
aus der serie „hält in sich“.
aus der abteilung quod licet iovi, non licet bovi. friedrich merz von 2 ½ jahren.
22.09.2026
urlaub zu haben gefällt mir erwartungsgemäss sehr gut. die letzten arbeits-wochen waren ziemlich anstrengend und es gelang mir nicht mehr so gut die arbeit nach feierabend hinter mir zu lassen. ich habe mich in den letzten wochen mehrfach dabei erwischt, wie ich beim einschlafen über arbeitsthemen nachdachte oder sie in gedanken versuchte zu strukturieren. deshalb tut es gut beim einschlafen, träumen oder unter der dusche über meine eigenen themen und probleme nachzudenken.
auch schön, hunde dürfen jetzt bei ikea mit einkaufen gehen. weil die beifahrerin ein paar sachen brauchte, haben frida und ich das gleich mal ausprobiert. ging gut, auch wenn sie gelegentlich quakte, wenn ich mir sachen zu lange ansah. aus der ikea-smarthome-abteilung reizte mich nicht zu einem spontankauf, aber eine edelstahlpfanne wollte ich doch mal ausprobieren. ich habe jetzt so viele koch-youtube-videos gesehen, dass ich reif dafür war. gleich ausprobiert und da klebt tatsächlich nix fest, wenn man sie vorher ordentlich aufheizt (leidenfrost-test). und wie erfrischend es ist mit metallwerkzeugen in der pfanne hantieren zu können. die beschichteten pfannen und töpfe fliegen in den nächsten tage alle raus und frida und ich werden nochmal zu ikea fahren.
meine mittlerweile über 9 monate dauernde auswertung/logging meines medienkonsums hat ergeben, dass ich pro tag im schnitt fast um die zwei stunden vor der glotze hänge. heute hab ich mir einen neuen trick beigebracht. auf dem sofa sitzen und statt auf dem laptop bewegtbilder mit ton zu schauen, hab ich mir den taschenrechner vors gesicht gehalten und dort ein buch zuende gelesen, das erste seit einigen jahren. ich habe in den letzten jahren zwar ein paar bücher gelesen, aber keins zuende.
andererseits, wenn bücher CDs wären, hätte ich seit einigen jahren keine CD mehr gehört. was aber eben nicht bedeutet, dass ich keine musik gehört hätte. die frage stell ich mir öfter: sind bücher nicht einfach sorgfältig geschriebene und zusammengestellte artikel? bis markus ein buch geschrieben hatte, wusste ich mit dem begriff novelle nicht viel anzufangen. weil markus sein much aber immer „novelle“ nennt, ist mir der begriff jetzt geläufig, bzw. ich weiss, dass es ein relativ kurzes buch ist, dessen kapitel auch als artikel-serie in einem blog erscheinen könnte. dann könnte man die texte aber nicht so einfach verkaufen und es würden keine kritiken erscheinen. kritiker schreiben keine blog-kritiken, sie bemüssigen sich nur bei büchern sie zu durchzulesen und danach zu bewerten.
sachbücher dienen, ähnlich wie blogs, auch dazu den autoren oder die autorin als experten oder expertin zu identifizieren. aber sachbücher funktionieren besser um einladungen zu vorträgen oder diskussions- oder expertenrunden zu bekommen. auf der republica ist gefühlt die hälfte der vortragenden auf promo für ihr neuestes buch.
ein weiterer grund ein buch zu veröffentlichen, statt eine webseite oder blog zu veröffentlichen, sind rankings. blog- oder webseiten-rankings nimmt niemand mehr ernst und abgesehen daon gibt es sie eigentlich auch gar nicht mehr. bestesellerlisten mehmen manche leute noch ernst.
eigentlich wollte ich heute bei ikea meinen weg tracken. oder zumindest ausprobieren ob das in der ikea-blech- und beton-büchse überhaupt funktioniert. hab ich aber leider vergessen und konnte das deshalb auch nicht als nachmittags-wanderung loggen. noch nicht mal eingescheckt hab ich mich heute dort. ich glaube ich habe einen inneren zwang meinen ikea-besuch zu effizient wie möglich zu gestalten und vergesse dabei dann alles was ich mir ausser einkaufen vorgenommen habe: optimal platzierten parkplatz finden, eingang hoch, sofort runter in die „markthalle“, dort so viele abkürzungen wie möglich nutzen, um so schnell wie möglich an der selbst-scan-kasse wieder raus zu kommen. ich glaube wir waren heute gerade mal 20 minuten im ikea.
