a few good gmen

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[ich habe heute viel arbeit geschafft.]
[„sozial ist, was arbeit schafft“ ist übrigens gar nicht so weit weg von einem spruch aus der nazizeit: „sozial ist, wer arbeit schafft“, 1933 gesagt von alfred hugenberg von der „deutschnationale volkspartei“ (quelle: 1, 2, 3).]
neue nahrungssmittel-variante: teaser food („nur heiss machen“), gibts auch in der heissmachrichtung „sauerkraut“.
das bildblog kritisiert die „bild“-zeitung dass sie von einem beinahe-unfall berichtete und dabei nur den höhenabstand der flugzeuge (183 m) nannte, nicht aber den seitlichen abstand (1,8 km). nun die „bild“-zeitung steht nicht alleine, der tagesspiegel hat diesen kleinen wichtigen unterschied auch verschwiegen. warum verschweigt das bildblog das?
danke an giovanni l. für den hinweis.
lange nicht mehr geguckt, jetzt aboniert, den televisor.
„dümmer gehts nicht“ meint spiegel online, schreibt eine sechs tage alte ap-ticker-meldung um in der es um einen „dummen“ geht der ein ungeschütztes wlan benutzt und deshalb festgenommen wurd. die olle kamelle sext spon ein bisschen mit pseudo-hintergründen auf („Die Sicherheit [von WLAN-Netzen] lässt sich erhöhen, indem man das Funknetz abschaltet, wenn es nicht benutzt wird und indem man das Passwort regelmäßig wechselt.“) und animiert mich zu der frage: wer ist denn hier eigentlich dumm?
spiegel online schreibt, ein mann habe „sich unerlaubt in ein WLAN-Netz gehackt“. aha. dass das wifi netz offenbar nicht gesichert war, wie man beispielsweise vor fünf tagen hier lesen konnte, schreibt der spon nur zwischen den zeilen, unmerklich, übertüncht von dem mega-bösen wort „gehackt“.
spon hätte durchaus eine interessante geschichte schreiben können, denn die frage ob das benutzen eines ungeschützten wlans „dumm“ oder strafbar ist verdient durchaus mal eine eingehende betrachtung. da könnte man zur abwechslung auch mal jemanden fragen der sich damit auskennt. aber traditionell klugscheisst man beim spiegel ja lieber als mal irgendwo nachzufragen.
ich wette meinen arsch dass mindestens ein spiegel-online-redakteur schonmal so „dumm“ war sich in ein ungeschütztes wlan einzuwählen. obwohl, wennn ich so recht überlege, wahrscheinlich sind die selbst dafür zu dumm.
schon ein bisschen älter (dezember 2004), aber immer noch amüsant, stefan niggemeier über die fernsehflops des jahres 2004. aktuelle fernsehflops kann man beim popkulturjunkie nachlesen.
[via don alphonso]
ich bin ein arsch. wie viele blogger. an anderen rumkritisieren bis die schwarte kracht aber wenn mal einer an mir rumkritisiert das mimöschen markieren, jede kritik an blogs persönlich nehmen, aber anderen zynische scheisse ins gesicht schmeissen, wenn sie mal ähnlich ignorant wie ich sind. aber ich kann noch dooofer sein, obwohl ich konsequent alles falsch schreibe (und das noch nicht mal als masche, sondern schlicht aus orthographischer ahnungslosigeit), noch nichteinmal zensur richtig schreiben kann, mich einen dreck um richtige schreibweise kümmere, rege ich mich lautstark bei anderen über tippfehler und komische schreibweisen auf — wenn ich sie mal bemerke.
so geschehen vor einiger zeit, als ich mich über die schreibweise „I-Pod“ in der brandeins aufregte (brand eins wird übrigens getrennt geschrieben, ist mir aber egal).
dominik wagner fragte damals bei gabriele fischer nach, warum in der brandeins „I-Pod“ statt „iPod“ geschrieben würde:
Offenbar verärgert, ärgern Sie sich nun über etwas, was bei brand
eins von der ersten Ausgabe so ist: Wir schreiben Marken nie nach
Logo.Zum einen ist es nicht unser Job, in redaktionellen Texten
Markenwerbung zu machen. Zum anderen gilt bei uns - wie in vielen
anderen Medien - die schlichte Regel: Wo ein Markenname nur aus
drei nicht als Wort zu lesenden Buchstaben besteht, schreiben wir
den Markennamen in Versalen (BMW, AOL); alle anderen Namen werden
geschrieben, wie es der Duden besagt: Großbuchstabe am Anfang, der
Rest klein. Dass brand eins in den anderen Medien in der Regel
analog Brand Eins geschrieben wird, ist ok. Und dass wir bei
Daimler-Chrysler den Bindestrich einfügen, hat weder bei Daimler
noch bei Chrysler bisher einen gestört - sie sind es gewöhnt, weil
es die meisten so machen.Die Alternative dazu wäre, die echten Wortmarken zu übernehmen -
was keine echte Alternative ist.
