immer noch 14 von 66 seen
die strecke von hangelsberg nach fürstenwalde hab ich rausgesucht, weil sie nicht zu lang ist (14 kilometer) und man von fürstenwalde mit der bahn zurück nach hangelsberg fahren kann. wir sind dann zwar mit dem bus gefahren, aber das klappte genauso gut. die anfahrt haben wir mit dem auto gemacht, weil das nur 50 minuten dauerte und mit den öffentlichen zwei stunden gedauert hätte.
die tour sollte 14 kilometer lang sein und drei stunden dauern, wir haben das mit zwei pausen dann auch tatsächlich in 3 stunden geschafft.
die GPX-route von hier ist ziemlich veraltet und hat uns einmal in eine sackgasse geleitet. auch von dem fast durchgehenden fahrradweg zwischen hangelsberg und fürstenwalde wusste die GPX-route nichts. trotzdem, die strecke war nicht kompliziert, im prinzip immer an der müggelspree und später an der fürstenwaldspree entlang. besonders anspruchsvoll war die strecke auch nicht, aber teilweise sehr schön. seen gabs keine, aber die müggel- und fürstenwalde-spree waren auch schön und teilweise seen-artig.
einerseits schön, andererseits ein bisschen anstrengend war, dass der ziemlich neue fahrradweg zwischen hangelsberg und fürstenwalde oft auch gleichzeitig der 66 seen wanderweg war. trotzdem hat das auch gut mit dem hund geklappt. bei einer hundebegegnung wurde es kurz ein bisschen laut, einer von zwei hunden kam bellend auf uns zu und das frauchen schrie unablässig um ihn zurückzurufen. er war aber beschäftigt einen komischen alten mann (mich) mit einem noch komischeren kleinen hund (frida) zu vertreiben und konnte deshalb nicht zurück zur besitzerin laufen. ich hab ihn dann langsam aber sicher (mit abstand) doch wieder in richtung seiner besitzerin gedrückt. währenddessen blieb frida ruhig und vorbildlich hinter mir und liess mich die situation regeln.
die zweite und dritte hundebegegung erinnerte mich an die geschichte vom igel und dem hasen. ein päärchen mit je einem hund an der leine kam uns auf dem weg zweimal (!) entgegen. wir hatten wirklich ein gutes tempo1 drauf und ich kann mir, obwohl wir zwischendurch eine 20-minütige pause gemacht haben, nicht wirklich erklären wie die das gemacht haben.
die 14 kilometer haben wir gut weggesteckt, frida hatte einen stetigen und entspannten vorwärtsdrang. das entspannen fiel ihr witzigerweise bei der pause schwer. einmal unterwegs läuft und läuft und läuft sie und ich glaube ich/wir können auch eine längere wanderung als 14 kilometer mit ihr wagen. allerdings war sie nach der wanderung schon sehr müde und schäft und schläft und schläft.
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der durchschnittspace über die ganze strecke war 10'25"/km, also fast 6 km/h (obwohl ständiges fotografieren und diese eine hundebegegnung den pace natürlich leicht ruiniert haben). ↑︎
grosse traenke
oktoberfest und karneval
frauklugscheisser.de: Everything Goes to Hell
Wie bereits erwähnt, ist das Oktoberfest die weltweit größte Freiluftswingerveranstaltung.
Auf einem meiner Flüge von L.A. nach München saß eine Gruppe australischer Passagiere im geschätzten Alter zwischen 18 und 25. Sie wollten auf’s Oktoberfest. Mitte Oktober. Als ich sie darauf hinwies, dass das Oktoberfest immer im September stattfindet und bereits beendet sei, war die Stimmung im Keller. Möglicherweise ist die Namensgebung absichtlich widersprüchlich, um nach den Briten wenigstens die Australier fernzuhalten.
was frau klugscheisser hier über das oktoberfest schreibt, erinnert mich an die rheinische tradition des karnevals. ich bin im rheinland aufgewachsen und habe das ungefähr 20 jahre miterlebt und beobachtet. im unterschied zum oktoberfest, hat karneval auch einen politischen hintergrund, von dem man in der neuzeitlichen ausprägung zwar nicht mehr allzu viel mitbekommt. die idee, im schutz von verkleidung und humor die obrigkeit zu verspotten und gesellschaftliche zustände zu kritisieren, ist aber hier und da noch sichtbar.
praktisch dient der karneval, wie das oktoberfest, aber vor allem als ausrede, sich masslos zu besaufen, sich gehen zu lassen und gewisse gesellschaftliche konventionen für eine weile auszusetzen. als jugendlicher im rheinland fand ich das gut und habe die gelegenheit gerne genutzt. ich habe erfahrungen sammeln können, zu denen ich im normalen leben keine gelegenheit hatte, wie zum beispiel einen faustschlag ins gesicht zu bekommen und die gelegenheit auf einer abendveranstaltung zu knutschen.
