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ich hab meine ober­stu­fen- und abi-zeit und auch meine schreiner-lehrzeit in der nähe der nie­der­län­di­schen stadt roermond verbracht. aber diese nazi-gräuel-ge­schich­te kannte ich noch nicht. bei der ge­denk­ver­an­stal­tung sagte die bür­ger­meis­te­rin von roermond: „Das, was wir hier tun, ist keine Ver­pflich­tung aus der Ver­gan­gen­heit, sondern ein Wunsch für die Zukunft“







Dabei wären [Koh­le­berg­wer­ke] aus­ge­spro­chen wichtig für unsere En­er­gie­ver­sor­gung. Nein, nicht um noch mehr Kohle zu fördern, sondern um die Körbe, jetzt gefüllt mit ir­gend­wel­chem schweren Kram, bei Son­nen­strom­über­schuss hoch­zu­zie­hen und sie dann, zum Beispiel nachts, wieder ab­zu­las­sen und dabei elek­tri­sche Energie zu erzeugen. Oder eben zu­rück­zu­ge­win­nen. Koh­le­berg­werks­schäch­te sind gross­ar­ti­ge Gra­vi­ta­ti­ons­bat­te­rien.


Es geht um mentale Hygiene. Was seit 2016 passiert, schneidet so tief in meine Seele, greift so sehr mein Ver­ständ­nis an, was die westliche Zi­vi­li­sa­ti­on erreicht hat und was sie sta­bi­li­siert, dass jedes Gespräch über Trump ob unserer schieren Ohnmacht aus­schließ­lich de­struk­ti­ve Gefühle pro­vo­ziert: Wut, Angst, Hass, Empörung, Ver­zweif­lung, Welt­schmerz, Hoff­nungs­lo­sig­keit.


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This is the kind of video we’ve wanted to make for a long, long time: telling stories that bring forgotten people and distant eras to life. We are creating this channel on top of ever­y­thing else we do, because we have so many stories we want to tell! Ever­y­thing you see and hear is human made and no AI slop.

gute ge­schich­te, gut erzählt, über eine be­ein­dru­cken­de person (die „mäch­tigs­te piratin der ge­schich­te“).


The time is ripe for the founding of a di­sen­s­hit­ti­fi­ca­ti­on nation, an Ireland for di­sen­s­hit­ti­fi­ca­ti­on. I have no doubt that even­tual­ly, most or all of the countries in the world will drop their anti-cir­cum­ven­ti­on laws (the laws that ban the mo­di­fi­ca­ti­on of US tech exports). Once one country starts making these di­sen­s­hit­ti­fy­ing tools, there'll be no way to prevent their export, since all it takes to buy one of these tools from a cir­cum­ven­ti­on haven is an internet con­nec­tion and a payment method.

The Ireland for di­sen­s­hit­ti­fi­ca­ti­on wouldn't just have their pick of in­ter­na­tio­nal tech­no­lo­gists – they'd have plenty of Americans hungering for a better life. Two-thirds of young Americans "are con­side­ring leaving the US":

zwei drittel der jungen ame­ri­ka­ner überlegen die USA zu verlassen? wow. quelle ist eine studie der American Psy­cho­lo­gi­cal As­so­cia­ti­on über die newsweek schrieb. (her­vor­he­bung von mir.)




notiz an mich selbst: merken und (nach) hören.

Außerdem habe ich einen Podcast aus der Reihe „Einfach Antike“ gehört: “Spät­rö­mi­sche Dekadenz – Warum Rom nicht an Moral zugrunde ging“, 28 Minuten.

„Es gibt kein einziges his­to­ri­sches Beispiel für ein Reich oder eine Zi­vi­li­sa­ti­on, die an einem wie auch immer gearteten sitt­li­chen Verfall zugrunde gegangen ist.“

Halbwegs passend dazu hörte ich dann noch eine weitere Sendung: „Mächtige Mythen – Warum Ver­schwö­rungs­theo­rien un­sterb­lich sind“. 46 Minuten beim Deutsch­land­funk.


judith horchert, die spiegel-re­dak­teu­rin saschas vertrauen, lob(o)huddelte sascha lobo an­läss­lich seines 10jährigen spiegel-online-kolumne-jubiläums (der artikel ist also 4 jahre alt), via.

Er­schre­ckend viele Texte von Sascha Lobo sind gut gealtert. Das liegt ei­ner­seits an Saschas Hell­sich­tig­keit und daran, dass er den Einfluss der Di­gi­ta­li­sie­rung auf die Ge­sell­schaft gut ver­stan­den hat und gut erklären kann.

ich hab mal ein, zwei stich­pro­ben gemacht, und muss sagen, judith horchert hat recht.



elizabeth tsurkov wurde im märz 2023 in bagdad entführt wurde und nach 903 tagen haft und folter frei­ge­las­sen. im atlantic schreibt sie über diese zeit.

I had no interest in “resisting” in­ter­ro­ga­ti­on under torture—after all, I had nothing real to hide, nothing I would not want to confess. So I freely admitted to whatever they seemed to want to hear: that I worked for the CIA and was a Mossad spy. To be both, of course, was hardly possible, but as these men beat me again and again over the next 14 weeks, I learned their bizarre con­spi­ra­cy theories—and tried to match my fables to theirs.

As my ex­pe­ri­ence showed, a heavy reliance on physical abuse makes for pro­fi­ci­ent torturers, not skilled in­ter­ro­ga­tors. Again and again, torture has proved to produce false con­fes­si­ons and bad in­tel­li­gence. The only knowledge that torture provides is the ultimate con­fir­ma­ti­on bias: in­for­ma­ti­on about the threats facing the regime that is entirely in line with the worldview of the torturers, who cha­rac­te­risti­cal­ly share the regime’s ge­ne­ra­li­zed paranoia.





»Ich wäre Ihnen einfach dankbar, wenn Sie Ihrem Kind bessere Be­lei­di­gun­gen bei­brin­gen würden. Eine gute Be­lei­di­gung erfordert Vor­be­rei­tung und Be­schäf­ti­gung mit dem Sujet. Es ist ge­wis­ser­ma­ßen eine Wert­schät­zung. Und fetter Sack ist einfach keine gute Be­lei­di­gung. Die zielt aus­schließ­lich auf Äu­ßer­lich­kei­ten ab. Ist mir auch zu un­per­sön­lich. Da wird noch nicht mal erwähnt, dass ich auch stinke! Sie können sich ja melden. Sobald Ihnen etwas einfällt. Sie wissen ja, wie Sie mich erreichen können. Gute Nacht!«