alles
friedhof schöneberg
am sonntag wieder mal spazieren gegangen. mit der u9 bis fast zur endstation und dann wieder nach hause gelaufen. ich bin kurz auf den friedhof schöneberg gelaufen, weil ich friedhöfe gerne angucke. ich weiss nicht ob mir das peinlich sein soll oder nicht, aber mir sind lange nicht so viele witze eingefallen wie hier. ich mein, dieser grabstein erfordert doch zwingend einen kleinen kerning witz, vor allem wegen des namens lück.

man denkt ja immer, im tod sind alle menschen gleich. das darf man aber angesichts solcher protzbauten mit plexiglasdach auf einem friedhof anzeifeln.

die sozialen unterschiede die auch auf einem freidhof sichtbar werden, sind natürlich nicht das ende der welt. aber die ruhestätte ende hebt den friedhof an dieser stelle doch auf eine recht hohe metaebene.

ironie funktioniert geschrieben nicht und witze über namen soll man auch nicht machen. ich glaube das lernt man auf der journalistenschule. da war ich nie, deshalb mach ich auch mal ausnahmen von den goldenen regeln. aber fragen stelle ich auch gerne. zum beispiel: was ist ein rentier?

oder wie bekommt man solche buchstaben auf stein gemeisselt? mit lasern?

oder: ist US ARMY / VIETNAM eine berufsbezeichnung?

ich hoffe das wirkt jetzt nicht pietatslos, aber ist man, wenn man gestorben ist, nicht ohnehin ein fest für würmer und insekten? warum dann noch einen draufsetzen, indem man ein insektenhotel auf seinen grabstein setzt?

bei diesem arrangement tendiert mein architektenherz zu leichter euphorie, leider wurde die kubistische stringenz durch eine rechteckige, statt quadratische, einfassung zerstört. trotzdem toll, auf eine art.

letzte frage: warum ist die urne von gisela so viel grösser und prominenter als die ihres mannes?

später habe ich noch gelernt, warum mir auf nem friedhof witze einfallen:
was wir in uns tragen, erschafft die umstände ausserhalb von uns.
— sri aurobindo

