peu à peu füge ich features zu wirres.net hinzu, opml-feeds mit meinen blogrolls, socialspec und so — und jetzt fügt sich das alles langsam zu einem ding zusammen das etwas werden könnte. bei matthias pfefferle hab ich zum ersten mal von HyperTexting gelesen. das ist eine (ios) app, die sich …
… wie ein Social Network anfühlt und trotzdem weitestgehend mit Web-2.0-Technologien wie Blogrolls und RSS funktioniert.
das app-store-release funktioniert noch nicht so gut (hatte bei mir schwierigkeiten die meine blogrollen via opml zu lesen), aber die testflight-version funktioniert schon sehr, sehr gut.
was mir gefällt: beim onboarding legt man kein konto an, sondern nennt seine website/blog. die eigene domain als profil, bzw. identität, eine gute alte indieweb-idee. ich hätte erwartet, dass die app automatisch alle blogs in meiner blogrolle, also meine „follows“ übernimmt, aber (noch?) erwartet die app, dass ich die alle manuell aktiviere per klick auf den follow-button. auch gut. leider sind default-mässig schon ein paar feeds zum folgen eingetragen die ziemlich viel gedöns in meine timeline spülen, also weg damit (unfollow). danach funktioniert die app im prinzip wie ein feedreader. mir dem unterschied, dass ich mich jetzt von den blogs denen ich folge, über deren profile, wieder durch deren follows klicken kann und deren empfehlungen folgen kann. so kann ich zum beispiel matthias pfeffereles empfehlungen mit ein paar klicks ebenso folgen.
mein profil mit dem tab „Posts“
mein profil mit dem tab „Follows“
mein profil mit dem tab „About“
meine „timeline“, also quasi die RSS-reader-ansicht.
das sind matthias pfefferles blogempfehlungen, denen ich zum grossen teil bereits folge.
das wird derzeit alles lokal auf dem telefon gespeichert, wie gesagt, kein konto, keine cloud, keine synchronisation.
wenn man die idee weiterverfolgt — und soweit ich verstehe entwickelt soll sich die app auch in diese richtung weiterentwickeln — dann wäre die logische konsequenz natürlich neue follows oder entfollows auch wieder im eigenen blog, also dem profil, zu sichern. die app wäre dann nichts anderes als ein viewer des eigenen blogs und dessen sozialen geflecht. ebenso landen dann likes, shares, bookmarks die man im HyperTexting-reader tätigt im blog.
wem das alles zu kompliziert ist: egal. das funktioniert auch alles ohne socialspec, eigene opml-blogrolle oder indieweb-gedöns. einfach ein, zwei empfehlungen folgen und über die selbst kuratierte timeline freuen und lesen.
plötzlich alles sehr weihnachtlich in berlin. vielleicht liegt es aber auch daran, dass sich die beifahrerin heute nelken in der kaffeemühle pulverisiert hat, um sich mixgetränke zu würzen. damit ist es genaugenommen nicht weihnachtlich, sondern nelkich.
ich gehe aus trotz den ganzen tag noch im t-shirt und einem kurzärmeligen hemd raus. ausser zum morgenspaziergang, da isses schon noch ein bisschen frisch.
immerhin ist der trotz nicht umsonst, das wetter hat sich heute umentschieden. nachdem gestern vor frost in dieser nacht gewarnt wurde, gibts heute nacht doch keinen frost.
eben das formel eins qualifying in sao paulo gesehen (auf servus tv). diese „free-tv“ übertragungen sind die einzigen gelegenheiten, zu denen mich fernsehwerbung erreicht. und ich war überrascht, dass jeder zweite spot als mit KI generiert oder mit KI „optimiert“ gekennzeichnet war. klares fazit: damit wird die werbung auch nicht besser.
ich habe plötzlich lust ein buch zu machen. also nicht unbedingt ein buch zu schreiben, ich schreibe ja hier, aber seitdem ich burns aus dem schwedischen kleinverlag li'l factory auf dem nachtisch liegen habe, regt die haptik dieses buchs meine phantasie an. oder besser meinen tatendrang. schöne texte hab ich ja ein paar, die sorgfältig setzen, drucken, schneiden, binden — das würde mich reizen. das reizt mich so sehr, dass ich mir sogar ein paar schnitte der brevia gekauft habe, um sie auch zum drucken/setzen verwenden zu können. bis jetzt hab ich ja nur die webfonts lizensiert1.
