lange keinen trump-rant mehr gut gefunden. aber den hier:„In a way, Donald Trump represents white people’s right to be wrong and still be right. He is the embodiment of the unassailability of white power and white privilege.“ nytimes.com/2018/01/11/opi…
In den USA empfehlen Dermatologen eine Null-Toleranz-Strategie gegenüber der Sonne: Wer rausgeht, solle sich konsequent gegen ultraviolettes Licht schützen und Sonnencreme mit einem Schutzfaktor von mindestens 30 benutzen. Den aus der Sonnen-Enthaltsamkeit resultierenden Vitamin-D-Mangel solle man künstlich, durch Vitaminpräparate ausgleichen.
Das Problem mit Vitamin-D-Präparaten scheint das gleiche wie mit anderen Vitaminpräparaten, Fischölen, Beta-Karotin-Pillen oder Schlangenöl zu sein, nämlich dass sich ihre Wirksamkeit bisher nicht nachweisen ließ. Im Gegenteil, ein paar Forscher glauben, dass der Zusammenhang zwischen schlechten Vitamin-D Werten und allen möglichen Krankheiten eine klassische Scheinkausalität ist.
Menschen mit hohen Vitamin-D-Werten sind nicht wegen des Vitamins sehr viel gesünder als Menschen mit Vitamin-D-Mangel, sondern vor allem auch, weil sie sich der Sonne aussetzten. Vitamin D sei ein Indikator, nicht die Ursache für Gesundheit. Hundertprozentiger Sonnenschutz, konsequentes Meiden der Sonne, scheint insgesamt mehr zu schaden als zu nützen.
Natürlich ist das alles furchtbar kompliziert und komplex, aber eins wird nach dem Lesen dieses (längeren) Artikels klar: den Heilsversprechen der Lebensmittel-, Kosmetik- oder Chemieindustrie – und erst recht Gesundheitsratgebern – sollte man mit einer gehörigen Portion Skepsis begegnen. Die wenigen Empfehlungen, die sich in den letzten paar hundert Jahren bewährt haben und nicht revidiert werden mussten, scheinen weiterhin: Maß halten, viel Bewegung und regelmäßig raus, an die frische Luft und Sonne zu gehen.
Dear @elonmusk! Metro line 3 in Budapest has a train per every 150 sec in peak hours, capacity is 28200 ppl per hour. To provide this capacity with 5-seat cars, you would need 3 Teslas in every 2 seconds (94 cars/min). How is this is an innovation and not a scam? twitter.com/elonmusk/statu…
Just reminded myself that the distance between NYC and Chicago is almost exactly that between Beijing and Shanghai, and that the 1st is served by 1 train/day that takes 19 hours, and the 2nd is served by 35 trains/day that take as few as 4.5 hours.
der snips standard tts-service ist pico2wav, was sich wirklich eher armselig anhört. man kann snips aber auch per homebrew auf einem mac installieren (auf meinem high sierra laptop hat das geklappt, auf dem el capitan mac mini nicht) was dann die apple-sprachsynthese nutzt. die ist auch nicht sooo toll, aber viel besser als pico2wav. vor allem funktioniert das dank mqtt auch auf dem raspi, auf dem mac müsste ausser dem tts-service nichts anderes laufen und alle snips-instanzen könnten dann den mac-tts-service mitnutzen.
mycroft hat auch ein ganz gutes open source tts-projekt das lokal funktioniert, nur leider (noch) nicht in deutsch. über andere alternativen bin ich noch nicht gestolpert.
(ich nutze übigens amazon polly, wenn das internet weg sein sollte, fällt snips auf pico2wav zurück.)
odergithub.com/synesthesiam/rhasspy-assistant man muss aber dazusagen, dass alle alexa-alternativen noch lange nicht so verbraucherfreundlich sind, wie sie im marketing erscheinen. man kann die tollsten sachen daraus basteln, aber man muss eben (noch) willens sein zu basteln.
Amazon gibt intime Alexa-Sprachdateien preis: „(Der betroffene Echo-Nutzer) erhielt nach eigenem Bekunden als Entschädigung eine kostenlose Prime-Mitgliedschaft sowie – zwei weitere Echo-Lautsprecher.” heise.de/newsticker/mel…
oder andersrum: ohne das auskunftsrecht hätten wir nie erfahren, wie schlampig man bei amazon mit privaten daten umgeht, dass diese daten keinesfalls pseudonymisiert gespeichert werden und dass amazon offenbar grundsätzlich keine meldungen über datenschutzunfälle abgibt.
ausgewählte kollegen frage ich gelegentlich (ich fürchte: zu oft) vor oder nach dem austreten: „gross oder klein?“
hauke hat das spiel letzte woche gelöst, mit der unschlagbaren antwort: „klein, wie immer!“
ich wurde nicht gefragt, bin also in der digitalzimmerwelt nicht angesagt. das hat den vorteil, dass ich ohne einschränkungen trotzdem meinen senf abgeben kann und mich vor allem nicht wie die „blogger-kollegen“ an „highlights“ und „trends“ halten muss, die man einfach im laden kaufen kann. meine highlights bestehen nämlich (quasi) aus bausätzen.
