river-suche
es ist kopmpliziert. aber faszinierend.
max miller backt und erzählt die geschichte von tomatensuppenkuchen. interessanter informationssplitter: in einer zeitung gabs das rezept für die glasur des kuchens, aber wenn man das ganze rezept haben wollte, sollte man einen frankierten rückumschlag an die zeitung schicken, damit die zeitung einem das rezept zusenden konnte.
das hobby von zeitungen lesenden das leben möglichst schwer zu machen und ihre persönlichen daten abzugreifen ist also nichts neues. auch die leserbriefe unterscheiden sich wenig von dem was man heute online so liest, nur dass die unmittelbarkeit fehlt.
The Fox and the Cat are the novel’s most modern characters. They persuade Pinocchio to bury his coins in the Field of Miracles on the promise that they will multiply overnight. Exploit impatience, exploit greed, frame skepticism as a failure of imagination, and dismiss skeptics as lacking vision. Remind you of someone? Space Cowboy for example?
That structure is so familiar I barely need to name it. But let me name it anyway.
Everyone from Jensen Huang to Sam Altman to Elon Musk spent a decade accumulating what I have called symbolic capital, the reputation, the prestige, the weight of being seen as someone who understands the future better than the rest of us. Now each of them seems to be running some version of the Field of Miracles, with promises that keep not arriving, timelines that dissolve, products that exist primarily as announcements, and platforms run as machines for generating more reputation regardless of what they actually do. They don’t need to be right. They need to be believed. Velocity is the new authority, and no one has weaponized that more effectively.
[…]
The algorithmic feed is the Land of Toys. It is built to keep you there past the point of nourishment, past the point where you are even enjoying it. Outrage travels faster than understanding. Spectacle beats judgment. The algorithm doesn’t care whether something is true. It cares whether it moves. And it keeps you scrolling, reacting, and returning in ways that benefit the platform, not you.
The political system has learned the same lesson. Governance is slow and grinding and unsatisfying. Performance is fast and shareable. We have built media and political economies that reward entertainers over administrators, and the clean story over the complicated truth.
(via)
faszinierend …
weil du nichts verlinkt hast, weiss ich nicht genau worauf du dich beziehst, aber falls du dich auf das bloggerpanel auf der republica und die texte die in ein paar blogs dazu erschienen sind beziehst, kann ich gerne was zur einordnung sagen. zuerst zur sichtbarkeit und die vermeintliche „Deutungshoheit“: das panel war nicht besonders sichtbar; da sassen 4 blogger auf stühlen vor 20 oder dreissig anderen bloggern oder blogafinen menschen in einer kleinen stillen sitzecke. soweit ich weiss gabs noch ein blogger-meetup in einer anderen ecke, mit ähnlicher resonanz. damit lag die sichtbarkeit für blog-themen auf der republica bei ca. 0,1% (bezogen auf die besucherzahl).
das war alles sehr unglamourös, unelitär und überhaupt nicht prominent. und auch inhaltlich war der tenor auf dem panel bei dem ich dabei war eher so, wie du das bloggen hier beschreibst: wir sitzen in nischen, kleinen blasen und schreiben vor uns hin. wir wissen es gibnt tausende andere blasen (blogoblasen) von denen wir grösstenteils nichts wissen und zu denen es gelegentlich überschneidungen gibt. ich bezeichne das immer gerne als schaumteppich, mit tausenden, millionen kleiner blasen. gelegentlich bilden sich grössere blasen, gelegentlich platzen sie.
auf dem „podium“ (eher: im sitzkreis) waren wir uns einig, dass die bedeutung des von aussen als „blogoshäre“ wahrgenommenen phänomens sehr gering war und dass wir einfach fans des geschriebenem wortes waren und sind. damals gab es gelegentlich überschneidungen mit anderen blasen in denen sich auch journalisten aufhielten, weshalb es in der vergangenheit hier und da tatsächlich etwas mehr sichtbarkeit gab. aber das ist schon lange vorbei. schon vor 10, 15 jahren war klar, dass andere formate, wie youtube, in sehr viel grösseren und sichtbareren blasen unterwegs waren und sind, als das blogdings.
das was du über das bloggen schreibst, dass es deine „gartenlaube“, deine kleine eigene parzelle im netz ist, ist exakt wie ich das ins intrenet schreiben für mich empfinde. ich mach, schreib und sprech mein ding und wenn das gelegentlich resonanz findet freue ich mich und wenn es keine resonanz findet, oder leute es zu selbstreferenziell, zu technisch, zu kleingeschrieben, zu persönlich, zu irrelevant finden — oder wie du, es als arrogant oder elitär empfinden, dann mach ich einfach weiter. nicht wegen deutungshoheit, szenenzugehörigkeit, prominenz, sondern weil ich es kann.

















es ist kopmpliziert. aber faszinierend.