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anke gröner über einen text von englisch-professor walt hunter im atlantic: „Stop Meeting Students Where They Are“ (geschenk-link von anke).
Keine pseudokluge, weil angelesene Wiedergabe von fremden Positionen, sondern das Abarbeiten am eigenen Unverständnis. Die Konfrontation mit Fragen anstatt die Suche nach der einen Antwort, die es eh nicht gibt. […]
Lesen [ist] eben immer mehr ist als Lesen: Fragen stellen, nachdenken, Positionen überdenken. […]
When phone cameras got good enough, portrait photographers scolded people who took their own headshots.
And when the Mac got pretty good at typesetting, professional designers pointed out that people who can’t tell a font from a typeface and don’t care about kerning should avoid it.
Professional translators bring humanity and insight to transforming writing from one language to another, but many people continue to use Google Translate…
Here’s the thing: the translators take their own headshots. Web designers often use translation software. And life coaches build their own websites with Squarespace and put their own selfies on Linkedin. We all make our own decisions, and most of the time, we use tech to do it ourselves.
das sind natürlich auch alles „Standardsituationen der Technologiekritik“.
was für ein grossartiger titel:
Ãoebersichtlicheres, benutzerfreundliches Design, auch verfügbar für alle führenden Mobilgeräte
das sieht sehr, sehr langweilig aus.
in den letzten tagen habe ich mich hier und da mit den themen monetarisierung und reichweite beschäftigt und mir kam der gedanke, was für ein wahnsinn das eigentlich ist, dass es für unabhängige bewegtbild-produzierende eigentlich nur eine einzige stelle im internet gibt, wo sie ihre reichweite und brötchen herbekommen: youtube.
ein gigantischer monolith, der im prinzip bestimmen kann, was hunderte millionen sehen und ein paar hunderttausend verdienen. wahrscheinlich ist es höchste zeit mir mal ein nebula abo zu besorgen, auch wenn die trumpisten noch nicht ihre axt-hände an youtube gelegt haben mögen.
mir kam beim lesen dieser meldung beim netzfeuilleton aber ein ganz anderer gedanke. die BBC wird inhalte speziell für youtube produzieren, „auch wenn die Inhalte auch weiterhin auf iPlayer und Sounds erscheinen können“ (sollen, werden?). das erinnert mich an die indieweb-philosophie Publish (on your) Own Site, Syndicate Elsewhere (POSSE). wenn man die inhalte bei sich „zuhause“ vorhält, sie aber an andere orte syndiziert/kopiert, um einerseits die reichweite oder monetarisierung zu erhöhen, behält man andererseits (theoretisch) ein paar ticken mehr unabhäbgigkeit, als wenn man exklusiv „elsewhere“ publiziert.
theoretisch machen das ja auch die deutschen öffentlich rechtlichen schon mit ein paar kanälen für jüngeres publikum, mit dem unterschied, dass das eine art PUPZ-POSSE ist: publish elsewhere und dann bei sich selbst depublizieren.
If you want to understand what goes into a big YouTube production, this behind-the-scenes look from the tenth most popular tech channel seems to be a good place to start. It is remarkable how Marques Brownlee has grown from being just a guy making webcam videos from home to having a dedicated production space full of staff — and it all kind of hinges on YouTube, a singular video hosting platform. That would make me anxious daily, but Brownlee has made it work for about nine years.
das behind the scenes video ist andertalb stunden lang und ich habe es (noch) nicht zuende geschaut, auch weil ichs ein bisschen langweilig finde. aber wie nick herr sagt, das ist schon alles ziemlich remarkable.