das war wirklich einfach: schinken, spargel, zwiebelringe, feta und ein paar tomaten im airfryer stapeln, 14 minuten bei 180°C backen, fertig. zum servieren etwas salz, sehr lecker.
nachtrag: vergessen: 4 eier waren auch noch draufgestapelt (ohne schale)
stephen colbert hat nur noch ein paar wochen, bevor seine late-night-sendung eingestampft wird. ich fand seine late-night-sendung immer ganz okay, aber ein fan war ich nie. gelegentlich stolperte ich auf youtube über sendungsausschnitte, und gelegentlich war das eben okay. während ich von letterman und ferguson nie genug bekommen konnte, reichten mir die schnipsel von colbert. bei kimmel finde ich das ganz ähnlich, haut mich meistens nicht von den socken.
im letzten halben jahr war ich allgemein zunehmend genervt von der verwurstung und länglichen aufbereitung von trumps schwachsinn. ich finde es natürlich grandios, dass trump so dünnhäutig ist, dass er von witzen über ihn genervt ist und sich nicht zu schade ist, mit seinen kleinen händen zurückzuboxen und seine speichelleckenden untergebenen auf colbert, kimmel und sonstwen, der oder die es wagt, sich über ihn lustig zu machen, zu hetzen. ich habe keine lust mehr, donald trump überhaupt noch aufmerksamkeit zu schenken.
ich habe ein bisschen das gefühl, dass aufmerksamkeit für donald trump das ist, was zeit für die grauen männer in momo ist. in michael endes erzählung können die grauen männer den menschen die zeit stehlen, indem sie die menschen davon überzeugen, zeit sparen zu müssen. wie die grauen männer mit der zeit macht donald trump mit der aufmerksamkeit, die er uns stiehlt, nichts besonderes oder sinnvolles — ausser im rampenlicht zu existieren und anderen menschen die laune oder die existenzgrundlage zu zerstören.
um bei dem bild zu bleiben: die zeit, die wir durchs sparen an die grauen männer verlieren, hält uns, genau wie die aufmerksamkeit, die wir donald trump schenken, davon ab, die zeit etwas sinnvollem zu widmen und unsere aufmerksamkeit auf etwas konstruktives, schönes, sinnstiftendes zu lenken.
jedenfalls fand ich es sehr wohltuend, stephen colbert dabei zuzusehen, wie er barack obama interviewt und sich von ihm durch obamas noch zu eröffnende presidential library center führen lässt. ex-präsidenten werden mit abstand zum amt ja ohnehin immer sympathischer, aber obama ist so sympathisch, dass ich ihn knuddeln möchte. und stephen colbert ist teilweise wirklich witzig, so witzig, dass ich ein paarmal laut lachen musste. und auf gewisse weise ist das was obama sagt auch erbaulich, optimistisch stimmend und eben nicht vollgesogen mit der endzeit- und angstinduzierenden rhetorik der populisten-faschisten, die uns seit jahren zunehmend auf allen wahrnehmungskanälen überschwemmt. deshalb: colbert bei obama fand ich sehenswert.
die republica-app für dieses jahr ist draussen. das freut mich, weil ich dann jetzt mein #rp26-program mit der ♥️ funktion zusammenklicken kann (und die tage hier veröffentlichen kann).
noch mehr würde ich mich natürlich freuen, wenn ganz viele meinen vortrag im programm der app suchen („felix schwenzel“) und finden und mit einem ♥️ markieren würden. ich glaube, in aller bescheidenheit, dass mein vortrag dieses jahr ganz gut sein könnte. und dieses jahr isser auch nicht am letzten republica-tag, weil er schon fast fertig ist und ich die drei republica-tage nicht zum fertigschreiben brauche.
nachtrag: offenbar kann man in diesem jahr einzelne sessions oder ein zusammengestelltes #rp26 programm in die app importieren.
mmen vorträge für die republica schreiben ist nicht das allergrösste vergnügen. aber alle paar jahre entscheide ich mich dazu, mich in die lage zu bringen 30 minuten einigermassen nachvollziehbaren text zu versprechen und dann auch tatsächlich im mai abzuliefern.