hab die uhr (letzter post) jetzt versteckt.
habe mir eine uhr für knapp 16 euro gebaut. (esp8266 4€, display 12€, usbkabel war noch da)
zeigt die uhrzeit, aber auch beliebige nachrichten. und lässt sich ein und ausstellen.
wenn sich ein paar leute dafür interessieren, schreib ichs auf.
(spoiler: das hier war die grundlage)
147
ich mag es, wenn ich zu bushaltestellen komme und kurz danach der bus anfährt. ich geniesse dann leise den klang der gaußschen normalverteilungsglocke.
vorletzte woche freitag dauerte es wieder mal nur 2 minuten. vor mir klettert eine ältere dame vorne in den bus. der busfahrer, mit ner silberkette über dem t-shirt, an der ein blauer kuli hängt, guckt den hipster auf dem schwerbehinderten-sitz böse an, der nimmt aber weder die alte dame noch den busfahrer wahr und tippt weiter auf seinem handy. die alte dame läuft sehr langsam durch den bus, bis zum hinteren ausstieg. sie ignoriert aufstehende menschen, die ihr ihren platz anbieten wollen und bleibt an der hinteren tür stehen.
das mädchen am ausgang bietet ihr ebenfalls ihren platz an, die dame besteht aber darauf stehen zu bleiben: „it’s only one stop.“
sie krallt sich an den stangen am ausgang fest, ihre krücken hat sie unter die arme geklemmt.
plötzlich steht der busfahrer im gang und fängt an zu schreien. warum den niemand der dame einen platz anbietete! er guckt das mädchen am aussteig an: „ja du da, steh mal auf und lass die dame sitzen!“
das mädchen ist verstört: „aber ich habe ihr doch meinen platz angeboten!“
die anderen fahrgäste nicken. leicht bedröppelt und leiser geht der fahrer zurück zu seinem platz, besinnt sich aber columbomässig und fängt an die oma freundlich anzuschreien: „sie können da nicht stehenbleiben!“
„hm? what?“
„das geht nicht! das ist nicht sicher! setzten sie sich da mal hin!°
ein anderes mädchen übersetzt. die dame insistiert: „but it's only one stop!“ der busfahrer insistiert auch, die dame gibt nach und lässt sich sehr langsam auf den sitz herab. der sitz wirkt viel zu tief. sobald die dame sitzt, fahren wir los.
als ob er jetzt die gefährlichkeit des busfahrens nochmal kurz illustrieren wolle, fährt der busfahrer wie ein berserker los. ich falle fast um. aber immerhin: niemand schreit mehr.
noch drei schnellen kurven, also ungefähr 20 sekunden fängt der fahrer wieder an zu schreien: „ja junge frau! entschuldigen sie!“ er schaut im rückspiegel das immer noch leicht verstörte mädchen an, das er eben anschrie. „das hatte ich nicht mitbekommen, wa! tut mir leid das ich da etwas grob war!“
ein fahrgast möchte auch was sagen: „meckern ja immer alle über die BVG. aber wenn dann mal was passiert, dann gucken se!“
der busfahrer stimmt ein: „ein omnibus ist keine strassenbahn!“
500 meter vor der nächsten haltestelle macht sich panik in den augen der alten dame breit: hält der fahrer jetzt auch wirklich? komme ich überhaupt wieder aus dem sitz? fährt der wieder los, bevor ich ausgestiegen bin?
ihre sorgen sind unbegründet: an der haltestelle zerren drei fahrgäste an ihr rum, um ihr aufzuhelfen, der busfahrer leistet persönlich, am hinteren ausgang, ausstiegshilfe. sobald die dame wieder sicher auf festem boden steht schaut er sie freundlich an und klopft ihr mehrfach auf die schulter.
danach war wieder alle so wie sonst in berliner bussen.
billiger-mietwagen.de: Keine übersichtliche und transparente Preisübersicht
Billiger-mietwagen.de bietet keine übersichtliche und transparente Preisübersicht, auch wenn sie das von sich behaupten. Lokale Mietbedingungen und deren teilweise versteckten Zusatzgebühren bleiben in der Verantwortung des Kunden. Darauf weist billiger-mietwagen.de unermüdlich hin — aber leider erst, wenn etwas schiefläuft oder sich der vermittelte Vermieter oder Vermittler als unseriös herausstellt.
Nachdem wir in Glasgow bei der Autovermietung Greenmotion sowohl von der kreativen Interpretation ihrer AGB überrascht wurden, als auch von den völlig überzogenen Preisen, gab sich billiger-mietwagen.de auf Twitter grosse Mühe, uns (nachträglich) die AGB des Vermieters zu erklären und zu rechtfertigen. Hätte sich billiger-mietwagen.de vor der Buchung so viel Mühe gegeben auf die AGB des „lokalen Anbieters“, deren Auslegung und deren Wucherpreise hinzuweisen, würde ich hier mehr Sterne geben.
Billiger-mietwagen.de hat es beim Preisvergleich, beim Buchungsprozess und bei der Abwicklung konsequent vermieden auf mögliche Probleme mit dem Vermieter Greenmotion hinzuweisen. Es gab keine Hinweise darauf, dass Kunden seit vielen Jahren von extrem negativen Erfahrungen berichten (der Vermieter Greenmotion gehört laut guardian.com auf Trustpilot zu den am schlechtesten bewerteten Autovermietern), keine Hinweise auf Zusatzgebühren für Fährfahrten auf die schottischen Inseln, die ein vielfaches des Branchendurchschnitts betragen, keine Hinweise darauf, dass sich Greenmotion in Glasgow eine „Bearbeitungsgebühr“ von knapp 100 Euro, für die Weitergabe von Strafzettel oder Parkverstössen gönnt (ungefähr fünf bis sechsmal so hoch wie im Branchenschnitt).
Billiger-mietwagen.de erklärt, dass sie verpflichtet seien die Angebote der Vermittler/Veranstalter so anzuzeigen, wie sie vom denen kommen. Wenn der Veranstalter, trotz jahrelanger Beschwerden, weiterhin unseriöse Anbieter vermittelt, fragwürdige AGB oder versteckte Wucherpreise unerwähnt lässt, dann macht billiger-mietwagen.de das auch. Der Grund dafür (wahrscheinlich): vertragliche Vereinbarungen mit den Veranstaltern, bzw. Vermittlern.
Weil billiger-mietwagen.de vor der Buchung aber einen gegenteiligen Eindruck erweckt und man auf die Unvollständigkeit der Vergleichsdaten erst deutlich hingewiesen wird, wenn etwas schiefgegangen ist, bewerte ich das Portal hier als fragwürdig und über einen groben Preisvergleich hinaus als unnütz.
Besonders ärgerlich: obwohl sich billiger-mietwagen.de vehement darauf beruft, dass Kunden sich vorab ein Bild vom Vermieter machen könnten, indem sie andere Kundenbewertungen lesen, habe ich keine Möglichkeit gefunden unseren Vermieter Greenmotion auf billiger-mietwagen.de zu bewerten. Ich würde auch dort gerne andere auf die schlechten Erfahrungen die wir mit diesem Anbieter gemacht haben Hinweisen. Eine Nachfrage an billiger-mietwagen.de dazu blieb unbeantwortet.
Dazu kommt, dass billiger-mietwagen.de die Kundenbewertungen, die ja angeblich ein zentraler Dreh- und Angelpunkt beim Vergleich von Angeboten sein sollen, unlesbar darstellt. Irgendein defekter Algorithmus entstellt Kundenbewertungen mit Platzhalternamen, dazu sind sind Umlaute oft falsch dargestellt. So liest sich der Teaser einer typische Kundenbewertung:
Der Vermieter hat die Vermietung auch nur [Vermieter vor Ort]¼ber einen Dritten weitervermittelt bekommen und kann daher nichts [Vermieter vor Ort][Vermieter vor Ort][Vermieter vor Ort][Vermieter vor Ort] seine Fehler. ...
Ich habe (früher) auch positive Erfahrungen mit billiger-mietwagen.de bei Inlandsvermittlungen gemacht. Das liegt aber möglicherweise daran, dass es unter deutschen Autovermietern weniger schwarze Schafe gibt, oder die Verbraucherrechte weniger Spielraum für die Vermieter lassen, sich in grauen Rechtsbereichen zu bewegen. Autovermieter die extrem günstige Preise anbieten, diese aber durch unfaire oder rechtlich fragwürdige Methoden wieder ausgleichen, werden von billiger-mietwagen.de weder ausgelistet, noch wird vor den möglichen Folgekosten gewarnt. Es werden auch nicht unbedingt die (vollständigen) AGB oder „lokalen Mietbedingungen“ des Vermieters übermittelt. Auf meine Nachfrage warum das so sei, antwortete billiger-mietwagen.de (sinngemäss): „Gute Idee, das geben wir an den Veranstalter weiter!“
Das heisst aber eben auch, dass der Preisvergleich bei billiger-mietwagen.de eben nicht transparent ist. Wenn man als Kunde doch alles selbst recherchieren muss (und soll), sich die AGB und Mietbedingungen der Anbieter selbst raussuchen muss, im Zweifel sogar in der Sprache des Urlaubslandes, wenn die Informationen, die einem das Portal zur Verfügung stellt, unvollständig sind und sogar der Vermittler selbst sagt, man solle die Informationen mit Skepsis behandeln, dann sollte man vielleicht wirklich besser gleich alles selbst machen und direkt buchen.
Vorschlag zur Güte: statt auf der Startseite und der Werbung von einer übersichtlichen und transparenten Preisübersicht zu sprechen, schlage ich als neue billiger-mietwagen.de-Claims diese beiden Kandidaten vor:
- Böse Überraschung? Steht doch in den AGB!
- Grobe Preisübersucht über uns! Wichtige Details und Einzelheiten über Google!
Beim Einsatz dieser oder ähnlicher Werbesprüche oder mehr Ehrlichkeit in der Eigendarstellung, bin ich gerne bereit meine Bewertung nach oben anzupassen.
The Trump Scouts. pic.twitter.com/jgeS502g9F
The completely insane last 24 hours in Trump's America. pic.twitter.com/ilg9TujzTa
links vom 26.07.2017
uebermedien.de: Der "Spiegel" und seine Angst vor der Wahrheit #
stefan niggemeier regt sich (zu recht) über den spiegel auf, der damit wirbt, keine angst vor der wahrheit zu haben, diese in eigener sache aber offensichtlich durchaus hat.
[…] Die Formulierung [ist] grob irreführend. Es gibt seit ein paar Tagen massive Kritik am „Spiegel“. Diese Kritik ist der Grund dafür, warum der „Spiegel“ sich jetzt (endlich) „in eigener Sache“ äußert.
Der „Spiegel“ verlinkt diese Kritik nicht, er nennt die Kritiker nicht, er erwähnt nicht einmal, dass es diese Kritik gibt. — Behauptet aber, keine Angst vor der Wahrheit zu haben.
(text ist nur für übermedien-abonnenten lesbar.)
kittykoma.de: Nimm! Mich! Wahr! #
einige in meinem und kittykomas umfeld haben sich mit einem text beschäftigt, der in der zeit erschien (journelle, die kaltmamsell und das nuf). hab ich alles gerne gelesen. aber am allerliebsten den text dazu von kittykoma.
