07.11.2026

felix schwenzel in notiert

plötz­lich al­les sehr weih­nacht­lich in ber­lin. viel­leicht liegt es aber auch dar­an, dass sich die bei­fah­re­rin heu­te nel­ken in der kaf­fee­müh­le pul­ve­ri­si­ert hat, um sich mix­ge­trän­ke zu wür­zen. da­mit ist es ge­nau­ge­nom­men nicht weih­nacht­lich, son­dern nel­kich.

ich gehe aus trotz den gan­zen tag noch im t-shirt und ei­nem kurz­är­me­li­gen hemd raus. aus­ser zum mor­gen­spa­zier­gang, da is­ses schon noch ein biss­chen frisch.

im­mer­hin ist der trotz nicht um­sonst, das wet­ter hat sich heu­te um­ent­schie­den. nach­dem ges­tern vor frost in die­ser nacht ge­warnt wur­de, gibts heu­te nacht doch kei­nen frost.

eben das for­mel eins qua­li­fy­ing in sao pau­lo ge­se­hen (auf ser­vus tv). die­se „free-tv“ über­tra­gun­gen sind die ein­zi­gen ge­le­gen­hei­ten, zu de­nen mich fern­seh­wer­bung er­reicht. und ich war über­rascht, dass je­der zwei­te spot als mit KI ge­ne­riert oder mit KI „op­ti­miert“ ge­kenn­zeich­net war. kla­res fa­zit: da­mit wird die wer­bung auch nicht bes­ser.

ich habe plötz­lich lust ein buch zu ma­chen. also nicht un­be­dingt ein buch zu schrei­ben, ich schrei­be ja hier, aber seit­dem ich burns aus dem schwe­di­schen klein­ver­lag li'l fac­to­ry auf dem nach­tisch lie­gen habe, regt die hap­tik die­ses buchs mei­ne phan­ta­sie an. oder bes­ser mei­nen ta­ten­drang. schö­ne tex­te hab ich ja ein paar, die sorg­fäl­tig set­zen, dru­cken, schnei­den, bin­den — das wür­de mich rei­zen. das reizt mich so sehr, dass ich mir so­gar ein paar schnit­te der bre­via ge­kauft habe, um sie auch zum dru­cken/set­zen ver­wen­den zu kön­nen. bis jetzt hab ich ja nur die web­fonts li­zen­si­ert1.

ge­druckt fin­de ich die bre­via fast noch schö­ner als hier. und ich möch­te un­be­dingt mal aus­pro­bie­ren, wie ge­druck­ter dark­mo­de aus­sieht, also weis­se schrift auf schwar­zem pa­pier. ich habe so­zu­sa­gen lust ein buch zu ma­chen, das man äus­ser­lich, nach sei­nem ein­band be­ur­tei­len soll. ma­king a book that you should judge by it’s co­ver.

nach­dem ich burns hier er­wähnt hat­te, wa­ren ei­ni­ge mei­ner le­sen­den wohl so freund­lich auf die links zu kli­cken. das hat wie­der­um da­vid pol­feldt, der das buch ge­schrie­ben hat und den ver­lag li'l fac­to­ry be­treibt, an sei­ner sei­ten­sta­tis­tik ge­merkt. aus­ser­dem war er so freund­lich mir zu schrei­ben, sich zu be­dan­ken und zu fra­gen, ob ich ein paar bü­cher als re­zen­si­ons­exem­pla­re be­kom­men möch­te. da ich mir die eh noch (alle) kau­fen woll­te, hab ich zu­ge­sagt und freue mich sehr. wenn die an­de­ren auch so gut sind wie burns kann da ei­gent­lich nix schief­ge­hen.

mein mit balkon-pflanzen und einer monstera vollgestellter nachtisch (wegen drohendem frost pflanzen vom balkon) und mein strassenfenster. man sieht zwei kerzen auf dem nachtisch und eine im fenster und eine leuchte, die den fenstersims beleuchtet. sieht alles ziemlich gemütlich aus.

mir ist ges­tern eine mei­ner elek­tri­schen ker­zen ka­putt ge­gan­gen. also sie ver­fun­zel­te sich im­mer mehr. ich fand es et­was frus­trie­rend, dass ich den feh­ler nicht auf an­hieb de­bug­gen konn­te. ich brüs­te mich im­mer da­mit nie schlech­te lau­ne zu ha­ben und stän­dig mit ei­ner über­do­sis selbst pro­du­zier­ter en­dor­phi­ne rum­zu­lau­fen. aber das hat mich doch sehr run­ter­ge­zo­gen. viel­leicht hat mich auch run­ter­ge­zo­gen, dass ich das de­bug­ging et­was lust­los ge­macht habe und der frust war eher pam­pig­keit mir selbst ge­gen­über, weil ich so lust­los war. je­den­falls hat mich die­ses vi­deo von mend it mark dann wie­der hoch­ge­zo­gen, weil der lust auf re­pa­ra­tur und un­fass­bar viel ge­duld und fin­ger­fer­tig­keit ver­sprüh­te — die sich dann auf mich über­tru­gen.

apro­pos sorg­falt und de­tail­ver­ses­sen­heit. hier hat je­mand ein kur­zes vi­deo un­be­kann­ter her­kunft so­lan­ge ana­ly­si­ert, bis er den ge­nau­en ort der über­wa­chungs­ka­me­ra ge­fun­den hat, die das vi­deo (und ton) auf­ge­nom­men hat. 


  1. viel­leicht weils bald weih­nach­ten ist oder weil es nach nel­ken riecht oder weil ich auf der ar­beit ei­nen klei­nen weih­nacht­bo­nus be­kom­men habe, sitzt mein kauf­mus­kel ge­ra­de et­was lo­cker. in den letz­ten wo­chen hab ich mir (selbst) so viel ge­kauft wie schon lan­ge nicht mehr. ei­nen neu­en LED-strip, ei­nen qu­in­led pen­ta mini, ei­nen shel­ly, eine fla­sche whis­ky und jetzt ne schrift. ↑︎

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