bis zu meinem achtzehnten lebensjahr fand ich karneval gut. ich habe die tagelange veranstaltung rationalisiert und mir gedacht, dass es gut sei, wenn menschen einmal pro jahr narrenfreiheit bekommen und diese zeit als ablassventil nutzen können und für eine gewisse zeit ihre sorgen, zwänge und hemmungen vergessen könnten. dann fuhr ich mit 17 jahren für ein jahr als austauschschüler nach amerika. dort bildete ich mir kurz ein, den karneval zu vermissen, aber als ich als achtzehnjähriger zurückkam, war ich dem karnevalstreiben völlig entfremdet.
in meiner nach-austauschschüler-zeit fand ich karneval nur noch störend, laut, übergriffig und albern. jedes jahr zur karnevalszeit flüchtete ich aus dem rheinland. das ist auch einer der unterschiede zum oktoberfest, das oktoberfest, die theresienwiese, kann man vielleicht umfahren, auch wenn die auswirkungen in der ganzen stadt münchen spürbar sind, ist der eigentlich wahnsinn örtlich begrenzt. dem karneval entkommt man in rheinischen städten nicht. es wird überall gesoffen, frohsinn in die welt gerufen und krach gemacht. die ganze stadt steht im wahrsten sinne des wortes kopf, von donnerstag bis dienstag. um dem wahnsinn zu entkommen, muss man das rheinland verlassen.
tastaturkürzel
mir ist aufgefallen1, dass ich den html-tag <kbd> noch nie richtig gestyled hatte. das habe ich jetzt nachgeholt und kann über die tastaturkürzel, die auf wirres.net funktionieren, schreiben.
was ich ständig selbst benutze, ist die taste y. die klappt das navigationsmenü rechts auf, egal wo ich mich auf der seite befinde. was ich auch ständig selbst benutze, ist j/k. auf artikelseiten navigiert man damit zum vorherigen / nächsten artikel, auf übersichtsseiten scrollt man damit von einem beitrag zum nächsten.
eine übersicht der tastaturkürzel bekommt man mit ?, und mit x klappt man artikel temporär zu (was übersichtsseiten manchmal übersichtlicher macht).
(konami code ist nicht implementiert. der funktioniert aber auf bubbles.)
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an den html-tag
<kbd>hat mich dieser markdown-editor erinnert. den nutze ich zwar nicht, aber in den letzten tagen habe ich sehr oft das paste-to-markdown-feature auf der gleichen seite genutzt. das ist enorm hilfreich, wenn man formatierten text (mit formatierung oder links) mal eben schnell in markdown wandeln will, was ich bei der rekonstruktion meiner alten piqs sehr viel getan habe. ↑︎
morgenspaziergang 19.09.2026
heute früh zur u-bahn naturkundemuseum gefahren und dann einmal durch die charité und das regierungsviertel gelaufen.

18.09.2026
ab heute 2 wochen urlaub. in meetings habe ich heute mehrfach auf die frage, was ich denn machen würde, gescherzt: von der urlaubsübergabe erholen. ich konnte zwar erstaunlich viele lose enden letzten beiden tagen verknoten, aber lange nicht alle. urlaubsübergaben sind wahrscheinlich auch der grund, warum ich so ungerne urlaub nehme. was ich sehr gerne mache, wenn ich am ende des jahres zuviel urlaubstage übrig habe, ist mir einige mittwoche freizunehmen und mir so jede woche ein zweites, kurzes wochenende zu bescheren. ein freier mittwoch strukturiert die woche auf eine sehr angenehme art.
seit meiner kindheit bin ich unfähig wochenenden wirklich zu geniessen, weil mir irgendwann auffiel, wie schnell so ein wochenende rum ist. eigentlich ist nur der samstag richtiges wochenende. am samstag kann ich mich noch ein bisschen freuen, weil ich weiss, am nächsten tag noch frei zu haben. am sonntag sehe ich den montag ständig am horizont winken. andererseits, und das mache ich erst seit ich über 50 bin, freue ich mich montags darüber, dass die woche bald wieder vorbei ist. weil im alter rennt die zeit nur so an einem vorbei. das illustriert dieser xkcd comic sehr schön, der erste den ich seit monaten auf anhieb verstanden habe.

konstantins hüfte erlaubt ihm skateboard zu fahren:
Bin erst ganz vorsichtig draufgestiegen und langsam losgefahren. Ging gut. Dann gedreht, mit der Hüfte Schwung gegeben. Ging richtig gut. Da nahm ich Fahrt auf.
und hier schreibt er:
Was ich nach wie vor nicht kann, und keinerleih Ambitionen dafür habe, ist das Tricks machen auf einem Skateboard. Aber was ich inzwischen ohne grössere Anstrengung beherrsche, ist das die-Strasse-entlang-Gleiten auf meinem kurzen Longboard, Shorty.
konstantin hat mit 44 angefangen skateboard zu fahren. ich so mit 12 oder 13. ausser zu fahren hab ich auch nie was gelernt und hatte keine ambitionen irgendwelche tricks zu lernen. im gegenteil. ich hielt das skateboard für das ideale fortbewegungsmittel. man kann es unter den arm klemmen, in den öffentlichen oder privaten nahverkehr mitnehmen, in geschäfte mitnehmen oder sich eben einfach drauf stellen und schneller als zu fuss vorankommen.
