zweifel

ich habe kürzlich einen text über zweifel geschrieben, über die abwesenheit von zweifel. ich habe dann aber zweifel bekommen, ob es richtig sei den text zu veröffentlichen. zweifellos muss man nicht jeden text veröffentlichen.
→ weiterlesenpapareiter
nico mäkelt am papst schockwellenreiter rum. voll ironieresistent. doo.
vegan und hypoallergen

eine der drängensten philosophisch-ethischen fragen der welt scheint gelöst und das ohne meine aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. das problem: auch veganer mögen katzen (haltung), aber wenn die katze den rohkostsalat und die paprika-scheiben einfach nicht isst und dann verhungert macht das keinen sonderlich guten eindruck. der veganer kommt in erklärungsnöte. doch jetzt gibt es „eine echte errungenschaft“: AMI cat katzentrockenfutter, „das original rein pflanzliche (vegane) und hypoallergene alleinfutter für katzen“.
das gibts natürlich auch für den veganen und allergischen hund, Ami dog hundefutter. das hundefutter zeichne sich im gegensatz zum katzenfutter durch hundertprozentige akzeptanz aus und sei „von vielen italienischen tierrechtsorganisationen“ empfohlen.
wer für seine katze lieber selbst vegan kocht, hier gibts tolle rezepte für selbermacher. man braucht lediglich vegecat nahrungsergänzungszusätze. in fast jedem rezept wird die zugabe von knoblauchpulver empfohlen — mögen katzen knoblauch?
google verrät übrigens, dass es diesen veganen tier-zubehörhandel auch anderswo gibt, ein bisschen googlen, und man kommt auf seiten, die neben futter vor allem ideologisches rüstzeug vertreiben, was ironieresistente menschen (wie ix) schon ganz schön verwirren kann.
[nachtrag]
eben habe ich noch einen blick auf die inhaltsliste geworfen. besonders gefällt mir, dass dieses vegane futter acht prozent „feuchtigkeit“ enthält. dicht gefolgt von circa dreissig prozent „rohprotein“ und circa zwölf prozent „rohfett“. wenn ich gross bin, verkaufe ich 100% feuchtigkeit in tüten.
berlin

ich liebe dieses bild (flashlos hier). wirklich. oder hab ich es lieb?
nachbereitet
wunderbar, frau chile hat ihre lesungstexte veröffentlicht; „Der Mann meines Lebens“ (aka „der porno-film designer“) und „Meine Lederhose und ich in New York“ (aka „die zunge vor der lederhose“).
gastblogger bei spon
lustiger haufen, dieser SpOner, nicht über blogger schreiben, nein, einfach blogger schreiben lassen:
Der folgende Text ist ein Gastbeitrag des Bloggers Malcolm Bunge.
toitoitoi malcolm. möge die macht mit deinem server sein. oder so.
tanz
liebhaben
das ende
es ist amtlich. die zeiten der ironie hier sind endgültig vorbei und ix bin (endlich) resistent. und dumm. dumm. dumm. so dumm.
[ich hätte smileys benutzen sollen]
supaschwenzel
supaschwenzel? meinten sie: sauschwänzle?
sie affe!!!
beim schwanzvergleich ganz oben: supaschwenzel
ich bin ja nie am johnny vorbeigekommen, jetzt ist es vollbracht. in der blogcounter top25-liste stehe ich (quasi) ganz oben, sogar noch vor dem bildblog! versuch da mal vorbeizukommen, johnny.
ich geh mir jetzt erstmal auf die schulter klopfen was für ein toller kerl ix bin.
mein name ist supaschwenzel.
verantwortung
die faz am sonntag hat eine schöne kolumne: teledialog (jaja, die lieben kollegen ist auch schön). darin zu lesen; dialoge vom fernseher abgeschrieben. ix habe das auch mal gemacht, das kann zu sehr witzigen ergebnissen führen. diesmal wurde bei „akte — reporter decken auf“ mitgeschrieben. thema der investigativen sendung; eine vernachlässigte, leidende minderheit, männer mit zu grossen penisen.
die reporterin besucht frauen in einem berliner nagelstudio (sic!)
frau 1:ich hätte angst. vor so nem grossen. ich weiss nicht, da hätte ich irgendwie berührungsängste. da hätte ich wirklich schiss.
[…]
besuch bei karl, einem betroffenen.
karl:jemand, der einen kurzen penis hat, hat eigentlich mehr spass bei der sache. der kann sich da ohne kompromisse ausleben. während ich wirklich erst mal ausprobieren muss, so, wie tief gehts denn, ab wann tuts weh und was ist nicht mehr genehm. also, ich sag immer: je länger, desto grösser dann auch die verantwortung, damit umzugehen.
nächste woche guck ich mir dann vielleicht nochmal die sendung an. ich konnte die immer nicht sehen, weil der mayer immer so enge hosen trägt unter denen sich sein verantwortungsvolles ding so eklig abzeichnete. aber content haben die schon in premium qualität.
drehte merkel pornos?
ix als frau

