ker­zen­zeit

felix schwenzel in notiert

im herbst scheint mir da­nach zu sein über mei­ne ker­zen zu schrei­ben, letz­tes jahr ende sep­tem­ber und mit­te no­vem­ber und jetzt wie­der. letz­tes jahr habe ich der bei­fah­re­rin 3 ker­zen ge­schenkt, von de­nen sie nur so mit­tel-be­geis­tert schien. sie ste­hen seit­dem im wohn­zim­mer und ha­ben das jahr über kaum ge­brannt und hin­ter da­vor ge­sta­pel­ten sa­chen ver­bracht.

aber vor zwei wo­chen frag­te mich die bei­fah­re­rin, ob sie nicht auch ker­zen im schlaf­zim­mer ha­ben könn­te, das sei ja so ge­müt­lich.

mein wor­te. ich freue mich fats täg­lich wenn sie abends (au­to­ma­tisch) bei mir im zim­mer an­ge­hen. das licht und das sub­ti­le fla­ckern ist an­ge­nehm und be­ru­hi­gend. die far­ge ob das rea­lis­tisch sei, stel­le ich mir gar nicht, ge­nau­so wie ich mir die­se fra­ge beim ad­ap­ti­ven licht stel­le, das wir mitt­ler­wei­le fast über­all in der woh­nung ha­ben. wenn das licht abends gelb­sti­chi­ger wird und tags­über hel­ler und käl­ter, ent­spricht es ein­fach der un­be­wuss­ten er­war­tung, die man ans licht hat. nachts, wenn alte men­schen auf­ste­hen müs­sen um aufs klo zu ge­hen, ist das licht fun­ze­lig, mor­gens um sechs er­in­nert es ei­nen be­reits dar­an, lang­sam mal wach wer­den zu kön­nen.

je­den­falls hat­te ich noch ker­zen auf hal­de, ei­gent­lich mit der idee die ir­gend­wann mal je­man­dem zu schen­ken, aber dann hab ich sie eben der bei­fah­re­rin ge­schenkt und im schlaf­zim­mer auf­ge­baut.

der witz die­ser ker­zen ist ja, dass sie al­lei­ne an- und aus ge­hen, ohne dass man das han­dy oder eine fern­be­die­nung su­chen muss oder dass man über­haupt an sie den­ken muss. in mei­nem zim­mer und im wohn­zim­mer ste­hen in­fra­rot-blas­ter, die das über­neh­men, aber im schlaf­zim­mer gabs das nicht. also hab ich (im prin­zip) eine un­fra­rot-LED an eine vor­han­de­ne, selbst­ge­bau­te esp8266-uhr ge­lö­tet. ein wi­der­stand und ein tran­sis­tor wa­ren auch noch nö­tig, aber da­mit schal­ten sich die ker­zen jetzt mit dem nacht­tisch ein und aus. oder in der home app oder ei­ner fern­be­die­nung.

das sind die freu­den der heim­au­to­ma­ti­sie­rung, wenn sich die mit­be­woh­ne­rin auch mal drü­ber freut. 

kerzen in meinem zimmer

kerzen im wohn­zim­mer

kerzen im schlaf­zim­mer

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