in der aktuellen ausgabe auf seite 122/123 fiel mir jetzt aber die schreibweise „iPod“ und „iPodder“ statt „I-Pod“ auf. das hab ich doch mal nachgetreten und die lamentiermaschine angeworfen. gabriele fischer ist ja nicht nur eine prima journalistin, sondern auch äusserst freundlich und antwortet(e bis jetzt) auf jede email von mir. sie konnte die frage aber nicht beantworten und leitete die frage an ihre „strenge Dokumentarin“ weiter, der sie sich „schreibweisentechnisch voll anvertraue“. die strenge dokumentarin antwortete mir vorgestern per mail:
vielen Dank für Ihren aufmerksamen Hinweiß zu einigen brand eins-Schreibweisen.Im Prinzip ist dem, was Frau Fischer damals in der Mail an Herrn Wagner schrieb, nicht besonders viel hinzuzufügen.
Abkürzungen, die sich als Wort sprechen lassen, zB Nasa, Uno schreiben wir als Wort, die anderen FDP, BDI, BMW, AOL in Versalien, weil man sie auch so spricht, bei Firmennamen versuchen wir weitestgehend das firmeneigene CI nicht zu übernehmen.
Bei Markennamen gehen wir aber allerdings immer mehr dazu über, sie in ihrer eigentlichen Schreibweise stehen zu lassen (ALSO doch eher iPod statt I-Pod, einige moderne, meist technikorientierte Markennamen werden durch unsere doch sehr strenge Schreibweise manchmal sehr verunstaltet). Sie sehen, auch wir lernen niemals aus, und einige Regeln sind eben auch dazu da, von Zeit zu Zeit überarbeitet und evtl. revidiert zu werden;-))
Dies soll vor allem der Wiederauffindbarkeit, zB im brand eins-Archiv, dienen, wenn Leser dort etwas suchen wollen und dann auch finden sollen.
Darüber steht dann nur noch der Duden ;-))
und jetzt komm ix, der könig der falschschreibung: schreibt man hinweis wirklich mit „ß“? ix duck mich und empfehle hiermit nochmals von herzen jedem die brandeins zu abonieren und zu lesen.
die berichte der beiden jouranlisten matt cooper und judith miller führten zur enttarnung von valerie plame als CIA agentin. ein gericht wollte die beiden mit beugehaft dazu bringen ihre quellen zu nennen. judith miller wollte ihren informanten schützen und ging vor ein paar tagen ins gefängnis. matt cooper wollte nicht ins gefängnis und nannte dem gericht seine quelle. die quelle war laut newsweek „das gehirn von george w. bush“, karl rowe.
ich kapier das alles nicht, nur soviel; „das gehirn“ des amerikanischen präsidenten hat offenbar einen geheimnisverrat begangen, der in den USA streng bestraft wird. ein grosses ding also, ein ganz grosses, monatelang wurde nach lecks im weissen haus gesucht. da wollte ich mal ein bisschen drüber erfahren, eine einschätzung, eine analyse. pictor von lautgeben war ja gerade mit querlesen beschäftigt, konnte mir das also nicht erklären. also mal beim qualitätsjournalismus vorbeigeschaut. eine suche bei der zeit fordert zum suchwort „rove“ an erster stelle einen artikel von 2003 zutage, auf der homepage auch keine erwähnung des namen „rove“. also zur tagesschau.de. die hat auch nichts aktuelles zu herrn rove, erklärt mir aber wie man richtig zu recherchieren habe:
na klasse. der spargel hat das thema nicht mehr auf der titelseite, aber noch einen artikel von heute mittag zum thema im archiv, komplett im konjunktiv, ohne jegliche bewertung, „Einem Pressebericht zufolge...“.
einzig die ftd und der tagesspiegel bringen ein paar hintergründe.
da ist im deutschen onlinejournalismus noch reichlich raum für qualitätsverbesserung, sach ich mal mein grosses vorbild zitierend. da braut sich eventuell eine watergatige affäre zusammen und hier bekommt man nix mit. ich langweile mich so schrecklich!
