alles


ber­mu­da drei­eck. oder so.


trier, ca 1985

felix schwenzel in bilder

bild von mir und heiko 1985 vor dem palastgarten in trier. wir versuchen wie steinstatuen zu posieren.

das foto hab ich in mei­nem fo­to­ar­chiv ge­fun­den. ich weiss noch, dass wir die feh­len­den sta­tu­en auf den so­ckeln nach­stel­len woll­ten, aber ich wuss­te nicht mehr wo das war. chatGPT er­kann­te den pa­last­gar­ten in trier. das muss da­mals in der neun­ten klas­se ge­we­sen sein, die ich wie­der­holt habe, also so um die 16 jäh­re alt war.


sha­ring

felix schwenzel in notiert

vor ei­ni­gen jah­ren wa­ren blogs voll mit but­tons. er­freut ha­ben die­se but­tons aber vor al­lem die platt­for­men die sie an­bo­ten, weil sie je­der ein­ge­bau­te share but­ton wert­vol­le da­ten sam­meln liess. der hei­se ver­lag hat als work­around da­mals „sha­riff“ ge­baut: „So­cial-Me­dia-But­tons mit Da­ten­schutz“.

mir ge­fiel sha­riff da­mals nicht, weil es wei­ter die but­tons der platt­for­men ein­bau­te, nur eben erst nach zu­stim­mung per schie­be­schal­ter. des­halb hat­te ich auf mei­nem al­ten wir­res.net die­se but­tons, die an­de­re auf­for­der­ten bei ge­fal­len mei­nen In­halt wei­ter­zu­ver­brei­ten, selbst ge­baut.

mitt­ler­wei­le bin ich der über­zeu­gung, dass (so gut wie) nie­mand die­se but­tons über­haupt be­nutzt. sie sind mehr oder we­ni­ger nutz­lo­ses de­kor. für die­ses In­kar­na­ti­on von wir­res.net, seit dem ich auf kir­by um­ge­stie­gen bin, hab ich mir nicht die mühe ge­macht sol­che but­tons ein­zu­bau­en. und wahr­schein­lich zu recht.

in den letz­ten zwei ta­gen habe ich von un­ter­wegs ins in­ter­net ge­schrie­ben. aus tech­ni­schen und or­ga­ni­sa­to­ri­schen grün­den habe ich dar­auf ver­zich­tet mei­ne bei­trä­ge selbst auf so­cial me­dia (mast­odons und blues­ky) zu tei­len. ge­scha­det hat es den bei­tra­gen nicht. min­des­tens ei­ner wur­de mehr­fach mit 💩 aus­ge­zeich­net, was mich aus un­er­find­li­chen grün­den im­mer noch hoch­er­freut.

je­den­falls hab ich mir ge­dacht: viel­leicht sind die­se gan­zen be­mü­hun­gen leu­te zum tei­len und li­ken zu in­spi­rie­ren für die katz? viel­leicht ist es das bes­te, wenn ich mich ein­fach dar­auf kon­zen­trie­re hier ins in­ter­net zu schrei­ben und gut ist. was hier ist, ist da. und im rss is­ses eh.

an­de­rer­seits wer­de ich wohl wei­ter bei­trä­ge von hier auch auf so­cial me­dia pos­ten. dort sind die bei­trä­ge gute an­knüp­fungs­punk­te für kon­ver­sa­tio­nen und es gibt be­stimmt fol­lower, die mei­nem rss nicht fol­gen oder wir­res.net nicht wö­chent­lich be­su­chen, um zu schau­en ob es et­was neu­es oder gar in­ter­es­san­tes hier gibt.

wenn ich jetzt fra­gen wür­de: „und was meint ihr?“ müss­te ich die­sen bei­trag ei­gent­lich auch auf mast­odons und blues­ky tei­len, da­mit man auch dort ant­wor­ten kann. mach ich aber nicht. wer ant­wor­ten will, fin­det be­stimmt auch an­de­re oder bes­se­re mög­lich­kei­ten.


was ich in den letz­ten ta­gen über mich ge­lernt ha­be

felix schwenzel in notiert

ich scher­ze ger­ne, dass ich ei­gent­lich al­les kann, aber nichts rich­tig. das ge­gen­teil trifft na­tür­lich ge­nau so zu: ich kann ei­gent­lich nichts, aber ein paar sa­chen ge­lin­gen mir im­mer wie­der.

