18.09.2026

felix schwenzel in notiert

ab heu­te 2 wo­chen ur­laub. in mee­tings habe ich heu­te mehr­fach auf die fra­ge, was ich denn ma­chen wür­de, ge­scherzt: von der ur­laubs­über­ga­be er­ho­len. ich konn­te zwar er­staun­lich vie­le lose en­den letz­ten bei­den ta­gen ver­kno­ten, aber lan­ge nicht alle. ur­laubs­über­ga­ben sind wahr­schein­lich auch der grund, war­um ich so un­ger­ne ur­laub neh­me. was ich sehr ger­ne ma­che, wenn ich am ende des jah­res zu­viel ur­laubs­ta­ge üb­rig habe ist den mitt­woch frei­zu­neh­men und zu ei­nem zwei­ten, kur­zen wo­chen­en­de zu ma­chen. ein frei­er mitt­woch struk­tu­riert die wo­che auf eine sehr an­ge­neh­me art.

seit mei­ner kind­heit bin ich un­fä­hig wo­chen­en­den wirk­lich zu ge­nies­sen, weil mir ir­gend­wann auf­fiel, wie schnell so ein wo­chen­en­de rum ist. ei­gent­lich ist nur der sams­tag rich­ti­ges wo­chen­en­de. am sams­tag kann ich mich noch ein biss­chen freu­en, weil ich weiss, am nächs­ten tag noch frei zu ha­ben. am sonn­tag sehe ich den mon­tag stän­dig am ho­ri­zont win­ken. an­de­rer­seits, und das ma­che ich erst seit ich über 50 bin, freue ich mich mon­tags dar­über, dass die wo­che bald wie­der vor­bei ist. weil im al­ter rennt die zeit nur so an ei­nem vor­bei. das il­lus­triert die­ser xkcd co­mic sehr schön, der ers­te den ich seit mo­na­ten auf an­hieb ver­stan­den habe.

foto vom möwensee im volkspark rehberge, im wasser reflektiert sich der wolkige himmel, der se ist dicht mit saftigen, grünen bäumen zugewachsen.
him­mel im mö­wen­see vor ein paar ta­gen

kon­stan­tins hüf­te er­laubt ihm ge­ra­de skate­board zu fah­ren:

Bin erst ganz vor­sich­tig drauf­ge­stie­gen und lang­sam los­ge­fah­ren. Ging gut. Dann ge­dreht, mit der Hüf­te Schwung ge­ge­ben. Ging rich­tig gut. Da nahm ich Fahrt auf.

und hier schreibt er:

Was ich nach wie vor nicht kann, und kei­ner­leih Am­bi­tio­nen da­für habe, ist das Tricks ma­chen auf ei­nem Skate­board. Aber was ich in­zwi­schen ohne grös­se­re An­stren­gung be­herr­sche, ist das die-Stras­se-ent­lang-Glei­ten auf mei­nem kur­zen Long­board, Shor­ty.

kon­stan­tin hat mit 44 an­ge­fan­gen skate­board zu fah­ren. ich so mit 12 oder 13. aus­ser zu fah­ren hab ich auch nie was ge­lernt und hat­te kei­ne am­bi­tio­nen ir­gend­wel­che tricks zu ler­nen. im ge­gen­teil. ich hielt das skate­board für das idea­le fort­be­we­gungs­mit­tel. man kann es un­ter den arm klem­men, in den öf­fent­li­chen oder pri­va­ten nah­ver­kehr mit­neh­men, in ge­schäf­te mit­neh­men oder sich eben ein­fach drauf stel­len und schnel­ler als zu fuss vor­an­kom­men.

ir­gend­wann bin ich so viel skate­board ge­fah­ren, dass sich mei­ne achil­les­seh­ne ent­zün­det hat und ich ein paar wo­chen pau­sie­ren muss­te.