gedruckt finde ich die brevia fast noch schöner als hier. und ich möchte unbedingt mal ausprobieren, wie gedruckter darkmode aussieht, also weisse schrift auf schwarzem papier. ich habe sozusagen lust ein buch zu machen, das man äusserlich, nach seinem einband beurteilen soll. making a book that you should judge by it’s cover.
nachdem ich burns hier erwähnt hatte, waren einige meiner lesenden wohl so freundlich auf die links zu klicken. das hat wiederum david polfeldt, der das buch geschrieben hat und den verlag li'l factory betreibt, an seiner seitenstatistik gemerkt. ausserdem war er so freundlich mir zu schreiben, sich zu bedanken und zu fragen, ob ich ein paar bücher als rezensionsexemplare bekommen möchte. da ich mir die eh noch (alle) kaufen wollte, hab ich zugesagt und freue mich sehr. wenn die anderen auch so gut sind wie burns kann da eigentlich nix schiefgehen.
mir ist gestern eine meiner elektrischen kerzen kaputt gegangen. also sie verfunzelte sich immer mehr. ich fand es etwas frustrierend, dass ich den fehler nicht auf anhieb debuggen konnte. ich brüste mich immer damit nie schlechte laune zu haben und ständig mit einer überdosis selbst produzierter endorphine rumzulaufen. aber das hat mich doch sehr runtergezogen. vielleicht hat mich auch runtergezogen, dass ich das debugging etwas lustlos gemacht habe und der frust war eher pampigkeit mir selbst gegenüber, weil ich so lustlos war. jedenfalls hat mich dieses video von mend it mark dann wieder hochgezogen, weil der lust auf reparatur und unfassbar viel geduld und fingerfertigkeit versprühte — die sich dann auf mich übertrugen.
apropos sorgfalt und detailversessenheit. hier hat jemand ein kurzes video unbekannter herkunft solange analysiert, bis er den genauen ort der überwachungskamera gefunden hat, die das video (und ton) aufgenommen hat.
vielleicht weils bald weihnachten ist oder weil es nach nelken riecht oder weil ich auf der arbeit einen kleinen weihnachtbonus bekommen habe, sitzt mein kaufmuskel gerade etwas locker. in den letzten wochen hab ich mir (selbst) so viel gekauft wie schon lange nicht mehr. einen neuen LED-strip, einen quinled penta mini, einen shelly, eine flasche whisky und jetzt ne schrift. ↩
bei niklas gesehen, dass er seinem blog threads beigebracht hat. niklas hat es bei marcel gesehen. weil ich jetzt über drei beiträge hinweg über französischen whisky geschrieben habe, dachte ich mir: warum nicht auch threads bauen, mit denen ich zusammenhängende beiträge zu einem strang verknüpfen kann?
ich finde die lösung elegant. im backend kommt einfach jeder beitrag eine verknüpfung auf den ersten beitrag, kirby baut das dann alles entsprechend zusammen. auf übersichtseiten und im rss bleibt alles wie vorher, nur die einzelnen beiträge werden etwas umfangreicher.
im ergebnis ungefähr das gleiche wie bei meinem zeiterfassungs-beitrag, aber dann doch ein bisschen anders.
also mal ein glas calibre no1 eingeschenkt und probiert.
eine cognac note ist das erste was mir in die nase zieht. ich bin kein fan von cognac. der geruch weckt erinnerungen an jugendlichen alkoholmissbrauch. keine schönen erinnerungen. auch strohrum noten ziehen in meine nase. das sind auch nicht die besten assoziationen.
wenn ich meine nase ins glas halte, ziehen leichte, angeneheme holznoten in meine nase. das ist gut. es riecht wie der whisky aussieht: hell.
mein erster schluck: angenehm mild, kein cognacgeschmack, aber helles holzfass. was auch immer ein helles holzfass ist. holzig halt, weissweinig, nicht rotweinig.
beim zweiten schluck schluck überrascht mich eine heftige süsse beim schlürfen. der geschmack ist fast schokoladig und nussig.
das ist ein ziemlich komplexes zeug. stark im abgang, aber trotzdem mild. ich glaub ich mag das.
maison lineti calibre no1 single malt
nach einer geschichte in der wiredhab ich mir gleich ne flasche dieses französischen single malt whisky (maison lineti calibre no 1) bestellt. in england. der endpreis enthält eine menge angels share, einmal für den händler, für die logistikdienstleister und der deutsche steuerzahler hat mit einer grossen portion zoll auch noch was davon. jetzt muss es nur noch schmecken das zeug. sieht auf jeden fall schonmal gut aus.