irgendwann bin ich so viel skateboard gefahren, dass sich meine achillessehne entzündet hat und ich ein paar wochen pausieren musste.
während des studiums in stuttgart bin ich überall mit dem skateboad hingefahren. da ich mich während des studiums schon ziemlich alt gefühlt habe und nicht mehr jugendlich schlank war, dachte ich mir, dass ich mein skateboard-fahren ironisch brechen müsste und trug beim skaten ausschliesslich anzug und passende lederschuhe. vor 22 jahren hab ich da mal was zu geschrieben:
dass skateboardfahren viel anstrengender, lauter, und zum teil auch unpraktischer [als fahrrad fahren] war nahm ich in kauf. […] ausser fahren und bremsen kann ich mit dem skateboard nicht viel, vor allem kann ich keine treppengeländer runterfahren oder in der halben pfeife fahren.

jason kottke liest gerade ein buch über den geruchssinn. abgesehen davon dass ich es sehr gerne mag, wenn jason kottke mal mehr als kurze kommentare unter links oder video postet, ist das eine gute erinnerung daran, sich nochmal intensiver mit gerüchen auseinander zu setzen.
Smell is the most direct of all our senses. When I hold a violet to my nose and inhale, odor molecules float back into the nasal cavity behind the bridge of the nose, where they are absorbed by the mucosa containing receptor cells bearing microscopic hairs called cilia. Five million of these cells fire impulses to the brain’s olfactory bulb or smell center. Such cells are unique to the nose. If you destroy a neuron in the brain, it’s finished forever; it won’t regrow. If you damage neurons in your eyes or ears, both organs will be irreparably damaged. But the neurons in the nose are replaced about every thirty days and, unlike any other neurons in the body, they stick right out and wave in the air current like anemones on a coral reef.
nochmal zur erinnerung: wir haben 5-6 millionen dieser zellen, hunde 200–300 millionen. meine vermutung ist ja, dass so wie wir in bildern denken, hunde in gerüchen denken. so wie wir uns geschichten erzählen um innere bilder zu konstruieren, konstrueiren sich hunde ihr weltbild aus gerüchen, denken in geruchskategorien — und: kein wunder das hunde so emotional sind.
ausserdem gelesen:
66 seen
vor 11 jahren haben wir ein paar wanderungen auf dem 66-seen-wanderweg gemacht. ich habe die wanderungen in guter einnerung, aber mir fehlte immer der überblick, wie viel des wanderwegs wir denn jetzt abmarschiert haben. und ich habe lust den kreis weiter zu schliessen. damals habe ich die seen gezählt, an denen wir vorbeigekommen sind, stand jetzt: 14 von 66.
gestern hatte ich das bedürfnis das zu visualisieren. tatsächlich habe ich wohl bei der letzten wanderung auch gpx-tracks anfertigen lassen und auch eine entsprechende illustration.

aber die gpx dateien selbst konnte ich jetzt (natürlich) nicht mehr finden. also hab ich mich gefragt, ob ich aus allen bildern die ich damals mit dem taschenrechner gemacht habe die geo-daten und timestamps extrahieren könnte und daraus eine gpx-datei bauen könnte. es zeigt sich: das geht erstaunlich gut. das habe ich dann mit allen 5 wanderungen gemacht und konnte so einen überblick erstellen, den ich in mit einer neuen sammlung kombiniert habe: sammlung 66 seen wanderungen
vor 11 jahren klagte ich darüber, dass ich soviele fotos gemacht habe, dass ich platzprobleme auf dem taschenrechner hatte und dass unsere akkus gerade mal so hielten:
obwohl wir die handys die meiste zeit offline im flugzeugmodus hatten, reichten unsere akkus gerade so die neun stunden die wir unterwegs waren. das nächste gerät das ich mir kaufe wird ein mobiles akku-pack sein, um unterwegs die handys laden zu können.
das akku-pack von damals habe ich noch immer und nutze es immer noch. manche dinge halten auch heute noch erstaunlich lange. und die platz- und akku-probleme sollten heute auch kein so grosses problem mehr sein. aber wir waren für eine wanderung neun stunden unterwegs? herrje, waren wir damals ambitioniert.
trotzdem: ich habe mir jetzt drei strecken rausgesucht die man mit der bahn oder dem auto anfahren kann und nach der wanderung bequem mit der bahn zum ausgangspunkt oder wieder nach hause fahren kann.
und mit diesem artikel setze ich mich unter zugzwang das jetzt wirklich mal anzugehen.
→ weiterlesenNETFLIX
netflix startete 2014 in deutschland. ich habe seit november 2010 ein netflix konto. offensichtlich habe ich mich dort damals mit einer amerikanischen adresse angemeldet und $8,99 pro monat bezahlt. meine einzige erinnerung an netflix im jahr 2010 ist, dass ich es schauen konnte, aber dass sehr viel gebuffert werden musste. mein internetanschluss oder die transatlantik-leitungen waren damals noch nicht gut genug dafür. in meinem mailarchiv sehe ich, dass ich mein konto dann schon im dezember 2010 on hold gesetzt habe. im oktober 2011 habe ich es wieder reaktiviert und im februar 2012 hab ich das konto gelöscht.