wäh­rend des stu­di­ums in stutt­gart bin ich über­all mit dem skate­boad hin­ge­fah­ren. da ich mich wäh­rend des stu­di­ums schon ziem­lich alt ge­fühlt habe und nicht mehr ju­gend­lich schlank war, dach­te ich mir, dass ich mein skate­board-fah­ren iro­nisch bre­chen müss­te und trug beim ska­ten aus­schliess­lich an­zug und pas­sen­de le­der­schu­he. vor 22 jah­ren hab ich da mal was zu ge­schrie­ben:

dass skate­board­fah­ren viel an­stren­gen­der, lau­ter, und zum teil auch un­prak­ti­scher [als fahr­rad fah­ren] war nahm ich in kauf. […] aus­ser fah­ren und brem­sen kann ich mit dem skate­board nicht viel, vor al­lem kann ich kei­ne trep­pen­ge­län­der run­ter­fah­ren oder in der hal­ben pfei­fe fah­ren.

videostill aus einem kurzen video in dem ich mit einem anzug und lederschuhen kurz auf einem skateboard rumtolle
ix vor > 22 jah­ren im an­zug auf ei­nem skate­board

ja­son kott­ke liest ge­ra­de ein buch über den ge­ruchs­sinn. ab­ge­se­hen da­von dass ich es sehr ger­ne mag, wenn ja­son kott­ke mal mehr als kur­ze kom­men­ta­re un­ter links oder vi­deo pos­tet, ist das eine gute er­in­ne­rung dar­an, sich noch­mal in­ten­si­ver mit ge­rü­chen aus­ein­an­der zu set­zen.

Smell is the most di­rect of all our sen­ses. When I hold a vio­let to my nose and inha­le, odor mole­cu­les float back into the na­sal ca­vi­ty be­hind the bridge of the nose, whe­re they are ab­sor­bed by the mu­co­sa con­tai­ning re­cep­tor cells bea­ring mi­cro­sco­pic hairs cal­led ci­lia. Five mil­li­on of the­se cells fire im­pul­ses to the brain’s ol­fac­to­ry bulb or smell cen­ter. Such cells are uni­que to the nose. If you de­s­troy a neu­ron in the brain, it’s fi­nis­hed fo­re­ver; it won’t re­grow. If you da­ma­ge neu­rons in your eyes or ears, both or­gans will be ir­repa­ra­b­ly da­ma­ged. But the neu­rons in the nose are re­pla­ced about every thir­ty days and, un­li­ke any other neu­rons in the body, they stick right out and wave in the air cur­rent like ane­mo­nes on a co­ral reef.

noch­mal zur er­in­ne­rung: wir ha­ben 5-6 mil­lio­nen die­ser zel­len, hun­de 200–300 mil­lio­nen. mei­ne ver­mu­tung ist ja, dass so wie wir in bil­dern den­ken, hun­de in ge­rü­chen den­ken. so wie wir uns ge­schich­ten er­zäh­len um in­ne­re bil­der zu kon­stru­ie­ren, kon­stru­ei­ren sich hun­de ihr welt­bild aus ge­rü­chen, den­ken in ge­ruchs­ka­te­go­rien — und: kein wun­der das hun­de so emo­tio­nal sind.


aus­ser­dem ge­le­sen:

These whist­le­b­lo­wers aren't really sur­pri­sing anybody with the re­ve­la­ti­on that our biggest tech companies are wildly unethical, don't develop their products re­spon­si­bly, and utterly loathe trans­pa­ren­cy. The fact that they're just now ap­par­ent­ly realizing this raises more than a few questions.

Amusingly, Sam Altman (a few months out from a feature story framing him as an abject sociopath) and Elon Musk (a white su­pre­macist fascist with a head full of con­spi­ra­cy theories and re­crea­tio­nal ketamine) leveraged all the fear to claim the tech industry needs to slow the rate of AI de­ve­lo­p­ment over safety concerns.

via pxlnv.com

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