force quit

felix schwenzel


die über­le­ge­nen geis­ti­gen fä­hig­kei­ten der män­ner

felix schwenzel

oder die männ­li­che lo­gik lebe hoch.


anus co­lo­gne

felix schwenzel

le­cker pröb­chen, „der kult­duft aus ir­land“, „teh en­er­gy of the sea“, „neu“: anus.

[m]

tv-tipp

felix schwenzel

aprops fern­se­hen:

Am Don­ners­tag, den 9. No­vem­ber um 20:15 Uhr, gibt es in der Sen­dung “quer” (Bay­ri­sches Fern­se­hen) ei­nen Fern­seh­be­richt zu den Ab­mah­nun­gen und Kla­gen, mit de­nen der Me­dia-Markt bzw. Herr Stein­hö­fel die Kon­kur­renz über­zieht. (Quel­le:Shop­be­trei­ber-Blog)

via ra-blog, das auch ein hüb­sches zi­tat zu ma­ri­os ab­mah­nung von stein­hö­fel pa­rat hat:

Stein­hö­fel, der aus­weis­lich ei­nes In­ter­views mit der Zeit­schrift To­mor­row im Jahr 2001 über sei­ne Per­son ge­äu­ßert hat “Wo ICH hin­lan­ge, wächst kein Gras mehr”, mahnt vor­lie­gend ei­nen Satz ab, in dem es auf ei­nen spe­zi­el­len Fall be­zo­gen sinn­ge­mäß hät­te hei­ßen kön­nen “Er hat ir­gend­wo hin­ge­langt, wo jetzt kein Gras mehr wächst”. Es ging um den Ver­ein Free­dom for Links e.V.

die zu­kunft des fern­se­hens

felix schwenzel

der pop­kul­tur­jun­kie über die zu­kunft des fern­se­hens. ich habe schon­mal ähn­li­ches ge­schrie­ben, aber jens be­kommt das et­was über­zeu­gen­der hin. zu­erst habe ich die­se din­ge al­ler­dings vor jah­ren bei ma­rio six­tus ge­le­sen, juli 2004, ok­to­ber 2004, juni 2005, sep­tem­ber 2005 und april 2006.


ab­mah­nun­gen num­mer 28262325322

felix schwenzel

mein-par­tei­buch.de: „Le­se­be­stä­ti­gung von Joa­chim Stein­hö­fel“.

ich lese da von ei­ner „un­wah­ren Tat­sa­chen­be­haup­tung“ die auch eine „Per­sön­lich­keits­rechts­ver­let­zung“ sei und von ei­nem „Ge­gen­stands­wert“ von 15.000 euro. hmm. riecht nach ge­richts­flur.


blin­di­en

felix schwenzel

[hier ge­klaut. sie­he auch hier.]


ab­mah­nungs­grund?

felix schwenzel

schrö­be ich hier auf die­se sei­ten bei­spiels­wei­se „wer das liest ist doof“ oder al­ter­na­tiv „wer das liest ist ein arsch­loch“, könn­te ich doch ab­ge­mahnt wer­den, oder?


me­di­en trei­ben ne saue­rei durchs dorf

felix schwenzel

ich fin­de den be­griff der „sau­jagd“ die durch ir­gend­ein an­geb­li­ches „blog­ger­dorf“ ge­hen soll, sau­sack­däm­lich. dies­mal stim­me ich die­ser me­ta­pher aber ein­ge­schränkt zu. denn es geht ge­ra­de eine art sau­jagd durchs me­di­en­dorf. auf ei­nen ein­zi­gen ar­ti­kel in der fas hin schrei­ben trei­ben spon, hei­se und vie­le an­de­re eine sau, eine saue­rei durchs me­di­en­dorf, näm­lich den me­dia-markt. da­bei will der doch nur für recht, ord­nung und or­dent­li­chen wett­be­werb und ver­brau­cher­schutz sor­gen. da­für sind ab­mah­nun­gen die tau­sen­de von euro kos­ten und är­ger nach sich zie­hen kön­nen doch ge­dacht? oder wie es un­gleich ele­gan­ter ein me­dia-markt-spre­cher aus­drückt: „Wenn die bei der Blut­grät­sche Er­tapp­ten mit Zeit­ver­zug zu Bo­den sin­ken und thea­tra­lisch Ver­nich­tungs­feld­zug hau­chen, ent­behrt das nicht ei­ner ge­wis­sen Chuz­pe.“ (quell­le)

ix fin­de: der me­dia-markt ist der letz­te auf­rech­te ver­brau­cher­schüt­zer. re­spekt da­für. stein­hö­fel go! und nicht von ir­gend­wel­chen däm­li­chen jour­na­lis­ten (oder blog­gern) ab­len­ken las­sen, die sich eh nur mit­tels un­qua­li­fi­zier­ten „mei­nungs­äus­se­run­gen“ das maul zer­reis­sen.

