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frap­pie­rend le­cke­rer eis­kaf­fee (frap­puc­ci­no)

felix schwenzel

ges­tern ver­lang­te die bei­fah­re­rin nach ei­nem kaf­fee. er soll­te am bes­ten so schme­cken, wie die­se frap­puc­ci­no bei star­bucks, nur ohne zu­cker und ohne fett. also habe ich alle ver­füg­ba­ren eis­wür­fel, zwei es­pres­si aus un­se­rer nes­pres­so-ma­schi­ne und die glei­che men­ge milch wie kaf­fee in den mix­xer ge­wor­fen, ein paar sprit­zer süss­stoff hin­ter­her und ge­mixxt.

bei die­sem ers­ten ver­such ha­ben sich lei­der nicht alle eis­wür­fel auf­ge­löst, so dass noch eine men­ge eis­split­ter­chen in der kaf­fee-mas­se steck­ten, die aber doch eine er­staun­lich fluf­fi­ge kon­sis­tenz hat­te. er war auch ei­ni­ger­mas­sen ge­niess­bar, aber so rich­tig zu­frie­den wa­ren wir nicht: zu fest (und gleich­zei­tig zu wäss­rig), zu we­nig stark, nicht süss ge­nug.

heu­te woll­te ich es bes­ser ma­chen und goo­gel­te vor der zu­be­rei­tung ein re­zept. die vor­be­spre­chung mit der bei­fah­re­rin er­for­der­te all mein ver­hand­lungs­ge­schick. sie woll­te we­der den va­nil­le­zu­cker (ich han­del­te sie von zwei tüt­chen auf eins run­ter), noch den ka­kao (ich han­del­te sie von 4 tee­löf­feln auf ei­nen run­ter), er­setz­te den zu­cker durch süss­stoff und ver­sprach nicht so viel milch zu be­nut­zen.

hier das mo­di­fi­zier­te re­zept für zwei per­so­nen:

  • 12 eis­wür­fel
  • 3 es­pres­si (ca. 110 ml)
  • ca. 110 ml fett­ar­me milch
  • 1 tüt­chen va­nil­le­zu­cker
  • 1 tee­löf­fel ka­kao­pul­ver (ech­tes ka­kao­pul­ver, kein nes­quick oder so)
  • 2 sprit­zer flüs­si­ger süss­stoff

al­les zu­sam­men in den mi­xer wer­fen und ca. 3 mi­nu­ten rö­deln las­sen. da­nach ist der mi­xer voll mit ca. 4 be­chern fluf­fi­gen, kal­tem kaf­fee­schaum.

die bei­fah­re­rin liess sich an­schlies­send durch die kaf­fee­mas­se dazu hin­reis­sen zu sa­gen, dass das der bes­te frap­puc­ci­no ge­we­sen sei, den sie je­mals ge­trun­ken hät­te. ich fand ihn auch an­ge­nehm süss und herb.

so sa­hen die tas­sen und tei­le der kü­che nach dem aus­trin­ken aus:


ame­ri­ka­ner

felix schwenzel

so wie ham­bur­ger na­tür­lich nicht mit ei­nem sa­lat­blatt und ei­ner bröt­chen­hälf­te auf dem kopf rum­lau­fen, lau­fen ame­ri­ka­ner nicht mit zu­cker­guss auf dem kopf her­um. ich kann das aus ei­ge­ner er­fah­rung be­stä­ti­gen.

ab­ge­se­hen da­von, kann man ame­ri­ka­ner er­staun­lich ein­fach selbst ba­cken, so­fern man eine rühr­ma­schi­ne und ei­nen ofen hat. was mich dann aber doch über­rascht hat war, dass ame­ri­ka­ner, also die, sie man backt, ein päck­chen va­nil­lie­pud­ding-pul­ver im teig ha­ben. hört sich ek­lig an, schmeckt aber le­cker. die bei­fah­re­rin hat mir heu­te ein ame­ri­ka­ner-re­zept aus­ge­druckt und hin­ge­legt, dass dann das zur fol­ge hat­te:

beim guss habe ich ein biss­chen ge­spart, 200 gramm zu­cker im guss wa­ren mir dann doch ein biss­chen viel, schliess­lich wa­ren im teig schon 100 gramm. trotz­dem sehr pud­rig und le­cker.

im re­zept steht:

Zu­be­rei­tungs­zeit: 10 Min.
Ru­he­zeit: 1 Tag 11 Std.

