opml2feed

felix schwenzel in notiert

jetzt hab ich eine ma­schi­nen­les­ba­re /blogrolle die au­to­ma­tisch auch /opml aus­gibt und wür­de das ei­gent­lich auch ger­ne selbst nut­zen. oder we­nigs­tens aus­pro­bie­ren wie man so­was nut­zen kann, also mein ei­ge­nes dog food es­sen, wie man so schon sagt. mitt­ler­wei­le weiss ich, dass man die ein­zel­nen opml feeds in freshRSS so abon­nie­ren kann, dass sie sich dy­na­misch ak­tua­li­sie­ren, wenn ich sie hier, hier, hier oder hier än­de­re oder er­wei­te­re. aber ich nut­ze mi­ni­flux und das kann kei­ne dy­na­mi­schen opml-feeds abon­nie­ren.

freshRSS hat eine de­mo­in­stanz auf der man sich an­mel­den kann und die fea­tures von freshRSS tes­ten kann. klappt gut, also man kann ein­zel­nen opml-urls hin­zu­fü­gen oder in ord­ner ver­tei­len und hat dann alle ent­hal­te­nen feeds abon­niert und kann auch ein­zel­ne feeds mu­ten oder selbst wei­te­re hin­zu­fü­gen. aber ich woll­te jetzt nicht mei­nen gan­zen set­up auf den kopf stel­len oder mir fresRSS in­stal­lie­ren.

also hab ich mir ein klei­nes script schrei­ben las­sen das ein we­nig vom riv­va #rp26 feed in­spi­riert ist. wenn man den abon­nier­te füt­ter­te der alle bei­trä­ge die im mai die re­pu­bli­ca er­wähn­ten oder den tag #rp26 nutz­ten in ei­nen ein­zi­gen feed. das war sehr prak­tisch, weil ich dann in mei­nem feed-rea­der die bei­trä­ge gleich le­sen konn­te. aber es war mög­li­cher­wei­se auch ein biss­chen hei­kel, weil der riv­va-rp26-feed frem­de in­hal­te agg­re­gier­te.

das script das ich mir ge­baut habe macht das glei­che wie der riv­va-rp26-feed: aus be­stimm­ten feeds ei­nen neu­en feed bau­en. al­ler­dings ohne den in­halt (nur die über­schrif­ten) und nicht mit #rp26-in­hal­ten, son­dern eben mit den quel­len aus mei­nem OPML. wenn man /opml2feed auf­ruft sieht man (im zwei­ten schritt) das:

man sieht alle OPML-feeds die ich an­bie­te vor­ausge­wählt, kann die aus­wahl aber auch re­du­zie­ren. wenn man wei­ter scrollt sieht man alle in den OPMLs ent­hal­te­nen ein­zel­nen feeds.

auch die kann man ein­zeln ab­wäh­len. der re­sul­tie­ren­de feed hat dann eine ein­ma­li­ge, schwer zu er­ra­ten­de, also ge­hei­me ID wie /opml2feed/0a460f0400115382859d.xml.

mit der ID kann man auch im­mer zu­rück auf die kon­fi­gu­ra­ti­ons­sei­te und die ein­stel­lun­gen des er­geb­nis­feeds an­pas­sen. den feed mit der ID 0a460f0400115382859d wür­de ich nie­man­dem emp­feh­len zu nut­zen, weil der jetzt ver­öf­fent­licht ist, nicht mehr ge­heim ist und den jetzt jede mo­di­fi­zie­ren kann.

der witz ist: wenn ich eine neue blogrol­le hin­zu­fü­ge oder zu ei­ner be­stehen­den blogrol­le ei­nen feed hin­zu­fü­ge, ak­tua­li­siert sich auch der „ge­hei­me“ feed.

wir­res.net/opml2feed/ steht der­zeit al­len in­ter­es­sier­ten of­fen, ist aber ex­pli­zit erst­mal ein test und bie­tet nur mei­ne OPMLs zur aus­wahl an. wer das tes­ten möch­te: ger­ne. aber das kann sich al­les noch än­dern, das gan­ze ist das frü­he sta­di­um ei­nes prak­ti­schen ge­dan­ken­ex­pe­ri­ments.


na­tür­lich habe ich mir für mei­ne pri­va­te nut­zung eine ver­steck­te op­ti­on ein­ge­rich­tet, um die feeds auch im voll­text oder ori­gi­nal­zu­satnd wei­ter zu ge­ben, also nicht nur die über­schrift. aber grund­säz­lich kön­nen die meis­ten feed-rea­der die ich ken­ne auf knopf­druck den voll­text von ge­kürz­ten oder lee­ren RSS items von der je­wei­li­gen web­site zie­hen. oder man klickt halt wie frü­her zur ori­gi­nal­sei­te durch. ein feed der nur über­schrif­ten ent­hält, ist also grund­sätz­lich gut nutz­bar.

so oder so wür­de ich mich über tes­ter und feed­back freu­en. bei in­ter­es­se ver­öf­fentlche ich auch ger­ne den vibe-ge­code­ten quell­code.


ele­na

felix schwenzel in bilder

vie­le din­ge auf der welt sind uns ver­bor­gen und ent­zie­hen sich un­se­rer wahr­neh­mung. das hat den vor­teil, dass wir uns über vie­les kei­ne sor­gen ma­chen müs­sen, weil wir es gar nicht mit­be­kom­men. um­ge­kehrt funk­tio­niert es aber auch, wir kön­nen din­ge se­hen, die gar nicht da sind. auf die­sen fo­tos aus den acht­zi­ger jah­ren, die ir­gend­wann viel zu nied­ri­g­auf­lö­send ge­scannt wur­den, sehe und rie­che ich un­se­re frank­reich­ur­lau­be wie­der vor mei­nem in­ne­ren auge und mei­ner in­ne­re­en nase. ich er­in­ne­re mich an un­ser al­tes haus in aa­chen/kor­neli­müns­ter und un­ser le­ben da­drin. ich er­in­ne­re mich an ele­na, wie sie war, ganz an­ders als ich. ele­na kam rein­lich und or­dent­lich aus dem mut­ter­leib, sie leg­te wert auf din­ge die mir egal wa­ren — und um­ge­kehrt. wir wa­ren von ge­burt an so grund­ver­schie­den, dass ich seit­dem der mei­nung bin, dass un­se­rer per­sön­lich­kei­ten sich von er­zie­hung, kind­heits- und ju­gend­er­fa­run­gen kaum ir­ri­tie­ren las­sen.

