das hier ist nicht wirklich ein rezept, sondern etwas was ich in den letzten tagen öfter gemacht habe und für lecker und mitteilenswert befunden habe. im prinzip backe ich mir im kontaktgrill aus aufbackbrötchen leckere, crunchy, heisse panini. dauert gerade mal 3-5 minuten und man muss keinen ofen vorheizen und dreck macht es auch fast keinen.
man kann zwischen die brötchen/brothälften natürlich alle packen, ich habe mich auf je eine schicht sambal olek, käse und schinken eingependelt. ein bisschen crispy chili öl rundet das sehr gut ab. im grill lasse ich die dinger 3-4 minuten und nach ca. 2 minuten drehe ich die brötchen einmal.
die aufbackbrötchen hat die beifahrerin gekauft weil das die mit den wenigsten zusatzstoffen sind — angeblich
das sind die reste vom abendessen und ich weiss bereits jetzt, dass die pizza morgen dreimal so gut schmeckt. einerseits weil sie beim aufbacken nochmal knuspriger wird und andererseits weil pizza am nächsten tag immer dreimal so gut schmeckt. beim teig hab ich mich an diese beiden clowns gehalten. der teig war sehr feucht, aber mit der anleitung extremn gut händlebar. leider für die stückgare nicht genug zeit gehabt und der ofen ist auch nicht heiss gennug. trotzddem lecker.
aus dem video gelernt: wenn das blech 30 × 40 cm gross ist ist die teigmenge dafür 30 × 40 / 2 = 600 gramm
zutaten
1 kg helles weizenmehl (550)
800 ml wasser
50 g olivenöl
25 g salz
4 g frische hefe (oder 2 g trockenhefe)
zubereitung
mehl und hefe mischen (in der küchenmaschine)
wasser langsam zugiessen, zuerst so um die 500-600 ml und wenn das mehl das wasser aufgenommen hat, langsam den rest zugiessen
auf sehr hoher stufe 5-8 minuten in der mschine kneten. danach das salz und das öl zugeben und weitere 5-8 minuten auf sehr hoher stufe kneten.
wenn sich der teig bis dahin nicht vom rand gelöst hat, 10 minuten stehen lassen und dann nochmal eine minute kneten.
arbeitsfläche grosszügig mit mehr ausstreuen und den teig aufs mehl gleiten lassen. teig etwas falten und straffen und in einer gölten schüssel, die man schliessen kann, 20 stunden in den kühlschrank.
teig wieder auf eine mit mehl bestreute arbeitsfläche gleiten lassen, portiernieren, rundwirken (straffen) und nochmal 4 stunden in einem geschlossenen behälter bei zimmertemperatur reifen lassen.
teig vorsichtig aus der schale gleiten lassen, mit den fuingerspitzen etwas flach massieren, auf ein geöltes oder backpapiertes blech zaubern und mit wenig sugo und etwas ölivenöl 8 minuten in einem richtig heissen ofen oder 12 minuten in unserem ofen vorbacken.
mehr sugo auftragen, gegebenenfalls parmesan streuen und mozzarella verteilen und nochmal 2 minuten in einem sehr heissen ofen ausbacken oder 8 minuten in unserem ofen
vor ner weile kam die beifahrerin mit einem low-carb-kochbuch an. an den ersten rezepten die wir ausprobiert haben gabs nichts auszusetzen und auf reis kann ich schon mein leben lang verzichten.
früher musste ich zu allem immer reis zubereiten, selbst zu thai-suppen bestand die beifahrerin auf eine grossen portion reis. dass das jetzt wefällt, macht es mir sehr leicht dieses low-carb-gedöns zu akzeptieren.
wir, also ich, mache jetzt seit monaten regelmässig ein curry aus diesem buch, das sich wunderbar varieren lässt. es besteht im prinzip aus zwei komponenten, einer „gremolata“ und gelbem curry mit fisch und gemüse. im rezept werden auch garnelen empfohlen, auf die verzichten wir aber meistens und nutzen je ein TK-filet tilapia (soweit erkennbar aus aqua-kultur). der lässt sich in kaltem wasser auch gut schnell auftauen und wird in handliche stücke geschnitten in limettensaft und sojasosse mariniert, während ich die anderen sachen zubereite.