Seit März 2011 logge ich mich mit Hilfe von Foursquare/Swarm an Orten ein. Insgesamt 3004 Check-ins zeigt mir die App an.
Swarm wirkt aus der Zeit gefallen. Die App ist irgendwie stehengeblieben (und ich liebe das), weil sie sich nicht gewandelt hat. Sie wollte nie mehr sein, als sie ist – es gab keine Enshittification. Bis jetzt.
Jetzt wurde das Unternehmen Foursquare verkauft. An eine Ad-Tech-Firma. Und ich denke, das ist der Zeitpunkt ‚Adieu‘ zu sagen.
so sieht das bei thomas aus, wenn man dreitausendmal irgendwo „eincheckt“:
ich nutze foursquare/swarm seit 13 jahren und zähle ca. 1000 checkins. so richtig verstanden habe ich das einchecken nie. foursquare selbst verstand ich, das war vor 10 jahren ein ganz brauchbares tool für restaurant- oder sehenswürdigkeitssuche an fremden orten. das macht man heute mit google maps, auch wenn das mittlerweile auch kaputt ist, weil google maps für unternehmen so wichtig geworden ist, dass sämtliche negativ-bewertungen weg-beschwert werden.
seit 2025 nutze ich swarm wieder aktiv, um bilder und orte via ownyourswarm in wirres.net zu schaufeln. ungefähr 260 checkins haben sich so seit ende 2025 angesammelt. bilder und orte kann ich auch anders ins blog schaufeln, aber mit swarm und ownyourswarm finde ich das besonders einfach. so checke ich jeden tag, wenn ich dran vorbeikomme, an einem bestimmten baum in den rehbergen ein.
anders gesagt: swarm interessiert mich eigentlich nur minimal, aber es ist ein ganz gutes werkzeug um mein blog mit geogetaggten bildern zu füllen. so sieht das im ergebnis bei mir aus:
alle beiträge auf wirres.net mit einem geotag
an der zahl der einträge auf der karte sieht man, dass die 260 checkins nur einen kleinen teil meiner beiträge mit geotags ausmachen. auch meine instagram-importe („sofortbilder“) haben geoinformationen und auch normale beiträge bekommen — sofern sinnvoll — geoinformationen angehängt.
dass foursquare von einem ad-tech-anbieter aufgekauft wirde hab ich erst bei thomas erfahren. aber solange die app funktioniert werde ich überall dort, von wo ich mal eben schnell ein foto posten will, einchecken. und wenns nicht mehr geht, mach ichs dann mit quill. das geht genau so einfach, nur mit ein paar klicks mehr — und am ende landet eh alles hier.
als ich vor dreizehn jahren anfing die wohnung zu automatisieren gabs fernsteuerbare steckdosen eigentlich mehr oder weniger nur auf basis von 433mhz funk. steckdosen die man mit einer fernbedienung schalten konnte. mittlerweile gibts fernsteuerbare steckdosen in jeder geschmacksrichtung und mit jedem erdenklichen funkprotokoll. zigbee, wlan, matter, bluetooth.
nur klacken tun sie ausnahmslos alle. zu 433-mhz-zeiten hat sich in den niederlanden ein system mit dem namen KlikAanKlikUit (KAKU) verbreitet. das klacken der steckdosen wurde damit sogar zum markenzeichen. ich frage mich: warum? technisch sind auch relais möglich die nicht klacken. solid-state-relais ermöglichen geräuschloses schalten. soweit ich verstehe sind sie allerdings teurer und technisch etwas komplizierter.
das hauptproblem finde ich aber, dass sich das klacken bei vielen steckdosen schrecklich anhört. wenn man bedenkt, dass in modernen autos jedes geräusch gestaltet ist, vom zufallen der autotür bis zum blinker — wobei das blink-geräusch schon seit jahrzehnten synthetisiert wird, weil blinken ohne relais oder bimetall zuverlässiger ist.