2012 und 2013 schickte mir netflix dann alle paar monate nachrichten mit dem betreff
felix, come back to Netflix today.
im september 2014 hab ich das konto reaktiviert und dann auch in euro bezahlt. zuerst 7,99 € pro monat, dann 8,99 € um auf „zwei bildschirmen“ gucken zu können. im april 2015 wollte ich netflix auf vier bildschirmen gucken und zahlte ab dann 11,99 €.
im november 2017 sehe ich die erste preiserhöhung auf 13,99 €.
The cost of your Premium plan (4 screens at a time + Ultra HD) has changed to €13.99 a month. This change takes effect Sunday, December 17th, 2017.
im mai 2019 gings hoch auf 15,99 €, im april 2021 auf 17,99 €, im mai 2024 auf 19,99 €. im september 2025 zog netflix die account sharing daumenschrauben an und damit das kind weiter netflix schauen konnt, haben wir für 3,99 € pro monat einen „extra member slot“ gekauft. machte in summe dann 23,98 € pro monat.
im oktober 2025 stieg der preis für anton um einen euro: 24,98 €.
am 10. september kündigte netflix an, dass unser monatlicher preis bald auf fast 30 € steigen würde, auf 21,99 € + 5,99 € = 27,98 €.
das fühlte sich nicht mehr gut an. in meiner erinnerung war das letzte was ich mit vergnügen auf netflix gesehen habe drive to survive vor ungefähr einem jahr. weil ich ja nachgucken kann, sehe ich, dass ich auch nemisis mit relativ grossem vergnügen gesehen habe und eine folge chefs table1. dafür lohnt es sich nicht fast 30 € pro monat auszugeben.
von 9 € auf 28 € in 9 jahren sind ungefähr 13% steigerung pro jahr. demnach würde uns netflix in 9 jahren 87 € pro monat kosten.
Hi felix,
We canceled your membership because you did not agree to the new price. It will take effect at the end of your billing period. You can continue watching until October 9th, 2026.
Come back anytime to enjoy the best TV shows & movies. Your profiles and preferences will be waiting for you for 24 months.
[…]
The Netflix team
nachtrag:
ich hab die progression der netflix preise etwas ungünstig berechnet. rückblickend auf die vergangenen neun jahre gabs bei uns ca. 13% preissteigerung pro jahr, aber 13% preissteigerung pro jahr zu projezieren ergibt ein exponentielles wachstum und 87 €. so weit geht netflix dann wohl nicht. linear projeziert sind es dann wohl nur 44 bis 55 €. hier einmal aufgezeichnet.
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sind doch ein paar mehr sachen gewesen, die ich im letzten jahr auf netflix gesehen habe als ich zunächst dachte. hatte das alles nicht so sauber verschlagwortet. ↑︎
13.09.2026
wenn ich eins in den letzten jahren in der küche gelernt habe, dann ist es rezepte als einstiegspunkt zu nehmen und dass man keine hemmungen beim neu-kombinieren haben sollte. pesto kann man zum beispiel aus fast allem machen: irgendwelche nüsse, gutes öl, parmesan und irgendwas mit farbe und geschmack. das können, ganz klassisch, kräuter sein, tomaten oder rote bete. geht alles, schmeckt alles. bei suppen ist es da gleiche, eine gute basis, eine einlage damit was was zu kauen hat und irgendwas crunchiges.
heute habe ich die gute alte blumenkohlsuppe nach anke gröners rezept wieder mal gemacht. die frittierten rote bete flöckchen im rezept sind so ungefähr das leckerste was es gibt, aber wir hatten keine rote bete. also hab ich die körner von zwei maiskolben im airfryer geröstet. das ergab auch eine tolle mahlzeit.
darüber hab ich schonmal geschrieben: robert alexanders Blogroll Network Map. ich bin da jetzt auch drin und man sieht ein paar relationen des teils der deutschen blogsshäre, deren teil ich bin. und wenn man seinen feedreader richtig voll machen will, könnte man die > 5000 feeds aus der bubbles-blogroll importieren. jedenfalls schön, dass das thema blogrolls gerade so viel aufmerksamkeit bekommt und viele menschen ihre blogrolls auf vordermann bringen oder sogar maschinenlesbar machen. ich hab in den letzten wochen einige neue feeds in meinen feedreader geworfen.
auf empfehlung von b30 hab ich mir auch lire installiert und teste das gerade. bisher war reeder classic der RSS reader meiner wahl auf dem taschenrechner, aber da gibts seit monaten oder gar jahren keine entwicklung mehr und der (new) reeder ist auch nicht so mein ding.
auf dem laptop nutze ich weiterhin das webfrontend von miniflux.
