archiv: 2026/05/21 ×

Nemesis (S01E08) gesehen

was mir über die acht folgen durch­ge­hend auffiel: der ton dieser serie ist grässlich. technisch wie in­halt­lich. über weite strecken hört sich der film nach­syn­chro­ni­siert an. dadurch fühlt sich die serie noch kon­stru­ier­ter an als sie ohnehin schon ist. die kon­struk­ti­on ist vom fundament, über die fassade bis zum dachstuhl so fragil, das sie keinem kri­ti­schen blick wi­der­ste­hen kann. sobald man auch nur 5 minuten über das gezeigte nachdenkt, fällt die ganze ge­schich­te in sich zusammen. leider hat man viel zeit nach­zu­den­ken, während man dabei zusieht wie sich die prot­ago­nis­ten immer tiefer in die scheisse reiten. ei­gent­lich ist die serie wie ein totes tier auf der strasse: man will’s nicht sehen, kann aber auch irgendwie nicht wegsehen bis es jemand von der strasse gekratzt hat. ich dachte nach 8 folgen ist die ganze in die scheisse-reiterei vorbei, aber pis­te­ku­chen.

cliff­han­ger kann man das ender der achten folge nicht mal nennen. es ist einfach ein schnitt. mitten in einer ver­fol­gungs­jagd: schnitt. einfach so. ich würde sagen: „frechheit“ — aber das ist unfair. dass die serie scheisse ist, war schon ab folge 1 klar und ich bin selbst schuld, dass ich mir das angetan habe.

auch be­mer­kens­wert: anklänge an the wire sind offenbar mit absicht eingewebt, nur dass man bei the wire sympathie für jeden prot­ago­nis­ten ent­wi­ckeln konnte und bei nemesis für wirklich niemanden.










Aber ich hör­te nichts, ich sah nichts, der klei­ne Bereich vor dem „Ener­gie­mo­bil“ war hoff­nungs­los über­füllt. War­um gibt man einem Felix Schwen­zel kei­ne ordent­li­che Büh­ne? Das ist doch kei­ne Neu­ig­keit, dass vie­le Re­pu­bli­ca­ner:innen ihn sehen wol­len!