mor­gen­spa­zier­gang 18.10.2026

felix schwenzel in bilder

mir kommt es vor als läge ber­lin am po­lar­kreis. mor­gens wird es nicht mehr rich­tig hell. heu­te zu­min­dest. ob­wohl wir ex­tra spät los­gin­gen, wars wirk­lich düs­ter.

café an der brüsseler strasse im wedding. das café ist geschlossen, aber die pinke aussenbeluchtung leuchtet gegen das trübe morgenlicht an.

wir sind vom wed­ding zum prenz­lau­er berg ge­lau­fen. rich­tung prenz­lau­er berg wur­de es zwar nicht hel­ler, aber je nä­her wir dem prenz­lau­er berg ka­men, des­to hö­her wur­de die an­zahl ein­la­den­der ca­fés. oder wie ich mo­men­tan sa­gen wür­de: die dich­te der ein­la­den­den koh­len­hy­dra­te-, zu­cker- und kof­fe­in-dea­ler ver­hält sich of­fen­bar um­ge­kehrt pro­por­tio­nal zur ent­fer­nung vom prenz­lau­er berg.

es ist wirk­lich er­staun­lich wie emo­tio­nal ich auf kaf­fee­haus-ge­schirr­ge­klim­per und stim­men-wirr­war re­agie­re. oder kaf­fee­duft und ge­dimm­tes, gelb­sti­chi­ges licht die aus sol­chen lä­den strö­men. nur die aus­la­gen in den the­ken und den re­ga­len rei­zen mich nicht mehr. das ist er­staun­lich, denn frü­her wäre ich für eine gute cin­na­mon roll oder ein nata oder crois­sant mei­len­weit ge­gan­gen. jetzt hab ich mor­gens bock auf def­tig. wäh­rend des spa­zier­gangs me­di­tier­te ich dar­über wie ich mir den rest­li­chen kraut­sa­lat von ges­tern abend heu­te früh ver­län­gern wür­de. mit frisch blan­chier­ten boh­nen und zwei stan­gen su­ri­mi, et­was sah­ne und so­ja­sauce hat mir das dann spä­er zu­hau­se mehr freu­de be­rei­tet als eine süss­spei­se.

an­sons­ten war der spa­zier­gang ein deut­li­cher hin­weis der welt dar­auf, dass jetzt die trü­be jah­res­zeit be­gon­nen hat und die stadt noch et­was trüb­se­li­ger wirkt als sonst.

eingang vom schwimmbad am humboldhain. man sieht durch das geschlossene tor die wasserrutsche, die stimmung ist sehr herbstlich und trübe.

wenn man die au­gen zu­sam­men­kneift, kann man am ge­sund­brun­nen kurz das ge­fühl ge­ne­rie­ren in man­hat­tan zu sein. aber das ge­fühl hält nicht lan­ge.

blick auf die graue swinemünder brücke, im hintergrund graue plattenbauten und grauer himmel.

an­de­rer­seits ist auch man­hat­tan trüb­se­lig und wan­delt sich mit bru­ta­ler här­te. am s-bahn­hof schön­hau­ser al­lee sind über­all alte fo­tos in die ka­cheln und wän­de ein­ge­ar­bei­tet. bil­der aus der zeit vor dem mau­er­fall oder den welt­krie­gen. nichts ist mehr so wie frü­her, fast kein la­den den es noch vor 5 oder 10 jah­ren gab gibt es noch. das es­pres­so house das vor ein paar jah­ren noch am ein­gang der ar­ca­den war, ist jetzt über die stras­se ge­wan­dert und hat die räu­me des ehe­ma­li­gen bal­zac cof­fee über­nom­men. da wo frü­her das es­pres­so house war ist jetzt ein star­bucks. die ei­nen kom­men, die an­de­ren ge­hen und dann kom­men wie­der an­de­re. auch mit au­to­tei­len scheint man off­line heut­zu­ta­ge kein ge­schäft mehr ma­chen zu kön­nen.

blick durch die fenster eines aufgegebenen autoersatzteilhändlers an der pankstrasse

auch auf­fäl­lig wie schnell das neue ber­lin al­tert. die­se neu­bau­ten am ge­sund­brun­nen, bzw. bär­bel-boh­ley-ring sind ge­ra­de mal zehn jah­re alt und schei­nen nicht in wür­de al­tern zu wol­len. kann na­tür­lich sein, dass die­se neu­bau­ten in son­nen­licht we­ni­ger trüb­sal bla­sen.

wohnblock am bärbel-bohley-ring am gesundbrunnen. die fassade sieht für einen zehnjährigen bau schon ziemlich versifft aus, auf einem balkon siehtz man einen besen an die gläserne brüstung gelehnt.

das ehe­ma­li­ge um­spann­werk an der ko­pen­ha­ge­ren stras­se al­tert da­ge­gen ziem­lich wür­de­voll, auch nach gut hun­dert jah­ren.

ein fenster des alten umspannwerks in der kopenhagener strasse im prenzlauer berg. die fenster haben grün gestrichene metallrahmen und die brüstungen der fenster sind gemauert.

ins­ge­samt 6 ki­lo­me­ter ge­lau­fen und um die zwei stun­den un­ter­wegs ge­we­sen. 