ich habe in den letzten tagen viele kleinigkeiten hier an der website repariert und gebaut, die mich entweder schon länger nervten oder die ich mir schon lange wünschte. besonders erfreut es mich, dass beiträge sich jetzt besser untereinander vernetzen. sammlungen verweisen auf beiträge und die dann wieder zurück zur sammlung, artikel die ich selbt verlinke setzen automatisch eine backlink („seiten die hierher linken“) und seiten die ich in artikel einbette verweisen jetzt auch zurück auf die seite in der sie eingebettet sind. dieser artikel hat zum beispiel schon sehr viele backlinks gesammelt.
aber am meisten freue ich mich über ein kleines feature, über das ich mich wundere, dass es mir noch nicht viel früher eingefallen ist. am fuss jedes beitrags steht das veröffentlichungsdatum. und statt das datum einfach nur dahin zu schreiben, verlinken der tag, monat und das jahr auf die jeweiligen archivseiten. heute am 13.09.2026 sähe das so aus. das ist wirklich praktisch wenn ich zufällig auf einem alten artikel von mir lande und sehen will was ich sonst so an diesem tag getrieben habe. zum beispiel waren wir heute vor 10 jahren an diesem tag in tschechien.
greenwashing kennt ja mittlerweile jeder. pinkwashing kannte ich noch nicht, hab ich aber schon öfter beobachtet (LGBTQ+-freundlichkeit zu imagezwecken herausstellen). aber wie würde man das hier auf dem foto nennen? asswashing ergibt ja irgendwie keinen sinn?

weil ja bekanntermassen bald wieder weihnachten ist, kann ich bereits den ersten weihnachtmarkt ankündigen. wie letztes jahr, hat sich die beifahrerin mit ein paar anderen künsterinnen zusammengetan, um in der vorweihnachtszeit kleine arbeiten zum verkauf anzubieten.
die beussel biennale 2026 in der beusselstrasse. vom 28. bis zum 29. november.
„die wahrscheinliche wahrheit“

mads pankow hat mich vor ein paar tagen zu seiner buchvorstellung eingeladen. das buch schien mir interessant also hab ichs mir gekauft und zugesagt zur buchvorstellung zu kommen („wg. Wein, Stühle“).
ich wollte das buch bis heute durchgelesen haben, aber es kam so vieles dazwischen, die neue staffel reacher, eine gute folge strange new worlds, arbeit, noch mehr arbeit und youtube. 49% prozent lesefortschritt zeigt mir apple books an. das buch gefällt mir sehr. 20% der 49% prozent, die ich bis jetzt gelesen habe, hat mads pankow zu einem vortrag komprimiert, den er heute zu seiner buchvorstellung hielt. der vortrag gefiel mir auch gut, aber geschrieben gefällt mir seine stimme besser. nicht dass seine vortragsstimme unangenhem wäre, aber seine stimme im buch ist angenehm schlüssig, unaufgeregt und auf eine unkomplizierte art geschliffen. aber dazu mehr, sobald ich 100% gelesen habe.
mir fällt jetzt auf, dass ich wie ein LLM schreibe, oder so, wie mads pankow beschreibt, wie ein LLM schreibt. es setzt seine texte aus wörtern zusammen, die am wahrscheinlichsten zu den vorherigen wörter passen. ich bilde mir zwar gelegentlich ein, vor dem schreiben eine leise idee davon zu haben was ich schreibe, aber was ich tatsächlich schreibe ergibt sich eigentlich aus dem was ich schreibe. vielleicht ist der grund, warum wir von LLMs generierte texte so sehr verachten, dass sie das so ähnlich wie wir machen, nur (scheinbar) müheloser und gelegentlich besser oder schlechter als wir. das ist aber nur so ein gedanke und dass sich jetzt ganz viele menschen gedanken um dieses ganze KI-gedöns machen ist bitter nötig — weil weggehen wird das alles nicht mehr — und die gesellschaftlichen, philosophischen und moralischen umwälzungen die das alles haben wird dürften massiv sein. das zumindest zeigt mads pankows buch ziemlich gut und, wie gesagt, unaufgeregt, weit ausholend, aber nachdrücklich und stringent.
ich bin nicht mehr für den wein geblieben, damit ich in der bahn und zuhause weiterlesen konnte.
links und likes 10.09.2026
mir fiel auf, dass ich matt groening noch nie gesehen habe, also schaute ich mir diese folge von conan o’brian needs a friend mit matt groening an. matt groening ist ein bescheidener, sympathischer typ der wie home simpson aussieht aber sehr viel intelligenter als homer ist. ausserdem gelernt, dass man matt groening nicht deutsch mit ö (gröning) ausspricht, sondern wie greyning.
matt groening inspiriert conan o’brien dazu selbt die ganze zeit über seine zeit als autor bei den simpsons zu erzählen, während matt groening gelegentlich kleine ergänzungen hinzufügt. sehr interessant und unterhaltsam fand ich das und conan o’brien schafft es fast die ganze sendung über seinen sarkastischen humor zu zügeln — ganz offensichtlich ist er sehr bewegt von matt groenings anwesenheit und weist mehrfach daraif hin wie dankbar er für seine zeit bei den simpsons war.
zwischendurch reden die beiden über einen der simpsons-autoren mit dem namen john swartzwelder, der mittlerweiel detektivgeschichten schreibt, die beide sehr witzig finden.
die leseprobe von The Time Machine Did It auf amazon.de hat mich dazu gebracht das gleich zu kaufen und auf meinen virtuellen stapel von ungelesenen büchern ganz oben zu legen.
wie immer sehr witzig, auch wenn (oder gerade weil) jemand mit den gefühlen vom nuf spielen wollte.
