mu­se­ums­in­sel hom­broich

felix schwenzel in artikel

ges­tern bei der kalt­mam­sell ge­le­sen, dass sie und herr kalt­mam­sell auf der mu­se­u­min­sel hom­broich wa­ren. an mei­nen letz­ten be­such dort er­in­ne­re ich mich als wäre es ges­tern, auch wenn mei­ne er­in­ne­run­gen dar­an leicht ver­blasst und ver­schmol­zen sind. ich bin ja in der ge­gend mit den broichs auf­ge­wach­sen. fuss­broichs, gre­ven­broich, kor­schen­broich, mör­sen­broich, broich­wei­den wa­ren na­men sie ich in mei­ner ju­gend stän­dig ge­se­hen habe. in der ge­gend gibt vie­le ei­gen­ar­ti­ge orts­na­men. wenn wir nach aa­chen fuh­ren, pas­sier­ten wir im­mer gei­len­kir­chen (eccle­sia ero­ti­ca) und puf­fen­dorf (vicus lu­pana­ris), auf dem weg nach düs­sel­dorf gings an hom­broich und gre­ven­broich vor­bei.

je­den­falls liess sich mein in­ter­nes ge­däch­nis an den in­sel­be­such nicht mit mei­nem ex­ter­nen ge­däch­nis ve­ri­fi­zie­ren. ich habe hier nie et­was über die mu­se­ums­in­sel hom­broich ge­schrie­ben oder bil­der da­von ge­pos­tet — oder kann sie nicht mehr fin­den. auch auf mei­nen so­cial me­dia pro­fi­len fand ich zu­nächst nichts. in mei­ner fo­to­bi­blio­thek fand ich dann über die orts­su­che ei­nen hau­fen bil­der aus dem april 2011. mein ar­chiv vom april 2011 zeigt schö­ne tex­te von der #rp11, aber nix von hom­broich. mein twit­ter­ar­chiv reicht nur bis 2012 (ob­wohl ich mich bei twit­ter 2007 an­ge­mel­det habe), mein ers­ter in­sta­gram post ist vom ok­to­ber 2011 (lo­ka­le ko­pie). ich war mir aber si­cher, dass ich zu die­sem be­such et­was ins in­ter­net ge­schrie­ben oder ge­pos­tet hat­te. mit spot­light fand ich dann ei­nen hin­weis in ei­ner back­up­da­tei auf die­ses you­tube vi­deo aus dem gra­phi­schen ka­bi­nett der mu­se­ums­in­sel, dass ich 2011 ge­pos­tet habe.

mei­ne er­in­ne­run­gen an die mu­se­ums­in­sel sind, wie ge­sagt, ver­wa­schen. ich er­in­ner mich aber sehr gut an die ca­fe­te­ria. es­sen und ge­trän­ke dort sind im ein­tritt­preis in­be­grif­fen. die mu­se­ums­in­sel selbst er­klärts (in ein­fa­cher spra­che) so:

In der Ca­fe­te­ria be­kom­men Sie ein kos­ten­lo­ses ein­fa­ches Buf­fet.

Das Es­sen kommt von Land­wirt:in­nen und Lie­fe­rant:in­nen aus der Nähe.
Dar­um ist das Es­sen be­son­ders frisch.

mei­ne er­in­ne­rung ist, dass es ro­si­nen­brot gab. das brot war vor­ge­schnit­ten und es gab but­ter. die ein­fach­heit die­ser mahl­zeit hat mich da­mals sehr be­geis­tert. und die wes­pen auf der in­sel auch.

ich hab das schon öf­ter ge­schrie­ben, dass ich kunst die ei­nem im all­tag be­glei­tet oder ein­fach ent­deck­bar ist in­ter­es­sant fin­de. mei­ne el­tern hat­ten nicht we­nig kunst bei uns im haus und das zu­sam­men­le­ben mit die­sen ar­bei­ten öff­ne­te per­ma­nent neue per­spek­ti­ven. das al­les funk­tio­niert in ei­nem mu­se­um auch, aber eben an­ders.

mir gehts in mu­se­en oft so, dass ich schnell ge­sät­tigt bin. beim su­shi es­sen wird der ing­wer tra­di­tio­nell ja nicht mit dem su­shi ge­ges­sen, son­dern zwi­schen ver­schie­de­nen su­shi-sor­ten. da­mit ver­schafft man dem ge­schmacks­sinn an­geb­lich eine er­ho­lung. und ge­nau des­halb ist die musuem­in­sel hom­broich so toll. man wan­dert durch wun­der­schö­ne na­tur und stösst wie zu­fäl­lig auf ge­fäl­li­ge ar­chi­tek­tur in der oder um die kunst hängt, liegt oder steht.

mit dem prin­zip der dis­co­vera­bi­li­ty von kunst in der na­tur habe ich auch eine frü­he kind­heits­er­in­ne­rung. mei­ne el­tern hat­ten be­kann­te die bei lud­wig scho­ko­la­de oder trumpf ar­bei­te­ten. ihr wohn­haus war ein frmen-bun­ga­low, der di­rekt am park der fa­mi­lie lud­wig lag und auch zu­gang zu die­sem park hat­te. der park war weit­läu­fig und mit vie­len skulp­tu­ren und bäu­men ge­spickt. kris­tof und ich er­kun­de­ten den park re­gel­mäs­sig wenn wir bei den be­kann­ten un­se­rer el­tern zu be­such wa­ren. wir be­klet­ter­ten die skulp­tu­ren und freu­ten uns über die ab­we­sen­heit von er­wach­se­nen. der park war da­mals nicht öf­fent­lich und ist heu­te mehr oder we­ni­ger kom­plett zu­ge­baut. kunst ein­fach rum­ste­hen zu las­sen da­mit sie ent­deckt, be­grif­fen oder igno­riert wer­den kann, ist mei­ner mei­nung nach im­mer noch die bes­te art kunst zu­gäng­lich zu ma­chen. min­des­tens ge­nau so gut wie ge­schnit­te­nes ro­si­nen­brot.

