Auffallend dieses Jahr auf meinen Fußmärschen durch Berlin: Wie oft mich Passantinnen anlächelten, in allen Altersstufen, mal Kinderwagen schiebend, mal gebeugt Hackenporsche ziehend, mal mit funkelnden Augen zwischen Piercings. Auch die Radlerin, die mir nach Blickkontakt den Vortritt ließ und eigens dafür abstieg. Möglicherweise bin ich in einen universitären Feldversuch geraten.
(Allerdings verweigert mir Berlin ja seine verbriefte schlechte Laune und Anranzigkeit seit Jahrzehnten.)
max miller backt und erzählt die geschichte von tomatensuppenkuchen. interessanter informationssplitter: in einer zeitung gabs das rezept für die glasur des kuchens, aber wenn man das ganze rezept haben wollte, sollte man einen frankierten rückumschlag an die zeitung schicken, damit die zeitung einem das rezept zusenden konnte.
das hobby von zeitungen lesenden das leben möglichst schwer zu machen und ihre persönlichen daten abzugreifen ist also nichts neues. auch die leserbriefe unterscheiden sich wenig von dem was man heute online so liest, nur dass die unmittelbarkeit fehlt.