an fernsteuerbaren steckdosen hat sich offenbar noch nie ein sound-ingenieur versucht.
zum schalten hab ich damals keine schaltbare steckdose benutzt, sondern ein relais aus china das ich mit 433mhz-funk steuern konnte. weil ich damals ein bisschen angst vor billiger china-ware hatte, hab ich das relais in eine mehr oder weniger luftdichte und feuerfeste aufputz-dose gesteckt. die unbeabsichtigte folge davon war ein ein wohlklingendes, sattes und angenehmes klacken beim schalten.
jetzt hat das relais seinen geist aufgegeben, entweder aus altersgründen, weil billige kondensatoren verbaut waren oder es überhitzte. als ersatz habe ich es mit einer ikea inspelning-steckdose ersetzt. deren fieses klacken hab ich keine drei tage ausgehalten und mir einen shelly bestellt, den ich wieder in die aufputz-dose stecken kann. erstmal war ich beeindruckt von der packungs- und der gerätegrösse.
und jetzt bin ich so begeistert vom gedämpften, gesättigten klacken, dass ich die neon-leuchte die ganze zeit ein und ausschalte.
den shelly finde ich auch beeindruckend. so klein und doch alles an bord: matter, wifi, bluetooth, mqtt, verbrauchsmessung — alles für 12 € (bei amazon). da muss man nicht mal mehr in china einkaufen.
weil die beifahrerin kerzen im schlafzimmer haben wollte, brauchte ich einen infrarotsender im schlafzimmer. die konstruktion mit einer infrarot-LED, widerständen und einem transistor hat funktioniert, aber missfiel der beifahrerin (und mir) visuell. zu recht.
am esp8266 hängt neben der 4 × 8 × 8 pixel-matrix ein anwesenheits-radar-sensor (HLK-LD2410B) und eben eine infrarot-LED. mit einer loch-platine und etwas arbeit und einem lötkolben liess sich das verbessern.
esphome ist für solche spielereien ein segen. und mit den letzten releases von esphome hat sich die qualität, stabilität, geschwindigkeit und bedienungsfreundlichkeit nochmals stark verbessert. grossartiges projekt.
in den 90er jahren zog bei uns der der erste macintosh ein: LC II. was ich damals sensationell fand: man konnte zwei monitore anschliessen (weil wir ne grafikkarte dazu gekauft hatten). eigentlich sollte der mac eine art schreibmaschine oder druckmaschine sein. einladungen und adressen auf umschläge drucken. das hat er auch gut gemacht (mit einem angeschlossen drucker).
meine allerliebste beschäftigung mit dem LC II war aber bildschirmschoner anzusehen. ich erinnere mich stundenlang (vielleicht war es auch weniger) auf die after dark screensaver geschaut zu haben. insbesondere die simulation der bouncing balls (wir hatten damals ja nicht viel und ohne inernet gabs nicht viel zu scrollen auf so nem rechner).
heute auf dem morgenspaziergang nix fotografiert ausser dem baum. aber gestern war ja die beifahrerin dabei, deshalb hier ein paar bilder von ihr. ich habe ja selten gelegenheit beim spaziergang fotografiert oder gefilmt zu werden.
heute wars wieder neblig, sehr neblig und (leider) wenig licht. weil die fotos gestern so schön geworden sind, ist heute früh sogar die beifahrerin mit auf den morgenspaziergang gekommen. unterwegs sind uns einige leute mit hunden und spiegelreflexkameras begegnet.
was ich über die bloglesung in münchen am wochenende lese, hört sich alles nach einer sehr schönen veranstaltung an (teil 1, teil 2 und teil 3 bei frau klugscheisser, die alles wichtige verlinkt). ich wäre auch gerne dabei gewesen. aber ich muss sagen, ich war auch gerne zuhause. am samstag habe ich nach dem morgenspaziergang erstmal drei stunden mittagsschlaf gemacht. manchmal ziehe ich an wochenenden das nichtstun dem erleben vor, insbesondere wenn ich vorm ende der woche zuviel oder genug erlebt und getan habe.
nichts zu tun hat interessante effekte: ich spüre dann, wie mir die zeit durch die finger rinnt. wenn ich an veranstaltungen oder unternehmungen teilnehme, spüre ich das nicht und wundere mich dann hinterher, wo die zeit geblieben ist.
