der tagesspiegel fragt: „was ist links“ („umfrage zur taufe einer partei“). jens sparschuh antwortet: „Alte regel: Wo der Daumen rechts ist. (Das sagt nichts, aber es erlärt vieles!)“
da fällt mir nochg ein reaktionärer, bekloppter spruch ein, den ich vor 20 jahren bei meinem arroganten und dummen musiklehrer aufschnappte: „wer nach allen seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein.“ sagt auch nichts, gefällt mir aber trotzdem.
übrigens, epaper („das zeitungs-original als internet ausgabe“), von mir ja schon fast aus tradition (zum beispiel hier oder hier) kritisch kommentiert vernörgelt (auch „über das ziel hinausschiessend“), steht offenbar kurz vor dem durchbruch! die süddeutsche, bereits seit weit über einem jahr mit epaper ausgestattet hat im ersten quartal 30 millionen3600 epapers verkauft! wow. kein wunder dass sich alle verlage die finger nach epaper lecken, bei solchen astromischen leserzahlen.
heute in den terminkalender eingetragen, dass ich mir am 8. august eine kino-karte für den 18. august kaufen will. und zwar für „primer“, der läuft am 18. august im rahmen des fantasy filmfest in berlin. hier sind noch ein paar aufführungen in anderen städten.
dank an map für den tip und den hinweis aufs fantasy filmfest.
nachdem ich gestern das internet leergelesen hatte, bekam ich freundlicherweise einen hinweis auf zusätzlichen lesestoff. sehr vielversprechender lesestoff namens riesenmaschine. auch die autorenschaft ist sehr vielversprechend. in letzter zeit wurde die riesenmaschiene von kathrin passig, ira strübel, holm friebe, sascha lobo und aleks scholz gefüllt. passig? strübel? genau, die legendären strübel und passig die 2001 bis 2003 alle 14 tage die internetrubrik der taz befüllten. unvergessen die guten vorsätze für das jahr 2003:
Ich will niemanden essen, den ich im Internet kennen gelernt habe. Auch nicht, wenn er höflich darum bittet. […] Wenn ich Ex-Pixelpark-Projektleitern begegne, will ich höflich 50 Cent in den Pappbecher legen und ihr Mundharmonikaspiel loben.
auch sascha lobo schreibt so gut, dass ich beim lesen mancher seiner texte neid-depressiv werde. noch vor drei wochen hab ix und don dahlmann ihn noch gefragt warum er nicht blogge, jetzt bloggt er (lecker beispiel gefällig?). von ulrike sterblich (aka dem supatopcheckerbunny) und ein paar anderen als riesenmaschinenfüller wird ebenfalls gemunkelt. besonders gefällt mir aber ein autor, ein alter bekannter aus funk und fernsehen: „Informierte Kreise“.
auch schön, dort gibt es keine „permalinks“, sondern „dauerhafte links“ und eine „rundherum supersache“ namens RSS.
beeindruckend finde ich die prallen inovationskräfte und den mut mit dem derzeit immer mehr zeitungsredaktionen mit dem neuen medium experiemntieren. das ist alles unglaublich beeindruckend, wie die fachleute und profis sich hier im internet präsentieren.