Was ich eigentlich schreiben wollte: ich bin schon etwas deprimiert weder Agentur noch Vertrag zu haben. Mein Diva-Ego ist angekratzt und genau in dieser Verfassung erhielt ich nachfolgende Mail:
[…]
Ja und was soll ich sagen. Da war ich schon ein bisschen: Oha!
lukas heinser macht es einem wirklich einfach einen lesenwerten text von ihm anzuteasern. einfach den ersten absatz zitieren sollte reichen den ganzen text zu empfehlen, oder?
Keine Bronzeplakette, kein Podcast und keine Netflix-Doku künden davon, aber: Heute vor 25 Jahren sind wir – der Erdkunde-LK und weitere Leistungskurse des Theodor-Heuss-Gymnasiums Dinslaken – von unserer Stufenfahrt nach Berlin zurückgekommen.
im wedding sind wir wirklich gut versorgt mit chinesischen restaurants. trotzdem gehen wir eher selten überhaupt essen, aber der letzte besuch im szechuan an der szeestrase war sehr inspirierend. nach dem wirklich guten essen dort, wollte ich alles was wir dort gegessen haben nachkochen. bin ich zwar noch nicht dazu gekommen, werd ich aber noch. und in reisnudeln mizu werden wir bestimmt auch bald mal gehen.
“you can see everything”

der spiegel ist hellauf begeistert vom trailer der doku „you can see everything“:
Nicht jeder Film, ob Doku oder Fiktion, gibt eine solche Ankündigung her. Und oft genug hält das eigentliche Werk nicht, was die Vorschau verspricht. Der Trailer zu »You Can See Everything« aber setzt neue Maßstäbe. Gäbe es einen Oscar für den besten Trailer, wäre er diesem verstörenden Psychothriller im Miniaturformat nicht mehr zu nehmen.
der artikel ist hinter der paywall (hier ein geschenklink der aber nur 10 klicks lange hält), aber besteht neben begeisterung ohnhin nur aus der nacherzählung des trailers. den trailer kann man sich auch so anschauen.
als ich den trailer gesehen habe, wusste ich nicht um was es geht. nachdem ich den trailer gesehen hatte, wusste ich es immer noch nicht. ich wunderte mich aber, dass der film als documentary angekündigt wird, obwohl er doch so nach einem spielfilm aussieht. und ich habe mich gewundert, wo man eine schauspielerin gefunden hat, die elisabeth holmes so ähnlich sieht.
stellt sich raus, das ist tatsächlich eine doku.
Drei Jahre sollen Fielder und Oppenheim unter strengster Geheimhaltung an dieser Dokumentation gearbeitet haben. 34 Tage, bevor sie ihre Haft antreten sollte, hatte Holmes die Filmemacher eingeladen, ihr Leben zu begleiten: »Ihr könnt alles sehen!«
auf metacritic gibts bis jetzt nur 6 kritiken, aber alle positiv, was zu einer punktzahl von 94/100 führt. RogerEbert.com wird dort wie folgt zitiert:
A triumphant, riveting, and continually shape-shifting piece of creative non-fiction with curiosity and a playful sense of uncomfortable humor that will be no surprise to anyone familiar with Fielder’s work, it’s the kind of documentary that is persistently inquisitive and skeptical: both about its alarmingly wide-eyed subject who often refuses to blink, and the process of documentary filmmaking itself.
allein wegen des trailers überlege ich ernsthaft zum ersten mal seit ein paar jahren mal wieder in ein kino zu gehen. laut wikipedia startet der film am 16. oktober.
500 tage tägliches loggen, 531 tage kirby
vor 531 tagen schrieb ich „hallo kirby“, nachdem ich wirres.net mit kirby wieder belebt hatte. und seit 500 tagen habe ich jeden tag etwas veröffentlicht. nicht unbedingt jeden tag einen text, aber mindestens ein bild oder einen checkin.