zu essen hab ich mir gestern mal wieder die sauerkrautsuppe nach mälzer gemacht. statt mit kalbsbratwurstbrät mit selbstgemachten tofu-brät das köstlich war, aus dem ich aber frikadellen braten musste, weils zu flüssig wurde. das anbraten des tofu-brät-breis war der ultimative edelstahlpfannen-stickiness-test, den sie mit bravur bestanden hat.
kaufland berlin-wedding
immer noch 14 von 66 seen
die strecke von hangelsberg nach fürstenwalde hab ich rausgesucht, weil sie nicht zu lang ist (14 kilometer) und man von fürstenwalde mit der bahn zurück nach hangelsberg fahren kann. wir sind dann zwar mit dem bus gefahren, aber das klappte genauso gut. die anfahrt haben wir mit dem auto gemacht, weil das nur 50 minuten dauerte und mit den öffentlichen zwei stunden gedauert hätte.
die tour sollte 14 kilometer lang sein und drei stunden dauern, wir haben das mit zwei pausen dann auch tatsächlich in 3 stunden geschafft.
die GPX-route von hier ist ziemlich veraltet und hat uns einmal in eine sackgasse geleitet. auch von dem fast durchgehenden fahrradweg zwischen hangelsberg und fürstenwalde wusste die GPX-route nichts. trotzdem, die strecke war nicht kompliziert, im prinzip immer an der müggelspree und später an der fürstenwaldspree entlang. besonders anspruchsvoll war die strecke auch nicht, aber teilweise sehr schön. seen gabs keine, aber die müggel- und fürstenwalde-spree waren auch schön und teilweise seen-artig.
einerseits schön, andererseits ein bisschen anstrengend war, dass der ziemlich neue fahrradweg zwischen hangelsberg und fürstenwalde oft auch gleichzeitig der 66 seen wanderweg war. trotzdem hat das auch gut mit dem hund geklappt. bei einer hundebegegnung wurde es kurz ein bisschen laut, einer von zwei hunden kam bellend auf uns zu und das frauchen schrie unablässig um ihn zurückzurufen. er war aber beschäftigt einen komischen alten mann (mich) mit einem noch komischeren kleinen hund (frida) zu vertreiben und konnte deshalb nicht zurück zur besitzerin laufen. ich hab ihn dann langsam aber sicher (mit abstand) doch wieder in richtung seiner besitzerin gedrückt. währenddessen blieb frida ruhig und vorbildlich hinter mir und liess mich die situation regeln.
die zweite und dritte hundebegegung erinnerte mich an die geschichte vom igel und dem hasen. ein päärchen mit je einem hund an der leine kam uns auf dem weg zweimal (!) entgegen. wir hatten wirklich ein gutes tempo1 drauf und ich kann mir, obwohl wir zwischendurch eine 20-minütige pause gemacht haben, nicht wirklich erklären wie die das gemacht haben.
die 14 kilometer haben wir gut weggesteckt, frida hatte einen stetigen und entspannten vorwärtsdrang. das entspannen fiel ihr witzigerweise bei der pause schwer. einmal unterwegs läuft und läuft und läuft sie und ich glaube ich/wir können auch eine längere wanderung als 14 kilometer mit ihr wagen. allerdings war sie nach der wanderung schon sehr müde und schläft und schläft und schläft.
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der durchschnittspace über die ganze strecke war 10'25"/km, also fast 6 km/h (obwohl ständiges fotografieren und diese eine hundebegegnung den pace natürlich leicht ruiniert haben). ↑︎
grosse traenke
oktoberfest und karneval
frauklugscheisser.de: Everything Goes to Hell
Wie bereits erwähnt, ist das Oktoberfest die weltweit größte Freiluftswingerveranstaltung.