für die gremolata soll man eigentlich viele xthai-basilikum-blätter (gibts im asiamarkt) nehmen, ich habe ersatzweise aber schon alles von normalem basilikum, rauke oder petersilie genommen. also irgendwelchen würzigen kräuter in streifen geschnitten mit einer geriebenen limettenschale, ein paar (zwei esslöfel) grob gehakte erdnüsse und ein paar ein gewürfelte rote chilis zusammenrühren. meisten nehme ich die kleinen roten chilis aus dem asia markt, die ich halbiere und entkerne. das ist immer wieder ein erlebnis, bei dem ich wegen der aufsteigenden ätherischendie öle gerne hustenanfälle und später, wenn ich meine chili-finger vergesse und mir ans auge fasse, brennende augen bekomme. mittlerweile haben wir uns an 4-6 kleine chilis rangetastet, ans gremolata kommt aber nur die hälfte.
die andere hälfte kommt mit einem guten, fein gewürfelten stück ingwer in die pfanne (mit eine bisschen öl). manchmal schmeiss ich auch noch knoblauch oder ganz fein gewürfelte zitronengrasstängel dazu, zwiebeln würden hier eigentlich auch passen. die ingwer-chili-würfel werden dann mit dem dickeren teil der kokosmilch abgelöscht, mit einem guten esslöffel gelber fertigcurrypaste verrührt. danach die restliche kokosmilch dazu, und falls man das mag ein bisschen einkochen.
damit hat man eigentlich die grundlage, jetzt kann man peu a peu gemüse und fisch dazuschmeissen und köcheln lassen. im rezept wird folgendes vorgehen empfohlen:
die festen, weissen teile von pak-choi-stauden (in streifen oder ringe geschnitten) 1 minute garen. an dieser stelle habe ich heute neben den pak chois ein paar kleingeschnittene spargel-stangen dazugeworfen, andere kohl-sorten dürften hier auch funktionieren, möhren, paprika oder was auch immer man an festem gemüse da hat. im rezept sind auch, zusätzlich zum pak-choi, in striefen geschnittene zuckerschoten (100 gramm) vorgesehen.
nach der ersten minute kommt der fisch dazu, den kippe ich meist mitsamt der sojasossen- und limettensaft-marinade dazu. der fisch kann jetzt 4 minuten lang köcheln, danach kommen die schnell garenden zutaten: das feine grün der pak-choi-schoten, mangowürfel oder dünne mangoscheiben sind im rezept vorgesehen, ich habe heute auch ein paar erbsen dazugeworfen.
nach eeiner weiteren minute ist das curry gut, wenns noch nicht gut ist, können noch limettensaft oder sojasosse dazu.
3-4 orangen – von einer 4 streifen der schale abschäten, den rest entsaften 400 milliliter orangensaft
500 gramm rote beete, in grobe würfel geschnitten
500 milliliter rinderbrühe wasser
1 liter wasser
2 esslöfel tomatenmark
½ getrocknete habanero chilli, ganz fein gewürfelt
1½ teelöffel kumin-pulver 5-10 zentimeter frische kumin kurkuma-wurzel, fein gerieben (cumin hab ich ausversehen mit kurkuma, statt kreutzkümmel übersetzt, kurkuma hat aber super funktioniert.)
1½ teelöffel korianderpulver
1 messerspitze zimtpulver
das gulasch 7 minuten in der häfte des öl von allen seiten bräunen, das fleisch beiseite legen, mit dem rest des öls den knoblauch und die zwiebeln 4 minuten mild anbraten, danach die rote-beete würfel hinzufügen und nochmal 4 minuten mit anbraten. danach die restlichen zutaten hinzufügen und zwei stunden köcheln lassen.
wir fanden das ziemlich lecker, eigentlich fast schon nen ticken besser als klassisches gulasch. rote beete ist einfach immer toll, das gulasch hat eine gute mischung aus sauren und erdigen tönen, das kumin fügt ein angenehm sandiges aroma hinzu. mit der chili war ich zu vorsichtig, die schärfe war fast nicht zu bemerken.