[goog­le-news link via ba­sic­thin­king]

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me­dia markt sorgt für recht und ord­nung

felix schwenzel

der me­dia-markt „über­zieht ei­nem Zei­tungs­be­richt zu­fol­ge vor al­lem In­ter­net-Shops mit ei­ner Wel­le von Ab­mah­nun­gen“. der me­dia-markt fühlt sich dazu be­ru­fen für recht, ord­nung, or­dent­li­chen wett­be­werb und ver­brau­cher­schutz zu kämp­fen in­dem er „meh­re­re Hun­dert On­line-Händ­ler“ mit ab­mah­nun­gen über­zieht. schuld sind die ab­ge­mahn­ten selbst­ver­ständ­lich selbst:

Ein Kon­zern­spre­cher mach­te in der „F.A.S.“ für die ju­ris­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen die Wett­be­wer­ber ver­ant­wort­lich, „die ge­gen or­dent­li­ches Kauf­manns­ge­ba­ren und gel­ten­des Recht glei­cher­ma­ßen ver­sto­ßen, da­durch ihre Kun­den täu­schen und sich un­recht­mä­ßig ei­nen Wett­be­werbs­vor­teil er­schwin­deln“.

und apro­pos „saue­rei“, die ver­hand­lung rain­er­sacht vs. stein­hö­fel steht auch bald an. rai­ner hat noch ei­nen ar­ti­kel zum the­ma ab­mah­nun­gen on­line ge­stellt:

Was den neun­zi­ger Jah­ren der Rin­der­wahn, ist dem be­gin­nen­den drit­ten Jahr­tau­send der Ab­mahn­wahn.
[…]
In Wir­lich­keit geht es nur um eins: KRI­TI­SCHE STIM­MEN MUND­TOT MA­CHEN!!! Al­les an­de­re ist nur vor­ge­scho­be­nes ju­ris­ti­sches Ge­seie­re.

das mund­tot ma­chen ist, so scheint es, die eine sei­te der me­dail­le, die an­de­re ist in 99,99% der fäl­le die un­fä­hig­keit der ab­mah­nen­den zur kom­mu­ni­ka­ti­on.

die jus­tiz­mi­nis­te­rin bri­git­te zy­pries er­giesst sich zwar in wortschwäl­len, han­delt aber im­mer noch nicht um die­sen ar­beits­be­schaf­fungs­mass­nah­men für ju­ris­ten ei­nen rie­gel vor­zu­schie­ben. gul­li.com:

Die Jus­tiz­mi­nis­te­rinfor­der­te ver­gan­ge­nen Mai, Aus­wüch­se des Ab­mahn­un­we­sens im Netz zu­rück­zu­stut­zen. „Ein­fach ge­la­ger­te Fäl­le mit ei­ner nur un­er­heb­li­chen Rechts­ver­let­zung dür­fen nicht mehr als 50 bis 100 Euro für Ab­mah­nung und An­walt nach sich zie­hen“, so die Mi­nis­te­rin vor dem An­walts­tag.

don dah­l­mann fängt der­weil hier an ab­mah­nun­gen zu sam­meln.

[nach­trag]
sie­he auch la deut­sche vita, bzw. den ei­nen oder an­de­ren track­back.

[nach­trag 05.11.2006]

ge­org meck in der fas über­schreibt heu­te ei­nen ar­ti­kel in der frank­fur­ter all­ge­mei­nen sonn­tags­zei­tung (auf den sich spon be­zog) mit „»Die größ­te Saue­rei des Jah­res«“:

Der Me­dia-Markt über­zieht Händ­ler mit Ab­mah­nun­gen. An­ge­grif­fen wer­den mit­tel­stän­di­sche Ge­schäf­te, vor al­lem On­line-Shops. Und im­mer vor­ne­weg: An­walt Joa­chim Ni­ko­laus Stein­hö­fel. Des­sen Kanz­lei schießt mit al­lem, was das Ge­setz an Mu­ni­ti­on her­gibt. „Die ver­su­chen den Wett­be­werb mit dem Wett­be­werbs­recht zu zer­stö­ren“, klagt Joa­chim Eh­mann, Ge­schäfts­füh­rer des In­ter­net­händ­lers Com­tech. Neun Ver­fah­ren hat er im Mo­ment am Hals - we­gen Ver­ge­hen wie zum Bei­spiel je­nem, daß er ein Pro­dukt als „viel­fa­chen Test­sie­ger“ be­wor­ben hat, ohne die ex­ak­te Aus­ga­be des Test­hef­tes an­zu­ge­ben. Prompt mahn­te ihn Stein­hö­fel ab. „Das kos­tet mich viel Zeit und viel Geld“, sagt Eh­mann. (wei­ter­le­sen)
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heu­te wie­der ein track­back

felix schwenzel

ix hab zwar letz­te wo­che nix über track­back, john­nys neu­er sen­dung in john­nys al­tem sen­der fotz fitz fritz, ge­schrie­ben, aber ge­fal­len hat sie mir, die sen­dung. ich habe so­gar ei­nen ar­ti­kel an­ge­fan­gen zu schrei­ben, in dem ich zum aus­druck brin­gen woll­te wie schön es zur ab­wech­se­lung auch mal wie­der sein kann et­was live zu hö­ren, sich zu sam­meln und kon­zen­triert in die kis­te zu hö­ren. ix ten­die­re ja dazu al­les auf ein­mal, zeit­ver­setzt und un­ver­bind­lich zu tun.

