oder die hand flie­gen, son­dern der ort und die zeit an dem man sich tau­ben bra­ten kann — und es dann auch tut — für sich oder an­de­re.

in ge­nau die­sem zu­sam­men­hang fiel mir heu­te auf, dass bil­der von fein säu­ber­lich ge­ord­ne­ten sa­chen (things neat­ly or­ga­ni­zed) die glei­che wir­kung ha­ben kön­nen wie re­pa­ra­tu­ren. aber vor al­lem fiel mir auf, dass things­or­ga­ni­zed­neat­ly.tumb­lr.com ir­gend­wann aus mei­nem RSS-rea­der ge­fal­len sein müs­sen. war es aber gar nicht, es gibt nur of­fen­sicht­lich nicht mehr so vie­le fein säu­ber­lich ge­ord­ne­ten sa­chen. 

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LL­Ms und das in­ter­net kil­led my hei­se abo

felix schwenzel in artikel

ich war über ein jahr­zehnt, viel­leicht so­gar zwei jahr­zehn­te abon­ne­ment der c’t. 2013 hat­te ich kei­ne lust mehr auf das alt­pa­pier, das mit den c’t-ar­ti­keln mit­ge­lie­fert wur­de und kün­dig­te mein c’t abo. da­mals gab es, so­weit ich mich er­in­ne­re, kein rei­nes on­line c’t abo. zwi­schen­zeit­lich las ich c’t wei­ter bei mei­nem ar­beit­ge­ber und kauf­te ge­le­gent­lich ein­zel­ar­ti­kel. seit sep­tem­ber 2021 bin ich hei­se+ abo­nent. da­mit konn­te ich al­les auf hei­se.de le­sen, in­klu­si­ve des make ma­ga­zi­ne und der c’t.

heu­te hab ich mein hei­se+ abon­ne­ment ge­kün­digt. war­um er­zähl ich gleich, aber erst muss ich noch­mal zwei schlen­ker ma­chen.


im ja­nu­ar 2024 ha­ben wir ei­nen neu­en gas­zäh­ler be­kom­men. nach­dem ich mir die spe­zi­fi­ka­tio­nen des bei uns ein­ge­bau­ten mo­dels an­ge­se­hen hat­te, kam ich auf die idee, dass ich den im­puls­geb­ner des gas­zäh­lers mit ei­nem aqa­ra-tür­sen­sor ab­grei­fen könn­te. wahr­schein­lich war das nicht mei­ne ori­gi­nal-idee, wahr­schein­lich las ich in ei­nem home-as­sistant-fo­rum oder an­ders­wo von leu­ten die so­was ähn­li­ches ma­chen. das klapp­te auf an­hieb, weil der tür­se­nor ohne plas­tik-hül­le ge­nau in eine aus­spa­rung des gas­zäh­lers pass­te und der im­puls­ge­ber den reed-kon­takt des aqa­ra-sen­sors zu­ver­läs­sig mit je­der um­dre­hung aus­lös­te. das ein­zig un­zu­ver­läs­si­ge war mei­ne be­fes­ti­gung mit kle­be­band, wes­halb ich ir­gend­wann nach ei­nem 3d-druck für ei­nen hal­ter such­te, ei­nen fand und mir den dru­cken liess.

seit­dem zählt der tür­sen­sor zu­ver­läs­sig im­pul­se und home as­sistant wan­delt das in ei­nen ver­brauchs­sen­sor.

nach­dem uber­space an­fang 2023 php 7.4 auf al­ten­teil schob, lief mein auf ez­pu­blish ge­hos­te­tes blog zwar noch, aber ich konn­te kei­ne bei­trä­ge mehr ver­öf­fent­li­chen, weil ez­pu­blish zu vie­le php feh­ler pro­du­zier­te. eine re­pa­ra­tur wäre da­mals ohne die hil­fe von pro­gram­mier­hel­fern sehr zeit­auf­wän­dig ge­wor­den, wes­halb ich zwei jah­re lang mehr oder we­ni­ger nur auf inst­gram ins in­ter­net schrieb. ei­gent­lich hat­te ich schon 2020 fak­tisch auf­ge­hört auf wir­res.net ins iner­net zu schrei­ben, ich glau­be vor al­lem weil ich mich lie­ber um un­se­ren hund küm­mern muss­te und woll­te und die er­zie­hung und das ler­nen über den um­gang mit hun­den, ein neu­er job, co­ro­na und über­haupt al­les an­de­re mei­ne auf­merk­sam­keit über ge­bühr in be­schlag nah­men.

als ich mich an­fang 2025 ent­schloss wir­res.net auf kir­by zu mi­grie­ren, bas­tel­te ich mir ei­nen do­cker con­tai­ner mit php 7.4 und mys­ql zu­sam­men und brach­te ez­pu­blish und das alte wir­res.net auf un­se­rem heim­ser­ver wie­der zum lau­fen. mit und in die­sem con­tai­ner bau­te ich mir ex­port-skrip­te um die al­ten in­hal­te ins neue kir­by zu mi­grie­ren. da mei­ne pro­gram­mier­fä­hig­kei­ten und vor al­lem die mei­ner co­ding-hel­fer da­mals noch nicht so aus­ge­prägt wa­ren und ich noch we­ni­ger ah­nung als heu­te hat­te, war die­se do­cker kon­struk­ti­on ein biss­chen wa­cke­lig.