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ifttt ge­kün­digt

felix schwenzel in über wirres

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ifttt.com habe be­nutzt seit es ifttt gibt. drü­ber ge­schrie­ben hab ich mal 2013 und 2014. ifttt.com war ein wahr­ge­wor­de­ner traum für mich. un­kom­pli­zier­ter zu­griff auf alle mög­li­chen APIs und da­mit mal eben schnell was bau­en oder aus­pro­bie­ren. aber al­les schö­ne hat ein ende und das ers­te ende hat ifttt um das jahr 2020 selbst ei­n­eg­führt als fast alle diens­te und app­lets kos­ten­pflich­tig wur­den oder ein kos­ten­pflich­ti­ges kon­to be­nö­tig­ten. ich habe das noch bis jetzt mit­ge­spielt weil ich kei­nen an­de­ren weg fand die da­ten von mei­ner selbst­ge­bau­ten waa­ge in die ios he­alth app zu schau­feln.

die­sen weg habe ich jetzt ge­fun­den und mein ifttt-kon­to ge­kün­digt, für das ich die letz­ten 6 jah­re so um die 5 euro mo­nat­lich be­zahlt habe.

screenshot der ifttt-kündigungsseite, auf der nochmal nachgefragt ob man sicher sei und warum man gehen wolle

in the end i used ifttt more or less only to get my weight from home as­sistant in ios he­alth. that did not work re­lia­bly any more for a cou­ple of month. i found a much bet­ter and relable DIY so­lu­ti­on (home as­sistant no­ti­fi­ca­ti­on that trig­gers a short­cut on my pho­ne).


be­vor ich den short­cut be­schrei­be, mit dem ich jetzt tat­säch­lich zu­ver­läs­sig mein ge­wicht in ios he­alth be­kom­me, noch­mal ein paar wor­te dazu, was auch nicht zu­ver­läs­sig funk­tio­niert hat.

es gibt meh­re­re apps die ex­akt mei­nen us­eca­se ab­bil­den: da­ten aus home as­sistant aufs te­le­fon oder um­ge­kehrt schi­cken:

weil die­se apps alle dazu ge­zwun­gen sind im hint­ter­grund des te­le­fons zu ar­bei­ten, ha­kel­te es im­mer wie­der beim ein­tra­gen mei­nes ge­wichts in die ios he­alth app. aus­ser­dem: war­um mit ner ka­no­ne auf spat­zen schies­sen, bzw. auf ein da­tum mit ner app schies­sen?

mei­ne lö­sung: home as­sistant sen­det, so­bald ich mich ge­wo­gen habe, ein be­nach­rich­ti­gung an mein te­le­fon:

automation:
  - id: gewicht_ix_apple_health_shortcut
    alias: Gewicht ix → Apple Health
    descrip­ti­on: Notify mit Prefix HAWEIGHT → iOS prüft Message im Wenn-Block
    mode: single
    triggers:
      - trigger: state
        entity_id: sensor.gewicht_ix
        not_to:
          - unknown
          - una­vailable
    conditions:
      - condition: template
        value_template: "{{ trigger.from_state.state != trigger.to_state.state }}"
    actions:
      - action: notify.mobile_app_ixr
        data:
          title: Gewicht
          # Prefix für Shortcut-Wenn. Komma bei­be­hal­ten (Punkt → 926 kg).
          message: >-
            HAWEIGHT:{{ states('sensor.gewicht_ix') | float(0) | round(1)
            | string | replace('.', ',') }}
          data:
            tag: gewicht_ix_health
      # Shortcut braucht etwas Zeit; clear via Companion-Tag (kein HA aus Shortcuts)
      - delay:
          seconds: 60
      - action: notify.mobile_app_ixr
        data:
          message: clear_no­ti­fi­ca­ti­on
          data:
            tag: gewicht_ix_health

auf ios sei­te trig­gert das ei­nen short­cut. short­cuts kön­nen seit ios 27 (end­lich) auch ohne mein zu­tun von be­nach­rich­ti­gun­gen ge­trig­gert wer­den. das ging vor­her nur mit ei­nem klick auf die be­nach­rich­ti­gung. so ist der short­cut auf­ge­baut:

TRIGGER:
  Mit­tei­lung von "Home Assistant"
  Titel enthält "Gewicht"

# weil der Filter nach Titel nicht zu­ver­läs­sig funk­tio­niert 
# werden die Home Assistant-Mit­tei­lun­gen hier nochmal gefiltert.

WENN Mit­tei­lung.Text "HAWEIGHT" enthält:
    Ersetze "HAWEIGHT:" in Mit­tei­lung.Text durch ""

SONST:
    Kurz­be­fehl stoppen

ENDE WENN

Wenn-Ergenis in eine Zahl umwandeln

Pro­to­kol­lie­re Health-Messung:
    Typ:   Gewicht
    Wert:  Zahl (kg)
    Datum: Stan­dard­wert

ich hat­te noch eine zwei­te au­to­ma­ti­sie­rung bei ifttt: so­bald ich ein you­tube vi­deo ge­favt habe, führ­te ifttt ei­nen web­hook aus, der dann in kir­by das an­le­gen ei­nes fa­vo­ri­ten für das you­tube-vi­deo aus­lös­te. statt die you­tube-api ab­zu­fra­gen, prüft kir­by jetzt den RSS-feed ei­ner play­list und holt alle paar mi­nu­ten neu hin­zu­ge­füg­te vi­de­os in kir­by. 


das in­die­web macht kei­ne vor­schrif­ten

felix schwenzel in artikel

ich nut­ze ei­ni­ge der in­die­webtools die aa­ron pare­cki zur nut­zung im web be­reit­stellt: mei­ne check­ins über die swarm ios app lan­den über own­y­ours­warm bei mir auf der web­sei­te. wenn es own­y­ours­warm nicht gäbe, wür­de ich swarm nicht nut­zen. frü­her, als man in­sta­gram noch scra­pen konn­te, habe ich das mit in­sta­gram und own­y­our­gram ge­macht. own­y­our­gram funk­tio­niert seit ei­ner wei­le nicht mehr, de­halb nut­ze ich in­sta­gram jetzt an­ders­rum. ich pos­te bil­der zu­erst hier und wenn ich sie für ge­eig­net für in­sta­gram hal­te, las­se ich sie au­to­ma­tisch aus kir­by per script auf in­sta­gram pos­ten.