wenn mich leute fragen, wie es mir geht, antworte ich meistens: „ich kann nicht klagen“, schiebe dann noch ein „literally“ hinterher und behaupte ich könne es einfach nicht. was einerseits auf zwei bis drei metaebenen witzig sein soll und andererseits nicht stimmt. ich könnte klagen, wenn ich wollte — aber in der regel will ich es nicht.
viele menschen lieben es zu klagen. über alles mögliche, über die jugend, über die rentner, nachbarn, fremde, bekannte, über politiker, KI oder ihr vermeintlich verkorkstes leben.
klagende menschen können sehr witzig sein, zumindest wenn sie auf parschip versuchen vanessa kennenzulernen und sie dann einen sehr witzigen text daraus macht (den sie auf der bloglesung vorgelesen hat).
im herbst scheint mir danach zu sein über meine kerzen zu schreiben, letztes jahr ende september und mitte november und jetzt wieder. letztes jahr habe ich der beifahrerin 3 kerzen geschenkt, von denen sie nur so mittel-begeistert schien. sie stehen seitdem im wohnzimmer und haben das jahr über kaum gebrannt und hinter davor gestapelten sachen verbracht.
aber vor zwei wochen fragte mich die beifahrerin, ob sie nicht auch kerzen im schlafzimmer haben könnte, das sei ja so gemütlich.
mein worte. ich freue mich fast täglich wenn sie abends (automatisch) bei mir im zimmer angehen. das licht und das subtile flackern ist angenehm und beruhigend. die frage ob das realistisch sei, stelle ich mir gar nicht, genauso wie ich mir diese frage nicht beim adaptiven licht stelle, das wir mittlerweile fast überall in der wohnung haben. wenn das licht abends gelbstichiger wird und tagsüber heller und kälter, entspricht es einfach der unbewussten erwartung, die man ans licht hat. nachts, wenn alte menschen aufstehen müssen um aufs klo zu gehen, ist das licht funzelig, morgens um sechs erinnert es einen bereits daran, langsam mal wach werden zu können.
jedenfalls hatte ich noch kerzen auf halde, eigentlich mit der idee die irgendwann mal jemandem zu schenken, aber dann hab ich sie eben der beifahrerin geschenkt und im schlafzimmer aufgebaut.
der witz dieser kerzen ist ja, dass sie alleine an- und aus gehen, ohne dass man das handy oder eine fernbedienung suchen muss oder dass man überhaupt an sie denken muss. in meinem zimmer und im wohnzimmer stehen infrarot-blaster, die das übernehmen, aber im schlafzimmer gabs das nicht. also hab ich (im prinzip) eine infrarot-LED an eine vorhandene, selbstgebaute esp8266-uhr gelötet. ein widerstand und ein transistor waren auch noch nötig, aber damit schalten sich die kerzen jetzt mit dem nachttisch ein und aus. oder in der home app oder einer fernbedienung.
das sind die freuden der heimautomatisierung, wenn sich die mitbewohnerin auch mal drüber freut.
es sollte den ganzen tag stürmisch und regnerisch werden. wars dann auch am morgen, deshalb sind frida und ich nur eine kleine runde vor dem angekündigten regen gelaufen. am nachmittag kam dann die sonne raus und aus den stürmischen böen war auch die luft raus.
die zeitumstellung ging bei allen uhren glatt. nur die mikrowelle und frida müssen noch manuell umgestellt werden oder sich an die gewonnene stunde gewöhnen.
zigbee2mqtt hat sich vermutlich an der zeitumstellung verschluckt, heute früh wollten die meisten lichter nicht mehr angehen, bis ich den container neu gestartet hatte. notiz an mich selbst: automatisierung bauen, die den zigbee2mqtt-container zwei stunden nach der zeitumstellung neu startet.
gestern fiel mir auf, dass meine regenradar daten fehlten. ich beziehe (mehr oder weniger) alle wetterdaten in home-assistant vom deutschen wetterdienst. und der deutsche wetterdienst macht mit diesen wetterdaten, was man als steuerzahlender bürger von einer öffentlich rechtlichen anstalt erwartet: er stellt sie im internet für jedermann, jederfrau und jedermaschine zur verfügung. beim öffentlich rechtlichen fernsehen ist das ja nicht so, da wird weiterhin depubliziert und funktionierende urls in 404s verwandelt.