gut dass ich keine frau geworden bin. zumindest behauptet diese seite, dass ich so aussähe, wäre ich eine frau.
wäre ich eine frau sollte ich mich wahrscheinlich auch öfter rasieren und keine kotletten tragen.
[via ronsens]
→ weiterlesenlecka
den büro-kühlschrank nenne ich ab heute nur noch „duftschrank“.
und — ich bin ja nicht sonderlich empfindlich, aber heute in der döner bude zu beobachten wie der fleisch-schäler zuerst mit einem lappen alle ablagen wischt und dann mit dem lappen den rotkohl ein bisschen zurecht-drückt, hatte schon was experiemnetelles. war trotzdem lecka das döner (mit sala-talles und scharf).
wirres.auto

und wer hats entdeckt? der nico.
klatsch
ix

ich kann mich nicht mehr richtig erinnern, wann sie in mein leben gekommen ist. es ist sicher zwanzig oder dreissig jahre her. anfangs war sie mein schutzwall. ich dachte, ich könne besser und selbstsicherer mit menschen umgehen, wenn ich meine intentionen nicht offen angebe. irgendwann wurde die ironie zum teil meinerselbst, ich traute mich ohne sie nicht aus dem haus. irgendwann kam zur ironie die witzelsucht hinzu.
die grenzen zwischen dem guten geschmack, meinen nervigen witzen, der undurchsichtigen ironie und der wahrheit verschwammen und wurden im laufe der zeit immer stärker und selbstverständlicher überschritten.
irgendwann fing ich an zu schreiben, benutzte schmutzige wörter, fäkalsprache gar — ich wurde zum blogger. meine ironie bekam ein forum, meine witzelsucht suchte sich ständig neue opfer, ich wurde selbstgefällig und fett.
mir ist bewusst, dass mein verhalten nicht normal ist. mir war das immer klar. aber ich habe niemals in wirklicher konsequenz überdacht, welche gefühle ich dabei bei lesenden oder auch den menschen, die ich lächerlich zu machen versuchte, auslöste.
ich entschuldige mich dafür, insbesondere bei marc und dem anderen samwer, deren presse-prescher tilo dings, den herren dovidat, scheuermann und den unzähligen anderen die ich verletzte. auch wissend, dass es, so lange ich für mich keine wirklich logische begründung für meine ständige ironie gefunden habe, niemanden gibt, der verständnis haben kann für das, was ich geschrieben habe.
warum dieser bruch jetzt stattfindet hat zwei gründe. der erste ist, dass mir mehrere menschen angeboten haben mich auf einen frisch erpressten orangensaft einzuladen.
der zweite, und für mich sehr viel wichtigere ist, daß ich mich heute im spiegel betrachtet habe. dieser wunderbare mensch verdient es, dass ich mich mehr um ihn kümmere. ich hoffe, daß ich irgendwann hinter meinen schutzwall aus ironie blicken kann.
und deshalb ist das das ende jeglicher ironie in diesem weblog.
ich bin 37 jahre alt.
mein name ist supaschwenzel.
erster! erster! erster!

ein phänomen das ich bisher nur aus dem heise-troll forum kannte scheint um sich zu greifen; das erster-phänomen. wer zuerst irgendwohin linkt gewinnt?
Qualitätsjournalismus braucht seine Zeit
Nämlich 10 Tage: Am 12. April im Schockwellenreiter, zwei Tage später in der Telepolis und heute endlich auch im Spiegel: Die Absageagentur.
dass der link zur absageagentur zum beispiel auch im aktuellen 030-käseblatt steht (und zwar kommentiert), das seinen redaktionsschluss am 1. april hatte möchte ich an dieser stelle nochmal in die schwanzlängen ich-bin-erster-also-grösster-diskussion einwerfen. in aller bescheidenheit und allem respekt dem flotten jörg gegenüber. denn der schnellste und googeligste ist eh jemand ganz anders. und erster ist nicht immer am besten, fragen sie ruhig mal einen experten [hier link zu beliebigem don einfügen].
apropos, was heisst „organsmus“ auf hessisch? „fedisch!“.
[demnächst erzähl ix mal, wie ich das gegenteil von erster war und vor vielen jahren mal beim ficken eingeschlafen bin. wir wollen jetzt ja mehr offenheit und schmutzige details praktizieren in unserem kleinen dorf.]
[nachtrag]
24.03.2005 omeganews
30.03.2005 wörterberg
31.03.2005 kiezkicker
04.04.2005 spreeblick
12.04.2005 schockwellenreiter
14.04.2005 030 (redaktionsschluss 01.04.2005)
usw.
[ein paar bleiben unerwähnt, kann man hier nachlesen]
bleibt festzuhalten; nach dem ersten auftauchen in der blogoshäre, brauchte der flotte jörg über zwanzig tage. allerschärfst qualitätsjournalismusreif.
</rumprovozier>