di­gi­ta­le un­ab­hän­gig­keit

felix schwenzel in artikel

ich hab in den letz­ten mo­na­ten im­mer wie­der über­legt wie ich ar­ti­kel von hier auf in­sta­gram brin­gen kann oder um­ge­kehrt. auf in­sta­gram habe ich im­mer noch vie­le men­schen die mir fol­gen, oder bes­ser ge­sagt, die auf pflan­zen­bil­der und sel­fies von mir re­agie­ren. in­sta­gram selbst nut­ze ich selbst so gut wie gar nicht mehr, weil ich mich im­mer är­ge­re wenn ich die app of­fen habe und ver­führt wer­de kur­ze vi­de­os in mich rein­zu­stop­fen. zack sind 30, 40 mi­nu­ten vor­bei und ich är­ge­re mich, dass ich mei­ne zeit nicht selbst­be­stimmt ver­schwen­det habe.

die schwie­rig­kei­ten die in­sta­gram ei­nem in den weg legt wenn es dar­um geht ei­ge­ne in­hal­te von in­sta­gram zu­rück­zu­ho­len sind er­staun­lich. in­sta­gramm gibt sich sehr viel mühe öf­fent­li­che bei­trä­ge nicht au­to­ma­tiert aus­les­abr zu ma­chen, aus­ser man heisst goo­gle­bot. je­den­falls hab ich mehr oder we­ni­ger auf­ge­hört auf in­sta­gram zu pos­ten, weil das ko­pie­ren der bei­trä­ge von in­sta­gram hier­her zu müh­sam wur­de und um­ge­kehrt nicht mög­lich ist.

aus­ser man wan­delt sein in­sta­gram­kon­to in ein pro­fes­sio­nel­le kon­to um, mel­det sich bei face­book als ent­wick­ler an, ver­knüpft sein face­book und in­sta­gram­kon­to und stellt an ei­ni­gen stell­sch­ra­ben rum. nach lan­gem zö­gern hab ich das jetzt ge­macht und kann bei­trä­ge von hier ein­fach auf in­sta­gram pos­ten — per knopf­druck im kir­by ba­ckend.

im in­die­web nennt man das pos­se: „Pu­blish (on your) Own Site, Syn­di­ca­te El­se­whe­re“

ich ver­öf­fent­li­che also hier ein foto und von hier dann zu mast­o­don, blues­ky, stan­dard.site — und jetzt auch zu in­sta­gram. und jetzt wo ich über meta/face­book auch ein­ge­schränk­ten zu­gang zur API habe, kann ich auch kom­men­trae von in­sta­gram hier­her­ho­len.

so nut­ze ich zwar meta/face­book/in­sta­gram, aber wenn die mich mor­gen sper­ren sol­ten oder ich sie oder meta ver­en­det oder nur noch span­ner-bril­len ver­kauft ist mir das egal — weil ich nix ver­lie­re.


ich bin kein freund da­von zu be­haup­ten sei ir­gend­was oder gar al­les bes­ser ge­we­sen. aber den zu­stand der isn­ta­gram-app, bzw. der in­sta­gram-time­line, wür­de ich schon ger­ne be­kla­gen. al­les ist un­über­sicht­lich ge­wor­den, stän­dig will mir je­mand was ver­kau­fen oder mich hyp­no­ti­sie­ren und mei­ne auf­merk­sam­keit ab­sau­gen.

wie wohl­tu­end ist da zum bei­spiel grain: ein ver­ti­ka­ler, scroll­ba­rer srei­fen mit fo­tos, nichts als fo­tos. und: dark mode, herz­chen zum drü­cken und … fo­tos. ich schlei­che zwar seit wo­chen durch die AT­mo­sphe­re, aber auf grain hat mich heu­te noch­mal pxlnv.com ge­stupst.

weil grain auf dem AT­pro­to­koll ba­siert und die fo­tos und me­ta­da­ten auf mei­nem, bzw. dem PDS von blues­ky spei­chert, kann ich kir­by auch ein­fach bei­trä­ge auf grain pos­ten las­sen (in­dem kir­by eing­ach im rich­ti­gen for­mat/sche­ma me­ta­da­ten und ei­nen blob spei­chert). auch das geht aus dem kir­by-ba­ckend per knopf­druck und sieht dann so aus.


war­um nicht pi­xel­fed? ich wür­de sa­gen weil es mei­nem ver­ständ­nis von di­gi­ta­ler un­ab­hän­gig­keit wi­der­spricht mir ein wei­te­res so­cial me­dia kon­to an­zu­le­gen nur um ei­nen wei­te­ren aus­ga­be­ka­nal für das zu ha­ben was ich hier auf wir­res.net und mei­ner ei­ge­nen fe­di­ver­se go­to­so­cial in­stanz schon habe. bei grain hin­ge­gegn mel­de ich mich mit mei­nem vor­han­de­nen blues­ky-kon­to an und dort, auf dem blues­ky PDS wird das auch al­les ge­spei­chert und ich kann mit den da­ten ma­chen was ich will. kei­ne rei­bung, kein zu­sätz­li­cher log­in, kein zu­sätz­li­cher API key, ein­fach ein wei­te­rer ka­nal.


weil es so ein­fach ist bei diens­ten mit­zu­ma­chen, die auf dem AT­pro­to­koll auf­set­zen, hab ich mir ge­dacht mal alle pro­fi­le die ich im lauf der zeit an­ge­legt habe auf­zu­lis­ten. das ist auch ganz ein­fach, in­dem ich in mei­nen PDS gu­cke.


ich weiss nicht ob mein ver­ständ­nis von un­ab­hän­gig­keit rich­tig ist oder der rei­nen leh­re ent­spricht, aber die­ses pos­sen fühlt sich gut an. al­les zu­hau­se an ei­nem ort zu ha­ben und da wo es geht, da wo es viel­leicht wen in­ter­es­si­ert, auch mei­nen quark hin­schie­ben zu kön­nen. oder eben auch nicht. wie­die­wied es mir ge­fällt.

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