ich nut­ze quill von aa­ron um an­de­rer leu­te bei­trä­ge im web zu li­ken oder zu book­mar­ken und um fo­tos von un­ter­wegs zu pos­ten. in der neu­en, kom­plett neu ge­schrie­be­nen ver­si­on ist es noch­mal nütz­li­cher ge­wor­den. ich kann ein oder meh­re­re bil­der von un­ter­wegs pos­ten, in­klu­si­ve tags, alt tex­ten, ti­tel, ei­nem text und syn­di­zie­rungs-tar­gets. kon­kret: per knopf­druck wird ein bild das ich mit quill auf wir­res.net ver­öf­fent­li­che auch gleich auf blues­ky, mast­o­don, grain oder in­sta­gram cross­ge­pos­tet.

je­den­falls: aa­ron hat sei­ne tools mit hil­fe von clau­de „re­buil­det“. die tools sind teil­wei­se be­reits 15 jah­re alt und ei­nen sol­chen zoo an öf­fent­lich zu­gäng­li­chen web-diens­ten zu ver­wal­ten ist si­cher kein ver­gnü­gen. des­halb freue ich mich sehr, dass aa­ron die­se tools jetzt re­no­viert hat, statt sie ab­zu­schal­ten. denn das wäre die al­ter­na­ti­ve zur über­ar­bei­tung mit hil­fe von co­ding-as­sis­tenz ge­we­sen.


ich bin schon lan­ge ein gros­ser fan des in­die­webs. es be­deu­tet ja auch in ers­ter li­nie auch nichts an­de­res als das, was brennan ken­neth brown hier sag­te:

the main idea be­ing to em­power in­di­vi­du­als to own their own iden­ti­ty, data, and web pre­sence ra­ther than re­ly­ing on cen­tra­li­zed so­cial me­dia si­los

das ist der zen­tra­le ge­dan­ke: die mir wich­ti­gen din­ge ver­wal­te ich selbst. das schliesst nicht aus, dass ich zen­tra­le oder de­zen­tra­le ex­ter­ne diens­te oder si­los be­nut­ze. der un­ab­hän­gig­keits­ge­dan­ke des in­die­webs schreibt nicht vor wel­che werk­zeu­ge ich zum er­rei­chen die­ses ziels be­nut­ze, noch nicht mal die pro­to­kol­le die ich nut­ze. wenn mir da­nach wäre, könn­te ich eine 1a in­die­websei­te bau­en, die aus­schliess­lich über das go­pher-pro­to­koll zu­gäng­lich wäre. ich muss kei­ne web­men­ti­ons oder mi­cro­for­ma­te nut­zen um in­die­web zu ma­chen. ich kann auch mit json-ld und men­ti­on-scra­pern völ­lig un­ab­hän­gig das netz we­ben. oder in­dem ich ein­fa­che txt, md oder html da­tei­en ver­öf­fent­li­che. aber ein paar die­ser in­die­web­tools ha­ben sich als enorm prak­tisch und ef­fi­zi­ent er­wie­sen. des­halb nut­ze ich sie auch so­weit ich sie be­grei­fe.

die­se tools, stan­dards und pro­to­kol­le die man all­ge­mein mit dem in­die­web ver­bin­det, habe ich in der zeit vor KI-co­ding as­sis­ten­ten im­mer nur so halb ver­stan­den und des­halb halb­gar um­ge­setzt. mit co­ding as­sis­tenz und viel ex­pe­ri­men­tier­freu­de ver­ste­he ich das al­les nicht nur bes­ser, son­dern kann es auch so be­trei­ben, dass es für mich rei­bungs­frei und nutz­brin­gend funk­tio­niert.

das in­die­web ver­ste­he ich de­halb nicht als samm­lung von re­geln oder vor­schrif­ten, son­dern als stän­di­ge er­in­ne­rung dar­an, wie wich­tig es ist hier und da kon­trol­le über die ei­ge­nen din­ge zu­rück­zu­ho­len und zu be­hal­ten, aber vor al­lem als stän­di­ge in­spi­ra­ti­ons­quel­le und neu­gier­be­frie­di­gungs­ma­schi­ne. 


ein ♥ für …

felix schwenzel in notiert

mei­ne mut­ter hat es sich stets ver­be­ten ihr zum „mut­ter­tag“ zu gra­tu­lie­ren. war­um soll­te man nur an ei­nem be­stimm­ten tag sei­ne mut­ter wert­schät­zen? wir ha­ben uns des­halb be­müht im­mer nett und an­er­ken­nend zu sein, nicht nur am mut­ter­tag.

zu weih­nach­ten schen­ken die bei­fah­re­rin und ich uns schon lan­ge nichts mehr. ers­tens ha­ben wir al­les und zwei­tens, wenn uns et­was fehlt, kau­fen wir es uns un­ter dem jahr oder über­ra­schen uns ein­fach mal so mit et­was schö­nem. wenn die bei­fah­re­rin ein­kau­fen geht frag ich im­mer halb im scherz: brings­te mir ne über­ra­schung mit? wozu braucht man da noch weih­nach­ten?

als frank kürz­lich zu „Ein ♥ für Blogs“ auf­rief, hat­te ich ei­nen ähn­li­chen ge­dan­ken: war­um am 6.12. ei­nen bei­trag ver­öf­fent­li­chen, in dem ich „le­sens­wer­te, deutsch­spra­chi­ge Blogs“ vor­stel­le? das ma­che ich doch oh­ne­hin schon so gut wie je­den tag?

ich wür­de schon be­haup­ten wol­len, dass ich ger­ne auch mal aus mei­nen bla­sen in an­de­re bla­sen krie­che und lin­ke — oder das zu­min­dest ver­su­che. und in den letz­ten mo­na­ten hat nach mei­nem emp­fin­den die qua­li­tät und quan­ti­tät in mei­nem feed­rea­der si­gni­fi­kant zu­ge­nom­men, auch weil es so vie­le neue werk­zeu­ge oder neu­er­dings top-ge­pfleg­te blogrol­len gibt. ich hab vie­le neue blogs ent­deckt und tei­le das auch re­gel­mäs­sig hier mit.

für mich ist je­der tag ist ein ♥ für blogs. des­halb mach ich am 6.12 bei franks lo­bens­wer­ter ak­ti­on nicht mit.

aus­ser … ihr macht mir hier in den kom­men­ta­ren oder per mail vor­schlä­ge1 die mich in­ter­es­sie­ren und die ich noch nicht kann­te oder un­ter­re­prä­sen­tiert habe. dann ver­öf­fent­li­che ich die kom­men­tiert in ei­mem bei­trag am 6.12. 