felix schwenzel ist gründer des kraut- und rüben-blogs wirres.net. vor zwei jahren hat er begonnen funksteckdosen zu vernetzen und funksensoren zu bauen. auf der suche nach wegen seine vernetzten geräte zu automatisieren, stiess er auf home-assistant und verwaltet damit jetzt fast alle leuchten in seiner wohnung, um die 50 sensoren und gefühlt 600 automatisierungen.
vor einem jahr habe ich mit amazons alexa die freuden der sprachsteuerung entdeckt. meine wirklich grosse freude über funktionierende spracherkennung und die möglichkeit sowohl unsinn als auch sinnvolles per sprache zu steuern, wurde allerdings dadurch getrübt, dass es unglaublich viele restriktionen bei der anpassung an unsere bedürfnisse gab und gibt. weder ich noch die beifahrerin können uns die teils komplizierten, erforderlichen satzkonstruktionen merken („öffne bring und füge joghurt zur einkaufliste hinzu“). die mangelnde kontrolle, das nagende unwohlsein einen lauschsprecher in der küche zu haben, der alle möglichen daten und audioschnipsel in amazons silos speichert, hat schliesslich dazu geführt, dass ich mit snips experimentieren wollte.
das experiment stellte sich als arbeitsintensiv, aber für meine bedürfnisse besser geeignet als de amazon-cloud-lösung heraus. snips ist deshalb mein highlight des jahres 2018, weil ich endlich natürlich und personalisiert mit meinen vernetzten lichtern, aktoren und sensoren reden kann. um szenen zu aktivieren brauche ich nicht zu sagen „aktiviere entspannung“, sondern kann sätze sagen wie: „ich möchte fernsehen“ (dimmt das licht im aktuellen raum), „katia möchte im kinderzimmer lesen“ (aktiviert die szene „lesen“ im kinderzimmer), „katia möchte fernsehen“ (erkennt dass es sich um den raum „stube“ handelt und schaltet neben gedimmten licht auch gleich den fernseher ein). den „küchentisch“ kann ich beliebig dimmen (indem ich prozentzahlen sage, „hell“, „dunkel“, „heller“, „dunkler“ sage), farben anpassen („gelbweiss“, „blauweiss“, „tageslichtweiss“), aber auch alltagssätze wie „es ist zu dunkel“, „es ist dunkel wie im bärenarsch“ oder „katia ist da“ verändern das licht entsprechend (die beifahrerin möchte es in der küche immer hell haben, ich eher gedimmt, weshalb „katia ist da“ oder „katia ist wieder weg“ entsprechend die lichtstimmung steuern und das ganze mit blöden sprüchen komplettieren). vor allem kann ich die küchentischbeleuchtung auch „tisch“, „esstisch“ oder „deckenlampe“ nennen — und wäre ich lustig mir auch beliebig viele andere synonyme ausdenken.
ich kann den vorhang mit einfachen sätzen steuern („vorhang auf“, „vorhang schliessen“, „kannst du den vorhang auf machen?“), was mir mit alexa nur auf umwegen gelungen ist („schalte den vorhang ein“). wenn ich in der küche sage, dass das essen fertig sei, ruft snips die beifahrerin und dimmt das licht (mittelhell, so wie die beifahrerin es gerade noch aushält). timer und wecker kann ich nicht nur (wie mit alexa) auf zuruf stellen, sondern auch anzeigen. geräusche, umgebungsgeräusche (ambient sounds) kann ich mit sätzen wie „meeresrauschen im bad“ oder „pups mal im flur“ auf unsere audio-systeme schicken (musik steuern wir (momentan noch) lieber per mobiltelefon, wo spotify-connect sie dann auf ein paar raspberries oder einem yamaha verstärker in beliebigen räumen abspielt).
der vorteil von snips ist gleichzeitig der nachteil von snips: man muss/kann alles selbst machen. welche sätze snips versteht bestimme ich, nicht ein amazon-ingenieur. die arbeit die mir hunderte oder gar tausende amazon-ingenieure abnehmen, wenn ich einen echo-lauschsprecher nutze, muss ich zum grossen teil selbst erledigen. wobei snips einem da wirklich sehr viel arbeit abnimmt. und auch wenn snips noch nicht alle quellen ofengelegt hat, sind doch immerhin alle schnittstelen offen und dokumentiert und das basteln, das selber bauen, das tinkern und rumprobieren wird von den entwicklern und einer recht aktiven community unterstützt.
die sprachassistenten von amazon, apple oder google haben alle eine rudimentäre persönlichkeit. mit snips kann man die persönlichkeit seines assistenten selbst formen. wie er oder sie antwortet, auf was er oder sie wie reagiert, das alles habe ich mit snips selbst in der hand. das macht grossen spass.