die idee dahinter ist immer die gleiche. ich formuliere eine steile these zu einem thema das mich fasziniert, interessiert oder beschäftigt und versuche dann einen text zu erarbeiten, der die erwartungen erfüllt. dieses jahr war die these besonders steil (die welt ist scheisse — und das ist auch gut so) und auch wenn ich bei der einreichung eine idee hatte, in welche richtung das ganze gehen sollte, erfordert das schreiben dann doch noch ziemlich viel denk-akrobatik.
mir fällt das schreiben und öffentliche reden gar nicht mal so leicht. hier im blog kann ich texte hemmungslos veröffentlichen, auch wenn sie nicht wirklich zuende gedacht sind oder noch sehr ungeschliffen sind. „hingerotzt“ nennen andere das gelegentlich und so sind die texte hier auch meistens eher fragmente, einzelteile für weitere denkprozese und zum weiterdenken, die ich später nbochmal aufgreife oder auch nicht.
so ein vortrag, eine präsentation vor publikum auf der republica sollte aber, zumindest im ansatz, in sich geschlossen sein. das rotzige, teils ungeschliffene ist oft weiter ein bestandteil, aber es muss auch etwas substanz rein, damit er bestehen kann.
andererseits bilde ich mir ein, relativ git einschätzen zu können, was ich publikum der republica zumuten kann und was nicht. und natürlich ist das republica publikum sehr offen und positiv. ich habe jedenfalls immer das gefühl, dass ich mit dem publikum eine gemeinsame wellenlänge finden kann und mir witze und andeutungen erlauben kann, die mir jedes andere publikum um die ohren schlagen würde.
trotzdem: es steckt viel arbeit in diesen prösentationen und der grund warum ich die mir alle paar jahre zumute ist der gleiche warum ich ins internet schreibe: selbstgestellte aufgaben zu lösen, den mund etwas voll nehmen und dann trotzdem was liefern können, einen auf den ersten blick unüberwindbaren berg zu ersteigen ist befriedigend. einfache aufgaben (spülmaschine reparieren, brot backen) zu erledigen ist befriedigend, aber an schwierige aufgaben (hund erziehen, öffentlich sprechen) nicht zu scheitern ist befriedigender.
der ablauf so einen vortrag zu schreiben ist meisten auch ziemlich ähnlich. ich pumpe mich wochenlang mit informationen zum thema voll, bzw. suche und finde an allen möglichen ecken des internet und in büchern (die ja auch internet sind) bezüge zu meinem thema die ich mich in seitenlangen kladden notiere. danach versuche ich das alles zu einem einigermassen kohärenten text zusammenzufassen, den ich im prinzip auch so ins internet stellen könnte. während des ganzen prozesses baue ich bereits folien die mir unterwegs einfielen, von denen ich danch mindestens die hälfte wegschmeisse. die präsenentation baue ich dann in keynote, den text aufgeteilt in den moderatoren notizen und dazu dann hiunderte folien.
den text habe ich seit gestern fertig. er muss noch geschliffen und an vielen stellen gekittet und ergänzt oder gestutzt werden, aber in ein zwei tagen könnte ich den im prinzip hier veröffentlichen.
und ich frage mich gerade ob das ein gute idee ist. so wirklich dagegen spricht eigentlich meine vortragslektorin, der ich den vortrag immr mindestens einmal vor der republica vorspiele, schaut sich auch meist noch gerne den vortrag nochmal live an. den text vorher zu veröffentlichen, sollte also niemanden davon abhalten den vortrag trotzdem noch zu sehen. andererseits habe ich dieses mal ja eine eher abseitige bühne mit offiziell 20 plätzen zugewiesen bekommen.
trotzdem weiss ich nicht ob es eine gute idee ist den text vorher zu veröffentlichen. vielleicht tut leserfeedback dem text ja noch gut? oder spoilt das die ganze geschichte?