  1. selbst­no­mi­nie­run­gen sind nicht aus­ge­schlos­sen. ↩


sig­gi

felix schwenzel in notiert

Ex­ege­se­tip falls das zu kom­pri­miert aus­ge­fal­len ist: in den Blech­kol­le­gen der Wahl wer­fen und Er­klä­rung bit­ten.

sig­gi be­cker war frü­her ein in­te­gra­ler be­stand­teil des ele­tri­schen re­por­ters. so­weit ich weiss, ar­bei­te­te er dort re­dak­tio­nell mit und trat am ende auch öf­ter auf („sig­gis letz­te wor­te“). ge­le­sen hab ich ihn auch schon im­mer1.

nur ver­stan­den habe ich ihn nie.

dank sig­gis klu­gem tipp am ende des oben ver­link­ten ar­ti­kels habe ich jetzt erst­mals et­was von dem ver­stan­den was er schreibt oder sagt. das ist fort­schritt. 


  1. auch wenn sig­gis NOW!-ar­chiv nur bis 2010 zu­rück­reicht, hab ich ihn schon zu mehr­zweck­beu­tel-zei­ten ge­le­sen. da­von sind noch frag­men­te auf sig­gi­be­cker.de zu fin­den. dort reicht das ar­chiv zu­rück bis 2003. das ar­chiv des elek­tri­schen re­por­ters selbst reicht lei­der nur bis 2012 (auf you­tube). ↩




von mir völ­lig aus dem zu­sam­men­hang ge­ris­sen:

Ich bin lei­der für ewi­ge Un­klar­heit.

[N]icht rich­tig schei­ße sein zu wol­len, bleibt eine wich­ti­ge Auf­ga­be.

weil ich’s aus dem zu­sam­men­hang ge­ris­sen habe, emp­feh­le ich na­tür­lich auch das selbst zu le­sen: In­ven­tur.

oder bes­ser, gleich das gan­ze „Lasst uns ge­mein­sam ei­nen bes­se­ren Welt­un­ter­gang bau­en!“ zu le­sen oder zu abon­nie­ren. 

followdonnerstag


leck­test

felix schwenzel in notiert

dank an blog­se­quenz.de für den hin­weis auf den leck­test (heisst wirk­lich so). der leck­test tes­tet web­sei­ten auf da­ten­lecks. also coo­kies, auf­ruf von goog­le ana­ly­tics, you­tube-ein­bet­tun­gen. wir­res.net schnei­det gut ab, weil ich mich sehr be­mü­he hier kein dritt­an­bie­ter-ge­döns ein­zu­bau­en und al­les lo­kal und coo­kiel­os aus­zu­lie­fern.

wertung vom „lecktest“: A 100/100

aber als ich ein paar blogs in mei­ner blogrol­le mal dem leck­test un­ter­zo­gen habe, hab ich al­les ge­se­hen, von A, B, C bis E. also teil­wei­se fet­te lecks. da ich auch die tech­ni­sche ver­ant­wor­tung für die web­sei­ten der bei­fah­re­rin habe und leck­test da auch lecks fest­ge­stellt hat, hab ich da eben ein biss­chen rum­ge­fum­melt bis ka­tia­kelm.de und ka­tia­kelm.de/blog ihre A-wer­tung be­kom­men ha­ben. ich kann das al­len ins in­ter­net schrei­ben­den emp­feh­len da mal ihre web­sei­ten zu tes­ten und das dann ge­ra­de zu bie­gen (las­sen) bis ein A raus­kommt. 



beim mor­gen­spa­zier­gang roch die gan­ze stre­cke nach kaf­fee-rös­tung und an­ge­nehm fer­men­tie­rem laub. der him­mel sah dra­ma­tisch aus und auf der ka­nal dampf­te an den stel­len auf den die son­ne be­reits schien.

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auf dem west­ha­fen ge­län­de ent­lu­den zwei bag­ger kies von ei­sen­bahn­wag­gons auf LKW. ge­le­gent­lich schob ein klei­ner, fern­ge­steu­er­ter an­droid die wag­gons ein paar me­ter nach vor­ne.

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ich fra­ge mich ja im­mer, war­um die men­schen und gas­tro­no­men zu hal­lo­ween spin­nen­we­ben an und in häu­sern an­brin­gen, wenn es doch viel ein­fa­cher wäre in vor­be­rei­tung auf hal­lo­ween ein­fach nie zu put­zen und nichts zu re­pa­rie­ren. dann wäre man zu hal­lo­ween im­mer per­fekt vor­be­rei­tet. 




rss2email — wir­res.net per mail, wenns sein muss

felix schwenzel in über wirres

ro­man ja­siek hat es mehr­fach auf sei­ner sei­te er­wähnt und schreibt es auch ger­ne in kom­men­tar­spal­ten:

[Ich den­ke], dass eine gro­ße Chan­ce für Blog­ger dar­in be­steht, die In­hal­te per News­let­ter an die ei­ge­ne Le­ser­schaft aus­zu­spie­len.

als ich vor acht mo­na­ten mal test­wei­se ei­nen news­let­ter mit mailchimp ge­baut habe, mel­de­te sich ex­akt eine per­son an: mei­ne mut­ter. kurz da­nach schoss mailchimp den news­let­ter dann ab, an­geb­lich we­gen ver­stös­sen ge­gen mailchimps „Richt­li­nie zur zu­läs­si­gen Nut­zung“.

ich habe mei­ner mut­ter dann auf mei­nem hei­mi­schen li­nux ser­ver ein script in­stal­liert (rss2mail), dass den /feed ein­liest und für je­den neu­en bei­trag eine mail an mei­ne mut­ter (und mich) schickt. das funk­tio­niert jetzt seit 8 mo­na­ten sehr zu­ver­läs­sig und feh­ler­frei. mei­ne mut­ter freut sich, meint sie wür­de al­les le­sen, auch das was sie nicht ver­steht oder was sie nicht in­ter­es­siert.