digg.com: Is Anthony Scaramucci Mimicking All Of Trump's Hand Motions? This Supercut Says... Yes #
ich habe da sehr drüber lachen müssen.
profil.at: Harald Schmidt: Der lustigste Deutsche im profil-Interview #
ich freue mich, dass es harald schmidt gut geht. aber witzig finde ich seine publikums
beschimpfung-geringschätzung nicht. ach was sage ich: seine geringschätzung von allem, was nicht harald schmidt ist, finde ich wenig unterhaltsam.
theverge.com: Roombas Have Been Mapping Our Homes, And Now That Data Could Be Up For Sale #
mit hausautomatisierung gibt es viele probleme. einerseits sind preise noch immer irre hoch, die bedienbarkeit, die usability miserabel und intransparent und viele sicherheitsfragen ungeklärt oder schlampig konzipiert.
ich finde es grundsätzlich unangenehm daten aus meiner, unserer wohnung in cloud-dienste von herstellern zu übertragen. ich weiss, welche schlussfolgerungen man durch genaue auswertung oder korrelation selbst aus harmlosesten daten ziehen kann und versuche deshalb den abfluss der daten aus der wohnung so gering wie möglich zu halten.
bisher lautet das beliebteste argument der herstellern für cloud-basierte lösungen: mit der cloud sind unsere geräte leichter einzurichten und zu bedienen, einfach zu aktualisieren und zu kontrollieren.
es gibt nur wenige hersteller, denen ich vertraue meine (unsere) daten in der cloud aufzubewahren — und das meist nach einem langen abwägungsprozess. in diesem prozess spielt vertrauen eine zentrale rolle.
wenn dann aber der chef einer firma laut über künftige einnahmequellen seiner firma nachdenkt, offensichtlich um seinen derzeitigen und künftigen investoren ein plaisir zu bereiten, kann dieses vertrauen schnell auf null sinken. als wäre es nicht schon schwer genug zu ertragen dass die daten aus der eigenen wohnung irgendwo unter fremder kontrolle gespeichert werden, spekuliert der mann darüber, dass man irgendwan mal diese daten verkaufen könnte.
es bleibt zu hoffen dass künftig immer mehr firmen in diese lücke springen und geräte und dienstleistungen anbieten, die autark in den eigenen
vierwänden funktionieren, ohne (zwangs-) cloudanbindung. das ist dann möglicherweise teurer, aber nicht zwangsläufig. ikea zeigt, dass es sowohl günstig, als auch autark geht. die vernetzten tradfri-lampen von ikea und der von ikea angebotete tradfri-hub sprechen lediglich für (firmware) updates mit der cloud.
indiewire.com: Christopher Nolan Says He Would Never Work With Netflix #
einerseits kann ich verstehen was christopher nolan hier sagt, andererseits interessiert mich bombast-kino, dass nur in imax-büchsen richtig funktioniert, immer weniger. das ist ein bisschen wie ein romanautor, der glaubt seine romane würden nur funktionieren, wenn sie mit grossformatigen, gedruckten hochglanzbildern illustriert sind.
ein guter roman sollte mich auch ohne illustrationen umhauen. ein guter roman sollte als taschenbuch genauso gut funktionieren, wie gebunden oder als ebuch. eine gute geschichte sollte auch auf einem kleinen bildschirm überzeugen. wenn sie mit zunehmender bildschirmgösse besser wird, ok, aber wenn der grosse bildschirm zur grundvoraussetzung wird um emotionen zu wecken, dann langweile ich mich mit hoher wahrscheinlichkeit.
(in alex matzkeits facebook gefunden)
boingboing.net: Penn and Teller wowed by blind card shark Richard Turner #
sehr beeindruckender auftritt. überhaupt ist das, was man in dieser sendung zu sehen bekommt fast immer beeindruckend. eine wirklich tolle sendung mit enorm hochklassigen auftritten, könnt ich mir jeden abend angucken.
sethgodin.typepad.com: Toward dumber #
das ist das klügste (und kompakteste) was ich bisher über die medienkrise gelesen habe. das beste: es enthält keine handlungsanweisung, sondern eine aufforderung eine entsdcheidung zu treffen.
spiegel.de: USA: Zwei Jahre als Korrespondent in Washington, D.C. #
ein bisschen flach und konturlos, wie alles was veit medick schreibt, aber trotzdem gerne und zustimmend gelesen. die erfahrung, dass anderswo leben, dass das zusammenleben mit fremden, andersdenkenden, andersartigen menschen einem hilft über sich selbst zu lernen, diese erfahrung habe ich auch (immer wieder) gemacht.
welt.de: „Star Wars“-Vorlage: George Lucas hätte mal „Merci“ sagen können #
dieses interview mit Pierre Christin, einem der erfinder der valerian-comics, habe ich der ziemlich euphorischen valerian-kritik auf heise.de gefunden. ich fands lesenswert und finde auch, dass george lucas mal danke hätte sagen können. vor allem aber: wir stehen alle auf den schultern von giganten.
blog.penelopetrunk.com: I am so sick of my advice #
nicht gelesen, aber ich mag die überschirft sehr!
baumwannen #aufdemwegzurarbeit
[werbung] ghostwriting auf ACAD WRITE
wer beauftragt eigentlich ghostwriter? das ist so eine frage, die man sich mal stellen kann (oder auch nicht, fällt ungefähr in die kategorie „ist eine avocado eine frucht oder ein obst?“ oder „warum kriege ich eine gänsehaut, wenn ich niesen muss?“), also stellte ich sie mir und suchte nach antworten.
eines der ersten suchergebnisse bei google ist die agentur ACAD WRITE. der internetauftritt wirkt seriös, kann man mit arbeiten, die informationen sind übersichtlich dargestellt und der potenzielle interessent sieht sofort, wo er anrufen muss, um sich beraten zu lassen. lustig fand ich, dass die seite eine möbius-schleife ist – ich hörte nach einer stunde auf, aber während dieser stunde fand ich pro minute zwei neue unterseiten. spannend auch: ACAD WRITE stellt seine qualitätsmanager vor, sodass erkennbar ist, wer sich hinter den fachbereichen verbirgt. inwieweit das tatsachen entspricht, ließ sich für mich nicht nachvollziehen, aber alle samt ließen sich wiederum googeln und schienen, grob geprüft, reale personen zu sein.
aber wie läuft das ganze ab? am einfachsten scheint es zu sein, das anfrageformular auszufüllen. daran führt auch kein weg vorbei, so schlicht die seite ist, so sehr schreit sie an allen ecken und enden „komm jetzt, geh zum formular, füll’s endlich aus!“. im formular werden die wichtigsten fragen gestellt: um welche art von arbeit handelt es sich (haus-, bachelor-, masterarbeit, ganz was anderes?), wie viele seiten sollen es sein, wird es eine literaturarbeit oder werden daten erhoben und wann ist der abgabetermin? danach noch die eigentlichen infos zur arbeit: wie lautet das thema, welche schwerpunkte sollen behandelt werden und gibt es sonst noch etwas, was der geisterschreiber wissen muss?
etwa anderthalb stunden nach ausfüllen des formulars klingelt auch schon das telefon: ein mitarbeiter von ACAD WRITE ruft an und – siehe da – hinter der agentur sitzen tatsächlich echte menschen – sachsen wie es scheint –, die sich mit dem angefragten projekt auseinandersetzen, fragen stellen und herausfinden wollen, wie sie am besten unterstützen (geld verdienen) können. der ablauf wird auch erklärt: nach der auftragsbestätigung wird eine anzahlung geleistet, danach findet die telefonkonferenz mit dem autor statt und schon geht es los. der text wird, je nach umfang, in mehrere teillieferungen gesplittet, nach denen die möglichkeit besteht, änderungswünsche zu äußern. erst wenn die erste teillieferung zufriedenstellt, wird die nächste zahlung fällig.
ich frage mich, ob eine ghostwriting-agentur auch blogtexte verfassen würde …?
blogfoster, werbung und ghostwriting
ursprünglich habe ich mich vor etwas über andertalb jahren bei blogfoster aus niederen motiven registriert. blogfoster vermittelt bezahlte artikel an blogger, die diese dann selbst schreiben und in den fluss ihres blogs einspeisen. auf denglisch werden diese artikel gerne sponsored posts genannt und oft auch so gekennzeichnet, als sponsoring, statt klar und deutlich als anzeige oder werbung. mein niederes motiv war ursprünglich zu gucken, welche kampagnen laufen und dann im netz zu gucken, wer gerade über ein produkt oder eine dienstleistung schreibt, die gerade bei blogfoster läuft und vergisst den artikel als bezahlt zu kennzeichnen.
anderen bloggern auf die finger zu schauen hat mich dann aber bereits nach 20 minuten gelangweilt und sich als müssig herausgestellt. das googeln nach blogfoster-kampagnen spülte irre viel öden, uninspirierten blog-müll vor meine augen, dass ich es nicht lange ertrug. insbesondere die jovialen, direkten leseransprachen vieler sponsored-post-blogger („hey leute, wisst ihr was ich gerade mache?“) zeigten mir: in müll zu wühlen ist nichts was ich länger als 20 minuten machen will.
ich war aber auch schnell abgelenkt, weil ich bei blogfoster immer wieder kampagnen entdeckte, die mich tatsächlich interessierten. daraus wurden dann bezahlte werbeartikel wie dieser oder dieser. manche kunden lehnten meine bewerbungen ab und zwischendurch vermittelte ich mir immer wieder selbst bezahlte werbeartikel wie diesen oder diesen oder diesen.
bei der zusammenarbeit mit blogfoster wurde auch schnell klar, dass blogfoster selbst zumindest grossen wert auf ordentliche kennzeichnung der bezahlten werbeartikel legt. teilnehmern wird deutlich gesagt:
Schreibe „Anzeige“ noch vor dem Titel Deines Artikels
ausserdem wurde mir klar, dass ich werbung zwar doof finde, insbesondere bezahlte werbeartikel in blogs, ich aber bei bestimmten produkten immer wieder das gefühl hatte eine geschichte erzählen zu können, die den einen oder anderen interessieren könnte. genauso oft war ich neugierig was das produkt oder die dienstleistung taugte und nahm mir vor eine empfehlung nur dann auszusprechen, wenn es mir auch wirklich gefiel. das hatte dann mindestens einmal zur folge, dass hier im blog ein bezahlter verriss erschien.
im februar fand ich bei blogfoster diese kampagne zur bewerbung:

der pitch-text dazu lautete:
Auftrag
██████ ██ ██████ ███████ ███ █████████████ ████████████████ ███ ███████ ███. ████ ████ █████ ██████ ███████ ████ ████████████████ ██ ███ ███ ████████████. ██████ ███████████████ ████ ██████████████: ████████, █████ ███ ██████████████████, ████████, █████████████ ███ ████████████████, ████████ ████ ███ █████████ ███ ████ ██████ ████!
█████ ███ ██████ ███████ ████ ██████████████ ███, ███ ██ ██████ ████ █████. █████ ██ ██████ ███████ ████ ██████ ████████████ █████ ███ █████ ███████/███ ███. ███ ████ ██████████████ ████ █████ ███████████ ███ ████████████ ████████ ███ ███ █████ ███████████ ████████ ████. ██████████ █████████ ███ ████ █████ ███ ███████ █████████ ██████ ██████.
██████ ██████ ██████ ████ ████ █████ ███████ ██ ██████ █████████ █████.
der pitch [entfernt auf bitten von blogfoster, siehe unten] zeigt potenziell die grundsätzliche blödsinnigkeit der idee von bezahlten werbeartikeln. wenn man die augen zusammenkneift lautet der auftrag hier: ziehe dir irgendwas zum thema ghostwriting aus der nase, schreibe es auf, nenne einen firmennamen, stelle deinen lesern eine frage und kassiere ███ euro. (███ euro habe ich von blogfoster angeboten bekommen, blogger mit mehr besuchern bekommen wahrscheinlich mehr.)
die irrsinnige quatschigkeit, die implizite widersprüchlichkeit und der konjunktiv dieses schreibauftrags inspirierte mich aber auch auf gewisse weise. denn so einen text, wie gefordert, zu schreiben („persönlicher Bezug zum Thema Bildung“!) würde bei mir sofort zu massiven schreibblockaden führen und wenn ACAD WRITE dabei angeblich helfen kann, warum nicht die ghostwriter beauftragen den werbeartikel über sich selbst zu schreiben?
also habe ich mir bei ACAD WRITE ein unverbindliches angebot eingeholt, mit der bitte den preis unter ███ euro anzusetzen und mit einem leicht angepassten auftragstext, den ich von blogfoster kopiert habe.