mit dem wis­sen ist das ähn­lich. ich weiss das ich nichts weiss, ich kann aber zu fast je­den the­ma was sa­gen. oder um­ge­kehrt: ich weiss fast al­les, kann aber fast nichts rich­tig er­klä­ren. ich habe also nach al­bert ein­stein fast nichts gut ge­nug ver­stan­den.

mir ist aber wie­der klar ge­wor­den, dass das wis­sen nicht zu wis­sen und nichts zu kön­nen ma­kro-re­geln sind und dass für das mi­cro an­de­re re­geln gel­ten. ähn­lich wie mit den quan­ten oder ein­steins re­la­ti­vi­täts­theo­rien. ein­stein oder die quan­ten­me­cha­nik ha­ben new­tons me­cha­nik nicht in­va­li­diert, son­dern new­tons theo­rien gel­ten als grenz­fäl­le in ein­steins theo­rien wei­ter.

so sind wis­sen und fä­hig­kei­ten die man durch in­ten­si­ves ler­nen, pra­xis und übung er­wirbt (mi­cro) grenz­fäl­le in der gros­sen (ma­kro) see un­se­res un­wis­sens und un­se­rer un­fä­hig­keit. aber, und das ist mög­li­cher­wei­se das was ich mir beim schrei­ben der über­schrift ein­ge­bil­det habe, um die­se grenz­fäl­le zu (er) schaf­fen, braucht es wahn­sin­nig viel pra­xis und übung, viel­leicht auch lei­den­schaft — und stän­di­ge ad­ap­ti­on. wis­sen kann schnell ran­zig wer­den und theo­rie ist ohne pra­xis oft durch­ge­hend ran­zig.

aber viel­leicht hab ich in den letz­ten ta­gen auch nichts ge­lernt.


kon­stan­tin will ein paar tage ohne han­dy aus­kom­men.

Te­le­fon ist schon toll. Ei­nen Tisch re­ser­vie­ren, El­tern an­ru­fen, San­dra an­ru­fen, das ist schon prak­tisch. Han­dy ist noch prak­ti­scher. Fest­net­ze ver­bin­den Orte mit­ein­an­der. Han­dies ver­bin­den Men­schen.

es lohnt sich (na­tür­lich) die no­ti­zen dazu bei kon­stan­tin selbst zu le­sen.

mir fiel auf, dass mir bei kon­stan­tin eine blät­ter-funk­ti­on fehlt. wenn ich bei „Tag 2“ rein­sprin­ge, wäre es schön eine dort ei­nen bei­trag zu­rück oder vor sprin­gen zu kön­nen. für zu­hau­se für wir­res.net habe ich mir das so ge­baut, dass ich ne­ben den ←/→ but­tons auch die tas­ten j/k be­nut­zen kann. da­mit kann ich von je­der bei­trags­sei­te chro­no­lo­gisch ei­nen bei­trag vor und zu­rück sprin­gen.


nach­trag zu „se­maglut­id tag 51“

felix schwenzel in notiert

nach­trag zu mei­nem se­maglut­id fa­zit≥ nach 51 ta­gen.

  • ich hab das schon nach 5 kilo ge­wichts­ver­lust be­merkt: ich kann wie­der auf dem rü­cken schla­fen, ohne mich nach 2 mi­nu­ten durch lau­tes schnar­chen selbst zu we­cken.
  • mich spre­chen die we­nigs­ten men­schen auf mei­nen ge­wichst­ver­lust an — aber ich spre­che an­de­re, bei de­nen mir das auf­fällt auch nicht dar­auf an. und das ist ei­gent­lich auch gut so.
  • buf­fet mit se­maglut­id ist su­per. kei­ne gier, kei­ne eile, klei­ne por­tio­nen. und ich kann das jetzt auch mit gu­tem ge­wis­sen (oder gu­tem grund?) ste­hen las­sen, wenn was nicht schmeckt.
  • das be­dürf­nis nach al­ko­hol er­lischt nicht, ist aber ex­trem ge­dämpft.

po­ten­zi­al

felix schwenzel in artikel

vor ein paar jah­ren habe ich an­läss­lich ei­ner tau­fe über po­ten­zi­al nach­ge­dacht. chatGPT hat mir das so de­fi­niert:

Po­ten­zi­al ist die „Seins-Mög­lich­keit“, die in et­was an­ge­legt, aber noch nicht ver­wirk­licht ist.

so elo­quent hat­te ich da­mals nicht for­mu­liert, ich habe mich ge­dank­lich eher krei­send dem the­ma ge­nä­hert:

kin­der sind ja durch­aus so et­was wie ein wun­der, zu­min­dest wenn man be­denkt, dass sie aus lie­be, lei­den­schaft, schleim und schweiss ent­ste­hen. klei­ne, per­fek­te wun­der­wer­ke, die in schleim ge­hüllt auf die welt kom­men.

aber kin­der sind nicht nur klei­ne wun­der, sie sind qua­si po­ten­zi­al in rein­form.

in je­den kind steckt al­les, ein bun­des­kanz­le­rin, eine gei­gen­baue­rin, eine ver­le­ge­rin, ein lie­ben­der va­ter oder eine lie­ben­de mut­ter — al­les was vor­stell­bar ist, aber auch al­les was un­vor­stell­bar ist.

um po­ten­zia­le in kin­dern op­ti­mal zu ak­ti­vie­ren kann man sie auf­la­den: mit lie­be und ver­trau­en. so­weit ich das ver­ste­he, kann man das auch nicht über­la­den. man muss nur auf­pas­sen, dass man kin­der nicht als pro­jek­ti­ons­flä­che nutzt, weil das die ent­fal­tung der po­ten­zia­le stört oder die span­nung der po­ten­zia­le ent­lädt.

chatGPT er­klärt die me­ta­phy­si­sche ebe­ne von po­ten­zi­al so:

Po­ten­zi­al ist wie ein un­sicht­ba­rer Raum, der sich auf­tut, wenn et­was nicht als fest­ge­legt, son­dern als of­fen ver­stan­den wird. Es ist ein Zwi­schen­zu­stand – we­der Nichts noch Et­was, son­dern die Span­nung da­zwi­schen.

wie toll ist die vor­stel­lung ei­nes raums der we­der nichts noch et­was ist? aber noch tol­ler ist die vor­stel­lung, dass die welt voll mit die­sen räu­men ist. man muss nur hin­se­hen.

sol­che pa­the­ti­schen tex­te quel­len aus mir her­vor wenn ich an ei­nem tisch sit­ze, mit of­fe­ner bal­kon­tür und draus­sen das meer rauscht. da wer­de ich so­fort pa­the­tisch oder min­des­tens kü­chen-phi­lo­so­phisch.

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se­maglut­id tag 51

felix schwenzel in semaglutid

zeit für ein klei­nes zwi­schen­fa­zit nach > 50 ta­gen se­maglut­id.