die ar­chi­tek­tur, die bau­ten die auf der in­sel ste­hen sind ei­ner­seits ty­pisch für die re­gi­on und an­de­rer­seits un­ty­pisch, weil ge­schmack­voll und mi­ni­ma­lis­tisch. ein­fa­che geo­me­tri­sche for­men um­ge­ben von ge­zähm­ter, halb wil­der na­tur. ge­le­gent­lich wird die na­tur ge­trimmt um die bau­ten zu er­gän­zen, an man­chen stel­len darf die na­tur ma­chen was sie will.

auf den fo­tos der bei­fah­re­rin fum­mel ich stän­dig am han­dy rum. ich habe da­mals ganz of­fen­sicht­lich beim be­such der in­sel an die ver­wert­bar­keit im in­ter­net ge­dacht. soll­te ich das noch raus­fin­den wo ich das da­mals ge­pos­tet habe, schrei­be ich ei­nen nach­trag. die fo­tos oben sind alle von der bei­fah­re­rin (mit ei­ner Ca­non Power­Shot SX200 IS powerge­schos­sen). hier sind noch ein paar fo­tos die ich da­mals (mit ei­nem HTC In­cre­di­ble S) ge­macht habe.

falls das noch nicht deut­lich ge­wor­den ist: ich kann ei­nen be­such der mu­se­ums­in­sel hom­broich sehr emp­feh­len. das mu­se­um ist in der nähe von düs­sel­dorf und ist mit dem auto am bes­ten zu er­rei­chen. bus und bahn ge­hen auch, wenn man gut zu fuss ist.

kartenübersicht  mit markierungen wo die fotos auf dieser seite augfgenommen wurden.



fi­scher­pin­te

felix schwenzel in bilder

foto vom steg der fischerpinte am plötzensee, im hintergrund leere ruderboote und der plötzensee. der himmel ist blau.

ges­tern an der fi­scher­pin­te am plöt­zen­see stand die tür of­fen. der ort ist ei­ner­seits sehr ein­la­dend und ro­man­tisch, aber gleich­zei­tig ein biss­chen un­heim­lich. rechts auf ei­ner lie­ge hat­te sich je­mand zum schla­fen ge­legt.

zum er­halt der fi­scher­pin­te gibt es eine info-sei­te und eine pe­ti­ti­on. auf der info sei­te heisst es:

Nach dem Tod des bis­he­ri­gen Päch­ters ist die Fi­scher­pin­te ge­schlos­sen. Wann es wei­ter­geht ist eine Sa­che, die vom Amts­ge­richt ge­klärt wer­den muss – was da­nach ent­ste­hen könn­te oder blei­ben darf, dass ist Sa­che des Be­zirks­am­tes.

Wir, als An­woh­ner des Wed­ding, set­zen uns da­für ein, die Fi­scher­pin­te zu ret­ten – im Ein­klang mit dem Na­tur­schutz. Und mit den Boo­ten, so wie seit über 100 Jah­ren.

die gittertür zur fischerpinte steht offen.


1.000.000.000 herz­schlä­ge

felix schwenzel

wie im­mer fas­zi­nie­rend: ve­ri­ta­si­um über sca­le, „Die uni­ver­sa­len Ge­set­ze des Le­bens von Or­ga­nis­men, Städ­ten und Un­ter­neh­men“ (ein buch von ge­offrey west).

  • säu­ge­tie­re le­ben un­ge­fähr 1.000.000.000 herz­schöä­ge lang (aus­nah­me men­schen und wenn tie­re in (mensch­li­cher) ge­fan­gen­schaft le­ben)
  • städ­te ska­lie­ren so, dass sie ziem­lich ef­fi­zi­ent und pro­duk­tiv mit res­sour­cen um­ge­hen (kön­nen)
  • je grös­ser eine stadt, des­to schnel­ler lau­fen die men­schen in ihr (im schnitt)

goe­the vor 200 hun­dert jah­ren:

[E]s ist jetzt al­les ul­tra, al­les tran­szen­diert un­auf­halt­sam im Den­ken wie im Tun. Nie­mand kennt sich mehr. […]
Jun­ge Leu­te wer­den viel zu früh auf­ge­regt und dann im Zeit­stru­del fort­ge­ris­sen; Reich­tum und Schnel­lig­keit ist, was die Welt be­wun­dert und wor­nach je­der strebt […]


wer be­sucht wir­res.net

felix schwenzel in über wirres

ich habe cur­sor mal mei­ne apa­che logs aus­wer­ten las­sen, wer in den letz­ten 14 ta­gen hier sei­ten auf­ge­ru­fen hat. wie man sieht, ma­chen of­fen­bar such­ma­schi­nen-in­dex­er und ech­te be­su­cher nur ei­nen sehr klei­nen teil aus. den gröss­ten bat­zen ma­chen hier täg­lich so um die 40-50 tau­send bots oder scrip­te aus. im prin­zip habe ich hier ein rie­si­ges cache-warm­ing bot­netz.

