pfle­ge­be­düf­ti­ges smar­thome

felix schwenzel in artikel

auch weil ich in den letz­ten ta­gen als re­ak­ti­on auf anje ge­le­gent­lich (eins, zwei) über die au­to­ma­ti­sche woh­nung ge­schrie­ben habe, habe ich ges­tern und heu­te ver­mehrt dar­über nach­ge­dacht was der be­trieb ei­ner au­to­ma­ti­schen woh­nung im all­tag be­deu­tet. auf­wand durch au­to­ma­ti­sie­rung zu spa­ren ist näm­lich eine men­ge auf­wand. ir­gend­was ist im­mer. vor al­lem bat­te­rien. aber auch schwä­cheln­de ge­rä­te, firm­ware- und soft­ware-up­dates und und und.

wenn ich die au­to­ma­ti­sche woh­nung von grund auf neu bau­en wür­de, hät­ten alle sen­so­ren, schal­ter und ak­to­ren ein ka­bel. das wäre auch für die zu­ver­läs­sig­keit ein vor­teil. aber es geht auch re­tro­fit­ted, non-in­va­siv, ka­bel­los, bzw. im misch­be­trieb. be­deu­tet halt oft fum­me­lei und er­höh­ten pfle­ge­be­darf.


in der letz­ten wo­che ging die funk-/atom­uhr in der kü­che nach. nor­ma­ler­wei­se freue ich mich fast täg­lich dar­über, dass die alte, schrit­ti­ge ikea uhr den se­kun­den­zei­ger an der glei­chen stel­le hat, wie mei­ne ap­ple watch. des­halb war ich tief­trau­rig, als sie 5 mi­nu­ten hin­ter­her­ging. aber nach kur­zem nach­den­ken war klar: es muss die bat­te­rie sein: bat­te­rie ge­tes­tet, war schwach, ge­tauscht, uhr stell­te sich wie­der se­kun­den­ge­naiu ein. puh.

eine an­de­re bat­te­rie be­rei­te­te mir mehr kopf­zer­bre­chen. un­ser mac mini von 2012, auf dem frü­her al­les lief (home as­sistant, plex, da­tei­ser­ver, fern­zu­gang) — bis ich nach und nach fast alle auf­ga­ben auf li­nux-ser­ver mi­grier­te — woll­te ges­tern nach ei­nem har­ten shut­down nicht mehr star­ten. er mach­te kei­nen mucks mehr, so dass ich schon dach­te, das netz­teil sei ka­putt. nach ein paar stun­den de­bug­ging stell­te sich aber raus, dass es die CMOS-bat­te­rie sein muss. nach­voll­zieh­bar, dass die nach 14 jah­ren schwä­chelt, aber für den tausch wer­de ich den gan­zen mac mini aus­ein­an­der­bau­en müs­sen. das habe ich schon zwei­mal ge­macht, weil die fest­plat­te auch schon zwei­mal ge­tauscht wer­den muss­te. die bat­te­rie hat also schon 2-3 fest­plat­ten über­lebt.

nach­dem der mac mini ges­tern auf­gab, ver­such­te ich nach­zu­den­ken was der mac mini ei­gent­lich noch macht. mir fiel nur noch ein, dass er eine ko­pie un­se­rer icloud fo­to­me­dia­the­ken zieht und die auf eine back­up-plat­te ko­piert. aus­ser­dem sind fest­plat­ten an den mac mini ge­stöp­selt mit al­tem scheiss und back­ups auf die wir sel­ten aber ge­le­gent­lich zu­grei­fen möch­ten. aus­ser­dem lau­fen über den mac ein paar mit syn­c­thing syn­chro­ni­sier­te ord­ner, die der mac mit time-ma­chi­ne si­chern soll.

er zeig­te auch ein ver­ein­fach­tes home as­sistant da­sh­board an, dass ich per VNC auf ein al­tes ipad bea­me, des­sen brow­ser zu alt ist um home as­sistant da­sh­boards über­haupt noch dar­stel­len zu kön­nen. das liess ich aber un­kom­pli­ziert in ei­nen chro­mi­um-do­cker-con­tai­ner aus­la­gern, den das ipad jetzt per VNC an­zeigt.

ein wei­te­res stück jahr­zehn­te-alte hard­ware hab ich eben­falls in den letz­ten ta­gen mehr­fach an­ge­fasst: ein fire ta­blet das so alt ist, dass es noch mit an­droid 4.4 lief (und sich auch nicht wei­ter up­graden lässt). die­ses fire ta­blet steht ne­ben dem bett mit ei­nem sehr stark ver­ein­fach­ten da­sh­board (mit ei­nem app dae­mon da­sh­board ge­baut).

das app dae­mon da­sh­board wird mit ful­ly ki­osk an­ge­zeigt, für das ich 2018 eine pro-li­zenz ge­kauft habe. die li­zenz konn­te ir­gend­wann nach ei­ner neu­in­stal­la­ti­on nicht mehr ge­la­den wer­den, wes­halb ful­ly ki­osk eine un­schö­ne li­zen­z­war­nung an­zeig­te.