nachtrag 08.05.2026: ich habe eine umfrage auf mastodon gemacht, bei der ich nach ein paar stunden ausversehen 15 stimmen gelöscht habe, die stimmen danach tendierten am ende eher zu einer vorab-veröffentlichung („würd ich lesen“). heiko hingegen hat mir zwei webmentions kommentare gesendet (einen hab ich mittlerweiel gelöscht), die sich schon fast flehend anhörten: „Nicht vorher veröffentlichen“
ich warte jetzt erstmal ab, was meine lektorin sagt, wenn ich ihr das am wochenende vorspiele.
jeder kennt scheinriesen: ein riese, der immer kleiner wird, je näher man ihm kommt.
für meine #rp26-präsentation habe ich mir eine variation von michael endes wunderbarem bild ausgedacht: scheinglück
wenn man dem glück hinterherrennt, desto grösser wird der frust, den man eigentlich zurücklassen möchte. gilt auch für alle anderen probleme, vor denen man weglaufen möchte.
meine präsentation, mein plädoyer für optimismus („die welt ist scheisse — und das ist auch gut so“), findet am zweiten #rp26-tag statt, am 19.05.2026 von 13:00 bis 13:30 uhr. meine „bühne“ ist das sogenannte energiemobil, 55" screen und mikrofon und platz für 20 zuschauer ist laut speaker-briefing vorhanden.
ich freue mich über jeden der kommt und noch mehr darüber, dass ich schon 35% des texts fertig habe. der rest ist auch fertig, den muss ich nur noch aufschreiben.
in meinem home assistant dashboard lasse ich mir den sonnen- und mondstand anzeigen. der sonnenstand ist praktisch, weil ich dann weiss, ob wann morgens die sonne aufgeht. weil es mich erfreut, hatte ich dort auch immer ein schematisches bild des mond, wie er im moment in berlin aussieht. timeanddate.com generiert dieses bild für jeden ort der erde.
das bild hat sich home assistanz dort immer gescraped. seit einer weile verhindert cloudflare für timeanddate.com jetzt das scraping. fair enough. also fragte ich cursor, ob es mir das bild mit einem script berechnen könne. es meinte zwar, dass es das könne, aber wie so oft, konnte es das nicht, auch nach sechs schrillionen tokens und mehreren iterationen kam nicht mehr als ein hitlerbild raus.
j sei dank hatte sich schon jemand anders die mühe gemacht: mit den tools in diesem repo lassen sich aus nasa-bildern und ein paar python-scripten akurate bilder des mond generieren, je nach ort und zeit.
das bringt so gut wie gar nichts, ausser dass es mir grosse freude bereitet.
der mond wie er in berlin am 04.05.2026 um 05:00 uhr aussehen würde
Das ist der eigentlich gefährliche Punkt: Menschen haben schon immer Unsinn gedacht. Das gehört einfach dazu. Aber digitale Plattformen haben aus fast jeder Abweichung, jeder Kränkung, jeder Wut und jeder Verschwörungsfantasie sofort einen scheinbaren sozialen Raum gebaut.
das ist ein sehr schön differenzierter und nachdenklicher text von florian heinz über räume. räume im netz, in kneipen, im digitalen und im analogen. aber ich würde gerne etwas undifferenziert, bzw. kurz angebunden widersprechen.
die räume, in denen wir menschen interagieren, sind alle synthetisch, also von uns menschen konstruiert und mit regeln versehen. digitale räume sind lediglich eine weitere ausprägung.
manche räume haben eine jahrtausendealte geschichte hinter sich, und alle unterliegen einem steten wandel. ich war immer fasziniert von der idee der kaffeehäuser, orte, an denen sich kluge menschen treffen, diskutieren, ideen entwickeln und streiten. aber gibt’s das noch? starbucks und andere kaffeehausketten leben zum teil von dieser nostalgie, aber ich würde sagen: so wie sich die digitalen räume ständig wandeln, wandeln sich auch die analogen räume, die gastronomischen, politischen, kulturellen orte.