RSS ist für mei­ne mut­ter kei­ne op­ti­on: da­für brauchts eine ei­ge­ne app, die kon­fi­gu­riert wer­den müss­te und dann auch noch auf te­le­fon, ipad1 und ipad2 in­stal­liert wer­den müss­te. dann müss­te sie die auch noch öff­nen, was sie mit ih­rer email-app oh­ne­hin je­den tag (oder mehr­fach am tag) macht.

für mich ist die ko­pie prak­tisch, weil ich so ge­le­gent­lich feh­ler sehe, die ich sonst nicht sehe und eine art back­up is­ses auch.

je­den­falls dach­te ich: auch wenn sich nie­mand für ei­nen wir­res.net news­let­ter in­ter­es­siert, könn­te ich den mail­ver­sand ja trotz­dem an­bie­ten auf mei­ner /fol­gen sei­te.

wer also wir­res.net per email be­kom­men möch­te kann ich auf mei­ner zu­hau­se be­trie­be­ne rss2mail-in­stanz hin­zu­fü­gen. die­se ver­sen­det für je­den auf der start­sei­te ver­öf­fent­lich­ten ar­ti­kel eine email mit dem vol­len in­halt. die email wird über mein pri­va­tes goog­le-mail-kon­to (im bcc) als html-mails ver­sen­det. email an ix ät wir­res punkt net reicht, dann tra­ge ich die adres­se ma­nu­ell ein.

die emails se­hen so aus:

hier die mails als .eml zur vor­an­sicht:

 


re­pa­rie­ren, re­stau­rie­ren und ma­chen

felix schwenzel in notiert

in den letz­ten mo­na­ten er­wi­sche ich mich im­mer wie­der da­bei wie ich mir stun­den­lang re­pa­ra­tur- und re­stau­rie­rungs­vi­de­os an­se­he. vor al­lem be­ob­ach­te ich, wie sehr mich das be­frie­digt. das ist nicht neu, vor zehn mo­na­ten hab ich das schon­mal an­ge­merkt.

aber heu­te fra­ge ich mich, ob die­se be­frie­di­gung nicht auch ei­nen po­li­ti­schen aspekt hat. in ei­ner welt der en­tro­pie, in der nicht im­mer al­les zu­sam­men­passt oder so funk­tio­niert, wie man sich es vor­stellt oder wünscht, kann re­pa­ra­tur, hei­lung, auf hoch­glanz brin­gen eine ka­thar­ti­sche wir­kung ha­ben.

zu se­hen, dass man ka­put­tes, zer­stör­tes, hoff­nungs­los ver­schmutz­tes auch wie­der schön und funk­ti­ons­fä­hig ma­chen kann zeigt, dass ver­fall nicht zwangs­läu­fig ist, dass es bes­ser wer­den kann, dass wir et­was aus­rich­ten kön­nen, dass ver­än­de­rung mög­lich ist.

viel­leicht ist schrei­ben, ins in­ter­net schrei­ben, krea­ti­ve wer­ke schaf­fen und re­pa­rie­ren auch ge­nau des­halb so ein tie­fes be­dürf­nis von uns al­len. ich kann mich noch sehr gut dar­an er­in­nern, dass ma­len in mei­enr kin­der­gar­ten­zeit eine bei­na­he ma­gi­sche und tief be­frie­di­gen­de wir­kung hat­te. et­was ein­fan­gen und fest­hal­ten und gleich­zei­tig ge­stal­ten. an die­sem blog rum­schrau­ben und da rein zu schrei­ben und zu pos­ten ist auch ein auf­stand ge­gen die en­tro­pie, den ver­fall, das ver­ges­sen.

und auch hier fällt mir wie­der si­sy­phos ein. re­pa­rie­ren, fest­hal­ten, kre­ieren ist der fels­bro­ken von si­sy­phos. jede re­pa­ra­tur geht ir­gend­wann wie­der ka­putt, nach der spül­ma­schi­nen-re­pa­ra­tur ist vor der spül­ma­schi­nen-re­pa­ra­tur. aber, man muss sich den re­pa­rie­ren­den als glück­li­chen men­schen vor­stel­len. das wah­re schla­raf­fen­land ist nicht der ort wo ei­nem die ge­bra­te­nen tau­ben in den mund oder die hand flie­gen, son­dern der ort und die zeit an dem man sich tau­ben bra­ten kann — und es dann auch tut — für sich oder an­de­re.

in ge­nau die­sem zu­sam­men­hang fiel mir heu­te auf, dass bil­der von fein säu­ber­lich ge­ord­ne­ten sa­chen (things neat­ly or­ga­ni­zed) die glei­che wir­kung ha­ben kön­nen wie re­pa­ra­tu­ren. aber vor al­lem fiel mir auf, dass things­or­ga­ni­zed­neat­ly.tumb­lr.com ir­gend­wann aus mei­nem RSS-rea­der ge­fal­len sein müs­sen. war es aber gar nicht, es gibt nur of­fen­sicht­lich nicht mehr so vie­le fein säu­ber­lich ge­ord­ne­ten sa­chen. 