wie wir sind, wie wir wer­den, scheint zu ei­nem gros­sen teil vor­be­stimmt.

das ein­zig wich­ti­ge ist wohl lie­be. viel lie­be. die hat ele­na be­kom­men und frei­gie­big auf alle die mit ihr leb­ten ver­teilt. wir hat­ten eine ei­gen­tüm­lich star­ke bin­dung, die auf eine art be­din­gungs­los war und kei­ner wor­te be­durf­te. ich konn­te mich über sie lus­tig ma­chen und sie mich be­schimp­fen, ohne das die lei­ses­ten zwei­fel an un­se­rer ge­gen­sei­ti­gen lie­be auf­ka­men.

ich habe früh und viel ver­ant­wor­tung für ele­na über­tra­gen be­kom­men. ich er­in­ne­re mich, dass ich sie täg­lich vom kin­der­gar­ten ab­hol­te der et­was ent­fernt von un­se­rem zu­hau­se lag. ich be­treu­te sie nach­mit­tags, wäh­rend un­se­re el­tern ar­bei­ten oder stu­die­ren wa­ren. ob es eine gute idee ist ei­nen 12-jäh­ri­gen auf eine 5-jäh­ri­ge auf­pas­sen zu las­sen kann man wahr­schein­lich län­ger dis­ku­tie­ren. aber es hat un­se­re bin­dung ge­stärkt und uns mög­li­cher­wei­se bei­de rei­fen las­sen.



grünen-wahlplakat, das mit sehr vielen kabelbindern versehen ist, einige um das plakat an eiunem laternenpfahl festzubinden, ein ige um zwei plakate zusammen zu halten.

auch wit­zig, dass in der EU ein­weg-plas­tik-stroh­hal­me ver­bo­ten sind, ein­weg-plas­tik-ka­bel­bin­der für wer­bung aber nicht. da­bei saugt bei­des.


pom­mes aus dem air­fry­er

felix schwenzel in rezepte

nach ein paar ver­su­chen1 sind mir die pom­mes aus dem air­fry­er heu­te so ge­lun­gen, wie ich es mir vor­ge­stellt habe.

das rezept ist eine mischung aus dem „ul­ti­ma­ti­ven pom­mes-re­zept“ von hes­ton blu­men­thal und chris youngs TK pommes aus dem airfryer. die pommes werden herrlich knusprig, sind innen aber eher weich. die kleinen knsuprigen stückchen aus den randstückchen und der bruch beim aufrauhen sind fast das beste.

braune knsuprige pommes auf einem wiesen teller. danaben etwas krautsalat und ketchup.
zu pom­mes passt be­kannt­lich al­les, aber die­ser kraut­sa­lat hat be­son­dern gut ge­passt und macht aus die­ser mahl­zeit ei­nen ge­mü­setel­ler.

zutaten

  • 2 grosse kartoffeln
  • öl, salz

ergibt: 1 portion

zubereitung

  1. zuschneiden:

    kartoffeln schälen und in pommes schneiden. ich hab mich für ca. 11 × 11 mm entschieden, aber freihand geschnitten. danach in klarem, kalten wasser die stärke abspülen.

  2. blachieren:

    ungefähr 15 minuten in kochendem wasser blanchieren. dem wasser kein salz oder essig zugeben. je nach dicke der pommes kann es auch schneller gehen. wenn man mit einem spitzen messer ohne allzuviel widerstand in eine pommes stechen kann, sind sie gut. sie sollten beinahe auseinanderfallen.

  3. aufrauhen:

    aus dem wasser in ein sieb geben. die kartoffeln sollen jetzt ein wenig aufgerauht werden. ich habe dafür einen deckel aufs sieb gelegt und die pommes ein paar mal durchgeschüttelt. ich habe auch vorher eine handvoll grobkörniges salz dazugegeben und danach abgespült. das hat gut geklappt, aber ich weiss nicht ob es eine wirklich gute idee ist, die pommes oberfläche sollen eigentlich so trocken wie möglich werden.

    beim aufrauhen gab es ein bisschen bruch, aber auch kleine stückchen ergeben, nachdem sie getrocknet sind, herrlichen crunch im airfryer.

  4. trocknen:

    danach müssen die vorblachierten pommes trocknen. am einfachsten geht das wenn man sie 20-30 minuten offen in den kühlschrank legt. mit etwas geduld können sie auch bei zimmertemperatur auskühlen und trocknen.

    blanchierte und aufgerauhte pommes auf einem weissen teller.

    blanchierte und aufgerauhte pommes vor dem gang in den kühlschrank (zum trocknen).

  5. airfryen:

    die pommes sollen jetzt ohne fett in den airfryer, ca. 15 minuten bei 200°C. darauf achten dass nicht zu viele pommes im korb landen. die zwei dicken lartoffeln haben meinen korb ganz gut gefüllt.

    auch kleine bruchstücke vom aufrauhen kommen mit in den korb.

    alle 5 minuten die pommes wenden/schütteln.

  6. servieren:

    die pommes aus dem airfryer in eine schale geben und mit einem schuss öl begiessen, gut salzen und im öl und salz wenden.