ich sehe das problem eher darin, dass wir die digitalen räume noch nicht sozialisiert haben, noch nicht die richtigen regeln, den richtigen umgang damit gelernt haben. in meiner jugend hatten wir ein gutes gefühl dafür, welche öffentlichen orte wir lieber meiden und in welche wir passen. ganz platt gesagt: nazi-kneipen gab’s auch schon vor dem internet. agitieren, radikalisieren, verschwörungstheoretisieren geht, das zeigt die geschichte, auch ganz gut mit analogen mitteln.
und, nur so ein gedanke: virtuelle soziale räume gab’s auch schon lange vor dem internet. die virtuellen, gedachten räume, die gesprochene oder geschriebene erzählungen öffnen, unterscheiden sich meiner meinung nach nicht substanziell von den neuen digitalen räumen, die sich in den letzten 20–30 jahren geöffnet haben. es gab immer wieder katalysatoren, turbolader, die die alten regeln über den haufen warfen und für aufregung, umbrüche und teils radikale veränderung sorgten. die erfindung des buchdrucks oder kürzlich des internets und jetzt unsere fähigkeit, künstliche neuronale netze mit vorher gedachtem, gemachtem oder aufgeschriebenem zu füttern — all diese umbrüche erforderten und erfordern anpassungen von gesellschaftlichen normen und regeln, um negative effekte abzuschwächen.
ja, ich sehe auch, dass aus digitalen räumen viel toxisches, übelriechendes kommt und dass die brutstätten der demokratiefeindlichkeit und ausländerfeindlichkeit sich zum großen teil in digitale räume verlagert haben. aber das muss nicht unbedingt an den strukturellen gegebenheiten der räume liegen, sondern in erster linie daran, dass wir als gesellschaft den umgang mit diesen räumen noch nicht gelernt haben. oder dass die radikalen schneller lernen, anpassungsfähiger, flexibler sind als die moderaten.
trotzdem: man kann nicht zu viel darüber nachdenken oder diskutieren, wie unsere sozialen räume funktionieren oder funktionieren sollten.
das t-shirt hatte potenzial
t-shirt mit der aufschrift „i had potential“, aber man kann von der aufschrift nix erkennen
gestern abend, kurz bevor ich ins bett gehen wollte, sah ich hohe CPU last auf dem server auf dem wirres.net läuft. normalerweise (re-) aktivere ich dann kurz cloudflare (was ich normalerweise deaktiviert habe) und die unhöflichen AI-crawler, die meine meine seite mit anfragen beschiessen, verschwinden dann relativ schnell. gestern schien das aktivierte cloudflare nicht viel auszurichten. die last blieb hoch. erst als ich das caching und die AI-crawler-abwehr auf sehr aggressiv umstellte, ging die last runter.
das heisst wohl zweierlei: die crawler scheinen etwas geschickter darin zu werden, sich als legitime besucher auszugeben, sind aber weiterhin viel zu aggressiv oder nachlässig programmiert. ich hab ja nichts dagegen, wenn die meine seiten indexiert werden. von suchmaschinen, AI-crawlern oder mechanischen türken. aber ich würde mir schon wünschen, dass sie sich an die regeln halten oder zumindest höflich bleiben. ich habe vor allem keine lust, die ganze zeit die cloudflare schutzwälle hochgezogen zu lassen oder AI-labyrinthe aufzustellen.
jedenfalls stolperte ich gestern abend bei meinem kontrollgängen über meine website über diesen fast 20 jahre alten beitrag: ich nenne es lesen
der beitrag erinnerte mich daran, dass „wir nennen es arbeit“ jetzt schon 20 jahre alt ist, dass ich seit 2006 einen youtube-kanal mit 63 abonnenten habe und einmal ein video veröffentlicht habe, das > 100k views eingesammelt hat.