die liess sich auch mit dem sup­port von ful­ly ki­osk nicht weg­be­kom­men („we ful­ly stop­ped sup­port for An­droid 4.4 about 5 ye­ars ago. You can't ac­ti­va­te a li­cen­se on An­droid 4.4 de­vice any­mo­re.“). auch der ver­such tls 1.2 nach­zu­rüs­ten sch­ei­ter­ete. zum glück ha­ben wir noch ein wei­te­res ur­altes, aber nicht ganz so al­tes fire-ta­blet, das be­reits mit an­droid 5.x läuft. das konn­te ich um­wid­men, das alte ta­blet darf sich da­mit zur ruhe set­zen.

(die ta­blets sind wie die (chi­ne­si­schen) ka­me­ras vom in­ter­net ge­trennt, sie kön­nen nur aufs lo­ka­le netz­werk zu­grei­fen. das macht sie nicht un­an­greif­bar, aber ein biss­chen.)

auf­po­lier­tes da­sh­board am bett

wo ich ge­ra­de da­bei war, habe ich das da­sh­board auch gleich ein biss­chen auf­ge­räumt und ei­nen wet­ter­an­sa­ge but­ton ein­ge­baut. der trig­gert ein ho­me­as­sistant script das die wet­ter­da­ten an chatgpt füt­tert und es an­weist dar­aus eine an­sa­ge zu bau­en:

action: conversation.process
data:
  agent_id: conversation.chatgpt
  text: >-
    set station = wetter_stündlich.values() | list | first %} {% set forecast =
    station.forecast[:24] %}

    Hier sind die Wetterdaten für die nächsten 24 Stunden: {{ forecast }}

    Frage: {{ frage | default('Wie wird das Wetter heute? Gib mir eine kurze,
    sehr schlecht gelaunte und pampige Zusammenfassung.') }}

    Anleitung: Nutze die Daten, um die Frage verständlich, schön kurz und in
    wenigen Sätzen zu beantworten. Antworte direkt als Sprecher für eine Ansage.
    Wenn es nach 20 Uhr ist, sage das Wetter vom nächsten Tag an. gebe keine
    Bewertung des Wetters ab (ein schöner Tag, denk an den Regenschirm oder
    Ähnliches).
  conversation_id: wetter_ansage
response_variable: chatgpt_response

ehr­lich­ge­sagt ist die an­sa­ge im­mer noch ziem­lich gut ge­launt, ich muss noch et­was am promt fei­len, da­mit das ent­we­der neu­tra­ler oder wirk­lich pam­pig raus­kommt.

zu­rück zu bat­te­rien: ei­ni­ge der bat­te­rien die sich ih­rem ende zu­nei­gen mel­den sich in ei­ner home as­sistant über­sicht. theo­re­tisch ist das sehr prak­tisch, im all­tag klappts nicht im­mer, auch weil sich man­che ge­rä­te bei der bat­te­rie­dia­gno­se ver­rech­nen oder ver­has­peln oder ih­ren bat­te­rie­stand nicht ver­ra­ten wol­len.

ich bin schwer be­ein­druckt von der lang­le­big­keit der bat­te­rie­ne in den ge­rä­ten ei­ni­ger her­stel­ler. die xiao­mi/aqua­ra-zig­bee-sen­so­ren (schal­ter, fens­ter oder be­we­gungs­sen­so­ren) hal­ten wirk­lich jah­re­lang. aber weil die jah­re heut­zu­ta­ge doch recht schnell ver­ge­hen, gibt’s fast je­den mo­nat was zu wech­seln.

theo­re­tisch hat­te ikea kürz­lich eine ziem­lich gute idee. de­ren bat­te­rie­sen­so­ren sind jetzt alle auf AAA bat­te­rien aus­ge­rich­tet und kom­men vor al­lem mit wie­der­auf­lad­ba­ren AAA ak­kus zu­recht. un­se­re tado-ther­mo­sta­te ver­bit­ten sich das ex­pli­zit, we­gen der ent­al­dungs­cha­rak­te­ris­tik und weil die span­nung der ak­kus für den mo­tor nicht sta­bil oder stark ge­nug ist. aber auch wie­der­auf­lad­ba­re bat­te­rien müs­sen re­gel­mäs­sig ge­wech­selt wer­den.