Auf einem meiner Flüge von L.A. nach München saß eine Gruppe australischer Passagiere im geschätzten Alter zwischen 18 und 25. Sie wollten auf’s Oktoberfest. Mitte Oktober. Als ich sie darauf hinwies, dass das Oktoberfest immer im September stattfindet und bereits beendet sei, war die Stimmung im Keller. Möglicherweise ist die Namensgebung absichtlich widersprüchlich, um nach den Briten wenigstens die Australier fernzuhalten.
was frau klugscheisser hier über das oktoberfest schreibt, erinnert mich an die rheinische tradition des karnevals. ich bin im rheinland aufgewachsen und habe das ungefähr 20 jahre miterlebt und beobachtet. im unterschied zum oktoberfest, hat karneval auch einen politischen hintergrund, von dem man in der neuzeitlichen ausprägung zwar nicht mehr allzu viel mitbekommt. die idee, im schutz von verkleidung und humor die obrigkeit zu verspotten und gesellschaftliche zustände zu kritisieren, ist aber hier und da noch sichtbar.
praktisch dient der karneval, wie das oktoberfest, aber vor allem als ausrede, sich masslos zu besaufen, sich gehen zu lassen und gewisse gesellschaftliche konventionen für eine weile auszusetzen. als jugendlicher im rheinland fand ich das gut und habe die gelegenheit gerne genutzt. ich habe erfahrungen sammeln können, zu denen ich im normalen leben keine gelegenheit hatte, wie zum beispiel einen faustschlag ins gesicht zu bekommen und die gelegenheit auf einer abendveranstaltung zu knutschen.
bis zu meinem achtzehnten lebensjahr fand ich karneval gut. ich habe die tagelange veranstaltung rationalisiert und mir gedacht, dass es gut sei, wenn menschen einmal pro jahr narrenfreiheit bekommen und diese zeit als ablassventil nutzen können und für eine gewisse zeit ihre sorgen, zwänge und hemmungen vergessen könnten. dann fuhr ich mit 17 jahren für ein jahr als austauschschüler nach amerika. dort bildete ich mir kurz ein, den karneval zu vermissen, aber als ich als achtzehnjähriger zurückkam, war ich dem karnevalstreiben völlig entfremdet.
in meiner nach-austauschschüler-zeit fand ich karneval nur noch störend, laut, übergriffig und albern. jedes jahr zur karnevalszeit flüchtete ich aus dem rheinland. das ist auch einer der unterschiede zum oktoberfest, das oktoberfest, die theresienwiese, kann man vielleicht umfahren, auch wenn die auswirkungen in der ganzen stadt münchen spürbar sind, ist der eigentlich wahnsinn örtlich begrenzt. dem karneval entkommt man in rheinischen städten nicht. es wird überall gesoffen, frohsinn in die welt gerufen und krach gemacht. die ganze stadt steht im wahrsten sinne des wortes kopf, von donnerstag bis dienstag. um dem wahnsinn zu entkommen, muss man das rheinland verlassen.
tastaturkürzel
mir ist aufgefallen1, dass ich den html-tag <kbd> noch nie richtig gestyled hatte. das habe ich jetzt nachgeholt und kann über die tastaturkürzel, die auf wirres.net funktionieren, schreiben.
was ich ständig selbst benutze, ist die taste y. die klappt das navigationsmenü rechts auf, egal wo ich mich auf der seite befinde. was ich auch ständig selbst benutze, ist j/k. auf artikelseiten navigiert man damit zum vorherigen / nächsten artikel, auf übersichtsseiten scrollt man damit von einem beitrag zum nächsten.
eine übersicht der tastaturkürzel bekommt man mit ?, und mit x klappt man artikel temporär zu (was übersichtsseiten manchmal übersichtlicher macht).
(konami code ist nicht implementiert. der funktioniert aber auf bubbles.)
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an den html-tag
<kbd>hat mich dieser markdown-editor erinnert. den nutze ich zwar nicht, aber in den letzten tagen habe ich sehr oft das paste-to-markdown-feature auf der gleichen seite genutzt. das ist enorm hilfreich, wenn man formatierten text (mit formatierung oder links) mal eben schnell in markdown wandeln will, was ich bei der rekonstruktion meiner alten piqs sehr viel getan habe. ↑︎
morgenspaziergang 19.09.2026
heute früh zur u-bahn naturkundemuseum gefahren und dann einmal durch die charité und das regierungsviertel gelaufen.

18.09.2026
ab heute 2 wochen urlaub. in meetings habe ich heute mehrfach auf die frage, was ich denn machen würde, gescherzt: von der urlaubsübergabe erholen. ich konnte zwar erstaunlich viele lose enden letzten beiden tagen verknoten, aber lange nicht alle. urlaubsübergaben sind wahrscheinlich auch der grund, warum ich so ungerne urlaub nehme. was ich sehr gerne mache, wenn ich am ende des jahres zuviel urlaubstage übrig habe, ist mir einige mittwoche freizunehmen und mir so jede woche ein zweites, kurzes wochenende zu bescheren. ein freier mittwoch strukturiert die woche auf eine sehr angenehme art.
seit meiner kindheit bin ich unfähig wochenenden wirklich zu geniessen, weil mir irgendwann auffiel, wie schnell so ein wochenende rum ist. eigentlich ist nur der samstag richtiges wochenende. am samstag kann ich mich noch ein bisschen freuen, weil ich weiss, am nächsten tag noch frei zu haben. am sonntag sehe ich den montag ständig am horizont winken. andererseits, und das mache ich erst seit ich über 50 bin, freue ich mich montags darüber, dass die woche bald wieder vorbei ist. weil im alter rennt die zeit nur so an einem vorbei. das illustriert dieser xkcd comic sehr schön, der erste den ich seit monaten auf anhieb verstanden habe.

konstantins hüfte erlaubt ihm skateboard zu fahren:
Bin erst ganz vorsichtig draufgestiegen und langsam losgefahren. Ging gut. Dann gedreht, mit der Hüfte Schwung gegeben. Ging richtig gut. Da nahm ich Fahrt auf.
und hier schreibt er:
Was ich nach wie vor nicht kann, und keinerleih Ambitionen dafür habe, ist das Tricks machen auf einem Skateboard. Aber was ich inzwischen ohne grössere Anstrengung beherrsche, ist das die-Strasse-entlang-Gleiten auf meinem kurzen Longboard, Shorty.
konstantin hat mit 44 angefangen skateboard zu fahren. ich so mit 12 oder 13. ausser zu fahren hab ich auch nie was gelernt und hatte keine ambitionen irgendwelche tricks zu lernen. im gegenteil. ich hielt das skateboard für das ideale fortbewegungsmittel. man kann es unter den arm klemmen, in den öffentlichen oder privaten nahverkehr mitnehmen, in geschäfte mitnehmen oder sich eben einfach drauf stellen und schneller als zu fuss vorankommen.
irgendwann bin ich so viel skateboard gefahren, dass sich meine achillessehne entzündet hat und ich ein paar wochen pausieren musste.
während des studiums in stuttgart bin ich überall mit dem skateboad hingefahren. da ich mich während des studiums schon ziemlich alt gefühlt habe und nicht mehr jugendlich schlank war, dachte ich mir, dass ich mein skateboard-fahren ironisch brechen müsste und trug beim skaten ausschliesslich anzug und passende lederschuhe. vor 22 jahren hab ich da mal was zu geschrieben:
dass skateboardfahren viel anstrengender, lauter, und zum teil auch unpraktischer [als fahrrad fahren] war nahm ich in kauf. […] ausser fahren und bremsen kann ich mit dem skateboard nicht viel, vor allem kann ich keine treppengeländer runterfahren oder in der halben pfeife fahren.

jason kottke liest gerade ein buch über den geruchssinn. abgesehen davon dass ich es sehr gerne mag, wenn jason kottke mal mehr als kurze kommentare unter links oder video postet, ist das eine gute erinnerung daran, sich nochmal intensiver mit gerüchen auseinander zu setzen.
Smell is the most direct of all our senses. When I hold a violet to my nose and inhale, odor molecules float back into the nasal cavity behind the bridge of the nose, where they are absorbed by the mucosa containing receptor cells bearing microscopic hairs called cilia. Five million of these cells fire impulses to the brain’s olfactory bulb or smell center. Such cells are unique to the nose. If you destroy a neuron in the brain, it’s finished forever; it won’t regrow. If you damage neurons in your eyes or ears, both organs will be irreparably damaged. But the neurons in the nose are replaced about every thirty days and, unlike any other neurons in the body, they stick right out and wave in the air current like anemones on a coral reef.
nochmal zur erinnerung: wir haben 5-6 millionen dieser zellen, hunde 200–300 millionen. meine vermutung ist ja, dass so wie wir in bildern denken, hunde in gerüchen denken. so wie wir uns geschichten erzählen um innere bilder zu konstruieren, konstrueiren sich hunde ihr weltbild aus gerüchen, denken in geruchskategorien — und: kein wunder das hunde so emotional sind.
ausserdem gelesen:
66 seen
vor 11 jahren haben wir ein paar wanderungen auf dem 66-seen-wanderweg gemacht. ich habe die wanderungen in guter einnerung, aber mir fehlte immer der überblick, wie viel des wanderwegs wir denn jetzt abmarschiert haben. und ich habe lust den kreis weiter zu schliessen. damals habe ich die seen gezählt, an denen wir vorbeigekommen sind, stand jetzt: 14 von 66.
gestern hatte ich das bedürfnis das zu visualisieren. tatsächlich habe ich wohl bei der letzten wanderung auch gpx-tracks anfertigen lassen und auch eine entsprechende illustration.

aber die gpx dateien selbst konnte ich jetzt (natürlich) nicht mehr finden. also hab ich mich gefragt, ob ich aus allen bildern die ich damals mit dem taschenrechner gemacht habe die geo-daten und timestamps extrahieren könnte und daraus eine gpx-datei bauen könnte. es zeigt sich: das geht erstaunlich gut. das habe ich dann mit allen 5 wanderungen gemacht und konnte so einen überblick erstellen, den ich in mit einer neuen sammlung kombiniert habe: sammlung 66 seen wanderungen
vor 11 jahren klagte ich darüber, dass ich soviele fotos gemacht habe, dass ich platzprobleme auf dem taschenrechner hatte und dass unsere akkus gerade mal so hielten:
obwohl wir die handys die meiste zeit offline im flugzeugmodus hatten, reichten unsere akkus gerade so die neun stunden die wir unterwegs waren. das nächste gerät das ich mir kaufe wird ein mobiles akku-pack sein, um unterwegs die handys laden zu können.
das akku-pack von damals habe ich noch immer und nutze es immer noch. manche dinge halten auch heute noch erstaunlich lange. und die platz- und akku-probleme sollten heute auch kein so grosses problem mehr sein. aber wir waren für eine wanderung neun stunden unterwegs? herrje, waren wir damals ambitioniert.
trotzdem: ich habe mir jetzt drei strecken rausgesucht die man mit der bahn oder dem auto anfahren kann und nach der wanderung bequem mit der bahn zum ausgangspunkt oder wieder nach hause fahren kann.
und mit diesem artikel setze ich mich unter zugzwang das jetzt wirklich mal anzugehen.
→ weiterlesenNETFLIX
netflix startete 2014 in deutschland. ich habe seit november 2010 ein netflix konto. offensichtlich habe ich mich dort damals mit einer amerikanischen adresse angemeldet und $8,99 pro monat bezahlt. meine einzige erinnerung an netflix im jahr 2010 ist, dass ich es schauen konnte, aber dass sehr viel gebuffert werden musste. mein internetanschluss oder die transatlantik-leitungen waren damals noch nicht gut genug dafür. in meinem mailarchiv sehe ich, dass ich mein konto dann schon im dezember 2010 on hold gesetzt habe. im oktober 2011 habe ich es wieder reaktiviert und im februar 2012 hab ich das konto gelöscht.
2012 und 2013 schickte mir netflix dann alle paar monate nachrichten mit dem betreff
felix, come back to Netflix today.
im september 2014 hab ich das konto reaktiviert und dann auch in euro bezahlt. zuerst 7,99 € pro monat, dann 8,99 € um auf „zwei bildschirmen“ gucken zu können. im april 2015 wollte ich netflix auf vier bildschirmen gucken und zahlte ab dann 11,99 €.
im november 2017 sehe ich die erste preiserhöhung auf 13,99 €.
The cost of your Premium plan (4 screens at a time + Ultra HD) has changed to €13.99 a month. This change takes effect Sunday, December 17th, 2017.
im mai 2019 gings hoch auf 15,99 €, im april 2021 auf 17,99 €, im mai 2024 auf 19,99 €. im september 2025 zog netflix die account sharing daumenschrauben an und damit das kind weiter netflix schauen konnt, haben wir für 3,99 € pro monat einen „extra member slot“ gekauft. machte in summe dann 23,98 € pro monat.
im oktober 2025 stieg der preis für anton um einen euro: 24,98 €.
am 10. september kündigte netflix an, dass unser monatlicher preis bald auf fast 30 € steigen würde, auf 21,99 € + 5,99 € = 27,98 €.
das fühlte sich nicht mehr gut an. in meiner erinnerung war das letzte was ich mit vergnügen auf netflix gesehen habe drive to survive vor ungefähr einem jahr. weil ich ja nachgucken kann, sehe ich, dass ich auch nemisis mit relativ grossem vergnügen gesehen habe und eine folge chefs table1. dafür lohnt es sich nicht fast 30 € pro monat auszugeben.
von 9 € auf 28 € in 9 jahren sind ungefähr 13% steigerung pro jahr. demnach würde uns netflix in 9 jahren 87 € pro monat kosten.
Hi felix,
We canceled your membership because you did not agree to the new price. It will take effect at the end of your billing period. You can continue watching until October 9th, 2026.
Come back anytime to enjoy the best TV shows & movies. Your profiles and preferences will be waiting for you for 24 months.
[…]
The Netflix team
nachtrag:
ich hab die progression der netflix preise etwas ungünstig berechnet. rückblickend auf die vergangenen neun jahre gabs bei uns ca. 13% preissteigerung pro jahr, aber 13% preissteigerung pro jahr zu projezieren ergibt ein exponentielles wachstum und 87 €. so weit geht netflix dann wohl nicht. linear projeziert sind es dann wohl nur 44 bis 55 €. hier einmal aufgezeichnet.
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sind doch ein paar mehr sachen gewesen, die ich im letzten jahr auf netflix gesehen habe als ich zunächst dachte. hatte das alles nicht so sauber verschlagwortet. ↑︎
13.09.2026
wenn ich eins in den letzten jahren in der küche gelernt habe, dann ist es rezepte als einstiegspunkt zu nehmen und dass man keine hemmungen beim neu-kombinieren haben sollte. pesto kann man zum beispiel aus fast allem machen: irgendwelche nüsse, gutes öl, parmesan und irgendwas mit farbe und geschmack. das können, ganz klassisch, kräuter sein, tomaten oder rote bete. geht alles, schmeckt alles. bei suppen ist es da gleiche, eine gute basis, eine einlage damit was was zu kauen hat und irgendwas crunchiges.
heute habe ich die gute alte blumenkohlsuppe nach anke gröners rezept wieder mal gemacht. die frittierten rote bete flöckchen im rezept sind so ungefähr das leckerste was es gibt, aber wir hatten keine rote bete. also hab ich die körner von zwei maiskolben im airfryer geröstet. das ergab auch eine tolle mahlzeit.
darüber hab ich schonmal geschrieben: robert alexanders Blogroll Network Map. ich bin da jetzt auch drin und man sieht ein paar relationen des teils der deutschen blogsshäre, deren teil ich bin. und wenn man seinen feedreader richtig voll machen will, könnte man die > 5000 feeds aus der bubbles-blogroll importieren. jedenfalls schön, dass das thema blogrolls gerade so viel aufmerksamkeit bekommt und viele menschen ihre blogrolls auf vordermann bringen oder sogar maschinenlesbar machen. ich hab in den letzten wochen einige neue feeds in meinen feedreader geworfen.
auf empfehlung von b30 hab ich mir auch lire installiert und teste das gerade. bisher war reeder classic der RSS reader meiner wahl auf dem taschenrechner, aber da gibts seit monaten oder gar jahren keine entwicklung mehr und der (new) reeder ist auch nicht so mein ding.
auf dem laptop nutze ich weiterhin das webfrontend von miniflux.
ich habe in den letzten tagen viele kleinigkeiten hier an der website repariert und gebaut, die mich entweder schon länger nervten oder die ich mir schon lange wünschte. besonders erfreut es mich, dass beiträge sich jetzt besser untereinander vernetzen. sammlungen verweisen auf beiträge und die dann wieder zurück zur sammlung, artikel die ich selbt verlinke setzen automatisch eine backlink („seiten die hierher linken“) und seiten die ich in artikel einbette verweisen jetzt auch zurück auf die seite in der sie eingebettet sind. dieser artikel hat zum beispiel schon sehr viele backlinks gesammelt.
aber am meisten freue ich mich über ein kleines feature, über das ich mich wundere, dass es mir noch nicht viel früher eingefallen ist. am fuss jedes beitrags steht das veröffentlichungsdatum. und statt das datum einfach nur dahin zu schreiben, verlinken der tag, monat und das jahr auf die jeweiligen archivseiten. heute am 13.09.2026 sähe das so aus. das ist wirklich praktisch wenn ich zufällig auf einem alten artikel von mir lande und sehen will was ich sonst so an diesem tag getrieben habe. zum beispiel waren wir heute vor 10 jahren an diesem tag in tschechien.
greenwashing kennt ja mittlerweile jeder. pinkwashing kannte ich noch nicht, hab ich aber schon öfter beobachtet (LGBTQ+-freundlichkeit zu imagezwecken herausstellen). aber wie würde man das hier auf dem foto nennen? asswashing ergibt ja irgendwie keinen sinn?

weil ja bekanntermassen bald wieder weihnachten ist, kann ich bereits den ersten weihnachtmarkt ankündigen. wie letztes jahr, hat sich die beifahrerin mit ein paar anderen künsterinnen zusammengetan, um in der vorweihnachtszeit kleine arbeiten zum verkauf anzubieten.
die beussel biennale 2026 in der beusselstrasse. vom 28. bis zum 29. november.
„die wahrscheinliche wahrheit“

mads pankow hat mich vor ein paar tagen zu seiner buchvorstellung eingeladen. das buch schien mir interessant also hab ichs mir gekauft und zugesagt zur buchvorstellung zu kommen („wg. Wein, Stühle“).
ich wollte das buch bis heute durchgelesen haben, aber es kam so vieles dazwischen, die neue staffel reacher, eine gute folge strange new worlds, arbeit, noch mehr arbeit und youtube. 49% prozent lesefortschritt zeigt mir apple books an. das buch gefällt mir sehr. 20% der 49% prozent, die ich bis jetzt gelesen habe, hat mads pankow zu einem vortrag komprimiert, den er heute zu seiner buchvorstellung hielt. der vortrag gefiel mir auch gut, aber geschrieben gefällt mir seine stimme besser. nicht dass seine vortragsstimme unangenhem wäre, aber seine stimme im buch ist angenehm schlüssig, unaufgeregt und auf eine unkomplizierte art geschliffen. aber dazu mehr, sobald ich 100% gelesen habe.
mir fällt jetzt auf, dass ich wie ein LLM schreibe, oder so, wie mads pankow beschreibt, wie ein LLM schreibt. es setzt seine texte aus wörtern zusammen, die am wahrscheinlichsten zu den vorherigen wörter passen. ich bilde mir zwar gelegentlich ein, vor dem schreiben eine leise idee davon zu haben was ich schreibe, aber was ich tatsächlich schreibe ergibt sich eigentlich aus dem was ich schreibe. vielleicht ist der grund, warum wir von LLMs generierte texte so sehr verachten, dass sie das so ähnlich wie wir machen, nur (scheinbar) müheloser und gelegentlich besser oder schlechter als wir. das ist aber nur so ein gedanke und dass sich jetzt ganz viele menschen gedanken um dieses ganze KI-gedöns machen ist bitter nötig — weil weggehen wird das alles nicht mehr — und die gesellschaftlichen, philosophischen und moralischen umwälzungen die das alles haben wird dürften massiv sein. das zumindest zeigt mads pankows buch ziemlich gut und, wie gesagt, unaufgeregt, weit ausholend, aber nachdrücklich und stringent.
ich bin nicht mehr für den wein geblieben, damit ich in der bahn und zuhause weiterlesen konnte.






