aber heu­te abend wer­de ich mich mit der bei­fah­re­rin sam­meln, nen gur­ken­sa­lat vor­be­rei­ten und john­ny und tan­ja ge­strömt beim süss­holz ras­peln zu­hö­ren.


sig­mar ga­bri­el will 756,09 eu­ro von mar­cel bartels

felix schwenzel

sig­mar ga­bri­el will die „hüb­sche an­wäl­tin“ (o-ton mar­cel bartels) die er en­ga­giert hat nicht selbst be­zah­len. das soll mar­cel für ihn er­le­di­gen. das ist in etwa so, als ob ich mei­nem steu­er­be­ra­ter sa­gen wür­de, er sol­le die rech­nung ans fi­nanz­amt oder fi­nanz­mi­nis­te­ri­um schi­cken.

mehr dazu bei mar­cel und hier.


lex bay­er

felix schwenzel

der bay­er-kon­zern meint, pro­test-emails sei­en spam. green­peace rief dazu auf pro­test-emails an bay­er zu schi­cken, weil der kon­zern of­fen­bar „völ­lig die Kon­trol­le über gen­tech­nisch ver­än­der­ten Reis“ ver­lo­ren hat und gen­tech­nisch ver­än­der­ter bay­er-reis, der of­fi­zi­ell nur im ver­suchs­an­bau ge­nutzt wur­de, „in­zwi­schen in der ge­sam­ten EU, der Schweiz, und so­gar in Län­dern wie Du­bai und Ku­wait ge­fun­den“ wur­de. bay­er emp­fand die­se emails als „spam“.

pro­tes­te von ver­brau­chern sind müll? klar, das ist nach­voll­zieh­bar wenn man ein su­per-wich­ti­ger welt­kon­zern ist, da emp­fin­det man den pö­bel, die­se klei­nen mie­sen men­schen und ihre dum­men un­qua­li­fi­zier­ten mei­nun­gen die die gross­ar­tig­keit von bay­er-ent­wick­lun­gen wie gen-reis (oder bei­spiels­wei­se he­ro­in) nicht wohl­wol­lend auf­neh­men wol­len eben als „müll“. müll der nicht ka­piert, dass er kon­su­mie­ren soll, statt zu pro­tes­tie­ren. ein welt­kon­zern hat im­mer recht und kann des­halb auch mal am recht ein biss­chen rum­bie­gen und ein­fach die ab­schal­tung der pro­tes­tie­ren­den web­sei­te auf ei­ge­ne faust be­trei­ben. war­um? weils geht und die rechts­ab­tei­lung braucht ja auch ar­beit.

[via blog­bo­te]

[nach­trag]
via spree­blick ein ar­ti­kel in der taz, der die sa­che aus ei­nem et­was an­de­ren blick­win­kel be­trach­tet. laut green­peace-pro­vi­der stell­te sich die sa­che wie folgt dar:

Ein Mit­ar­bei­ter der Bay­er-Kon­zern­si­cher­heit habe am Mon­tag kurz vor 18 Uhr an­ge­ru­fen und von „mas­si­ven Spam-An­grif­fen“ be­rich­tet, die „un­se­ren kom­plet­ten Be­trieb lahm­le­gen“. „Wir wuss­ten nicht, dass es nur um ein Mail­post­fach ging“, er­klärt ein Spre­cher des mit­tel­stän­di­schen Ser­ver-Be­trei­bers. Da es kurz vor Fei­er­abend ge­we­sen sei und die „Kon­zern­si­cher­heit“ den Fall als At­ta­cke auf ihr Sys­tem schil­der­te, habe man ab­ge­schal­tet. (wei­ter­le­sen)

„blog­gen­de weih­nacht“

felix schwenzel

wo ix ge­ra­de bei auf­merk­sam­keits­ver­tei­lung war. auf­merk­sam­keit hat auch der be­trei­ber die­ser web­sei­te bei mir per mail an­ge­for­dert. ich habe nur ein pro­blem da­mit: ich ver­ste­he nicht was das soll. es gehe dar­um „der Blogo­sphä­re die Mög­lich­keit zu ge­ben, sich selbst ein we­nig zu Weih­nach­ten zu be­schen­ken.“

die fra­ge ist nur, wer soll be­schenkt wer­den, was soll ge­schenkt wer­den und war­um? wer be­stimmt wer ge­schen­ke be­kommt, wer nicht? das steht zwar al­les hier will mir aber ir­gend­wie nicht in den kopf. ir­gend­wie hab ich bei der sa­che kein gu­tes ge­fühl. kann mir das mal je­mand aus­re­den, bit­te?


auf­merk­sam­keits­wei­ter­ga­be

felix schwenzel

ich brau­che (mo­men­tan noch) kei­ne er­höh­te auf­merk­sam­keit, des­halb möch­te ich die even­tu­ell vor­han­de­ne auf­merk­sam­keit mei­ner le­ser mal wie­der auf mar­cel bartels len­ken. ich be­kom­me von ihm hin und wie­der emails in de­nen er mich um auf­merk­sam­keit bit­tet und ich muss sa­gen, er hat sie ver­dient. man­che hal­ten ihn für ei­nen durch­ge­knall­ten ir­ren, ich hal­te ihn für ei­nen durch­ge­knall­ten ir­ren mit enor­men mut, auch chup­ze ge­nannt. auch wenn sei­ne stän­di­gen sche­re­rei­en er­mü­dend wir­ken, ich bin im­mer wie­der er­staunt mit wel­chem hu­mor und wel­chem ei­fer er sich auch mit den dicks­ten geg­nern an­legt. je­der der schon ein­mal eine ab­mah­nung in den hän­den hielt, weiss was das fi­nan­zi­ell und schlaf­tech­nisch be­deu­tet, was für ein enor­mer auf­merk­sam­keits­schlu­cker eine ein­zi­ge ab­mah­nung ist.

ak­tu­elll wünscht sich mar­cel auf­merk­sam­keit für die­se an­ge­le­gen­heit und die­se. ich möch­te aus­ser­dem auch noch auf die­se sa­che auf­merk­sam ma­chen von der ich zwar in noch kei­nem blog ge­le­sen habe, wohl aber in der letz­ten c’t. man könn­te das ge­fühl be­kom­men, dass prin­zip der rechts­staat­li­chen ord­nung ist in ge­fahr, bzw. längst im arsch.


blan­kes ent­set­zen

felix schwenzel

hihi, die schwa­dro­neu­se:

blan­kes ent­set­zen in den au­gen. sie stürzt zur tür, ich hin­ter­her. sie kann kaum spre­chen vor ekel. (wei­ter­le­sen)

scheiss-con­tent

felix schwenzel

© beck, www.schnee­schnee.de

ist das gross­ar­tig, war­um sehe ich das erst jetzt, dass mein lieb­lings-co­mic-zeich­ner beck täg­lich ei­nen car­toon ins in­ter­net zeich­net? und wenn man ihn fragt, ob man sei­ne zeich­nun­gen auch selbst ins in­ter­net stel­len kann, mit „quel­len­an­ga­be und ge­döns“ ant­wor­tet er höchst­per­sön­lich, sagt ja und be­dankt sich, dass man ge­fragt hat. das nen­ne ich in zei­ten in de­nen ur­he­ber, rech­te­inha­ber oder emp­find­li­che see­len oft nur noch per rechts­an­walt mit ei­nem kom­mu­ni­zie­ren nicht nur fort­schritt­lich, son­dern lo­ben­ns­wert.


wir­res abon­nie­ren

felix schwenzel in wirres abonnieren

wir­res kann man als rss-feed abo­nie­ren, die adres­se lau­tet wir­res.net/in­dex.xml. aus­ge­lie­fert wird der feed von feedb­ur­ner, zum le­sen des rss-feeds braucht man ei­nen rss-rea­der. eine gute über­sicht über rss-rea­der gibts im pla­s­tic­wi­ki, in der wi­ki­pe­dia oder im open di­rec­to­ry pro­ject.

wem das feed­rea­der-ge­döns zu um­ständ­lich ist, der kann wir­res auch als email-abo be­zie­hen. die aus­lie­fe­rung über­nimmmt auch hier feedb­ur­ner: hier wir­res.net per email abon­nie­ren.

[den al­ten wir­res-news­let­ter, den ich spo­ra­disch an in­ter­es­sier­te ver­schick­te be­schi­cke ich nur noch äus­serst sel­ten per email, das ar­chiv kann man hier oder hier be­trach­ten und theo­re­tisch auch noch abon­nie­ren, aber ehr­lich ge­sagt lohnt sich das nicht.]


spon hat die ho­sen ge­stri­chen voll

felix schwenzel

seit ein paar ta­gen ist der spie­gel on­line un­ter die spamer ge­gan­gen: spie­gel.de/spam. und schon riecht der spam nach scheis­se, scheis­se weil sich die ver­ant­wort­li­chen re­dak­teu­re of­fen­bar in die hose ge­macht ha­ben und be­reits ei­nen bei­trag „klamm­heim­lich“ aus dem an­ge­bot ge­nom­men ha­ben. die ti­ta­nic ver­weist all­ler­dings dar­auf, dass der ar­ti­kel noch zu fin­den sei, hier spon aus dem mit­tags­schlaf er­wacht ist.

ehr­lich­ge­sagt hat­te ich mir vor­ge­nom­men das al­les doof zu fin­den, aber ge­nau der ar­ti­kel den spon selbst­zen­siert, fin­de ich nu doch ziem­lich wit­zig.

aber, ich habe das auch schon an­ders­wo ge­le­sen, das pro­blem scheint ein grund­sätz­li­ches zu sein, funk­tio­niert das, auf der ei­nen sei­te se­ri­ös (so­weit man das von spie­gel-on­line über­haupt be­haup­ten kann) über das welt­ge­sche­hen be­rich­ten und auf der an­de­ren sei­te bru­ta­le wit­ze drü­ber ma­chen? das passt so gut zu­sam­men wie die „bild“-zei­tung und der papst.

[nach­trag]
scha­de, dass spon ge­ra­de an dem tag wo er mal ein biss­chen feed­back in der ta­ges­pres­se be­kommt, ge­nau den ar­ti­kel aus dem ver­kehr zieht der be­spro­chen wur­de: ta­ges­spie­gel von heu­te:

Un­ter ei­nem „ent­las­ten­den Schock-Foto“, das ei­nen un­kennt­lich ge­mach­ten uni­for­mier­ten Mann mit Ted­dy im Arm und ent­blöß­tem Gum­mi­ge­schlechts­teil zeigt, heißt es: „Auf­ge­räumt sitzt ein Bun­des­wehr­sol­dat Wa­che im Stadt­park von Ka­bul. Im Arm hält er ei­nen Ted­dy, Sym­bol für das Kind im Man­ne. Fried­lich schaut sein Pe­nis in Rich­tung des ma­jes­tä­ti­schen Hin­du­kusch (nicht im Bild).“

das bild dazu ist im­mer noch on­line, so rich­tig gründ­lich mag man bei spon dann doch nicht lö­schen.


be­din­gungs­lo­ses grund­ein­kom­men

felix schwenzel

ges­tern war ich auf ei­ner wei­te­ren lau­ni­gen le­sung, bzw. po­di­ums­ver­an­stal­tung, nach­dem ich mir am sonn­tag auf der kaf­fee­satz-le­sung bei­na­he das hirn her­aus­ge­lacht hat­te. ges­tern abend war ich auf ei­ner le­sung in der mehr als prop­pe­vol­len hei­lig kreuz kir­che in kreuz­berg, the­ma war „das be­ding­ungl­so­se grund­ein­kom­men“. auf dem po­di­um götz wer­ner, be­sit­zer der dro­ge­rie­markt­ket­te „dm“ und ver­fech­ter des „be­ding­lungs­lo­sen grund­ein­kom­mens“, fritz kuhn, ober­grü­ner und ver­fech­ter ei­ner be­din­gungs­vol­len staat­li­chen grund­si­che­rung und ba­scha mika, ober­taz-tan­te als mo­de­ra­to­rin.

das pu­bli­kum in die­ser kir­che er­füll­te alle mei­ne dun­kels­ten vor­ur­tei­le: eine üble mi­schung aus in­tel­lek­tu­el­len bart­trä­gern, grau­en mäus­chen, ag­gres­si­ven gut­men­schen­dar­stel­lern, frus­trier­ten müt­ter­chen, hals­tuch­tra­gen­den dis­ku­tan­ten, pull­over tra­gen­den, über­en­ga­gier­ten und her­um­fleu­chen­den wich­tig­tu­ern (die teil­wei­se frap­pie­ren­de ähn­lich­keit mit hel­mut mark­wort hat­ten), fal­ti­gen und auf­ge­motz­ten dia­mant­ket­ten-spies­sern; kurz eine ab­sur­de mi­schung aus bio­la­den-kund­schaft und düs­sel­dor­fer kö-ga­le­rie-pu­bli­kum. sel­ten habe ich so­vie­le un­ge­zupf­te au­gen­brau­en, voll­bär­te und frus­trier­te ge­sich­ter ge­se­hen wie ges­tern abend.

ir­gend­wann kro­chen aus ir­gend­ei­ner ecke ein ganz klei­ner mann mit ei­nem gum­mi­ar­ti­gen ge­sicht und ein ganz gros­ser, grau­er mann mit ohne haa­re aufs po­di­um. kuhn und wer­ner. wäh­rend sich das pu­bli­kum um mich her­um un­ver­ho­len ag­gres­siv und im­mer kurz vor tät­lich­kei­ten um die ver­blie­be­nen plät­ze stritt („der ist be­setzt!“, „blei­ben sie weg!“, „hey, weg da!“), rich­te­te man sich auf dem po­di­um ein.

der ab­blauf des abends war wie folgt: ein als so­zia­list ver­klei­de­ter lang­haa­ri­ger spies­ser (aus­ge­dünn­te vo­kuh­i­la) von der hein­rich böll stif­tung las steif ein paar po­pu­lis­ti­sche the­sen un­ter hef­ti­gem ap­plaus von ei­nem zer­knit­ter­ten dina4-blatt ab, das soll­te die ein­lei­tung sein, götz wer­ner und fritz kuhn soll­ten je­weils 30 mi­nu­ten „re­fe­ra­te“ hal­ten, da­nach soll­te ba­scha mika ein „span­nen­des“, 30mi­nü­ti­ges streit­ge­spräch zwi­schen bei­den mo­de­rie­ren und da­nach soll­te der mob das pu­bli­kum für 45 mi­nu­ten zu wort kom­men (wie ba­scha mika das leicht über­trie­ben aus­drück­te: „je­der von ih­nen kommt dran“ — schwer bei ei­ner prop­pe­vol­len kir­che).

götz werner

götz wer­ner, den ba­scha mika als eine art mar­xis­ti­schen ka­pi­ta­lis­ten vor­stell­te, fing mit selbst­fin­dungs­rhe­to­rik an: „las­sen sie uns ideen den­ken, ge­hen sie mit mehr fra­gen als ant­wor­ten hier her­aus, ver­su­chen sie das un­vor­stell­ba­re zu den­ken, öff­nen sie sich, um­den­ken ist ein na­del­öhr, ap­plau­die­ren sie nicht!“ er ver­wen­de­te gan­ze 10 mi­nu­ten dar­auf, sich sein pu­bli­kum zu­recht­zu­le­gen, in al­ler ruhe. es funk­tio­nier­te. er öff­ne­te sich sein pu­bli­kum und lud es eso­te­risch auf, ver­such­te sie schon vor dem ers­ten ar­gu­ment zu sei­nen jün­gern zu ma­chen. sei­ne idee, die er seit vie­len jah­ren mit sich her­um­tra­ge, aber de­ren zeit erst seit dem früh­jahr 2005 ein brei­te­res pu­bli­kum er­rei­che sei halt schwer zu den­ken, schwer vor­stell­bar wie frü­her das all­ge­mei­ne wahl­recht oder das frau­en­wahl­recht, aber ihre zeit sei jetzt ge­kom­men. er habe nichts zu ver­kau­fen, er möch­te nur zu neu­em den­ken an­re­gen, möch­te dass sich sei­ne idee „epi­de­misch“ wei­ter­ver­brei­te.

nach­dem er das pu­bli­kum auf­ge­la­den hat­te fing er an: die me­tho­den die die pro­ble­me er­zeug­ten, taug­ten nicht zur lö­sung die­ser pro­ble­me. es habe sich viel ge­än­dert, un­se­re ge­sell­schaft habe sich von ei­ner „selbst­ver­sor­gungs­wirt­schaft“ zu ei­ner „fremd­ver­sor­gungs­wirt­schaft“ ge­wan­delt. nie­mand ar­bei­te mehr für sich, al­les wand­le sich zu ei­ner ge­sell­schaft der welt­wei­ten ar­beits­tei­lung. die po­li­ti­sche eli­te, kral­le sich wei­ter­hin am al­ten pau­lus-prin­zip fest: „wer nicht ar­bei­tet soll auch nicht es­sen“, ein über­bleib­sel aus der zeit als der man­gel mit selbst­ver­sor­gung be­kämpft wur­de und das sich wit­zi­ger­wei­se ins­be­son­de­re bei den lin­ken tief ins herz ein­ge­gra­ben hät­te: ohne ein­kom­men, ohne er­werbs­ar­beit ist der mesnch nichts wert, ohne ein­kom­men gehe gar nichts.

wenn er es dem pu­bli­kum nicht un­ter­sagt hät­te, wäre spä­tes­tens bei dem satz „es muss ein recht auf ein­kom­men, nicht auf ar­beit ge­ben“ ap­plaus auf­ge­bran­det. aber wer­ner lie­fer­te jetzt auch ar­gu­men­te mit, der mensch müs­se an der ge­sell­schaft teil­ha­ben und das gehe nur mit ei­nem ein­kom­men. der mensch brau­che mehr als ein exis­tenz­mi­ni­mum, er brau­che ein „kul­tur­mi­ni­mum“. man be­kom­me ein ein­komm­men um es sich leis­ten zu kön­nen zu ar­bei­ten. und nur mit ei­nem ein­kom­men kön­ne man aus frei­em wil­len an der ge­sell­schaft teil­ha­ben. frau­en wüss­ten, dass es viel ar­beit gebe die ge­tan wer­de müs­se ohen dass man sie be­zahlt be­kom­me. man müs­se sich fra­gen, wol­len wir das ha­ben? „kul­tur­ar­beit“ sei (im ge­gen­teil zu wert­schöp­fungs­ar­beit) sinn­ma­xi­mie­rend, ver­schwen­de­risch, gross­zü­gig und vom in­ter­es­se am mit­men­schen ge­prägt, nicht spar­sam und auf ge­winn aus.

was die­sem ide­al im wege ste­he, sei das ak­tu­el­le steu­er­sys­tem. die ein­kom­men­steu­er und die so­zi­al­aus­ga­ben ver­teu­er­ten die ar­beit stän­dig. je teu­rer ar­beit wer­de, des­to we­ni­ger ar­beit gebe es. durch die ein­kom­men­steu­er sub­ven­tio­nie­ten wir „ma­schi­nen­ar­beit“ und ver­teu­er­ten men­schen­ar­beit. dies füh­re zwar zu enor­men zu­wäch­sen der pro­duk­ti­vi­tät, ver­knap­pe aber zu­neh­mend die ar­beit. er fän­de das skan­da­lös, mach­te eine pau­se und war­te­te bis die­ser gar nicht so un­sin­ni­ge kloss vom pu­bli­kum ge­schluckt wur­de.

die für al­les lö­sung sei ein­fach. nicht die ar­beit be­steu­ern, son­dern den kon­sum. es sei auch jetzt so, dass ei­gent­lich alle steu­ern in den preis flös­sen (das ist der ka­sus kna­xus, erhl­len­de­res dazu kam spä­ter in der dis­kus­si­on auf), also kön­ne man, das sei ein ein­fa­ches um­schich­ten, auch di­rekt die prei­se, den kon­sum be­steu­ern und sei da­mit die hin­der­li­che ein­kom­mens­be­steue­rung ohne wei­te­re ver­lus­te los. im prin­zip sei das be­din­gungs­lo­se min­dest­ein­kom­men nichts wei­ter als ein (kon­sum)steu­er­ra­batt (von ihm bei 1600 euro ver­an­schlagt).

er sei jetzt mal ge­spannt, was der herr kuhn jetzt für ar­gu­men­te habe.

fritz kuhn

kuhn hat­te kei­ne ar­gu­men­te. er wirk­te von an­fang an de­fen­siv und lief, spä­ter im lau­fe der dis­kus­si­on mehr­fach in die von wer­ner auf­ge­stell­ten mes­ser. sei­ne ver­tei­di­gungs­li­nie lau­te­te: „vi­sio­nen“ vs. „mach­bar­keit“. und das war sehr un­in­spi­rie­rend.

kuhn ver­has­pel­te sich in un­ver­ständ­li­chen po­li­ti­ker-sprech und in eine stram­me, li­ni­en­treue ver­tei­di­gung der harz IV-ge­setz­ge­bung, eine ver­tei­di­gung der bü­ro­kra­ti­schen aus­wüch­se die zwar alle, laut kuhn, ver­bes­se­rungs­wür­dig sei­en, aber im grun­de eben ge­nau eins leis­te­ten: ge­rech­tig­keit, wie er im­mer wie­der be­ton­te, und eine „grund­si­che­rung“. er ge­rier­te sich als struk­tur­kon­ser­va­ti­ver mit so­zia­lem sah­ne­häub­chen. da­für ern­te­te er spott und buh-rufe en mas­se, die ih­ren hö­he­punkt bei sei­ner rhe­to­ri­schen ent­glei­sung er­reich­te, als er be­haup­te­te sinn­vol­le er­werbs­ar­beit sei doch mehr als ge­nü­gend da, das sehe man dar­an wie sich die ein-euro-job­ber um ein-euro-jobs reis­sen wür­den.

um ar­gu­men­te oder de­ren wahr­neh­mung drück­te er sich re­la­tiv ge­schickt in­dem er stän­dig flos­kel­te „dazu wer­de ich spä­ter noch­mal kom­men“, „das sei zu prü­fen“ oder da­mit müs­se man sich zu ge­ge­be­ner zeit „aus­ein­an­der­set­zen“. all die­se phra­sen wa­ren ge­würzt mit viel „äh“ und „öh“ und ge­stot­ter. kuhn war so we­nig über­zeu­gend und be­kam so­viel ge­gen­wind aus dem zu­neh­mend ag­gres­si­ver wer­den­en­den pu­bli­kum, dass ich ich für eine wei­le ge­neigt war ihm recht zu ge­ben, zu über­le­gen, ob sein an­satz nicht even­tu­ell der bes­se­re, rea­lis­ti­ische­re, bo­den­stän­di­ge­re sei. von die­sem im­puls wur­de ich aber re­la­tiv schnell wie­der ab­ge­bracht, weil kuhn sich mehr­fach wei­ner­lich be­schwer­te un­ge­recht von ba­scha mika und götz wer­ner be­han­delt zu wer­den und es ein­fach nicht schaff­te sich von sei­nen flos­keln und par­tei­pro­gramm zu lö­sen oder sich auch nur mal geis­tig, als sport­li­che übung auf wer­ners ideen ein­zu­las­sen. statt­des­sen durch­ge­kau­te 68er-for­de­run­gen wie: er­werbs­ar­beit bes­ser zwi­schen män­nern und frau­en zu ver­tei­len, be­haa­ren dar­auf, dass eine ein­kom­mens­ab­hän­gi­ge be­steue­rung die ein­zig ge­rech­te sei, dass die grund­si­che­rung der harz IV ge­setz­ge­bung zwar ver­bes­se­rungs­wür­dig sei, aber un­term strich gar nicht mal so schlecht.

„kulturimpulse“

kuhns ein­wän­de (er habe das mal nach­ge­rech­net), dass sich wer­ners ideen nie­mals rech­nen wür­den und zu in­dis­ku­ta­blken mehr­wert­steu­er­sät­zen füh­ren wür­den bü­gel­te wer­ner see­len­ru­hig ab. man kön­ne für vi­sio­nä­res oder wei­ter­füh­ren­des den­ken die pol­ti­ker eben nicht in die pflicht neh­men wie man an kuhn wun­der­bar sehe. die im­pul­se müss­ten von den bür­gern kom­men, als eine art kul­tur­im­puls, das sei zwar ein lan­ger pro­zess, aber wenn wir die die din­ge ir­gend­wann an­ders den­ken könn­ten, wür­den das auch die po­li­ti­ker ver­ste­hen. er den­ke, dass kuhn hoch­in­tel­li­gent sei und wenn sie sich mal ei­nen abend in ruhe un­ter­hal­ten wür­den, wür­de kuhn si­cher mehr ver­ständ­nis für sei­ne ideen auf­brin­gen, ihm viel­leicht so­gar zu­stim­men, dann aber ganz si­cher re­la­ti­vie­ren: „aber das ver­ste­hen un­se­re wäh­ler nicht.“

zu­sam­men­hangs­lo­se sprü­che von götz wer­ner:

  • nicht die schwarz­ar­beit ist das pro­blem, es ist das steu­er­sys­tem.
  • wir er­ken­nen ar­beit die nicht auf er­werb aus ist, nicht als ar­beit an.
  • ar­beits­zeit­ver­kür­zung führt zu zwangs­ar­beit, zu frei­zeit statt frei­heit.
  • ma­na­ger sa­gen „do things right“, un­ter­neh­mer sa­gen „do the right things“.

wer­ner zog das pu­bli­kum mehr und mehr auf sei­ne sei­te, kuhn pro­vo­zier­te das pu­bli­kum mehr und mehr, ver­such­te wer­ners ideen als ver­such ei­ner un­ge­rech­ten un­ter­neh­mens-ent­las­tung zu dis­kre­di­tie­ren die zu schwarz­han­del und un­ge­rech­tig­keit füh­ren wür­den. die ein­zi­ge lö­sung sei mehr men­schen wie­der zu er­werbs­ar­beit zu füh­ren und auf ge­rech­te ver­tei­lung zu ach­ten. wunsch­den­ken mit grund­sätz­li­cher bü­ro­kra­tie­af­fi­ni­tät dach­te ich. für ei­nen grü­nen kam mir das er­staun­lich vor, wer­ner auch: „be­den­ken sie mal am bei­spiel der grü­nen, was für fol­gen vi­sio­nen und ideen einst hat­ten.“

ich habe den abend mit gros­ser sym­pa­thie für wer­ners ideen be­gon­nen und dann auch be­en­det, auch wenn ich nicht mal an­satz­wei­se al­les durch­dacht habe, vie­les kommt mir äus­serst plau­si­bel vor, man­ches we­ni­ger, vor al­lem die steu­er­tech­ni­schen de­tails. äus­serst plau­si­bel ka­men mir wer­ners ar­gu­men­te vor, die eine stän­di­ge wei­te­re ver­kanppung von er­werbs­ar­beit pos­tu­lier­ten, wo­hin­ge­gen mir kuhns ziel ein­fach mehr er­werbs­ar­beit zu schaf­fen als kühn, bzw. wunsch­den­kig er­schien. aber un­strit­tig ist, das gab kuhn auch im­mer wie­der zwi­schen den zei­len zu, um­den­ken müs­sen wir, hier und da si­cher auch ra­di­kal.

götz wer­ner sag­te, er habe nix zu ver­kau­fen (aus­ser in sei­nen dro­ge­rie­märk­ten), er wol­le nur zum nach­den­ken an­re­gen, im­pul­se ge­ben. kuhn er­schien mir hin­ge­gen wie je­mand der et­was ver­kau­fen woll­te, näm­lich den sta­tus quo, harz IV und hier und da ein paar ver­bes­se­run­gen und um­schich­tun­gen. lei­der war er ges­tern abend ein schlech­ter ver­käu­fer, er sprach ein­fach die fal­sche spra­che.

das publikum

das pu­bli­kum war am ende so ag­gres­siv, dass ein äl­te­rer herr ne­ben mir, ei­ner noch äl­te­ren dame (ei­gen­aus­sa­ge: „ich bin ur­gross­mutter“) „eins auf die fres­se“ hau­en woll­te und sehr vie­le em­pör­te zu­schau­er stän­dig die „blöd­heit“ des po­li­ti­kers da vor­ne be­klag­ten. weil mir das al­les zu ag­gres­siv wur­de und ich auch fand, dass al­les we­sent­li­che ge­sagt war, bin ich am an­fang der pubn­li­kums­dis­kus­si­on auf­ge­stan­den und nach­hau­se ge­fah­ren.

jetzt nach­dem ich al­les auf­ge­schrie­ben habe, kann ich mich ja mal ans durch­den­ken ma­chen.

[nach­trag]
aus den kom­men­ta­ren, schon et­was äl­ter: fritz kuhn ant­wor­tet auf götz wer­ner, in­ter­view mit götz wer­ner in der brand­eins, mo­ni­tor über das be­din­gungs­lo­se grund­ein­kom­men. aus­ser­dem denkt don über das be­din­gungs­lo­se grund­ein­kom­men nach und sehr en­ga­giert, fun­diert und aus­führ­lich al­bert. aus­ser­dem hat rené auf­zeich­nun­gen ei­ner dis­kus­si­on mit götz wer­ner und eine klei­ne dis­kus­si­on bei sich im blog und hier fin­det sich ein wei­te­res in­ter­view mit wer­ner.


diek­mann er­teilt nig­ge­mei­er haus­ver­bot

felix schwenzel

er­staun­lich:

Herr Diek­mann habe aus­drück­lich ge­sagt, dass er mei­ne An­we­sen­heit nicht wün­sche, und Herr Diek­mann sei nun ein­mal der Gast, und ich hät­te si­cher Ver­ständ­nis da­für, dass man sol­chen Wün­schen der „Bild“-Re­dak­ti­on ent­spre­che. (wei­ter­le­sen)

zum glück hat der tür­ste­her nicht alle aus­sie­ben kön­nen, denn nen kor­re­spon­den­ten-be­richt gibts trotz­dem.