eine echte schweinerei ist das frische kumin. nach dem reiben war die reibe und meine finger tief gelb und die farbe ist nicht nur ölig, sondern auch klebrig und lässt sich mit seife nicht entfernen. warnungen beim schälen von roter beete schlage ich traditionell in den wind und mache das nie mit handschuhen. frisches kumin werde ich künftig aber ganz sicher nur noch mit handschuhen verarbeiten.
den gurkensalat von ottolenghi mit mohn haben wir jetzt schon ein paar mal gemacht und für sehr gut befunden. einmal ist er ein bisschen in die hose gegangen, zu ostern, bei meinen eltern. da konnten wir nur normale chilis auftreiben, was den salat aber ungeniessbar macht, da gehören milde chilis rein. frau lehmann hat das rezept aus ottolenghis buch abgeschrieben, sehr praktisch.
wichtig sind aber nicht nur milde chilis, sondern auch milder essig, von dem relativ viel im rezept angegeben ist. mit normalem sherry-essig, den wir exra füpr dieses rezept gekauft haben, wird’s zu sauer. der (weisse) balsam essig von lidl gestern abend tat dem salat sehr gut.
dieses shakshuka, von peter wagner im spiegel online aufgeschrieben, haben wir jetzt schon zum dritten mal gefrühstückt. sehr sättigend und sehr befriedigend. lässt sich auch super variieren, heute hab ix statt cayennepfeffer zwei milde chilis und statt spitzpaprika normale genommen. schmeckt mit frischen, aber auch mit dosentomaten, macht nicht allzu viel arbeit, braucht eben nur seine zeit in der pfanne.
pommes selbermachen ist ne ziemliche schweinerei ohne friteuse. ich vermute, mit friteuse aber auch. trotzdem habe ich das in den letzten wochen zweimal gemacht, zuletzt heute abend. kartoffeln schälen, raspeln, 3-4 minuten vorfrittieren, abtropfen und ein bisschen auskühlen lassen, später nochmal 3-5 minuten ausfrittieren. das ergebnis ist furchtbar lecker, aber nicht ganz knusprig. was an den temperaturen oder der frittierlänge liegen kann. heute gabs dazu eine selbstgemachte currysauce auf zwiebel, ingwer und chili basis mit viel dosentomaten nach tim mäzers rezept. die war ein bisschen salzarm, aber auch furchtbar lecker.
die würstchen waren von aldi und angeblich „original berliner“ currywürste. wir hatten je eine mit darm und eine ohne. ich kann mich nicht entscheiden was ich lieber mag, die beifahrerin ist eindeutig darmfan.
die süsskartoffeln sahen super aus, wie im buch, waren aber eher so lala. die beifahrerin war sehr unterbegeistert. ich habe ihre reaktion auch fotografisch festgehalten, leider hat sie mir untersagt das foto zu veröffentlichen.
der coleslaw war aber sehr lecker, obwohl ich das rezept leicht abwandeln musste.
zwei karotten, in stiftchen geschnitten und einen kleinen schwenzelfenchel in hauchdünne scheiben geschnitten habe ich getrennt in zitronensaft mariniert. getrennt, weil ich auf keinen fall fenchel in meiner coleslaw portion haben wollte, die beifahrerin aber schon. nebenbei habe ich dann einen halben wirsingkopf kleingehobelt, eine rote paprika in streifen geschnitten, eine gelbe chilischote in feine ringe, 15 gramm dill und petersilie gehackt. estragon hatten wir nicht und weil wir auch keinen radicchio hatten, habe ich noch eine rote beete in stiftchen geschnitten und gewässert.
sehr lecker waren die gewürznüsse die ottolenghi empfiehlt auf den coleslaw zu streuen: 120 gramm cashewkerne mit einem dreiviertel teelöffel kurkuma, einem dreiviertel teelöffel gemahlenem kreuzkümmel, andertalb teelöffeln paprikapulver und etwas zucker und salz vermengen und mit einem esslöffel wasser an den nüssen verkleben. das alles habe ich dann ungefähr 20 minuten im ofen geröstet.