und weil alex matzkeit mir, der kaltmamsel und franzi auf der republica die frage „wie war es damals wirklich?“ stellen wird, fiel mir die offensichtliche antwort wieder ein: damals war es genauso wie heute. ausser dass wir etwas jünger waren. es gab etwas weniger crawler und das hosting war eine spur einfacher, aber es gab und gibt genau so viel oder wenig interesse von echten menschen an in text-, audio- oder videoform geloggten inhalten wie heute.
google fand blogs damals total gut und schickte gelegentlich besucher vorbei, die dann irritiert wieder abzogen. heute schickt google nur noch leute vorbei, die sich für rezepte interessieren.
was geblieben ist: bloggen ist weiterhin ein randphänomen. und das ist auch nicht weiter schlimm. im gegenteil.
extrem faszinierend, die welt der polymorphe und kristalle. sehr gut und anschaulich erklärt. und: schokolade ist auch ein polymorph und ich hab jetzt endlich die wissenschaft hinter temperierter schokolade verstanden. kristallklare sehpfehlung.
Noch eine kleine Erkenntnis nebenbei: Man kann, wenn man an Krücken läuft, beim Gehen gar nicht aufs Handy sehen und dadurch erneut stürzen. Wie klug ist das denn eingerichtet? Und sollte man also einfach zur Prophylaxe an Krücken gehen?
heute früh haben frida und ich den morgenspaziergang zum büro statt in den rehbergen gemacht. ich bin ja ein steter homeoffice-mensch und gehe nur äusserst selten ins büro. aber der spaziergang in richtung und die anschliessende fahrt ins büro waren gar nicht mal so ineffizient. um 07:15 uhr sind wir los (zu fuss vom wedding zur bornholmer strasse, danach s-bahn zum ostkreuz) und um 8:50 uhr waren wir im büro. das waren anderthalb stunden, inklusive einer 5 minütigen frühstückspause. sonst gehen wir eine bis anderthalb stunden morgenspazieren.
trotzdem: meine produktivität im büro lässt sehr zu wünschen übrig. ich weiss gar nicht warum manche arbeitgeber immer noch das gegenteil annehmen, dass die produktivität im homeoffice zu wünschen übrig liesse. na gut, ich vermute ich weiss es schon: mangelndes vertrauen in die arbeitnehmenden.
das mit dem vertrauen funktioniert ja bekanntlich kontraintuitiv: wer vertrauen schenkt, bekommt es nicht nur zurück, sondern säät pflichtgefühl. das ist zumindest meine erfahrung. funktioniert mit menschen, genauso wie mit hunden.
was ich erst in den letzten monaten realisiert habe: wie effizient beschwerden sein können, wenn sie sachlich, freundlich und ohne emotionen vorgetragen werden. ich habe diese erfahrung als beschwerden-empfänger gemacht und ich kann berichten: emotional oder gar aggressiv vorgetragene beschwerden kann man leicht abperlen lassen und wegrationalisieren. die sachlichen, stimmigen und freundlichen hingegen sind die, die wirklich an die substanz gehen.
es gibt so vieles wo man mit intuition daneben liegen kann. gestern hat mir zum beispiel mark manson erklärt, dass die jagd nach positiven gefühlen dazu führt, dass wir uns schlecht fühlen. wenn man hingegen loslässt und auch negative gefühle akzeptiert, desto mehr kann diese akzeptanz positive gefühle hervorrufen. mark manson hat ein buch mit dem hervorragenden titel „the subtle art of not giving a fuck— a counterintuitive approach to living a good life“ geschrieben. leider fand ich mark manson in dem video eher unsympathisch, so dass ich derzeit weder lust habe weitere videos von ihm zu sehen, noch sein buch zu lesen, was es eigenartiger (und unintuitiver) weise auch als frei zugängliches pdf gibt.
trotz alledem bin ich weiterhin ein grosser fan von intuition. ich erzähle immer wieder gerne von meinem vater, der als krankenhaus-arzt im notdienst oft zehn bis zwanzig minuten vor einem notfall-anruf wach wurde. meine erklärung dafür ist völlig unesoterisch: wer sich intensiv mit etwas beschäftigt, tut das nicht nur bewusst, sondern auch unbewusst. das passiert, wenn man sich wirklich für ein thema interessiert und tief darin abtaucht.