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LL­Ms und das in­ter­net kil­led my hei­se abo

felix schwenzel in artikel

ich war über ein jahr­zehnt, viel­leicht so­gar zwei jahr­zehn­te abon­ne­ment der c’t. 2013 hat­te ich kei­ne lust mehr auf das alt­pa­pier, das mit den c’t-ar­ti­keln mit­ge­lie­fert wur­de und kün­dig­te mein c’t abo. da­mals gab es, so­weit ich mich er­in­ne­re, kein rei­nes on­line c’t abo. zwi­schen­zeit­lich las ich c’t wei­ter bei mei­nem ar­beit­ge­ber und kauf­te ge­le­gent­lich ein­zel­ar­ti­kel. seit sep­tem­ber 2021 bin ich hei­se+ abo­nent. da­mit konn­te ich al­les auf hei­se.de le­sen, in­klu­si­ve des make ma­ga­zi­ne und der c’t.

heu­te hab ich mein hei­se+ abon­ne­ment ge­kün­digt. war­um er­zähl ich gleich, aber erst muss ich noch­mal zwei schlen­ker ma­chen.


im ja­nu­ar 2024 ha­ben wir ei­nen neu­en gas­zäh­ler be­kom­men. nach­dem ich mir die spe­zi­fi­ka­tio­nen des bei uns ein­ge­bau­ten mo­dels an­ge­se­hen hat­te, kam ich auf die idee, dass ich den im­puls­geb­ner des gas­zäh­lers mit ei­nem aqa­ra-tür­sen­sor ab­grei­fen könn­te. wahr­schein­lich war das nicht mei­ne ori­gi­nal-idee, wahr­schein­lich las ich in ei­nem home-as­sistant-fo­rum oder an­ders­wo von leu­ten die so­was ähn­li­ches ma­chen. das klapp­te auf an­hieb, weil der tür­se­nor ohne plas­tik-hül­le ge­nau in eine aus­spa­rung des gas­zäh­lers pass­te und der im­puls­ge­ber den reed-kon­takt des aqa­ra-sen­sors zu­ver­läs­sig mit je­der um­dre­hung aus­lös­te. das ein­zig un­zu­ver­läs­si­ge war mei­ne be­fes­ti­gung mit kle­be­band, wes­halb ich ir­gend­wann nach ei­nem 3d-druck für ei­nen hal­ter such­te, ei­nen fand und mir den dru­cken liess.

seit­dem zählt der tür­sen­sor zu­ver­läs­sig im­pul­se und home as­sistant wan­delt das in ei­nen ver­brauchs­sen­sor.

nach­dem uber­space an­fang 2023 php 7.4 auf al­ten­teil schob, lief mein auf ez­pu­blish ge­hos­te­tes blog zwar noch, aber ich konn­te kei­ne bei­trä­ge mehr ver­öf­fent­li­chen, weil ez­pu­blish zu vie­le php feh­ler pro­du­zier­te. eine re­pa­ra­tur wäre da­mals ohne die hil­fe von pro­gram­mier­hel­fern sehr zeit­auf­wän­dig ge­wor­den, wes­halb ich zwei jah­re lang mehr oder we­ni­ger nur auf inst­gram ins in­ter­net schrieb. ei­gent­lich hat­te ich schon 2020 fak­tisch auf­ge­hört auf wir­res.net ins iner­net zu schrei­ben, ich glau­be vor al­lem weil ich mich lie­ber um un­se­ren hund küm­mern muss­te und woll­te und die er­zie­hung und das ler­nen über den um­gang mit hun­den, ein neu­er job, co­ro­na und über­haupt al­les an­de­re mei­ne auf­merk­sam­keit über ge­bühr in be­schlag nah­men.

als ich mich an­fang 2025 ent­schloss wir­res.net auf kir­by zu mi­grie­ren, bas­tel­te ich mir ei­nen do­cker con­tai­ner mit php 7.4 und mys­ql zu­sam­men und brach­te ez­pu­blish und das alte wir­res.net auf un­se­rem heim­ser­ver wie­der zum lau­fen. mit und in die­sem con­tai­ner bau­te ich mir ex­port-skrip­te um die al­ten in­hal­te ins neue kir­by zu mi­grie­ren. da mei­ne pro­gram­mier­fä­hig­kei­ten und vor al­lem die mei­ner co­ding-hel­fer da­mals noch nicht so aus­ge­prägt wa­ren und ich noch we­ni­ger ah­nung als heu­te hat­te, war die­se do­cker kon­struk­ti­on ein biss­chen wa­cke­lig.

mein ziel war ei­gent­lich das gan­ze ar­chiv in ei­nem ein­zi­gen ord­ner, mit ei­ner do­cker-com­po­se-da­tei in un­se­rem heim­netz­werk zu hos­ten und die­sen ord­ner, falls nö­tig, auch auf ei­nen an­de­ren ser­ver mi­grie­ren zu kön­nen. das habe ich mir dann mit ei­nem co­ding­hel­fer der neue­ren ge­ne­ra­ti­on vor ein paar mo­na­ten ge­baut. seit­dem kann ich im heim­netz ein­fach ar­chiv.wir­res.net auf­ru­fen und be­kom­me wir­res.net, in­klu­si­ve SSL ex­akt so an­ge­zeigt wie ich es 2023 ver­las­sen habe.

wie man sieht funk­tio­niert die ar­chiv-web­sei­te noch so gut, dass so­gar das good­reads-wid­get, dass ich vor vie­len jah­ren mal ein­ge­rich­tet habe, noch funk­tio­niert und die bü­cher an­zeigt, die ich bei good­reads als „curr­ent­ly re­a­ding“ an­ge­ge­ben habe.

aber auch die li­kes, re­posts und shares von da­mals wer­den noch ein­wand­frei an­ge­zeigt.