  • das zeug funk­tio­niert wie ich es mir ge­wünscht habe: es bremst mei­nen ap­pe­tit so dass ich we­ni­ger esse, ohne das ge­fühl zu ha­ben zu ver­zich­ten.
  • mei­ne lust auf süs­sig­kei­ten ist er­lo­schen.
  • ich kannn mit se­maglut­id auch mein ge­wicht hal­ten, ein­fach in­dem ich et­was mehr esse.
  • ob ich das auch ohne se­maglut­id kann wird sich zei­gen und ist zu­min­dest nach stu­di­en­la­ge eher un­wahr­schein­lich.
  • ich sprit­ze seit 3 wo­chen statt alle 7 tage nur alle 8 tage. letz­te wo­che hab ich so­gar 10 tage ge­war­tet (aus­ver­se­hen), aber mein ap­pe­tit war wei­ter ge­zü­gelt. das weckt zu­min­dest mei­ne hoff­nung, dass ich zum ge­wicht hal­ten sehr nied­rig, oder gar nahe null do­sie­ren könn­te.
  • ein­zi­ge spür­ba­re ne­ben­wir­kung, ist eine stark zu­rück­ge­gan­ge­ne ver­dau­ungs­tä­tig­keit und (ge­le­gent­lich) an­sät­ze von ver­stop­fung.
  • mein ge­sicht fällt ein biss­chen zu­sam­men, ge­ge­be­nen­falls soll­te ich ge­sichts­mus­kel­trai­ning ma­chen?
  • der gür­tel den ich seit 30 jah­ren be­nut­ze hat 5 lö­cher. in den letz­ten 30 jah­ren habe ich die ers­ten drei be­nutzt. seit zwei wo­chen be­nut­ze ich das vier­te.
  • ich habe in mei­nem le­ben nur ei­nen gür­tel be­ses­sen und be­nut­ze den im­mer noch. vor­her habe ich ho­sen­trä­ger be­nutzt. da­von hat­te ich ziem­lich vie­le.
  • in vi­deo­kon­fe­ren­zen nut­ze ich ge­le­gent­lich ein vi­deo als hin­ter­grund, in dem ich im hin­ter­grund vor­bei­lau­fe. da­mals noch mit > 110 kilo. das vi­deo ist in vi­deo­kon­fe­ren­zen re­la­tiv wit­zig. als ich es ges­tern noch­mal ak­ti­vier­te, fiel mir auf, dass ich mich äus­ser­lich merk­lich ver­än­dert habe.
  • das se­maglut­id, bzw. das oz­em­pic das ich ver­schrie­ben be­kom­men habe, hat ca. 300 euro ge­kos­tet. ich habe in 51 ta­gen bis­her sie­ben mal ge­spritzt und habe noch 8 do­sen wenn ich be­den­ke was ich in der zeit an le­bens­mit­teln ge­spart habe, ist das auch mit selbst­zah­lung eher güns­tig (3,00€/tag).
  • es ist prak­tisch sa­chen aus dem klei­der­schrank wie­der an­zie­hen zu kön­nen, die vor­her zu eng wa­ren. ich mag es seit frü­hes­ter kind­heit ger­ne an­ziehs­sa­chen und schu­he so lan­ge zu tra­gen, bis es nicht mehr geht. ich habe jetzt wie­der sehr viel mehr kla­mot­ten zum auf­tra­gen zur ver­fü­gung. auch ein kos­ten­fak­tor.
  • ich soll­te mir viel­leicht noch­mal ho­sen­trä­ger kau­fen.
  • fri­da ist das al­les scheiss­egal
  • ich habe ein al­ko­hol­frei­es bier ge­fun­den, das ich tat­säch­lich mag: krom­ba­cher wei­zen al­ko­hol­frei.
  • eine hun­dert vor dem kom­ma, zum ers­ten mal seit sehr, sehr lan­ger zeit
  • fri­da wiegt im­mer 8,5 kilo, kon­stant. ich muss­te eben dar­an den­ken, dass ich mehr als eine fri­da ab­ge­nom­men habe, viel­leicht sind zwei fri­das ab­zu­neh­men dann auch ge­nug.
selfie mit frida bei uns im flur.

19.09.2025; noch ein nach­trag, hier.


ge­wicht 17.09.2025

felix schwenzel in notiert

für die un­ter­la­gen: heu­te zum ers­ten mal seit fast im­mer beim wie­gen eine 100 vor dem kom­ma ge­habt: 100,6 kg.



bild eines sofas vor eine graffiti besprühten betonwand. das sofa ist mit weisser wandfarbe vollgekippt.

manch­mal wün­sche ich mir we­ni­ger far­be in der welt.



fake ist bes­ser

felix schwenzel in bilder

vor 11 jah­ren hab ich die­se ker­zen zum ers­ten mal ge­se­hen.

vor zwei oder drei jah­ren hab ich mir die ker­zen selbst ge­kauft und ich muss sa­gen: ich lie­be sie sehr. sie sor­gen für die glei­che art von ge­müt­lich­keit wie pyro-ker­zen, je­den tag, wenn sie abends nach son­nen­un­ter­gang au­to­ma­tisch an­ge­hen und au­to­ma­tisch aus­ge­hen, wenn ich mich ins bett lege. sie sind völ­lig war­tungs­frei, rus­sen nicht, set­zen kei­nen fein­staub frei und hal­ten ewig.

eine der ker­zen hat es so­gar über­lebt ge­gos­sen zu wer­den. im rah­men der be­gies­sung habe ich die feuch­te ker­ze ge­öff­net und war be­geis­tert über die ein­fa­che aber ef­fek­ti­ve tech­nik im in­ne­ren.

die mo­del­le die ich habe, ha­ben ei­nen ein­ge­bau­ten akku, den ich je­den mor­gen (au­to­ma­tisch) eine stun­de lade. ge­steu­ert wer­den sie über ei­nen ir-blas­ter der na­tür­lich am home as­sistant hängt. „hey siri …“ oder „hey snips, ker­zen aus­bla­sen“ funk­tio­niert na­tür­lich auch.