Stelle in Deinem Beitrag die verschiedenen Dienstleistungen der Agentur Acad Write vor. Acad Write bietet weitaus mehr Dienstleistungen an als nur Ghostwriting. Solche Dienstleitungen sind beispielsweise: Coaching, Hilfe bei Forschungsanträgen, Lektorat, Unterstützung bei Schreibblockaden, Zitieren oder bei Referaten und noch vieles mehr!
Für diesen Beitrag soll es um die rekursive Kreativleistung der Agentur gehen, für sich selbst als Dienstleistung zu werben. Da in diesem Beitrag auch ein persönlichen Bezug zum Blog wirres.net hergestellt werden soll, wäre es gut im Text nicht allzu viele Adjektive zu benutzen und auf Grossbuchstaben zu verzichten. Wichtig ist, dass der Beitrag im Tonfall leicht rotzig und kritisch ist, und trotzdem Euphorie und eine positive Grundhaltung ausstrahlt. Wichtig ist, dass in dem Text klar wird, das Acad Write auch super für sich selbst Ghostwriten kann, also auch vor schwierigen Aufgaben nicht kapituliert.
Im Text sollen die Leser zu Feedback angeregt werden: wie gut hat die Agentur Acad Write ihre Aufgabe gelöst, passt der Text zum Blog, etc.Ganz wichtig ist neben der Herausstellung der Qualitäten der Agentur Acad Write, der Tonfall des Textes. Er sollte sich harmonisch ins Blog einfügen, auch das Wort ich darf mal vorkommen, subjektive Einfärbung ist OK. Tabu ist überschwängliches Lob, Eigenlob muss elegant in Selbstkritik verpackt werden.
Meine Preisvorstellung geht so ungefähr in die Richtung von unter ███ Euro.
keine zwei stunden später klingelte mein telefon. ob ich das wirklich gewesen sei und ob ich das ernst meinen würde. natürlich meine ich das ernst, wobei von meiner seite aus natürlich der angebotspreis entscheidend sei. verlust wollte ich mit der aktion nicht unbedingt machen, auch wenn finanzieller verlust bei bezahlter werbung ein ganz besonderer gag wäre. zwischen den zeilen hörte ich noch ein bisschen skepsis heraus, ich wurde noch gefragt ob der artikel dann auch eine offene kommentarfunktion hätte und ob die agentur sich auch selbst in den kommentaren melden könne und eventuell stellung beziehen könne. klar sagte ich und auch wenn allgemein nicht so viel bei mir rumkommentiert würde, würde ich durchaus meine kommentarstränge moderieren und wenns sein muss auch eingreifen. die dame am telefon wollte das dann nochmal mit ihren kollegen und ihrem chef durchsprechen, der wohl nicht so irre online-affin sei, sich aber am nächsten tag nochmal bei mir melden werde.
tatsächlich rief mich der chef der agentur dann am nächsten tag an und ich konnte erneut deutliche skepsis gegenüber diesem online-gedöns spüren. im grunde hätte die agentur gar nicht so grosses interesse an öffentlichkeit. warum man denn dann bei blogfoster die kampagne angeschoben habe, fragte ich. ach ja, diese social-media sachen mache ein jüngerer kollege, der sei da ziemlich aktiv. wir plauderten noch ein bisschen und am ende versprach er mir, dass er sich später nochmal melden würde. sie müssten das nochmal intern besprechen.
tatsächlich schien man sich dann aber bei ACAD WRITE ziemlich schnell einen grossen, mutigen ruck gegeben zu haben und kurz danach hatte ich ein angebot über ███ euro in meiner mailbox (30 euro weniger als blogfoster mir zahlen würde), kurz danach eine auftragsbestätigung und dann eine vorrauskasse-rechnung über ███ euro.
ein paar tage später, alles über das online portal der agentur organisiert, hatte ich ein telefonat mit meiner designierten autorin, mitsamt einem moderator in der konferenzschaltung und eine woche später, lag mir ein erster textentwurf vor. an dem entwurf hatte ich nur den schlusssatz zu bemängeln (jovialität, eine denglische passage) und damit war die sache dann erledigt. hier ist der bezahlte, ghostgewrittene werbeartikel, an dem ich jetzt 30 euro, abzüglich steuern verdient habe:
[werbung] ghostwriting auf ACAD WRITE
[nachtrag 24.07.2017]
blogfoster hat sich bei mir gemeldet und mich gebeten „geschützten Informationen“ aus meinem artikel „zu entfernen“. deshalb sind jetzt der preis, den blogfoster mir geboten hat, sowie der wortlaut des briefings im artikel unleserlich.
ich habe blogfoster gebeten mich aus ihrer bloggerdatenbank zu entfernen.
soweit ich das verstanden habe: portale wie billiger-mietwagen.de locken per flächendeckendem marketing grosse kundenzahlen, vermitteln veranstalter, die wiederrum eine durchführende firma vermitteln. durch die hohe zahl der vermittlungen können die veranstalter sonderkonditionen aushandeln, zusammengehalten und finanziert wird das ganze wohl von provisionen unter den verschiedenen partnern.
bei dieser konstruktion kann durchaus nutzen für kunden entstehen, aber der steht wohl nicht im vordergrund — auch wenn das marketing natürlich einen anderen anschein erwecken möchte. im fokus steht die masse und damit wohl auch ordentliche provisionen. und die masse bekommt man, wenn man den eindruck erweckt, super günstige preise anzubieten und diese message per marketing in den markt drückt.
versteckte zusatzgebühren, unklar formulierte mietbedingungen, systematisches kundenmelken in juristischen graubereichen ist dann ein kollateralschaden, auf den dann mit drei strategien geantwortet wird, falls sich kunden erdreisten, sich beim vermittler zu beklagen:
- steht doch so in den AGB
- beachten sie vor der buchung das feedback anderer kunden (übersetzt: wir wollen sie aus strategischen und vertraglichen gründen nicht selbst vor schwarzen schafen warnen)
- vielen dank für ihr konstruktives feedback, wir haben das an den veranstalter weitergegeben und der gelobt besserung
ich so im blog: „ich war dumm und naiv bei @billigermietwag zu buchen.“
wiederkehrende antwort in den reaktionen: „selbst schuld!“
kann man das eigentlich auch mansplaining nennen?
auch: ja eh. aber BM wirbt aggressiv (u.a. per retargeting) mit „transaprenten preisen“ und „übersicht“ — die sie so eben nicht liefern.