mein ziel war ei­gent­lich das gan­ze ar­chiv in ei­nem ein­zi­gen ord­ner, mit ei­ner do­cker-com­po­se-da­tei in un­se­rem heim­netz­werk zu hos­ten und die­sen ord­ner, falls nö­tig, auch auf ei­nen an­de­ren ser­ver mi­grie­ren zu kön­nen. das habe ich mir dann mit ei­nem co­ding­hel­fer der neue­ren ge­ne­ra­ti­on vor ein paar mo­na­ten ge­baut. seit­dem kann ich im heim­netz ein­fach ar­chiv.wir­res.net auf­ru­fen und be­kom­me wir­res.net, in­klu­si­ve SSL ex­akt so an­ge­zeigt wie ich es 2023 ver­las­sen habe.

wie man sieht funk­tio­niert die ar­chiv-web­sei­te noch so gut, dass so­gar das good­reads-wid­get, dass ich vor vie­len jah­ren mal ein­ge­rich­tet habe, noch funk­tio­niert und die bü­cher an­zeigt, die ich bei good­reads als „curr­ent­ly re­a­ding“ an­ge­ge­ben habe.

aber auch die li­kes, re­posts und shares von da­mals wer­den noch ein­wand­frei an­ge­zeigt.

screenshot aus meinem wirres.net-archiv das die damaligen likes, reposts und shares von twitter und facebook anzeigt. die reaktionen habe ich damals mit skripten aus APIs ausgelesen und lokal in json-dateien gesichert. deshalb sind sie quasi mitarchiviert

das er­in­nert mich dar­an — mit ein biss­chen weh­mut — wel­che re­so­nanz-ma­schi­nen twit­ter und face­book noch vor 10 jah­ren wa­ren und das mei­ne mut­ter schon vor > 10 jah­ren mein ge­döns be­stän­dig lik­te, da­mals auf face­book.

je­den­falls steckt hin­ter dem do­cker con­tai­ner auf dem das wir­res.net-ar­chiv steckt ein php74-7.4.2 und ein ma­riadb-10.6.21 image, so­wie ein selbst­si­gnier­tes zer­ti­fi­kat und auf mei­nem lap­top ein /etc/hosts ein­trag. das ist nur so mit­tel-ele­gant, aber funk­tio­niert für mei­ne an­sprü­che, weil mein an­spruch ei­gent­lich le­dig­lich ist, ar­chiv.wir­res.net je­der­zeit auf mei­nem lap­top auf­ru­fen zu kön­nen um ge­ge­be­nen­falls ir­gen­was zu ver­glei­chen oder zu prü­fen, was bei der kir­by-mi­gra­ti­on viel­leicht nicht ge­klappt hat.


wo­bei wir bei mei­nem hei­se-abo an­ge­kom­men sind. ges­tern habe ich seit lan­gem mal wie­der hei­se.de auf­ge­ru­fen. mir fiel zu­erst auf, dass ich das schon seit wo­chen oder gar mo­na­ten nicht mehr ge­macht hat­te. und die bei­den ein­zi­gen ar­ti­kel die mich ein biss­chen in­ter­es­sie­ren wa­ren: „HTTPS im Heim­netz: So si­chern Sie lo­ka­le Diens­te ab“ und „So ma­chen Sie den Gas­zäh­ler smart: Home As­sistant und ein 17-Euro-Sen­sor ge­nü­gen“.

mir fiel also auf, dass ich auf hei­se.de ent­we­der gar nicht mehr lese oder dort nur sa­chen fin­de, auf die ich schon vor ein paar jah­ren oder mo­na­ten selbst ge­kom­men bin oder ge­macht habe. zu­ge­ge­ben, der ar­ti­kel über https im heim­netz er­in­ner­te mich dar­an, dass mei­ne lö­sung al­les an­de­re als ele­gant ist und das ich das mit cad­dy, pi­ho­le und lets en­crypt zwei bis drei ti­cken bes­ser ma­chen könn­te. aber die­se in­spi­ra­ti­on wäre mir in den nächs­ten wo­chen wohl auch auf die eine oder an­de­re art über den weg ge­lau­fen. vor al­lem fiel mir auf: wenn ich mein wir­res.net-ar­chiv auf cad­dy und lets en­crypt um­stel­len wür­de, dann wür­de ich es nicht mit hil­fe des hei­se.de-ar­ti­kels ma­chen, son­dern mit ei­nem mei­ner co­ding­hel­fer auf ba­sis ei­nes LLMs oder mit in netz zu­sam­men­ge­such­ten tu­to­ri­als oder you­tube-an­lei­tun­gen.

der hei­se ver­lag und ich ha­ben seit 20 oder 30 jah­ren ein ver­hält­nis, das zu­min­dest auf mei­ner sei­te meis­tens von re­spekt und ei­ner ge­wis­sen be­wun­de­rung ge­prägt war. aber jetzt ste­he sit­ze ich hier und bil­de mir ein, die­ser be­zie­hung ent­wach­sen zu sein. ich glau­be, dass hei­se mir nichts oder we­nig bie­ten kann, dass ich nicht auch an­ders­wo im in­ter­net fin­de oder zum teil so­gar selbst bes­ser kann oder weiss.

des­halb habe ich das hei­se+ abo heu­te zu­min­dest mit ei­nem leicht wei­nen­den auge ge­kün­digt. 