ich bin ganz zufrieden mit dem, was ich mir hier in den letzten letzten anderthalb jahren zusammengedengelt habe. auf der vorderseite sieht’s aus wie das was ich mir als blog vorstelle, 1-2 tägliche beiträge in denen ich das abbilde was ich gesehen habe, was mich beschäftigt, was ich empfehle, was ich gegessen habe. dahinter ein weiterer fluss mit bookmarks, likes oder reposts von sachen die mir begegnet sind, aber oft noch unsortiert, unkommentiert oder zu lieblos für die voderseite sind. die 84 bilder vom baum den ich mir im letzten winter vorgenommen habe jeden tag wenn ich dran vorbeikomme zu fotografieren muss nicht jeder sehen. aber für mich ist es die wiederentdeckung des logs in weblog. in die gleiche kerbe (loggen) fällt mein medienmenü oder medienlog, in dem ich filme, serien und bücher logge, die ich gesehen oder gelesen habe. tatsächlich tauchen dort seit januar nur filme und serien und youtube-stunden auf, die ich mit dem laptop gesehen habe. keine bücher. obwohl ich im märz ein buch angefangen habe. und im september gleich zwei. zuende gelesen hab ich seit jahren keins mehr (aber ich bin dran).
aber das ist ja der witz an der sache mit dem loggen: mir selbst visualisieren womit ich meine zeit verbracht habe und womit nicht und wo diese zeit hin ist. eigentlich war das von anfang an eine motivation für mich ins internet zu schreiben: wenn die zeit schon mit steigendem tempo an mir vorbeirauscht, dann wenigsten die eine oder andere erinnerung festhalten.
wenn ich mir den aktivitätsgraphen der letzten 12 monate ansehe, erkenne ich auch, dass ich seit dem frühjahr auch mehr uns mehr auf den geschmack komme. die felder werden heller, ich veröffentliche also auch mehr und mehr.

nutze ich KI? klar, vor allem im maschinenraum. während ich früher diese webseite mit hilfe von gegoogelten codeschnipseln zusammendengelt habe, überlasse ich den grossteil des codings mittlerweile diversen KI-modellen. das prinzip ist das gleiche wie früher: ich stelle mich mit meinen ideen auf die schultern von anderen, die das mit dem coden besser können, um meine ideen umzusetzen. ich lese zwar weiterhin, wie früher, liebend gern den quellcode von webseiten und versuche zu verstehen wie dinge funktionieren, ich staune, wenn ich CSS-, microformat- oder json-ld-spezifikationen lese, ich freue mich über denkarbeit, die andere in plugins stecken und die ich dann adaptieren kann, aber eigentlich ist das prinzip, wie ich meine webseite baue, seit 30 jahren unverändert: ich kopiere und stehle code um daraus was eigenes zu machen. mit KI geht das ganze nur einen ticken schneller.
ob ich damit im jobs’schen/picasso’schen sinne ein good oder great artist oder gar kein artist bin, weiss ich auch nicht.
Good artists copy, great artists steal.
was zählt: ich hab mir mein haus selbst gebaut, auch wenn mir dabei sehr, sehr viele andere geholfen haben, deren code entweder open-sourced ist, googlebar war oder von LLMs zum lernen genutzt wurde. umgekehrt helfe ich (hoffentlich) anderen, auch was eigenes zu bauen, indem ich meine ideen hier frei verfügbar hinausposaune.
und für recherche nutze ich KI natürlich auch. oder wie nennt man das, wenn man etwas weiss, mal gehört hat, sich aber nicht mehr genau erinnern kann? genau dafür nutze ich auch immer wieder LLMs.
wie hat das steve jobs sagt, „xx kopieren, künslter klaubne bei den bestenb?“
Du meinst sehr wahrscheinlich das Zitat, das oft Steve Jobs zugeschrieben wird:
“Good artists copy, great artists steal.”
Jobs verwendete diese Formulierung 1996 in einem Interview und bezog sie auf die Idee, sich von hervorragenden Arbeiten anderer inspirieren zu lassen und daraus etwas Eigenes zu schaffen. Der Satz stammt allerdings nicht ursprünglich von Jobs; er wird häufig Pablo Picasso zugeschrieben, wobei auch diese Zuschreibung nicht eindeutig belegt ist.
andererseits ist die nutzung von KI für solche fragen manchmal auch quatsch. kagi und google hätten mir mit dem gleichen wortlaut der frage auch helfen können. kagi präsentiert das ergebnis allerdings in suchergebnissen, google als KI zusammenfassung.
ich koche übrigens genauso, wie ich blogge. einerseits suche ich nie perfektion, sondern immer effizienz, andererseits nehm ich den ganzen aufwand in kauf, damits mir schmeckt und freue mich, wenns auch anderen oder der beifahrerin schmeckt. auch was ich koche oder blogge hat oft den gleichen ursprung: die beifahrerin sagt gelegentlich: „mach doch mal chili con carne“ oder sucht mir rezepte raus und ich guck dann was ich draus mache. ist beim bloggen nicht anders: irgendjemand macht xy im internet und ich gucke was ich daraus mache.
gestern dachte ich mir: warum chili con carne a la jamie oliver eigentlich überhaupt kochen? also gabs gestern zum abendessen extra fein gewürfelte rote zwiebel mit einer dose mutti-tomaten, einer kleinen dose kichererbsen, einer dose schwarzen bohnen, etwas dosenmais (abweichend vom originalrezept), etwas balsamico, etwas sojasauce, etwas kreuzkümmel, etwas zimt und wie erwartet ergab das ein sehr leckeres, gazpachio-artiges gericht. frische, feingewürfelte paprika hätte dem ganzen auch gut getan, hatten wir aber nicht mehr. heute früh hab ich den rest von gestern abend mit salami-würfeln verlängert. chili con salami war auch gut.