(screenshots von billiger-mietwagen.de)
AGB-probleme bei der mietwagenvermittlung
ich bin nicht der beste AGB-leser der welt, mir könnte es auch passieren, dass ich AGB mit zweifelhaften bedingungen zustimme.
seit ich aber nach einer mietwagenvermittlung über billiger-mietwagen.de bei einem autovermieter mit saftigen, sorgfältig in den AGB versteckten zusatzpreisen konfrontiert war (die ganze geschichte hier), frage ich mich, wie die zuständigkeiten hier eigentlich verteilt sind.
nach dem abschluss der mietwagenvermittlung bei billiger-mietwagen.de habe ich die AGB von billiger-mietwagen.de und cardelmar zugeschickt bekommen. billiger-mietwagen.de ist der vermittler, in den AGB des „veranstalters“ steht unter anderem:
Ihren Mietvertrag schließen Sie vor Ort mit dem durch CarDelMar vermittelten lokalen Autovermieter zu dessen Konditionen und Mietbedingungen ab (vgl. Ziffer 11). Bitte beachten Sie die Informationen in unserem Voucher und dessen Anlagen.
im voucher, dass uns etwas später zugeschickt wurde, wurden „lokale mietbedingungen“ einmal auf deutsch und einmal auf englisch aufgeführt. dort sind ein paar zusatzgebühren aufgelistet, aber kein hinweis auf zusätzliche gebühren und versicherungen für überseefahrten mit fähren oder was es kostet, wenn man während der mietzeit ein verkehrsdelikt begeht und der strafzettel an den vermieter geht. am ende, auf englisch und deutsch, steht der hinweis:
siehe lokale Mietbedingungen von unserem Partner
die lokalen mietbedingungen die billiger-mietwagen.de uns übermittelt hat, lauten also unter anderem: siehe lokale mietbedingungen, also: „sucht euch das mal selbst raus!“
um die AGB des lokalen autovermieters zu sehen, muss man den also direkt kontaktieren oder dessen webseite lesen. in unserem fall war das die firma green motion und deren AGB befinden sich hier, lediglich auf englisch. dieser passage in den green motion AGB verdanken wir einen aufpreis auf die knapp 200 euro mietpreis von 400 euro für die benutzung von fähren um auf schottische inseln zu gelangen:
Overseas Use
Green Motion vehicles can only be used on the UK mainland. Permission for use in Ireland* or France will attract the following chargesThe cost will be calculated as the Standard rental + £125 surcharge + £20 per part calendar day.
Permission is not assured and must be sought from the Green Motion supplying location 7 days prior to any overseas use. It is the responsibility of the driver to ensure all that all European driving regulations are followed including GB stickers plus any mandatory equipment required. If prior notice is not given then permission at the rental counter may be refused.
When a vehicle is taken overseas a daily mileage limit of 90 miles will be applied to the ENTIRE rental. Mileage over the agreed amount with be charged at 50 pence per mile.
Green Motion are unable to provide 'French Air Quality Certificates' to customers wishing to drive in Paris, Grenoble or Lyon therefore fines and potential charges may apply. We would recommend you do not drive our vehicles in these cities. If you take our vehicle to these cities and incur a fine then all costs relating to this fine will need to be covered by the hirer.
*Vehicles hired in Northern Ireland will not attract a fee for travel into the Republic of Ireland.
mit diesen AGB gab es zwei probleme. das eine: ich habe sie vorab nicht gelesen. das andere: hätte ich sie gelesen, ich hätte trotzdem nicht verstanden, dass unsere reise auch auf die schottischen inseln 400 euro gekostet hätte (£125 plus 11 × £20).
was das „mainland UK“ ist nicht auf den ersten blick ersichtlich, auch menschen die englisch als erste sprache sprechen diskutieren diese frage kontrovers im netz.
die definition von collins sagt:
England, Wales, and Scotland excluding those adjacent islands governed from the mainland
auch wenn die sematik des collins-lexikons verwirrend ist, offenbar ist es üblich das mainland mainland UK im sprachgebrauch wie folgt zu nutzen: mainland uk ist alles, was man mit dem auto erreichen kann, ohne eine fähre zu benutzen.
so oder so erwarte ich vom vermittler oder „veranstalter“ eines mietwagens, dass er mich auf solche feinheiten hinweist, denn ganz unüblich dürfte es nicht sein, dass man als schottlandurlauber auch islay oder die hebriden mit dem mietwagen besuchen möchte.
enttäuschte serviceversprechen sind das eine. ich frage mich aber auch, ob das überhaupt rechtens ist, dass man sich bei einer mietwagenvermittlung die AGB des eigentlichen vermieters selbst raussuchen muss, im zweifel in der landessprache des urlaubslandes?
die cardelmar AGB sagen:
10. Mietvertrag
Ihren Mietvertrag schließen Sie direkt vor Ort mit der lokalen Autovermietung zu deren Konditionen und Mietbedingungen ab. Bitte lesen Sie den Mietvertrag samt Mietbedingungen genau durch und bewahren Sie eine Kopie auf. Die lokale Autovermietung ist Vermieter des Mietwagens und daher Ihr Ansprechpartner für Leistungen aus dem Mietvertrag, insbesondere bei Mängeln am Mietwagen.
den mietvertrag der „lokalen Autovermietung“ haben wir erst vor ort zu gesicht bekommen, passen einem die konditionen nicht ist es in der regel zu spät für eine kostenlose oder problemlose stornierung, zumidnest wenn man einen vermittler wie billiger-mietwagen.de nutzt. der erlaubt eine kostenlose stornierung lediglich bis 24 stunden vor mietbeginn, oder laut aussage der hotline 24 stunden vor dem termin des mietbeginns.
die tatsache, dass greenmotion sich eine völlig überzogene „bearbeitungsgebühr“ von gut 100 euro (84 britische pfund) gönnt ist beispielsweise nicht vorab zu erfahren. in den AGB von green motion AGB steht:
Fines, Penalties and Administration Charges
It is the responsibility of each hirer to cover the cost of any parking fines and traffic violations including but not limited to unpaid tolls and Congestion Charges. When fines or traffic violations occur and a Green Motion location is involved in administering the violation a management fee will be charged. The charge is location specific, please check with the renting branch for details. This is a non waiverable fee.
die eigentlichen kosten waren erst vor ort zu erfahren. deutsche mietwagenanbieter nehmen für die bearbeitung/weiterleitung von strafzetteln ebenfalls happige gebühren von um die 20 euro, sixt zum beispiel €18,50. aber da kann man den betrag wenigsten vorab lesen.
wie billiger-mietwagen.de kunden an schwarze schafe vermittelt
billiger-mietwagen.de funktioniert: man findet dort günstige mietwagen und kann sie dort auch gleich mieten. schliesst man bei billiger-mietwagen.de einen vertrag ab, geht man meist mindestens drei verträge ein: mit dem vermittler billiger-mietwagen.de, mit einem „veranstalter“ und mit einer mietwagenfirma. für kunden ist diese konstruktion so lange unproblematisch, wie alles gutgeht. tauchen hingegen probleme auf, lässt sich diese konstruktion prima von den verschiedenen vertragspartnern nutzen, um verantwortung hin und her zu schieben.
seit meiner letzten buchung bei billiger-mietwagen.de weiss ich, warum billiger-mietwagen.de nicht unproblematische-mietwagen.de oder serioese-mietwagen.de heisst: man vermittelt dort eben günstig erscheinende mietwagen, versteckte zusatzkosten oder unseriöses geschäftsgebaren der vermittelten vertragspartner sind in der verantwortung des kunden.
im marketing und vor vertragsabschluss gibt sich billiger-mietwagen.de als vertrauensvoller und beratender partner des kunden aus („Alle Kosten transparent aufgeschlüsselt“, „16-facher Testsieger“, „… mobil buchen und beraten lassen“), bei problemen zieht sich billiger mietwagen dann etwas verkniffen auf den weniger kundenfeundlichen standpunkt zurück: „steht doch so in den AGB!“ oder „wir vermitteln nur, klären sie das bitte selbst!“
(für diesen artikel wollte die pressestelle von billiger-mietwagen.de meiner bitte um stellungnahme nicht nachkommen)
für unseren schottlandurlaub hat uns billiger-mietwagen.de über den „veranstalter“ cardelmar an eine sehr günstig erscheinende mietwagenfirma in glasgow vermittelt: green motion.
wäre ich weniger gutgläubig, hätte ich mich nicht auf billiger-mietwagen.de verlassen und gründlicher über diesen anbieter informiert, hätte ich ganz sicher nicht bei green motion gebucht. auffallend viele rezensionen auf google-maps warnen ausdrücklich davor, dort zu mieten, laut diesem guardian-artikel, der ebenfalls von zweifelhaftem geschäftsgebaren von green motion berichtet, ist der vermieter der am schlechtesten bewertete autovermieter auf trustpilot.com. selbst die neuesten reviews auf green motions facebookseite sind katastrophal und lassen sich wohl ganz passend mit dem zitat eines ehemaligen kunden zusammenfassen: „Avoid this company at all costs“. bei billiger-mietwagen.de sind die bewertungen auch nicht die besten, aber die wertung von 3,7 (von 5,0) hat bei mir beim bestellprozess leider keine alarmglocken schrillen lassen.