blog­log

felix schwenzel in über wirres

manch­mal, ganz sel­ten, bin ich be­ein­druckt da­von was man mit word­press na­tiv al­les zau­bern kann. ste­fan grund und mi­cha­el ha­ben ei­nen schö­nen trick ge­fun­den, mit dem man ei­nen ei­ge­nen bei­trag schrei­ben kann, der sich dann durch eine ver­knüp­fung au­to­ma­tisch als nach­trag un­ter ei­nen äl­te­ren bei­trag klemmt. vor ein paar jah­ren hab ich das zum ers­ten mal bei kott­ke ge­se­hen. al­ler­dings hab ich das bei kott­ke schon län­ger nicht mehr ge­se­hen und ich glau­be, dass er meis­tens up­dates in­line pos­tet, also ein­fach den bei­trag mit ei­nem up­date-ab­satz er­gänzt.

screenshot des home assistant activity logs
HA ac­ti­vi­ty log

ich war kurz ver­sucht das fea­ture nach­zu­bau­en, hielt dann aber inne. denn ein paar tage vor­her hat­te ich die idee ein log fürs blog zu bau­en. die idee kam mir, weil ich, seit das drü­cken der poo-end­mar­ke in ar­ti­keln nicht nur her­zen ver­sprüht, son­dern auch ein ge­räusch in mei­nem zim­mer macht, nie wuss­te wo denn nun je­mand die ka­cke ge­drückt hat. von home as­sistant ken­ne ich das ak­ti­vi­täts­log, mit dem man die letz­ten er­eig­nis­se und zu­stän­de von ge­rä­ten und sen­so­ren nach­ver­fol­gen kann. war­um nicht auch ein log­buch für ein web­log?

tech­nisch ist das un­kom­pli­ziert: so wie ein drü­cken des ka­cki­cons un­ter bei­trä­gen ei­nen web­hook aus­löst um den tusch bei mir im zim­mer ab­zu­spie­len, kann es auch ei­nen ein­trag in ei­ner json-da­tei an­le­gen. auch alle an­de­ren er­eig­nis­se in kir­by ha­ben hooks die — wenn man das will — in ein se­pa­ra­tes log schrei­ben kön­nen.

ich er­fas­se erst­mal nur die shit­vo­tes, neue bei­trä­ge, än­de­run­gen an be­stehen­den bei­trä­gen (leicht de­du­pli­ziert) und isso-kom­men­ta­re.

screenshot des bloglos vom 09.10.2026:
blog­log screen­shot

so sieht das glo­ba­le blog­log dann aus: /blog­log

auf der rück­sei­te steht eine ver­kürz­te ver­si­on des blog­logs. ein­zel­ne ar­ti­kel-logs hab ich noch nicht um­ge­setzt, aber die kom­men dann in die bei­la­ge, in der man dann die än­de­rungs­his­to­rie und er­eig­nis­se rund um ein­zel­ne bei­trä­ge ab­le­sen kann. da­mit blei­be ich erst­mal bei in­line-nach­trä­gen in bei­trä­gen. 

nach­trag 10.10.2026:
bei­trags-logs wer­den jetzt auch in der bei­la­ge an­ge­zeigt.


die­se fi­shing mail hat zu­min­dest für ein paar se­kun­den mei­ne auf­merk­sam­keit ein­ge­fan­gen. lay­out, wort­wahl und vor al­lem ti­ming sind fast per­fekt. mich freut das ja ei­ner­seits, wenn sich men­schen mühe ge­ben oder ihre KI zur sorg­falt an­hal­ten, aber an­de­rer­seits wür­de ich mir mehr sorg­falt mei­nes spam­fil­ters wün­schen. 


home­pod „ghost touch sym­ptom“ ge­löst

felix schwenzel in notiert

mein weisser hompod auf meinem schreibtisch.

wei­ter gehts mit dem the­ma au­to­ma­ti­sche woh­nung und sprach­as­sis­ten­ten.

vor drei mo­na­ten fing mein home­pod da­mit an stän­dig mu­sik ab­zu­spie­len. eine kur­ze re­cher­che zeig­te, dass das ein ziem­lich weit ver­brei­te­tes phä­no­men ist und mit ei­nem de­fek­ten touch sen­sor an der ober­sei­te des home­pods zu­sam­men­hängt. ein mög­li­cher fix ist das ka­bel des touch­sen­sors ein­fach aus­zu­stöp­seln. da­für muss man den home­pod aber aus­ein­an­der­bau­en. in die­sem vi­deo sieht das re­la­tiv kom­pli­ziert aus. weil der home­pod sich heu­te nacht aber über­legt hat­te, die si­gna­le des de­fek­ten touch­sen­sors als auf­for­de­rung zu ei­nem fac­to­ry-re­set zu in­ter­pre­tie­ren und das laut her­aus­zu­plär­ren, wach­te ich heu­te nacht auf. der home­pod be­fand sich qua­si in ei­nem werks­ein­stel­lungs-re­set-loop und schrie: „keep pres­sing un­til you hear th­ree beeps to re­set your home­pod“. nach dem re­set gings wie­der los.

also home­pod aus­ge­stöp­selt und wie­der ins bett ge­gan­gen. mit dem aus­ge­stöp­sel­ten home­pod merk­te ich, dass ich den home­pod kei­nes­wegs nur zur ge­le­gent­li­chen zeit­an­sa­ge nut­ze, son­dern vor al­lem als ho­me­kit zen­tra­le und th­read-bor­der-rou­ter. da hän­gen also ein paar ge­rä­te dran und un­se­re ho­me­kit-se­cu­re-vi­deo-ka­me­ras.

heu­te früh nach dem mor­gen­spa­zier­gang hab ich dann aufs früh­stück ver­zich­tet und das ding aus­ein­an­der­ge­baut. das ging er­staun­lich ein­fach und viel un­kom­pli­zier­ter als im vi­deo. nach 20 mi­nu­ten war die ope­ra­ti­on ab­ge­schlos­sen.