das dressing bestand aus etwas mehr als den angegeben 100 gramm (griechischem) sahnejogurt, 40 gramm mayonaise, je andertalb teelöffeln scharfem senf und honig und einem schuss olivenöl.
beide rezepte aus yotam ottolenghis vegetarische köstlichkeiten.
ich mag corned beef ja ganz gerne. die beifahrerin traut dem dosenzeug nicht, keine ahnung warum. jahrelang haben wir uns vorgenommen pökelfleisch beim metzger zu kaufen, das problem ist allerdings, dass man das ein paar tage vorher bestellen muss. so gut haben wir in den letzten drei jahren nur einmal vorausplanen können. jetzt gabs corned beef bei aldi, und weil das vertrauen der beifahrerin in aldi unendlich ist, konnte ich heute spontan labskaus machen.
ich hab mich grob an dieses rezept von tim mälzer gehalten, und von allem ein bisschen mehr genommen:
1 dose corned beef
3 grosse rote beete knollen
1,2 kilogram kartoffeln
2 grosse zwiebeln, fein gewürfelt
50 gramm butter
100 milliliter brühe
1 kräftiger schuss gurkenwasser
saure gurken
rollmöpse
spiegeleier
die rote beete knollen hab ich ungeschält 40 minuten gekocht. damit hatten sie noch biss, was sich als vorteilhaft für die labskaus-konsistenz herausstellte. nach dem schälen habe ich eine halbe beete beseite gestellt und die anderen stücke püriert. wegen dem biss, kam da kein püree raus, sondern sehr feine stückchen.
nebenbei habe ich ich die kartoffeln im dampfgarer 25 minuten gedampft. [-werbelink] der dampfkocher ist eine der besten anschaffungen der letzten jahre. wir haben zwar den alten meiner eltern übernommen, aber kartoffeln lassen sich mit dem ding super zubereiten. die kartoffeln hab ich nach 20 minuten grob gestampft.
in der pfanne die zwiebeln mit viel butter andünsten, nach 2 minuten das corned beef dazu und nochmal 2-3 minuten verbraten. danach 2-3 minuten die rote beete stückchen mit anbraten, mit brühe und gurkenwasser ablöschen und etwas einkochen. am ende den kartoffelstampf dazu, unterrühren ein weilchen köcheln/braten lassen und grosszügig salzen und pfeffern.
keine ahnung wo der geschmack herkam, ich vermute zu einem grossen teil von der roten beete, aber der stampf hat diesmal auch schon pur, ohne die beilagen, sehr super geschmeckt — aber mit den beilagen ganz besonders.
heute mal wieder aus herr paulsens [-werbelink] deutschland vegetarisch „gekocht“. anführungszeichen, weil ich die gurkensuppe (natürlich) nicht gekocht habe, sondern gemixt. die suppe passte super zum wetter, war angenehm erfrischend und fruchtig. allerdings war sie viel grüner als im kochbuch, was daran liegen könnte, dass stevan paul die suppe ohne gurkenschale oder mit viel weniger kräutern im mixer zubereitet hat als ich.
in den mixer habe ich eine zur hälfte geschälte (bio) gurke, 400 gramm saure sahne, 2 teelöffel scharfen senf, eine dicke handvoll vorgehäckselter petersilie, etwas normale kresse (im rezept steht 70 gramm bachkresse) und einen teelöffel leinöl gestopft und kräftig und lange gemixt. vor dem servieren habe ich nochmal einen grossen eiswürfel untergemixt.
dann noch 200 gramm hüttenkäse mit einem bund kleingeschnittenem schnittlauch vermischen — ich hab gleich noch 4 bis 6 in stifte geschittenen radieschen untergerührt, alles gesalzen und gepfeffert und den hüttenkäse in die suppe reindekorieren. die beifahrerin hat sich noch kresse draufgeschnipselt, ich hab kräftig nachgepfeffert.
dazu passt ne scheibe vollkornbrot mit butter und salz.