aber selbst wenn ich mir die mühe gemacht hätte die rezensionen auf billiger-mietwagen.de zu lesen, sie sind weitaus weniger drastisch als die auf anderen bewerungsportalen und ausserdem schwer zu lesen. billiger-mietwagen.de stellt umlaute in rezensionen kaputt dar und entstellt die bewertungen in der übersicht aus unerfindlichen gründen algoritmisch. so sieht derzeit die zweitaktuellste zwei-sterne-rezension von green motion auf billiger-mietwagen.de aus:
Der Vermieter hat die Vermietung auch nur [Vermieter vor Ort]¼ber einen Dritten weitervermittelt bekommen und kann daher nichts [Vermieter vor Ort][Vermieter vor Ort][Vermieter vor Ort][Vermieter vor Ort] seine Fehler. ...
als wir in glasgow am flughafen ankamen, wussten wir noch nichts vom zweifelhaften ruf von green motion. aber es ging schon nicht besonders flüssig los. wir mussten dreimal eine telefonnummer anrufen, die auf dem voucher von billiger-mietwagen.de stand, bis uns ein lieferwagen abholte, der uns in ein gewerbegebiet nahe dem flughafen fuhr, wo sich die autovermietung befindet.

die angestellte, die uns im büro bediente, war freundlich und lachte herzlich und freundlich über mein führerscheinbild. im plauderton, fragte sie uns dann wo es denn hinginge. unter anderem nach islay, skye und lewis, erwiderte die beifahrerin. daraufhin eröffnete uns die angestellte:
fahrten auf die schottischen inseln würden leider eine zusätzliche gebühr und versicherung erfordern. das würde auch so in ihren AGB stehen. sie tippte auf ihren taschenrechner rum und zeigte uns die erforderliche summe: 345 britische pfund, etwas über 400 euro. für den mietwagen für zwei wochen hatten wir knapp 190 euro bezahlt. 200 prozent preisaufschlag!
als wir völlig fassungslos reagierten schlug uns die angestellte vor, dass wir den wagen auch ohne die versicherung haben könnten, nur dürften dann aber eben nicht auf die inseln. das ging natürlich nicht, weil wir dort bereits zimmer gebucht und teilweise bezahlt hatten.
ich rief die hotline von billiger-mietwagen.de an, beschrieb die lage und fragte ob wir den mietwagen stornieren könnten.
nee, das sei leider zu spät, das ginge nur bis 24 stunden vor mietbeginn. laut hotline sei bekannt, dass autovermieter es nicht gerne sehen würden, wenn man mietwagen auf fähren fahre. für eine neue buchung sei es jetzt auch arg knapp, ein wagen bei einem anderen vermieter würde jetzt wohl bei mindestens 400 euro liegen. ich rechnete und kam für beide varianten auf einen ähnlich unangenehmen preis von um die 600 euro.
ich entschied mich für das grössere übel, für green motion und gegen die ungewissheit, jetzt noch einen einigermassen günstigen mietwagen anderswo zu finden.
wir zahlten zähneknirschend die 345 pfund. die beifahrerin platze beinahe vor wut.
bei der autoübergabe zückte die angestellte ein ein leeres schadensprotokoll und erklärte uns, dass sie darauf jetzt vorhandene lackschäden notieren würde. die beifahrerin und die angestellte liefen um das auto herum und suchten nach lackschäden am auto, die angestellte machte kleine striche im protokoll. ich versuchte die schäden zu fotografieren, aber auf den bildern sahen wir später, erkennt man wegen der ungünstigen lichtverhältnisse so gut wie gar nichts.
im nachhinein wunderte ich mich, dass das protokoll zum anfang leer war. von anderen autovermietern kenne ich es eher, dass bekannte vorschäden bereits verzeichnet sind und man lediglich aufgefordert wird zu prüfen, ob weitere, noch nicht verzeichnete schäden vorhanden sind.
die angestellte gab sich grosse mühe die übergabe möglichst korrekt und gründlich durchzuführen. offenbar plagte sie, wegen der wut der beifahrerin über die versteckten und missverständlich formulierten mietbedingungen, ein schlechtes gewissen. die angestellte liess sich sogar dazu hinreissen uns zu sagen, dass diese bedingungen regelmässig kunden überraschen und frustrieren — und dass sie und ihre kollegen schon mehrfach versucht hätten auf das „management“ einzuwirken diese praxis zu verbessern. ausserdem wies sie mich deutlich auf eine weitere versteckte wucher-bedingung hin, nämlich dass wir im falle eines parktickts oder strafzettels 84 britische pfund (knapp 100 euro!) bearbeitungsgebühr zahlen müssten — für jedes knöllchen.
bevor wir abfuhren entschuldigte sich die angestellte, dass sie uns jetzt den urlaub versaut hätte: „sorry for ruining your holdiday!“. ich machte, wie immer in solchen situationen, einen scherz, die beifahrerin stimmte ihr bloss zu: „you are right, you ruinied our holiday!“
in den nächsten tagen zeigte sich, dass die beifahrerin und ich verschiedene problembewätigungsstartegien haben. ich nahm mir vor den ganzen scheiss bis zum ende des urlaubs zu verdrängen und nicht weiter drüber nachzudenken und zu reden. die beifahrerin fing noch im auto an die firma green motion zu googeln und förderte furchteinflössende erfahrungsberichte von green-motion-kunden zu tage, die sie alle mit mir durchsprechen wollte.
wir lasen, dass viele kunden, die lediglich versicherungen mit selbstbeteiligung abgeschlossen, hatten bei der mietwagen-abgabe hunderte pfund für angeblich neu hinzugekommene lack-, reifen- oder glasschäden zahlen mussten, wie leichte verschmutzungen bei der abgabe zu starken, zusatzgebührenpflichtigen verschmutzungen erklärt wurden. das internet war voll mit horrorgeschichten über green motion.
ich beklagte mich auf twitter über den versteckten aufpreis und fragte mich vor allem, wie unternehmen wie billiger-mietwagen.de oder cardelmar mit gutem gewissen solchen unseriösen partnern zusammenarbeiten können.
die beste antwort auf diese frage fand die beifahrerin im einem tagesspiegel-artikel, in dem es zwar um ein anders schwarzes mietwagen-schaf geht, aber das prinzip düfte überall das gleiche sein:
Der Sprecher eines anderen Mietwagen-Portals möchte nicht zitiert werden, spricht aber dafür Klartext: „Goldcar gaukelt niedrige Preise vor, und zieht den Kunden dann zusätzlich Geld aus der Tasche.“ Eine Masche. Goldcar bleibe vor allem deshalb im Angebot, weil die Portalbetreiber Wettbewerbsnachteile fürchteten. Die Spanier bringen mit ihren niedrigpreisigen Lockangeboten eben besonders viele Besucher auf die Internetseiten.
günstige, billige lockpreise, gut versteckte AGB und sonderbedingungen mit zusatzgebühren weit über dem branchendurchschnitt machen zunächst alle glücklich:
- kunden, die vermeintlich ein schnäppchen geschossen haben
- vergleichsportalanbieter und vertragsvermittler, die ihre wettbewerbsposition stärken, indem sie ihre vertrags- und kundenzahlen erhöhen und vermutlich auch gute provisionen kassieren
- und natürlich die mietwagenanbieter, die mit den niedrigen preisen kunden anlocken, die sie dann so lange mit zusatzgebühren melken können, bis der preis dann wieder stimmt
ein perfides spiel, dass die vermittler und veranstalter offenbar willig mitspielen und sich dann, wenn sie darauf angesprochen werden doof und unzuständig geben:

immerhin konnten wir die vermittlung eines weiteren kunden an green motion mit unseren tweets verhindern:
Dann will ich @billigermietwag und #CarDelMar mal darüber informieren, warum ich meine Buchung storniere und zukünftig andere Anbieter wähle
nach drei oder vier tagen hatte sich die wut der beifahrein wieder gelegt und wir konnten den urlaub in schottland doch noch geniessen. was aber bis zuletzt nicht verflog war die angst vor der rückgabe. die beifahrein schreckte ungewöhnlich oft hoch, wenn ich etwas zu nahe am strassenrand fuhr, sich schlaglöcher näherten oder wir auf den teilweise sehr, sehr schmalen schottischen strassen von lackkratzenden wegpflanzen bedroht wurden.
zwei tage vor der abgabe des autos beendete ich meine green-motion-verdrängung und fing selber an rezensionen und erfahrungsberichte zu lesen, um für die abgabe gewappnet zu sein. was ich las belastete mich leider mehr, als ich erwartet hatte. wie konnte ich so blöd gewesen sein, mich nicht besser über den anbieter zu informieren? wie konnte ich so blöd sein, einem laden wie billiger-mietwagen.de vertrauen zu schenken? was wird uns das kosten, wenn die uns bei der abgabe glas- oder reifenschäden andrehen? die selbstbeteilung bei lackschäden, so hatte ich mittlerweile nachgesehen, wurden von einer zusatzversicherung, die wir über billiger-mietwagen.de bei cardelmar abgeschlossen hatten, getragen. bei glas- und reifenschäden wären wir aber weiterhin mit mindestens 900 euro selbstbeteiligt. ich hatte in den letzten nächten abgabe-albträume und tagsüber schlechte laune.
erstaunlicherweise war die abgabe dann unproblematisch, auch wenn die lackprüfung, wie erwartet, nicht in der schumrigen fabrikhalle stattfand, sondern unter freiem himmel, bei sonnenlicht. der angestellte, der den wagen abnahm, monierte keine schäden. auch keine glas- oder reifenschäden. das von ihm unterschriebene übergabeprotokoll rückte er jedoch erst auf explizite nachfrage in kopie heraus. auf meine frage ob das jetzt alles sei oder ob wir noch mehr „paperwork“ bekämen, sagte er „everthing is OK.“
ich mag ihm das bis heute noch nicht so recht glauben.
billiger-mietwagen.de zeigte sich in der ganzen angelegenheit wenig hilfreich, auch wenn sie einen gegenteiligen eindruck zu erwecken versuchten:
@diplix Wir haben Ihren Vorgang nun intern & extern eskaliert und melden uns, sobald es Updates gibt. Danke für Ihre Geduld.
billiger-mietwagen (@billigermietwag) 05.07.2017 8:30
auf meine nachfrage, zehn tage später, was denn jetzt aus der „eskalation“ geworden sei, antwortete billiger-mietwagen.de:
@diplix CarDelMar ist informiert, hat sich für den Hinweis bedankt und gelobt Besserung. Bei @GreenMotion ist ein Hinweis in den AGB vorhanden.
billiger-mietwagen (@billigermietwag) 18.07.2017 10:19
das mit den AGB ist ja so ne sache. natürlich lesen die wenigsten die AGB, das sagt die erfahrung und experimente. aber billiger-mietwagen.de hat nichts getan, um uns die AGB von green motion, auf die sie sich im tweet oben beziehen, zugänglich zu machen. ich habe von billiger-mietwagen.de zwar ihre eigenen AGB, die AGB von cardelmar und ein paar sogenannte „lokale mietbedingungen“ angezeigt und gemailt bekommen, aber in diesen waren, ausser ein paar ausgewählten und übersetzten passagen, keine AGB von green motion.
um vorab oder nach der buchung von der übersee-zusatzgebühr zu erfahren, hätte ich auf die AGB-seite von green motion gehen müssen und dort eine nebulöse formulierung über das verlassen des „mainland UK“ verstehen müssen.
Overseas Use
Green Motion vehicles can only be used on the UK mainland. Permission for use in Ireland* or France will attract the following chargesThe cost will be calculated as the Standard rental + £125 surcharge + £20 per part calendar day.
die AGB-sache ist komplex und meiner vorläufigen meinung nach juristisch fragwürdig, hier habe ich einen separaten artikel dazu geschrieben.
wichtig ist: weder billiger-mietwagen.de, noch cardelmar, noch green motion geben sich mühe auf diese kostenfalle hinzuweisen. auf nachfrage, bei der hotline, per twitter verweist billiger-mietwagen.de immer wieder auf die AGB von green motion. eine verantwortung als preisvergleichssuchmaschine und vertragspartner im komplizierten mietprozess auf versteckte zusatzkosten hinzuweisen lehnt billiger-mietwagen.de ab und zeigt mit dem finger auf richtung veranstalter, also in diesem fall cardelmar.
so lange billiger-mietwagen.de und cardelmar mit anbietern wie green motion zusammenarbeiten oder nicht wenigstens deutlich und vorab auf die exzessiven zusatzgebühren von anbietern wie green motion hinweisen, mache ich einen grossen bogen um diese unternehmen und kann auch niemandem empfehlen, dort zu buchen.
vor allem mag ich nicht glauben, dass billiger-mietwagen.de und cardelmar von dem unseriösen und zweifelhaften geschäftgebaren von green motion nichts wissen. das netz ist seit mehreren jahren gefüllt mit erschütternden erlebnisberichten über green motion. ich kann aus der ignoranz gegenüber diesen erlebnisberichten nur (spekulierend) schliessen, dass sowohl billiger-mietwagen.de, als auch cardelmar ihre kunden lieber über vorgeblich billige mietwagen täuschen, als auf niedrige lockangebote zu verzichten.
ausserdem stellt sich hier eine existenzielle frage, auf die ich von billiger-mietwagen.de wohl nie eine antwort bekommen werde.
@billigermietwag @GreenMotion die frage ist vor allem: wozu soll eine preisvergleichsplattform gut sein, wenn sie die tatsächlichen preise nicht nennen kann oder will?
apropos schwarzes schaf. die kontakt-adresse die green motion angibt, befindet sich in der sheep lane in bedfordshire.
[nachtrag 30.07.2017]
auch weil billiger-mietwagen.de sich seit der veröffentlichung dieses artikels nicht mehr geäussert hat, aber vor allem auch, weil ich keine möglichkeit gefunden habe green motion bei billiger-mietwagen.de zu bewerten (trotz nachfrage), habe ich billiger-mietwagen.de schlecht, aber wie ich finde sachlich auf trustpilot bewertet (kopie der bewertung auf wirres.net, mit links und formatierungen).
die pressetelle von billiger-mietwagen.de will nicht mit mir sprechen
bevor ich meinen artikel über die vermittlung eines vermeintlich billigen mietwagens in schottland schrieb, wollte ich ein paar fragen klären. das ist der text einer mail, die ich an die pressestelle von billiger-mietwagen.de schrieb:
hallo herr […],
ich möchte einen artikel über unsere mietwagenerfahrungen in schottland schreiben, in dem es um unsere erfahrungen mit dem anbieter „green motion“ in glasgow geht. den vermieter haben sie (billiger-mietwagen.de) günstig vermittelt (ca. 200 euro für zwei wochen, via cardelmar).
vor ort zeigte sich jedoch, dass wir unsere geplante miete nur antreten konnten, wenn wir ca. 400 euro zusatzgebühren zahlen. diese zusatzgebühren rechtfertigte green motion mit ihren AGB („Overseas Use“).
dazu habe ich ein paar fragen, ich würde mich freuen, wenn sie die beantworten könnten, am liebsten per mail, gerne aber auch telefonisch.
* gab es in der vergangenheit öfter klagen von green motion kunden die das „mainland UK“ verlassen wollten und die gut versteckten zusatzkosten von green motion bezahlen mussten? einer mitarbeiterin vor ort von green motion war das alles offensichtlich sehr unangenehm, sie sagte, dass das leider sehr oft vorkäme und die mitarbeiter bereits öfter versucht hätten auf das „management“ einzuwirken, diese praxis zu ändern.
* ist es üblich dass die „lokalen mietbedingungen“ die sie ihren kunden übermitteln unvollständig sind, bzw. einen hinweis darauf enthalten die lokalen mietbedingungen lokal zu prüfen? zitat aus den „lokalen mietbedingungen“ das sie uns per voucher übermittelt haben: „siehe lokale Mietbedingungen von unserem Partner“ — soweit ich das sehe bedeutet das: „bitte kümmern sie sich selbst um die beschaffung der jeweiligen AGB!“
warum übermitteln sie dann in der mietbestätigung überhaupt AGB (von billiger mietwagen, cardelmar, „lokal“), wenn diese ohnehin nicht die vollständigen AGB/mietbedingungen aller vertragspartner enthalten?* hinweise auf mögliche zusatzgebühren bei fährenbenutzung fanden sich weder im kostenvergleich auf billiger-mietwagen.de, im bestellvorgang noch in den von ihnen übermittelten unterlagen. auf https://greenmotion.co.uk/terms lässt sich dann tatsächlich ein auf englisch und sehr unklar formulierter hinweis auf die genannten overseas-gebühren finden.
ich frage mich aber: warum weisen sie nirgendwo deutlich auf die möglichen mehrkosten von inselbesuchen hin? ich gehe davon aus, dass nicht wenige schottlandbesucher die bei ihnen mietwagen suchen auch die vorgelagerten schottischen inseln besuchen möchten.
* für die bearbeitung von strafzetteln nimmt green motion („bearbeitungs“) gebühren von 84 pfund! das ist in etwa das fünffache von dem, was (in deutschland) üblich ist. erstaunlicherweise ist in den AGB von green motion (https://greenmotion.co.uk/terms) davon nichts zu finden, sondern es wird auf die regelungen der lokalen niederlassungen hingewiesen: „When fines or traffic violations occur and a Green Motion location is involved in administering the violation a management fee will be charged. The charge is location specific, please check with the renting branch for details.“
wie bringen sie die oben genannten beispiele in einklang mit ihrem werbeversprechen: „Alle Kosten transparent aufgeschlüsselt“ (zum beispiel auf https://www.billiger-mietwagen.de/autovermieter-green-motion.html)
oder andersrum gefragt: warum soll irgendwer billiger-mietwagen.de zum preisvergleich benutzen, wenn die ermittlung der tatsächlichen kosten umfangreiche eigenrecherche und AGB-studium erfordert?
* eine kostenlose kündigung war in unserem fall bis 24 stunden vor dem mietbeginn möglich. ein stornieren vor ort, nachdem wir von den wucher-bedingungen erfahren hatten, war laut ihrer hotline nicht mehr möglich. in ihren AGB konnte ich keinen hinweis finden welche kosten mit einer stornierung nach dem geplanten mietbeginn verbunden sind, bzw. ob der vorab bezahlte mietpreis in jedem fall einbehalten wird. können sie bestätigen, dass mit einer stornierung zu einem zeitpunkt nach dem geplanten mietantritt, vorab bezahlte gebühren in jeden fall von ihnen oder dem vermittler einbehalten werden?
* zusatzfrage: was ist aus dieser „eskalation“ geworden? ein versprochenes „update“ habe ich bisher nicht erhalten:
https://twitter.com/billigermietwag/status/882501814167494656gruss, felix schwenzel
wirres.net
@diplix
0179 112 18 99
eine antwort habe ich dann einen tag später bekommen:
@diplix Journalistische Anfragen in eigener Sache werden von unserer Pressestelle nicht beantwortet.
billiger-mietwagen (@billigermietwag) 18.07.2017 10:30