nach dem lö­sen des ka­bels für den touch se­nor sah ich ich, dass man den gan­zen sen­sor ent­fer­nen kann. das hat den vor­teil dass das ka­bel kei­nen un­fug auf der pla­ti­ne an­rich­ten kann.

zu­erst hat­te ich über­legt den home­pod ohne den stoff-über­zug wei­ter zu be­nut­zen. aber am obe­ren ende der scha­le war der stoff ein­ge­klebt, also sieht der home­pod nach der ope­ra­ti­on wie­der ge­nau­so wie vor­her aus.

jetzt wo ich ge­ra­de den home­pod und ama­zon echo dot ne­ben­ein­an­der ste­hen habe zeigt sich auch, wie viel bes­ser töne klin­gen die der home­pod ab­spielt. auch wenn das en­gi­nee­ring des touch­sen­sors of­fen­bar schrott ist, das ak­ku­s­tik­de­sign des home­pods ist über­ra­gend.

nach­trag:
da sich der home­pod ja in der nacht auf den aus­lie­fe­rungs­zu­stand zu­rück­ge­setzt hat, war ich ge­spannt was nach der neu­ein­rich­tung pas­sie­ren wür­de. tat­säch­lich war ich po­si­tiv über­rascht, weil er sich selbst wie­der ex­akt so ein­rich­te­te wie er vor­her war. mei­ne mat­ter over th­read ge­rä­te ak­zep­tie­ren den neu­en home­pod und ho­me­kit se­cu­re vi­deo und al­les in ho­me­kit funk­tio­nier­te ex­akt wie vor­her. 


will­kom­men zu­hau­se, echo dot

felix schwenzel in notiert

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tl;dr: ein ama­zon echo dot der zwei­ten ge­ne­ra­ti­on lässt sich auch als es­phome-voice sa­tel­lit nut­zen. ganz ohne in­ter­net, cloud oder ama­zon.

vor fast 10 jah­ren hab ich mir bei ama­zon ei­nen echo dot ge­kauft. für ein paar jah­re hat­te ich spass da­mit, vor acht jah­ren zog dann ivan­ka bei uns ein. lei­der konn­ten wir ivan­ka nicht ivan­ka nen­nen, weil die wake-word-er­ken­nung mit ivan­ka nie rich­tig funk­tio­nier­te. des­halb nann­ten wir sie am an­fang wei­ter ale­xa und spä­ter dann snips. snips war ein (qua­si) open source pro­jekt mit dem man sich ei­nen lo­ka­len, also nicht in der cloud lau­fen­den, sprach­as­sis­ten­ten selbst bau­en konn­te. der lo­ka­le teil war vor­teil­haft, weil wir ivan­ka ein­fach wei­ter­ver­wen­den konn­ten, als so­nos vor sie­ben jah­ren snips auf­kauf­te und dann im fol­gen­den jahr ab­wi­ckel­te. snips funk­tio­nier­te mo­na­te­lang wei­ter, das blö­de war, ohne die snips-in­fra­struk­tur könn­te man nichts mehr am set­up und den sprach­ein­stel­lun­gen än­dern.

in den fol­gen­den jah­ren hab ich ivan­ka dann trotz­dem mit ver­schie­de­nen un­ter­bau­ten zu­hau­se wei­ter­be­trei­ben kön­nen. für ein paar jah­re mit rhass­py und seit ein paar jah­ren geht das al­les auch mit ho­me­as­sistant al­lei­ne, auch weil der main­tai­ner von rhass­py, mi­cha­el han­sen ins team home as­sistant wech­sel­te.

je­den­falls hab ich den ama­zon echo dot nach der de­kom­mi­sio­nie­rung nicht weg­ge­schmis­sen, weil: man weiss ja nie. letz­te wo­che hab ich mit­be­kom­men, dass es ein pro­jekt gibt, mit dem man echo dots der drit­ten und zwei­ten ge­ne­ra­ti­on roo­ten und mit neu­er firm­ware be­spie­len kann. den echo dot der zwei­ten ge­ne­ra­ti­on, den wir ha­ben, so­gar ohne lö­ten, nur mit ei­nem mi­cro-usb ka­bel an ei­ner li­nux kis­te.

bild in großansicht öffnen

das hab ich jetzt ge­macht und da­mit ist ein traum in er­fül­lung ge­gan­gen: die ziem­lich gu­ten mi­kro­fo­ne, der okaye laut­spre­cher und das über­ra­gen­de gut trai­nier­te wake-word „ale­xa“ kann ich jetzt ohne ama­zon kom­plett in home as­sistant be­nut­zen. da­mit reiht er sich in die rei­he mei­ner frü­her be­nutz­ten raspber­ry pis und jetzt ge­nutz­ten home as­sistant voice pe voice sa­tel­li­tes ein und lässt sich al­les sa­gen, was ich mir in den letz­ten jah­ren aus­ge­dacht habe. zum bei­spiel: „air­fry­er für 20 mi­nu­ten ein­schal­ten.“ er funk­tio­niert als me­dia­play­er, also home-as­sistant laut­spre­cher und auch wei­ter­hin als blue­tooth-lau­spre­cher, wenn mans braucht.