das stimmt nicht ganz. um vier­tel nach acht, nach der ta­ges­schau, habe ich an­ge­fan­gen zu ba­cken, um 20:45h ha­ben wir die ame­ri­ka­ner be­reits gut ab­ge­kühlt ge­ges­sen. und als ru­he­zeit wer­den mir gleich 6 stun­den schlaf rei­chen. 1 tag und 11 stun­den hal­te ich für über­trie­ben, auch wenn ich noch ur­laub habe.


ap­fel-tar­te

felix schwenzel

nach­dem ich in den letz­ten 1,5 jah­ren sechs kilo ab­ge­nom­men habe, habe ich heu­te be­schlos­sen die­se ap­fel-tar­te zu ba­cken. zwei kilo sind jetzt wie­der drauf. wahr­schein­lich.


ge­fro­re­nes was­ser mit zu­cker, frucht und ei­schaum

felix schwenzel

letz­te wo­che habe ich in der faz ei­nen ar­ti­kel über spei­se­eis ge­le­sen. kern­aus­sa­ge: spei­se­eis, egal ob beim ita­lie­ner, dä­nen oder su­per­markt ge­kauft, be­steht mitt­ler­wei­le fast nur noch aus zu­cker und künst­li­chem aro­ma. wer es „fruch­tig“ wol­le, sol­le das eis am bes­ten selbst her­stel­len.

im ar­ti­kel war ein re­zept für schwar­zes joha­nis­beer­sor­bet, dass ix ges­tern als hei­del­beer­sor­bet nach­ge­kocht habe.

300 g zu­cker
100 ml was­ser
500 g fri­sche hei­del­bee­ren
4 ei­weiss
salz
50 g pu­der­zu­cker
1 gros­ser ge­frier­beu­tel

den zu­cker soll­te man zu­erst mit dem was­ser zu „läu­ter­zu­cker“ re­du­zie­ren, also so lan­ge ko­chen, bis „ein zä­her si­rup ent­steht“. ich habe den si­rup wohl ein biss­chen zu lan­ge ge­kocht, er hat­te am ende die kon­sis­tenz von ka­ra­mel­bon­bons. tat­säch­lich ver­wan­del­te sich die mas­se in der schüs­sel in die ich sie zum ab­küh­len ge­füllt hat­te, in ein gros­ses ka­ra­mel­bon­bon. be­vor die mas­se kom­plett zu ei­nem klum­pen ge­ran, konn­te ich 70 pro­zent wie­der zu­rück in den heis­sen topf ret­ten, in dem ich mitt­ler­wei­le die hei­del­bee­ren mit ein we­nig was­ser zu matsch koch­te. da­drin lös­te sich das ka­ra­mel­bon­bon glück­li­cher­wei­se auf. die schüs­sel mit dem rest­ka­ra­mel, muss­te ich lei­der weg­schmeis­sen.

nach 5 mi­nu­ten hat­te sich die frucht-zu­cker-was­ser-mi­schung in eine ap­pe­tit­li­che, dick­flüs­si­ge, schwar­ze flüs­sig­keit ver­wan­delt.

im re­zept stand, man sol­le 4 ei­weiss mit ei­ner pri­se salz steif­schla­gen. aus sport­li­chem ehr­geiz schlug ich die eier mit der hand dem schnee­be­sen steif und spen­dier­te ihnn statt 50 gramm pu­der­zu­cker, 25 gramm nor­ma­len zu­cker. da­nach soll­te die heis­se frucht­mas­se un­ter den ei­schnee „ge­ho­ben“ wer­den. ent­ge­gen mei­ner er­war­tung, lös­te sich der ei­schnee nicht in schleim auf, son­dern es bil­de­te sich zu­sam­men mit der frucht­mas­se ein fluf­fi­ger, ap­pe­tit­li­cher brei.

den brei füll­te ich dann mit viel luft in ei­nen gros­sen ge­frier­beu­tel und pack­te ihn in die tief­kühl­tru­he. im re­zept stand, man sol­le die mas­se alle zwei stun­den durch­kne­ten, da­mit das sor­bet „ge­schmei­dig“ und ohne eis­kris­tal­le blie­be. ich kne­te­te die mas­se alle 30 mi­nu­ten und tat­säch­lich konn­te ich den frucht­saft, der sich am beu­tel­bo­den bil­de­te auch wie­der in die schau­mi­ge mas­se zu­rück­kne­ten.

nach 5 stun­den frie­ren und kne­ten hab ich eine ku­gel pro­biert: das sor­bet hat­te eine an­ge­nehm fluf­fi­ge kon­sis­tenz, war sehr süss, aber auch sehr fruch­tig. das nächs­te mal wer­de ich de­fi­ni­tiv we­ni­ger zu­cker neh­men, aber dass es so ein­fach ist, ohne sah­ne le­cke­res eis zu ma­chen, hät­te ich nicht ge­dacht.