alle paar mo­na­te schaue ich mir mei­ne selbst­ge­bau­ten sen­so­ren an. die meis­ten sind auf esp8266 oder esp32 ba­sis mit es­phome ge­baut. das ist toll, ein­fach und theo­re­tisch auch sehr pfle­ge­leicht. weil sich es­phome sehr dy­na­misch und be­ein­dru­ckend wei­ter­ent­wi­ckelt, be­deu­tet das auch oft än­de­run­gen die nicht rück­wärts­kom­pa­ti­bekl sind. ich bin kein re­li­giö­ser firm­ware-up­da­ter, aber ich mag es ger­ne, wenn mei­ne kon­fi­gu­ra­ti­on re­la­tiv ak­tu­ell ist. schliess­lich ex­po­nie­ren die mi­cro­con­trol­ler ja eine theo­re­tisch an­greif­ba­ren wlan-ver­bin­dung. wich­tig ist na­tür­lich in ers­ter li­nie stat­bi­li­tät und ein ge­rät das zu­ver­läs­sig, schnell und gut funk­tio­niert, ak­tua­li­sie­re ich dann in der re­gel auch nicht stän­dig. aber so­bald ich mal an­pas­sun­gen ma­chen will, muss neu kom­pi­liert wer­den und dann ist es na­tür­lich schön, wenn ich da nicht erst an­pas­sun­gen we­gen ir­gend­wel­cher brea­king ch­an­ges ma­chen muss.

ich habe ge­mi­ni mal ge­be­ten mir ei­nen tem­p­la­te sen­sor zu ma­chen der eine lis­te alle es­phome ge­rä­te und ih­rer firm­ware ver­sio­nen aus­gibt. da war ich jetzt selbst kurz über­rascht wie vie­le das (vier blue­tooth pro­xies die ich an­ders­wo, zur lo­ka­li­sie­rung von ti­les nut­ze, feh­len so­gar noch) sind und wie breit ge­streut die es­phome-ver­sio­nen sind.

Ge­rät Firm­ware
Air Quai­li­ty 1 2026.1.2
Air Quai­li­ty 2 2026.1.2
Air Quai­li­ty 4 2026.1.2
Air Qua­li­ty Bad 2026.1.2
AI­Qea 2026.4.0
Kin­der­zim­mer­schrank 2024.7.0
Kü­chen­fens­ter 2024.7.3
Kin­der­zim­mer Bett 2025.11.0
BT Pro­xy Flur 2026.3.0
Yel­low TFT 1 2024.12.4
Elec­trod­ra­gon 2 2026.2.4
Elec­trod­ra­gon 1 2026.1.2
EP1 2023.12.9
esp32c3 1 2025.2.2
Bad De­cke 2025.11.0
ESP Ka­me­ra Was­ser­zäh­ler 2026.1.2
IR Blas­ter 2026.2.4
Kü­che Hän­ge­schrank 2024.7.3
Flur 2026.2.4
Glo­cke 2026.3.1
Gong 2024.7.0
LED Strei­fen Bad 2026.3.1
Flur Klo­licht 2026.4.0
Home As­sistant Voice 1 2026.4.0
Home As­sistant Voice 2 2026.4.0
Kam­mer­schrank 2026.3.1
Ker­ze 2023.12.9
Klo Sen­sor 2024.7.3
Ku­ckucks­uhr 2025.8.2
Kü­chen­tisch 2024.7.3
Spül- und Wasch­ma­schi­ne­lich­ter 2024.7.3
Lo­cal­bytes Plug 1 2024.7.3
Lo­cal­bytes Plug 2 2024.7.3
Ma­trix Clock 1 2024.7.3
Ma­trix Dis­play Kin­der­zim­mer 2024.7.3
Ma­trix Dis­play Kü­che 2024.7.3
Ma­trix Dis­play Schlaf­zim­mer 2023.12.9
Obi Steck­do­se 1 2024.7.3
Ofen 2025.11.0
Olim­ex BT Pro­xy 2026.1.2
Roo­de 1 2024.7.3
Hu­man Sen­sor F2 2026.4.0
Strom­zäh­ler 2026.2.4
Stu­be Mo­ti­on 2024.7.3
Peo­p­le Coun­ter Bad 2025.11.0
Kam­mer 2024.7.3
Waa­ge 2024.7.3
Was­ser­waa­ge 2025.2.2
Wiggling Wil­lie 2025.11.0

An­zahl ES­PHome Ge­rä­te: 49

  • 2026.4.0: 5 Ge­rä­te
  • 2026.3.1: 3 Ge­rä­te
  • 2026.3.0: 1 Ge­rät
  • 2026.2.4: 3 Ge­rä­te
  • 2026.1.2: 7 Ge­rä­te
  • 2025.8.2: 1 Ge­rät
  • 2025.2.2: 2 Ge­rä­te
  • 2025.11.0: 5 Ge­rä­te
  • 2024.7.3: 15 Ge­rä­te
  • 2024.7.0: 2 Ge­rä­te
  • 2024.12.4: 1 Ge­rät
  • 2023.12.9: 3 Ge­rä­te

wo ich ge­ra­de da­bei bin:

Ka­te­go­rie An­zahl
Au­to­ma­tio­nen 469
Scrip­te 255
Sen­so­ren 2953
Bi­nä­re Sen­so­ren 560
Lich­ter 102
Sze­nen 41