das gan­ze funk­tio­niert mit ei­ner firm­ware die sich als es­phome aus­gibt, bzw. mit der es­phome-api mit home as­sistant ver­bin­det. mit den home as­sistant voice pe funk­tio­niert das er­fah­rungs­ge­mäss sehr sta­bil, mal sx­hau­en wie sta­bil die firm­ware auf dem echo dot läuft, ich gehe aber da­von aus, dass das min­des­tens so gut funk­tio­niert wie mit dem ha voice pe (der im­mer­hin um die 60 € kos­tet).

das ein­spie­len der firm­ware von echo-dot-as­sist soll­te theo­re­tisch ganz ein­fach ge­hen: repo clo­nen und scripts/setup.sh aus­füh­ren. nach dem roo­ten und dem ver­meint­li­chen ein­spie­len der neu­en firm­ware oder firm­ware-er­gän­zung blieb die aber hän­gen und ich muss­te mich von chatGPT durch ein de­bug­ging und ei­nen fix füh­ren las­sen. im prin­zip war das aber re­ason­ab­ly ein­fach — und vor al­lem ohne lö­ten oder ad­ap­ter.

nach sol­chen er­leb­nis­sen wird es mir künf­tig noch schwe­rer fal­len alte ge­rä­te weg­zu­schmeis­sen. 



ich has­se smar­thome apps

felix schwenzel in notiert

screenshot meines home assistant dashboards für die homeID integration unseres airfryers. man sieht steuerelemnete für start/stop, garzeit und gartemperatur. im prinzip das gleiche wie in der homeID app, nur das ich hier alles selbst automatisieren kann.

ich bin sehr froh, dass es end­lich1 eine home-as­sistant-kom­po­nen­te für un­se­ren air­fry­er gibt. die app, mit der man den air­fry­er fern­be­die­nen und „pro­gram­mie­ren“ könn­te ist eine ka­ta­stro­phe und ei­gent­lich, wie alle her­stel­ler-spe­zi­fi­schen smar­thome-apps, eine mit wer­bung und track­ing voll­ge­pack­te frech­heit. ich är­ger­te mich also, seit dem der air­fry­er bei uns steht, mit dem be­rüh­rungs­emp­find­li­chen plas­tik des air­fry­ers rum und tipp­te für 20 mi­nu­ten gar­zeit eben 20 mal auf die rech­te ▲-„tas­te“.

nicht dass ich den air­fry­er, jetzt wo ich ihn end­lich über home as­sistant steu­ern kann, gross­ar­tig au­to­ma­ti­sie­ren wol­len wür­de. aber ich kann jetzt in der kü­che ste­hen und ein­fach sa­gen: „heiss­luft­fri­teu­se 20 mi­nu­ten“ und das ding geht für 20 mi­nu­ten an. soll­te ich es es heis­ser als die stan­dard­mäs­si­gen 180° ha­ben wol­len, kann ich (na­tür­lich) auch: „heiss­luft­fri­teu­se für 20 mi­nu­ten auf 200 grad“ sa­gen.

- trigger: con­ver­sa­ti­on
  command:
     # zeit + tem­pe­ra­tur (für/auf … minuten, bei/auf/mit … grad)
     - "[stell[e] ][den ]air[-]fryer [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten] (bei|auf|mit) {40..200:tem­pe­ra­tur} [grad]"
     - "[stell[e] ][die ](heiß­luft­frit­teu­se|heiss­luft­frit­teu­se|heiß­luft­fri­teu­se|heiss­luft­fri­teu­se|fritteuse|friteuse) [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten] (bei|auf|mit) {40..200:tem­pe­ra­tur} [grad]"
     - "air[-]fryer [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten] (bei|auf|mit) {40..200:tem­pe­ra­tur} [grad]"
     - "(heiß­luft­frit­teu­se|heiss­luft­frit­teu­se|heiß­luft­fri­teu­se|heiss­luft­fri­teu­se|fritteuse|friteuse) [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten] (bei|auf|mit) {40..200:tem­pe­ra­tur} [grad]"
     # nur Zeit → 180 °C
     - "[stell[e] ][den ]air[-]fryer [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten]"
     - "[stell[e] ][die ](heiß­luft­frit­teu­se|heiss­luft­frit­teu­se|heiß­luft­fri­teu­se|heiss­luft­fri­teu­se|fritteuse|friteuse) [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten]"
     - "air[-]fryer [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten]"
     - "(heiß­luft­frit­teu­se|heiss­luft­frit­teu­se|heiß­luft­fri­teu­se|heiss­luft­fri­teu­se|fritteuse|friteuse) [für |auf ]{1..60:minuten} [minuten]"

der air­fry­er macht mich schon eine gan­ze wei­le sehr froh. das hat­te ich vor der an­schaf­fung nicht für mög­lich ge­hal­ten. seit wir den ha­ben, läuft die kis­te fast je­den tag. aber das ding jetzt end­lich pro­gra­ma­tisch steu­ern zu kön­nen macht mich noch fro­her. 