RSS feeds häu­fig und von über­all aus ab­zu­ru­fen ist durch­aus im sin­ne des er­fin­ders, aber wenn man das auf mi­nu­ten run­ter­rech­net, sind das im schnitt acht ab­ru­fe mei­ner RSS feeds pro mi­nu­te.

bots & scripts LLM in­dex­er hu­mans Σ
sei­ten 43.000 4.800 4.200 400 52.400
RSS 10.900 - - 1.000 11.900
.md 180 - 30 - 210
sum­me 54.080 4.800 4.230 1.400 64.510

ei­gent­lich woll­te ich se­hen, wie die mark­down-da­tei­en an­ge­nom­men wer­den. es zeigt sich: nicht schlecht, im schnitt 200 auf­ru­fe pro tag, aber nichts ge­gen den ab­ruf von 50 tau­send html-sei­ten durch bots, scra­per und in­dex­er. die „hu­mans“ zah­len sind auch eine op­ti­mis­ti­sche nä­he­rung. das ma­to­mo-pi­xel das ich in den RSS feed ge­packt habe tählt um die 400 RSS le­ser täg­lich, aber da mein ma­to­mo-host stats.wir­re.net auf ein­schlä­gi­gen ad- und tra­cker­blo­cker lis­ten steht, dürf­te 1000 le­ser un­ge­fähr und mit et­was op­ti­mis­mus pas­sen. die 400 mensch­li­chen sei­ten-le­ser sind der täg­li­che schnitt laut ma­to­mo ohne op­ti­mis­mus zu­schlag.

tl;dr: i’m blog­ging for the bots


in­ter­es­sant fin­de ich, dass re­zep­te mitt­ler­wei­le dank goog­le die meist­be­such­ten sei­ten hier sind (aus­ser der start­sei­te). die zah­len sind auch aus den letz­ten ta­gen auf die uni­que pa­ge­views pro tag run­ter­ge­rech­net.

Page Title Uni­que Pa­ge­views
wir­res.net — fach­blog für ir­rele­vanz 84
was­ser­me­lo­nen­sa­lat nach ot­to­lenghi 24
ge­rös­te­ter spitz­kohl aus der heiss­luft­frit­teu­se 22
schnel­le gur­ken­sticks mit knob­lauch 7
kraut­sa­lat aus spitz­kohl nach tim mäl­zer 6

tl;dr: goog­le schickt su­chen­de nur noch auf re­zep­te.


zwei tage in fol­ge beim mor­gen­spa­zier­gang kein vier­blätt­ri­ges klee­blatt ge­fun­den, da­für heu­te eine gur­ke.

ein dünne gurke liegt am rand eines gehwegs unter beikräutern

nach­trag:

ich hat­te mir ja vor ein paar ta­gen in den kopf ge­setzt mor­gens, beim spa­zier­gang, im­mer ein vier­blätt­ri­ges klee­blatt zu fin­den. zwei mal hat das ge­klappt. dann, am frei­tag, habe ich in­ten­siv ge­sucht und auch ei­ni­ge gros­se, saf­ti­ge klee-in­seln ge­fun­den. aber eben kei­ne vier­blätt­ri­ge klee­pflan­ze. das hat mich er­staun­lich stark frus­triert und na­tür­lich ist die­se an­ge­spann­te, ver­krampf­te hal­tung beim klee­blatt­su­chen wohl eher kon­tra­pro­duk­tiv. oder ganz all­ge­mein im le­ben.

auch heu­te woll­te ich ger­ne ein vier­blätt­ri­ges klee­blatt fin­den, aber mir war es viel ega­ler als am frei­tag. ich hab mich wie­der or­dent­lich dem hund zu­ge­wandt und in ers­ter li­nie auf fri­da kon­zen­triert — was dann auch für gute lau­ne bei mir sorg­te. oder ge­nau­er, ich hab mich von fri­das gu­ter lau­ne an­ste­cken las­sen und mich von mei­nem ko­mi­sche, selbst­ge­stell­ten auf­ga­ben nicht run­ter­zie­hen las­sen. trotz­dem kein 🍀 ge­fun­den, aber wie­der viel dar­über ge­lernt, wei man sich ge­konnt selbst ver­ar­schen kann.


Star Trek: Strange New Worlds (S04E01) gesehen

das war ei­ner­seits alles ziemlich vor­her­seh­bar, weil ich das rezept für strange new worlds und star trek langsam in und auswendig kenne. obwohl das rezept ste­reo­ty­pe und un­ge­niess­ba­re zutaten hat, kommt am ende, auf der metaebene, doch immer was an­sehn­li­ches raus, was man zwar nicht essen will, aber schön anzusehen ist.

diese folge versucht auch explizit besondern klug zu sein und greift wieder rief in den tem­po­ra­len bau­stein­kas­ten und was am ende rauskommt ist zwar albern, aber nicht doof. irgendwie ergibt sich im ganzen ein bild, das klüger ist als die summe des addierten quatsches.

mir fiel auf jeden fall auf, dass ich diese ge­schmacks­rich­tung star trek der noch pa­thos­ge­tränk­te­ren ge­schmacks­rich­tung star fleet academy um längen vorziehe. ich habe mich gut un­ter­hal­ten gefühlt und musste mich über den quatsch und pathos nicht aufregen, weil das ge­samt­pa­ket passte.


streaks sind sträh­nen

felix schwenzel in notiert

nach­dem ich zwei tage in fol­ge je­den tag ein 🍀 ge­fun­den habe, fiel mir en­f­lich das deut­sche wort für streak ein: sträh­ne. weil man ja auch glücks­sträh­ne sagt.

vier­blätt­ri­ge klee­blät­ter zu fin­den hat na­tür­lich nichts mit glück zu tun. we­der das fin­den, noch das was ei­nem da­nach pas­siert.

ich habe die 🍀 nicht we­gen glück oder tüch­tig­keit ge­fun­den, son­dern weil ich nach ih­nen ge­guckt habe. so wie ga­bri­el­la ger­hardt in die­sem vi­deo ge­sagt hat, man fin­det sie nicht, son­dern man sieht sie. das klappt tat­säch­lich im (lang­sa­men) vor­bei­ge­hen.