dehalb möchte ich hier ein kurzes loblied auf den DWD singen. ich bekomme alle aktuellen wetterdaten von der wetterstation in tegel und vorhersagen die sich stündlich aktualisiert werden. damit sehe ich auf einen blick wie es morgen wird: trocken, am nachmittag etwas sonne, leicht böig und wolkig bei temperturen um die zehn grad.
ausserdem liefert der DWD auch einen regenradar der mir in den letzten 2 oder 3 jahren ziemlich genau sagen konnte ob und wieviel es in den nächsten zwei stunden regnen wird. das schöne ist ja, wenn man die daten einmal hat, kann man damit machen was man will. wetter- oder regenwarnungen auf bildschirmen oder mit subtilen lichteffekten im flur, so dass man am lichteffekt ablesen kann ob und wieviel regen es beim verlassen der wohnung geben wird. nachrichten aufs telefon und neuerdings unterstützt home-assistant auch live-aktivitätsanzeigen, die dann durchgehend die stärke des regens über die nächsten zwei stunden anzeigt.
jedenfalls funktionierte das abholen genau dieser regenradar-daten seit gestern nicht mehr. der DWD stellt die daten jetzt in einem moderneren format und an anderer stelle zur verfügung. weil ich mir noch vor den zeiten von künstlicher intelligenz selbst ein script zusammengegooglet habe um diese daten zu holen und in home-assistant weiterzubearbeiten, konnte ich das mit coding-assistenz ziemlich schnell wieder fixen. der maintainer meiner lieblings HA custom-integration (dwd weather) brauchte noch einen tag länger. weil diese custom-integration seit ein paar monaten auch radardaten von DWD ausliest (wenn man das will), brauche ich eigentlich keinen eigenen radar-daten scraper mehr, aber weil ich die radardaten auch haben will, wenn ich nicht zuhause bin, brauche ich das doch noch.
home assistant weiss ja jederzeit wo ich bin und holt dann die radar daten von genau dieser geolocation — um mir dann, falls es bald regnen sollte, bescheid zu sagen.
aber dafür gibts doch apps, höre ich die lesenden sagen. ja, so halb. carrot weather bietet das an, aber das mit dem benachrichtigen funktioniert immer nur so halb (also oft nicht) und ich habe das gefühl, dass die daten nicht so genau sind.
nano, eine ios-app die ihre daten auch vom deutschen wetterdienst zieht und schön darstellt, kann auch regenwarnungen basierend auf radar-daten auf den sperrbildschirm zaubern, aber das muss ich noch weiter testen.
rené hat das thema modelbauen aufgegriffen und mich dazu gebraht jemandem 90 minuten dabei zuzuschauen ein revel-modelbauauto zusammenzubauen und anzumalen. rené findet das entspannend, ich auch, aber das war mir dann doch etwas fummelig und kleinteilig und perfektionitisch um mich zu inspirieren. sowas will ich nie selbst machen! aber dabei zugesehen habe ich fasziniert und gerne. (teil 1, teil 2 und teil 3 auf youtube)
weil ich die daten ohnehin habe, bzw. seit jahren manuell tracke, habe ich mir gedacht mal eine übersichtsseite zu machen, auf der ich alle erwähnungen bei rivva aufliste. weil ich diese erwähnungen seit 2011 sammle, ist die liste ziemlich lang geworden (wirres.net/rivva). und man sieht, dass ich nach ein paar jahren abwesenheit in den letzten anderthalb jahren wieder gelegentlich von anderen ins internet schreibenden verlinkt werde.
gestern einen grossen topf chili con carne gemacht der uns auch heute noch befriedigt hat und morgen mit dem frühstück zu neige gehen wird. das beyond hack hat sich gut darin gemacht und der mais von zwei frischen maiskolben auch. dieses chili zu kochen ist herrlich einfach und unkompliziert und effizient. wenn mich jetzt jemand fragen würde, was ich auf eine einsame insel mitnehmen würde, wären es 200 dosen mutti tomaten und je 100 dosen kidney bohnen, kichererbsen und mais (oder die getrockneten varianten davon).