  1. das re­ver­se en­gi­nee­ring der ho­meID-in­fra­struk­tur hat un­ge­wöhn­lich lan­ge ge­dau­ert. mitt­ler­wei­le kau­fe ich netz­werk­fä­hi­ge ge­rä­te ohne vor­her goss­ar­tig zu prü­fen ob sie mit home as­sistant funk­tio­nie­ren — ein­fach weil ich die er­fah­rung ge­macht habe, dass sich al­les in­te­grie­ren lässt. beim phil­ips-ge­döns war das über ein jahr lang nicht der fall. ↑︎


mor­gen­spa­zier­gang 04.10.2026

felix schwenzel in artikel

ges­tern beim mor­gen­spa­zier­gang über din­ge nach­ge­dacht, die ich re­la­ti­vie­ren könn­te. ich war ja vor ner wei­le mal ge­nervt von ei­ner kam­pa­gne die dazu auf­rief we­ni­ger (fil­me und fern­seh­se­ri­en) zu strea­men um die welt zu ret­ten. ab­ge­se­hen da­von dass sich das shift pro­ject, das die stu­die da­mals ver­öf­fent­lich­te und zur in­ter­net-ent­halt­samkkeit ge­gen die kli­ma­ka­ta­stro­phe auf­rief, sich or­dent­lich ver­rech­net hat­te.

ich hab beim mor­gen­spa­zier­gang un­ter an­de­rem dar­über nach­ge­dacht, dass die kino-vor­füh­rung ei­nes films ja auch nicht ge­ra­de kli­ma­neu­tral ist. so ein ki­no­saal wird kli­ma­ti­siert, der pro­jek­tor und der raum brau­chen strom, nicht alle vor­stel­lun­gen sind aus­ver­kauft und zu­schau­er müs­sen an­rei­sen. wenn sie das mit dem auto tun sind auch schnell ein paar ki­lo­gramm CO₂ pro­du­ziert.

sol­che CO₂ rech­nun­gen und un­ken­ru­fe zu neu­en tech­no­lo­gien er­mü­den mich nicht al­lein we­gen ih­rer ge­le­gent­li­chen un­über­schau­bar­keit und kom­ple­xi­tät, son­dern auch weil sie — und vor al­lem die be­richt­er­sta­tung dar­über — so sel­ten den ge­winn, die vor­tei­le, mög­li­che po­si­ti­ve ent­wick­lun­gen mit in be­tracht zie­hen.

mir fiel je­den­falls wie­der ein, wie schwie­rig es frü­her™ über­haupt war an in­for­ma­tio­nen zu kom­men. ich hat­te das glück in ei­nem haus­halt zu le­ben, in dem stän­dig sehr viel be­druck­tes pa­pier ge­kauft wur­de und fand so re­la­tiv viel le­se­stoff vor. als ich so um die 15 jah­re alt war ent­deck­te ich auch die stadt­bi­blio­thek aa­chen. ich er­in­ne­re mich noch gut dar­an, dass ich beim brow­sen in den re­ga­len lau­fend po­ten­zi­el­le ant­wor­ten auf die gros­sen fra­gen des le­bens ent­deck­te. eins der ers­ten bü­cher, das ich mir als jun­ger teen­ager dort aus­lieh, war ein buch über zu­fall und wahr­schein­lich­keits­rech­nung. ich kämpf­te mich durch das buch und be­kam da­mit eine gro­be vor­stel­lung der wahr­schein­lich­keits­rech­nung, der gauß­schen nor­mal­ver­tei­lung und lern­te ein paar tricks fürs spiel­ka­si­no.

na­tür­lich be­ka­men wir auch in der schu­le bü­cher, aber wirk­lich mit bü­chern zu ar­bei­ten, mir the­men aus bü­chern zu er­ar­bei­ten oder das was man re­cher­che nennt, das hab ich erst 18 jah­re nach mei­ner ge­burt in ei­ner ame­ri­ka­ni­schen high­school ge­lernt. die high­school die ich dort be­such­te war ei­gent­lich nicht be­son­ders gross oder fan­cy, aber sie hat­te eine je­der­zeit zu­gäng­li­che, gut sor­tier­te bi­blio­thek mit ei­ner ei­ge­nen bi­blio­the­ka­rin. das kann­te ich aus deutsch­land nicht. im prin­zip habe ich dank der bi­blio­thek und der mög­lich­keit, ein term-pa­per zu ei­nem frei wähl­ba­ren the­ma zu schrei­ben, in der ame­ri­ka­ni­schen high­school das re­cher­chie­ren und schrei­ben ge­lernt.

die­se bi­blio­thek an der steil­a­coom high­school war da­mals ge­nau­so wie heu­te das in­ter­net ein an­ge­bot das man wahr­neh­men oder igno­rie­ren konn­te. so wie ich mich heu­te im in­ter­net zu ei­nem the­ma durch­schlän­geln kann — zum bei­spiel von ei­nem ve­ri­ta­si­um vi­deo zu bayes theo­rem zu ei­nem wi­ki­pe­dia ar­ti­kel zu nate sil­vers the si­gnal and the noi­se oder zu wei­te­rer li­te­ra­tur — ge­nau­so kann ich mich auch in mei­nem in­sta­gram-feed dumm­scrol­len.

ab­ge­se­hen da­von, dass ich froh bin nicht mehr jung zu sein, wenn ich noch­mal jung sein müss­te, wür­de ich eine ju­gend in un­se­rer in­ter­net- und KI-welt mei­ner ju­gend in der pa­pier- und gate­kee­per-welt vor­zie­hen. ge­ziel­te in­for­ma­ti­ons­be­schaf­fung und un­ge­ziel­te neu­gier­be­frie­di­gung sind in un­se­rer ver­netz­ten welt po­ten­zi­ell so viel bes­ser, zu­gäng­li­cher und viel­fäl­ti­ger. so­gar bi­blio­the­ken sind durch die ver­net­zung bes­ser ge­wor­den.

aber ei­gent­lich woll­te ich ja re­la­ti­vie­ren.