sternbrücke
in hamburg haben wir in der nähe der sternbrücke übernachtet. die wurde ja gerade abgerissen und deren neubau wurde ein stück durch die stadt gerollt. mittlerweile ist die wieder für den bahnverkehr (oben) geöffnet, aber weiterhin für den auto- und fussgängerverkehr (unten) gesperrt. das erfordert auch für fussgänger signifikante umwege.
jahresurlaub
wir waren am wochenende kurz in hamburg und haben immer gescherzt, das sei unser jahresurlaub. auch sonst waren wir nicht so irre witzig, aber wir haben uns erinnert, dass wir ganz froh sind nach berlin gezogen zu sein. und wer denkt in berlin gäbe es viele baustellen, der sollte mal nach hamburg fahren.
frida war ein bisschen zickig und anstrengend, was wiederrum die beifahrerin schlecht gelaunt machte. da gibt es wohl noch baustellen, die wir wohl mal angehen müssen. meine vermutung ist, dass das reisen frida übermässig anstrengt, auch weil sie die ganze zeit damit beschäftigt ist, das rudel zusammen zu halten und gegen vermeintliche bedrohungen zu verteidigen. vernutlich ist unsere pudeldame nicht nur eine passionierte jägerin und schwimmerin, sondern auch eine selbst ernannte hüte- und herdenschutzhündin. immerhin: bei der abendrunde zurück im wedding war sie so entspannt, dass sie eine ratte die neben uns aus dem gebüsch sprang und weglief nicht mal im ansatz aufgeregt oder zum hinterherlaufen angeregt hat.
zum wiederholten mal gelernt: ich kann auch im höheren alter noch hervorragend und erholsam auf sofas schlafen. überhaupt kann ich nach wie vor überall einschlafen, wenns sein soll. beim laden im auto oder am strand (im schatten). meinen regulären mittgaspausen-mittagsschlaf im home office habe ich allerdings von 45 auf 20 minuten reduziert, weil ich gemerkt habe, dass ich es auch erholsam finde, zur mittagspause das internet leer zu lesen.
in hamburg kann man frei-bier kaufen. ich hab pro flasche 3 euro bezahlt. das „frei“ beudeutet allerdings weder, dass einen das bier von zwängen befreit, noch dass es kostenlos ist — sondern dass es alkoholfrei ist. demnach könnte man hackfleisch aus erbsenproteinen auch freifleisch nennen und zuckerfreie cola frei-cola. so gesehen könnte man wasser auch als freibier verkaufen (obwohl die EU bei sowas wahrscheinlich auf „bierfrei“ bestehen würde).
nachdem ich am sonntag formel 1 geguckt habe, hab ich in floppy ausversehen die ganze saison 2026 als gesehen markiert. pflichtgemäss hat mein sync-script dann alle noch folgenden rennen, qualis und trainings hier auch als gesehen markiert. das syncen funktioniert also und erinnert mich damit daran, dass es vielleicht nicht schlecht wäre, ein paar plausibilitätsprüfungen einzubauen.
abgesehen davon hat das rennen am sonntag gezeigt, dass mercedes in diesem rennen und eigentlich schon das ganze jahr über alles richtig gemacht hat. vor allem die entscheidung einen 41 jährigen, mehrfachen weltmeister, mit einem 19 jährigen potenziellen weltmeister zu ersetzen, scheint ein glücksgriff gewesen zu sein. ich bin immer wieder erstaunt darüber was die menschen in der formel 1 leisten, welche reaktionszeiten die fahrer haben und wie unterhaltsam im kreis zu fahren sein kann. aber seit ein paar jahren bin ich unfähig sympathien für ein team oder einzelne fahrer zu empfinden oder gar sowas wie fan einzelner fahrer oder teams zu sein. das kann auch an netflix’ drive to survive liegen, das jahr um jahr zeigt, dass vom ehrgeiz zerfressene multimillionäre mit adäquaten medientraining durchaus sympathien wecken können, aber eben auch, dass die eigentlich alle auf dem gleichen niveau unterwegs sind, die einen mal einen ticken besser als die anderen und die einen mal ein bisschen sympathischer als die anderen. aber es zeigt auch dass der weg vom sieger zum underdog und vom sympathischen typen zum unsympathen in der formel 1 sehr kurz ist.
links und favoriten vom 05.09.2026
ausserdem gefallen hat mir die dritte staffel silo die gestern zuende ging. das finale war super, hat viele geheimnisse gelüftet und gleich wieder 18 nachgefüllt. die aktuelle, noch laufende staffel reacher gefällt mir auch gut, aber eher im sinne einer sehr guten mittelguten fernsehserie. silo dagegen ist eine sehr gute sehr gute fernsehserie.

































was wäre wenn wir winterschlafen könnten?