ob­wohl glück lö­sen 🍀 dann doch auch aus, aber eher glück im sin­ne von zu­frie­den­heit. es be­frie­digt mich durch­aus so ein 🍀 zu fin­den und mich dann wie­der auf den mor­gen­spa­zier­gang kon­zen­trie­ren zu kön­nen.

und ich wür­de da ger­ne eine ge­wohn­heit draus ma­chen. ein paar mi­nu­ten pro tag in so et­was sinn­lo­ses zu in­ves­tie­ren, das so be­frie­di­gend ist, hört sich für mich in­ter­es­sant ge­nug an, um mei­nen ehr­geiz zu we­cken. des­halb fol­gen hier in den nächs­ten wo­chen nicht nur un­zäh­li­ge baum­bil­der, son­dern (hof­fent­lich) auch un­zäh­li­ge klee­bil­der.


di­gi­ta­le un­ab­hän­gig­keit

felix schwenzel in artikel

ich hab in den letz­ten mo­na­ten im­mer wie­der über­legt wie ich ar­ti­kel von hier auf in­sta­gram brin­gen kann oder um­ge­kehrt. auf in­sta­gram habe ich im­mer noch vie­le men­schen die mir fol­gen, oder bes­ser ge­sagt, die auf pflan­zen­bil­der und sel­fies von mir re­agie­ren. in­sta­gram selbst nut­ze ich selbst so gut wie gar nicht mehr, weil ich mich im­mer är­ge­re wenn ich die app of­fen habe und ver­führt wer­de kur­ze vi­de­os in mich rein­zu­stop­fen. zack sind 30, 40 mi­nu­ten vor­bei und ich är­ge­re mich, dass ich mei­ne zeit nicht selbst­be­stimmt ver­schwen­det habe.

die schwie­rig­kei­ten die in­sta­gram ei­nem in den weg legt wenn es dar­um geht ei­ge­ne in­hal­te von in­sta­gram zu­rück­zu­ho­len sind er­staun­lich. in­sta­gramm gibt sich sehr viel mühe öf­fent­li­che bei­trä­ge nicht au­to­ma­tiert aus­les­abr zu ma­chen, aus­ser man heisst goo­gle­bot. je­den­falls hab ich mehr oder we­ni­ger auf­ge­hört auf in­sta­gram zu pos­ten, weil das ko­pie­ren der bei­trä­ge von in­sta­gram hier­her zu müh­sam wur­de und um­ge­kehrt nicht mög­lich ist.

aus­ser man wan­delt sein in­sta­gram­kon­to in ein pro­fes­sio­nel­le kon­to um, mel­det sich bei face­book als ent­wick­ler an, ver­knüpft sein face­book und in­sta­gram­kon­to und stellt an ei­ni­gen stell­sch­raben rum. nach lan­gem zö­gern hab ich das jetzt ge­macht und kann bei­trä­ge von hier ein­fach auf in­sta­gram pos­ten — per knopf­druck im kir­by ba­ckend.

im in­die­web nennt man das pos­se: „Pu­blish (on your) Own Site, Syn­di­ca­te El­se­whe­re“

ich ver­öf­fent­li­che also hier ein foto und von hier dann zu mast­o­don, blues­ky, stan­dard.site — und jetzt auch zu in­sta­gram. und jetzt wo ich über meta/face­book auch ein­ge­schränk­ten zu­gang zur API habe, kann ich auch kom­men­trae von in­sta­gram hier­her­ho­len.

so nut­ze ich zwar meta/face­book/in­sta­gram, aber wenn die mich mor­gen sper­ren sol­ten oder ich sie oder meta ver­en­det oder nur noch span­ner-bril­len ver­kauft ist mir das egal — weil ich nix ver­lie­re.


ich bin kein freund da­von zu be­haup­ten sei ir­gend­was oder gar al­les bes­ser ge­we­sen. aber den zu­stand der isn­ta­gram-app, bzw. der in­sta­gram-time­line, wür­de ich schon ger­ne be­kla­gen. al­les ist un­über­sicht­lich ge­wor­den, stän­dig will mir je­mand was ver­kau­fen oder mich hyp­no­ti­sie­ren und mei­ne auf­merk­sam­keit ab­sau­gen.

wie wohl­tu­end ist da zum bei­spiel grain: ein ver­ti­ka­ler, scroll­ba­rer srei­fen mit fo­tos, nichts als fo­tos. und: dark mode, herz­chen zum drü­cken und … fo­tos. ich schlei­che zwar seit wo­chen durch die AT­mo­sphe­re, aber auf grain hat mich heu­te noch­mal pxlnv.com ge­stupst.

weil grain auf dem AT­pro­to­koll ba­siert und die fo­tos und me­ta­da­ten auf mei­nem, bzw. dem PDS von blues­ky spei­chert, kann ich kir­by auch ein­fach bei­trä­ge auf grain pos­ten las­sen (in­dem kir­by eing­ach im rich­ti­gen for­mat/sche­ma me­ta­da­ten und ei­nen blob spei­chert). auch das geht aus dem kir­by-ba­ckend per knopf­druck und sieht dann so aus.


war­um nicht pi­xel­fed? ich wür­de sa­gen weil es mei­nem ver­ständ­nis von di­gi­ta­ler un­ab­hän­gig­keit wi­der­spricht mir ein wei­te­res so­cial me­dia kon­to an­zu­le­gen nur um ei­nen wei­te­ren aus­ga­be­ka­nal für das zu ha­ben was ich hier auf wir­res.net und mei­ner ei­ge­nen fe­di­ver­se go­to­so­cial in­stanz schon habe. bei grain hin­ge­gegn mel­de ich mich mit mei­nem vor­han­de­nen blues­ky-kon­to an und dort, auf dem blues­ky PDS wird das auch al­les ge­spei­chert und ich kann mit den da­ten ma­chen was ich will. kei­ne rei­bung, kein zu­sätz­li­cher log­in, kein zu­sätz­li­cher API key, ein­fach ein wei­te­rer ka­nal.


weil es so ein­fach ist bei diens­ten mit­zu­ma­chen, die auf dem AT­pro­to­koll auf­set­zen, hab ich mir ge­dacht mal alle pro­fi­le die ich im lauf der zeit an­ge­legt habe auf­zu­lis­ten. das ist auch ganz ein­fach, in­dem ich in mei­nen PDS gu­cke.


ich weiss nicht ob mein ver­ständ­nis von un­ab­hän­gig­keit rich­tig ist oder der rei­nen leh­re ent­spricht, aber die­ses pos­sen fühlt sich gut an. al­les zu­hau­se an ei­nem ort zu ha­ben und da wo es geht, da wo es viel­leicht wen in­ter­es­siert, auch mei­nen quark hin­schie­ben zu kön­nen. oder eben auch nicht. wie­die­wied es mir ge­fällt.




vierblättriges kleeblatt

🍀

mal schau­en ob ich nen streak schaf­fe. je­den tag eins fin­den.


nach vier­blätt­ri­gen ge­guckt hab ich heu­te nur 2 mi­nu­ten lang. dann stach es mir (qua­si) ins auge.


odys­see

felix schwenzel in artikel

ich er­in­ne­re mich noch gut wie ich 2001: odys­see im welt­raum zum ers­ten mal ge­se­hen habe: vor 37 jah­ren auf ei­nem blas­sen, nied­rig auf­lö­sen­den röh­ren-farb­fern­se­her1 im kel­ler der el­tern mei­ner da­ma­li­gen freun­din hei­ke. ich hab den film noch nicht mal von an­fang an ge­se­hen, son­dern als wir ein­schal­te­ten lief er schon ne gan­ze wei­le. die hand­lung war nicht wirk­lich nach­voll­zieh­bar und der film war deutsch syn­chro­ni­siert.

der film war also auf viel­fäl­ti­ge wei­se ver­hunzt: nied­ri­g­auf­lö­send, nied­rig fre­quent, licht­arm, mit deut­schen stim­men ge­panscht, mit ein­em­schepp­ri­gen mono-laut­spre­cher, nicht in ei­nem dark­room (kino) prä­sen­tiert. wahr­schein­lich wa­ren auch die sei­ten we­gen des fern­seh­for­mats ab­ge­schnit­ten.

trotz­dem schlug der film voll bei mir ein. ich war schwer be­ein­druckt und auf eine gute art ir­ri­tiert. als ich mir den film spä­ter noch­mal auf DVD oder im stream an­sah, sehr viel bes­ser auf­ge­löst, mit bes­se­rem ton und den ori­gi­nal­stim­men, war ich ge­nau so be­ein­druckt und ir­ri­tiert. und konn­te die hand­lung im­mer noch nicht nach­voll­zie­hen.


den neu­en film mit ner odys­see, den der nicht im welt­raum und nicht 2001, son­dern ir­gend­was mit 3000 b.c. spielt, der nicht von ku­brick, son­dern von no­lan ge­filmt wur­de, hab ich noch nicht ge­se­hen. ich hab mo­men­tan kei­ne lust auf kino.

ich sehe mir fil­me lie­ber al­lei­ne, in mei­nem tem­po, mit ei­ner schein­bar rie­si­gen lein­wand, 50 zen­ti­me­ter vor mei­nem ge­sicht, in form ei­nes hoch­auf­lö­sen­den ap­ple dis­plays an. als ich das letz­te mal ei­nen film in ei­nem imax-fä­hi­gen kino ge­se­hen habe war ich mehr ir­ri­tiert und ab­ge­lenkt von den ef­fek­ten, als ich es mir ge­wünscht hät­te.

mich lenkt das gan­ze ge­wum­mer und der bom­bast eher vom in­halt ab, als es mir hilft in den in­halt ein­zu­tau­chen.

no­lan be­haup­tet mit imax wür­de die lein­wand ver­schwin­den und dass das ein bild sei, in dem man sich ver­lie­ren kön­ne.

ich wer­de mir nolans odys­see je­den­falls nicht im kino an­se­hen. we­der im nor­ma­len, noch im imax kino. ich war­te bis der ir­gend­wo streamt und schaue ihn mir dann auf dem lap­top an.

wenn ich so drü­ber nach­den­ke, wür­de ich mir den film viel­leicht so­gar ger­ne auf ei­nem al­ten röh­ren­fern­se­her an­schau­en2. al­ler­dings nicht syn­chro­ni­siert.

ich fin­de es er­staun­lich wel­che band­brei­te die re­zep­ti­on des films hat. von „meis­ter­werk“ bis lang­wei­lig über „ewig die glei­che Ge­schich­te von männ­li­cher Über­mensch­lich­keit“, zu egal oder ir­gend­wie ok ist al­les da­bei.

ir­gend­wo las ich in ei­ner kri­tik, dass no­lan be­stimm­te din­ge gar nicht zei­ge, son­dern der phan­ta­sie des zu­schau­ers über­las­se. das hal­te ich im­mer für eine sehr gute idee und wir alle wis­sen, dass das gut funk­tio­niert, bzw. ei­nes der grund­re­zep­te von gu­ten ge­schich­ten ist. auch des­halb fra­ge ich mich oft: dient der bom­bast dazu, von ei­ner schwa­chen ge­schich­te ab­zu­len­ken, ist der bom­bast die ei­gent­li­che ge­schich­te oder dient die tech­nik hier tat­säch­lich der ge­schich­te?

mir fällt bei der ak­tu­el­len (drit­ten) staf­fel von house of the dra­gon (hotd) auf, wie sehr mich bom­bast manch­mal lang­weilt. die klei­ne, in je­dem de­tail lie­be­voll ge­strick­te ge­schich­te des he­cken-rit­ters (hedge knight) in a knight of the se­ven king­doms hat mir um län­gen bes­ser ge­fal­len als die­se staf­fel hotd. das lang­wei­li­ge kann so viel in­ter­es­san­ter sein als das kom­ple­xe.

trotz­dem. auf ne art bin ge­spannt auf nolans odys­see. aber ich habs nicht ei­lig.