er wird mich zwar erst im nächsten leben gernhaben, aber die analyse das querlesen des heute veröffentlichten CDU-wahlprogramms (pdf, 450 kb) und die übersetzung entlarvung der dort verwendeten euphemismen hat mir wirklich gut gefallen:
Wir wollen die Wirtschaft für bessere Verbraucherinformationen gewinnen.” eine Beschönigung für das Abschaffen von Kennzeichnungspflichten auf Anbieterseite, beispielsweise bei genmanipulierter Nahrung. Die “solidarische Gesundheitsprämie” ist bereits als “Kopfpauschale” bekannt und durchgekaut.
auch die gleichsetzung von „vandalismus“ und „terrorismus“ sollte jeden dazu aufrufen der CDU mal ordenlich vandalistisch vor die tür der parteizentrale zu kacken.
wenn pictor so schreibt kann man ihn richtig gernhaben und zum lesen empfehlen.
einfach ein pflaster aufkleben. oder so eins. oder so eins (für den pelzliebhaber).
gibts das auch für männer? die haben ja auch ne intimsphäre. mehrere sogar.
→ weiterlesenoffenbar versucht die berliner agentur aimaq, rapp und stolle (ars) martin röll (und ein paar andere) für dumm zu verkaufen indem sie ihm eine pseudoauthentische mail schickt die ihn zum linken auf simyo.de simyo-industries.de animieren soll. witzig finde ich, dass die fake-mails im gleichen schmierigen tonfall daherkommen wie der aktuelle, bauchpinselelig formulierte kommentar-spam in wordpress-blogs.
das wirkt sehr fahrlässig auf mich, eine kampagne die ja nicht schlecht ist mit solchem „verarschungs-marketing“ gegen die wand zu setzen. [wenn ars-berlin es denn waren. auf eine eventuelle stellungungnahme bei herrn röll bin ix auf jeden fall mal gespannt.]
[nachtrag]
noch lustiger ist die tatsache, dass die webseite simyo.de von sinner und schrader betreut wird (die bloggen unter fischmarkt.de), die webseite simyo-industries.de aber von der oben erwähnten ars-berlin. die beiden sind konkurenten. und dann schickt offenbar der eine dem anderen eine mail in der versteckt, verlogen und anonymisiert schleichwerbung gemacht wird? junge, junge. wieviel hybris muss man haben um zu glauben mit sowas durchzukommen?
hat irgendjemand, jemals, irgendwo den ruf „blog on!“ vernommen in den „megawatt“ vor drei tagen einstimmte? habe ich da einen ruf (gar von „führenden“ bloggern) verpasst oder ruft der herr randow da in seiner relevanzblase etwa alleine?
eins, zwei, drei und vier. grossartig. nicht zu spaet.
der tagesspiegel bläst offenbar zum angriff auf die blogosphäre. die „argumentation“ oben von volker ter haseborg ist schwer planetopisch/idiotisch, ganz im sinne von ute miszewski (leiterin der unternehmenskommunikation der spiegel-gruppe): „Journalisten besuchten spezialisierte Schulen bzw. würden Ausbildungen durchlaufen, die sie befähigten, Beiträge hoher journalistischer Qualität zu erstellen. Dies sei gewöhnlichen Menschen ohne diese Ausbildung nicht möglich.“
journalisten, neuerdings auch hal faber, wollen offenbar nicht verstehen, dass nicht alle blogger so sein wollen wie sie. und — noch einen ticker wichtiger — sie übersehen beim schreiben über das blogdings, dass dieses ding allles andere als homogen ist und sich nicht einmal ansatzweise über einen kamm scheren lässt. [ganz abgesehen davon dass in diesem fall herr haseborg unbestreitbar vorhandene und funktionierende korrekturmechanismen ignoriert.]
den reisserischen und ahnungslosen schrott den die öffentlichen und privaten nachrichtenkanäle zu den bombenanschlägen in london produziert haben lastet man ja auch nicht „den journalisten“ oder „der presse“ an. bei sich selbst können die klugscheisser noch ganz gut differenzieren und würden auf nachfrage was sie denn von einen ausgebildeten journalisten der nachfragt was denn dieses „tube“-ding sein soll halten würden, selbstverständlich von „schwarzen schafen“ und „ausreissern“ sprechen.