die beifahrerin schlug mir gestern vor, dieses rezept („Spagetti al Urlaub“) von hans gerlach zu kochen. nachdem sie heute irgendwelche teuren spagetti und eine bio-zitrone besorgt hatte, hab ich das eben gekocht:
ich hab zuerst mit der brühe angefangen und 450 milliliter wasser mit zwei teelöffeln hefefreiem hühnerbrühenpulver und dem saft der bio-zitrone zum kochen gebracht. vorher hab ich noch die schale der zitrone abgerieben. die brühe soll sich um die hälfte reduzieren, was bei mir so um die 10 minuten gedauert hat. die 500 gramm spagetti brauchten 10 minuten, in der zeit habe ich 80 gramm (selbst) geriebenen parmesan mit zwei eiern und und ein bisschen (50 millilitern) salzwasser verquirlt und die zitronenschale mit einer (grossen) handvoll fein gehackter, glatter petersilie vermengt. als die brühe auf ca. 225 milliliter flüssigkeit verdampft war, habe ich zwei esslöffel butter, die petersilie und zitronenschale unter die brühe gerührt, die spagetti abgegossen und alles zusammengemengt.
das war am ende schön cremig, fast sahnig und angenehm sauer. die menge soll angeblich für 4 personen reichen, wir haben alles zu dritt weggemümmelt.
das essen ist ein ernährungsklassiker bei uns. die ćevapčići sind von der wirklich tollen fleischerei bünger in der müllerstrasse 156. neben diesen wirklich leckeren ćevapčići hat bünger eine ziemlich tolle auswahl von bratwürsten und gelegentlich gibt’s sogar echte pinkel-würste dort.
der krautsalat ist nach einem rezept von tim mälzer aus heimat aus spitzkohl. dort steht:
Anders als Weißkrautsalat muss man den zarten Spitzkohl nicht kneten, wenn man ihn besonders fein hobelt.
ich war zuerst skeptisch, aber es stimmt. auch ohne vorheriges salziges kneten, war der spitzkohl am ende wunderbar zart. nach dem hobeln hab ich den spitzkohl ein bisschen gesaltzen und gepfeffert und ein bisschen zucker zugegeben. für die vinaigrette habe ich 50 milliliter weissen balsamico (statt rotweinessig) mit 2 esslöffeln honig und 50 milliliter sonnenblumenöl (statt rapsöl) und noch mehr salz und pfeffer verrührt. die rote zwiebel fein zu würfeln, statt wie sonst in feine scheiben zu schneiden, ergab einen wunderbaren farbeffekt. den kümmel aus mälzers rezept hab ich (natürlich) weggelassen.
der reis kam aus unseren 30-euro-reiskocher und diesen reiskocher möchte ich an dieser stelle ausdrücklich loben. obwohl der eine eher einfache elektronik hat, wirft er stets gut gegarten reis aus, egal obs langkornreis ist oder sushi-reis. um reis im kochtopf zu bereiten, bin ich einfach zu doof.
heute über diesen artikel bei kottke (wo gordon ramsay grundlegende küchenfähigkeiten erklärt) auf diesem shepherd’s pie rezept von gordon ramsay gelandet. abgesehen davon dass gordon ramsay während der zubereitung sehr unruhig war, gefiel mir das rezept sehr:
gordon ramsay macht das ja eher freihändig, also hab ich das auch eher freihändig gemacht:
500 gramm rinderhack in olivenöl angebraten, zwei grosse, feingehackte scharlotten dazu, ein paar minuten später vier mittelkleine, geraspelte möhren, sechs knoblauchzehen reingequetscht und ein bisschen durchbraten lassen. danach einen sehr grossen klecks tomatenmark (ca. zwei esslöffel) in der mitte des topfs etwas angebraten und dann mit einem glas rotwein abgelöscht, durchgerührt und die flüssigkeit verdampfen lassen. jetzt könnte man auch ein paar schuss worcester sauce hinzufügen, dass hab ich aber vergessen und erst später gemacht. wenn die flüssigkeit zum grossen teil verdampft ist knapp einen liter hühnerbrühe (sprich: wasser), tymian und rosmarin hinzufügen und das ganze ungefähr 30 minuten köcheln lassen, bis wieder die meiste flüssigkeit verdampft ist.