  1. das war der glei­che fern­se­her, auf dem ich sub­way zum ers­ten mal ge­se­hen habe. 

  2. wenn ich noch wei­ter drü­ber nach­den­ke: im prin­zip ist nolans odys­see ein diabend mit ei­ner vier­tel­mil­li­on schnell ab­ge­spiel­ten dias. (3 stun­den = 180 mi­nu­ten = 10.800 se­kun­den macht 10.800 × 24 = 259.200 ein­zel­bil­der) 


etc. 20.07.2026

felix schwenzel in notiert

ges­tern beim mor­gen­spa­zier­gang habe ich nach die­ser in­spi­ra­ti­on im goe­the­park nach vier­blätt­ri­gen klee­blät­tern ge­sucht. ver­geb­lich. aber ich habe ge­merkt, ja, wenn man hin­schaut sieht man im ste­hen die ein­zel­nen blät­ter ziem­lich gut. fri­da hat das sehr ir­ri­tiert, dass plötz­lich nicht nur sie den bo­den in­ten­siv in­spi­ziert, son­dern auch ich. aber mag die vor­stel­lung, dass wir nun auf eine art ge­mein­sam den bo­den ab­schnüf­feln, die eine olfak­to­risch, der an­de­re op­tisch.


den ra­ben in den reh­ber­gen gehts gut (die auf­nah­me ist vom frei­tag, heu­te früh habe ich sie aber wie­der kräch­zend ums wild­schwin­ge­he­ge flie­gend ge­se­hen).


su­gar staf­fel 2 ge­fällt mir von der ers­ten fol­ge an sehr gut. aber ich bin im­mer wie­der ir­ri­tiert, wie ähn­lich co­lin far­rell ar­nold schwar­zen­eg­ger sieht. selbst die schrank­far­be­nen haa­re stim­men.


ich bin seit ein paar ta­gen auf dem ipho­ne und mei­nem mac mit der be­trieb­sys­tem­ver­si­on 27 un­ter­wegs. ich habe über­all ge­le­sen und ge­hört, dass die be­tas sehr sta­bil und feh­ler­arm sei­en und ich kann das be­stä­ti­gen. der ein­zi­ge merk­li­che un­ter­schied, den ich täg­lich be­ob­ach­te, ist dass die vi­su­el­len ir­ri­ta­tio­nen we­ni­ger ge­wor­den sind. oder um­ge­kehrt, wenn ich auf den ar­beits­lap­top wechs­le, auf dem noch tahö [sic!] läuft, wun­de­re ich mich dar­über, wie­vie­le vi­su­el­le de­tails in tahö ka­putt sind.


bis­her habe ich mei­nen you­tube-kon­sum (in mi­nu­ten) ma­nu­ell aus der you­tube-his­to­rie ex­tra­hiert, um ihn mir zu vi­sua­li­sie­ren. das war zwar me­di­ta­tiv, aber müh­sam. ich ad­die­re ger­ne im kopf, aber manch­mal ver­gass ich das ad­die­ren ta­ge­lang. also habe ich mir eine sa­fa­ri-ex­ten­si­on bau­en las­sen, die das für mich er­le­digt und die spiel­dau­er von vi­de­os auf you­tube für mich er­fasst. das ist sehr prak­tisch und gleich­zei­tig (in ab­so­lu­ten zah­len) et­was ir­ri­tie­rend.

safari screenshot mit ausgeklappter „YouTube Playtime“ extension die mir anzeigt, wieviel zeit ich heute dun in den letzten sieben tagen auf youtube verbracht habe.

mei­ne er­näh­rung be­steht seit ei­ner wei­le haupt­säch­lich aus et­was, das man am bes­ten mit sal­zi­gem müs­li be­schrei­ben kann. ir­gend­wel­che ge­mü­se die wir ge­ra­de im kühl­schrank, der kühl­tru­he oder in do­sen ha­ben mit wür­zi­ger sos­se an­ge­macht. ge­le­gent­lich mit tofu, fake-hack oder huhn kom­bi­niert. da­bei im­pro­vi­sie­re ich meis­tens, mal mit we­ni­ger gu­ten, mal mit bes­se­ren er­geb­nis­sen. was gut schmeckt wird öf­ter ge­macht. ges­tern und vor­ges­tern aus­ver­se­hen ei­nen gan­zen spitz­kohl weg­ge­putzt mit die­sem re­zept:

  • tofu trock­nen und in heis­ses fett fein zer­krüm­meln und scharf an­bra­ten.
  • wenn al­les kross ist eine in strei­fen ge­schnit­te­ne zwie­bel da­zu­ge­ben und gla­sig bra­ten
  • würz­sos­se: et­was fett, so­ja­sos­se, es­sig und sam­bal oelek ver­rüh­ren und über die tofu-zwie­bel-mi­schung ge­ben
  • reich­lich fein­ge­schnit­te­nen spitz­kohl dazu in die pfan­ne ge­ben
  • ein paar cock­tail-oli­ven klein­schnei­den und am ende mit et­was zer­krü­mel­ten feta da­zu­ge­ben und nur noch kurz beim un­ter­rüh­ren bra­ten und die hit­ze schnell ab­schal­ten.


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in life, you can wait to be lucky, but there’s usually a way you can make your own luck.

das video ist auf ganz vielen ebenen wun­der­voll. der video-be­schrei­bung nach geht es nur darum vier­blätt­ri­ge klee­blät­ter zu finden und ein bisschen wis­sen­schaft­li­cher hin­ter­grund dazu. aber mit dem auftritt der kleeblatt-jägerin gabriella gerhardt wird’s wirklich in­ter­es­sant. um vier­blätt­ri­ge klee­blät­ter zu finden sollte man einfach loslassen, dass grosse bild be­trach­ten und die mus­ter­er­ken­nung in unserem kopf autonom arbeiten lassen. sehr zu sehen zu empfehlen, wie die meisten videos von rab­bit­ho­le.


links und li­kes vom 18.07.2026

felix schwenzel

wenn ich das so lese was maren kroymann in diesem interview sagt und was ihre männlichen kollegen in den medien so absondern, dann wünsche ich mir im alter eher eine alte, weisse, lesbische frau zu werden, als ein zynischer, alter, weisser mann.

faszinierend.

Anthropic compares the J-space to the global workspace in humans, a theoretical region of the brain that some scientists think we use to keep track of our conscious thoughts. But how seriously we should take this comparison is far from clear—even to Anthropic. As the company points out itself, LLMs are not brains.



darüber, dass apple seit ein, zwei jahren entwickler dazu zwingt ihre app icons in „squircle“ form zu gestalten wird seitdem an- und aufgeregt diskutiert. was mir in der diskussion immer wieder fehlt, ist der hinweis darauf, dass einschränkungen (contraints) der eigentliche motor für kreativität sind und genau diese regel, die apple sich aus der nase gezogen hat, als herausforderung angesehen werden könnte — und nicht als hindernis.

das wird zwar auch in diesem artikel über squircles nicht thematisiert, aber dafür ein gedanke von louie mantia, nämlich dass es durchaus auch einen wert hat, dass apps konsistent im squircle-jail eingeschlossen sind: die erkennbarkeit als app.

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glocken in england ruhen kopfüber. das ist schonmal erstaunlich. ebenso erstaunlich: glockenläuten ist eine gemeinschaftsarbeit die dazu auch noch meditativ ist. ein höchst erstaunliches video. nicht überraschend: dass tom scott das läuten verkackt.


anje hat in diesem artikel zwei texte von constantin seibt verlinkt, die ich unbedingt auch empfehlen möchte:


Als bekannt wurde, dass Oscarpreisträgerin Lupita Nyong’o in Christopher Nolans Verfilmung der Odyssee die Helena spielen würde, ließ Kritik nicht lange auf sich warten. In Sozialen Netzwerken hieß es, diese Besetzung sei historisch unzutreffend. Helena von Troja, auch bekannt als die schöne Helena, sei schließlich weiß gewesen.

genau, und jesus, cleopatra und winnetou auch. und caesar war blond und und hatte marmorfarbene haut.

menschen die ihr historisches wissen aus film und fernsehen oder aus ihren eigenen oder den halluzinationen einer KI beziehen sollte man wahrscheinlich eh nicht so ernst nehmen.

aber gelegentlich frage ich mich, woher die erwartung kommt, dass fiktion in irgendwas zutreffend oder akkurat sein müsste, ausser im übertragenen sinne?

gibt es menschen (oder biologen) die sich darüber eschauffieren, dass der wolf in rotkäppchen spricht oder dass es ein märchen gibt, in dem ein gestiegelter kater rumläuft?

man kann historische fiktion auch aus dem hier und jetzt kritisieren, die intention, die interpretation, so wie es sophie brakemeier auf filmlöwin tut. sehe ich zwar anders, spätestens sobald ich den film gesehen habe, aber das ist ja auch der witz, dasss man ein werk subjektiv, aus dem hier und jetzt beurteilt.

a very good personal homepage by Dustin Mierau

via waxy.org

Uncovered, a site for judging books by their first pages. “No cover. No bestseller sticker, no celebrity book club, no BookTok trend. You read the opening of a real book, blind, and answer the only question that matters: would you keep reading?”

die idee find ich gut, die nutzung der site ist etwas unpraktisch und uninuitiv.

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das video macht schon appetit. zwei der flaschen sind dann auch in meinem whisky.de-warenkorb gelandet. dann habe ich die warenkorbseite doch wieder geschlossen und alle zehn whiskys auf meinen whisky.de-wunschzettel gepackt.

aber weil solche wunschzettel erfahrungsgemäss nicht besonders lange halten, hier die liste der im video empfohlenen whiskys:

(keine werbung, keine partnerlinks)


bäu­me vs au­tos

felix schwenzel

auch dank des au­tos wur­den städ­te mehr und mehr ver­sie­gelt.

das fin­den bäu­me ge­ne­rell nicht gut.

auch wenn der geh­weg vor ein paar jah­ren et­was ent­sie­gelt wur­de, ist dem baum vor un­se­rer haus­tür, nach meh­reen tro­cke­nen som­mern, mal wie­der ein ast zu schwer ge­wor­den.

das fin­den au­tos ge­ne­rell nicht gut.

der baum vor un­se­rem haus hat ein ganz gu­tes auge und ver­such­te den ast in eine freie park­lü­cke fal­len zu las­sen. lei­der hat der ast dann doch noch die wind­schutz­schei­be des blaue che­vy ge­trof­fen, die, per de­fi­ni­ti­on, eben kei­ne baum­schutz­schei­be ist und ent­spre­chend nach­gab.

un­ser ID3, der diekt un­ter dem baum stand, wur­de jetzt zum zwei­ten mal in­ner­halb ei­nes jah­res von her­ab­fal­len­den äs­ten ver­fehlt.

das fin­den wir ganz gut.


