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in den letzten tagen habe ich mich hier und da mit den themen monetarisierung und reichweite beschäftigt und mir kam der gedanke, was für ein wahnsinn das eigentlich ist, dass es für unabhängige bewegtbild-produzierende eigentlich nur eine einzige stelle im internet gibt, wo sie ihre reichweite und brötchen herbekommen: youtube.
ein gigantischer monolith, der im prinzip bestimmen kann, was hunderte millionen sehen und ein paar hunderttausend verdienen. wahrscheinlich ist es höchste zeit mir mal ein nebula abo zu besorgen, auch wenn die trumpisten noch nicht ihre axt-hände an youtube gelegt haben mögen.
mir kam beim lesen dieser meldung beim netzfeuilleton aber ein ganz anderer gedanke. die BBC wird inhalte speziell für youtube produzieren, „auch wenn die Inhalte auch weiterhin auf iPlayer und Sounds erscheinen können“ (sollen, werden?). das erinnert mich an die indieweb-philosophie Publish (on your) Own Site, Syndicate Elsewhere (POSSE). wenn man die inhalte bei sich „zuhause“ vorhält, sie aber an andere orte syndiziert/kopiert, um einerseits die reichweite oder monetarisierung zu erhöhen, behält man andererseits (theoretisch) ein paar ticken mehr unabhäbgigkeit, als wenn man exklusiv „elsewhere“ publiziert.
theoretisch machen das ja auch die deutschen öffentlich rechtlichen schon mit ein paar kanälen für jüngeres publikum, mit dem unterschied, dass das eine art PUPZ-POSSE ist: publish elsewhere und dann bei sich selbst depublizieren.
If you want to understand what goes into a big YouTube production, this behind-the-scenes look from the tenth most popular tech channel seems to be a good place to start. It is remarkable how Marques Brownlee has grown from being just a guy making webcam videos from home to having a dedicated production space full of staff — and it all kind of hinges on YouTube, a singular video hosting platform. That would make me anxious daily, but Brownlee has made it work for about nine years.
das behind the scenes video ist andertalb stunden lang und ich habe es (noch) nicht zuende geschaut, auch weil ichs ein bisschen langweilig finde. aber wie nick herr sagt, das ist schon alles ziemlich remarkable.
Nach nun 5 Episoden setze ich mich als jemand, der seit 1991 Trekkie ist, offenbar deutlich von anderen Alt-Trekkies ab, wenn ich sage: Academy überrascht mich bisher. Seit 30 Jahren dachte ich, dass es eine solche Serie nicht braucht, dafür habe ich richtig viel Spaß an ihr.
thomas findet SFA (starfleet academy) durchgehend gut. ich ertrage den pathos, das bunte, die lautstärke, das ständige, unsubtile in your face nur schwer, muss aber sagen, dass die geschichten, die SFA bisher erzählt hat, mir im kern gefallen, die inszenierung hingegen nicht.
während die inszenierung und die kulissen alle völlig over the top sind, finde ich gerade das ensemble erschütternd langweilig. alle nice und glatt und schön und makellos. ausnahme (neben holly hunter): kerrice brooks die SAM spielt und in der vierten folge im fokus steht. die ist so erfrischend, dass es einen fast umhaut.