wenn aber ein lustloser medienexperte wie michael geffken sich lustlos ein bisschen durch die blogosphäre klickt und enttäuscht ist nix verwertbares für seinen eilig zusammengeflickten artikel zu finden, dann schreibt er unter einhaltung strenger „ethischer journalistischer Standards“ und seinem ganzen auf der journalistenschule gelerntem wissen morgen im tagesspiegel folgende zeilen zusammen:
Die Chancen, in der Blogosphäre nachhaltige Erkenntnisgewinne zu erzielen, sind also noch suboptimal. Vorerst sollten interessierte Wähler aus Büdelsdorf oder Kleinmachnow weiterhin Ausschau nach den Wahlkampf-Ständen der Parteien halten.
aber viellleicht hat der mann ja recht und das blogdings wird sich nicht durchsetzen.
ein sauladen das; lug und betrug, drohungen und erpressungen, völlig bürokratisiert und vergreist, innovationsfeindlich und der alten weltordnung hinterhertrauernd. nein ich rede weder von der amerikanischen regierung noch von der sizialianischen mafia, sondern von dem eindruck den die pornographische phonographische wirtschaft zur zeit auf mich macht. der eindruck ist sicherlich nicht fundiert und nur aus zugelaufenen infohäppchen zusammengeklebt. nichtsdesto trotz dürfte dieser eindruck halbwegs repräsentativ sein, denn das was man da in letzter zeit liest und sieht ist eine kommunikations katastrophe für alle beteiligten der „musikindustrie“. [jaja, ich weiss es gibt keine musikindustrie, das sind viele kleine und grossse teile. ist mir heute aber egal.]
erst wird die einführung einer neuen technologie (der CD) vor vielen jahren zum experiemtierfeld für künstliche (und abgesprochene) hochpreispolitik. dann wurde das internet total verpennt, versucht dem musikkonsumenten mittels künstllicher erzeugung von pseudo-hysterie casting- und kopiergeschützeten schrott als hochwertige ware unterzuschieben, dann wurde offenbar wie einfach (und offenbar gang und gäbe) die manipulation von hitparaden ist.
den letzten krümmel an glaubwürdigkeit und sympathie versuchen nun einzelne organe der msikindustrie zu verspielen indem sie sich nun im einklang mit der filmindustrie gleichzeitig als legislatives organ (wir bestimmen was legal ist und was nicht) und als richter (mit juristischen keulen gegen die presse und privatmenschen) aufspielen. das kann man allles wunderbar hier, hier und hier nachlesen.
ich habe keinen bock auf diesen absurden versuch allmachtsphantasien auszuleben einzugehen. wie gesagt das machen andere viel differenzierter.
ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen wie man mit der materie vernünftig und nachvollziehbar umgehen kann. wenn man diesen text bei antifreeze durchliest bekommt man einen guten eindruck von den problemen der musikindustrie und vor allem: verständnis. johannnes, quasi selbst teil der musikindustrie, stellt die urheberrechtsproblematik einfach mal in ein anderes licht, ganz einfach weil er sie differenziert darstellt ohne zu drohen oder den potenziellen musikkäufer als dumm zu verkaufen. und er stellt sich dem dialog, der plötzlich auch ganz gesittet, ohne rumgeschreie und trollattacken, und verständnisweckend abläuft.
andersrum wird dadurch klar welchen kommunikationsgau die musikindustrie, bzw. die sprachrohre die am lautesten schreien, mit ihrem verhalten produzieren. höchste zeit umzudenken und mit der kundschaft mal zu reden statt auf sie einzuprügeln, ihr unbrauchbare (un-CDs, DRM verseuchte dateien) musikträger unterzujubeln und sie zu v-e-r-arschen.
eine offene kommunikation mit der kundschaft würde vielleicht auch dazu führen die verkrusteten und inkompetenten strukturen aufzuknacken, sprich wind in den laden zu bringen:
Ausnahmslos alle Innovationen, die den Musikliebhaber und neue Möglichkeiten des Austauschs und des Genusses als solches im Auge hatten, fanden in den letzten Jahre außerhalb der Musikindustrie statt, und genau das sollte zu denken geben.
genauer: wortschnittchen hat eine „Bindehautreizung durch ungeschützten Verkehr.“
gibts auch bei mir: u2 in berlin.
und das beste; ganz ohne spacko bono und supa praktisch.
allerdings nicht so nett geschrieben wie bei johnny.
sind nicht eigentlich alle väter mutterficker?
die klofrau war auf dem klo.