  1. letz­tes mal sind sie zu glatt, ein­mal sind sie gut ge­wor­den, aber ich hab kei­ne fo­tos ge­macht ↩︎


ta­ge­buch aus dem ma­schi­nen­raum, 17.08.2026

felix schwenzel in notiert

die­ses for­mat, das jo­han­nes hier nutzt, ge­fällt mir. ein news­ti­cker über den tag ei­nes web­rei­sen­den. das wäre eine mög­lich­keit ein­zel­ne bei­trä­ge, zum bei­spiel aus mei­nem fluss von book­marks und li­kes zu bün­deln und wei­ter zu kom­men­tie­ren. aus mi­kro­blog­gen wird ma­kro­blog­gen.

dann fiel mir auf, dass ich jo­han­nes kopf­zei­ler.org zwar schon seit ewig­kei­ten in mei­nem feed­rea­der habe, aber nicht auf mei­ner blogrol­le. jetzt habe ich ja meh­re­re blogrol­len, auf meh­re­re bei­trä­ge ver­teilt und als OPML oder in /blogrol­le als über­sicht ge­bün­delt, was die sa­che ma­schi­nen­les­bar, aber nicht un­be­dingt über­sicht­li­cher und ver­ständ­li­cher macht.

aber so könn­te ich jetzt fol­low-tage ma­chen, nach dem mot­te des al­ten twit­ter-fol­low-fri­day, zu dem man kon­ten emp­fahl, die man zum fol­gen emp­fahl. alle paar wo­chen eine block­roll-blogrol­le hin­zu­fü­gen.

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plakat der SPD-kandidatin linda vierecke für die abgeordnetenhauswahl in berlin

lin­da vier­ecke, ge­bo­re­ne qua­dra­te1.


  1. ich weiss kei­ne wit­ze über na­men, aber hier spricht na­tür­lich auch der neid auf ei­nen so tol­len, qua­dra­ti­schen, prak­ti­schen und gu­ten na­men. ↩︎


nach­dem ich hier um die 20 deutsch­spra­chi­ge blogs ma­schi­nen- (und men­schen-) les­bar ver­öf­fent­lich habe, fol­gen hier um die 20 eng­lisch­spra­chi­ge blogs. in der block­rol­le kann man auch be­zie­hun­ge nach XFN de­fi­nie­ren kann, konn­te ich hier auch mehr­fach be­zie­hun­gen als muse („So­meone who brings you in­spi­ra­ti­on“) de­fi­nie­ren. das ist zwar grund­sätz­lich bei al­len blogs die ich lese so, aber hier ist das noch ein biss­chen stär­ker. ich glau­be mei­ne gros­sen vor­bil­der wa­ren zwi­schen­zeit­lich im­mer wie­der john gru­ber, ja­son kott­ke und aa­ron pare­cki.

an­sons­ten ist die blogrol­le ge­spickt mit ei­ni­gen ap­ple spe­zi­fi­schen blogs, aber so bin ich nun mal.

blogrolle ansehen …


mor­gen­spa­zier­gang 16.08.2026

felix schwenzel in notiert

sehr früh wach­ge­wor­den we­gen sehr lau­tem re­gen und ge­wit­ter. fri­da und ich ha­ben uns dann mit dem re­gen­ra­dar ab­ge­stimmt und sind erst nach acht los­ge­gan­gen um wei­te­ren (stark) re­gen zu ver­mei­den (was gut ge­klappt hat).

auf­fäl­lig war wie en­er­gie­ge­la­den wir bei­de wa­ren. wäh­rend es ges­tern zum mor­gen­spa­zier­gang schon fast 25°C wa­ren, war es heu­te an­ge­neh­me 17°C. da­mit konn­ten wir bei­de be­herzt auf die tube drü­cken, mein pace beim ge­hen war zum ers­ten mal seit lan­gem wie­der über 10'18"/km (5,8 km/h im ø).

so en­er­gie­ge­la­den fri­da auch war, ei­nen an­flie­gen­den cri­cket-ball über­liess fri­da mir in den reh­ber­gen ohne sich auf­zu­re­gen und die drei am­seln die wir un­ter­wegs sa­hen zeig­te sie mir an, statt ih­nen hin­ter­her zu ja­gen. das grün war durch­ge­hend saf­tig.

zum früh­stück res­tees­sen.

fussweg kurz vor der seestrasse, frida staeht 10 meter entfernt und wartet auf mich, alles ist feucht und saftig
mit gpx route …


über das denk­fa­brik-blog und frank west­phals blog auf mat­thi­as pfef­fer­les word­press-plug­in word­press-block­roll ge­stos­sen. mit word­press-block­roll kann man (mit word­press) ma­schi­nen­les­ba­re blogrolls ver­öf­fent­li­chen. frank er­klärt war­um das gut ist:

[Wir ha­ben] hier die Mög­lich­keit, ein rich­tig tol­les Öko­sys­tem zum Fol­gen, Ent­de­cken und Ver­net­zen von Blogs auf­zu­bau­en. Wir müs­sen da­für nicht ein­mal ein neu­es Netz­werk star­ten. Das Netz­werk exis­tiert be­reits. Und dar­auf könn­ten so vie­le un­ter­schied­li­che Diens­te auf­sat­teln.

[…] Ich baue als Nächs­tes ein Plätz­chen, an dem Blogrolls als Gan­zes oder in Tei­len abon­niert wer­den kön­nen. Wo man se­hen kann, wer wen ger­ne liest. Wer von wem ger­ne ge­le­sen wird. Und wo man sich von Blogroll zu Blogroll wei­ter­han­geln kann.

also hab ich mei­nen pro­gram­mier­as­sis­ten­ten ge­fragt, ob wir das zu­sam­men bau­en kön­nen. die aus­ga­be des ers­ten pro­to­typ ist hier zu se­hen, der pro­to­typ des kir­by plug­ins den ich da­für nut­ze ist auf git­hub.

die alte blogrol­le auf der rück­sei­te ist noch et­was um­fang­rei­cher, ich er­gän­ze hier im lau­fe der zeit die ein­trä­ge und be­we­ge noch das eine oder an­de­re teil falls nö­tig oder sinn­voll.

[nach­trag 18.08.2026]
die block­rol­le auf git­hub habe ich um­be­nannt zu kir­by blogroll block. den ti­tel die­ses bei­trags habe ich auch um­be­nannt, von block­roll zu blogroll. das wort­spiel war su­per, aber miss­ver­ständ­lich. hier soll nie­mand ge­blockt wer­den, le­dig­lich die tech­ni­sche ba­sis sind (CMS) blö­cke.