mir fiel beim quer­le­sen des ar­chiv des pes­si­mis­mus wie­der auf, wie wir mit dem auf­kom­men fast je­der neu­en tech­no­lo­gie und mit je­der neu­en ge­ne­ra­ti­on das schlimms­te er­war­ten: ver­dum­mung, krank­heit, ver­ar­mung, zer­stö­rung der welt. pes­si­mis­mus hat oft ei­nen wah­ren kern, ge­nau wie po­pu­lis­mus sich auch oft an tat­säch­li­chen pro­ble­men kris­tal­li­siert. ge­nau­so ha­ben werk­zeu­ge und tech­no­lo­gien meis­tens so­wohl das po­ten­zi­al zum zer­stö­ren als auch zum kre­ieren. ich habe jah­re­lang als schrei­ner mit gross­ma­schi­nen ge­ar­bei­tet mit de­nen man sich und an­de­ren furcht­ba­re ver­let­zun­gen zu­fü­gen könn­te. aber weil ich ei­ner­seits (ein biss­chen) in ihre be­die­nung ein­ge­ar­bei­tet wur­de und ich an­de­rer­seits um ihre ge­fähr­lich­keit wuss­te, habe ich sie mit re­spekt und um­sicht be­dient.

mes­ser, sche­re, licht, sind für klei­ne kin­der nicht ist kein be­son­ders nütz­li­cher tipp. mei­de­ver­hal­ten ist nicht im­mer die bes­te lö­sung. bes­ser ist oft den um­gang mit ver­meint­lich ge­fähr­li­chen din­gen zu ver­än­dern oder prag­ma­tisch an­zu­ge­hen. licht ist mitt­ler­wei­le ex­trem kin­der­si­cher seit wir es nicht mehr in öl­lam­pen mit streich­höl­zern ein­schal­ten, es gibt kin­der­sche­ren und kin­dern den re­spekt­vol­len und um­sich­ti­gen um­gang mit mes­sern (un­ter auf­sicht) bei­zu­brin­gen scheint mir klü­ger und er­folg­ver­sprech­n­der als ein pau­schal­ver­bot.

rich­tig — glau­be ich zu­min­dest — ist es, fort­schritt­pes­si­mis­mus mit ge­an­au so viel skep­sis zu be­geg­nen wie fort­schritts­op­ti­mis­mus. aber bei skep­sis soll­ten wir, wie bei al­lem an­de­ren im le­ben, mass hal­ten. gut­gläu­big­keit ist ge­nau­so un­güns­tig wie ab­so­lu­te ab­leh­nung, zu­viel salz ge­nau­so un­ge­niess­bar wie keins.

ich fra­ge mich im­mer ob men­schen, die der ju­gend von heu­te dumm­heit oder faul­heit oder ver­weich­li­chung oder ra­di­ka­li­tät (oder das ge­gen­teil, je nach­dem was ge­ra­de in der pes­sis­mus-sze­ne en vogue ist) an­dich­ten, ei­gent­lich mer­ken, dass sie sich mit ih­rer ein­schät­zung in eine jahr­tau­sen­de alte tra­di­ti­on ein­rei­hen. na­tür­lich kann man die ju­gend kri­ti­sie­ren, na­tür­lich muss die ge­sell­schaft gren­zen set­zen und (im­mer wie­der neu) aus­lo­ten wo­hin wir uns be­we­gen wol­len und was wir be­wah­ren wol­len und was wir be­reit sind auf­zu­ge­ben. aber da­bei soll­te man nie die neu­gier aufs neue und un­be­kann­te ver­lie­ren, nur weil das alte, be­kann­te so be­quem oder eben be­kannt ist.

ste­ve jobs sag­te in sei­ner stan­ford com­mence­ment speech von 2005 sinn­ge­mäss, dass der tod wahr­schein­lich die bes­te er­fin­dung des le­bens sei: er schaf­fe platz für neu­es, in­dem das alte ver­schwin­de. in­so­fern könn­te man die ge­ring­schät­zung der ju­gend oder von neu­en for­men der spra­che oder neu­en tech­no­lo­gien und me­di­en si­cher­lich auch als furcht vor der ei­ge­nen be­deu­tungs­lo­sig­keit se­hen. also letz­ten­end­lich als furcht vor dem tod.

an­de­rer­seits kann man furcht vor still­stand oder rück­schritt na­tür­lich ge­nau­so als furcht vor be­deu­tungs­lo­sig­keit se­hen; schnell mal was neu­es/gros­ses/ir­res schaf­fen um mich un­ver­ges­sen zu ma­chen. aber mein punkt ist glau­be ich eher, dass ich ex­tre­men ge­wiss­hei­ten aus prin­zip miss­traue. wo­bei wir wie­der bei der gauß­schen nor­mal­ver­tei­lung sind und ich am ende mei­ner über­le­gun­gen vom mor­gen­spa­zier­gang. 

eine wiese mit umgeben von einer dichten baumreihe und gespickt mit ein paar baumninseln im morgengrauen und morgennebel.
die reh­ber­ge, ge­le­gent­lich ähn­lich ne­bu­lös wie mei­ne über­le­gun­gen.



