digitale unabhängigkeit
ich hab in den letzten monaten immer wieder überlegt wie ich artikel von hier auf instagram bringen kann oder umgekehrt. auf instagram habe ich immer noch viele menschen die mir folgen, oder besser gesagt, die auf pflanzenbilder und selfies von mir reagieren. instagram selbst nutze ich selbst so gut wie gar nicht mehr, weil ich mich immer ärgere wenn ich die app offen habe und verführt werde kurze videos in mich reinzustopfen. zack sind 30, 40 minuten vorbei und ich ärgere mich, dass ich meine zeit nicht selbstbestimmt verschwendet habe.
die schwierigkeiten die instagram einem in den weg legt wenn es darum geht eigene inhalte von instagram zurückzuholen sind erstaunlich. instagramm gibt sich sehr viel mühe öffentliche beiträge nicht automatiert auslesabr zu machen, ausser man heisst googlebot. jedenfalls hab ich mehr oder weniger aufgehört auf instagram zu posten, weil das kopieren der beiträge von instagram hierher zu mühsam wurde und umgekehrt nicht möglich ist.
ausser man wandelt sein instagramkonto in ein professionelle konto um, meldet sich bei facebook als entwickler an, verknüpft sein facebook und instagramkonto und stellt an einigen stellschraben rum. nach langem zögern hab ich das jetzt gemacht und kann beiträge von hier einfach auf instagram posten — per knopfdruck im kirby backend.
im indieweb nennt man das posse: „Publish (on your) Own Site, Syndicate Elsewhere“
ich veröffentliche also hier ein foto und von hier dann zu mastodon, bluesky, standard.site — und jetzt auch zu instagram. und jetzt wo ich über meta/facebook auch eingeschränkten zugang zur API habe, kann ich auch kommentrae von instagram hierherholen.
so nutze ich zwar meta/facebook/instagram, aber wenn die mich morgen sperren solten oder ich sie oder meta verendet oder nur noch spanner-brillen verkauft ist mir das egal — weil ich nix verliere.
ich bin kein freund davon zu behaupten sei irgendwas oder gar alles besser gewesen. aber den zustand der isntagram-app, bzw. der instagram-timeline, würde ich schon gerne beklagen. alles ist unübersichtlich geworden, ständig will mir jemand was verkaufen oder mich hypnotisieren und meine aufmerksamkeit absaugen.
wie wohltuend ist da zum beispiel grain: ein vertikaler, scrollbarer sreifen mit fotos, nichts als fotos. und: dark mode, herzchen zum drücken und … fotos. ich schleiche zwar seit wochen durch die ATmosphere, aber auf grain hat mich heute nochmal pxlnv.com gestupst.
weil grain auf dem ATprotokoll basiert und die fotos und metadaten auf meinem, bzw. dem PDS von bluesky speichert, kann ich kirby auch einfach beiträge auf grain posten lassen (indem kirby eingach im richtigen format/schema metadaten und einen blob speichert). auch das geht aus dem kirby-backend per knopfdruck und sieht dann so aus.
warum nicht pixelfed? ich würde sagen weil es meinem verständnis von digitaler unabhängigkeit widerspricht mir ein weiteres social media konto anzulegen nur um einen weiteren ausgabekanal für das zu haben was ich hier auf wirres.net und meiner eigenen fediverse gotosocial instanz schon habe. bei grain hingegegn melde ich mich mit meinem vorhandenen bluesky-konto an und dort, auf dem bluesky PDS wird das auch alles gespeichert und ich kann mit den daten machen was ich will. keine reibung, kein zusätzlicher login, kein zusätzlicher API key, einfach ein weiterer kanal.
weil es so einfach ist bei diensten mitzumachen, die auf dem ATprotokoll aufsetzen, hab ich mir gedacht mal alle profile die ich im lauf der zeit angelegt habe aufzulisten. das ist auch ganz einfach, indem ich in meinen PDS gucke.
- beaconbits.app
- blento.app
- bsky.app
- skyreader.app
- standard-reader.app
- thedistance.app
- margin.at
- kipclip.com
- atstore.fyi
- sifa.id
- stream.place
- grain.social
- popfeed.social
ich weiss nicht ob mein verständnis von unabhängigkeit richtig ist oder der reinen lehre entspricht, aber dieses possen fühlt sich gut an. alles zuhause an einem ort zu haben und da wo es geht, da wo es vielleicht wen interessiert, auch meinen quark hinschieben zu können. oder eben auch nicht. wiediewied es mir gefällt.