in der zwischenzeit hab ich 3 riesige kartoffeln im dampfgarer gedampft, ich schätze das war ungefähr ein kilo. als die kartoffeln einigermassen gar waren, hab ich sie mit ein bisschen milch, butter, salz und pfeffer vermanscht und danach relativ viel parmesan untergemischt.
die kartoffelmasse auf das fleisch, mit noch mehr parmesan bestreuen und nochmal 30 minuten in den ofen (ich hatte so um die 200° einegstellt).
so kam der shepherd’s pie aus dem ofen
insgesamt hätte ich wohl eine kleinere backform benutzen sollen, aber auch wenn das ergebnis so etwas flacher war, als im original, war es doch sehr, sehr lecker.
kuhhirten kuchen nenn ich das natürlich, weil ich kein lamm, sondern rinderhack genommen habe. die zwei eigelb im kartoffelpüree hab ich vergessen, vielleicht wäre das püree oben dann etwas fester geworden.
kartoffeln mit zwiebeln und quark. (bei diplix home)
die rotweinschalotten sind aus ottolenghis vegetarische köstlichkeiten (seite 230) und bestehen aus ca. 600 gramm geschälten schalotten die 5 minuten in öl angebraten werden, bis sie leicht braun sind und dann mit 400 millilitern rotwein, 200 millilitern gemüsebrühe (ich hab wasser genommen), zwei lorbeerblätter, einem teelöffel schwarzem pfefferkörnern, ein paar thymianzeigen (ich hab zitronenthymian genommen), einem esslöffel zucker und einem teelöffel salz eine stunde im geschlossenen topf köcheln sollen. am ende soll die sosse 8 minuten lang auf die hälfte reduziert werden und mit 30 gramm butter vermischt werden, aber die sosse mitzuessen haben wir vergessen.
die pommes sind aus ottolenghis nopi (seite 107), bestehen aus 6 grossen kartoffeln, die in 1,5 zentimeter dicke stücke geschnitten wurden und 5 minuten in kochendem wasser blanchiert sind. die blanchierten kartoffeln werden dann mit einer marinade vermischt, die aus 60 millilitern sonnenblumenöl, einem halben teelöffel paprikapulver aus gerösteten paprika und einem teelöffel normalen paprikapulver (ich hab zwei teelöffel normales paprikapulver genommen), zwei teelöffeln salz, reichlich schwarzem pfeffer und zwei teelöffeln feinem gries besteht. achso, nicht vergessen, mindestens zwei knoblauchzehen in die marinade quetschen (ich hab fünf genommen).
die marinierten kartoffelstückchen habe ich dann sorgfältig, mit kleinen abständen auf einem backblech verteilt, 15 minuten im 240° heissen ofen backen lassen, umgedreht und nochmal ca. 20 minuten gebacken.
den quark mache ich immer nach gutdünken. hier war eine packung quark drin, die schon sehr, sehr lange bei uns im kühlschrank stand, den ich zuerst kräftig durchgerührt habe. das macht ihn schön cremig. dazu habe ich den rest einer gurke, die auch schon lange im kühlschrank lag, fein reingehobelt, viel pfeffer, ein teelöffel salz, sehr viel knoblauch und ein bisschen öl.
sah super aus, schmeckt aber langweilig. wer’s trotzdem nachkochen möchte: nopi, seite 81. das kind meinte folgerichtg, dass ihm die würstchen am besten geschmeckt hätten.
heute abend nochmal die ottolenghi-bratkartoffeln gemacht, etwas krosser angebraten dieses mal — und mit mehr frischen kräutern als letztes mal. natürlich war das wieder extrem lecker. dazu gab’s einen rettich-salat mit radischen, den ich in stevan pauls deutschland vegetarisch gefunden habe. neben 8 fein gehobelten radischen, sollen da 200 gramm fein gehobelter weisser rettich rein. wir hatten noch so viel rettich übrig, dass ich die dreifache menge rettich genommen habe. das dressing war sensationell: