geht hin und baut ei­gen­hei­me

felix schwenzel in artikel

um 12 uhr ma­che ich mit­tag. manch­mal auch fünf bis zehn mi­nu­ten spä­ter. dann sage ich: „hey snips, 25 mi­nu­ten mit­tags­schlaf“, was ei­nen sanf­ten we­cker stellt, den rech­ner aus­schal­tet und 25 mi­nu­ten alle ge­rä­te auf DND (oder wie ap­ple sagt, fo­kus auf „nicht stö­ren“) stellt und lege mich hin.

so­bald ich wie­der wach bin, ma­che ich mir ei­nen quark mit süss­stoff und TK obst und lese 15 mi­nu­ten in mei­nem RSS rea­der. ne­ben dem mor­gen­spa­zier­gang, dem früh­stück und dem fei­er­abend­bier ist das der bes­te teil mei­ens ta­ges.

heu­te habe ich dann dann eine sehr schö­ne ent­de­ckung ge­macht, die mich dann vom wei­te­ren RSS-kon­sum ab­hielt.


When I was 22 I would stand on the roof of my apartment at Smith & 9th St. in Brooklyn and watch the elevated MTA F-train go back and forth, and wonder, Where will I go? The answer: Back and forth.

auch sonst grosses le­se­ver­gnü­gen, ins­be­son­de­re das making-of (oder coming of age?) seiner website.

(via kopf­zei­ler)


paul ford schreibt be­ruf­lich und das sehr viel und gut. vor ein paar mo­na­ten ent­schied sich paul ford sei­nen „stuff scat­te­red all over the web“ in sei­nen ei­ge­nen „blob“ zu zie­hen. ein zu­hau­se im netz für sein zeug. tweets, ver­öf­fent­li­chun­gen, links und ge­döns. mit viel ex­per­ti­se ge­vi­be­codet. in etwa das was ich mir hier auch baue, nur in struk­tu­rier­ter.

mitt­ler­wei­le glau­be ich, dass die ge­fühl­te blog-re­nais­sance auch zu ei­nem gros­sen teil auf LLM-ba­sier­te co­ding-as­sis­tenz zu­rück zu füh­ren ist. hei­ko hat mit hil­fe von clau­de den sprung von word­press zu kir­by ge­macht, paul ford hat sei­ne im­ports mit clau­de ge­macht und ich hät­te den um­zug aus mei­nem an­ti­ken und ka­put­ten ez­pu­blish auch nicht ohne ma­schi­nen-as­sis­tenz hin­be­kom­men. ich ver­ste­he den reiz von word­press: das funk­tio­niert wie ein pop-up-zelt: hin­stel­len, an ei­ner lei­ne zie­hen und zack steht das zelt und just works. aber ge­nau so ver­ste­he ich den reiz sich ei­nen so­li­den bau­kas­ten zu be­sor­gen und dann al­les, mit et­was as­sis­tenz, selbst zu bau­en.

sich ein zu­hau­se im web zu bau­en ist wei­ter­hin nicht tri­vi­al, aber mit et­was ex­per­ti­se und er­fah­rung eben auch kei­ne gross­bau­stel­le und mit ein biss­chen hin­ga­be und be­harr­lich­keit für fast jede er­reich­bar.


paul fords be­rich­te aus dem ma­schi­nen­raum ha­ben et­was poe­ti­sches. ich lese (und sehe) sehr, sehr ger­ne was an­de­re über die tech­nik in ih­ren ma­schi­nen­räu­men be­rich­ten. aber bei paul ford ist das ein bes­od­ne­res ver­gnü­gen. hier schreibt er über den irr­sinn der ma­ni­schen bot-ar­meen die wie berer­ker web­sei­ten ab­häm­mern. wenn so ein zu­hau­se un­ge­schützt im win­di­gen, welt­wei­ten netz sete­hen ist es er­staun­lich zu be­ob­ach­ten was die­se bot-ar­meen so trei­ben. ge­le­gent­lich ging mein ser­ver in die knie, bis ich die bots mit mit ei­ner 5 mi­nu­ten lan­gen ak­ti­vie­rung von cloud­fla­re ver­trei­ben konn­te. an­fang der wo­che schos­sen mei­ne be­su­cher­zah­len über zwei tage von 300 täg­li­chen be­su­chern auf fast 2000. ir­gend­wer hat­te sich die mühe ge­macht ein „head­less“ chro­me so vie­le sei­ten wie mög­lich le­sen zu las­sen. die­ses head­less chro­me konn­te im ge­gen­teil zu an­de­ren craw­lern auch ja­va­script und den ma­to­mo-js-schnip­sel aus­füh­ren, wes­halb ich es in mei­enr an­sons­ten ziem­lich bot­frei­en ma­to­mo-sta­tis­tik se­hen konn­te.

je­den­falls ist das al­les irr­sinn und ich glau­be schon län­ger nicht mehr, dass selbst­fah­ren­de bot-au­tos ir­gend­was an der ver­kehrs­si­tua­ti­on ver­bes­sern wür­den. da hin­ter je­dem bot auch men­schen ste­hen, sorgt es wahr­schein­lich für kei­nen merk­li­chen un­ter­schied, wenn bots, statt men­schen au­tos steu­ern, auch wenn man­che das noch fest glau­ben.


statt ei­nes schluss­worts, heu­te ein schluss­ge­räusch.


doch noch ein schluss­wort, oder eine er­gän­zung in mei­enm hin­ter­hof. aus dem strom der fa­vo­ri­ten und book­marks, die ich hin­ten samm­le, habe ich jetzt ei­nen „ri­ver“ ge­macht, der fa­vo­ri­ten und book­marks an­zeigt — udn die, die ich in ar­ti­keln ver­wen­de et­was aus­blen­det. fin­de ich nütz­lich (für mich je­den­falls).