[nach­trag 19.08.2026]
die ak­tu­el­len bei­trä­ge aus die­ser blogrol­le kann man in mei­nem „rea­der“ le­sen.

blogroll ansehen …


jung­ge­sel­len­früh­stück mit ho­nig-knob­lauch-sau­ce

felix schwenzel in rezepte

wir ha­ben fri­da nie wirk­lich trai­niert al­lein zu blei­ben. weil fri­da und ich jetzt seit ei­ner wo­che al­lei­ne zu­hau­se sind, weil die bei­fah­re­rin noch eine wei­te­re wo­che in ham­burg ar­bei­tet, kann ich auch nicht ein­fach ein­kau­fen ge­hen.

heu­te früh des­halb mor­gen­ein­kauf auf dem gen­ter-stras­se-wo­chen­markt, statt mor­gen­spa­zier­gang. wir wa­ren ge­gen halb neu da, aber es wur­de im­mer noch auf­ge­baut. aber glück­li­cher­wei­se kön­nen die freund­li­chen ver­käu­fer mul­ti­tas­ken und da­mit auf­bau­en und ver­kau­fen. da­mit soll­te ich die nächs­ten sie­ben tage über die run­den kom­men.

einkauf auf dem wochenmarkt, man sieht ein bund möhren, zwei maiskolben, vier spitzpaprika, vier dicke kartoffeln und einen weisskohl. ausserdem drei hähnchenbeine.

zu­hau­se erst­mal früh­stück ma­chen. be­vor wir los­ge­gan­gen sind, hab ich ein paar klei­ne rote bee­te in den dampf­ga­rer ge­wor­fen um dar­aus spä­er rote-bete-sa­lat zu ma­chen. die hähn­chen­bei­ne hab ich zu­erst ent­beint [scnr!], in bröck­chen ge­schnit­ten, in stär­ke ge­wälzt und 12 mi­nu­ten im air­fry­er bei 200°C ge­ba­cken (ein­mal nach 6 mi­nu­ten ge­wen­det). dazu gabs ne ho­nig-knob­lauch-sau­ce.

honig-knoblauch-sauce für gebackene oder frittierte hähnchenbeine

zutaten

  • 4 el olivenöl
  • 4 knoblauchzehen gequetscht (oder mehr)
  • 4 el honig
  • 4 el sojasauce
  • 1 tl schwarzer pfeffer (frisch gemachlen)
  • 1 el sambal olek

ergibt: 4 portionen

zubereitung

  1. olivenöl erhitzen, den gequetscheten knoblauch darin andünsten, nicht braun werden lassen und die übrigen zutaten hinzufügen. 10 minuten köcheln lassen.

die ent­bein­ten kno­chen habe ich aus­ge­kocht, das gibt brü­he für die nächs­ten tage. die hähn­chen­bein stück­chen wa­ren zart, knusp­rig und sehr um­a­mi dank der her­vor­ra­gen­den sau­ce.


nicht klug

felix schwenzel in notiert

whalplakat der CDU mit der aufschrift: „Berlin wird klüger. Lesen Schreiben, Rechnen statt Gendern.“

die­ses CDU wahl­pla­kat ist auf so vie­len ebe­nen falsch, aus der zeit ge­fal­len und tone deaf, dass ich bei­na­he lust ver­spü­re vor är­ger auf den ten­nis­platz zu ge­hen.

Ber­lin wird klü­ger
Le­sen, Schrei­ben, Rech­nen statt Gen­dern.

  • wer liest, zu­min­dest wenn die wer­ke nach 1955 sind, lernt au­to­ma­tisch gen­dern. wo­bei ich da­von aus­ge­he, dass jun­ge men­schen das auch ohne le­sen ler­nen, zum bei­spiel von po­li­ti­kern die seit vie­len, vie­len jah­ren in ih­ren gruss­for­meln da­men und her­ren, freun­de und freun­din­nen, fa­schis­ten und fa­schis­tin­nen in­klu­die­ren, sich also be­mü­hen, alle mit­zum­ei­nen.
  • rech­nen? lernt man das nicht mehr we­gen gen­dern? oder we­gen ta­schen­rech­nern? (wäre ta­schen­rech­ner nicht ein wun­der­ba­res, viel pas­sen­de­res wort für smart­pho­ne?)
  • wie wärs mit me­di­en­kom­pe­tenz? kom­mu­ni­ka­ti­ons­kom­pe­tenz? le­bens­kom­pe­tenz, stär­kung des selbst­wert­ge­fühls und der re­si­li­enz? oder gar neu­gier?
  • schrei­ben zu for­dern und för­dern find ich gut. und zwar so wie man will, mit spass und ohne un­klu­ge, gest­ri­ge vor­ga­ben aus der po­li­tik.

auch wit­zig, noch kürz­lich pla­ka­tier­te die CDU: „ver­bie­ten ver­bo­ten“. aber falsch spre­chen (gen­dern) wird man ja wohl noch ver­bie­ten dür­fen?


hier mein vor­schlag wie das pla­kat bes­ser an­kom­men könn­te:

ber­lin wird sport­li­cher

re­gie­ren statt ten­nis spie­len und lü­gen.


sau­be­rer wed­ding, doo!

felix schwenzel in notiert

so­wohl jean-ma­rie ay­ik­pe, als auch alex­an­dra bendz­ko ge­hen da­von aus, dass ih­ren wäh­le­rin­nen ein sau­be­rer wed­ding wich­tig ist. ich kann nur sa­gen: hier steht ge­le­gent­lich müll rum und vom geh­weg wür­de ich — im ge­gen­teil zu fri­da — nicht es­sen, aber ins­ge­samt kann ich mich hier nicht be­kla­gen. die BSR ist hier sehr ak­tiv. wor­über ich mich freu­en wür­de wäre ver­kehrs­be­ru­hi­gung, mehr pol­ler und drem­pel, mehr ab­sper­run­gen we­ni­ger au­to­park­plät­ze.


gros­se schrift­ar­ten

felix schwenzel in notiert

ges­tern fiel mir beim be­such bei meq auf, wie schön die schrift­art ist die er sich aus­ge­sucht hat — zu­min­dest im logo, bzw. dem mot­to („es reg­net“).

screenshot von mequito.org

al­les schön, das hoch­ge­zo­ge­ne e, das breit­bei­ni­ge n, das ge­schwun­ge­ne g. gross ge­setzt sind schö­ne schrift­ar­ten be­son­ders schön.

dann fiel mir auf, was mich schon lan­ge auf me­qui­to.org stört: die klei­ne schrift. und die zu fet­ten und zu dicht an­lie­gen­den un­ter­stri­che für links.

dann fiel mir ein, dass ich seit dem chris­tophboe­cken.de für mich im dark mode nicht mehr les­bar war — weil chris­toph of­fen­sichtklich den dark mode nicht ge­tes­tet hat und nir­gend­wo eine kon­taktm­nög­lich­keitz hin­ter­las­sen hat — dass ich je­den­falls seit­dem ich das ge­merkt habe die chro­me ex­ten­si­on stylus in­sta­liert habe, um web­si­ten css-sti­le nach gut­dün­ken um­de­fi­nie­ren zu kön­nen (und bei chris­toph wie­der le­sen kann).

also hab ich ein biss­chen an meqs style­sheet rum­ge­dreht und fin­de das jetzt noch schö­ner.

screenshot von mequito.org mit meienm custom stylesheet

das css, das ich ver­wen­de, pa­cke ich in die bei­la­ge.

nach­trag 16.08.2026:
chris­toph hat den dark mode re­pa­riert und mar­kus sein css nach mei­nen vor­schlä­gen an­ge­passt.


goog­le’s gunst

felix schwenzel in artikel

mo­men­tan wird all­über­all die­ser ar­ti­kel von ka­tie bak­er emp­foh­len, in dem es um die tief­grei­fen­den ver­än­de­run­gen der goog­le-su­che in rich­tung KI-ant­wor­ten geht und wie sehr web­sites die sich auf such­ma­schi­nen­traf­fic ver­las­sen ha­ben und da­für op­ti­miert ha­ben, dar­un­ter lei­den.

Last month, Boulia­ne was one of the guests on an NPR seg­ment about the ch­an­ges to Goog­le; he told the hosts that his traf­fic was down 75 per­cent sin­ce AI Over­views was laun­ched in 2024. An­o­ther guest, Aman­da Na­tiv­i­dad of SparkT­oro, of­fe­red a sobering stat (well, un­less you’re a pro­duct ma­na­ger at Goog­le) about “zero-click” ra­tes the­se days. “Six­ty-eight per­cent of all U.S. Goog­le sear­ches end wi­t­hout a click,” she said—mea­ning that users get what they need di­rect­ly in the search page (or just get dis­trac­ted, I guess) wi­t­hout ha­ving to vi­sit any out­side sites. That’s an in­crease from 45 per­cent a de­ca­de ago. An­o­ther grim fi­gu­re, per The Te­le­graph: While ap­pearing first in Goog­le search re­sults used to mean get­ting a click 27 per­cent of the time, that num­ber drops to 11 per­cent when the­re’s an AI Over­view up top.

ich habe mir mal mei­ne ma­to­mo zah­len an­ge­se­hen. ma­to­mo nut­ze ich seit 2010 (da­mals noch als pi­wik). goog­le hat­te min­des­tens ein jahr­zehnt den ruf sehr blogaf­fin zu sein. goog­le moch­te da­mals sei­ten die re­gel­mäs­sig ak­tiua­li­si­ert wur­den und le­ben­dig er­schie­nen. ich kann mich an zei­ten er­in­nern, zu de­nen bei­trä­ge von mir 2 mi­nu­ten nach der ver­öf­fent­li­chung be­reits in su­cher­er­geb­nis­sei­ten auf­tauch­ten.

mit dem ein­zug von fri­da bei uns vor sechs jah­ren und tech­ni­schen pro­ble­men mit mei­nem ur­alt-CMS liess mei­ne pos­ting­fre­quenz stark nach und ich ver­lor goog­le’s gunst.

übersicht der besucher pro jahr jahr die google auf wirres.net schickt. sie zahlen sind von matomo und reichen von 2010 bis jetzt.. 2012 lagen die zahlen um 18tausend pro jahr, 2014 gab es einen dip auf 10tausend, 2019 einen spitze von 20tausend und 2026 dürften es wieder 12tausend werden.

seit ich im april 2025 die­se web­site neu­ge­star­tet habe, habe ich mich in der gunst von goog­le lang­sam wie­der hoch­ge­ar­bei­tet. im juni 2025 schick­te mir goog­le um die zwei be­su­cher pro tag vor­bei. mitt­ler­wei­le sind es so um die 60 be­su­cher täg­lich. ak­tu­ell zeigt ma­to­mo 7000 be­su­cher die mir goog­le die­ses jahr be­reits ge­schickt hat. hoch­ge­rech­net dürf­ten das min­des­tens 12.000 be­su­cher die­ses jahr wer­den. da­mit bin ich fast wie­der auf dem ni­veau der jah­re 2013 bis 2018.

screenshot aus der google search console zeigt den anstieg der impressions und klicks in den letzten 16 monaten

ein gros­ser an­teil der re­fe­rer kom­men über re­zept­su­chen. ob­wohl auch re­zept­sei­ten-be­trei­ber laut ka­tie bak­er über rück­gän­gi­ge zah­len kla­gen, scheint goog­le re­zept­su­chen­de wei­ter­hin sehr ger­ne zu re­zep­ten im web zu schi­cken, bzw. re­zept­sei­ten nach wie vor mit sehr vie­len be­su­chern zu „be­loh­nen“. ich bin da nicht al­lein.

die fra­ge die im raum steht, ob goog­le das „of­fe­ne netz“ zer­stö­re, wird jetzt oft ge­stellt. ich bin mir da nicht so si­cher. frü­her™ war kei­nes­falls al­les bes­ser. ag­gres­si­ve such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung hat bei mir re­gel­mäs­sig sehr viel mehr ne­ga­ti­ve emo­tio­nen aus­ge­löst, als das was goog­le da ge­ra­de ver­an­stal­tet. und: mir ist es ehr­lich­ge­sagt egal ob goog­le be­su­cher für ein re­zept hier­her schickt oder das re­zept (mit or­dent­li­cher quel­len­an­ga­be) auf der such­er­geb­nis­sei­te an­zeigt.

ich gebe mir gros­se mühe re­zep­te die ich hier ver­öf­fent­li­che gut zu­gäng­lich, les­bar oder zum bei­spiel in re­zept-apps ex­por­tier­bar zu ma­chen. we­nig macht mich so ag­gres­siv wie re­zept­sei­ten im web, auf de­nen man erst­mal drei ban­ner weg­kli­cken muss und dann sechs ki­lo­me­ter scrol­len muss, um ans re­zept zu kom­men. re­zep­te sind zum ko­pie­ren, sam­meln, wei­ter­ge­ben, emp­feh­len und vor al­lem wie­der­fin­den da. das wie­der­fin­den ist der grund, war­um ich re­zep­te an­fangs über­haupt ins in­ter­net schrob: um die gu­ten sa­chen schnell wie­der­zu­fin­den. mitt­ler­wei­le fin­de ich al­les in mela1, weil ich da al­les rein­spei­che­re und mela gleich­zei­tig auch als rea­der-app nut­zen kann um das gan­ze brim­bo­ri­um auf re­zept­sei­ten aus­zu­blen­den.

ganz am ende von ka­tie bak­ers ar­ti­kel schreibt sie:

Back in 2000, four ye­ars be­fo­re Goog­le’s IPO, co­foun­der Lar­ry Page mu­sed in an in­ter­view that “ar­ti­fi­ci­al in­tel­li­gence would be the ul­ti­ma­te ver­si­on of Goog­le.” In his vi­si­on, “It would un­der­stand ever­y­thing on the web. It would un­der­stand exact­ly what you wan­ted, and it would give you the right thing.” Goog­le Search as we thought we knew it feels bro­ken, now that they’ve gone and ch­an­ged the for­mu­la. But may­be all this time it’s been roun­ding into its fi­nal form, just as the el­ders fo­re­saw.

ich er­in­ner mich noch wie ich in den frü­hen 2000ern mal mit ma­rio six­tus über ma­ris­sa may­er plau­der­te, goo­gles an­ge­stell­te num­mer 20. die hat­te sich im stu­di­um un­ter an­de­rem auf künst­li­che in­tel­li­genz spe­zia­li­si­ert. das heisst auch, dass goog­le im prin­zip seit 20, 25 jah­ren das web mit KI auf­be­rei­tet hat. vor dem auf­kom­men von lar­ge lan­guage mo­dels wa­ren das noch an­de­re KI-ge­schmacks­rich­tun­gen, aber über­ra­schend ist die ent­wick­lung von goog­le zur heu­ti­gen KI-las­ti­gen aus­prä­gung nicht wirk­lich.

ego suche nach felix schwenzel bei kagi
ego su­che nach fe­lix schwen­zel bei kagi

was auch klar ist: goog­le kommt den vor­lie­ben der men­schen, die goog­le be­nut­zen, ent­ge­gen. so rich­tig ver­ab­scheu­en schei­nen die nut­zen­den die KI-vor­schau­en in der goog­le su­che nicht. soll­ten goog­le mes­sen, dass die an­zahl der nut­zen­den ab­nimmt, wür­den sie wahr­schein­lich sehr schnell ge­gen­steu­ern.

trotz­dem habe ich mir vor­ge­nom­men jetzt für eine wei­le mal eine an­de­re stan­dard-such­ma­schi­ne zu nut­zen. kagi.com ist ja viel­ge­lobt und auch wenn mein ers­ter ein­druck nicht be­rau­schend2 ist, will ich das mal aus­pro­bie­ren.


  1. wer will kann mei­ne re­zep­te auch als RSS in mela abon­nie­ren (feed↩︎

  2. kagi.com hat wir­res.net nach ei­ge­nen an­ga­ben zu­letzt 2008 in­de­xiert zeigt ver­wir­ren­de ka­len­der­da­ten ne­ben den such­er­geb­nis­sen an. ↩︎


Blogs sind ein wenig aus der Mode gekommen und damit auch die Lesungen, die noch vor zwanzig Jahren zahlreich in ver­schie­de­nen Städten statt­ge­fun­den haben. Aber es gibt sie noch, die Menschen, die seit über zwanzig Jahren ins Internet schreiben, weshalb es Zeit wird, dass die Blog­gen­den wieder live vorlesen und zwar in München.

re­tro find ich (in die­sem fall) gut. die lo­ca­ti­on hört sich sen­sa­tio­nell an. im box-ring le­sen. und vor­le­sen find ich auch gut und wo heut­zu­ta­ge ja an­geb­lich nei­mand mehr selbst liest passt das ja auch wie die faust aufs auge. ich wür­de ger­ne hin, wenn mün­chen nicht so weit weg wäre.



bild von der grossen wiese in den rehbergen. der sonnenuntergang ist gleichzeitig eine parzielle sonnenfinsternis, aber das erkennt man nicht.

schö­ner son­nen­un­ter­gang


nach­trag 20:45: fri­da und ich sind heu­te um 19:30 uhr noch­mal in die reh­ber­ge ge­gan­gen. wir wa­ren nicht die ein­zi­gen, die die­se idee hat­ten. aus­ser uns woll­ten of­fen­bar noch ei­ni­ge an­de­re die par­zi­el­le son­nen­fins­ter­nis heu­te abend se­hen.

se­hen konn­te man nicht viel, aus­ser dass sich das licht merk­lich ver­än­der­te, es wur­de an­ders dun­kel als sonst, ge­dimm­ter. al­les sehr fried­lich und schön.

nach­trag 13.08.2026: koltack weist dar­auf hin, dass man die ver­deck­te son­ne in den ka­me­ra­re­fle­xio­nen sieht (ein win­zi­ges, leicht grün­li­ches bild)

bild von der grossen wiese in den rehbergen. wegen der sonnenfinsternis haben sich recht viele leute versammelt und sitzen im gras.
eine fussgänger allee in den regbergen, ein baum ist warm vom licht der untergehenden sonne zum teil beleuchtet, sonst ist das licht eher kalt. im hintergrund, auf dem weg, sieht man ein paar.


spa­ghet­ti mit ro­te be­te pes­to

felix schwenzel in rezepte

ich habe ir­gen­wann ge­merkt, dass man pes­to aus fast al­lem her­stel­len kann. kräu­ter oder ge­koch­tes ge­mü­se mit nüs­sen, par­me­san und öl schme­cken im­mer. das hier schmeckt be­son­ders le­cker.

wenns schneller gehen soll, kann man die „grundlage“ auch weglassen und einfach das pesto mit nudeln vermengen.

ein weisser teller mit von rote bete pesto rot gefärbten spaghetti mit etwas gehobeltem parmesan, patersilie und zitronenzesten

zutaten

    pesto

    • 3 rote beten (oder eine grosse)
    • 3 knoblauchzehen
    • 75 g mandeln
    • 1 zitrone (saft und abgeriebene schale) oder eine halbe eingelegte zitrone
    • 40 g parmesan (oder mehr)
    • 80 ml olivenöl

    nudeln

    • 250 g spaghetti

    grundlage

    • 1 grosse scharlotte
    • 2 knoblauchzehen in scheiben geschnitten
    • olivenöl

    ergibt: 2 portionen

    zubereitung

      pesto

      1. rote beete kochen, dämpfen oder im ofen rösten (ich dämpfe sie mit der schale 40-60 minuten im dampfgarer). danach schälen und in grobe würfel schneiden.

      2. rote bete stücken mit 3 knobklauchzehen, 75 g mandeln, dem zitronensaft und der schale der zitrone, 40 g parmesan und 60 ml olivenöl pürieren. wie immer bei pesto: mehr parmesan und öl nach gefühl.

      nudeln

      1. spaghetti in salzwasser kochen, ein, zwei tassen vom kochwasser aufheben.

      2. in einer pfanne die in ringe oder scheiben geschnittene scharlotte und knoblauch in öl andünsten, danach mit nudelwasser und pesto zu einer sosse rühren und mit den nudeln vermischen. nach dem transfer auf teller kann man das noch mit petersilie oder zitronenzesten und zusätzlichem parmesan dekorieren.


      (re­zept 2017 bei anke grö­ner ge­fun­den, ar­chi­ve.org-link)


      plötz­lich ist das ori­gi­nal wich­tig

      felix schwenzel in artikel

      beim bild­blog wies lo­renz mey­er heu­te auf die­ses 40 mi­nu­ten lan­ge vi­deo hin. das vi­deo ist über syn­chron­spre­cher und wie sie sich von KI be­droht füh­len.

      YouTube Video Vorschaubild
      youtube-video laden, info, direktlink

      ich habe mich durch das gan­ze vi­deo ge­quält und kann es nicht emp­feh­len. aber wenn ich über das vi­deo schrei­be, dach­te ich, muss ich da durch.

      ich bin kein fan von syn­chro­ni­sa­ti­on, im ge­gen­teil. ich ver­mei­de so gut ich kann. in den letz­ten 20 jah­ren ist mir das dank des tech­ni­schen fort­schritts auch ganz gut ge­lun­gen. die ers­ten 30 jah­re mei­nes le­bens war ich der syn­chro­ni­sa­ti­on von fil­men und fern­seh­se­ri­en hilf­los und al­ter­na­tiv­los aus­ge­lie­fert. je­der film, jede fern­seh­se­rie wur­de kon­se­quent mit deut­schen stim­men über­bü­gelt.

      DVD-cover die es 2007 in der DVDthek gab, the wire, heroes, damages, cloverfield und ein hinweis: „neuheiten im original“ (das waren importierte DVDs, die noch nicht in deutschland vertrieben wurden)
      se­ri­en­aus­wahl in mei­ner DVD­thek um das jahr 2007 her­um

      mit dem auf­kom­men der DVD wur­den ori­gi­nal­ver­sio­nen leich­ter zu­gäng­lich. wenn ich mich recht er­in­ne­re, wan­del­ten sich vi­deo­the­ken so um 2003 bis 2005 lang­sam aber si­cher zu DVD­the­ken und mit DVDs hat­te ich end­lich eine wahl mir fil­me und se­ri­en auch end­lich im ori­gi­nal an­zu­schau­en.

      auf eine art bin ich den 30 jah­ren zwangs­syn­chro­ni­sa­ti­on dank­bar. al­les was ich in den ers­ten 30 jah­ren an me­di­en kon­su­miert habe, kann ich jetzt noch­mal völ­lig neu im ori­gi­nal ent­de­cken. vor ei­nem jahr hab ich mir alle fol­gen der mup­pet show an­ge­se­hen, da­vor ma­gnum PI. vor 15 jah­ren war ich er­staunt dar­über was für eine wei­che, erns­te, sym­pa­thi­sche stim­me ed­die mur­phy hat und dass er eben kein af­fi­ger schrei­hals ist.

      im vi­deo oben ma­chen ei­ni­ge deut­sche syn­chron­spre­cher dar­auf auf­merk­sam, dass das was sie tun kunst sei. dem möch­te ich nicht wi­der­spre­chen, aber die­se kunst ist eine kunst mit der ich nichts zu tun ha­ben will. so wie ich nicht auf ein auf ein de­ath me­tal kon­zert ge­hen möch­te oder in die oper. ich habe nichts da­ge­gen wenn syn­chron­spre­cher ih­rer kunst nach­ge­hen, so­lan­ge sie mich mit ih­rer kunst in ruhe las­sen. da sie mich 30 jah­re mei­nes le­bens nicht in ruhe da­mit ge­las­sen ha­ben, habe ich in die­ser zeit — und da­nach — al­ler­dings ein emo­tio­na­les mei­nungs­bild über die­se kunst ent­wi­ckelt. kurz ge­sagt: ich er­tra­ge die­se stim­men nicht, weil sie so glatt und gleich­zei­tig über­zeich­net, ge­stelzt und auf­ge­tra­gen sind. kein mensch auf der welt re­det so, wie syn­chron­spre­cher re­den. ich den­ke im kunst­kon­text ist das auch OK, nie­mand singt so wie opern­sin­gen­de sin­gen, nie­mand malt so wie ma­le­rin­nen ma­len, nie­mand tanzt so wie bal­let­tän­ze­rin­nen tan­zen.

      der witz ist: als ich vor ei­ner wei­le mal test­wei­se die stim­me der chatgpt-app ak­ti­viert habe, dach­te ich so­fort an syn­chron­spre­cher: viel zu viel pa­thos, emo­ti­on, mühe. al­les et­was zu doll auf­ge­dreht und eine durch­gän­gi­ge nu­schel-pho­bie.

      im vi­deo sagt pe­ter flecht­ner, der un­ter an­de­rem ben af­fleck syn­chro­ni­si­ert, an ei­ner stel­le:

      ich glau­be die leu­te wer­den ir­gend­wann auch ge­nervt sein wie­der von den ki stim­men.

      das glau­be ich auch, aber ich glau­be auch das vie­le leu­te von den syn­chron­stim­men ge­nervt sind. be­stimmt nicht alle, im ge­gen­teil, ganz of­fen­sicht­lich mö­gen die vie­le auch, aber ich fand es frap­pie­rend wie in dem vi­deo die gan­ze zeit dar­auf hin­ge­wie­sen wird wie scheis­se und pa­ra­si­tär KI ist, aber kaum dar­über ge­re­det wird, dass syn­chro­ni­sie­rung das ori­gi­nal ver­zerrt und um­in­ter­pre­tiert. ich ver­mu­te, dass vie­le fil­me­ma­cher syn­chro­ni­sa­ti­on ih­rer wer­ke nur we­gen kne­bel­ver­triebs­ver­trä­gen zu­las­sen. ich kann mir zu­min­dest nicht vor­stel­len, dass je­mand der jah­re­lang für ei­nen di­rec­tors cut kämpft es toll fin­det, wenn das werk dann noch­mal von syn­chron­stu­di­os neu in­ter­pre­tiert wird.

      hol­ly­wood­schau­spie­ler sind of­fen­bar zu pro­fes­sio­nell um sich on the re­cord ne­ga­tiv über syn­chro­ni­sa­ti­on aus­zu­las­sen. jo­die fos­ter hat in ei­nem in­ter­view mal dar­auf hin­ge­wie­sen, dass sie sich selbst in fran­zö­sisch syn­chro­ni­si­ert. das sei ein schwie­ri­ger, an­stren­gen­der job.

      So, I wish more ac­tors could do it, but I got to tell you it's re­al­ly hard. It's re­al­ly hard.

      aber sie weist auch dar­auf hin, dass die fil­me eben um­in­ter­pre­tiert wer­den:

      I was […] su­per­vi­sing the Ita­li­an and the Ger­man and the Spa­nish and all of that. It was so in­te­res­t­ing to see how all the dif­fe­rent ro­mance lan­guages would in­ter­pret and how the cha­rac­ter ch­an­ges in some ways in all tho­se lan­guages.

      jo­die fos­ter fin­det das auf eine art auf­re­gend, ich find es eher scha­de. vie­le leu­te fin­den es auch auf­re­gend ihre au­tos tie­fer zu le­gen oder spoi­ler dran­zu­kle­ben oder kaf­fee mit sprüh­sah­ne zu trin­ken. ich fin­de meis­tens das ori­gi­nal auf­re­gend ge­nug.


      wenn es tat­säch­lich so ist, dass die men­schen ihre syn­chron­stim­men lie­ben, dar­auf wei­sen die syn­chron­spre­cher und spre­che­rin­nen mehr­fach im vi­deo hin, dann gibt es ja ei­gent­lich kei­nen grund zur sor­ge für die bran­che. dann lehnt die mehr­heit ar­ti­fi­zi­el­le stim­men ab und die gros­sen strea­ming­an­bie­ter, film­stu­di­os, ver­mark­ter müs­sen nach­zie­hen und wei­ter schau­spie­ler fürs syn­chro­ni­se­ren zah­len.

      mei­ne ver­mu­tung ist al­ler­dings dass es den meis­ten men­schen egal ist. zu­min­dest den men­schen die jetzt schon syn­chro­ni­sier­te fil­me und se­ri­en ak­zep­tie­ren oder dem ori­gi­nal (mit un­ter­ti­teln) vor­zie­hen. die von den syn­chron­spre­chern viel­be­schwo­re­ne „deut­sche syn­chron­spre­cher-kul­tur“ hat über vie­le jahr­zehn­te im wört­li­chen sin­ne das ori­gi­nal mar­gi­na­li­si­ert und ent­wer­tet. war­um soll­te sich die­se mehr­heit — der das ori­gi­nal egal ist — jetzt plötz­lich da­für in­ter­es­sie­ren, ob die stim­men ori­gi­nal, kunst oder KI sind?


      ro­te be­te sa­lat mit es­sig und öl

      felix schwenzel in rezepte

      ich mag rezepte mit wenig zutaten — oder besser gesagt: rezepte mit wenigen zutaten schmecken oft am besten. erstaunlichstes beispiel: die gurkensticks mit knoblauch und essig und salz. dieses rezept ist auch sehr zutatenarm und trotzdem äusserst lecker und variabel.

      rote bete salat auf einem weissen, tiefen teller. man erkennt die fein gehobelten rote bete scheiben und rot durchgefärbte zwiebelstückchen

      zutaten

      • 2 rote bete (ca. 450 g)
      • 1 zwiebel
      • 35 ml essig
      • 20 ml rotwein
      • 10 ml rapsöl
      • salz

      gewürze (optional)

      • 4 el brühe
      • 5 pfefferkörner
      • 4 ganze nelken
      • 0,5 tl tl gemahlende koriandersamen

      ergibt: 2 portionen

      zubereitung

      1. rote bete gar kochen (ich lege sie ungeschält 40-60 minuten in den dampfgarer). danach abkühlen lassen und schälen und in feine scheiben schneiden oder hobeln.

      2. zwiebel sehr fein würfeln und zusammen mit dem rotwein und dem essig vermengen. salzen und pfeffern nach geschmack und wer lust auf eine weihnachtkliche oder glühwein-note hat fügt noch nelken oder koriandr hinzu. statt brühe gehen auch auch wasser und salz oder etwas wasser und instantbrühenpulver.

      3. mindestens eine stunde oder über nacht im kühlschrank durchziehen lassen. das öl soll laut originalrezept erst zum schluss hinzugefügt werden. ist aber nicht schlimm wenns vorher drin ist.

      4. optional: mit zerkrümelten oder gewürfelten feta bestreuen.

      rote beete salat mit groben feta-stücken bestreut