screenshot aus meinem wirres.net-archiv das die damaligen likes, reposts und shares von twitter und facebook anzeigt. die reaktionen habe ich damals mit skripten aus APIs ausgelesen und lokal in json-dateien gesichert. deshalb sind sie quasi mitarchiviert

das er­in­nert mich dar­an — mit ein biss­chen weh­mut — wel­che re­so­nanz-ma­schi­nen twit­ter und face­book noch vor 10 jah­ren wa­ren und das mei­ne mut­ter schon vor > 10 jah­ren mein ge­döns be­stän­dig lik­te, da­mals auf face­book.

je­den­falls steckt hin­ter dem do­cker con­tai­ner auf dem das wir­res.net-ar­chiv steckt ein php74-7.4.2 und ein ma­riadb-10.6.21 image, so­wie ein selbst­si­gnier­tes zer­ti­fi­kat und auf mei­nem lap­top ein /etc/hosts ein­trag. das ist nur so mit­tel-ele­gant, aber funk­tio­niert für mei­ne an­sprü­che, weil mein an­spruch ei­gent­lich le­dig­lich ist, ar­chiv.wir­res.net je­der­zeit auf mei­nem lap­top auf­ru­fen zu kön­nen um ge­ge­be­nen­falls ir­gen­was zu ver­glei­chen oder zu prü­fen, was bei der kir­by-mi­gra­ti­on viel­leicht nicht ge­klappt hat.


wo­bei wir bei mei­nem hei­se-abo an­ge­kom­men sind. ges­tern habe ich seit lan­gem mal wie­der hei­se.de auf­ge­ru­fen. mir fiel zu­erst auf, dass ich das schon seit wo­chen oder gar mo­na­ten nicht mehr ge­macht hat­te. und die bei­den ein­zi­gen ar­ti­kel die mich ein biss­chen in­ter­es­sie­ren wa­ren: „HTTPS im Heim­netz: So si­chern Sie lo­ka­le Diens­te ab“ und „So ma­chen Sie den Gas­zäh­ler smart: Home As­sistant und ein 17-Euro-Sen­sor ge­nü­gen“.

mir fiel also auf, dass ich auf hei­se.de ent­we­der gar nicht mehr lese oder dort nur sa­chen fin­de, auf die ich schon vor ein paar jah­ren oder mo­na­ten selbst ge­kom­men bin oder ge­macht habe. zu­ge­ge­ben, der ar­ti­kel über https im heim­netz er­in­ner­te mich dar­an, dass mei­ne lö­sung al­les an­de­re als ele­gant ist und das ich das mit cad­dy, pi­ho­le und lets en­crypt zwei bis drei ti­cken bes­ser ma­chen könn­te. aber die­se in­spi­ra­ti­on wäre mir in den nächs­ten wo­chen wohl auch auf die eine oder an­de­re art über den weg ge­lau­fen. vor al­lem fiel mir auf: wenn ich mein wir­res.net-ar­chiv auf cad­dy und lets en­crypt um­stel­len wür­de, dann wür­de ich es nicht mit hil­fe des hei­se.de-ar­ti­kels ma­chen, son­dern mit ei­nem mei­ner co­ding­hel­fer auf ba­sis ei­nes LLMs oder mit in netz zu­sam­men­ge­such­ten tu­to­ri­als oder you­tube-an­lei­tun­gen.

der hei­se ver­lag und ich ha­ben seit 20 oder 30 jah­ren ein ver­hält­nis, das zu­min­dest auf mei­ner sei­te meis­tens von re­spekt und ei­ner ge­wis­sen be­wun­de­rung ge­prägt war. aber jetzt ste­he sit­ze ich hier und bil­de mir ein, die­ser be­zie­hung ent­wach­sen zu sein. ich glau­be, dass hei­se mir nichts oder we­nig bie­ten kann, dass ich nicht auch an­ders­wo im in­ter­net fin­de oder zum teil so­gar selbst bes­ser kann oder weiss.

des­halb habe ich das hei­se+ abo heu­te zu­min­dest mit ei­nem leicht wei­nen­den auge ge­kün­digt. 


blog­log

felix schwenzel in über wirres

manch­mal, ganz sel­ten, bin ich be­ein­druckt da­von was man mit word­press na­tiv al­les zau­bern kann. ste­fan grund und mi­cha­el ha­ben ei­nen schö­nen trick ge­fun­den, mit dem man ei­nen ei­ge­nen bei­trag schrei­ben kann, der sich dann durch eine ver­knüp­fung au­to­ma­tisch als nach­trag un­ter ei­nen äl­te­ren bei­trag klemmt. vor ein paar jah­ren hab ich das zum ers­ten mal bei kott­ke ge­se­hen. al­ler­dings hab ich das bei kott­ke schon län­ger nicht mehr ge­se­hen und ich glau­be, dass er meis­tens up­dates in­line pos­tet, also ein­fach den bei­trag mit ei­nem up­date-ab­satz er­gänzt.

screenshot des home assistant activity logs
HA ac­ti­vi­ty log

ich war kurz ver­sucht das fea­ture nach­zu­bau­en, hielt dann aber inne. denn ein paar tage vor­her hat­te ich die idee ein log fürs blog zu bau­en. die idee kam mir, weil ich, seit das drü­cken der poo-end­mar­ke in ar­ti­keln nicht nur her­zen ver­sprüht, son­dern auch ein ge­räusch in mei­nem zim­mer macht, nie wuss­te wo denn nun je­mand die ka­cke ge­drückt hat. von home as­sistant ken­ne ich das ak­ti­vi­täts­log, mit dem man die letz­ten er­eig­nis­se und zu­stän­de von ge­rä­ten und sen­so­ren nach­ver­fol­gen kann. war­um nicht auch ein log­buch für ein web­log?