sa­chen ver­bren­nen um en­er­gie, wär­me, licht oder ge­müt­lich­keit zu ge­win­nen ist so ana­chro­nis­tisch.


epa­per tags und an­de­re bild­schirm­chen

felix schwenzel in artikel

im lau­fe der jah­re habe ich in der au­to­ma­ti­schen woh­nung re­la­tiv vie­le bild­schirm­chen auf­ge­stellt, weil die au­to­ma­ti­sche woh­nung nicht nur ohne app und mo­bil­te­le­fon be­dien­bar sein soll, son­dern auch aus­ser­halb von apps und mo­bil­te­le­fo­nen mit uns kom­mu­ni­zie­ren kön­nen soll.

mei­ne weit­aus am häu­figs­ten ge­nutz­te in­for­ma­ti­on die ich ger­ne auf ei­nen blick er­ken­nen möch­te sind uhr­zeit. und da­tum. des­halb hängt die woh­nung voll mit uh­ren, nicht nur ku­ckucks­uh­ren, auch LED-ma­trix dis­plays. na­tür­lich ste­hen uhr­zeit und da­tum auch auf han­dies, arm­band­uh­ren, lap­tops und ipads, aber of­fen­sicht­lich ist es mir wich­tig über­all hin­se­hen zu kön­nen um die uhr­zeit oder das da­tum zu er­fah­ren. wenn ich kei­ne lust habe zu schau­en, be­ob­ach­te ich mich er­staun­lich oft dass ich im kin­der­zim­mer oder in der kü­che siri oder snips nach der uhr­zeit oder dem da­tum fra­ge. das ist vor al­lem prak­tisch, wenn man mit ge­schlos­se­nen oder ver­quol­le­nen au­gen im bett liegt. ge­gen den home­pod von ap­ple und app­les siri kann man viel sa­gen, aber was der wirk­lich gut kann ist auch die sehr lei­se ge­spro­che­ne fra­ge nach der uhr­zeit zu hö­ren und zu be­ant­wor­ten.

noch wich­ti­ger ist mir die zeit­um­stel­lun­gen zwei­mal im jahr nicht ma­nu­ell durch­füh­ren zu müs­sen. com­pu­ter und te­le­fo­ne be­kom­men das mitt­ler­wei­le gut al­lei­ne hin, aber na­tür­lich auch alle uh­ren die ir­gend­wie am home as­sistant hän­gen. die ein­zi­ge uhr die ich bei uns noch ma­nu­ell um­stel­len muss ist die der mi­cro­wel­le.

die mehr­heit un­se­rer dis­plays braucht eine kon­stan­te strom­ver­sor­gung. dis­plays, sen­so­ren oder ak­to­ren selbst aus esp8266s, esp32s oder ar­dui­nos zu bau­en ist dank es­phome wirk­lich ein­fach. bat­te­rie­be­trie­be­ne ge­rä­te selbst zu bau­en ist hin­ge­gen ver­gleichs­wei­se schwer. und mei­nen ers­ten selbst­ge­bau­ten epa­per-dis­play hat es auch schnell da­hin­ge­rafft, ent­we­der weil die trei­ber nicht gut op­ti­miert wa­ren oder ich ein­fach zu doof war das al­les her­stel­ler­spe­zi­fisch zu im­ple­men­tie­ren.

des­halb wur­de ich hell­hö­rig als ich hör­te, dass man die epa­per preis­schil­der die man mitt­ler­wei­le über­all sieht und be­kommt, leicht ha­cken kann. in­for­ma­tio­nen zu ein­zel­nen preis­schil­dern, ih­rer hacka­bi­li­ty und steue­rung wer­den im Ope­nE­Pa­per­Link re­po­si­ti­to­ry auf git­hub ge­sam­melt.

so sehr ich die idee mag aus­ge­mus­ter­te oder neue güns­ti­ge epa­per-dis­plays für ei­ge­ne zwe­cke zu nut­zen, so we­nig lust hat­te ich die auf­zu­ma­chen und ei­ge­ne firm­ware ein­zu­spie­len. im prin­zip ist das nicht all zu schwer, aber ich ent­schied mich den ein­fa­che­ren weg zu ge­hen: epa­per-schil­der zu kau­fen, die be­reits kom­pa­ti­bel sind.