ich habe mir immer gewünscht, auch in meinem leben solche themen zu finden, in die ich so tief eintauchen kann, dass sich daraus eine solche intuition entwickelt. gelegentlich gelingt mir das auch.
weil wir unsere abstellkammer um etwas regalplatz erweitern wollen, hat die beifahrerin heute ein paar ivar-regalbretter gekauft. als die da so im flur standen sonderten sie einen so angenehmen kiefernharzduft aus, dass ich nicht umhinkam das mehrfach gegenüber der beifahrerin zu erwähnen.
ich bin ja schon immer ein grosser ikea-fan, aber noch länger ein ivar fan. die kombination aus primitiven, aber effektivem design, extremer langlebigkeit und stabilität und dass es die serie mindestens so lange gibt, wie es mich gibt, finde ich faszinierend. und wo gibt es das heutzutage noch? ein produkt das es seit > 50 jahren gibt und volle kompatibilität zu allen versionen behalten hat? ein produkt das auch tatsächlich länger als 50 jahren hält und das beliebig viele umzüge unbeschadet überlebt und trotzdem nicht altbacken aussieht?
und das dazu auch noch (fabrikneu) wahnsinnig gut riecht?
etwas unkonventionelle eckkonstruktion, funktioniert aber
diese variation ergibt einen interessanten, ganz leckeren, würzigen salat, aber ich schreibe es mehr für mich auf, weniger als empfehlung zum nachkochen.
dieses effilee rezept [€] für einen klassichen caesar salad habe ich heute etwas variert. chicorée statt römersalat, etwas fisch- und sojasauce statt sardellen, reisessig statt limette, tofu statt croutons.
zutaten
2 chcorée (statt 1 kopf römersalat)
¾ tasse olivenöl
1 TL worcestersauce
¼ EL dijon-senf
1 knoblauchzehe, zerdrückt
1 ei (2 minuten in kochendem wasser)
ein paar spritzer reisessig statt saft von 1 limette
frisch gemahlener schwarzer pfeffer
¼ tasse parmesan, gerieben
4 räuchertofu im airfryer crisp gebraten (statt croutons)
1 TL fisch- und sojasauce (statt 6 sardellenfilets)
zubereitung
den salat putzen und die einzelnen blätter in mundgerechte stücke zerzupfen
in einer schüssel senf, knoblauch, sardellen, worcestersauce, essig oder limettensaft und einen teil des parmesans zu einer paste verrühren
das leicht gekochte ei trennen, das eigelb unter die Paste rühren und gut vermischen.
nach und nach das olivenöl hinzufügen und kräftig verrühren, bis ein cremiges dressing entsteht
den salat dazugeben und vorsichtig mit dem dressing vermengen.
mit dem restlichen parmesan anrichten, mit tofu oder croutons belegen und gegebenenfalls mit frisch gemahlenem pfeffer bemahlen
nach dem morgenspaziergang gab’s erst mal salziges müsli auf nudelbasis, also eigentlich resteessen (spargelrest, ruccolarest, bärlauchpesto, spaghetti und etwas spitzpaprika).
nach dem anrichten, also vermengen zum verspeisen, sieht das leider nicht mehr so appetitlich aus. war aber extrem lecker.
apropos essen, zu meinem gewicht habe ich auch schon länger nichts geschrieben. das thema ist einerseits frustrierend, andererseits sehr erfreulich. denn im prinzip halte ich mein gewicht im schnitt seit dezember konstant auf 94 kilo. frustrierend ist, dass ich da ohne anstrengung oder weiteren verzicht nicht drunterkomme.
seit dezember (94,5 kg) pendelt mein gewicht zwischen 94 und 93 kg.
man sieht leichte abwärtbewegungen vom dezember (94 kg) zum januar und februar, märz und april sind wieder etwas höher, aber weiter um die 94 kg.
aber wie man gelegentlich auch hier sieht, verzichte ich auf nichts wenig und esse mehr oder weniger worauf wir lust haben. süssspeisen esse ich gelegentlich, wenn ich sie mir selbst bauen kann, die portionen halte ich klein und statt nachzuschlagen, freue ich mich lieber auf den nächsten morgen, um die reste dann zu verspeisen.
den muskelaufbau lasse ich (natürlich) auch etwas schleifen. was ich regelmässig mache: an der klimmzugstange rumziehen. ich würde gerne sagen, dass ich jetzt zwei klimmzüge am stück schaffe, aber das stimmt nur zu 80%. ich schaffe mit jedem der zwei griffe jeweils einen klimmzug zu 80%. heute habe ich zum ersten mal einen kompletten klimmzug aus dem hang geschafft, also komplett in dem sinn, dass das kinn über die stange kam. zufällig hab ich das auch aufgezeichnet. der technik-trick dahinter erfreut mich beinahe mehr, als der klimmzug selbst: ich hatte das schonmal aufgeschrieben: unsere kameras schauen weg, wenn wir da sind, und drehen sich erst auf die wohungs- und balkontür, wenn wir weg sind. ich kann die flurkamera aber natürlich auch so drehen wie ich will und da unsere kameras homekit secure video bespielen, kann ich den kameras auch sagen, dass sie scharfgeschaltet sind und personen und bewegungen aufzeichnen. so zeichnet die flur kamera dann automatisch das hier auf.
gestern abend erinnerte mich dr. sten ekberg daran, wie nützlich es sein kann liegestützen zu machen. seit ich mich dazu zwinge die liegestützen auf meinen fääusten zu machen, sinkt meine liegestütz-motivation. auf den fäusten tun liegestützen nicht nur etwas weh, die fäuste zwingen mich auch in eine position in der ich lediglich 10 bis 15 liegestützen schaffe. jetzt hab ich mir gedacht dass ich jetzt regelmässig, zwei mal täglich 25 liegestützen versuche und wenn ich auf den fäusten eben nur 10 oder 15 schaffe, den rest in der normalen liegestützhaltung mache.
heute früh beim morgenspauiergang haben frida und ich einen hilferuf ignoriert.
„help!“
mein streakzähler auf der rückseite meldet heute 365 tage an denen ich täglich etwas veröffentlicht habe. wenn ich darüber nachdenke wie ich im letzten jahr, also in den letzten 365 tagen gebloggt habe, dann würde ich sagen, dass ich vor allem geloggt habe. und zwar im ursprünglichen sinn von loggen. festhalten was ich im internet und meinen screens gesehen und gelesen habe, was mir gefallen hat und was ich mir so denke und fotogarfiert habe. was ich gegessen habe, wie sich der baum auf der bürgerwiese verändert.
möglicherweise ist das ein phase, vielleicht was langfristiges, aber ich merke, dass ich mein leben mit gewohnheiten und routine zu strukturieren versuche. momentan gefällt mir das in meinem selbstgewählten rhythmus und takt zu leben und im prinzip jeden tag das gleiche zu machen. die interessanz kommt durch die kleinen unterschiede, subtilen veränderungen. seit vier wochen gehen frida und ich mehr oder weniger die gleiche route. früher habe ich versucht für etwas mehr abwechslung zu sorgen. aber ich merke dass es mir uns frida gefällt jeden tag das gleiche zu tun und nur details, kleinigkeiten zu variieren. wir gehen jeden tag am möwensee vorbei, aber manchmal schlägt frida vor links zu gehen, mal findet sie rechts am see vorbei auch gut. trotzdem entdecken wir jeden tag etwas neues.
das ist wirklich witzig. da haben leute in die ikea smarthome app geschaut und haben neue, noch nicht veröffentlichte (smarthome) produkte entdeckt:
extrem faszinierend, die welt der polymorphe und kristalle. sehr gut und anschaulich erklärt.
und: schokolade ist auch ein polymorph und ich hab jetzt endlich die wissenschaft hinter temperierter schokolade verstanden. kristallklare sehpfehlung.