tech­nisch ist das un­kom­pli­ziert: so wie ein drü­cken des ka­cki­cons un­ter bei­trä­gen ei­nen web­hook aus­löst um den tusch bei mir im zim­mer ab­zu­spie­len, kann es auch ei­nen ein­trag in ei­ner json-da­tei an­le­gen. auch alle an­de­ren er­eig­nis­se in kir­by ha­ben hooks die — wenn man das will — in ein se­pa­ra­tes log schrei­ben kön­nen.

ich er­fas­se erst­mal nur die shit­vo­tes, neue bei­trä­ge, än­de­run­gen an be­stehen­den bei­trä­gen (leicht de­du­pli­ziert) und isso-kom­men­ta­re.

screenshot des bloglos vom 09.10.2026:
blog­log screen­shot

so sieht das glo­ba­le blog­log dann aus: /blog­log

auf der rück­sei­te steht eine ver­kürz­te ver­si­on des blog­logs. ein­zel­ne ar­ti­kel-logs hab ich noch nicht um­ge­setzt, aber die kom­men dann in die bei­la­ge, in der man dann die än­de­rungs­his­to­rie und er­eig­nis­se rund um ein­zel­ne bei­trä­ge ab­le­sen kann. da­mit blei­be ich erst­mal bei in­line-nach­trä­gen in bei­trä­gen. 

nach­trag 10.10.2026:
bei­trags-logs wer­den jetzt auch in der bei­la­ge an­ge­zeigt.


die­se fi­shing mail hat zu­min­dest für ein paar se­kun­den mei­ne auf­merk­sam­keit ein­ge­fan­gen. lay­out, wort­wahl und vor al­lem ti­ming sind fast per­fekt. mich freut das ja ei­ner­seits, wenn sich men­schen mühe ge­ben oder ihre KI zur sorg­falt an­hal­ten, aber an­de­rer­seits wür­de ich mir mehr sorg­falt mei­nes spam­fil­ters wün­schen. 


home­pod „ghost touch sym­ptom“ ge­löst

felix schwenzel in notiert

mein weisser hompod auf meinem schreibtisch.

wei­ter gehts mit dem the­ma au­to­ma­ti­sche woh­nung und sprach­as­sis­ten­ten.

vor drei mo­na­ten fing mein home­pod da­mit an stän­dig mu­sik ab­zu­spie­len. eine kur­ze re­cher­che zeig­te, dass das ein ziem­lich weit ver­brei­te­tes phä­no­men ist und mit ei­nem de­fek­ten touch sen­sor an der ober­sei­te des home­pods zu­sam­men­hängt. ein mög­li­cher fix ist das ka­bel des touch­sen­sors ein­fach aus­zu­stöp­seln. da­für muss man den home­pod aber aus­ein­an­der­bau­en. in die­sem vi­deo sieht das re­la­tiv kom­pli­ziert aus. weil der home­pod sich heu­te nacht aber über­legt hat­te, die si­gna­le des de­fek­ten touch­sen­sors als auf­for­de­rung zu ei­nem fac­to­ry-re­set zu in­ter­pre­tie­ren und das laut her­aus­zu­plär­ren, wach­te ich heu­te nacht auf. der home­pod be­fand sich qua­si in ei­nem werks­ein­stel­lungs-re­set-loop und schrie: „keep pres­sing un­til you hear th­ree beeps to re­set your home­pod“. nach dem re­set gings wie­der los.

also home­pod aus­ge­stöp­selt und wie­der ins bett ge­gan­gen. mit dem aus­ge­stöp­sel­ten home­pod merk­te ich, dass ich den home­pod kei­nes­wegs nur zur ge­le­gent­li­chen zeit­an­sa­ge nut­ze, son­dern vor al­lem als ho­me­kit zen­tra­le und th­read-bor­der-rou­ter. da hän­gen also ein paar ge­rä­te dran und un­se­re ho­me­kit-se­cu­re-vi­deo-ka­me­ras.

heu­te früh nach dem mor­gen­spa­zier­gang hab ich dann aufs früh­stück ver­zich­tet und das ding aus­ein­an­der­ge­baut. das ging er­staun­lich ein­fach und viel un­kom­pli­zier­ter als im vi­deo. nach 20 mi­nu­ten war die ope­ra­ti­on ab­ge­schlos­sen.

nach dem lö­sen des ka­bels für den touch se­nor sah ich ich, dass man den gan­zen sen­sor ent­fer­nen kann. das hat den vor­teil dass das ka­bel kei­nen un­fug auf der pla­ti­ne an­rich­ten kann.

zu­erst hat­te ich über­legt den home­pod ohne den stoff-über­zug wei­ter zu be­nut­zen. aber am obe­ren ende der scha­le war der stoff ein­ge­klebt, also sieht der home­pod nach der ope­ra­ti­on wie­der ge­nau­so wie vor­her aus.

jetzt wo ich ge­ra­de den home­pod und ama­zon echo dot ne­ben­ein­an­der ste­hen habe zeigt sich auch, wie viel bes­ser töne klin­gen die der home­pod ab­spielt. auch wenn das en­gi­nee­ring des touch­sen­sors of­fen­bar schrott ist, das ak­ku­s­tik­de­sign des home­pods ist über­ra­gend.

nach­trag:
da sich der home­pod ja in der nacht auf den aus­lie­fe­rungs­zu­stand zu­rück­ge­setzt hat, war ich ge­spannt was nach der neu­ein­rich­tung pas­sie­ren wür­de. tat­säch­lich war ich po­si­tiv über­rascht, weil er sich selbst wie­der ex­akt so ein­rich­te­te wie er vor­her war. mei­ne mat­ter over th­read ge­rä­te ak­zep­tie­ren den neu­en home­pod und ho­me­kit se­cu­re vi­deo und al­les in ho­me­kit funk­tio­nier­te ex­akt wie vor­her.