da­mals, als ich da­für eine quel­le such­te, habe ich die kom­pa­ti­blen und BLE fä­hi­gen schild­chen nur bei ali­baba ge­fun­den (da­mals für ca. $10/stück). der pri­mä­re such­be­griff ist „Picksmart“, der pro­dukt­na­me bei ali­baba lau­tet:

Picksmart ODM 2.9 Inch 3 Co­lor Eink Elec­tro­nic Shelf La­bel ESL Epa­per BLE 5.0 Elec­tro­nic Pri­ce Tag Di­gi­tal Re­tail RED Dis­play

das schild­chen im flur zeigt an wenns (laut re­gen­ra­dar) re­gent, sonst ein wet­ter­sym­bol und die aus­sen­tem­pe­ra­tur. und na­tür­lich das da­tum.

um die din­ger zu steu­ern braucht man dann aber noch ei­nen zu­gangs­punkt, ac­cess point. auch dazu gibt es es ton­nen­wei­se doku bei Ope­nE­Pa­per­Link. ich habe mir ei­nen „AP“ aus ei­nen ESP32-S3 mit dis­play und ESP32-C6 ge­baut (spa­ghet­ti AP). den fer­tig ge­bau­ten AP hab ich dann in un­se­ren „ser­ver­raum“ ge­stellt, wo er sich gut mit den drei preis­schil­dern ver­bin­den kann.

der Ope­nE­Pa­per­Link „spa­ghet­ti AP“ im ser­ver­raum. theo­re­tisch kann man auf dem auch rum­ma­len oder be­li­bi­ge in­hal­te an­zei­gen las­sen, aber die sieht im ser­ver­raum ja nie­mand.

im web­in­ter­face des APs kann man be­reits in­hal­te de­fi­nie­ren, die auf den epa­per-schild­chen ge­zeigt wer­den kön­nen (da­tum, count­downs, wet­ter, bil­der, ka­len­der, etc.) aber richtg in­ter­es­sant wird das na­tür­lich erst mit home as­sistant, dort lie­gen schliess­lich alle mei­ne da­ten, vor al­lem ge­nau die wet­ter­da­ten, die ich auch an­zei­gen will: reg­nets? wenn ja, wann ge­nau und wie stark? und die ewi­ge fra­ge: wel­cher tag ist heu­te?

die home as­sistant in­te­gra­ti­on für den Ope­nE­Pa­per­Link hat ge­ra­de ei­nen gros­sen ver­si­ons­sprung hin­ge­legt und kann an­geb­lich auch ohne den AP mit be­stimm­ten tags re­den.

This re­lease in­tro­du­ces sup­port for di­rect com­mu­ni­ca­ti­on with ATC BLE tags via Blue­tooth Low En­er­gy (BLE). This me­ans an AP is no lon­ger re­qui­red for in­ter­ac­ting with tags that sup­port BLE.

wel­che preis­schil­der das sind habe ich noch nicht re­cher­chiert, mei­ne wer­den je­den­falls nicht ge­fun­den und ATC BLE be­deu­tet wohl: tags mit der ge­flash­ten/ge­hack­ten ATC cus­tom firm­ware.

in home as­sistant kann man mit der in­te­gra­ti­on dann be­lie­big auf den preis­schil­dern rum­ma­len. so sieht die ak­ti­on aus, mit der ich ein wet­ter-icon, die tem­pe­ra­tur und das da­tum auf die din­ger schrei­be.

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die epa­per schild­chen lau­fen hier jetzt seit ok­to­ber 2024 pro­blem­los. die bat­te­rien las­sen sich tau­schen und weil die tags ma­gne­tisch sind, las­sen sie sich auch über­all hin­hän­gen. ich mag die dis­plays sehr, auch weil sie gut ab­les­bar sind, aber mehr von de­nen muss ich mir nicht un­be­dingt kau­fen. aus­ser mir fällt noch was ein, wo sie wirk­lich nütl­zich sein könn­ten.


hal­ber schorn­stein

felix schwenzel in bilder

schorn­stei­ne auf dem be­wag ge­län­de, der gros­se wird ge­ra­de ab­ge­tra­gen, der klei­ne dampft. vom süd­pan­ke park aus fo­to­gra­fiert.