In Dusty’s early days, when we felt quite lost, I used to oc­ca­sio­nal­ly encounter a friendly bedrag­g­led stranger, who would always comment on what a lovely dog I had, which meant a sur­pri­sing amount to me. On about the seventh occasion I saw him, he was sitting in a churchyard smoking crack. Dogs transcend social boun­da­ries better even than sport and childcare, those usual mainstays of community expansion in secular societies.

kann ich be­stä­ti­gen, durch frida habe ich, haben wir kontakt in soziale schichten, der ohne hund weder möglich, noch unbedingt wün­schens­wert gewesen wäre. aber so ist das schon in­ter­es­sant, was sich im alltag immer wieder für si­tua­tio­nen ergeben.

was den artikel von william davies angeht: er erzählt vieles das wohl alle menschen die mit hunden zu­sam­men­le­ben kennen, aber bleibt für meinen geschmack etwas un­dif­fe­ren­ziert bei der positiven ver­stär­kung als wich­tigs­te er­zie­hungs­mass­nah­me stecken. positive ver­stär­kung ist un­glaub­lich effektiv, aber genau so sind es grenzen die man setzt und be­zie­hungs­ar­beit. sich das vertrauen eines hundes zu er­ar­bei­ten, so dass der hund dem menschen zutraut schwie­ri­ge si­tua­tio­nen zu be­wäl­ti­gen und den nötigen überblick zu behalten, ist die ei­gent­li­che haupt­ar­beit. meine erfahrung ist, dass es sich lohnt viel arbeit in das lernen der sprache der hunde zu in­ves­tie­ren. sie zu verstehen und mit dem körper zu sprechen. ein schlag­wort dass man von menschen mit expertise immer wieder hört ist: „räume verwalten.“ wenn man das einmal ver­stan­den hat, sich von den hunden selbst abgeguckt hat, ist das bereits die halbe miete einer er­folg­rei­chen be­zie­hungs­ar­beit.

The holy grail of dog training is focus, whereby the dog stares un­er­rin­gly at their handler, waiting for in­s­truc­tion, re­gard­less of dis­trac­tions around them.

diese ori­en­tie­rung ist keine ein­bahn­stras­se wie william davies es hier darstellt. die absolute kon­zen­ra­ti­on des menschen auf den hund, un­ab­hän­gig von ablenkung, handy oder sorgen, ist genauso un­ab­ding­bar. hunde prüfen ihre menschen un­ab­läs­sig, ist der mensch verfügbar, hat die person ein auge auf mich, kann sie wirklich mit dieser situation umgehen? wenn es auch nur den leisesten zweifel gibt, springt der hund ein und übernimmt führung, ver­ant­wor­tung und die kontrolle — bis man sie ihm wieder (sanft, geduldig, kör­per­sprach­lich) abringt.


ge­sichts­be­leuch­tung

felix schwenzel in notiert

als ich vor fast 30 jah­ren mit mei­nem da­ma­li­gen mit­be­woh­ner han­nes und ein paar kom­mi­li­to­nen in zü­rich das büh­nen­bild und licht für ein thea­ter­stück ge­macht habe, hat­te han­nes eine ganz be­stimm­te vor­stel­lung vom licht.

er war fas­zi­niert da­von, wie das licht von bild­schir­men das mensch­li­che ge­sicht be­leuch­tet. da­mals wa­ren die bild­schir­me vor un­se­ren ge­sich­tern noch fla­ckern­de, oft blau­sti­chi­ge röh­ren­mo­ni­to­re.

mo­der­ne mo­bil­te­le­fo­ne sind nicht nur im wahrs­ten sin­ne des wor­tes mo­bi­le fern­se­her, son­dern auch mo­bi­le ge­sichts­be­leuch­tun­gen. sie sor­gen da­für, dass men­schen im dun­keln mit be­leuch­te­ten ge­sich­tern durch die ge­gend lau­fen kön­nen.

in der ubahn habe ich auch schon oft be­ob­ach­tet, dass mo­bil­te­le­fo­ne auch als be­leuch­te­te spie­gel ge­nutzt wer­den kön­nen — und ge­nutzt wer­den.

mich wun­dert al­ler­dings, dass die­se ge­sichts­be­leuch­tungs­funk­ti­on noch kei­ne apps her­vor­ge­bracht hat die das ak­tiv nut­zen. auf macs gibt es für vi­deo­kon­fe­ren­zen be­reits ei­nen vir­tu­el­len, aber wirk­sa­men leucht­ring um sich vor­teil­haft mit dem bild­schirm aus­zu­leuch­ten.

selfie am macbook mit aktivietem leuchtring aside: true lightbox: true

ich fra­ge mich war­um es so­was noch nicht als apps auf te­le­fo­nen gibt: „zeich­ne dein ge­sicht weich, wäh­rend du ent­spannt in der ubahn doom-scrollst“. man könn­te sich vor­neh­me bläs­se aufs ge­sicht zau­bern oder sei­ner wut be­son­de­ren aus­druck ver­lei­hen.

mit ein biss­chen hard­ware-auf­wand, ge­rich­te­ten LEDs oder schwa­chen la­sern könn­te man op­tisch, mit ge­zielt ein­ge­setz­tem licht, leich­te kos­me­ti­sche kor­rek­tu­ren im ge­sicht vor­neh­men oder kon­tu­ren be­to­nen.

ir­gend­wann, wenn mo­bil­te­le­fo­ne wirk­lich gut mit die­sen licht­ef­fek­ten sind und uns si­gni­fi­kant bes­ser aus­se­hen las­sen kön­nen, wird die kos­me­ti­sche wir­kung von mo­blte­le­fo­nen viel­leicht wich­ti­ger als die bil­der und vi­de­os auf dem bild­schirm.

wer weiss, viel­leicht hal­ten wir uns in zu­kunft das te­le­fon nicht mehr vors ge­sicht, um et­was zu se­hen, son­dern um in ei­nem bes­se­ren licht zu er­schei­nen.