03.10.2026

felix schwenzel in notiert

zwan­zig mi­nu­ten vom neu­en tom crui­se film dig­ger ge­se­hen und dann ab­ge­bro­chen. han­nah pi­l­ar­c­zyk auf spie­gel on­line hat­te recht. das wa­ren 20 sehr lang­wei­li­ge mi­nu­ten. die in­ten­ti­on war klar, das soll­te al­les so ab­surd wir­ken, dass es durch die über­hö­hung und über­spit­zung wit­zig oder in­ter­es­sant wird. das klappt ge­le­gent­lich bei an­de­ren fil­men und se­ri­en, zum bei­spiel bei pre­a­cher von sam cat­lin und seth ro­gen oder bar­ton fink oder the grand bu­da­pest ho­tel. aber bei dig­ger wirk­te das al­les nach­ge­äfft und un­ori­gi­nell und ner­vig.


in ös­te­reich heisst aldi (süd) ho­fer.


der shit­vo­te, bzw. die klick­ba­re poo-end­mar­ke ver­spritzt jetzt nicht nur her­zen, wenn man sie klickt, son­dern löst auch ei­nen tusch aus.

der witz ist al­ler­dings, dass nur ich den tusch höre, wenn ich in mei­nem zim­mer bin. tech­nisch löst kir­by über ei­nen web­hook den tusch in mei­nem home as­sistant aus, der den tusch auf mei­nem laut­spre­cher in mei­nem zim­mer ab­spielt. so­mit kann je­der­mensch bei mir im zim­mer je­der­zeit ein ge­räusch aus­lö­sen. bis mich das ir­gend­wann mal ner­ven soll­te.

die ant­wort auf die fra­ge war­um ich so­was ma­che lau­tet na­tür­lich: weil es geht.


wenn ich so zu­rück­den­ke an die zeit ohne mo­bil­te­le­fo­ne und in­ter­net, kom­men mir die din­ge die wir da­mals ge­tan ha­ben sehr ei­gen­tüm­lich vor. wir ha­ben ein­an­der ein­fach be­sucht. also im sinn von, ich ver­las­se mein haus, gehe zum haus ei­ner freun­din und kling­le an der tür. wenn sie nicht da war, ging ich wo­an­ders hin oder zu­rück nach hau­se. ich bin si­cher, dass wir uns ge­le­gent­lich auch ver­ab­re­det ha­ben. aber ich kann mich an die­se ver­ab­re­dun­gen nicht mehr er­in­nern. ich er­in­ne­re mich nur, stän­dig zu freun­den ge­gan­gen zu sein oder dass freun­de bei uns klin­gel­ten.

ich er­in­ne­re mich auch, dass wir dann meis­tens erst­mal kaf­fee oder tee ge­trun­ken ha­ben. un­men­gen da­von. manch­mal ha­ben wir dann ge­mein­sam über­legt, zu an­de­ren freun­den oder freun­din­nen zu ge­hen oder spa­zie­ren zu ge­hen. ich glau­be ich habe mei­ne teen­ager jah­re vor­nehm­lich da­mit ver­bracht, in mei­ner frei­zeit an­de­re leu­te auf gut glück zu be­su­chen.

in mei­nen frü­hen twens konn­te ich eins der au­tos mei­ner el­tern be­nut­zen und hat­te spä­ter so­gar ein ei­ge­nes auto und habe das prin­zip au­to­mo­bil fort­ge­führt: ich bin zu freun­den ge­fah­ren und habe sie be­sucht. sehr oft ohne an­kün­di­gung. ich glau­be wenn die freun­de wei­ter ent­fernt wohn­ten, habe ich vor­her auch mal das te­le­fon be­nutzt. ich kann mich aber an kein ein­zi­ges sol­ches te­le­fo­nat er­in­nern, nur dass ich ge­le­gent­lich von heins­berg aus hun­der­te ki­lo­me­ter nach ful­da oder mar­burg ge­fah­ren bin, um dort freun­de oder freun­din­nen zu be­su­chen.

wie ge­sagt. in der rück­schau kommt mir das sehr merk­wür­dig vor, aber die er­in­ne­run­gen sind auch ein biss­chen ne­bu­lös. aber so muss es ge­we­sen sein. wir ha­ben un­se­re ju­gend da­mit ver­bracht uns ge­gen­sei­tig zu be­su­chen und zeit mit­ein­an­der zu ver­brin­gen. kaf­fee und tee trin­ken und plä­ne schmie­den. und dann plan­los ir­gend­was zu ma­chen, ge­mein­sam in die tage rein­le­ben.


sehr schö­ne links bei jawl (via):


nach­dem ich ein paar wo­chen lire als rss rea­der aus­pro­biert habe, bin ich jetzt wie­der zu­rück beim gu­ten al­ten ree­der clas­sic. lire hat mich im­mer wie­der ir­ri­tiert mit ei­gen­tüm­li­chen caching, wie­der­hol­tem vor­la­den von bil­dern und war in be­stimm­ten si­tua­tio­nen nicht dazu in der lage ge­le­se­ne ar­ti­kel als ge­le­sen zu be­hal­ten. der ree­der clas­sic spart es sich mich zu ir­ri­tie­ren, auch wenn die inlne-an­zei­ge von you­tube-vi­de­os nicht mehr funk­tio­niert.


ich fin­de flop­py nach wie vor su­per. be­son­ders gut ge­fällt mir wel­che sta­ti man me­di­en in flop­py zu­ord­nen kann: kein sta­tus, ab­ge­schlos­sen, lau­fend, ge­plant, pau­siert und ab­ge­bro­chen. ge­le­gent­lich be­herzt ab­bre­chen ist gut, meint auch tho­mas gi­goldt. dig­ger hab ich ab­ge­bro­chen weils mir zu blöd wur­de, nea­gley hab ich nach drei fol­gen ab­ge­bro­chen, weil es mir zu ste­reo­ty­pisch und kon­stru­iert wur­de. ab­bre­chen ist gut. nach eine klei­nen pau­se schaue ich jetzt da­für wie­der mit gros­sem ver­gnü­gen burn no­ti­ce.

das schrei­ben die­ser no­ti­zen bre­che ich jetzt auch ab.