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ei­ner­seits fas­zi­nie­rend, jemandem zu sehen der off the grid lebt und wie er das macht und an was man alles denken muss, an­de­rer­seits ist das alles auch ein bisschen furcht­ein­flös­send: wie läufts wenn man mal krank ist oder sich die knochen bricht? ok, es gibt wohl nachbarn und telefon und internet hat er auch (internet via satellit). aber trotzdem …

hängen geblieben ist bei mir folgendes: off the grid muss man wirklich alles selber machen, auch den brand­schutz und die feuerwehr. essen eh. hunde machen das leben an­ge­neh­mer und stecken mit ihrer le­bens­freu­de an. blei­bat­te­rien muss man re­gel­mäs­sig mit de­stil­lier­tem wasser giessen.






wenn ich böse wäre, würde ich schreiben: thomas knüwer arbeitet jetzt für die republica und braucht offenbar geld. bin ich aber nicht mehr (böse), nur noch doof. tat­säch­lich finde ich das was thomas knüwer hier macht ein in­ter­es­san­tes ex­pe­ri­ment: er fährt nach texas zur sxsw und statt nur drüber zu bloggen, schreibt er einen täglichen news­let­ter für den er auf steady um etwas fi­nan­zi­el­le un­ter­stüt­zung bittet.

steady hat sich zu einem kleinen moloch ent­wi­ckelt. über steady kann man die titanic, das plötzblog, über­me­di­en, rivva und 2.833 andere projekte oder „Me­di­en­ma­cher:innen“ un­ter­stüt­zen. meinen news­let­ter hätte ich dort auch ein­ge­rich­tet, un­ter­stüt­ze steady rss-zu-news­let­ter-kon­ver­tie­rung. statt­des­sen habe ich mir dort auch eine „un­ter­stüt­zer­sei­te“ ein­ge­rich­tet, auf der man sich ein gutes (3 €/monat), sehr gutes (5 €/monat) oder super gutes gefühl (10 €/monat) kaufen kann. das dort ein­ge­nom­me geld würde ich dann auch wiederum dafür verwenden mir ein gutes gefühl zu kaufen — obwohl ich bezweifle dass das ver­spre­chen von guten gefühlen viele in­ter­es­sen­ten findet.

thomas knüwers news­let­ter­an­ge­bot hingegen scheint interesse zu wecken. nach einem tag bereits 40 zahlende mit­glie­der. ich finde die trans­pa­renz die steady bietet (wenn der oder die me­di­en­ma­chen­de das will) sehr lo­bens­wert und bin gespannt wie das ex­pe­rie­ment ausgeht, auch wenn ich kein grosser fan von be­zahl­schran­ken bin und auch für schran­ken­lo­se angebote zahlen würde.





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dieses video könnte man durchaus als KI 101 be­zeich­nen. der gast dieser folge startalk mit neil degrasse tyson und seinen beiden sidekicks ist geoffrey hinton, der letztes jahr für seine grund­la­gen­for­schung zu neu­ro­na­len netz­wer­ken den physik no­bel­preis bekommen hat. er erklärt ein paar der grund­la­gen kündt­li­cher neu­ro­na­ler netzwerke und warum er denkt dass KIs bereits denken. zu den grund­la­gen fand ich folgendes fas­zi­nie­rend:

das mensch­li­che gehirn hat ungeführ 100 tril­lio­nen (noronale) ver­bin­dun­gen. wenn man das mit dem zeitraum den wir leben ver­gleicht (um die 2,5-3 mil­li­ar­den sekunden), kann man sagen: wir haben sehr viele ver­bin­dun­gen, aber wenig erfahrung.

bei den neu­ro­na­len netzen die wir derzeit zu bauen imstnde sind ist das umgekehrt. sie haben ca. 1 milliarde ver­bin­dun­gen (viele LLMs haben sehr viel weniger weniger), was ungefähr 1% der ver­bin­dun­gen sind, die menschen haben. dafür haben diese künst­li­chen neu­ro­na­len netze und LLMs viele tausend mal mehr er­fah­re­nun­gen.

die grenzen an die heutuge LLMs stossen hängen (laut geoffrey hinton) vor allem damit zusammen, dass sie auf er­fah­run­gen basieren die wir auf­ge­schrie­ben haben. eine go KI, die aus er­fah­run­gen echter go-experten/meister gelernt hatte, war immer etwas schlech­ter als die mensch­li­chen experten. un­schöag­bar wurden diese KI-systeme als sie anfingen gegen sich selbst zu spielen, sich ihre er­fah­run­gen also selbst bei­gebracht haben. das dürfte auch de weg sein, wie LLMs klüger werden, meint geoffrey hinton.

wirklich se­hens­wert, wenn man KI abseits des hypes und gegen-hypes etwas besser verstehen möchte.